Mammut-Boxer im Power-Cruiser-Kleid

      Mammut-Boxer im Power-Cruiser-Kleid

      Mammut-Boxer im Power-Cruiser-Kleid
      BMW Concept R 18/2

      BMW arbeitet an einer Cruiser-Reihe mit dem neuen großen 1.800er-Boxer. Auf der EICMA wurde mit dem BMW Concept R18/2 eine weitere Spielart virtuell vorgestellt. Auf der Custombike-Show in Bad Salzuflen wird das Bike wirklich zu sehen sein.



      Auf der er Villa d’Este zeigte BMW im Frühsommer 2019 das Concept R18, auf der EICMA 2019 folgte das Concept R18/2. Es ist der stilistische Gegenentwurf zum Concept R 18: ein moderner, dynamischer Custom Cruiser mit Performance-Anspruch. Das BMW Concept R 18 /2 zeigt damit eine weitere mögliche Ausprägung des Heritage-Konzepts. Wirklich zu sehen war die Studie in Mailand allerdings nicht – sie wurde nur auf Fotos und und einem Video präsentiert. Vom 6. bis zum 8. Dezember 2019 wird sie auf der Custombike-Show in Bad Salzuflen endlich live und wahrhaftig dem Publikum präsentiert.

      Studie macht auf Power-CruiserGeprägt wird die Concept R18/2 von ihrer kleinen Lampenmaske um den Rundscheinwerfer, den tiefen, langgestreckten Proportionen, dem Tropfentank, dem 19 Zoll großen Vorderrad und dem fetten Hinterreifen auf einer 16-Zoll-Felge. Sämtliche Bodyparts sind in einem leuchtend roten Metallic-Lack gehalten.

      Der 1.800er Boxermotor, von dem BMW immer noch keine Daten nennt, sitzt in einem Stahlrohr-Schleifenrahmen und stellt seinen Kardanendantrieb offen laufend zur Schau. Für Performance stehen die radial angeschlagenen Brembo-Bremssättel an der vorderen Doppelscheibenbremsanlage sowie der Edelstahl-Auspuff van Hattech.

      motorradonline.de/chopper-cruiser/bmw-concept-r-18-2/

      Quelle: motorradonline.de/chopper-cruiser/bmw-concept-r-18-2/
      Der hubraumstärkste BMW-Boxer

      BMW hat technische Details zum Zweizylinder des Cruiser-Bikes R18 veröffentlicht. Der bildschöne Boxer könnte ein Genuss für Fans und Fahrer werden!

      Der kommende Harley-Killer BMW R18 nimmt Schritt für Schritt Form an. Jetzt hat BMW Motorrad die technischen Details zum Motor des mächtigen Cruiser-Bikes veröffentlicht. Der bildschöne Boxer ist demnach der bislang hubraumstärkste Motor der Bayern: Der Zweizylinder holt 91 PS aus exakt 1802 Kubikzentimetern Hubraum und liefert 158 Nm maximales Drehmoment bei 3000 Umdrehungen. Zwischen 2000 und 4000 Umdrehungen sollen kontinuierlich mehr als 150 Nm abrufbar sein. Das deutet ernormes Durchzugsvermögen an, das BMW dank üppiger Schwungmasse in Verbindung mit toller Laufkultur sieht. Mit einem geregelten Dreiwegekatalysator soll der Boxer die Euro-5-Norm schaffen. Getankt werden muss Superkraftstoff mit 95 oder 98 Oktan.

      Motor mit historischen Einflüssen

      Laut BMW Motorrad orientiert sich der dicke Boxer merkbar an historischen Vorbildern. So setzt er etwa auf einen klassischen ohv-Ventiltrieb sowie separate Motor- und Getriebegehäuse. Diese Merkmale zeichneten auch den allerersten Boxermotor von BMW Motorrad aus. Für den Ventiltrieb stand der Motor der BMW R5/R51 (1936-1941) bzw. der R51/2 (1959-1951) Pate. Dieses Aggregat hat zwei mit Hilfe einer Hülsenkette von der Kurbelwelle angetriebene Nockenwellen. Dieser "Zweinockenwellen-Boxer" kommt mit kürzeren Stößelstangen aus, was wiederum in verbesserter Steuerpräzision und höherer Drehzahlfestigkeit resultiert. Die Ein- und Auslassventile im Zylinderkopf betätigen Gabelkipphebel paarweise. Auch das hat beim Bau von BMW-Boxermotoren Tradition. Das Ventilspiel wird schließlich nicht wie aktuell üblich über Hydroelemente ausgeglichen, sondern wird – wie einst bei klassischen Zweiventil-Boxern – mit einer Schraube pro Ventil eingestellt.

      Moderne Technik mit Retro-Touch

      Selbstverständlich ist aber nicht alles am R18-Boxer retro. Es beginnt bei der Materialauswahl: Das Motorgehäuse ist aus Aluminium, zentrale Teile wie die Kurbelwelle wurden aus Vergütungsstahl geschmiedet. Der Motor ist luft-/ölgekühlt. Die Kurbelwelle verfügt über ein zusätzliches Lager in der Mitte, das unerwünschte Biegeschwingungen unterbinden soll. Eine Nasssumpfschmierung sorgt für das richtige Level an Schmier- und Kühlöl. Die Ölpumpe wird von der Kurbelwelle per Hülsenkette angetrieben. Um den Drehmomentverlauf optimal darzustellen und die Emissionen niedrig zu halten, haben die Ingenieure ihrem Mega-Aggregat vier Ventile pro Zylinder, Doppelzündung, Saugrohreinspritzung, ein modernes Motormanagement und eine moderne Brennraumarchitektur verpasst.

      Anti-Hopping-Kupplung und offene Gelenkwelle
      Eine Einscheiben-Trockenkupplung überträgt das Drehmoment vom Motor zum Getriebe. Das ist bei den meisten BMW-Boxern heute üblich. Die Neuigkeit beim R18-Boxer besteht darin, dass es sich bei der Kupplung zum ersten Mal um eine selbstverstärkende Anti-Hopping-Kupplung handelt. Das soll bei hartem Herunterschalten das durchs Motorschleppmoment verursachte Hinterrad-Stempeln verhindern. Das klauengeschaltete Sechsganggetriebe ist als Vierwellengetriebe mit schrägverzahnten Gangradpaaren konstruiert. Optional will BMW Motorrad einen Rückwärtsgang anbieten. Ein zweites optisches Highlight der schweren Maschine dürfte neben dem Motor der Sekundärtrieb werden. BMW wird ihn als Gelenkwellen- bzw. Kardanantrieb mit Kreuzgelenk, Welle, Kegel- und Tellerrad auslegen. Gelenkwelle und Kreuzgelenk werden glanzvernickelt und laufen offen.

      Quelle: autobild.de/artikel/bmw-big-bo…ische-daten-16143989.html