Ostdeutsche Manufaktur baut Uhren mit Gebetsanzeige

      Ostdeutsche Manufaktur baut Uhren mit Gebetsanzeige

      Ostdeutsche Manufaktur baut Uhren mit Gebetsanzeige

      Mit dem Segen Roms: Ein ostdeutscher Hersteller hat spezielle Uhren mit Gebetsanzeige entwickelt. Die Serie entstand im Auftrag und unter Schirmherrschaft der Stiftung der Vatikanischen Sternwarte, wie die Uhrenmanufaktur Kronsegler GmbH in Glashütte am Dienstag mitteilte. Erste Musterexemplare gebe es bereits, Anfang 2012 soll nach Firmenangaben mit der Fertigung der Erstauflage von 3.000 Stück begonnen werden.

      Kronsegler-Geschäftsführer Maik Liesche sagte der Nachrichtenagentur dapd, in der Vergangenheit habe es Wanduhren, aber auch Sonnen- und Turmuhren mit Gebetsanzeige gegeben. Seines Wissens nach sei dies aber weltweit die erste Taschenuhr mit einer solchen Funktion.

      Die Uhrenserie "Sacristan" wird das Siegel und Wappen der Vatikanischen Sternwarte tragen, der traditionsreichen Forschungsstätte des Vatikans. Es sei damit die erste offizielle Uhrenserie der vor vier Jahrhunderten gegründeten Einrichtung, teilte Kronsegler mit. Nach einem Bericht der "Bild-Zeitung" (Dienstagausgabe) bekommt der Papst mehrere Muster kostenfrei zugeschickt.

      Die christlichen Gebetszeiten sind nach den Angaben Bestandteil auch der Regeln der Benediktiner-Mönche. Demnach sind Gebete achtmal am Tag zwischen 3.00 Uhr und Mitternacht vorgesehen.

      Liesche sagte, "die Uhr mit der besonderen Zusatzfunktion ist für Christen weltweit gedacht". Die Kooperation mit dem Vatikan sei einmalig und eine große Ehre für das kleine mittelständische Unternehmen. "Für uns bedeutet das sehr viel, es ist ein Auftrag von hoher Reputation."

      Eine Vorgabe aus Rom war es nach seinen Angaben, dass die Uhr für möglichst viele Christen bezahlbar sein soll. Die Uhren sollen nach den Plänen je nach Ausführung zwischen rund 150 und 300 Euro kosten. Ein wesentlicher Teil der Einnahmen aus dem Verkauf werde an die Stiftung der Vatikanischen Sternwarte gehen und für Bildungs- und Forschungsinitiativen verwendet, hieß es.

      Die Firma will die Uhr in einer mechanischen und einer quarzgesteuerten Variante sowohl für Damen und Herren anbieten und in Glashütte und Dresden fertigen. Erstmals offiziell präsentiert werden soll die Neuheit im Februar in München auf der Inhorgenta, der Fachmesse für Uhren und Schmuck. Liesche sagte, er rechne mit einer großen Nachfrage. Er verwies auf die große Zahl von Christen weltweit. Kronsegler wurde 2003 gegründet, beschäftigt nach eigenen Angaben rund ein Dutzend Mitarbeiter und ist Spezialist für Themen-Uhren. In Glashütte bei Dresden haben zahlreiche Uhrenfirmen ihren Sitz, darunter auch mehrere Luxusuhren-Hersteller.
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      Sachsen bauen dem Papst Uhren

      Sie zeigen Gebetszeiten an und wurden mit der Sternwarte des Vatikan entwickelt

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      Glashütte – Das wird Seine Heiligkeit sicher freuen: Jetzt gibt es eine Uhr, die Christen die acht historischen Gebetszeiten exakt anzeigt!

      Ein Hersteller aus Glashütte baut die erste offizielle Vatikan-Uhr. Und sie soll für jedermann erhältlich sein.

      Schon im Mittelalter brauchten Mönche eine genauere Uhrzeit. Denn die Regeln der Benediktiner sehen z.B. ein achtmaliges Beten zu fest definierten Tageszeiten vor (s. Kasten).

      Sie entwickelten mehrere Zeitmesser. Aber eine Uhr, die auch die Gebetszeiten anzeigt, gab es bis heute nicht.

      Die Kronsegler GmbH in Glashütte setzte sich dazu mit dem Vatikan in Verbindung. „Erste Skizzen und Entwürfe sendeten wir vor knapp einem Jahr ein, erhielten allerdings keinerlei Reaktionen aus Rom. Erst sechs Monate später kam es dann zu ersten Kontakten“, so Maik Liesche, Geschäftsführer der Kronsegler GmbH.

      Inzwischen ist die Uhren-Serie mit dem Titel „Sacristan“ fertig, der Vatikan hat das Siegel der päpstlichen Sternwarte dafür gegeben. „Diese Kooperation ist weltweit einmalig“, freut sich Liesche, dessen sieben Mitarbeiter in Glashütte und Dresden produzieren.

      Ein Modell mit mechanischem Uhrwerk kostet 300 Euro, mit Quarz-Uhrwerk nur 150 Euro. Im Januar beginnt die Produktion in einer Erstauflage von 3000 Stück.
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