Kampf gegen gefälschte Uhren

      Kampf gegen gefälschte Uhren

      Kampf gegen gefälschte Uhren

      Sicherstellung von privaten Kopien ab 1. Juli 2008 möglich !

      Bald ist es hierzulande nicht mehr möglich, eine gefälschte Schweizer Uhr zu tragen. Dank einer Gesetzesänderung können ab dem 1. Juli private Kopien sichergestellt werden. Dies freut den Verband der Schweizerischen Uhrenindustrie (FH).

      (sda) «Das ist ein wichtiger Durchbruch», sagt Jean-Daniel Pasche, FH-Präsident, im Gespräch mit der Nachrichtenagentur SDA. Die Revision der Gesetze zu den Marken und zum Design schliesse nach einem langen Prozess eine Lücke, auch wenn dafür der bisher geschützte Bereich des Eigengebrauchs von Waren habe angetastet werden müssen.
      Die Schweiz passt sich somit Frankreich und Italien an. «Ein Exempel zu statuieren fördert die Glaubwürdigkeit», betont Jean-Daniel Pasche. «Die Idee hinter dem Kampf gegen die Fälschungen ist nicht zwingend, das Phänomen zu stoppen. Das wäre illusorisch. Er soll jedoch das Vertrauen der Konsumenten erhalten.»

      Ab dem 1. Juli 2008 können neu beispielsweise falsche Rolex- Uhren an der Grenze sichergestellt werden. Im Gegensatz zur Praxis in Frankreich wird die fehlerhafte Person aber nicht verfolgt, da es schwierig sein dürfte nachzuweisen, dass sie wissentlich eine Fälschung gekauft hat.

      Ständiger Aufwand

      Für den FH geht es in erster Linie darum, die Sichtbarkeit der Nachahmer zu minimieren und zu verhindern, dass das Fälschen via Markenkopien banalisiert wird. Diese Art von permanenter Invasion zu stoppen, setzt in der Schweiz sowie im Ausland einen ständigen Aufwand voraus.
      Ausserhalb der Schweiz verfügt der FH beispielsweise über eine Aussenstelle in Asuncion, der Hauptstadt von Paraguay, die bekannt dafür ist, Zulieferer für ganz Lateinamerika zu sein. Der FH arbeite mit dem Zoll und spezialisierten Agenturen zusammen, erklärt Jean-Daniel Pasche.
      In der Schweiz kann sich der Bieler Hauptsitz der FH auf die Arbeit eines juristischen Dienstes sowie eines technischen Dienstes abstützen, der die Fälschungen «testet» und sie den Behörden als Beweismittel vorlegt. Seit kurzem sind auch zwei Personen angestellt, die Nachahmer auf dem Internet jagen.

      Ziel: Das Leben schwer machen

      Dieser letzte Schritt sei eine heftige Kampfansage, sagte der FH-Präsident. Alleine in diesem Jahr hätten durch die Arbeit der beiden Angestellten über 30000 Internetauktionen verhindert werden können. «Das Ziel ist es, die Fälscher zu stören, ihnen das Leben zu erschweren», sagte Pasche.
      In China, das quasi die Rolle der weltweiten Fälscherwerkstatt hat, würden die Behörden zwar zusammenarbeiten, das Problem der mangelnden Sensibilisierung namentlich der Bevölkerung bleibe jedoch. Ausserdem hätten die Anti-Betrugs-Prozesse lediglich einen administrativen Charakter, der nicht so abschreckend wirke wie strafrechtliche Konsequenzen.
      Insgesamt verliert die Schweizer Wirtschaft durch Fälschungen und Produktepiraterie rund 2Mrd. Franken im Jahr. Anfang 2007 wurde mit der Plattform «Stop Piracy» schweizweit eine Kampagne lanciert, die unter der Schirmherrschaft des Eidg. Instituts für Geistiges Eigentum steht.

      3. Januar 2008, 13:04, NZZ Online

      Neue Kampagne im Kampf gegen Fälschungen und Plagiate

      Neue Kampagne im Kampf gegen Fälschungen und Plagiate

      (03/2009) Die Fondation de la Haute Horlogerie und der Verband der Schweizerischen Uhrenindustrie FH haben eine Kampagne gegen gefälschte Uhren gestartet. In der internationalen Presse sollen regelmäßig Anzeigen geschaltet werden, wie Jean-Daniel Pasche, Präsident des Verbandes der Schweizerischen Uhrenindustrie (FH), auf Anfrage zu einem Artikel in der FH-Monatszeitschrift sagte. Die aktuelle Anzeige zeigt eine Hand einer Schaufensterpuppe mit einer Luxusuhr am Handgelenk. Dazu steht der Slogan: "Fake Watches Are For Fake People".

      Fälschungen richten der weltweiten Wirtschaft verheerenden Schaden an und werden infolge der neuen Vertriebskanäle, wie dem Internet, rasch verbreitet. Jedes Jahr werden schätzungsweise 40 Millionen gefälschte Schweizer Uhren hergestellt, welche einen Umsatz von etwa 1.2 Milliarden Schweizer Franken erzielen.

      TrustedWatch unterstützt die Kampagne und weist zudem darauf hin, dass man sich in einigen EU-Ländern bereits mit dem Kauf einer gefälschten Uhr strafbar machen kann.

      Weitere Informationen finden Sie unter: http://www.hautehorlogerie.org
      Bilder
      • fake_watches.jpg

        14,58 kB, 297×338, 1 mal angesehen