Hochkarätige Diamanten werden zur Anlage-Alternative ....

      Hochkarätige Diamanten werden zur Anlage-Alternative ....

      Hochkarätige Diamanten werden zur Anlage-Alternative für Reiche

      London - Die starken Verluste an den Aktienmärkten und fallende Immobilienpreise rücken hochkarätige Diamanten zunehmend in das Blickfeld der Anleger. Die erzielbaren Renditen waren mit einem Preisanstieg von 76,5 Prozent für einen fünfkarätigen Diamanten in den letzten zwölf Monaten außergewöhnlich attraktiv. Das geht aus Daten der Branchenvereinigung International Diamond and Jewelry Exchange hervor.

      "Es gibt eine Gruppe außerordentlich reicher Anleger, die eine kleine Menge ihres Kapitals in Diamanten angelegt haben", sagte Francois Graff, der geschäftsführende Direktor von Graff Diamonds International: "Und sie haben dabei unglaubliche Erträge erzielt." So seien vor fünf Jahren für farblose Diamanten von zehn Karat und mehr Preise von 70 000 Dollar und mehr gezahlt worden. "Heutzutage zahlen wir über 200 000 Dollar pro Karat", so Francois Graff. Diamanten werden dabei zunehmend knapper: Jedes Jahr werden gerade mal 200 Stück hochgradige Diamanten - sogenannte "D-Flawless Colorless Diamonds" - gefunden, die ein lupenreines Weiß aufweisen und mehr als fünf Karat haben, sagt Raymond Sancroft-Baker von Christie's International: "Die Erde gibt diese Stücke nicht so gerne her."

      Für solche Raritäten Käufer zu finden, sei in letzter Zeit zunehmend einfacher geworden, denn "die meisten wirklich Reichen haben es nicht nötig, in Fonds zu investieren, sondern kaufen die Gegenstände lieber gleich selbst", so Graff. Er erzählt von einem Käufer aus Asien, der in den letzten drei Monaten einen D-Flawless-Diamanten mit 243,96 Karat zum Preis von 50 Mio. britischen Pfund (63 Mio. Euro) erstanden hatte. "Und es gab mehrere ernsthafte Kaufinteressenten", verriet Graff.

      Einer der ersten Fonds, der speziell in Diamanten investiert, ist der Diamond Circle Capital des Vermögensverwalters Diapason Commodities Management, der seit Juni an der Londoner Börse gelistet ist. Laut dem Branchenverband ist er der erste börsennotierte Fonds, der in farblose und seltenfarbige Diamanten investiert.

      Interessant sind aber inzwischen nicht mehr nur die farblosen Diamanten. Farbige Diamanten erzielen ebenso Spitzenpreise: "Innerhalb der letzten zwölf Monate sind die Preise für sehr gute blaue und rosafarbene Diamanten um 75 bis 100 Prozent gestiegen", erläutert der New Yorker Edelsteinhändler Alan Bronstein. Sinkende Preise innerhalb der nächsten sechs Monate erwartet Expertin Hardy von Sotheby's nicht: "Wenn die Aktienmärkte schwach sind, dann belebt das immer unser Geschäft. Leute mit sehr viel Geld wollen dann statt Aktien lieber etwas wirklich Seltenes kaufen."

      Diamanten als Geldanlage

      Diamanten als Geldanlage

      Stuttgart ( www.rohstoffe-go.de ) Hochkarätige Diamanten werden für betuchte Anleger immer interessanter, nachdem Aktienmärkte Verluste hinnehmen müssen und Immobilienpreise fallen. Im letzten Jahr sind nicht nur die Preise für farblose Diamanten gestiegen, sondern auch für farbige, also zum Beispiel blaue oder rosa farbene Diamanten. Für die bunten Diamanten sind die Preise um 75 bis 100 Prozent gestiegen. Vor fünf Jahren kostete ein farbloser Diamant mit mindestens 10 Karat etwa 70.000

      Diamanten als Wertanlage heiß begehrt

      Diamanten als Wertanlage heiß begehrt: Schwere Klunker erzielen Spitzenpreise

      - FORMAT: Halbkarätige Edelsteine werden billiger
      - Fünf-Karäter von höchster Qualität sind sehr gefragt

      "Diamonds are a girl's best friend", trällerte 1953 die amerikanische Schauspielerlegende Marilyn Monroe. Angesichts der Börsenkrise sind die aus kristallisiertem Kohlenstoff bestehenden Edelsteine auch als Wertanlage wieder heiß begehrt. Speziell Fünf-Karäter höchster Qualität sind - nicht zuletzt als kleine Aufmerksamkeit russischer Oligarchen - sehr gefragt. Die Brüller-Preise schossen auf Jahressicht um bis zu 75 Prozent in die Höhe. Sehr gute blaue und rosa Steine konnten ihren Wert seit Sommer 2007 sogar verdoppeln. Auch mit Klassikern haben Investoren in den letzten zwölf Monaten einen guten Schnitt gemacht: Das härteste aller Minerale legte in lupenreiner Form und ein Karat schwer in US-Dollar gerechnet im Mittel um 22 Prozent an Wert zu.

      "Bei größeren Steinen sind die Preise momentan gipfelhoch", konstatiert Felice Lieftinck, Juwelenexpertin für Versteigerungen in Genf und London beim Auktionshaus Sotheby's. Josef Stefan, Hauptschätzmeister für Juwelen und Uhren beim Dorotheum Wien, bestätigt: "Bei Steinen mit einem Gewicht über drei Karat sind die Preise explodiert, seit Sommer 2007 erreichen die Wertsteigerungen bis zu 40 Prozent. Mit Diamanten geringeren Gewichts war jedoch kein Geschäft zu machen. Die moderaten Preiserhöhungen wurden durch den schwachen US-Dollar mehr als zunichte gemacht." In Euro gerechnet gerieten Käufer so in die Verlustzone: Während lupenreine Diamanten mit einem Gewicht von 0,3 Karat seit Ende Juli 2007 im Schnitt um drei Prozent an Wert zulegten, sackte der Greenback gegenüber dem Euro um zwölf Prozent ab.

      Wertgewinne gesichert
      Wer hohe Wertgewinne anpeilt, ist nach Meinung der Experten auch in Zukunft bei mehrkarätigen Edelklunkern am besten dran. Während bislang farblose Diamanten besonders gesucht waren, stehen nun vermehrt farbige Steine auf der Kaufliste der Schmuckliebhaber und Edelsteinspekulanten. Sotheby's-Expertin Lieftinck: "Für große, farbige Diamanten, die sehr selten sind, werden Preise im Millionen-Dollar-Bereich bezahlt."

      Oligarchen und Scheichs
      Zusätzlich hält eine relativ neue Käuferschicht die Preise der besten Steine weiter am Köcheln. Dorotheum-Schätzmeister Stefan: "Die internationale Nachfrage ist stark gestiegen, bei unseren Auktionen erhalten immer öfter russische Käufer den Zuschlag." Nach Angaben von De Beers - mit einem Marktanteil von 40 Prozent der größte Diamantenhändler und -produzent der Erde - hat die Nachfrage zuletzt am markantesten im asiatisch-pazifischen Raum, in Indien und in den Golfstaaten zugenommen. Indien verzeichnet seit einem Jahrzehnt jährliche Wachstumsraten von 20 Prozent und zählt bereits zu den fünf größten Abnehmern. Im boomenden Shanghai werden heute fast so viele Diamanten wie in den USA gekauft. Wegen des Nachfragebooms will De Beers die Preise im Schnitt um fünf Prozent anheben.

      Diamanten online bestellen
      Wem die von den Auktionshäusern offerierten Schmuckstücke mit Diamantenbesatz zu hochpreisig sind, der kann auf der Homepage von Blue Nile unter www.bluenile.co.uk Preisvergleiche anstellen oder gleich online bestellen. Für makellose Einkaräter werden derzeit rund 5.700 Euro in Rechnung gestellt, Spitzenware mit einem Gewicht von sechs Karat kostet 805.158 Euro. Dafür ist der von Federal Express vorgenommene Versand von Dublin aus gratis.
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      Neue Käufer halten den Preis für Diamanten hoch

      Neue Käufer halten den Preis für Diamanten hoch

      Stuttgart (www.rohstoffe-go.de) Wie De Beers mitteilt, kommt eine immer größer werdende Käuferzahl aus Indien, heute bereits einer der fünf größten Diamantenabnehmer, aus dem asiatisch-pazifischen Raum und aus den Golfstaaten. Auch die Russen decken sich immer mehr mit Diamanten ein. In Shanghai zum Beispiel werden fast so viele Diamanten wie in den USA gekauft. De Beers beabsichtigt die Preise aufgrund der derzeitig steigenden Nachfrage um etwa 5 Prozent zu erhöhen. Am aussichtsreichsten für die Geldanlage sind mehrkarätige Diamanten.

      Falscher Glanz Eine Branche im Alarmzustand

      Falscher Glanz: Eine Branche im Alarmzustand
      Von Silvia Liebrich

      Die Wirtschaftskrise zeigt: Diamanten taugen nicht als Wertanlage - die Branche kämpft ums Überleben. Nur die Pfandleiher können sich freuen.

      In Zeiten der Wirtschaftskrise haben die Briten Michael Julian und Mike Davis eine Marktlücke entdeckt. Als die beiden Jungunternehmer Anfang April ausgerechnet mitten im piekfeinen Londoner Finanzdistrikt das erste Pfandleihhaus seit hundert Jahren eröffneten, stießen sie auf allgemeine Skepsis. Inzwischen sind die Zweifler eines Besseren belehrt.

      Der Niedergang im Londoner Finanzviertel treibt entlassene Banker in Scharen in das kleine Büro von Julian und Davis, die sich auf einen ganz besonderen Service spezialisiert haben: die Inzahlungnahme von besonderen Preziosen wie Rolexuhren oder Diamantschmuck, die einstigen Statussymbole eines inzwischen schwer angeschlagenen Berufsstandes. "Die fetten Katzen verpfänden ihre Diamanten", lästerte prompt die britische Zeitung Daily Mail.

      Es wird an Luxus gespart
      Nicht nur in London sind die Angestellten der Finanzbranche von Massenentlassungen oder massiven Gehaltskürzungen betroffen. Ihren Kollegen in New York oder Tokio ergeht es nicht viel besser. Das gilt auch für die Topverdiener anderer Branchen. Die Zeiten großzügiger Boni und rasant steigender Gehälter scheinen erst einmal vorbei, es wird gespart.

      Das bekommen auch die Hersteller von Luxusartikeln zu spüren, deren Umsätze seit Beginn der Krise im vergangenen Sommer dramatisch gesunken sind. Zu den großen Verlierern zählt die sonst so erfolgsverwöhnten Diamantindustrie, die derzeit den heftigsten Einbruch seit dem Zweiten Weltkrieg erlebt.

      Damit zeigt sich, dass ein Diamant zwar für die Ewigkeit sein mag, wie es der legendäre Werbespruch des Diamantenkonzerns De Beers verspricht - für seinen Wert muss dies aber noch lange nicht gelten. Das Geschäft in den USA, wo die meisten Steine verkauft werden, ist beinahe zum Erliegen gekommen. Auch andere zahlungskräftige Käufer, etwa aus Russland oder dem Nahen Osten, lassen ihre Kreditkarten in schlechten Zeiten wie diesen lieber in der Brieftasche stecken.

      Preiseinbruch um 30 Prozent
      Viele Anleger, die in den glitzernden Steinen eine Wertanlage sahen, die sich in Krisenzeiten ähnlich gut entwickelt wie Gold, wurden in den vergangenen Monaten enttäuscht. Während sich das Edelmetall mit 900 Dollar leicht über dem Vorjahresniveau bewegt, brachen die Preise für Diamanten regelrecht ein, nach Angaben des Branchendienstes Polished Prices teilweise um mehr als 30 Prozent. Allenfalls besonders große und lupenreine Steine erwiesen sich den Angaben zufolge als relativ stabil im Wert.

      Zugleich werden deutlich weniger Steine gehandelt: Im belgischen Antwerpen, dem wichtigsten europäischen Umschlagplatz für Diamanten, ging der Umsatz mit geschliffenen Steinen im März um ein Drittel zurück. Der Umschlag von Rohdiamanten halbierte sich sogar im Vergleich zum Vorjahresmonat.


      Eine Branche im Alarmzustand

      In der Branche herrscht Alarmstimmung. Mittlerweile seien sogar die für ihre Standhaftigkeit bekannten Züricher Juweliere bereit, über den Preis zu verhandeln, heißt es in der Branche. Andere ziehen die Notbremse, wie der Schweizer Schmuckkonzern Golay Buchel, der sich auf Perlen und Edelsteine spezialisiert hat. Vor zwei Wochen kündigte das Unternehmen an, dass es seine Diamantenabteilung in Lausanne aufgeben werde, "infolge der jüngsten Entwicklungen und der angehenden Schwierigkeiten in diesem Geschäftsbereich", wie es hieß.

      Inzwischen zeigt sich auch, dass Bergbaukonzerne, die sich auf Diamanten spezialisiert haben, von der Wirtschaftskrise stärker betroffen sind, als Minenkonzerne, die auf verschiedene Rohstoffe setzen. Das trifft neben dem südafrikanischen De-Beers-Konzern, der die Hälfte des Diamantenmarktes beherrscht, für Firmen wie Harry Winston Diamond, Alrosa, Gem Diamonds oder Trans Hex zu.

      Minenproduktion deutlich gedrosselt
      Deren Titel schnitten in den vergangenen zwölf Monaten allesamt schlechter ab als der Branchendurchschnitt. Die Investmentbank RBC Capital geht davon aus, dass allein De Beers in diesem Jahr den Umsatz halbieren wird, auf nur noch 3,5 Milliarden Dollar. Viele Minenbetreiber haben inzwischen reagiert und die Produktion deutlich gedrosselt.

      Frühere Krisen balancierte der Diamanten-Multi De Beers durch eine mit harter Hand gesteuerte Angebotspolitik aus. Gaben die Preise nach, kaufte der Konzern einfach solange die Überschüsse im Handel auf, bis das Angebot knapp wurde und die Preise wieder anzogen. Dies gilt auch als Hauptgrund für die ungewöhnliche Preisstabilität von Diamanten in der Nachkriegszeit.

      Seine marktbeherrschende Position hat De Beers jedoch inzwischen verloren. Die neuen großen Spieler kommen aus Russland und Kanada, und sie mischen immer stärker im Geschäft mit. Preisschwankungen werden somit nach Einschätzung von Analysten noch zunehmen. Sie sind zugleich Zeichen für einen funktionierenden Wettbewerb.

      Wie wenig Geld ein Diamantenhalsband oder eine Luxusuhr im Notfall einbringen kann, merken derzeit die Kunden des Londoner Luxus-Pfandleihhauses direkt gegenüber der Liverpool Station. Für zwei Cartier-Uhren im Wert von 45.000 Pfund gab es gerade einmal 2000 Pfund Kredit für den von akuten Finanznöten geplagten Ex-Banker, der sie versetzte. Kann er das Geld in sechs Monaten einschließlich sechs Prozent Zinsen nicht zurückzahlen, sind die wertvollen Stücke ein Fall für den Auktionator. Den großen Schnitt machen dann mit etwas Glück die Pfandleiher.
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      Diamanten als Kapital-Anlage?

      Diamanten als Kapital-Anlage?

      Spricht von Diamanten als Kapitalanlage, so finden sich gravierende Unterschiede bei Expertenmeinungen. Ohne Zweifel sind Diamanten prestigeträchtige und wertvolle Edelsteine, die nicht nur als Schmuck eine glänzende Figur machen. Auch ihre Anwendung als hochwertige Werkzeuge trägt zum steigenden Bedarf bei.


      Insofern mögen die Befürworter eines Diamanteninvestments nicht falsch liegen, wenn sie sagen, dass Diamanten als mobile Sachwerte vor allem aufgrund ihres permanenten Wertzuwachses andere Investmentvehikel perfekt ergänzen können. Nicht wenige kombinieren nämlich Wertpapiere und Immobilien mit einem gewissen Besitz an Diamanten. Diese sind sicher, was In- oder Deflationen angeht, können relativ günstig gelagert werden und dienen als immer verfügbare Ersatzwährung, da sie weltweit anhand des 4C-Prinzips (Carat /Color/Clarity /Cut) bewertet werden. Außerdem liefert der „Rapaport Diamond Report" als internationale Preisliste wöchentliche Referenzpreise, nach welcher sich alle Schleifer, Großhändler und Juweliere richten.

      Ein Nachteil von Diamanten als Kapitalanlage kann ohne Zweifel darin gesehen werden, dass sie weder Zinsen noch Dividenden abwerfen und bei ihrem Kauf bzw. Verkauf zum Teil sehr hohe Vermittlungsgebühren anfallen. Gute An- und Verkaufspreise zu finden bedeutet somit auch eine zeitintensive Recherche.

      Als Alternative bieten sich Investitionen in beispielsweise Aktien oder auch Anleihen von Unternehmen, die ihrerseits im Bereich Diamanten tätig sind. Seien es Firmen, die Diamanten fördern oder auch solche, die sie verarbeiten oder vertreiben bzw. vielleicht auch versichern: Dieses indirekte Investment verhilft zu einer Beteiligung am Wertzuwachs des Diamanten, ohne dabei welche besitzen zu müssen. Aber auch hier sei gesagt, dass Spekulationen seitens der Diamantenindustrie einerseits zwar kurzzeitige Kursanstiege verursachen, andererseits jedoch ein schneller Kurssturz auf 'Normalmaß' ähnlich der Gold- und Ölunternehmensaktien auch immense Verluste bedeuten kann. Wie alle begehrten 'Rohstoffe' sind nämlich auch Diamanten beliebte Ziele von Spekulanten und ihr Wert stark abhängig von den geopolitischen Verhältnissen jener Länder, in denen sie am häufigsten vorkommen. Meldungen über neue oder aber auch über schwindende Funde befeuern die Aktien entsprechender Unternehmen in die eine oder andere Richtung.

      Diamanten als Kapitalanlage

      Artikel vom 29.03.2010
      Diamanten als Kapitalanlage
      Experte: Michael Brückner
      Siehe auch: Diamanten, Kapitalanlage, Sachwerte, Finanzen, Investment & Geldanlage

      Wenn es im Portfolio funkeln soll, muss der Investor beim Diamantenkauf aufpassen. Bei Diamanten als Kapitalanlage kommt es nicht nur auf Farbe, Schliff, Gewicht und Reinheit an. Oft ist die Wertentwicklung von der Qualität des Zertifikats abhängig.

      Was halten Sie von Diamanten als Kapitalanlage?
      Drohende Staatspleiten, wackelige Banken, zunehmende Inflationsgefahren, ein ständiges Auf und Ab an den Börsen: Viele Anleger setzen in diesen turbulenten Zeiten auf Sachwerte. Gold bleibt dabei die erste Wahl, obgleich der Preis für das gelbe Edelmetall in den vergangenen Monaten deutlich gestiegen ist. Doch was ist von Diamanten als Kapitalanlage zu halten?

      Diamanten als Kapitalanlage: Anleger sind skeptisch
      Anlageberater und Verbraucherschützer sind skeptisch - und das aus guten Gründen:

      - Es gibt nach wie vor viele schwarze Schafe am Markt, die ahnungslosen Kunden am Telefon synthetische Steine verkaufen.
      - Selbst wenn es sich um echte Steine von akzeptabler Qualität handelt, werden den Kunden oft völlig überzogene Preise abverlangt.
      - Es gibt bei Diamanten keine ständig aktualisierte und verbindliche Preisfeststellung wie etwa beim Gold-Fixing. Wer einen Diamanten verkauft, bekommt immer nur das, was der Käufer zu zahlen bereit ist.

      Auf der anderen Seite wäre es ein Fehler, Diamanten als Kapitalanlage in Bausch und Bogen abzulehnen. Tatsächlich haben sich die Preise für diese Kristalle aus reinem Kohlenstoff - nichts anderes sind Diamanten - in den zurückliegenden hundert Jahren mit Ausnahme des Crashs im Jahr 1980 als recht stabil erwiesen.

      Der Diamanten-Markt funkelt wieder
      Der durchschnittliche Diamanten-Preis, der auf der Basis von verschiedenen Größen und Qualitäten ermittelt wird, hat sich zwischen 1982 und Anfang 2009 etwa verdreifacht. Dann kam die weltweite Finanzkrise und wirbelte auch den Diamanten-Markt durcheinander. Gegenüber dem Höchststand im Jahr zuvor fielen die Diamant-Preise Anfang 2009 um 30 Prozent und mehr. De Beers, größtes Unternehmen am Rohdiamantenmarkt, fuhr als Reaktion auf diese Entwicklung die Produktion in seinen Minen drastisch zurück.

      Mittlerweile funkelt der Klunker-Markt aber wieder verheißungsvoll. Die Preise für Rohdiamanten sind deutlich gestiegen. Die Nachfrage vor allem aus Indien ist groß. Grund: Die dortigen Banken versorgen die Diamant-Schleifer mit sehr günstigen Krediten. Es ist nur eine Frage der Zeit, bis auch die Preise für geschliffene Diamanten wieder zulegen.

      Vor allem aber: Ein Diamant ist die diskreteste und mobilste Form der Geldanlage. Wer 50.000 Euro anlegen möchte, kann entweder zwei Kilobarren Gold erwerben - oder einen lupenreinen Eineinhalb-Karäter von bester Qualität. Der wiegt gerade einmal 0,3 Gramm.

      Diamanten als Kapitalanlage: Die "4 C" als Werttreiber
      Über den Wert und das Wertsteigerungspotenzial entscheiden die oft zitierten "4 C":

      - Colour (Farbe): Ein Anlagediamant sollte "River" oder "Top Wesselton" sein (Klassifikation D, E, F oder G).
      - Carat (Gewicht): Lieber wenige große als viele kleine Steine kaufen. Empfehlung: Erst in Steine ab 0,5 Karat investieren.
      - Clarity (Reinheit): am besten lupenrein (IF) oder mit winzigen Einschlüssen (VVS I oder VVS II), sehr kleine Einschlüsse (VS I oder VS II) sind noch akzeptabel.
      - Cut: Gängige Schliffformen lassen sich besser wieder verkaufen als Exoten (Empfehlung: Brillant-, Smaragd-, Princess- oder Ovalschliff).

      Der Diamant-Investor sollte außerdem unbedingt auf ein Zertifikat von einem renommierten Institut achten. Weltweit anerkannt sind:

      - GIA (USA)
      - IGI (Belgien)
      - HRD (Belgien)

      Diese Zertifikate geben unter anderem Auskunft über die vier erwähnten "C", über Durchmesser und Höhe des Diamanten sowie über seine Proportionen.

      Wichtig: Nur bei Juwelieren und Händlern kaufen, die seit vielen Jahren am Markt sind und seriös arbeiten. Eine einfache Recherche über die Internet-Suchmaschinen bringt oft schon wichtige Anhaltspunkte.

      Diamanten als Kapitalanlage: Vorsicht: Fiskus!
      Bleibt der Wermutstropfen "Steuern": Wer Diamanten kauft, muss 19 Prozent Mehrwertsteuer berappen. Ein deutlicher Nachteil gegenüber steuerfreien Goldbarren und goldenen Anlagemünzen. In der Schweiz zahlt der Diamant-Investor nur sieben Prozent, in Dubai und Hongkong wird gar keine Steuer fällig. Steuerehrliche Menschen dürfen dann aber den Stein nicht nach Deutschland mitbringen - es sei denn, sie zahlen hier die Mehrwertsteuer nach.

      Fazit: Wer vom Feuer kostbarer Diamanten begeistert ist, kann einen geringen Teil seines Vermögens durchaus langfristig in diese Steine investieren. Er muss aber wissen, was und wo er kauft.

      Sind Diamanten das neue Gold

      Sind Diamanten das neue Gold

      Der Goldpreis steigt und steigt. Aus Angst vor einem Crash flüchten viele Anleger in das Edelmetall. Noch härter sind nur Diamanten – ihr Preis ist geradezu explodiert.

      Gold ist das Barometer der Angst. Darum steigt der Goldpreis vor allem dann, wenn es den Finanzmärkten schlecht geht. Allein in diesem Jahr kletterte der Preis für eine Unze Gold (31 Gramm) von rund 1380 auf 1680 US-Dollar (Stand 13. Oktober). Das ist eine Steigerung um gut 20 Prozent.

      Doch nicht nur Gold glänzt. Geradezu explodiert ist der Preis für Diamanten im gleichen Zeitraum. Heute kosten die Edelsteine zwischen 35 und 45 Prozent mehr als Angang des Jahres. Für einen einkarätigen Diamanten in Top-Qualität blättern Käufer heute rund 11 000 Dollar hin. «Besonders deutlich ist der Preis von Diamanten mit einer Grösse von 0.5 bis 1.5 Karat (1 Karat = 0.2 Gramm) und guter Farbe gestiegen», beobachtet der Schweizer Diamantenhändler Walter Muff.

      Steigende Nachfrage
      Diamanten erfreuen sich weltweit immer grösserer Beliebtheit. «Die Nachfrage in Indien explodiert. Auch Südchina ist ein wichtiger Markt. Mit dem steigenden Lebensstandart wächst der Wunsch nach Luxusartikeln», so der Experte. Er ist sicher, dass sich immer mehr Menschen von den Finanzplätzen abwenden und Diamanten kaufen werden.

      Das ist noch nicht alles: Diamanten sind noch seltener als Gold. Die Anzahl der Minen ist begrenzt. «Weil in den letzten Jahren keine signifikanten Funde mehr gemacht wurden, wissen wir, dass das Angebot in den nächsten zehn Jahren nicht markant steigen wird», berichtet Robert Gannicott, CEO von Harry Winston gegenüber der «Finanz und Wirtschaft». Er muss es wissen - Harry Winston ist die weltweit grösste kotierte Diamantengesellschaft.

      Kaum Potenzial für Privatanleger
      Wer als Anleger allerdings profitieren will, hat bei Diamanten einige Hürden zu überwinden. Der Preis eines Diamanten lässt sich nämlich nicht pauschal bestimmen. Das ist der grösste Nachteil im Vergleich zu Goldbarren: «Diamanten sind nicht genormt. Jeder Stein ist ein Unikat, der Preis variiert bereits bei kleinen Unterschieden», erklärt Muff. Aufgrund der schwierigen Wertfindung würden Diamanten auch nicht an der Börse gehandelt.

      «Diamanten sind keine klassische Finanzanlage, der Markt ist nicht transparent», sagt der Diamantenexperte. Neben den genannten Problemen der Preisfindung und fehlenden Börsenkotierung stossen Privatanleger auf weitere Hindernisse: Die Investition lohnt sich erst ab höheren Summen. Zudem ist der Handel der Steine schwierig und zeitintensiv.

      Ein Kauf oder Verkauf erfordert Expertise und Vertrauen zwischen den Händlern. In der Regel ist eine physische Prüfung des Steines nötig. Laien sind da schnell überfordert. «Zur Anlage von Vermögen lohnen sich erst Steine ab einem Gewicht von einem Karat, die je nach Farbe, Reinheit und Schliff ab 10 000 Franken verkauft werden», weiss Muff. Anlagefonds wiederum, die physisch mit Steinen handeln, bewegen sich eher seitwärts als nach oben und bieten somit kaum Renditechancen.

      Emotionen statt Anlagen
      Alternativ zum Handel mit den Steinen sind Investitionen in Aktien von Rohstoffkonzernen oder Minenbetreibern möglich. Doch seien Diamanten nicht bloss Anlageobjekte, sondern in erster Linie emotionale Gegenstände, findet Muff. «Seit ein paar Jahren ist in der Schweiz der Trend ersichtlich, Verlobungsringe mit Diamanten zu bestücken», beobachtet er.

      Preisspirale dreht sich Diamanten - Rosige Aussichten

      Preisspirale dreht sich Diamanten - Rosige Aussichten

      Zum Jahresende wagen Experten immer wieder den Blick nach vorne. Bei Diamanten sieht dieser besonders lukrativ aus.

      Weltweit gibt es bei Diamanten eine Schere zwischen Angebot und Nachfrage. Im laufenden Jahr liegt die Nachfrage nach bisherigen Schätzungen rund 1 Million Karat über dem Angebot. Diese Differenz soll sich in den kommenden Jahren ausweiten. Bis 2016 rechnen russische Experten mit einer Differenz von 7 Millionen Karat. Alte Minen bringen nicht mehr die bisherigen Förderleistungen, neue Minen können das Minus kaum ausgleichen.

      Vor allem die Schmuckindustrie benötigt immer mehr Diamanten. Dabei profitieren die Edelsteine in diesen Tagen sogar vom hohen Goldpreis. Da viele Schmuckproduzenten nicht mehr so viel Gold in ihren Werken verarbeiten wollen, da dies zu teuer wird, greifen sie verstärkt auf Diamanten zurück. Dies sorgt für einen weiteren Nachfrageschub.

      Besonders das steigende Interesse in Asien an den Edelsteinen wird die Preise in Zukunft nach oben treiben. 2005 kamen rund 8 Prozent der weltweiten Nachfrage aus Indien, China und dem Mittleren Osten. Bis 2015 sollen sich die Verhältnisse umkehren. Dann ist die Region nach Meinung von Diamantenförderern mit bis zu 40 Prozent der größte Nachfrager nach den glitzernden Steinen. Die Mittelschicht in Indien und in China wächst stetig und hat immer höhere Ansprüche. Auch der Ölreichtum im Mittleren Osten sorgt für zusätzliches Wachstum. Diamanten werden in dieser Region unverändert als Statussymbol angesehen. Zu neuem Wohlstand gekommene Familien in den aufstrebenden Ländern haben dabei im Vergleich zum Westen noch Nachholbedarf. Der Trend wird jedoch nicht nur auf diese asiatischen Regionen beschränkt bleiben. Auch die Bevölkerung in anderen Schwellenländern wird verstärkt zu Konsumenten von Diamanten werden.

      Je nach Expertenbefragung ist die Preisentwicklung bei Diamanten in den kommenden Jahren jedoch unterschiedlich. Einerseits werden die Unterschiede zwischen den rohen und den bearbeiteten Diamanten betont. Dabei könnten rohe Diamanten im kommenden Jahr sogar bis zu 5 Prozent günstiger sein als 2011.

      Ansonsten gilt, dass Diamanten in den kommenden Jahren deutlich im Preis zulegen werden. 2012 sollen sie um rund 9 Prozent steigen, dann wird mit einem Preis von 145 Dollar je Karat gerechnet. Dies ist jedoch nur ein Basiswert. Je nach Reinheit, Farbe und Form des Diamanten können sich davon deutliche Abweichungen ergeben. Für die Folgejahre sollte der Pfeil ebenfalls nach oben zeigen, nur über die Höhe ist man am Markt uneins. Einige Analysten erwarten im Schnitt ein Plus von 3 Prozent bis 2016, andere halten 4 Prozent oder gar 5 Prozent für möglich. Die höchsten Zuwächse sollten in 2012 und 2013 erfolgen.


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