Im Tagebauparadies
Am Gräbendorfer See im Spreewald gibt es die europaweit erste schwimmende Tauchschule
Die Männer in den schwarzen Taucheranzügen ordnen ihre Sachen und überprüfen die Hilfsgeräte: Sauerstoffflaschen und Schwimmflossen. "Wenn die Kapuze über den Kopf gezogen ist, dann muss es wegen der hohen Außentemperaturen schnell gehen", erzählt Dirk Hartmann über seinen ersten Tauchgang an der schwimmenden Tauschschule am Gräbendorfer See.
Der 44-jährige Chef der Senftenberger Tauschschule ist mit Maik Gollasch, einem 30 Jahre alten Tischler und Hobbytaucher aus Großräschen, zum Schnuppern in "fremde Gefilde" gekommen. Beide wollen ausprobieren, was ihr Kollege Gunther Walter in seinem neuen Tauchparadies zu bieten hat. Mit festen Schritten erreichen sie das Ende vom Steg der schwimmenden Tauchschule. Ein letzter prüfender Blick und dann springen die beiden in das Wasser des Gräbendorfer Sees. Ein letzter Gruß von der Stegleiter und dann geht es für eine knappe Stunde in die Tiefe.
Bis zu sieben Meter tief ist der künstliche See an der Plattform. Am ersten Abbruch sind es dann schon zehn bis zwölf Meter. Weiter hinten kann man bis zu 30 Meter tauchen. An der tiefsten Stelle auf der gegenüberliegenden Seite der schwimmenden Tauchschule sollen sogar 50 Meter erreicht werden. Zur Begrenzung und Orientierung gibt es für die Taucher eine Kette mit vier roten Bojen und in unmittelbarer Nähe der Stegleiter einen blauen Kanister. "Unten sieht es genauso aus, wie oben", schildert Dirk Hartmann seine Eindrücke nach dem Tauchgang. "Da sind sogar noch Bäume zu sehen", erzählt der Hobbytaucher. Mit 14 Jahren hat er angefangen, zu tauchen. Jetzt hat er es bereits auf 4000 Tauchgängen gebracht. "Die Sicht am Senftenberger See ist allerdings noch ein kleines bisschen besser", stellt Hartmann fest. Am Gräbendorfer See ist die Sichtweite etwa sieben bis acht Meter.
Über mangelnden Zuspruch braucht sich der 38-jährige Tauchschulinhaber Gunther Walter in diesen Sommertagen nicht zu beklagen. Eine Menge Hobbytaucher gehen besonders an den Wochenenden auf Schnuppertour. Dicht umlagert ist auch die BeachBar "La Fiducia".
Die schwimmende Tauchschule wurde am 15. Mai offiziell eröffnet. "Jetzt befinden wir uns bereits mitten in der Hochsaison", erzählt Gunther Walter, der früher Marienetaucher war. Immer mehr Hobbytaucher und Besucher würden an den rund 425 Hektar großen Gräbendorfer See pilgern, der bereits voll geflutet ist. Für die Taucher ist er ein Paradies zur Spurensuche.
Aus dem ehemaligen Braunkohletagebau wurden bis Ende Dezember 1992 rund 126 Millionen Kubikmeter Kohle für die Kraftwerke Lübbenau/Vetschau, das Gaskombinat Schwarze Pumpe und die Brikettfabriken in der Lausitz gefördert. Die Dörfer Reddern und Laasow wurden teilweise und die Ortschaften Lassdorf und Gräbendorf vollständig abgebaggert. Ob tatsächlich noch Erinnerungsstücke von den Tauchern in der Tiefe gefunden werden, bleibt abzuwarten. Der Tauchschulinhaber will schon in Kürze eine besondere Attraktion unter Wasser installieren: eine Taucherglocke. Hier soll vielleicht sogar einmal geheiratet werden können.
Schon in kürzester Zeit hat sich der Tagebausee zwischen Vetschau und Drebkau mit der europaweit ersten schwimmenden Tauchschule zu einem besonderen Anziehungspunkt für Touristen und Freizeitsportler entwickelt. Hier kann man nicht nur tauchen, segeln, Tretboot fahren oder surfen, sondern auch Skaten und Rad fahren. Rund um den See führt eine zehn Kilometer lange Betonpiste.
Am Gräbendorfer See im Spreewald gibt es die europaweit erste schwimmende Tauchschule
Die Männer in den schwarzen Taucheranzügen ordnen ihre Sachen und überprüfen die Hilfsgeräte: Sauerstoffflaschen und Schwimmflossen. "Wenn die Kapuze über den Kopf gezogen ist, dann muss es wegen der hohen Außentemperaturen schnell gehen", erzählt Dirk Hartmann über seinen ersten Tauchgang an der schwimmenden Tauschschule am Gräbendorfer See.
Der 44-jährige Chef der Senftenberger Tauschschule ist mit Maik Gollasch, einem 30 Jahre alten Tischler und Hobbytaucher aus Großräschen, zum Schnuppern in "fremde Gefilde" gekommen. Beide wollen ausprobieren, was ihr Kollege Gunther Walter in seinem neuen Tauchparadies zu bieten hat. Mit festen Schritten erreichen sie das Ende vom Steg der schwimmenden Tauchschule. Ein letzter prüfender Blick und dann springen die beiden in das Wasser des Gräbendorfer Sees. Ein letzter Gruß von der Stegleiter und dann geht es für eine knappe Stunde in die Tiefe.
Bis zu sieben Meter tief ist der künstliche See an der Plattform. Am ersten Abbruch sind es dann schon zehn bis zwölf Meter. Weiter hinten kann man bis zu 30 Meter tauchen. An der tiefsten Stelle auf der gegenüberliegenden Seite der schwimmenden Tauchschule sollen sogar 50 Meter erreicht werden. Zur Begrenzung und Orientierung gibt es für die Taucher eine Kette mit vier roten Bojen und in unmittelbarer Nähe der Stegleiter einen blauen Kanister. "Unten sieht es genauso aus, wie oben", schildert Dirk Hartmann seine Eindrücke nach dem Tauchgang. "Da sind sogar noch Bäume zu sehen", erzählt der Hobbytaucher. Mit 14 Jahren hat er angefangen, zu tauchen. Jetzt hat er es bereits auf 4000 Tauchgängen gebracht. "Die Sicht am Senftenberger See ist allerdings noch ein kleines bisschen besser", stellt Hartmann fest. Am Gräbendorfer See ist die Sichtweite etwa sieben bis acht Meter.
Über mangelnden Zuspruch braucht sich der 38-jährige Tauchschulinhaber Gunther Walter in diesen Sommertagen nicht zu beklagen. Eine Menge Hobbytaucher gehen besonders an den Wochenenden auf Schnuppertour. Dicht umlagert ist auch die BeachBar "La Fiducia".
Die schwimmende Tauchschule wurde am 15. Mai offiziell eröffnet. "Jetzt befinden wir uns bereits mitten in der Hochsaison", erzählt Gunther Walter, der früher Marienetaucher war. Immer mehr Hobbytaucher und Besucher würden an den rund 425 Hektar großen Gräbendorfer See pilgern, der bereits voll geflutet ist. Für die Taucher ist er ein Paradies zur Spurensuche.
Aus dem ehemaligen Braunkohletagebau wurden bis Ende Dezember 1992 rund 126 Millionen Kubikmeter Kohle für die Kraftwerke Lübbenau/Vetschau, das Gaskombinat Schwarze Pumpe und die Brikettfabriken in der Lausitz gefördert. Die Dörfer Reddern und Laasow wurden teilweise und die Ortschaften Lassdorf und Gräbendorf vollständig abgebaggert. Ob tatsächlich noch Erinnerungsstücke von den Tauchern in der Tiefe gefunden werden, bleibt abzuwarten. Der Tauchschulinhaber will schon in Kürze eine besondere Attraktion unter Wasser installieren: eine Taucherglocke. Hier soll vielleicht sogar einmal geheiratet werden können.
Schon in kürzester Zeit hat sich der Tagebausee zwischen Vetschau und Drebkau mit der europaweit ersten schwimmenden Tauchschule zu einem besonderen Anziehungspunkt für Touristen und Freizeitsportler entwickelt. Hier kann man nicht nur tauchen, segeln, Tretboot fahren oder surfen, sondern auch Skaten und Rad fahren. Rund um den See führt eine zehn Kilometer lange Betonpiste.