Speicherplatz, schnell und günstig

      Speicherplatz, schnell und günstig

      Speicherplatz, schnell und günstig

      Terabyte-SSDs für Desktop und Notebook


      SSDs mit 256 GByte reichen zwar für Büro-PCs aus, für private Desktop-Rechner und Notebooks wünscht man sich aber oft viel mehr Platz. Einige Terabyte-SSD sind mittlerweile für kaum mehr als 200 Euro erhältlich.

      Der Preisverfall bei SSDs setzt sich fort: 256-GByte-Versionen bekommt man für weniger als 80 Euro, doppelt so große SSDs kosten 150 Euro. Dann kommt aber die Schmerzgrenze: Für eine 1 TByte große SSD rufen einige Hersteller 300 Euro und mehr auf – da greifen viele Nutzer eben doch zu einer konventionellen Festplatte als Datenablage.

      Doch einige Terabyte-SSDs sind bereits für wenig mehr als 200 Euro erhältlich. Grund genug, eine Reihe großer und günstiger SSDs auf den Prüfstand zu holen. Wir haben uns dabei nicht auf SATA-SSDs im 2,5-Zoll-Gehäuse beschränkt; zwei Hersteller haben es bereits geschafft, auch die kleinen M.2-Kärtchen mit 1 Terabyte Flash-Speicher zu bestücken. Dazu gesellt sich noch eine SSD mit mSATA-Anschluss. ...

      Micron BX200, OCZ Trion 150, Samsung 850 EVO 1000 GB MZ-75E1T0, Samsung 850 EVO 2.5" 250GB (MZ-75E250), Samsung 850 EVO 2.5" 500GB (MZ75E500), SanDisk SSD HII-960G-G25, SanDisk X400 SSD M.2 2280, SSD, SSDs, Terabyte-SSDs, Transcend TS1TMTS800, Transcend TS1TSSD370S, Vergleichstest


      Viel Speicherplatz schnell und günstig

      c't: Terabyte-SSDs für Desktop und Notebook


      (PresseBox) (Hannover, 02.05.2016) Solid-State Disks, kurz SSDs, sorgen für kurze Bootzeiten, flotte Programmstarts und steigern die Rechenleistung. Allerdings hatte Geschwindig­keit bislang ihren Preis. Für 1 TByte musste man mindestens 300 Euro berappen. Mittlerweile gibt es jedoch einige Terabyte-SSDs ab 200 Euro, die sich im Test als gute Schnellschreiber bewiesen, so das Com­puter­magazin c’t in seiner aktuellen Ausgabe 10/16.


      Während SSDs mit 256 GByte für Büro-PCs ausreichen, wünscht man sich für private Rechner oft viel mehr Platz, vor allem bei Videoschnitt-Projekten und größeren Kopieraktionen. Konnte man bei den kleineren SSDs einen deutlichen Preisverfall beobachten, blieben die großen Speicher teuer. Das hat sich jetzt geändert. Mittlerweile gibt es ab 200 Euro Terabyte-SSDs. Für das Computermagazin c’t Grund genug, einige dieser Solid-State Disks auf den Prüfstand zu stellen.

      Fazit: „Die Performance bei den 2,5-Zoll-SSDs liegt weit aus­einander", urteilt c’t-Redakteur Lutz Labs. „Zwar lesen alle SSDs schnell, aber beim Schreiben auf volle Laufwerke schwanken die Werte stark.“ Zu den Schnellschreibern gehören die Samsung 850 Evo für 275 Euro, die Transcend SSD370 für 320 Euro und die OCZ Trion 150 für 212 Euro, gefolgt von der SanDisk Ultra II, die ebenfalls zum Preis von 212 Euro zu haben ist.

      „Für die Aufrüstung eines alten Notebooks eignet sich die ebenfalls mitgetestete mSATA-SSD von Samsung, dennoch sollte man sich die Investition gut überlegen“, sagt c’t-Redakteur Labs. „ Wenn das Notebook schon einige Jahre auf dem Buckel hat und demnächst ausgetauscht werden könnte, kann man die mSATA-SSD lediglich noch über einen mSATA-USB-Adapter als externes Laufwerk einsetzen, weil diese Schnittstelle bereits ausstirbt.“

      Für die normale Büroarbeit, so Labs, spielen diese Ergebnisse nur eine untergeordnete Rolle. Hier sind alle SSDs wesentlich schneller als konventionelle Festplatten.
      Samsung 850 Evo V2 im Test
      48-Layer-V-NAND macht die Empfehlung noch eindeutiger

      Bereits seit August 2015 fertigt Samsung die dritte Generation von NAND-Flash mit übereinander gestapelten Zellebenen, den sogenannten 3D-NAND oder V-NAND (Vertical NAND), in Serie.

      Zunächst nur in der externen Portable SSD T3 eingesetzt, wird der neue V-NAND mit 48 statt 32 Lagen und 256 statt 128 Gigabit auch in der internen Samsung 850 Evo eingeführt. Die Umstellung erfolge „sukzessive“ für alle Modelle der Serie inklusive der mSATA- und M.2-Varianten. Den Anfang machen jedoch die herkömmlichen 2,5-Zoll-Modelle mit 250, 500 und 1.000 GByte.

      ComputerBase hat die neue Generation der Samsung 850 Evo in Form der Modelle mit 250 und 500 GByte den jeweiligen Vorgängern gegenüber gestellt und Leistung sowie Leistungsaufnahme verglichen. Ursprünglich sollte auch das 1-TB-Modell getestet werden, doch entpuppte sich dessen Muster als falsch gelieferte erste Generation.

      Technik im Überblick
      Der MGX-Controller mit vier Speicherkanälen bildet nun auch die Basis für das 1-TB-Modell, das zuvor mit dem MEX-Controller bestückt war. Vermutlich wird auch die 2-TB-Version der 850 Evo künftig mit dem MGX- statt dem MHX-Controller versehen, denn bei der Portable SSD T3 mit 2 TByte hatte Samsung bereits auf diesen Chip zurückgegriffen. Die einst von Samsung für den MGX-Controller genannte Limitierung auf 512 GByte gilt spätestens seit Einführung des neuen V-NAND nicht mehr.

      Eine weitere Änderung betrifft den DRAM-Cache, der in der Neuauflage dem Typ LPDDR3 angehört, die Cache-Größen bleiben, soweit bekannt, unverändert. Auch beim SLC-Cache, den Samsung unter TurboWrite vermarktet, gibt es keine Änderungen, womit es beim 250-GB-Modell weiterhin 3 GByte und beim 500-GB-Modell weiterhin 6 GByte sind. Die offiziellen Spezifikationen mit Angaben zu Leistung und Haltbarkeit bleiben wie der Funktionsumfang inklusive DevSleep und diversen Verschlüsselungstandards unverändert.

      Die Stockwerke im Speicher machen den Unterschied

      Der wesentliche Unterschied, der zudem künftig die ganze Serie betrifft, beruht im eingesetzten 3D-TLC-Speicher. Während es für die 850-Evo-Serie die zweite Generation ist, handelt es sich bei dem neuen TLC-V-NAND mit 48 Lagen und doppelter Kapazität bereits um die dritte Generation, auf die in einem nachfolgenden Abschnitt näher eingegangen wird.

      Die grundlegende Technik nennt sich weiterhin Charge Trap Flash (CTF), wie sie auch SanDisk/Toshiba und SK Hynix verwenden. Nur IMFT (Intel/Micron) geht einen eigenen Weg und setzt auf eine Variante der seit Jahrzehnten verwendeten Floating-Gate-Technik. Was sich hinter der CTF-Technik des V-NAND verbirgt, wurde im Test der Samsung 850 Pro näher beschrieben.

      Der Blick ins Innere des 2,5-Zoll-Gehäuses offenbart die Leiterplatte, die nun auch beim 500-GB-Modell so winzig wie bei der 250-GB-Version ausfällt. Die Zahl der Speicherbausteine (Packages) hat sich halbiert. Das 500-GB-Modell trägt deren zwei, das 250-GB-Modell nur noch ein Package. In jedem Chip stecken demnach acht der neuen 256-Gbit-Dies, woraus sich pro Speicherbaustein 256 GByte ergeben.

      Unterscheidungsmerkmale
      Samsung hat sich dazu entschieden, die 850-Evo-Familie ohne eine Namensänderung mit dem neuen Speicher umzurüsten. Die niedrigere Leistungsaufnahme als „kleiner Nebeneffekt“ rechtfertigt aus Sicht von Samsung keine komplett neue Serie.

      Was ist neu, was ist alt?
      Für Käufer sind die Möglichkeiten zur Unterscheidung zwischen alter und neuer Version daher allerdings beschränkt. Allein die Tatsache, dass für den Test vom Hersteller ein falsches Muster der alten Generation zugesendet wurde, spricht Bände. Wer dem Händler vor Ort einen Besuch abstattet, hat dabei noch die besten Chancen, denn laut Hersteller sind die neuen Versionen anhand der geänderten Verpackung zu erkennen: Statt des orangenen Schriftzugs „Powered by 3D V-NAND Technology“ ziert nun ein „V-NAND“-Schriftzug mit blauem „V“ die Schachtel.

      Im Online-Handel ist die Unterscheidung schwieriger, der Einsatz neuer Artikelnummern für die Neuauflage ist den Händlern überlassen, erklärte Samsung. Doch von dieser Methode wird augenscheinlich kein Gebrauch gemacht.

      Der Lieferumfang bleibt mit SSD, Installationsanleitung und Garantiehinweisen in Papierform sowie Software auf CD der gleiche.
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