Tauchen in Österreich

      Tauchen in Österreich

      Tauchausflüge ins Reich der Seen
      Die Temperaturen steigen und mit ihnen die Lust aufs Tauchen im Süßwasser. Warum nicht einmal die schönen Seen in Österreich testen? Neptun Diving bietet Ausflüge zu über zehn Seen an

      Die kommende Tauchsaison steht vor der Tür! Die Wiener Tauchbasis Neptun Diving organisiert Tauchausflüge zu den österreichischen Seen, darunter natürlich auch den Grünen See. Die meisten Ausflüge finden als Day-Trips statt, es gibt aber auch einige Weekend-Trips. Der komplette Tagesablauf wird von zertifizierten, erfahrenen und besonders geschulten Guides übernommen. Diese kümmern sich sowohl Unter- als auch Überwasser um das Wohlergehen der Kunden. Die Ausflüge sind sowohl für Fortgeschrittene, die den Komfort und den Spaß in einer Gruppe bevorzugen, als auch für Taucher, die sich noch unsicher sind und ein wenig Sicherheit und Tipps benötigen geeignet.
      Die Tagesausflüge kosten innerhalb von Österreich 70 Euro, bei Buchung und Bezahlung des Ausflugspreises bis spätestens 14 Tage vor Ausflugsbeginn gibt es einen Frühbucherbonus und der Ausflug kostet dann nur 50 Euro und kann direkt über die Homepage per PayPal bezahlt werden. Im Preis enthalten sind Flasche und Blei leihweise, Füllungen für zwei Tauchgänge und ein Guide für zwei Tauchgänge. Es gibt einen optionalen Transferservice ab Wien. Derzeit bietet Neptun Diving regelmäßig 9-11 Seen an, einer davon sogar in Ungarn. Diese werden auf der Homepage vorgestellt. Neu im Programm ist ein Thermalsee in Ungarn, der ganzjährig 23 Grad Celsius hat. Getaucht wird in Kleingruppen, das heißt bei schlechterer Sicht sind es pro Guide und je nach Erfahrungsstand maximal 2-4 Teilnehmer. weitere Infos findet ihr auf www.neptun-diving.com.
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      Schöne Seen - zum Tauchen nach Kärnten
      Das österreichische Bundesland Kärnten ist weit mehr als das Schloss am Wörthersee: Eine Tour zu den schönsten Seen.

      Ernest Turnschek macht sich fertig. Badehose sitzt, Anzug hochziehen, Atemluft prüfen, Tiefenmesser und Tauchkompass um die Handgelenke schnallen. Den Bleigürtel wickelt er sich um die Hüfte, die Sauerstoffflaschen kommen auf den Rücken – dann kann es losgehen. Turnschek hat eine besondere Aufgabe: Der Inhaber der Taucherbasis Yachtdiver am Kärntner Weißensee ist Unterwasser-Standesbeamter. Da muss alles passen – auch wenn er weiß, dass die Fische die Blumen schon angeknabbert haben und die Brautleute unendlich nervös sind.

      "Wir sind hier am schönsten Ort der Welt, um eine Ehe zu schließen", sagt der frühere Marinetaucher, der selbst im höchsten Badesee der Alpen "Ja" gesagt hat. Karibik der Alpen nennen Taucher den Weißensee, der auf 930 Meter Seehöhe liegt und sich wie ein Fjord auf einer Länge von rund zwölf Kilometern durch die Gailtaler und die Karnischen Alpen zieht. "Der See ist einzigartig, weil er unglaublich klar ist, weil er eine unberührte Wasserflora hat und jede Menge Fische", sagt Turnschek.

      Der Profi bildet Taucher aus, verschafft aber auch Nichttauchern einen Blick unter die Wasseroberfläche: Fish Watching heißt der Tauchkurs im Schnelldurchgang, bei dem man mit einem erfahrenen Lehrer nur wenige Meter unter Wasser geht. "Aber dabei bekommt man schon einen guten Eindruck, wie es da aussieht. Die meisten Leute sind beeindruckt", sagt er. Nach Möglichkeit geht Turnschek jeden Tag ins Wasser, das bereits im Frühsommer angenehme 24 Grad hat – und entdeckt dabei immer wieder Neues: "Man muss nicht ans andere Ende der Welt fliegen, um eine beeindruckende Unterwasserwelt zu erleben."
      An der breitesten Stelle misst der Weißensee 900, an der tiefsten 99 Meter. Einzigartig unter den vielen Seen in Kärnten macht ihn, dass das 23 Kilometer lange Ufer nur zu knapp einem Drittel verbaut ist – nicht einmal Straßen führen am Seeufer entlang. Klar ist der See, denn er wird von mehreren unterirdischen Quellen gespeist, außerdem gibt es keine Schwebstoffe, die die Aussicht vernebeln.

      Das glasklare Wasser mit bester Qualität schätzen nicht nur Taucher und Schwimmer, sondern auch die Fischer, die Forellen und Hechte, Karpfen und Barsche aus dem See holen. "Alles in bester Qualität", sagt Hannes Müller, Chef des Hotels und Gasthofs Die Forelle. Manchmal fährt er selber raus und angelt, was er später in der Küche für seine Gäste zubereitet.

      Müller zieht nichts weg vom Weißensee. "Hier habe ich alles, was ich zum Leben brauche: die Berge, den See, gute Nachbarschaft." Und zahlreiche Gäste, die vor allem die Natur schätzen.

      Die bringt ihnen Hans-Peter Sorger näher. Der Wildtierverhaltensforscher beobachtet das Rückzugsgebiet für zahlreiche Pflanzen- und Tierarten um den See herum seit mehr als 40 Jahren. Im Wald erklärt er den Touristen den Zusammenhang zwischen Ameisenhaufen und Gewittern, räumt mit allerlei falschen Annahmen über Bären, Luchse und Adler auf und macht auf seltene Pflanzen aufmerksam.

      Nur ein paar Kilometer und einige Haarnadelkurven weiter, in St. Daniel im Gailtal, führt Johann Kanzian seine Besucher durch den Wald – an der Hand ein Lama. Mit seinen Anden-Kamelen ist Kanzian die Attraktion in dem Dorf in den Karnischen Alpen. Eigentlich hatten seine Frau und er nur zwei Lamas gekauft, die ihnen das Gepäck bei Wanderungen durch die Gegend schleppen sollten. Doch inzwischen ist Kanzian hauptberuflich Chef einer Herde mit acht Tieren, die gleichermaßen Kinder und Manager sicher über die Wanderwege führen.

      Peter und Caesar, Black Jack und Lincoln – wer mit den Lamas geht, muss sich auf die Tiere einlassen. "Sie sind Herden- und Fluchttiere", sagt Kanzian. Hektik ist nicht angesagt, man müsse vielmehr eine Beziehung zum Tier finden. Und: Angst vor dem Spucken braucht niemand zu haben – ein Lama muss schon viel Angst haben, um einem Menschen seinen Mageninhalt entgegenzuschleudern.

      Die Tiere, die Pflanzen, die Natur – vieles ist einzigartig in Österreichs südlichstem Bundesland. Wirklich unvergleichlich macht Kärnten der Wasserreichtum: 1270 stehende Gewässer gibt es, 200 Badeseen mit Trinkwasserqualität, 8000 Flusskilometer und zahlreiche Heilquellen.
      Jeder der großen Seen hat seine Besonderheit – und seine eigene Klientel. Doch eines ist den Kärntner Badewannen gemein: Segeln, Windsurfen, Elek-troboot-, Kanu- und Floßfahren, Tauchen und Schwimmen ist überall möglich, mal an unverbauten Seeufern, mal in gut ausgestatteten Freibädern.

      Der Wörthersee ist Kärntens größter See – und sicher auch der bekannteste, weil mondänste. Noch immer zieht er Prominenz und Touristen aus aller Welt an. Was Rang und Namen hat, kommt zur Sommerfrische oder besitzt gleich ein Grundstück mit Blick aufs Wasser.

      Auf dem See geht es mittlerweile wild zu. Etwas mehr als 300 Motorbootlizenzen kursieren, wer eine haben will, muss bis zu einer Viertelmillion Euro auf den Tisch legen, wenn er überhaupt jemanden findet, der ihm seine verkauft. Denn die Bundesforstverwaltung, die für die Seen zuständig ist, vergibt schon seit vielen Jahren keine neuen Lizenzen mehr. Wegen der Wasserqualität und des Umweltschutzes.

      Wer ein Seegrundstück kaufen will, muss noch deutlich tiefer in die Tasche greifen. Platz gibt es nur noch wenig, ob in Velden, Pörtschach oder rund um das idyllische Inselchen Maria Wörth.

      Einen tollen Blick auf den See haben Touristen aus dem Restaurant Seespitz und dem angrenzenden Schloss am Wörthersee, das viele aus der gleichnamigen Fernsehserie mit Schlagersänger Roy Black kennen. Heute ist das Schloss, das einst zum Privatbesitz von Gunter Sachs gehörte, ein Luxushotel. Und es zählt noch immer zu den Markenzeichen des Wörthersees.

      Der nordwestlich gelegene Millstätter See ist lange nicht so vornehm und gilt dennoch als Juwel. Er ist der tiefste und wasserreichste der Kärntner Seen. Teile seines Ufers sind von herrschaftlichen Villen gesäumt. Aber der Millstätter See lebt vor allem von den Bergen, die sich an seinem Rand in die Höhe strecken.

      Magische Kräfte sagen viele Bewohner dem Weltenberg Mirnock nach, dessen Gipfel im Schnittpunkt zweier geomantischer Linien liegt: Die Klosterlinie befindet sich exakt zwischen Großglockner und Hochobir, die Kultlinie liegt zwischen dem Monte Lussari und dem Schloss Rosenau bei Zwettl.

      Alles über die Kraftorte weiß Renate Peternell, die Gäste mit dem Thema vertraut macht. "Kraftorte sind altbekannte Plätze, an denen besondere Energieströme mess- und spürbar sind", sagt sie. Energie sollen diese Plätze geben, das innere Gleichgewicht herstellen – wenn man offen ist für diese Phänomene. "Die meisten Menschen empfinden das als wohltuendes Kribbeln", sagt sie.

      Wer sich während des Krafttankens sportlich betätigen will, hat mit dem 200 Kilometer langen Millstätter-See-Höhensteig eine hervorragende Route: In acht Etappen führt der Steig von 600 bis 2600 Höhenmetern rund um den See. 13 Tage mit Gehzeiten von bis zu acht Stunden veranschlagen die Experten für den ganzen Weg, aber auch nur eine Etappe oder Teile davon geben die schönsten Ausblicke auf den See frei und bei schönem Wetter auf den Großglockner, Österreichs höchsten Berg.

      Die Seen, der Ossiacher See als Camping-Hochburg, der kinderfreundliche Faaker See mit seinem türkisblauen Wasser, der fast mittelmeerwarme Klopeiner See und der vergleichsweise flache Pressegger See, sind nicht die einzigen Pfunde, mit denen Kärnten wuchern kann. Klagenfurt und Villach sind einen Besuch wert. Sport in allen Varianten gibt es zum Selbermachen und zum Zuschauen – dazu gehört etwa der Triathlon am Wörthersee, der Ausscheidungswettkampf für den Ironman auf Hawaii ist.

      Eines der ungewöhnlichsten Angebote ist das sogenannte Dinner for two auf einer schwimmenden Insel im Millstätter See. Dabei platschen Wellen an die Holzinsel, die im See verankert ist, Platz bietet der Ponton nur für einen Tisch, zwei Palmen und zwei Menschen. Der Kellner kommt per Motorboot, serviert die Gänge und verlässt seine Gäste wieder, so dass ihnen alle Zeit der Welt bleibt, den Sonnenuntergang zu genießen, die Zukunft zu planen – oder den nächsten Urlaub.
      Kärnten / Österreich



      Anreise: Kärnten ist von Deutschland aus in gut einer Flugstunde zu erreichen, von vielen Flughäfen gibt es Verbindungen nach Klagenfurt. Mit dem Auto führt der Weg über die Tauernautobahn Richtung Villach. Mit dem Zug in rund zehn Stunden über München und Salzburg.

      Reisezeit: Kärnten ist das ganze Jahr auf Touristen eingestellt – im Frühjahr, Sommer und Herbst auf Wanderer, Radfahrer und Wassersportler, im Winter auf Skifahrer und Snowboarder.

      Auskunft: Kärnten Werbung, Casinoplatz 1, 9220 Velden, Tel. 0043/4274/52 1000, E-Mail: info@kaernten.at,

      Internet http://www.kaernten.at
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      SEAC Trockentauch-Testival am Grüblsee - Präbichl
      Fische gibt es satt im Grüblsee!
      Rechtzeitig zum Beginn der Trockentauchzeit veranstaltet das ALPENAQUARIUM GRÜBLSEE in der Steiermark (Österreich) gemeinsam mit SEAC (Herwig Strauss) und INTOVA ein echt herbstliches Testival. Die neueste Generation der Neopren Trockentauchanzüge wird von SEAC vor Ort in allen Größen zur Verfügung gestellt. So kann man nicht nur die passende persönliche Anzuggröße herausfinden und anprobieren, sondern diese hochmodernen, bequemen Trockis aus Highstretch-Neopren auch gleich "probetauchen". Für alle denen die heimischen Gewässer manchmal zu kalt sind, oder noch größere Kaltwasser-Herausforderungen locken, gibt es in der höchsten Tauchbasis Europas von 3.-5. Oktober die Möglichkeit alles an Material für Kaltwassertauchgänge auszuprobieren. Die Reisejournalistin und Seewirtin im Alpenaquarium Grüblsee, Sabine Hausner, bekannt für ihre Artikel über "eiskalte" Gewässer (Antarktis, Spitzbergen, Alaska und Baikalsee in DiveInside und Unterwasser), sowie Abenteuertauchreiseanbieter & TopFotograf Werner Thiele sind vor Ort live dabei und geben wertvolle Tipps, was gerade bei extremen Kaltwasser Tauchgängen zu beachten ist und welche Ausrüstung sich besonders bewährt hat. Das Alpenaquarium GrüblseeRobert Marschnig, Inhaber des Alpenaquarium Grüblsee und Gastgeber dieser Veranstaltung, bildet seit Jahren fast alle seiner Schüler zum Trockentaucher aus. "Trockentauchen ist super einfach, sofern man einen Tauchlehrer hat, der es einfach erklärt und nicht gern friert! Wozu frieren, wenn es hervorragende Neoprentrockis wie die von SEAC gibt, die so einfach zu tauchen sind wie ein Nassanzug!" Im Alpenaquarium Grüblsee selbst gibt es auch während des Testtauchgangs einiges zu entdecken. So findet man nicht nur alle Arten von Forellen und Saiblingen in diesem Gewässer, auch Störe, Kois, Spiegelkarpfen und andere Besonderheiten erwarten die Taucher unter der Wasseroberfläche! Wer diesen Testtauchgang im Unterwasser-Streichelzoo für die Erinnerung festhalten möchte, kann an diesem Wochenende auch die neuesten Kameras von INTOVA ausprobieren. Am 4.10.2014 wird Harald Minarik die INTOVA Sport HD II, INTOVA Sport HD EDGE, sowie Zubehör vor Ort präsentieren. Die unter Wasser selbst aufgenommenen Filme und Fotos können zur Erinnerung auf USB Stick gleich mitgenommen werden! Der Grüblsee - fantastischer Tauchplatz in den Alpen mit einem Fischreichtum sondergleichen.Bei "Sturm" - einer bekannten steirischen Weinspezialität - und Grammelschmalzbrot können dann Abends im heißen Jacuzzi und am Lagerfeuer die persönlichen Erfahrungen des Kaltwassertauchens beplaudert werden. Wer sich dieses einzigartige Testival nicht entgehen lassen möchte, der sollte sich rasch anmelden.

      Weitere Informationen:
      grueblsee.at seacsub.de
      TESTIVAL AM GRÜBLSEE
      Steiermark - Österreich
      Datum: 3.10.-5.10.2014
      Kosten: Seeeintritt 5,-
      Anmeldung: sabine@swat-team.at oder +43 664 218 118 2
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      Tauchen im Walchensee:
      Tiefe und Kälte bergen Gefahren

      Wer schon mal ein Feuerzeug befüllt hat, und dabei ging etwas von dem Gas daneben, der hat kalte Finger bekommen. Die Eigenschaft von Gas, sich bei Ausdehnung abzukühlen, wird immer wieder Tauchern zum Verhängnis, die sich zu forsch oder zu wenig vorbereitet in den Walchensee trauen.

      Taucher sprechen von „Vereisung“ des Atemreglers, also des „Mundstücks“ der Tauchausrüstung. „Bei Vereisung wird die Luft aus der Flasche unkontrolliert und laut blubbernd herausgeblasen“, schildert Walchensee-Tauchlehrer Michael Hell: „Momentan haben wir nahezu jede Woche einen Tauchunfall“, so der 50-Jährige.

      Wie berichtet, war erst am Samstag ein Taucher (39) in Panik geraten, als seine Technik in nahezu 50 Metern Tiefe versagte. Die Folgen eines Notaufstiegs aus dieser Tiefe führte zu einem größeren Rettungseinsatz. Denn beim zu schnellen Aufsteigen wirft der im Blut gelöste Stickstoff Blasen (wie eine Sprudelwasserflasche beim Öffnen) – es besteht Lebensgefahr.

      „Wem das passiert, der hat nicht den Ausbildungsstand für das Tauchen in dieser Tiefe und bei dieser Kälte“, resümiert Tauchlehrer Hell. Treten technische Probleme auf, so gibt es verschiedenste Verfahren, um sicher aus dem Wasser zu kommen. Der Notaufstieg aus großen Tiefen hingegen ist immer die schlechteste Alternative und birgt Gefahren für das eigene Leben. Deshalb gebe es eine eigene EU-Norm, die klare Empfehlungen für das Tauchen bei Temperaturen unter zehn Grad Celsius gibt – etwa zwei getrennte Atemsysteme je Taucher.

      Obwohl der 39-Jährige von einem „Tauchbuddy“ begleitet wurde, geriet die Situation außer Kontrolle. „Man kann mit seinem Tauchpartner an dessen Atemregler Wechselatmung praktizieren“, sagt Hell. Doch auch das muss gelernt sein. Denn dann wird der Flasche mehr Luft als üblich entnommen, Vereisungen drohen wieder.

      Leicht um die minus 15 Grad kalt kann die Atemluft sein, wenn die Wassertemperatur bei vier Grad liegt. „Da wirkt es sich fatal aus, wenn die Flasche beim Befüllen wegen zu geringer Filterung Feuchtigkeit gezogen hat.“ Die Eiskristalle können zu Fehlfunktionen in der Technik des Atemreglers führen. „Wenn das passiert, können Taucher in Panik geraten“, sagt Hell.

      „Tauchern muss bewusst sein, dass sie mit ihrer Warmwasser-Ausrüstung nicht im Walchensee tauchen können“, erklärt Alois Grünwald. Der Leiter der Wasserwacht Walchensee hat schon viele Unterwassersportler nach Notfällen aus dem Wasser gezogen. „Heuer hat es bisher vier Tauchunfälle gegeben, aber die Saison beginnt gerade erst.“ Schafften es Taucher an die Oberfläche, dann laufe bei der Wasserwacht ein normaler medizinischer Noteinsatz ab. „Wenn Taucher unter Wasser vermisst werden, dann werden sie nahezu immer nicht mehr lebendig geborgen“, so sein trauriges Resümee.

      Das liege an dem begrenzten Luftvorrat. „Einen vermissten Taucher bei einem Einsatz binnen einer knappen Stunde unter Wasser aufzuspüren, ist fast unmöglich.“ Für Taucher ist der Walchensee ein Paradies. „Beim jüngsten Vorfall trafen wir auf fünf oder sechs große Wohnmobile, das bedeutet so um die 20 Taucher“, sagt Grünwald. Teils kämen ganze Reisebusse voller Taucher an den Walchensee.

      „Früher, als ich noch meine Tauchbasis hatte, war das ein Anlaufpunkt für Taucher. Wir konnten über alles mögliche sprechen, und ich hatte eine Chance, bestimmte Dinge anzusprechen oder vor etwas zu warnen“, sagt Hell. Seit er seinen Stützpunkt vor zwei Jahren schließen musste, hat er keinen neuen Platz gefunden. „Diese Art Info-Austausch fehlt jetzt völlig“, so Michael Hell.

      Bild: Michael Hell, der letzte Tauchlehrer am Walchensee rät dazu, nur so tief zu tauchen, wie Ausbildungsstand und Erfahrung es zulassen.
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