Drittgrößter Diamant der Welt entdeckt

      Drittgrößter Diamant der Welt entdeckt

      IN BOTSWANA
      Drittgrößter Diamant der Welt entdeckt
      17.06.2021, 16:36

      Anfang Juni wurde ein 1098 Karat schwerer Rohdiamanten aufgespürt, teilte der Betreiber des Bergwerks mit. Bild: AFP
      In Botswana ist in einem Bergwerk der vermutlich drittgrößte Diamant der Welt gefunden worden. Er ist einer von nur vier Diamanten mit einem Gewicht von mehr als 1000 Karat, die je ausgegraben wurden.


      Der Name der Jwaneng-Mine in Botswana heißt aus der Setswana-Sprache übersetzt „wo ein kleiner Stein gefunden wird“. Tatsächlich aber ist das Bergwerk seit dieser Woche als Fundort des vermutlich drittgrößten Diamanten der Welt bekannt. Man habe Anfang Juni einen 1098 Karat schweren Rohdiamanten aufgespürt, teilte der Betreiber des Bergwerks, Debswana, mit, ein Gemeinschaftunternehmen zwischen dem Diamantenkonzern DeBeers und der Regierung von Botswana. Er sei einer von nur vier Diamanten mit einem Gewicht von mehr als 1000 Karat, die je ausgegraben wurden.

      Der größte Diamant, der 3106 Karat schwere Cullinen-Diamant, wurde 1905 in der gleichnamigen Mine in Südafrika gefunden. Erst 110 Jahre später folgte der bisher zweitgrößte Rohdiamantenfund: der 1109 Karat schwere Lesedi La Rona aus der Karowe-Mine ebenfalls in Botswana, der für 53 Millionen Dollar verkauft wurde.

      Die Bergbaukonzerne setzen hochmoderne Technologien ein, um außergewöhnliche Diamanten im Gestein zu entdecken. Man werde mit der Regierung von Botswana und De Beers zusammenarbeiten, um den Wert zu bestimmen, den Diamanten zu verkaufen und sicherzustellen, dass die Menschen von Botswana den größtmöglichen Nutzen hätten, sagte eine Unternehmenssprecherin.
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      Drittgrößter Diamant der Welt in Botswana entdeckt
      Kanadische Firma verkündete Fund, der Edelstein wiegt 1.174 Karat
      8. Juli 2021, 07:51 154 Postings

      Der Diamant wurde am 12. Juni von Minenarbeitern gefunden.

      Gaborone – Minenarbeiter haben in Botswana erneut einen ungewöhnlich großen Diamanten entdeckt. Der weiße Edelstein wiege 1.174 Karat und sei der drittgrößte Diamant der Welt, sagte der Geschäftsleiter der kanadischen Diamantenfirma Lucara, Naseem Lahri, am Mittwoch in Botswanas Hauptstadt Gaborone. Nach Lahris Angaben verdrängt der Edelstein damit einen Diamanten, den die botswanische Diamantenfirma Debswana Anfang Juni als drittgrößten Diamanten der Welt ausgerufen hatte.

      "Hiermit wird Geschichte geschrieben, für uns und auch für Botswana", sagte Lahri. Demnach war der Diamant bereits am 12. Juni gefunden worden. Elf Tage zuvor hatte die Firma Debswana den bis dahin drittgrößten Edelstein der Welt präsentiert. Dieser Stein wog 1.098 Karat.

      Der größte bisher gefundene Diamant von Edelsteinqualität wog 3.106 Karat und wurde 1905 in Südafrika entdeckt. Teile dieses Diamanten sind in den britischen Kronjuwelen enthalten. Der zweitgrößte Diamant namens Lesedi La Rona wurde 2015 ebenfalls in Botswana gefunden und ist mit 1109 Karat in etwa so groß wie ein Tennisball. Botswana ist in Afrika führend im Diamantenabbau. (APA, 8.7.2021)
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      Südliches Afrika ist im Diamantenfieber
      Angeblich drittgrößter Diamant der Welt in Botsuana entdeckt

      Mokgweetsi Masisi, Präsident von Botswana, betrachtet den von der Debswana Diamond Company entdeckten 1.098,30-karätigen Diamanten.


      Jwaneng Afrikas größter Diamantenproduzent Botsuana macht Schlagzeilen durch einen neuen Rekordfund. Im Nachbarstaat Südafrika dagegen sind Scharen von Glückssuchern beflügelt durch ganze Felder voller funkelnder Steine. Signale der Hoffnung in düsteren Corona-Zeiten?

      Der Tag, an dem Orakeng Kefentse Firmengeschichte schrieb, war ein echter Glückstag. Beim Sortieren eines Behälters mit Materialien aus der Jwaneng-Mine stieß der Debswana-Mitarbeiter auf einen Hühnerei-großen ovalen Glitzerstein. Der Fund entpuppte sich als der größte Diamant, den sein Arbeitgeber je entdeckt hat. Unter den weißen Diamanten gilt er als drittgrößter jemals gefundener Edelstein: 7,3 Zentimeter lang, 5,2 Zentimeter breit, 2,7 Zentimeter dick. Beim Vermessen kam er laut Angaben des Unternehmens auf ein Gewicht von 1098 Karat.

      „Der historische Fund ereignete sich am 1. Juni in der Jwaneng-Mine“, erklärte Debswana-Sprecherin Rachel Mothibatsela in Gaborone, der Hauptstadt des südafrikanischen Binnenstaates Botsuana. Der Wert des Steins von hoher Qualität ist noch unbekannt. Immerhin: In Hongkong erzielte kürzlich ein seltener 102-Karäter rund 13 Millionen Euro.

      Nur drei andere Edelsteine können sich mit dem neuen Rekordfund messen: zwei ebenfalls in Botsuana gefundene Diamanten mit über 1000 Karat sowie der 3106 Karat schwere Stein, der 1905 in Südafrikas Cullinan-Mine entdeckt wurde. Er gilt bisher als der größte jemals gefundene Diamant und wurde wenige Jahre nach der Entdeckung gespalten – neun große Stücke sind Teil der britischen Kronjuwelen.

      Ein Diamant entsteht meist durch Druck im Erdmantel, der Schicht zwischen Erdkruste und Erdkern. Die meisten Steine stammen aus einer Tiefe von bis zu 200 Kilometern, einige wenige aber auch aus einer Tiefe von mehr als 660 Kilometern.

      In dem an Botsuana grenzenden Kap-Staat sind Edelsteine gerade wieder ein Top-Gesprächsthema. Denn seit Anwohner des kleinen Ortes KwaHlathi dort „glitzernde Steine“ entdeckt haben, treibt regelrechtes Diamantenfieber ganze Scharen von Glückssuchern in den nahe der Stadt Ladysmith gelegenen Ort. In den sozialen Medien wird schon über den Fund des nächsten Rekord-Karäters spekuliert.

      Obwohl die Behörden zunächst skeptisch reagierten und erst einmal Inspektoren zur Prüfung der als Diamanten angesehenen Steine entsendeten, elektrisierten die Berichte in einem durch Corona-Restriktionen schwer geprüften Land. Sihle Zikalala, der Ministerpräsident der betreffenden Provinz KwaZulu-Natal warnte vor einem drohenden Stampede im Ort und rief die Sicherheitsbehörden auf den Plan. Zu einer Zeit, in der das Land von einer dritten Corona-Welle überrollt wird, befürchtet er zudem eine Massen-Infektion durch die zunehmenden Menschenscharen.

      Für die Diamantenindustrie kommen die Nachrichten aus dem südlichen Afrika dagegen gerade Recht: sie fallen zusammen mit einer vorsichtigen Erholung der Branche. Denn das vergangene Corona-Jahr war für sie alles andere als glanzvoll, mit weltweiten Umsatzeinbrüchen auf allen Produktionsebenen. Laut einer Studie gingen die Erlöse mit Endkunden um 15 Prozent auf geschätzt 64 Milliarden US-Dollar (54 Mrd Euro) zurück. Die Umsätze mit Rohdiamanten stürzten sogar um 33 Prozent auf 8 Milliarden Dollar (7 Mrd Euro) ab, wozu auch ein Preisverfall um 11 Prozent beitrug.

      Noch unklar ist, was mit dem neuen Rekord-Diamanten nun geschehen soll. „Der Wert muss noch ermittelt werden“, sagt die amtierende Debswana-Direktorin Lynette Armstrong. Für Botsuana bedeutet er nach dem Einbruch der milliardenschweren Tourismus-Industrie im Lande auf jeden Fall ein wichtiges Signal.

      Denn das Bergwerk gehört dem Debswana-Konsortium, an der der Diamantenproduzent De Beers und der Staat Botsuana je 50 Prozent der Anteile halten. Ihm gehören insgesamt vier große Diamanten-Bergwerke, von denen die 400 Meter tiefe Grube in Jwaneng als größte gilt. Das Werk ist seit 1972 in Betrieb und gilt nach Wert als die reichhaltigste Diamantenmine der Welt. Sie wird gerade mit einem Milliardenaufwand ausgebaut. Insgesamt trägt Debswana ein Fünftel zu Botsuanas nationaler Wertschöpfung bei.

      Das Unternehmen stellte den Fund am Mittwoch vor. Es handele sich um einen „seltenen und außergewöhnlichen“ Diamanten, sagte Geschäftsführerin Lynette Armstrong bei der Vorstellung des Steines mit Präsident Mokgweetsi Masisi. Der zweitgrößte Diamant der Welt namens Lesedi La Rona wurde 2015 ebenfalls in Botsuana gefunden und ist mit 1109 Karat in etwa so groß wie ein Tennisball. Botsuana ist in Afrika führend im Diamantenabbau.