Neue Strategie: BMW setzt stärker aufs Motorrad

      Neue Strategie: BMW setzt stärker aufs Motorrad

      Neue Strategie: BMW setzt stärker aufs Motorrad

      Der Autobauer BMW will sich verstärkt auf Motorräder konzentrieren: Mit neuen Modellen soll der Absatz bis 2020 um mehr als 50 Prozent gesteigert werden. Zudem will BMW neue Märkte in Asien und Lateinamerika erschließen.

      BMW will den Verkauf von Motorrädern mit Hilfe neuer und kleinerer Modelle kräftig ankurbeln. "Wir wollen unseren Absatz bis 2020 um über 50 Prozent auf 200.000 Einheiten erhöhen", sagte Spartenchef Stephan Schaller am Mittwoch in Ismaning bei München. Dazu werde der Konzern auch neue Märkte erschließen, vor allem in Asien und Südamerika. 2014 lieferte BMW weltweit 123.495 Motorräder aus; von Januar bis Oktober dieses Jahres stieg die Zahl um 11,5 Prozent auf 121.622. Wie die drei Pkw-Marken BMW, Mini und Rolls-Royce peilt auch das Motorradsegment für 2015 einen weiteren Absatzrekord an.
      Schaller führte aus, weltweit seien im vergangenen Jahr insgesamt rund 114 Millionen motorisierte Zweiräder zugelassen worden, von großen Motorrädern bis hin zu Elektrofahrrädern. Auf das Segment der großen Maschinen über 500 Kubikzentimeter Hubraum entfielen demnach etwa 860.000 Einheiten, allerdings wachse der Markt hier nicht mehr wesentlich.

      Für kleinere Maschinen in der Hubraumklasse zwischen 125 und 500 Kubikzentimetern gingen Marktforscher dagegen "von einem starken und nachhaltigen Wachstum" aus, sagte der Spartenchef.
      Um neue, besonders auch junge Kundschaft anzulocken, hatte BMW 2013 eine Kooperation mit dem drittgrößten Motorradhersteller Indiens, der TVS Motor Company, gestartet. Der Partner produziert in Bangalore für die Münchner das neue Modell 300er Roadster, das im Sommer nächsten Jahres auf den Markt kommen soll.
      BMW setzt darauf, die Maschinen vor allem in Asien und Südamerika zu verkaufen. In vielen Schwellenländern sind motorisierte Zweiräder sehr beliebt, weil sie oft günstiger sind als Pkw und in stauverstopften Großstädten eher ein Fortkommen ermöglichen als Autos.

      BMW hatte sich 2013 nach jahrelangem vergeblichen Warten auf den Durchbruch von der Geländemotorrad-Marke Husqvarna getrennt. Damals kündigten die Münchner an, sich auf große, teure Maschinen sowie auf kleine und elektrisch betriebene Gefährte für Großstädte zu konzentrieren. "Wir wollen unser Angebot hin zur E-Mobilität erweitern", sagte Peter Schwarzenbauer, der im Vorstand unter anderem für das Motorradgeschäft verantwortlich ist.

      Bislang gibt es erst eine Studie für ein elektrisches Motorrad – im Scooter-Bereich hat BMW jedoch seit 2014 bereits die C Evolution auf dem Markt.

      Quelle:
      wiwo.de/unternehmen/auto/neue-…fs-motorrad/12572672.html

      Weitere Hintergründe:
      news.google.com/news/story?ncl…IkJTo--SKyQIVBIIPCh15fweq

      Special: Connected Car – Elektrischer Renner

      BMW eRR: Das erste elektrische Supersport-Motorrad der Bayern

      12.11.2015, 15:55 Uhr
      BMW hat ein Konzept-Motorrad entwickelt, das einen rein elektrischen Antrieb besitzt: Die eRR basiert auf der S 1000 RR und soll zeigen, dass ein Elektromotor in einem Motorrad kein Widerspruch in sich ist.

      Bereits 2010 gründete BMW die Marke „i“, vor zwei Jahren rollte der erste BMW i3 zu seinem Kunden. Es folgte der Sportwagen i8 und mittlerweile arbeitet der Hersteller an einer großen Limousine namens i5 und einem Elektro-SUV. Auch BMW Motorrad zeigte mit dem C Evolution, dass Elektroantrieb auf zwei Rädern ebenfalls funktionieren kann. Der zieht dank seines Motors im Stadtverkehr mühelos eine BMW S 1000 RR ab – doch das soll sich nun ändern.


      BMW eRR: Das elektrische Supersport-Motorrad

      Die Bayern verschreiben sich weiterhin der Elektromobilität und stellen die Studie eRR vor. Sie basiert auf der Standard-RR, hat statt des 199 PS starken Benziners jedoch einen Elektromotor an Bord. Der soll es Motorradfahrern ermöglichen, anderen BMW-Motorrädern lautlos die Rücklichter zu zeigen. Technische Details zur eRR verraten die Münchner bis dato nicht – die rund 200 PS Motorleistung der S 1000 RR dürfte sie aber vermutlich toppen und erstaunliche Fahrleistungen an den Tag legen.
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