Taucher finden schwedisches Superschlachtschiff

      Taucher finden schwedisches Superschlachtschiff

      Taucher finden schwedisches Superschlachtschiff

      Die "Mars" sollte das "größte und fieseste" Schiff seiner Zeit sein. Doch es unterlag 1564 der dänischen Flotte. Jetzt kommen seine Trümmer ans Licht.

      Taucher haben vor der schwedischen Küste vermutlich das Wrack eines der größten Kriegsschiffe aus dem 16. Jahrhundert gefunden. Die „Mars“ sank im Juli 1564 in der sogenannten Seeschlacht vor Öland während des Drikronenkrieges zwischen Schweden und Dänemark und der mit ihm verbündeten Hanse. Dies berichtete Richard Lundgren, ein Mitglied des Taucherteams, dem schwedischen Sender SVT.

      Das aus Eichenholz gebaute Kriegsschiff hatte eine Besatzung von 800 Mann und war mit rund 100 Kanonen bestückt. Die „Mars“ sollte nach dem Willen seiner Erbauer das „größte und fieseste“ Schiff seiner Zeit sein, sagte Lundgren. Es gehörte zu einer Flotte, die Schweden die Vormacht in der östlichen Ostsee sichern sollte.

      Allerdings wurde das Geschwader von den Verbündeten vor Öland gestellt. Dabei gelang es den Lübeckern, das schwedische Flaggschiff "Makelös" zu entern und den schwedischen Admiral Jakob Bagge sowie dessen Stellvertreter Arved Trolle gefangen zu nehmen. Die "Makelös" sank kurz nach dem Entern durch eine Explosion. Auch die "Mars" ging in dem Gefecht verloren. Ein schwedisches Schiff gleichen Namens musste gut 100 Jahre später im sogenannten Schonischen Krieg gegen die Dönen vor Seeland die Flagge streichen.


      Das Wrack ist geradezu konserviert

      „Wir haben lange auf dieses Wrack gewartet“, sagte der Chef der archäologischen Abteilung im Stockholmer Seehistorischen Museum, Andreas Olsson. Er wies jedoch darauf hin, dass weitere Untersuchungen notwendig seien um die Identität des Wracks mit Sicherheit zu bestimmen. Der Fund sei „sehr interessant“, sagte Olsson mit Blick auf einen Vergleich mit dem im 17. Jahrhundert auf seiner Jungfernfahrt gesunkenen Kriegsschiff „Vasa“ und der englischen „Mary Rose“.

      Die in den 1960er Jahren geborgene „Vasa“ wurde restauriert und ist seit 1990 im Vasa-Museum in Stockholm zu besichtigen. Teile des Wracks der im Jahr 1545 vor der englischen Küste gesunkenen „Mary Rose“ wurden 1982 geborgen. Die Forscher hoffen, im Wrack der „Mars“ gut erhaltene Artefakte aus dem 16. Jahrhundert zu finden. Die kalten Temperaturen und der niedrige Sauerstoffgehalt in der Ostsee haben mitgeholfen, das Wrack zu konservieren. Außerdem kommt der holzfressende Schiffsbohrwurm dort nicht vor.

      Der Fund sei „ein Sprung in eine Zeitmaschine“ sagte Lundgren, der mit seinem Team etwa 20 Jahre nach dem Wrack gesucht hat. Die schwedischen Behörden haben am Freitag verboten, in der Umgebung des Wracks nahe der Ostseeinsel Öland zu tauchen, fischen oder ankern.
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      Hier ein Bild der "Mars" gezeichnet von von Jakop Hägg, schwedischer Maler geb. 1839 / gest.1931



      Mars (auch bekannt als Makalös oder Peerless) war ein schwedisches Kriegsschiff aus dem 16. Jahrhundert. Das Schiff war das Flaggschiff der Flotte des Schwedenkönigs Erik XIV. Mit einer Länge von 80 Metern war es eines der größten Kriegsschiffe seiner Zeit, sogar größer als das bekannte schwedische Schiff Vasa. Die Mars sank im Mai 1564 in einer Schlacht im Dreikronenkrieg in der Ostsee zwischen den Inseln Öland und Gotland.
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      Die Vasa (oder Wasa) ist ein schwedisches Kriegsschiff, das am 10. August 1628 auf seiner Jungfernfahrt sank. Nach seiner Auffindung 1956 und Bergung 1961 ist es heute restauriert im Vasa-Museum in Stockholm zu besichtigen.

      Der Name des Schiffes stammt vom Symbol der schwedischen Königsdynastie Vasa ab, einer Ährengarbe (schwedisch: vasa)
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