Bericht über meine Motorradtour zum Nordkap

      Bericht über meine Motorradtour zum Nordkap

      Vorwort

      Hallo zusammen

      Wie komme ich auf die Idee mit dem Motorrad an das Nordkap zu fahren?

      Ganz einfach, seit 2004 liebäugle ich mit der Idee. Nicht das das Nordkap nun recht schön wäre, aber den nördlichsten Punkt der Erde, den man mit einem Fzg. (vor allem mit dem Motorrad) auf einer Straße erreichen kann, hat mich schon immer gereizt. Damals hatte ich aber noch eine Suzuki Volusia VL800C. Die Volusia war zwar ein tolles Motorrad mit dem ich kreuz und quer durch die Alpen bis nach Verona runter mit max. 2600 km in 6 Tage/Tour gereist bin, aber eine Reise an das Nordkap habe ich mir wegen der verhältnismäßig geringen Tankreichweite und doch recht unbequemen Motorrad auf langen Strecken dann doch verkniffen. Somit ist der Wunsch ans Nordkap zu fahren langsam aber sicher wieder in Vergessenheit geraten.

      Als eines Tages ein Freund im IC-Forum ein Prospekt „Nordkap extrem“ von Feelgoodreisen als Tour-Anregung abspeicherte, war plötzlich das Feuer in mir wieder erwacht, denn in 2013 habe ich mich ja endlich durchgerungen eine nicht gerade billige BMW R1200RT zu kaufen mit der so etwas problemlos und komfortabel durch zu führen wäre. Das Angebot von Feelgoodreisen habe ich gleich durchleuchtet und mir grob die Gesamtkosten für diese Nordkap-Reise zusammen gerechnet. Das Ergebnis war ernüchternd: Es wären schlappe 4000 Euro dafür nötig gewesen. Das kam mir aber gefühlsmäßig dann doch recht teuer vor.

      Also habe ich selber mit der Planung einer Nordkap-Tour angefangen. Doch wie sollte ich die durchführen? Wann ist die beste Zeit? Kundendienst der BMW? Reifen? Mit Schiffspassage nach Norwegen? Hotels buchen? Einfach auf gut Glück mit dem Zelt auf Reisen gehen? Usw.
      Der Kundendienst der BMW ist alle 10000 km fällig und im August wäre ca. der nächste fällig gewesen.
      Nach langer Internetrecherche bin ich zu dem Entschluss gekommen im August über Dänemark und den zwei riesigen Brücken (Storebæltsbroen und Öresundbrücke) nach Schweden und dann immer weiter Richtung Norden zum Nordkap zu fahren. Auf dem Rückweg sollte es an der recht interessanten Küste Norwegens zurück gehen. Also flux die Strecke von ca. 8000 km in vernünftige sechzehn Streckenabschnitte im Programm Tyre am PC eingeteilt und am Ende jedes Streckenabschnitts nach einem Hotel über booking.com gesucht und vorgemerkt. Zum Zelten hatte ich keinen Bock und nach reiflicher Überlegung am Abend jedes Streckenabschnittes auch keine Lust noch nach einer Unterkunft zu suchen, vor allem nicht in der Hauptsaison. Das Risiko von Buchungen war relativ gering, da man alle Zimmer 2-3 Tage zuvor noch kostenlos stornieren konnte. Da es in jedem Hotel kostenlos WLAN gab und ich ein Netbook mitnehmen würde wäre dies also kein Problem. Nach Grobberechnungen meiner geplanten Tour kam ich zusammen auf ca. 2300 Euro, was eindeutig günstiger war als das Angebot von Feelgoodreisen.

      Ende Juli habe ich meinen 20000 km Kundendienst 1000km vorgezogen, neue Reifen montieren und meine BMW mit einem Sturzbügelset (Motor- und Koffersturzbügel, Topcase-Rehling) ausrüsten lassen.
      Nachdem nun wirklich alle Voraussetzungen für solch eine Tour zusammengepasst haben, habe ich mein Vorhaben den Eltern gebeichtet, den Start der Tour auf den 09.08.2014 festgelegt, die Streckenabschnitte von Tyre auf den Navi überspielt und die Hotels über booking.com gebucht.

      Hier meine Grobplanung:

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      1. Tag
      Von Fellbach nach Flensburg – ca. 820km:

      Kurz: Die 820 km Fahrt nach Flensburg auf den Holper-Autobahnen hat man einfach abgespult.

      Mit dem Wetter hatte ich richtig Glück, bin bis auf 10 min. nie im Regen gefahren sondern immer zwischen den grauen Wolken hindurch gekommen.
      Vorab, nach der Tour sieht man erst mal in was für einem lausigen Zustand unsere Autobahnen sind!

      Untergekommen, bzw. gebucht hatte ich vom
      09.08. bis 10.08.2014 Sa. auf So. im Grenzmotel, Am Oxer 19, 24955 Flensburg


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      2. Tag
      Von Flensburg nach Jönköping - ca. 640km:

      Kurz: Die Durchquerung durch Dänemark auf der Autobahn war dank der zwei riesigen Brücken und dem Tunnel unter dem Meer hindurch nach Schweden recht erlebnisreich.

      Mit dem Wetter hatte ich richtig Glück! Bin bei bestem Wetter über die 3 riesigen Brücken und einem Tunnel unter dem Meer quer durch ganz Dänemark nach Schweden rein. Auf den Brücken hat ein steifes Brieschen geweht, sprich es hat wie Sau gepfiffen. Ich bin nicht scheller als mit 60 km/h über die Brücken und das Motorrad hat dabei wie ein Kuhschwanz gewackelt! Ich hatte nach jeder Brücke fast kein Blut mehr in den Händen, so fest hatte ich die Griffe vom Motorrad gehalten. An den imposanten und riesigen Pfeilern war es immer kurz windstill, bis einem wieder schlagartig der Wind erfasst hat!
      In Schweden angekommen ging es um Malmö nach Helsingborg und dann endlich von der Autobahn durch die Pampa nach Jönkoping.

      Untergekommen, bzw. gebucht hatte ich vom
      10.08. bis 11.08.2014, So. auf Mo., im Ibis Styles Jönköping, Strömsnäsgatan 3., 553 39 Jönköping

      Diese Strecke hatte ich erstaunlich schnell hinter mich gebracht, so das ich schon um 16:00 im Hotel angekommen bin und mir am Abend noch in der Umgebung die Beine vertreten habe.
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      3. Tag
      Von Jönköping nach Orsa – ca. 430km:

      Kurz: Schöne Strecke, aber von der Länge her zu vorsichtig geplant!

      An meinem Burzeltach war das Wetter recht bescheiden! Dominierende Farbe war heute mausgrau und grün mit ab und zu Wasser von oben. Morgens zum Frühstück hat es in Kübeln geregnet! Deshalb bin ich erst um 9:00 bei leichtem Regen losgefahren, der zum Glück nach ca. 10 min aufgehört hatte. Unterwegs hatte ich paar kleine Städtchen auf der Strecke angesehen und immer wieder paar ausgiebig Pausen gemacht, obwohl es eigentlich nicht notwendig war.

      Untergekommen, bzw. gebucht hatte ich vom
      11.08. bis 12.08.2014, Mo. auf Di., STF Orsa Hostel, Gillevägen 3, 79433 Orsa

      Das STF Orsa Hostel war im Prinzip ein gemütliche Jugendherberge für Wanderer. Ich als Motorradfahrer war hier wahrscheinlich hier eher eine Ausnahme, was mich interessant für andere machte, da ich in nu mit einigen im Hostel, einschließlich der Besitzerin, ins Gespräch gekommen bin.
      Ab 20:30 war schönstes Wetter mit einem herrlichem Sonnenuntergang um 22:30!
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      4. Tag
      Von Orsa nach Östersund – ca. 300km:

      Kurz: Schöne und einsame Strecke, aber von der Länge her zu vorsichtig geplant!

      Das Wetter war traumhaft und die Strecke leider zu kurz. Das war mit 300 km schon fast ne Kaffee- Fahrt. Total einsame Sträßchen quer durch die Pampa. Ich bin stellenweise stundenlang durch die Pampa und habe weit und breit keine Menschenseele gesehen. Da ich aber meinen Discoluxusdampfer mit 100 GB Musik ausgestattet hatte, hatte ich beste musikalische Unterhaltung. (Radioempfang war aber ebenfalls wieder erwarten auch gut). Nebenbei, die Strecke war mit jeder Menge Blitzkästen bestückt, ca. jede 10 km ein Blitzkasten. War für mich jedoch kein Problem, Tempo 80 km/h und dann rein mit dem Tempomat! --> So mach Cruisen Spaß!
      Unterwegs habe ich an einem Imbis Restaurant angehalten und eine Pizza gegessen! Das war die fürchterlichtse Pizza meines Lebens. Wenn ich daran denke spüre ich jetzt noch den fahlen Geschmack auf der Zunge. Brrr.

      Untergekommen, bzw. gebucht hatte ich vom
      12.08. bis 13.08.2014, Di. auf Mi., Hotel Jämteborg, Storgatan 54, 83133 Östersund

      Da ich bereits um 15:30 in Östersund angekommen bin habe ich noch einen Spaziergang an den Hafen von Östersund unternommen.
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      5. Tag
      Von Östersund nach Arvidsjaur – ca. 450km:

      Kurz: Einsamer aber schöner Streckenabschnitt durch Lapland. Hier latschen jede Menge Rentiere durch die Gegend.

      An diesem Tag habe ich mich bei schönsten Wetter 450 km durch die unendlichen Weiten von Lapland gekämpft. Hier sagen sich die Rentiere echt gute Nacht. Absolut einsame Straßen, unendlich grüne Flächen und blauer Himmel. TRAUMHAFT. Hatte im wahrsten Sinne ein Sauerstoffschock.
      Bei der gemütlichen Fahrweise mit Tempomat, ich kann es nicht fassen, verbraucht mein BMWchen bei 90km/h und 2500 Umdrehungen gerade mal 4.1l/100km. Damit sind ungeahnte Reichweiten zu erreichen, die in der Pampa mit ganz wenigen Tankstellen, doch recht beruhigend sind.
      Gegen Ende der Tour habe ich noch ein Rentier gesehen, mein erstes Rentier, das ebenfalls gemütlich über die Straße gelatscht ist. Hat Gott sei Dank mich keines Blickes gewürdigt, denn das Geweih von dem Viech war schon beeindruckend.
      Da ich mal wieder bereits um 16:00 in Arvidsjaur angekommen bin, habe ich mir noch die Beine vertreten und bin durch Arvidsjaur geschlendert.
      Hier habe ich in einem "griechischen" Restaurant meine erste "Rentierpizza" gegessen. Diese war nun wirklich gut, obwohl ein Grieche mit Rentieren und Pizzas nicht wirklich was am Hut hat!

      Untergekommen, bzw. gebucht hatte ich vom
      13.08. bis 14.08.2014, Mi. auf Do., Lapland Lodge, Östra Kyrkogatan 18, 93331 Arvidsjaur

      Die Lapland Logde ist ein kleines nettes Hotel direkt in Arvidsjaur. Ich habe mich am Abend ausgiebig mit dem Mitinhaber der Lapland Logde unterhalten.
      Diese vermieten im Winter auch Motorschlitten für geführte Ausfahrten bis weit über den Polarkreis. Da Arvidsjaur einen Flughafen hat werde ich garantiert mal an einem der nächsten Winter ein verlängertes WE von Stuttgart aus nach Arvidsjaur fliegen und mit einem Motorschlitten an den Touren teilnehmen.
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      6. Tag
      Von Arvidsjaur nach Muonio – ca. 465km:

      Kurz: Überquerung des Polarkreises! Besonders der letzte Abschnitt in Finnland in einem Tal mit Fluß ist besonders interessant, vor allem für Angler.

      Nachdem ich mich nun komplett durch Schweden gekämpft und dabei auch den Polarkreis überschritten habe, bin ich nun in Muonio (Finland). Das Wetter war heute wieder absolut bombig mit 16-21°C. Heute habe ich gefühlt mehr Rentiere wie Autos gesehen! Der absolute Hammer! Mit den Rentieren bin ich nun per Du! Nebenbei, ich habe mit Rudolf gesprochen, nächstes Weihnachten ist geritzt.
      Einmal musste ich aus 90 km/h eine Vollbremsung mit einem kleinen Haken (ABS lässt grüßen) machen, weil ich gegen die Sonne am Morgen kurz nach Arvidsjaur eine Gruppe von Rentieren zu spät gesehen habe. Die Viecher kennen nix, die latschen einfach über die Straße. Fotografiert habe ich sie nicht, denn als ich mich von dem Schrecken erholt hatte sind sie schon wieder im Wald verschwunden.
      Dafür war später eine Mutter mit Ihrem Kind (Rentier) umso neugieriger. Die hat mich mit großen Kulleraugen auf meinem stehenden und brummenden Discoluxusdampfer angesehen. Anscheinend hat Ihr "Schiller " sehr gut gefallen. Lach! Dem Kind war das Ganze nicht ganz geheuer, das ist weiter in den Wald gelaufen und hat dort auf seine Mutter gewartet.
      Am witzigsten war jedoch ein anderes Rentier. Das hatte ich bereits schon rechtzeitig im Straßengraben entdeckt und bin langsam an diese Stelle hingerollt! Promt ist es dann auch auf die Straße gelaufen und hielt plötzlich mitten auf der Straße an und starte auf mich. Nachdem es gefühlt bereits schon eine Minute so da stand, dachte ich, kannst du es auch fotografierten. Gedacht, getan, ich hatte jede Menge Zeit das Rentier in verschiedenen Blickwinkeln zu fotografieren, das Tier stand eisern mitten auf der Straße. Als ich der Meinung war das ich genügend Bilder von dem Rentier geschossen hatte, steckte ich die Kamera wieder weg. Als dies das Rentier bemerkte ist es wieder weiter gelaufen. Ich habe mich vor lachen schier nimmer gekriegt. Frei nach dem Motto: Biste endlich mit dem Knipsen fertig, dann kann ich ja endlich weiter gehen. Sowas hatte ich noch nie erlebt.
      Am Ende der Strecke bin ich über die Grenze nach Finnland. Die letzten 80 km bin ich in einem Tal immer an einem Fluß entlang. Meiner Meinung nach eine traumhafte Gegend für Angler!

      Untergekommen, bzw. gebucht hatte ich vom
      14.08. bis 15.08.2014, Do. auf Fr., Motel SEO Muonio, Torniontie 6, 99300 Muonio

      Die Unterkunft ist zwar im Prinzip eine Tankstelle mit Fremdenzimmer, jedoch ist mein Zimmer hier genial, ich hatte sogar meine eigene private Sauna im Zimmer! (Finnland halt) Das Zimmer hat übrigens nur 65 Euro mit Frühstück gekostet.
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      7. Tag
      Von Muonio nach Honningsvag – ca. 490km:

      Kurz: Die Strecke nach der Grenze in Norwegen ist besonders schön, auch das Tal vor Alta! Auch am späten Nachmittag hat man noch die Möglichkeit problemlos ans Nordkap zu kommen. (schlappe 25km, die es aber in sich haben können)

      Am Morgen in Muonio hat es ca. 1 Std. leicht gepisst. Als ich dann um 9:30 über die Grenze nach Norwegen fuhr, ist das Wetter immer besser geworden bis letztendlich sogar wieder die Sonne raus kam. Von den 16°C, laut Wetterbericht, habe ich aber nichts bemerkt. In Wirklichkeit waren es 9°C. Nach Alta, 100 km vor Honningsvag musste ich eine zweistündige Zwangspause einlegen, weil gerade ein Radrennen veranstaltet wurde: Das "Artic Race of Norway". Man war das ein Spektakel.
      Nun bin ich nach 7 Tagen in Honningsvag angekommen. Da das Wetter heute besser sein soll wie Morgen bin ich nach dem Einquecken im Hotel gleich wieder auf's Moped gesprungen und mich weitere 25 km zum Nordkap durchgekämpft. Unglaublich wie rau hier die Natur ist! Hier ist keine Pflanze größer als 10 cm. Auf dem Weg zum Nordkap haben mir die angeblich 50 km/h Windgeschwindigkeit und 6,5°C ganz schön zugesetzt. Musste mich mit dem Motorrad stellenweise richtig gegen den Wind legen, sprich schräg fahren! Zum Glück bringen ich und mein BMWchen zusammen einiges auf die Waage. Das Wetter am Nordkap ist gerade mausgrau, aber trocken. Morgen fahre ich nochmals zum Nordkap und schaue mir noch die diversen unterirdischen Sehenswürdigkeiten an. Dafür war ich heute schon zu erledigt.
      Heute waren es von Muonio nach Honningsvag und Nordkap und zurück nach Honningsvag schlappe 600km. Das hat mir heute definitiv gereicht und ich freu mich auf mein Bettchen. Insgesamt war ich heute 12 Std. unterwegs.

      Untergekommen, bzw. gebucht hatte ich vom
      15.08. bis 16.08.2014, Fr. auf Sa., Nordkapp Vandrerhjem Hostel, Kobbhullveien 10, 9750 Honningsvåg

      Das Nordkapp Vandrerhjem Hostel ist im Prinzip eine Jugendherberge für Wanderer. Einfache und saubere Zimmer mit klasse Frühstücks Buffet!
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      8. Tag
      Von Honnigsvag nach Alta – ca. 270km

      Kurz: Die Strecke zum Nordkap geht durch kahle Steppe! Nichts wächst höher als 20cm! Bei schlechtem Wetter kann es für Motorradfahrer recht ungemütlich werden. Von Honningsvag nach Alta ist die Strecke auch recht interessant! Jede Menge Fjorde!

      Heute war, nach einem spitzen Frühstück, der zweite Teil vom Nordkap dran: Die Innenanlagen vom Nordkap.
      Ich dachte die Fahrt gestern kann man nicht mehr toppen. Von wegen. Jetzt kamen zu dem starken Wind, der Kälte, starker Regen, Nebel mit 60m Sicht und jede Menge Rentiere dazu die man im letzten Augenblick sah. Jetzt machte es erst richtig Spaß. Bei schönem Wetter kann ja jeder fahren.
      In der Nordkaphalle angekommen schlürfe ich erst mal meinen 3. Kaffee. Dann begann ich mir die einzelnen Ausstellungen anzusehen: Panoramafilm, Grotte, Kapelle, Thai-Museum, usw.. Zur Mittagszeit soll das Wetter laut Wetterbericht besser werden. (die Internetverbindung dort über Kostenloses WLAN ist super)
      Übrigens, ich dachte ich habe was geleistet wenn ich von Stuttgart mit dem Motorrad ans Nordkap fahre, mit nichten, ich habe am Nordkap doch tatsächlich zwei Italiener aus Neapel mit Ihren BMWs kennen gelernt. Das sind eindeutig paar km mehr als bei mir!

      Der Weg nach Alta ist eine schöne Strecke mit jeder Menge Fjorden und Kurven. Als Motorradfahrer kommt man hier auf seine Kosten. Nach saukalten 269 km bin ich planmäßig in Alta angekommen. Laut dem Wetterbericht soll es so kalt bleiben, allerdings nun mit Sonnenschein.
      Sonnenschein in den Lofoten wäre klasse. Für die Kälte habe ich ja an meinem Discoluxusdampfer die Sitz- und Griffheizung.

      Untergekommen, bzw. gebucht hatte ich vom
      16.08. bis 17.08.2014, Sa. auf So., Best Western Nordlys Hotell Alta, Bekkefaret 3, 9513 Alta

      Spitze Hotel, gehörte aber auch mit 110 Euro zu den teuersten.
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      9. Tag
      Von Alta nach Tromso – ca. 390km:

      Kurz: Schöne Strecke mit jeder Menge Fjorde und Tunnels mit Wow-Effekt wenn man raus kommt.

      Um 8:30 bin ich bei 6 Grad los gefahren. Unterwegs ist langsam aber sicher die Sonne heraus gekommen, was sich auf die Temperaturen deutlich auswirkte.
      Fjorde wohin man schaut. Mal ist das Meer auf der linken Seite dann plötzlich auf der rechten Seite. Dann taucht ein Tunnel auf, danach das nächste Fjord......... . Eine tolle Motorradstrecke, die so richtig Lust auf mehr macht, auch als es plötzlich in höhere Gefilde ging und plötzlich Schnee auftauchte. Brrr.
      Zu den unzähligen Rentieren gesellten sich nun auch noch Schafe die ebenfalls einfach über die Straße latschten. Die Schafe waren zudem neugierig, wie Schmitts Ziege und lauften auch noch um das Motorrad herum. Hupen zwecklos. (Fragt sich wer hier wen anschaut :) )
      Um 16:00, kurz vor Tromso, bin ich an der einzigsten Brückenzufahrt nach Tromso angekommen, jedoch war diese gesperrt. Warum, das habe ich erst später erfahren. Ich musste paar km weiter hinten durch einen Tunnel unter dem Meer hindurch rüber nach Tromso. Zum Glück hatte ich ja das Navi dabei.
      Ich könnte Abkotzen. Jetzt weiß ich was los war: Ich bin ein weitetes mal Opfer von "Artic Race of Norway". Schon wieder eine Zwangspause von zwei Std. und das 200 m vor dem Hotel. Das Hotel war schon in Sichtweite. Ich habe die Zwangspause genutzt und mir die Innenstadt einschließlich des Radrennens angesehen. Um 18:00 bin ich endlich genervt im Hotel angekommen. (Habe im Internet nachgeschaut. Das Rennen ist in Tromso zu Ende gegangen.)

      Untergekommen, bzw. gebucht hatte ich vom
      17.08. bis 18.08.2014, So. auf Mo., Smarthotel Tromsø, Vestregata 6, 9008 Tromsø

      Das Hotel ist ein junges und modernes Hotel. Achtung, man kann definitiv nur mit Kreditkarte zahlen. Mit Bargeld zu zahlen ist nicht möglich.
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      10. Tag
      Von Tromso nach Engan – ca. 445km:

      Kurz: Schöne Strecke mit jeder Menge Fjorde und Tunnels mit Wow-Effekt wenn man raus kommt. Hier ist die erste Fähre fällig.

      Am Morgen um 8:30 bei 5 Grad ging es bei tief liegenden Wolken weiter. In der Nacht muss es ordentlich geregnet haben da alles naß war. Nach einer Stunde hat die Sonne aber bereits angefangen sich durch die 3 Wolkenschichten durch zu kämpfen.
      Um 11:30 war es soweit. Sonne pur mit 14 Grad. So kann man es aushalten. Die Gegend um Narvik hat mich immer wieder von neuem fasziniert. Danach ging es in eine Gegend die mich stark an die Alpen erinnerte, nur waren um mich herum jede Menge Fjorde. 50km nach Narvik war die erste Fähre fällig. Auf der Fähre habe ich einen netten Finnischen Opernsänger mit seiner 1800er Suzuki kennen gelernt: Jorma Silvasti hieß er. Er war schon auf Reserve und es war keine Tankstelle weit und breit in Sicht! Mit meinem Navi haben wir herausbekommen das in 32 km die nächste Tankstelle auf dem Weg auftauchen sollte. Bis dort hin habe ich ihn begleitet, falls er es nicht schaffen sollte.
      Um 17:00 sind wir (ich) planmäßig in Kobbelv am Hotel angekommen. Man war das heute eine geile Tour mit bomben Wetter.

      Untergekommen, bzw. gebucht hatte ich vom
      18.08. bis 19.08.2014, Mo. auf Di., Kobbelv Vertshus, Sørfjordmo, 8264 Engan, Norwegen

      Das Hotel liegt sehr schön gelegen an einem Fjord, direkt daneben ein schöner Wasserfall! Vom Zimmerfenster aus hat man einen herrlichen Blick über das Fjord.
      Die tolle Lage hatte natürlich seinen Preis, es war mit 120 Euro das teuerste Hotel auf der Tour.
      Am Abend hatte ich mit Jorma noch ein typisch finnisches Abendessen zu mir genommen, anschließend ein Bierchen getrunken und ein wenig geplaudert.
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      11. Tag
      Von Engan nach Mo I Rana – ca. 400km:

      Kurz: Eine Wahnsinns Strecke (Straße 17)! Klasse Fjorde, Tunnels ohne Ende, Gletscher , usw.. Bei schönem Wetter ein absolutes Highlight, das man sich besonderes als Motorradfahrer nicht entgehen lassen sollte. Sehenswert sind auch die Saltstraumen! Der Polarkreis wurde diesmal mit der Fahre überschritten. Auf dieser Strecke sind 2 Fähren fällig!

      Da heute das Wetter sehr gut sein soll, habe ich mich für die größere und sicherlich auch schönere Stecke (Straße 17) entschieden. Um 8:00 ging es bei leichter Bewölkung los.
      30km nach Kobbelv bin ich an eine interessante Stelle gekommen, den Saltstraumen.
      Der Saltstraumen ist der stärkste Gezeitenstrom der Welt. Durch einen 2,5 Kilometer langen und etwa 150 Meter breiten Sund zwischen den Inseln Straumen und Straumøy, der den Yttre (äußeren) Saltfjord mit dem Skjerstadfjord (auch „Indre Saltfjord“) verbindet, strömen im Wechsel der Gezeiten fast 400 Millionen Kubikmeter Wasser in die Meerenge hinein und wieder heraus. Der Strom erreicht dabei Geschwindigkeiten von bis zu 40 km/h und es entstehen gewaltige Strudel. Sie können einen Durchmesser bis zu zehn Metern erreichen und mehr als vier Meter in die Tiefe reichen. Lediglich bei Stillwasser, also beim Höchst- und Tiefststand, tritt für kurze Zeit Ruhe ein. Die Ufer des Saltstraumen sind ein beliebter Angelplatz, da mit dem nährstoffreichen Wasser auch die Fische angelockt werden, zum Beispiel wurde hier der Weltrekord-Seelachs gefangen, der 22,3 Kilogramm wog.
      Weiter ging es an herrlichen Stränden und Fyords (stellenweise sogar mit Gletschen) entlang. Einmal habe ich sogar ein großes Passagierschiff im Fyord fahren gesehen das Richtung Gletscher fuhr. Wie sich später Zuhause herausstelle, handelte es sich hier um die MS Deutschland (Das Traumschiff). Auf dem Weg zur ersten Fähre habe ich Belgier, Tschechen und sogar eine Gruppe Spanier aus Madrid getroffen. Wie sich später in Gesprächen herausstellte, waren die Spanier ebenfalls am Nordkap.
      Bei schönem Wetter ist die Straße 17 zwischen Kobbelv und Mo I Rana der absolute Geheimtipp. Tunnels ohne Ende mit Wow-Effekt nach dem Ausgang und gigantischen Fyorden an denen es rauf und runter ging.
      Mit der zweiten Fähre habe ich dann den Polarkreis auf dem Wasser wieder überschritten. Zu erkennen ist das Ganze an einer kleinen Weltkugel die am Ufer auf dem Polarkreis steht.
      Um 17:00 bin ich nach einem traumhaften Tag im Hotel in Mo I Rana angekommen.

      Untergekommen, bzw. gebucht hatte ich vom
      19.08. bis 20.08.2014, Di. auf Mi., Hotel Svartisen, Ole Tobias Olsens gate 4, 8622 Mo i Rana

      Das Hotel ist nichts besonderes und läuft eher unter Business-Hotel.
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      12. Tag
      Von Mo I Rana nach Grong – ca. 370km:

      Kurz: Eine Wahnsinns Strecke (Straße 17)! Diesmal alles verhältnismäßig flach mit vielen Inseln und Unmengen von Brücken. Nachteil sind eindeutig die vier Fähren auf der Strecke, auf die man manchmal je eine satte Stunde warten muss.

      Da laut Wetterbericht auch heute das Wetter wieder schön sein soll, habe ich mich für die größere Stecke, sprich weiter auf der Straße 17, entschieden. Um 8:00 ging es los, da laut meiner Planung 4 Fähren auf der Stecke zu befahren sind, was sicherlich nicht unproblematisch sein wird. Im Gegensatz zum Tag vorher ging es diesmal recht flach zu. Berge waren nur vom weiten zu sehen. Dafür bin ich an diesem Tag über unzählige Brücken und wie schon gesagt mit 4 Fähren gefahren.
      Eine wirklich sehr schöne Strecke, jedoch wie vermutet waren hier die 4 Fahren das Problem. An jeder Fähre musste ich meistens ein geschlagene Stunde und mehr warten bis eine aufgetaucht ist, was sich letztendlich recht zäh gestaltete. Trotzdem bis ich schon um 18:00 in Grong im Hotel angekommen.

      Untergekommen, bzw. gebucht hatte ich vom
      20.08. bis 21.08.2014, Mi. auf Do., Grong Gård Guesthouse, Grong Gård, 7870 Grong

      Das Grong Gard Guesthoues ist urgemütlich. Hier hatte ich mir auch ein Bierchen, 0,5l in der Dose nach dem schönen Tag gegönnt. Hätte ich gewusst, was die Dose Bier kostet, hätte ich garantiert das Bier mit Strohhalm genossen. ;) (Norwegen war noch nie günstig)
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      13. Tag
      Von Grong nach Ringsaker – ca. 590km:

      Kurz: Die Strecke am Meer entlang nach Trondheim ist recht abwechslungsreich. Nach Trondheim sollte man auf jeden Fall die Straße 3 nehmen! Diese führt durch ein schönes Tal mit Fluss!

      Jetzt kommt wahrscheinlich langsam der langweiligere Teil! Die zwei Tage zuvor können jedenfalls nicht mehr getoppt werden!
      Am Anfang ging es noch am Meer Richtung Trondheim, anschleßend ins Landesinnere. Hier hatte ich den Tipp von Jorma erhalten, am besten auf die Straße 3 zu gehen. Also flux den Navi umprogrammiert und weiter ging es auf der Straße 3. Die Straße 3 führt durch ein Tal mit einem Fluß. Eine tolle Strecke mit jeder Menge Kurven, genau das richtige für Motorradfahrer. Um 17:00 bin ich in Ringsaker im Hotel angekommen.

      Untergekommen, bzw. gebucht hatte ich vom
      21.08. bis 22.08.2014, Do. auf Fr., Rudshøgda Kafedrift, Rudsflata 2, 2360 Ringsaker

      Das Rudshøgda Kafedrift ist eine Autobahngaststätte mit Gästezimmern. Nichts besonderes, sauber und günstig.
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      14. Tag
      Von Ringsaker nach Mölndal – ca. 500km:

      Kurz: Am Anfang noch eine schöne und interessante Strecke, auch wenn man schon wieder in Schweden ist! 50 km vor Göteburg wird es aber langweilig, da Autobahn.

      Abgefahren bin ich um 7:30, allerdings ohne Frühstück, da mich das Frühstück im Hotel optisch überhaupt nicht angesprochen hat. Auf dem Weg nach Schweden hatte ich mir eine Strecke ausgesucht, da es hier angeblich besonders oft Elche geben sollte. Stand so zumindest im Internet bei der Planung der Tour. Nix wars, weit und breit keine Elche zu sehen. Schade, den auf der Tour hatte ich bisher noch nicht das Glück einen Elch zu sehen, was wahrscheinlich auch nicht mehr geschehen wird.
      Kurz nach der Grenze in Schweden habe ich an einem Lidl eine Rast eingelegt und mein Frühstück mich frischen Gebäck und reichlich Kaffee nachgeholt. Ca. 100 km vor Göteborg bin ich an einem netten Kaffeehäuschen direkt an einem See vorbei gekommen, was mich zu einem weiteren Päuschen veranlasst hat. Um 16:00 bin ich im Hotel in Mölndal angekommen.

      Untergekommen, bzw. gebucht hatte ich vom
      22.08. bis 23.08.2014, Fr. auf Sa., Ibis Styles Göteborg Mölndal, Idrottsvägen 6, 431 62 Mölndal

      Das Hotel Ibis Styles Göteborg ist ein typisches Business-Hotel.
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      15. Tag
      Von Mölndal nach Flensburg – ca. 620km:

      Kurz: Bis zur dänischen Grenze recht langweilige Autobahn. Nach der Grenze kommt ja wieder die Öresundbrücke mit dem anschließendem Tunnel unter dem Meer hindurch und die zweite Brücke (Storebæltsbroen). Ein Abstecher nach Flensburg, z.B. an den Hafen, ist sehenswert und zu empfehlen.

      Abfahrt war um 8:00, immer auf der Autobahn an der Küste entlang nach Dänemark. Nichts besonderes, zumindest hat das Wetter mitgespielt. Ab ging es wieder in den Tunnel unter dem Meer hindurch und über die 3 großen Brücken. Das auf den Brücken wieder eine steife Briese geweht hat mit all seinen Gegebenheiten, brauche ich ja nicht mehr zu erwähnen. Auf diesem Streckenabschnitt bin ich äußerst flott unterwegs gewesen, so das ich bereits um 15:00 im Motel in Harrislee angekommen bin.
      Da bis zum Abendessen noch jede Menge Zeit übrig war habe ich einen Abstecher nach Flensburg an den Hafen mit Umgebung gemacht. Flensburg rund um den Hafen hat mir sehr gut gefallen, kann ich nur weiter empfehlen.

      Untergekommen, bzw. gebucht hatte ich vom
      23.08. bis 24.08.2014 Sa. auf So. im Grenzmotel, Am Oxer 19, 24955 Flensburg

      Es war das gleiche Motel wie am ersten Tag!
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      16. Tag
      Von Flensburg nach Fellbach – ca. 820km:

      Kurz: Augen zu, Arschbacken zusammen kneifen und durch! Erledigt!

      Der Kurzzusammenfassung gibt es nichts zuzufügen!
      Eins ist mir aufgefallen, die Autobahnen in Deutschland sind die reisten Holperstraßen im Gegensatz zu den Autobahnen in Dänemark, Schweden und den Straßen in Norwegen. Staus gab es auch keine in diesen 3 Ländern, jedoch in Deutschland ging es gleich nach der Grenze wieder los! Typisch!
      Um 15:00 bin ich wieder Zuhause angekommen. in den 16 Tagen bin ich beinahe schlappe 8200km gefahren.
      Die Felgen von der BMW sind rabenschwarz obwohl ich die BMW 4 mal unterwegs dampfgestrahlt hatte. Zum Glück sind sie aber wieder sauber geworden.
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      Fazit der Tour:

      Ein Traum ist in Erfüllung gegangen. Zu Beginn hatte ich einen höllen Respekt von der Tour, denn eine Tour in diesem Ausmaß hatte ich noch nie unternommen. Da ich mich aber fast ein halbes Jahr sehr gut auf diese Tour vorbereitet habe, was bei meinen bisherigen Touren nie so aufwendig war, hatte ich ein gutes Gefühl zum Start. Mit dem Wetter hatte ich wahnsinniges Glück, denn in den 16 Tagen hatte ich zusammen nicht einmal 2 Std. leichter Nieselregen. Meistens hatte es in der Nacht ordentlich geregnet.

      Die BMW R 1200 RT, ein Traum, für solche Touren mehr wie geeignet! Ich kann mir nicht vorstellen, dass es was besseres auf dem Markt gibt!

      Summa Summarum, eine traumhafte Tour, die ich allerdings nicht unbedingt nochmal mit dem Motorrad fahren möchte. Den Süden von Norwegen musste ich ja leider aus Zeitgründen weg lassen. Ich bin mir aber ziemlich sicher das ich die Reise, einschließlich evtl. nochmal mit Nordkap und Lapland, mit dem Wohnmobil wiederholen werde.
      Hier sind auch noch die kompletten Navi-Daten:
      Die Daten wurden mit dem Programm Tyre (kostenlos) erstellt und dann auf dem TomTom Rider übertragen.
      Die Daten können über das Programm Tyre genau angesehen werden.
      :pfeilrechts: tyretotravel.com/de/tyre-herunterladen/
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