Massenmails, Spam: Die verflixte Seuche
Na toll, Herr Thuerk. Sie sind schuld! Und zwar, dass unsere E-Mail-Postfächer sinnlos zugemüllt werden. Mit angeblichen Spottpreis-Angeboten für Potenzmittel, Luxusuhren und Seitensprünge.
Der „Vater des Spam“ wollte Werbung für seine Computer machen. Also schrieb er in Großbuchstaben 1978 an gut 600 E-Mail-Adressen, damals immerhin zwei Drittel aller Internet-Nutzer: „WIR LADEN SIE EIN, UNS ZU BESUCHEN UND DEN 2020 ZU SEHEN UND ETWAS ÜBER DIE DEC-SYSTEM-20-FAMILIE ZU HÖREN.“ Ergebnis: 40 Besucher kamen tatsächlich, Thuerk verkaufte neue DEC-Rechner für zwölf Millionen Dollar.
Und das wurde aus seiner Idee von 1978: Heute schwirrt eine monströse Flutwelle an Massenmails in die Postfächer genervter Surfer. Weltweit werden 40 Milliarden Spam-Mails verschickt. Am Tag! Laut BITKOM (Bundesverband Informationswirtschaft, Telekommunikation und neue Medien) erhalten 71 Prozent aller deutschen Internet-Nutzer Spam-Mails.
Und die kosten auch richtig Geld. Experten schätzen den Spam-Schaden in Deutschland auf 4,4 Milliarden Euro jährlich. Durch das Löschen der täglichen Werbenachrichten aus den Rechnern in den Büros geht zunehmend viel Arbeitskraft verloren. Außerdem müssen Firmen Unsummen für Spam-Filter ausgeben.
Die meisten Verursacher der Spam-Seuche sitzen in China oder Südkorea. Ihre Arbeitsweise ist einfach, billig und lukrativ. Die „Arbeit“ der Spammer übernehmen spezielle Computer-Programme (gibt es schon ab 140 Euro). Mit ihnen lassen sich in 24 Stunden locker mehr als 400 Millionen Emails versenden. Die privaten Mail-Adressen der Internet-Nutzer kaufen die Spammer von den Provider. Laut „G-Data“, Hersteller von Sicherheits-Software kosten zehn Millionen Adressen nur 100 Euro.
Und wie wird verdient? In den meisten Fällen sollen Kunden von Spam-Mails Geld auf dubiose Konten überweisen – und bekommen dann entweder gar keine Ware oder nur minderwertige Produkte à la „Viagra zum Sparpreis“.
Noch fieser sind sogenannte Scoff-Spams. Sie geben vor, von einer Bank zu stammen und fordern zur Herausgabe von Passwörtern zu Online-Konten auf. Wer darauf eingeht, riskiert, dass sein Konto wenig später leer geräumt ist. Oft werden in Spams auch Viren verschickt, die ganze Firmennetzwerke lahm legen können. Oder sie locken mit heißen Phrasen wie „Bin 18, will ES endlich tun“ auf teure Sex-Seiten. Wenn Gary Thuerk das vor 30 Jahren geahnt hätte…
• Warum heißt Spam Spam?
Die Antwort gibt ein Ehepaar in einem Monty-Python-Sketch. Hier gucken...
http://www.youtube.com/watch?v=ODshB09FQ8w&eurl=http://www.express.de/nachrichten/news/ratgeber/tech-und-games/spam-die-verflixte-seuche_artikel_1214743436165.html
Na toll, Herr Thuerk. Sie sind schuld! Und zwar, dass unsere E-Mail-Postfächer sinnlos zugemüllt werden. Mit angeblichen Spottpreis-Angeboten für Potenzmittel, Luxusuhren und Seitensprünge.
Der „Vater des Spam“ wollte Werbung für seine Computer machen. Also schrieb er in Großbuchstaben 1978 an gut 600 E-Mail-Adressen, damals immerhin zwei Drittel aller Internet-Nutzer: „WIR LADEN SIE EIN, UNS ZU BESUCHEN UND DEN 2020 ZU SEHEN UND ETWAS ÜBER DIE DEC-SYSTEM-20-FAMILIE ZU HÖREN.“ Ergebnis: 40 Besucher kamen tatsächlich, Thuerk verkaufte neue DEC-Rechner für zwölf Millionen Dollar.
Und das wurde aus seiner Idee von 1978: Heute schwirrt eine monströse Flutwelle an Massenmails in die Postfächer genervter Surfer. Weltweit werden 40 Milliarden Spam-Mails verschickt. Am Tag! Laut BITKOM (Bundesverband Informationswirtschaft, Telekommunikation und neue Medien) erhalten 71 Prozent aller deutschen Internet-Nutzer Spam-Mails.
Und die kosten auch richtig Geld. Experten schätzen den Spam-Schaden in Deutschland auf 4,4 Milliarden Euro jährlich. Durch das Löschen der täglichen Werbenachrichten aus den Rechnern in den Büros geht zunehmend viel Arbeitskraft verloren. Außerdem müssen Firmen Unsummen für Spam-Filter ausgeben.
Die meisten Verursacher der Spam-Seuche sitzen in China oder Südkorea. Ihre Arbeitsweise ist einfach, billig und lukrativ. Die „Arbeit“ der Spammer übernehmen spezielle Computer-Programme (gibt es schon ab 140 Euro). Mit ihnen lassen sich in 24 Stunden locker mehr als 400 Millionen Emails versenden. Die privaten Mail-Adressen der Internet-Nutzer kaufen die Spammer von den Provider. Laut „G-Data“, Hersteller von Sicherheits-Software kosten zehn Millionen Adressen nur 100 Euro.
Und wie wird verdient? In den meisten Fällen sollen Kunden von Spam-Mails Geld auf dubiose Konten überweisen – und bekommen dann entweder gar keine Ware oder nur minderwertige Produkte à la „Viagra zum Sparpreis“.
Noch fieser sind sogenannte Scoff-Spams. Sie geben vor, von einer Bank zu stammen und fordern zur Herausgabe von Passwörtern zu Online-Konten auf. Wer darauf eingeht, riskiert, dass sein Konto wenig später leer geräumt ist. Oft werden in Spams auch Viren verschickt, die ganze Firmennetzwerke lahm legen können. Oder sie locken mit heißen Phrasen wie „Bin 18, will ES endlich tun“ auf teure Sex-Seiten. Wenn Gary Thuerk das vor 30 Jahren geahnt hätte…
• Warum heißt Spam Spam?
Die Antwort gibt ein Ehepaar in einem Monty-Python-Sketch. Hier gucken...
http://www.youtube.com/watch?v=ODshB09FQ8w&eurl=http://www.express.de/nachrichten/news/ratgeber/tech-und-games/spam-die-verflixte-seuche_artikel_1214743436165.html