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(letzter Stand 25.01.08) |
Inhaltsverzeichnis dieser Seite:
Grundsätzliches zum Fahren in der Gruppe "Konvoi Fahren"
Die meisten von uns sind schon in grösseren oder kleineren Gruppen gefahren, und haben dabei sicherlich ganz verschiedene Erfahrungen gemacht. Jede Gruppe hat ihre "'eigenen" Regeln und "ungeschriebenen" Gesetze für das Konvoi Fahren. Es ist deshalb unabdingbar sich vor der Abfahrt unbedingt mit diesen vertraut zu machen und sich abzusprechen.
Vor der Abfahrt gibt der 'Road-Captain' die anzuwenden Regeln, an welche sich die Teilnehmer zu halten haben, bekant. Damit wird erreicht, dass alle Vorkehrungen getroffen sind um eine, für alle erfolgreiche und unfallfreie, Ausfahrt zu geniessen.
Konvoifahren erfordert Konzentration und Disziplin, und es ermüdet. Dazu wiegt man sich oft in falscher Sicherheit, und wird fast ein wenig hypnotisiert vom Rücklicht des Vorausfahrenden.
Besonders bei grossen Gruppen werden oftmals Kreuzungen gesichert und
abgesperrt. Das soll in keiner Weise heissen, dass hier ein Wegerecht erzwungen
werden soll. Das Strassenverkehrsgesetz ist jedoch klar :
Kein Verkehrsteilnehmer darf in einen geschlossenen Verkehrsverbund
eindringen. Somit ist die Möglichkeit gegeben, unsere geschlossene
Gruppe zu schützen, indem man andere Verkehrsteilnehmer mit sichernden
Bike's darauf aufmerksam macht, aber erst sobald der andere Verkehr dies
zulässt.
Teilnehmer an einem Konvoi dürfen sich jedoch nicht absolut auf eine freie Fahrt einstellen. Jeder ist für seine Sicherheit selbst verantwortlich. Es kommt immer wieder vor, dass ungeduldige Autofahrer in eine Gruppe einbrechen wollen, und es kann zu gefährlichen Situation kommen. Die sichernden Fahrer / innen müssen also gut absperren und sich nicht ins Out drängen lassen, wenn schon gesichert wird.
Gruppenmitglieder mit ihrer Rolle und Aufgabe
Road-Captain, Konvoi Führer, Tourguide
Teilnehmer der Ausfahrt
Schlussfahrer
Versetztes
Fahren / Sicherheitsabstand
| Durch das versetzte Fahren entsteht ein optimaler Sicherheitsabstand zwischen den einzelnen Konvoiteilnehmern. | ![]() |
Konvoi-Führer / Road Captain
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Es kann immer wieder vorkommen, dass vor einem eine Lücke entsteht,
weil jemand aus dem Konvoi ausgeschert ist. Es ist eine weitverbreitete
gefährliche Unart, diese Lücke durch Seitwärtsverschieben
wieder zu schliessen. Schon mehr als einmal haben sich Teilnehmer so gegenseitig
abgeschossen.
Die korrekte Art, solche Lücken zu schliessen, besteht im lateralen
Verschieben, das heisst von hinten nach vorne auf derselben Spur bleibend.
| Entsteht im Konvoi eine Lücke dann wird diese nicht seitwärts
sondern von hinten nach vorne aufgefüllt. Das heisst das jeweils hintere
Fahrzeug fährt nach vorne in die entstandene Lücke.
Nie die Seite wechseln! |
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| Kommt ein Konvoi an eine Kreuzung oder Ampel, wird von hinten nach vorne aufgefüllt. Das heisst das jeweils hintere Fahrzeug fährt nach vorne in die vorhandene Lücke, damit der Konvoi möglichst wenig Platz einnimmt. | ![]() |
Sichern der Kreuzung / "Absperren"
Wer sichert / sperrt die Kreuzung ab ?
Diese Frage stellt sich immer wieder und es werden zwei unterschiedliche Möglichkeiten im Alltag praktiziert:
1. Variante
Jeder Teilnehmer an der Ausfahrt, mit Ausnahme der schwächeren
Fahrer/innen, die vorne fahren und sich das noch nicht zutrauen, beteiligt
sich am 'Absperren'. Nach dem Absperren und der Durchfahrt des Schlussfahrzeuges
reiht er sich im Konvoi vor dem Schlussfahrzeug wieder ein.
2. Variante
Zu Beginn der Ausfahrt werden ein paar (mind. 4) Fahrer bezeichnet,
die die Streckensicherung / -Absperrung sicherstellen. Nach dem Absperren
und der Durchfahrt des Schlussfahrzeuges fahren sie mit der notwendigen
Vorsicht wieder nach Vorne, überholen also die ganze Gruppe. Die Gruppenteilnehmer,
die in der linken Spur fahren, erleichtern diesen Fahrern das Überholen,
indem sie kurz in die rechte Lücke zwischen ihrem Vorder- und Hinterbike
ausweichen.
Ich persönlich ziehe Variante eins aus gemachten Erfahrungen heraus vor. Mit dieser Lösung werden unnötige Unruhen und gefährliche Überholmanöver vermieden. Sie bedingt aber auch, dass sich der Grossteil der Teilnehmer an der Streckensicherung / Absperrung beteiligt. Nachfolgender Text bezieht sich deshalb auf die Umsetzung der Strassensicherung gemäss Variante eins.
Generelles
Besonders bei großen Gruppen werden oftmals Kreuzungen gesichert
und abgesperrt. Das soll in keiner Weise heißen, dass hier ein Wegrecht
erzwungen werden soll. Das Straßenverkehrsgesetz ist jedoch klar;
kein Verkehrsteilnehmer darf in einen geschlossenen Verkehrsverbund eindringen.
Somit ist die Möglichkeit gegeben, den geschlossenen Geleitzug zu
schützen, indem man andere Verkehrsteilnehmer mit sichernden Fahrern/innen
darauf aufmerksam macht, aber erst sobald es der fließende Verkehr
zulässt. Teilnehmer/innen an einem Konvoi dürfen sich jedoch
nicht absolut auf eine freie Fahrt einstellen. Jeder ist für seine
Sicherheit selbst verantwortlich. Es kommt immer wieder vor, dass ungeduldige
Autofahrer in einen Verbund einbrechen wollen, und es kann zu gefährlichen
Situation kommen. Die sichernden Fahrer/innen müssen also gut absperren
und sich nicht ins Out drängen lassen, wenn schon gesichert wird.
Wichtig ist auch, dass die Gruppe konzentriert und aufgeschlossen fährt.
Der Konvoiführer bestimmt, wie viel Leute die nächste Kreuzung
sichern sollen und zeigt dies mit Handzeichen an. Die vordersten Teilnehmer/innen
sind dran zum Absperren. Die Ausnahme bilden schwächere Fahrer/innen,
die vorne fahren und sich das noch nicht zutrauen. In dem Falle weichen
sie an den rechten Strassenrand aus um die Anzahl Fahrer/innen von hinten
vorbeizulassen, welche die nächste Kreuzung sichern sollen. Nach dem
Sichern schliessen diese Fahrer/innen hinten am Konvoi vor dem Schlussfahrzeug
an.
Strasse
kreuzen / überqueren / links abbiegen (Variante 1)
Bei der nächsten Kreuzung werden wieder die vordersten Teilnehmer die Strasse sichern und dann hinten anschliessen. |
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In
Strasse einbiegen (Variante 1)
Bei der nächsten Kreuzung werden wieder die vordersten Teilnehmer die Strasse sichern und dann hinten anschliessen. |
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Die Geschwindigkeit richtet sich jeweils nach dem hinteren Fahrzeug aus! Immer Rückspiegel kontrollieren, was macht mein Hintermann/frau? Hat er die unübersichtliche Abzweigung gefunden? Muss er plötzlich anhalten? Ein aufmerksamer Vordermann kann schnell reagieren und entsprechend handeln.
Jeder Konvoiteilnehmer ist für das Mitkommen seines unmittelbaren Nachfolgers verantwortlich. Verliert er ihn, sollte er sich zurückfallen lassen oder ggfs. anhalten. Wenn sich jeder an diese Regel hält „spricht sich das bis nach vorne durch“. Nur so kann der Konvoi von hinten her nach vorne abgebremst werden und es wird verhindert dass sich der Konvoi teilt!
Verliert man sich im Eifer des Gefechts doch einmal aus den Augen, muss der Vorausfahrende spätestens dann stehen bleiben, wenn die eingeschlagene Strecke verlassen und oder abgebogen wird. Es ist darauf zu achten, dass vor der Kreuzung angehalten wird !!! Für alle nachkommenden Teilnehmer gilt: immer auf der befahrenen Strasse bleiben, nicht abbiegen, bis man auf den Wartenden trifft.
Ganz automatisch fährt man hinten im Konvoi schneller als vorne. Schon bei 20 Bikes kann das gute 20 km/h ausmachen. Also wird vorne innerorts nicht mehr als 40 gefahren – hinten gibt’s schnell 50, ausserorts vorne nicht mehr als 60 bis 70 – hinten muss man sich dann schon sputen. Das kommt teilweise vom Zieharmonika-Effekt. Man kann diesen Effekt etwas mindern, wenn alle dieselben Abstände einhalten und konzentriert fahren. Auf längeren Strecken jedoch und auf Strecken mit viel Anfahren, Anhalten und Abbiegen kommt es unweigerlich zu diesem Phänomen.
Tipps an den Road-Captain für eine optimale Geschwindigkeitsgestaltung
Sicher überholen und überholen lassen
Überholen und Fahrbahnwechsel auf mehrspurigen Strassen:
Der Hinterste Fahrer schert als Erster aus, es wird von vorne nach
Hinten das Blinkzeichen durchgegeben und erst dann von Hinten nach Vorne
mit dem überholen begonnen! So ist gewährleistet, das sich niemand
in die Gruppe drängen kann. Nach dem überholen wird vorne zugig
weitergefahren, das auch die Hinteren einscheren können!
Bei Überholvorgängen oder an Kreuzungen muss sich jeder Fahrer selbst vergewissern, ob die Strecke frei ist. Sich von vorausfahrenden Fahrern "mitziehen" zu lassen, kann gefährlich werden. Auch wichtig beim Überholen: Die Konvoi-Reihenfolge immer beibehalten und nacheinander überholen - selbst wenn der Vordermann zögert. Erst wieder überholen, wenn mindestens 2 Fahrer das zuvor überholte Fahrzeug auch überholt haben. Somit wird verhindert, dass der Konvoi total auseinandergerissen wird.
Beim Überholen oder Abbiegen in eine neue Straße kurzfristig schneller fahren als normal, damit hinter einem die Lücke groß genug wird, um wieder einzuscheren! Nachdem alle wieder hintereinander sind, bestimmt der Road-Captain wieder die Geschwindigkeit!
Wird der Konvoi überholt, versteht es sich von selbst, dass dem Überholenden die Möglichkeit zum Einscheren gelassen werden muss.
Diverse Handzeichen zur Verständigung (Gruppenabhängig)
Tipps zu Handzeichen bei der Gruppenfahrt
Motorradfahrer sollten vor einem Ausflug in der Gruppe klare Handzeichen
vereinbaren. So könnte etwa ein außerplanmäßiger
Stopp angekündigt werden.

Bemerkung: Dies ist ein Mix aus schon bestehenden Konvoiregeln aus dem Internet und eigenen Erfahrungen aus unserer Fahrgemeinschaft der "Intruder-Cruiser"!
Weitere gute Konvoiregeln, die ich gefunden habe
Von den TriRhena Chapter das Roadbook: Roadbook