25 Jahre Windows - Meilensteine der Entwicklung

      25 Jahre Windows - Meilensteine der Entwicklung

      :arrow: Ich war von Anfang an dabei! Angefangen hatte ich mit einem ZX81, dann kam der C64 und letztendlich mit einem 286er IBM Rechner mit DOS! (man waren das noch Zeiten))


      25 Jahre Windows - Meilensteine der Entwicklung

      Microsoft feiert in diesen Tagen den 25. Geburtstag von Windows, denn am 20. November 1985 kam mit Windows 1.0 die erste Version des heute am weitesten verbreiteten und bisher kommerziell erfolgreichsten Betriebssystems der Welt auf den Markt.


      Um das Jubiläum zu feiern, hat WinFuture nicht nur ein Gewinnspiel mit attraktiven Preisen gestartet, sondern wir wollen im folgenden auch einen Überblick der Meilensteine der Windows-Geschichte geben. Alles begann mit der Vorstellung von Windows 1.0 am 10. November 1983, doch erst zwei Jahre später kam das Produkt als grafische Oberfläche für MSDOS auf den Markt.

      Windows 1.0
      Windows 1.0 wurde bei seiner Vorstellung 1983 anlässlich der Computermesse COMDEX noch als "Interface Manager" für DOS präsentiert worden. Erst einige Zeit später erhielt die Software von Microsofts Marketing-Strategen den Namen "Windows". Hintergrund war, dass die hauseigenen Entwickler stets von Fenstern - also "Windows" -sprachen, wenn es um den Umgang mit den einzelnen Teilen der Oberfläche ging.

      Der Einführungspreis von Windows 1.0 lag 1985 bei gerade einmal 99 US-Dollar, was im Vergleich zu den heute oft sehr teuren Premium-Varianten von Windows und den damals üblichen Technikpreisen recht wenig scheint. Letztlich wurde Windows 1.0 jedoch kein großer kommerzieller Erfolg, denn die Zahl der verfügbaren Anwendungen war sehr gering. Schon damals setzte Microsoft auf einen Vertrieb, der nicht nur über Händler, sondern auch über einen direkten Kontakt zu den Hardware-Herstellern lief.

      Die Bedienung von Windows 1.0 erfolgte über einen recht simplen Datei-Manager, über den die ausführbaren Dateien der einzelnen Programme ausgewählt und gestartet werden konnten. Der Anwender konnte sich dann mehrere Dokumente in verschiedenen Fenstern anzeigen lassen. Erstmals hielt eine Art Taskleiste Einzug, bei der die verschedienen geöffneten Programm am unteren Bildschirmrand anhand von Symbolen ausgewählt werden konnten. Die Bedienung erfolgte mit Maus und Tastatur.

      Die am 21. November 1985 vorgestellte erste tatsächlich verfügbare Version von Windows trug die Nummer 1.01. Seit Mai 1986 waren erstmals Varianten in einigen europäischen Sprachen erhältlich, darunter auch eine deutsche Ausgabe, die für rund 340 D-Mark angeboten wurde. Im Laufe der Zeit erhielt Windows 1.0 einige Updates, die allerdings nur kleinere Verbesserungen enthielten, zu denen auch aktualisierte Treiber für verschiedene Geräte gehörten.


      Windows 2.0
      Windows 2.0 brachte 1987 gegenüber der Version 1.0 zwar nur vergleichsweise wenige Neuerungen mit sich. Dazu gehörte, dass Fenster nun auch überlappend angezeigt werden konnten. Außerdem ließ sich nun die Größe ändern und das bis heute übliche Wechseln zwischen verschiedenen Fenstern mittels ALT+Tab war erstmals möglich. In technologischer Hinsicht war Windows 2.0 vor allem deshalb ein Meilenstein, weil die Variante Windows/386 erstmals die 32-Bit-Technologie von Intels 80386-Prozessoren unterstützte. Darüber hinaus gab es Word und Excel erstmals auch für Windows.

      Mit Windows 2.0 begann zudem eine langwierige rechtliche Auseinandersetzung mit Apple. Mitte März 1988 reichte Apple Klage ein, weil man durch verschiedene Elemente der Benutzeroberfläche das Urheberrecht verletzt sah. Apple war der Überzeugung, dass Microsoft in Sachen Benutzerführung und Oberflächengestaltung dreist beim Mac geklaut hatte, wobei es unter anderem um die Anzeige überlappender Fenster ging. Die Richter in dem Verfahren ließen nur einen kleinen Teil der fast 200 Klagepunkte von Apple überhaupt zu dem Verfahren zu. Mitte April 1992 wurde dann entschieden, dass die meisten Elemente der Oberfläche nicht durch das Urheberrecht geschützt werden können.

      Windows 3.0
      Als Windows 3.0 1990 auf den Markt kam, hielten zahllose Neuerungen und eine Vielzahl von Programmen Einzug, die dafür sorgten, dass man, obwohl Windows weiterhin auf DOS aufsetzte, erstmals von Windows selbst als Betriebssystem sprach. Seit der Version 3.0 kann Windows auf verschiedenen Plattformen eingesetzt werden, ohne dass dafür eine speziell für den jeweiligen Prozessor gedachte Version nötig ist. Ab Werk wurde nun die Grafikausgabe per VGA unterstützt und die bis heute übliche Registrierungsdatenbank hielt Einzug.

      Windows 3.0 wurde millionenfach verkauft. Bereits nach vier Monaten hatte Microsoft eine Million Kopien zu einem Verkaufspreis von 150 Dollar abgesetzt. Bis zum Jahr 1991 ging Windows 3.0 dann immerhin 25 Millionen Mal über die Ladentheken. Allmählich begann auch der Abschied von der Diskette als Installationsmedium, denn schon die mit Multimedia-Funktionen erweiterte Ausgabe Windows 3.00a wurde nur noch auf CD-ROM angeboten.

      Windows 3.1 und 3.11
      Mit dem Anfang März 1992 veröffentlichten Windows 3.1 begann der große kommerzielle Erfolg von Microsofts Betriebssystem. Ab dieser Ausgabe wurden Soundkarten standardmäßig unterstützt und die Ausgabe von hohen Bildschirmauflösungen und Farbtiefen bis zu 32 Bit wurde möglich. Dies sorgte allerdings auch dafür, dass viele Programme, die für die Vorgängerversion entwickelt wurden, nicht mehr in Verbindung mit dem neuen Windows 3.1 eingesetzt werden konnten.

      Microsoft nahm mit Windows 3.1 auch den Kampf gegen "Softwarepiraten" auf, indem das Unternehmen ein Hologramm auf den Installationsmedien und das so genannte Echtheitszertifikat einführte. Außerdem erprobte Microsoft eine Art Prüfung, durch die Probleme mit alternativen DOS-Versionen wie DRDOS verursacht werden sollten, deaktivierte diese aber in der fertigen Retail-Verion. Zu den technischen Neuerungen gehörten die Unterstützung für TrueType-Fonts und die Möglichkeit, Dateien zwischen Fenstern per Drag and Drop hin und her zu bewegen.

      Mit dem im November 1993 erschienen Windows 3.11 für Workgroups wurde erstmals der Zugriff auf das Internet möglich. Über ein Update konnte das TCP/IP-Protokoll nachinstalliert werden, so dass langfristig auch die Chance bestand, per ISDN und DSL ins Internet zu kommen. Die Mindestanforderung war damals ein 386SX oder 386DX Prozessor von Intel oder ein kompatibles Produkt von anderen Herstellern wie AMD und VIA. Windows 3.11 war insgesamt 15 Jahre verfügbar, konnte es doch bis Ende 2008 noch von Geräteherstellern erworben werden, die es unter anderem auf Embedded-Systemen einsetzen.

      Windows NT
      Schon 1992 wurde Windows NT, wobei der Namenszusatz für "New Technology" steht, anlässlich der Win32 Professional Developers Conference in San Francisco erstmals der Öffentlichkeit präsentiert. Zu den Zielen der neuen, modular entwickelten Plattform gehörte eine deutlich größere Stabilität, die das neue System für die Verwendung auf Server-Systemen besser geeignet machte. Es gab Varianten für Workstation- und für Server-Systeme, NT war also von vornherein eigentlich für den Business-Markt konzipiert.


      Mitte 1993 war mit Windows NT 3.1 die erste Ausgabe im Handel erhältlich, mit der der Abschied von der Abhängigkeit von MSDOS begann. Mit NTFS hielt ein neues Dateisystem Einzug und schon von Anfang an wurde ein 32-Bit-Kernel verwendet. Dadurch entstanden diverse Kompatibilitätsprobleme mit den älteren Versionen von Windows, weshalb Microsoft sich entschied, die DOS-basierte Windows-Familie zunächst weiter zu entwickeln, vor allem um Spiele-Nutzern weiter attraktive Produkte zu bieten.

      1994 bzw. 1995 hielt Windows NT 3.5 bzw. 3.51 Einzug. Diese Version brahte vor allem Detailverbesserungen mit, die für eine größere Stabilität sorgten. NT 3.51 unterstützte diverse neue 32-Bit-Anwendungen, die zuvor nicht lauffähig waren und wird noch heute vielerorts auf isolierten Systemen eingesetzt. Es konnte auf diversen Plattformen eingesetzt werden, darunter neben PowerPC auch RISC-Systeme.

      Windows 95 und Windows NT 4.0
      Unter dem Codenamen "Chicago" ging Windows 95 im Jahr 1994 in seine erste breit angelegte Testphase. Mehr als 20.000 Kunden, Enthusiasten, Software-Entwickler und Hardware-Hersteller aus über 20 Ländern in aller Welt erhielten die Vorabversion. Im Februar 1995 ging Windows 95 dann in einer Testversion an wenige ausgesuchte Tester, die allerdings ein Geheimhaltungsabkommen unterzeichnen mussten. Ende August 1995 wurde dann die fertige Ausgabe zum Verkauf freigegeben, mit der der Abschied von der 16-Bit-Architektur endgültig wurde.

      Der Marktstart erfolgte mit einer riesigen Marketing-Kampagne, was dann auch für einen nie dagewesenen Erfolg des neuen Betriebssystems sorgte. Unter anderem hielt nun echtes Multitasking auch bei den "Nicht-NT-Systemen" Einzug. Mit der zweiten Version Windows 95B wurden erstmals Festplattenpartionen von mehr als zwei Gigabyte Kapazität unterstützt. Besonders auffällig war die stark überarbeitete Benutzeroberfläche, zu der auch das neue Startmenü, Kontextmenüs und der Desktop gehören. Windows 95B bot außerdem erstmals USB-Support, der jedoch erst mit der 1997 erschienenen Version 95C einigermaßen einwandfrei seinen Dienst tat.

      1996 hielt auch Microsofts Browser Internet Explorer 3.0 erstmals auf breiter Front Einzug. Innerhalb der ersten Woche nach dem Termin der offiziellen Verfügbarkeit wurde die Software bereits mehr als eine Million Mal heruntergeladen, obwohl das Internet damals bei weitem noch nicht seine heutige Bedeutung erreicht hatte. Im gleichen Jahr kam außerdem Windows NT 4.0 auf den Markt, das eine ähnliche Oberfläche wie Windows 95 spendiert bekommen hatte.

      Windows 98
      Mitte 1998 kam das zuvor unter dem Codenamen "Memphis" entwickelte Windows 98 auf den Markt, das die Linie der Nicht-NT-Systeme von Microsoft fortführte. Der Verkauf lief als "Update" zu Windows 95 von Anfang an ordentlich, obwohl Windows 98 zunächst noch zahlreiche Fehler aufwies, die erst mit der späteren Veröffentlichung der so genannten Second Edition einigermaßen unter Kontrolle gebracht werden könnten. Besonders berühmt wurde ein Vorfall während der Vorstellung anlässlich der Consumer Electronics Show 1998, als ein Bluescreen-Absturz den Microsoft-Gründer Bill Gates bei seinem Bühnenauftritt blamierte. Das neue Betriebssystem war anfangs in mehr als 40 Ländern erhältlich.

      1999 wurden mit Windows 98 Second Edition diverse sinnvolle Neuerungen eingeführt, die dem Betriebssystem zu einem schnellen Erfolg verhalfen. Unter anderem wurde die USB-Unterstützung deutlich verbessert und erstmals konnte eine Internet-Verbindung eines Rechners mittels der Verbindungsfreigabe auch von anderen Rechnern genutzt werden. Aufgrund der Beliebtheit wurde der Support deutlich länger aufrecht erhalten als ursprünglich geplant war. Hintergrund waren die Probleme mit Windows Millenium, das bis zur Einführung von Windows Vista oft als größter Fehlschlag in der Geschichte von Windows betrachtet wird.

      Windows Millenium
      Windows Millenium war das letzte Betriebssystem der so genannten Windows 9x-Reihe beziehungsweise DOS-Linie. Die Grundlage bildete Windows 98SE, wobei unter anderem der neue Windows Media Player 7 Einzug hielt. Darüber hinaus wurde die Unterstützung für den USB-Standard deutlich verbessert, es gab jedoch von Anfang an massive Stabilitätsprobleme, was Windows Millenium einen nachhaltig schlechten Ruf einbrachte. Erst nach diversen Updates konnte Windows ME einigermaßen zuverlässig eingesetzt werden.

      Die Kunden schätzten an Windows 2000 stets die hohe Stabilität, was bei XP Anfangs keineswegs der Fall war. Gerade in Unternehmen wird Windows 2000 heute noch oft an Workstation-Systemen eingesetzt, was vor allem auf die langjährige Unterstützung durch Microsoft und ständige Aktualisierungen zurückzuführen ist. Im Gegensatz zu den Nachfolgeversionen muss Windows 2000 noch nicht durch Microsoft aktiviert werden, sondern kann nach Eingabe eines gültigen Produktschlüssel sofort genutzt werden. Im Juli 2010 endete der Support durch Microsoft endgültig.

      Windows XP
      Mit Windows XP führte Microsoft im Jahr 2001 sein bisher erfolgreichstes Betriebssystem ein, das zuvor unter dem Codenamen "Whistler" entwickelt wurde. Der Namenszusatz "XP" steht hier für eXPerience, was die Multimediafähigkeit betonen soll. Windows XP wurde in den Varianten Home Edition, Professional, Media Center Edition und später auch als Tablet PC Edition angeboten. Im Jahgr 2005 wurde zudem eine 64-Bit-Variante eingeführt, die eigentlich auf Windows Server 2003 basiert. Für Entwicklungsländer gab es außerdem die funktionell beschränkte so genannte Windows XP Starter Edition.

      Mit XP hielt erstmals der NT-Kern im Privatkundenbereich Einzug, was neben der neuen Benutzeroberfläche "Luna" für eine deutlich größere Benutzerfreundlichkeit durch eine erhöhte Stabilität sorgen sollte. Zusätzlich wurde unter anderem das Startmenü ausgebaut, so dass nun zwei Spalten zum Einsatz kamen, die einerseits den Zugriff auf alle Programme und andererseits die am häufigsten genutzten Dokumente und Anwendungen des Anwenders ermöglichen sollten. Der Windows Explorer wurde zudem um Multimedia-Funktionen erweitert, die die Anzeige von Bildern, das Brennen von CDs und den Umgang mit komprimierten Dateien erlaubten.

      Mit der neu eingeführten Systemwiederherstellung war außerdem das Zurücksetzen des Systems in einen früheren Zustand möglich, was vor allem bei fehlerhaften Installationen von Treibern und Anwendungen Abhilfe bieten sollte. Weitere wichtige Neuerungen waren die Einführung des Dateisystems NTFS im Markt der Privatanwender und die Integration der Windows Firewall, die mit dem zweiten Service Pack deutlich verbessert wurde. Die Kantenglättung für Schriften ClearType wurde bei XP ebenfalls neu eingebaut.


      Windows XP ist bei den Anwendern noch heute extrem beliebt. Zahllose Nutzer blieben auch nach der Einführung des Nachfolgers Windows Vista beim bewährten XP, weil sie keinen Grund sahen, eine Aktualisierung vorzunehmen. Oft herrschte die Meinung vor, ein Upgrade auf Vista lohne nicht, weil keine Neuerungen vorhanden seien, die dies rechtfertigen würden. Der Vertrieb von Windows XP wurde erst vor einigen Wochen offiziell eingestellt. Microsoft leistet nach einer mehrfachen Verlängerung der Frist noch bis April 2014 Support für das fast 10 Jahre alte Windows XP.

      Windows Vista
      Wegen des großen Erfolgs von Windows XP wollte Microsoft mit der nächsten Version seines Betriebssystems eine große Anzahl von Neuerungen liefern. Während der Entwicklung kam es jedoch zu massiven Verzögerungen. Selbst ranghohe Manager geben heute zu, dass Microsoft sich zunächst zu hohe Ziele gesteckt hatte, weshalb die Entwickler zwischenzeitlich die Notbremse zogen und die Arbeit am Nachfolger von Windows XP von neuem begann. 2005 erschien die erste Vorabversion von Windows Vista, es dauerte aber noch bis 2007 bis das neue Betriebssystem endlich in den Handel kam. Technisch bot Vista tatsächlich viele Neuerungen.

      Unter anderem wurde die neue Benutzeroberfläche "Aero" integriert, deren Darstellung teilweise Hardware-beschleunigt erfolgen kann. Aero sorgte für Animationen beim Umgang mit den Programmfenstern und erlaubt den Entwicklern die Nutzung diverser Effekte. Mit der Windows Sidebar wurden zudem die sogenannten Widgets auf den Desktop gebracht. Dabei handelt es sich um Minianwendungen, die zum Beispiel zur Anzeige von Informationen aus dem Internet genutzt werden können, ohne dass dafür ein Browser gestartet werden muss.

      Während Microsoft Windows Vista durchaus als Erfolg betrachtet, gilt das Betriebssystem in der öffentlichen Meinung als weitgehend gescheitert. Trotz zahlreicher Neuerungen wurde Vista von den Kunden nur schleppend angenommen. Innerhalb des ersten Jahres der Verfügbarkeit wurden immerhin 100 Millionen Lizenzen für Vista verkauft. Zahlreiche Unternehmen und Privatanwender verzichteten jedoch auf ein Upgrade auf Windows Vista, da sie der Meinung waren, die Neuerungen würden den Migrationsaufwand nicht rechtfertigen. Zudem war Vista vor der Bereitstellung des ersten Service Packs in vielen Bereichen noch unfertig, was neben der enttäuschenden Perfomance und beschränkter Treiberverfügbarkeit ebenfalls für Frustration unter den Kunden sorgte.

      Windows 7
      Windows 7 erhielt seinen offiziellen Namen im Jahr 2008 als im September eine erste Vorabversion an die Teilnehmer von Microsofts Entwicklerkonferenz PDC herausgegeben wurde. Ab Februar 2009 verteilte Microsoft dann die erste breit verfügbare Beta, die mehrere Millionen Mal von interessierten Testern heruntergeladen wurde. Die Nachfrage war sogar so groß, dass Microsoft den Download zwischenzeitlich wegen einer Überlastung seiner Server vom Netz nehmen musste. Die Entwicklung von Windows 7 wurde im Juli 2009 abgeschlossen, es dauerte aber noch bis Ende Oktober bis das neue Betriebssystem im Einzelhandel für jedermann zu haben war.

      Die wohl wichtigste Neuerung in Windows 7 ist die grundlegend überarbeitete Taskleiste, bei der nun alle Fenster eines Programms über das jeweilige Programmsymbol erreichbar sind. Das Interface wurde für eine effektivere Nutzung aufbereitet, so dass der Zugriff auf häufig genutzte Dokumente und Anwendungen nun schneller möglich ist. Außerdem kann Windows 7 dank einer gewissen Touch-Optimierung auch auf Multitouch-Systemen eingesetzt werden. Neu sind auch die so genannten Bibliotheken, in denen Dateien verschiedener Art unabhängig von ihrem jeweiligen Speicherort zusammengefasst werden können.

      Windows 7 wird vom Markt bisher nach Angaben von Microsoft so gut angenommen wie kein Betriebssystem zuvor. Innerhalb des ersten Jahres der Verfügbarkeit wurden bereits 240 Millionen Lizenzen abgesetzt, was Windows 7 einen aktuellen Marktanteil von rund 24 Prozent beschert. Aufgrund von Auflagen der Wettbewerbshüter der Europäischen Union wurde im März 2010 ein Menü zur Browserwahl integriert. Derzeit arbeitet Microsoft am ersten Service Pack für Windows 7, das im Frühjahr 2011 erwartet wird. Der Nachfolger Windows 8 wird aller Voraussicht nach im Jahr 2012 auf den Markt kommen, schließlich ist Microsoft nach dem Vista-Desaster mit Windows 7 wieder zu einem zwei- bis dreijährigen Release-Zyklus zurückgekehrt.

      25 Jahre Microsoft Windows - Gewinnspiel
      WinFuture und Microsoft veranstalten anlässlich des 25. Geburtstags von Windows ein Gewinnspiel. Wer teilnehmen möchte, muss lediglich ein Original-Datenträger einer Windows-Version, die älter als XP ist, abgelichtet und eingesendet werden. Als Gewinne winken fünf Windows 7 Home Premium Family Packs, die jeweils drei Lizenzen für die Verwendung in einem Haushalt enthalten, sowie zwölf Mal Windows 7 Ultimate in der Retail-Version.
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      Als DOS die Maus kennenlernte

      Als DOS die Maus kennenlernte

      Was für eine Geschichte: Windows 1.0 wollte keiner haben, die aktuelle Version wurde im ersten Jahr nach Einführung 240-Millionen-mal verkauft. Doch auch nach 25 Jahren verbindet User und Betriebssystem eine tiefe Hassliebe.

      Damit hätte 1985 wohl niemand gerechnet: Windows ist das führende PC-Betriebssystem, läuft auf mehr als 90 Prozent aller Computer weltweit. Und das sind Hunderte Millionen. Windows ist eine Gelddruckmaschine, seine aktuelle Inkarnation ein riesiger Erfolg: Fast eine Viertelmilliarde Exemplare von Windows 7 konnte Microsoft im ersten Jahr nach dessen Einführung absetzen, es ist das bisher bestverkaufte Betriebssystem.

      Von solchen Zahlen konnte Microsoft-Gründer Bill Gates nur träumen, als am 20. November 1985 die Auslieferung von Windows 1.0 begann.

      Damals wurde es noch als enormer Erfolg gewertet, dass die US Air Force 90.000 Exemplare von Windows bestellte. Mit ihrem Großauftrag stand die amerikanische Luftwaffe allerdings weitgehend allein da. Windows 1.0 hatte keine Fans, denn es gab kaum Software, die sich mit dem neuartigen Fenstersystem vertrug. Und IBM, das Bill Gates mit der Wahl von MS DOS für ihre Bürocomputer zum Millionär gemacht hatte, zögerte, seine neue Software einzusetzen. Der ehemalige Schreibmaschinenhersteller hatte gerade selbst eine DOS-Erweiterung entwickelt. Allerdings war IBMs "Topview" immer noch textbasiert, sollte vor allem Multitasking, die gleichzeitige Nutzung mehrerer Programme, ermöglichen - und floppte.

      Windows dagegen orientierte sich an den Prinzipien, die Apple mit dem sündhaft teuren Bürocomputer Lisa und dem Macintosh vorgelegt hatte, sollte wenigstens teilweise per Maus bedienbar sein. Um das Eintippen von Dateinamen kam man allerdings nicht herum und musste wegen des Mangels an Windows-Software sowieso oft noch auf DOS-Programme zurückgreifen. Die einzige Möglichkeit, einen solchen Computer mit einem anderen zu vernetzen, war ein sogenanntes Nullmodemkabel, eine komplizierte und langwierige Angelegenheit. Aber von Vernetzung im heutigen Sinne war 1985 ohnehin noch nicht die Rede. Wer damals hip war, steuerte per Modem sogenannte Mailboxen an, Rechner auf denen man Nachrichten ablegte, die andere User später abholen konnten. Der Begriff Internet war ein Fremdwort.

      Mac-Programme sollten Windows Nutzer bringen

      Richtig fensterln lernte Windows erst in der zweiten Version die endlich durchgängig per Maus bedienbar war. Den Mangel an passender Software versuchte Microsoft mit eigenen Programme auszugleichen. Um Windows, das immer noch eine Zusatzsoftware für MS-DOS war, für Büroanwender attraktiver zu machen, schrieb das Unternehmen seine Büroprogramme Word und Excel für Windows um. Vorher hatte es beide Anwendungen nur für den Mac gegeben. Apple reagierte verschnupft, klagte mit der Begründung gegen Microsoft, der Konzern habe vieles von dem was Windows ausmacht von Apple kopiert.

      Den Erfolg der Microsoft-Software konnte Apple damit aber nicht aufhalten. Während sich der Rechtsstreit hinzog, brachte das Unternehmen 1990 Windows 3.0 heraus. Der Look hatte sich gewaltig geändert, und sollte jetzt ein dreidimensionales Design darstellen. Eine Behauptung, die man aus heutiger Sicht nur belächeln kann.

      Windows-User mussten sich damals mit drei verschiedenen Betriebsmodi herumplagen, die als Real-, Standard- und Extended-Mode bezeichnet wurden. Je nach Modus konnten nur bestimmte Programme ausgeführt und nur eine bestimmte Menge Arbeitsspeicher genutzt werden. Ein Megabyte RAM wurde seinerzeit schon als Luxus angesehen. Vor allem aber war vom MS-DOS-Unterbau kaum noch etwas zu sehen.

      Dem DDR-Computerbauer Robotron gefiel die Software so gut, dass man daraus eine eigene Ostblock-Version ableitete, die unter der Bezeichnung Karl-Marx-Städter Window-System (KWS) auf den Ost-Computern eingesetzt wurde.

      Der erste Erfolg

      Für Microsoft wurde Windows allerdings erst mit dem Update auf Version 3.1 zum Erfolg, die optisch erheblich aufpoliert worden und in der Version "Windows for Workgroups" erstmals rudimentär netzwerkfähig war. Was folgte, war Windows NT, sozusagen das Windows für Profis. Das Kürzel NT für "New Technology" sollte andeuten, dass es sich hier um etwas ganz Neues handelte. Neu war unter anderem ein deutlich verbessertes Multitasking und ein sogenannter Speicherschutz, eine Funktion, die dafür sorgen soll, dass das Betriebssystem weiterläuft, wenn ein Programm abstürzt.

      In den folgenden Jahren wurden NT für die Profis und die Nachfolger von Windows 3.1 für Normalanwender parallel entwickelt. Mit viel Brimborium wurde 1995 Windows 95 eingeführt. Der riesige Marketing-Aufwand, unter anderem wurde ein Song der Rolling Stones ("You start me up") für die Werbung verwendet, zahlte sich aus: Binnen vier Tagen war die erste Million Exemplare verkauft. In den folgenden Jahren ließ der Windows-Erfolg Microsofts Kriegskasse derart anschwellen, dass es sich der Konzern mühelos leisten konnte, den mit Windows 95 neu aufgeflammten Streit um Urheberrechte an Fenster-Betriebssystemen mit Geld zu ersticken.

      Der große Bruder Gates

      Mit einem spektakulären Auftritt auf einer Keynote von Steve Jobs verkündete Bill Gates, man werde den Streit gegen den Kauf einer nicht genannten Zahl nicht stimmberechtigter Apple-Aktien beilegen. Der Deal war eine echte Win-Win-Situation. Apple stand damals mit dem Rücken an der Wand, war kurz vor der Pleite, und Microsoft hatte einen derart großen Marktanteil, dass es sinnvoll war den kleinen Gegner zu unterstützen, um nicht als Monopolist ins Visier der amerikanischen Handelsaufsicht FTC (Federal Trade Commission) zu geraten.

      Derart abgesichert folgten auf Windows 95 dessen Weiterentwicklungen Windows 98 und das passend zum Jahrtausendwechsel als Millennium betitelte Windows ME. Auf der Profiseite wurde Windows NT zu Windows 2000 aufgerüstet. Eine Neuorientierung leistete sich Microsoft erst wieder 2001 mit Windows XP. Erstmals seit Windows NT gab es nur noch ein Windows, das Privatanwender und Büronutzer gleichermaßen bedienen sollte. Mit XP führte Microsoft das System der Editionen ein, verkaufte also eine billige "Home Edition" an Privatiers und ließ Business-User, die etwa erweiterte Netzwerkfunktionen brauchen, für eine "Professional Edition" tiefer in die Tasche greifen. Ein Konzept, das bis heute Bestand hat.

      Ungeliebtes Vista

      Mit Windows XP führte Microsoft allerdings auch die sogenannte Produktaktivierung ein. Wer ein neues Windows installiert, muss es seither entweder online oder telefonisch freischalten lassen. Microsoft versucht dadurch Raubkopien einzudämmen, dass die Aktivierung an eine bestimmte Hardware gebunden ist. Das rief zunächst Protest von Datenschützern auf den Plan und ärgert bis heute Computerbastler, weil man das System nach jedem größeren Umbau neu aktivieren muss.

      Anders als Windows XP war seinem Nachfolger Windows Vista kein großer Erfolg beschieden. Vor allem die reichlich hoch gegriffenen Hardware-Voraussetzungen ließen viele potentielle Anwender vor dem Umstieg zurückschrecken. Etliche Software-Hersteller pflegten ihre Programme weiterhin nur für Windows XP statt eigene Vista-Versionen zu entwickeln. In Kombination mit anderen Beweggründen sorgten diese Einschränkungen dafür, dass Vista vor allem im geschäftlichen Bereich kaum Liebe entgegengebracht wurde.

      Endlich auf die Anwender gehört

      Microsoft reagierte, indem es die Entwicklung von Windows 7 verstärkt vorantrieb - mit Erfolg. Schon rund zweieinhalb Jahre nach dem Vista-Start kam Windows 7 Ende 2009 auf den Markt und überraschte Vista-Kritiker, indem es fast alle Makel seines Vorgängers ausmerzte. Windows 7 ist nicht schneller, fühlt sich aber so an, weil manche Umwege über Dialogboxen einfach wegfallen und das System schneller zu reagieren scheint. Die Entwickler, so scheint es, haben sich tatsächlich davon leiten lassen, was für Anwender nützlich ist - statt einfach zu verwirklichen, was technisch möglich ist. Mit Erfolg.

      Wie es nun aber weitergehen wird mit Windows, ist bislang ein großes Geheimnis. Zunächst wird es ein Update, ein sogenanntes Service Pack, für Windows 7 geben. Das wird alle bisherigen Updates und Fehlerbereinigungen und noch einige weitere Verbesserungen und neue Funktionen enthalten. Eine Vorabversion kann man sich - auf eigene Gefahr - schon jetzt laden, die Endversion ist für die erste Jahreshälfte 2011 angekündigt. Erst danach wird es wieder richtig spannend werden.

      Microsofts riskantestes Projekt?

      Etwa 2012, so vermutet es die "Computerworld", wird dann bereits die Nachfolgeversion, erscheinen. Darüber, was diese - derzeit als Windows 8 bezeichnete - Version Neues bringen wird, schweigt der Windows-Konzern bisher noch. Anzunehmen ist allerdings, dass es ein wirklich großes Update sein wird, dass sich vieles ändert. Das legt jedenfalls eine Äußerung von Microsoft-Chef Steve Ballmer nahe. Der hatte auf die Frage, was denn Microsofts riskantestes Projekt sei, kürzlich geantwortet: "Das nächste Windows."

      Mehr hat er dazu nicht gesagt, doch das wenige reicht schon aus. Denn riskant sind Software-Updates immer dann, wenn die Entwickler alte Zöpfe abschneiden und wirklich Neues erfinden. Apple hat vorgemacht wie das geht, als die Entwicklung eines Nachfolgers für das damals System 9 genannte Mac-Betriebssystem abgebrochen und stattdessen Mac OS X entwickelt wurde. Würde Microsoft einen ähnlich radikalen Neustart wagen, könnte sich der Konzern noch einmal neu erfinden. Und das wäre - nach 25 Jahren Windows und 36 Jahren Firmengeschichte - sicher nicht die schlechteste Idee.

      25 Jahre Windows: Krieg und Frieden

      25 Jahre Windows: Krieg und Frieden

      Heute vor 25 Jahren veröffentlichte Microsoft mit gehöriger Verspätung Windows 1.0. In der damaligen c't freute sich der Rezensent über Dialogboxen und Mäuschen für PCs, die Computer mit einem A (Amiga, Apple, Atari) bereits besaßen. Dass aus dem grafischen Aufsatz für MS-DOS 3.1 das erfolgreichste Betriebssystem der Welt werden sollte, ahnte niemand.

      "Microsoft Windows ist eine Erweiterung des DOS Betriebssystems. Windows erlaubt es, die verschiedenen Aufgaben auf einem Computer nahtlos zu integrieren und erhöht damit Ihre Effizienz. Mit Windows können Sie mit mehreren Programmen gleichzeitig arbeiten. Sie können mit wenigen Tasten oder einem Mausklick zwischen den Programmen wechseln und Zeit sparen. Und weil Sie niemals ein Programm schließen müssen, können Sie immer dort weiterarbeiten, wo Sie stehen geblieben sind. Windows gibt Ihnen eine einfache Möglichkeit zur Hand, Informationen zwischen DOS-Programmen auszutauschen."

      Mit diesen Worten führte das Handbuch von Windows 1.0 (in Deutschland als Windows 1.03 gestartet) den Käufer des grafischen Aufsatzes in die "Philosophie" von Windows ein. Computer, die immer laufen, Anwendungen, die niemals abstürzen, und ein souveräner Nutzer, der mit Informationen jongliert, lagen 1985 in weiter Ferne. Als Windows vor 25 Jahren auf der Comdex in Las Vegas vorgestellt wurde, war dies dennoch keine große Sensation. "Nun auch Microsoft" titelte die Fachpresse und selbst Bill Gates hielt Windows damals nicht für das wichtigste Microsoft-Programm: MS-DOS 3.2, das im Januar 1986 erscheinen sollte, stellte er ausführlicher vor. Dass Gates mit dem am 22. Mai 1990 vorgestellten Windows 3.0 zum reichsten Mann der Welt werden sollte und Microsoft für diesen einen großen Tag 10 Millionen Dollar Werbung investierten würde, war 1985 alles Zukunftsmusik.

      Um Windows starten zu können, empfahl das Handbuch den Kauf eines Intel Above Boards zur Erweiterung des Arbeitsspeichers – eines der zahlreichen Provisorien,
      mit denen sich die Windows-Anwender früher Stunde herumplagen mussten. Auch eine Festplatte wurde als empfehlenswert aufgelistet, da Windows sonst sehr häufig auf Disketten zugreifen musste. Zum Erlernen von Windows und den Umgang mit den Befehlen Cut, Copy und Paste diente das Programm Notepad (Notizblock), mit dem eine Liste anfallender Arbeiten kopiert, umgestellt, verschoben und mit Alarm-Signalen der Uhr verknüpft werden sollte. Die einzelnen zu sortierenden Aufgaben: Zahnarzt anrufen, Garage aufräumen, Krieg und Frieden lesen, Müll rausbringen, Klavierstimmer anrufen. Das von Bill Gates (zur Vorstellung von Windows NT für RISC-Rechner) als "wichtigstes Windows-Programm" bezeichnete Spiel Solitär fehlte im Ur-Windows, es erschien erst mit Windows 3.0.

      Windows 1.0 bis 2.0 verkauften sich ausgesprochen schlecht. Selbst das günstige Einsteiger-Paket mit Windows und einer Maus für 900 DM blieb in den Regalen der Händler liegen. Erst mit der Entscheidung von Microsoft, Windows 2.03 als kostenlose Zugabe zu MS-DOS mit neuen PCs auszuliefern, änderte sich die Lage. Als dies im März 1988 passierte, verklagte Apple Microsoft und Hewlett Packard (das einen Windows-Klon namens New Wave vertrieb). Apple machte einen Schaden von 4,5 Milliarden US-Dollar geltend. Microsoft hatte zwar vor dem Start von Windows bestimmte Nutzungsrechte von Apple lizensiert, doch waren Steve Jobs und seine Kollegen dabei offensichtlich davon ausgegangen, dass Windows nur separat verkauft würde.

      1993 verlor Apple den Prozess. Der Richter befand, dass 90 Prozent von Windows den von Microsoft eingekauften Nutzungsrechten entsprächen und der Rest nicht von Apple stamme. Dies führte wiederum die Rechtsanwälte von Xerox auf den Plan, die Apple verklagten, weil Apple vom 1981 vorgestellten Xerox Star Bedienungselemente übernommen hatte. Diese Klage wurde abgeschmettert, weil sie nach US-amerikanischem Recht zu spät erfolgte. "Xerox ist unfähig, aus einer Vision ein ordentliches Produkt zu machen. Xerox schafft es nicht einmal, uns rechtzeitig zu verklagen", ätzte der damalige Marketingchef von Apple, Guy Kawasaki.

      Zum 25-Jährigen Jubiläum blickt Microsoft zufrieden auf die Geschichte seiner Betriebssysteme zurück. Windows 7 als neuester Spross entwickelt sich prächtig. Vor 5 Jahren sah das noch anders aus, da wurde nicht gefeiert. Die Welt wartete auf das lange angekündigte Windows Vista, das sich dann nicht als der erhoffte große Wurf erwies, weil es langsam und speicherhungrig war. Immerhin verschickte Microsoft nicht mehr jene berüchtigte "Performance Tuning Disk" wie zu der Zeit, als Windows 3.11 mit OS/2 im Clinch lag: Das Programm gab nicht nur Tipps zu besseren Windows-Einstellungen, sondern suchte nach Konkurrenzprodukten wie WordPerfect und gab die Empfehlung, diese durch Microsoft-Software zu ersetzen. Krieg und Frieden wechseln sich ab.