AVCHD (Advanced Video Codec High Definition)

      AVCHD (Advanced Video Codec High Definition)

      AVCHD (Advanced Video Codec High Definition)

      Advanced Video Codec High Definition (kurz AVCHD, englisch für Fortgeschrittener Video Codec hoher Auflösung) ist ein digitales Aufzeichnungsformat für Camcorder mit Aufzeichnung auf digitale Datenträger, wie zum Beispiel DVDs, SD-Karten, Memory Sticks, Festplatten oder Festspeicher. Es verwendet den H.264/MPEG-4 AVC-Codec und steht in direkter Konkurrenz zu den Formaten MiniDV und besonders HDV, welches das ältere MPEG-2 verwendet.

      Entstehung und Verbreitung
      Der Standard Advanced Video Codec High Definition wurde gemeinsam von den Unternehmen Matsushita (Panasonic) und Sony entwickelt, und am 11. Mai 2006 vorgestellt. Die beiden Unternehmen halten alle Rechte an dem Format.

      Am 13. Juli 2006 wurde der Beginn der Lizenzvergabe angekündigt. Das Format wird aktuell auch von Canon unterstützt. Eine Unterstützung durch Produkte von Pioneer, Samsung und Sharp ist angekündigt. Die Lizenzen werden für Aufnahme- und Wiedergabegeräte, sowie für Software vergeben.

      Hardware
      Sony, Panasonic und Canon haben 2006 erste AVCHD-Camcorder auf den Markt gebracht. Auch Blu-ray-Spieler unterstützten dieses Format in der Regel. Dabei werden nicht nur selbsterstellte Blu-ray Disks (BD-R/RE), sondern auch Filme auf DVD-Rohlingen akzeptiert, die sogenannte Mini Blu-ray oder auch AVCHD-Disc. Die Daten sind im Universal Disk Format (UDF) Version 2.5 oder höher auf den Discs gespeichert. Dies kann zu Leseproblemen auf PCs führen, da erst ein entsprechender UDF-Treiber installiert werden muß, bevor die Disks lesbar sind (gilt z.Z. für WinXP und Linux). Entsprechende Produkte können mit einem lizenzierten Logo (siehe Abbildung) versehen werden. Die Sony Playstation 3 ist (ab Firmware-Version 1.9) in der Lage, AVCHD Videos von einem Memory Stick abzuspielen.

      Software
      Das Format wird von mehreren Herstellern von Videoschnittsoftware unterstützt. Mit der Version 7e wurde in Sony Vegas der Import von AVCHD-Daten implementiert. Andere Möglichkeiten sind unter anderem mit den neueren Versionen von iMovie HD, Nero 7/8, Pinnacle Studio, Grass Valley EDIUS, Corel Ulead Videostudio, Magix Video Deluxe oder Final Cut Pro sowie Final Cut Express und MacroSystem gegeben.

      Technik
      Der Advanced Video Codec High Definition basiert auf dem MPEG-4 Standard AVC/H.264 (MPEG–4 Part 10). Die erste Definition dieses Formats trägt den Namen AVCHD-Format Version 1.0.

      Video
      Neben den etablierten Fernsehnormen mit 480 Zeilen (siehe NTSC) und 576 Zeilen (siehe PAL oder SECAM) in den Bildseitenverhältnissen 4:3 und 16:9 werden auch die Modi 720p/(60/50/24), 1080i/(30/25) und 1080p/24 im Bildseitenverhältnis 16:9 unterstützt. Als Kompressionsmethode für die Videosignale wird MPEG-4 AVC/H.264 verwendet.

      In den Spezifikationen der oben genannten Anbieter findet sich zusätzlich die Bildauflösung 1440 x 1080 für das 16:9 Format, die aber nicht konform mit dem Standard H.264 ist, da dieser für die HD-Darstellung in 16:9 ausschließlich quadratische Pixel vorsieht.

      Die Videosignale werden im MPEG-4-Datenkompressionsstandard aufgezeichnet, um diese dann in einen MPEG-2-Transport-Datenstrom zu übertragen. Das Abspielen erfolgt mit einer Datenrate von zum Beispiel 6, 9, 13, 18 oder 24 Megabit/s (zuzüglich Ton und Metadaten).

      AVCHD benutzt ein skalierbares Kompressionsverfahren (MPEG-4) mit unterschiedlicher Verarbeitungstiefe und sieht eine interne Bildstruktur mit einer Group of Picture (GoP) von bis zu 15 Bildern (Frames) vor. Die Farbabtastung erfolgt in AVCHD mit 8 bit, 4:2:0.

      Audio
      Für Audiosignale steht das komprimierte Aufzeichungsverfahren Dolby Digital (AC-3) mit einer Bitrate 64 bis 640 kbps und für 1 bis 5.1 Kanäle zur Verfügung. Alternativ kann auch im linearen PCM-Verfahren mit einer konstanten Bitrate von 1,5 Mbps für 2 Kanäle, aber auch variabel mit 1 bis 7.1 Kanälen gearbeitet werden.

      Videoschnitt
      Problematisch ist beim Advanced Video Codec High Definition derzeit noch die sich erst entwickelnde Schnittverarbeitung. Selbst bei Rechnern mit 3 Gigahertz Dual Prozessor und 2 Gigabyte Arbeitsspeicher kann es noch zu Renderzeiten kommen. Der Rechenaufwand ist stark abhängig von der Verwendung der Kodieroptionen und davon, wie gut die Rate-Distortion-Optimierung eingestellt ist. AVC-Encoder mit guter Performanz haben etwa die acht- bis zehnfache Komplexität eines MPEG2 Encoders und die Dekodierung ist etwa dreimal aufwändiger als bei MPEG-2. Die Echtzeitgrenze (30 Frames) für einen Zweikernprozessor liegt mit Benutzung von CABAC bei 10 Mbit/s ein Vierkernprozessor bei 15 Mbit/s. Ohne CABAC bei beiden Systemen oberhalb von 20 Mbit/s.

      Die professionelle Schnittsoftware FinalCut Pro von Apple geht im Videoschnitt von AVCHD Material einen anderen Weg. Bereits bei der Übertragung des AVCHD Materials auf einen MacOS X kompatiblen Computer wird das Format in Apple ProRes 422 oder Apple Intermediate umgewandelt. Zwar beansprucht dieser auf dem Speichermedium während der Bearbeitung erheblich mehr Platz, jedoch entfallen dabei weitestgehend Renderzeiten und es ist möglich auch Material anderer Formate im gleichen Projekt mit zu verwenden. Weiterhin entfallen weitere Beeinträchtigungen durch wiederholtes Rendering während der Bearbeitung. Die finale Schnittversion kann dann anschließend entsprechend der Erfordernisse in ein adäquates Format transkodiert werden. Dies ermöglicht zum Beispiel auch die Erstellung einer Blu-ray Disk, die auf handelsüblichen Playern abgespielt werden kann.

      AVCHD wird derzeit überwiegend zum Speichern auf DVD, Festplatte oder Speicherkarte verwendet. Der Schnitt von Filmen war ursprünglich weder in diesem Format, noch im MPEG-2-Format vorgesehen. Erst durch die starke Nachfrage der Nutzer nach einer Lösung mit geringen Bandbreiten bei steigenden Bildauflösungen wurden auch Software-Schnittlösungen angeboten.

      Datenrate
      Der gesamte Standard ist bis zu einer Bandbreite (Level 5.1 / H444 Profile) von 960 Megabit pro Sekunde und einer Bildauflösung von bis zu vier Millionen Bildpunkten definiert. Die üblichen zu verwendenden Datenraten liegen zur Zeit (Ende 2007) je nach Bildauflösung und Kompressionsrate zwischen 5 und 15 Megabit pro Sekunde. Dies entspricht einer Aufzeichnungsdauer von etwa 9 bis 26 Minuten pro Gigabyte.

      Hintergrund
      AVCHD wurde von der Motion Picture Expert Group geschaffen und von den Firmen Sony und Panasonic in Produkte umgesetzt, da man nicht länger ausschließlich auf Speichermedien mit Laufwerken setzen wollte, wie zum Beispiel Bandlaufwerke, Festplatten oder DVD-Laufwerke.

      Vergleich mit Bandaufzeichnung
      Das Magnetband bietet Möglichkeiten, viel Datenmaterial auf einen vergleichsweisen günstigen, wenn auch weniger zuverlässigen Datenträger zu speichern. Auf einem Mini-DV-Band können zum Beispiel etwa 13 Gigabyte abgespeichert werden. Preiswerte Speicherkarten stehen derzeit (Mai 2008) für bis zu sechzehn Gigabyte zur Verfügung, also etwas mehr als die Speicherkapazität eines Mini-DV-Bandes siehe oben). Da ein wesentlicher Vorzug von AVCHD jedoch darin liegt, dass bei einer identischen Datenrate gegenüber MPEG-2 eine deutlich höhere Speichereffizienz erreicht wird, relativieren sich die Mehrkosten. Hinzu kommt, dass es im Bereich der Consumer-Videotechnik erstmals durch AVCHD möglich wird, die gesamte HD-Auflösung von 1920 x 1080 Bildpunkten ohne Interpolation aufzuzeichnen, wenn auch die meisten der derzeit (2008) am Markt befindlichen Camcorder diese Möglichkeit nach wie vor nur durch Interpolation erreichen. Durch die Benutzung moderner Speichermedien ist nicht nur sequentieller, sondern auch wahlfreier Zugriff auf die Daten möglich.

      Quelle: http://de.wikipedia.org/wiki/Advanced_Video_Codec_High_Definition

      AVCHD versus HDV

      AVCHD versus HDV

      Dies ist hier die neu überarbeitete Version der Kaufberatung!

      Ich möchte mal eine Einschätzung der relevanten Unterscheide von AVCHD sowie HDV Camcordern machen.

      Version 2.4
      Modifiziert am: 27.01.2008

      BILDQUALITÄT
      Die Bildqualität ist sowohl bei HDV wie auch bei AVCHD heute ähnlich gut, bei vergleichbaren Parametern (etwa Chipanzahl). Bei HDV wird im Regelfall in 1440x1080 aufgezeichnet, bei AVCHD wird in den ersten Generationen ebenfalls in dieser Auflösung aufgezeichnet. Neuere AVCHD-Geräte zeichnen bereits in full-HD (1920x1080) auf, erste publizierte Tests zeigen aber, dass diese Geräte von der tatsächlich realisierten Auflösung und Bildqualität nicht besser sind als die Geräte mit 1440x1080 (full-HD benötigt auch entsprechend gute Optiken und eine gute Signalaufbereitung, und das kostet halt).

      AUFZEICHNUNGSMEDIEN, SZENENTRENNUNG UND CAPTUREN
      Die Daten werden bei HDV immer auf Band aufgezeichnet, bei AVCHD hingegen nie auf Band - sondern auf Chip, kleine DVDs, Blu Ray Disks oder Festplatte. Festplattencamcorder sind hingegen bei HDV untypisch, oder Zusatzausstattung. Die Daten müssen daher bei HDV über Firewire in Echtzeit überspielt werden, während bei AVCHD die Überspielung via usb2 schneller als Echtzeit möglich ist.

      In AVCHD liegt jede Szene bereits als eigene Datei vor. Bei HDV bedarf es der aufwendigen Szenentrennung, die in vielen Schnittprogrammen unverändert Probleme bereitet. Konkret sind das Bilder des nachfolgenden Clips am Szenenende der vorhergehenden Clips, sowie gerne Tonlöch am Ende der Clips. Derartige Probleme treten sowohl bei Vegas 7 und unverändert auch bei Vegas 8 auf, das Problem mit den Tonlöchern findet sich auch bei Edius 4.5 wenn man dort zu HDV (m2t) nativ captured. Allerdings empfiehlt Canopus ja unverändert das Capuren zum Canopus HQ codec, dort gibt es das Problem nicht.

      Für Vegas bietet sich die sehr gute Lösung von elcutty an, welches eine exakte und fehlerfreie Szenentrennung von HDV-Material ermöglicht - und noch dazu systemschonender arbeitet, Projekte öffnen sich deutlich schneller als wenn jede Szene als eigene Datei vor liegt (download hier: native m2t Szenentrennung und Proxi Schnitt ).

      Adobe Premiere beherrscht keine HDV-Szenentrennung, aber hier kann man bei HDV das recht gute Freeware-Tool HDVSplit verwenden, welches zu m2t-Files captured - was die meisten HDV-tauglichen Schnittprogramme importieren können (Ausnahme Pinnacle Studio, dort muss vor dem Import das Material erst demuxen).

      Hervor zu heben sind Schnittlösungen, welche die Wandlung zu einem Intermediate-Codec bereits beim Capturen beherrschen - zu den Intermediate Codecs siehe weiter unten mehr Informationen. Edius 3.6x sowie 4.5x können bereits beim Capturen HDV-Material zu dem qualitativ sehr guten Canopus HQ codec wandeln. In den Canopus Produkten ist die Verarbeitung über den Canopus HQ codec unverändert der empfohlene Weg - auch wenn die Produkte natives HDV gut, natives AVCHD aber eher schlecht bearbeiten können. Die Produkte von Cineform können die Wandlung beim Capturen zum Cineform Intermediate Codec ebenfalls, sind aber zusätzlich zu den Schnittprogrammen zu kaufen. Lediglich Vegas hat den Cineform Codec integriert, kann die Umwandlung zu Intermediates aber über scripts wie z.B. Gearshift erst nach dem Capturen - was zusätzlichen Zeitaufwand bedarf. Da der Festplattenbedarf der Intermediate Files doch deutlich höher (Richtwerte 3-4x gegenüber HDV, 6-8x gegenüber AVCHD files), ist auch ein höherer Datenstrom bei der On-the-fly Umwandlung beim Capturen nötig - was bei langsameren Systemen schon mal zum Abbruch des Capturens führen kann, und höhere Ansprüche an die Festplatten stellt.

      BEARBEITUNGSMÖGLICHKEITEN UND HARDWAREANFORDERUNGEN
      Für die Bearbeitung im Fall von HDV verfügen wir heute über ausreichend schnelle und ausgereifte Lösungen in Form vieler Schnittprogramme (NLEs), sowohl im halbprofessionellen Bereich wie auch im Einsteigerbereich. Die Ansprüche an die PCs im Fall von HDV sind eher nur mehr im mittleren Feld angesiedelt, ein schneller 3.0 Ghz Prozessor aufwärts ist je nach Software gerade noch ausreichend. Für zügiges Schneiden und Rendern empfiehlt sich jedoch ein 2-Kern System.

      Mit dem heute zu beobachtenden Einzug von Smartrendern von HDV-Material in Programme wie Pinnacle Studio 11, Edius 4.5 oder auch Vegas 8 wird von mehr und mehr Schnittprogrammen auch die Ausgabe auf älteren Einkernsystemen erleichtert (typische Dauer für Smartrendern bei Material ohne Neuberechnung liegt bei einem 3.2 Ghz P4 zirka bei Echtzeit, etwa für Pinnacle Studio wie auch Vegas 8 ). Auch wenn neuerdings behauptet wird, dass Smartrendern von einem GOP-behafteten Material nicht möglich wäre – so stimmt das nicht. Die genannten Produkte können das durchaus bereits ganz gut.

      Ursprünglich war AVCHD gar nicht zur Bearbeitung gedacht - von der Industrie. Viele User wollen das Material trotzdem schneiden. Die Bearbeitung um Fall von AVCHD ist aufgrund der stärkeren Kompression sowie der Datenstruktur deutlich anspruchsvoller, was den verwendeten PC sowie die verwendeten Schnittprogramme angeht. Es sollte zumindest ein 2-Kern Prozessor sein, empfehlenswert ist hier eher ein 4-Kern-Prozessor, weil die Vorschaufähigkeit bei der nativen AVCHD Bearbeitung doch eingeschränkter ist, als bei HDV.

      Bei den Schnittprogrammen ist zu sagen, dass die Camcorderhersteller heute einfache Schnittprogramme mitliefern, die aber eher nur harte Schnitte ermöglichen - und damit eher nur bedingt verwendbar sind.

      Eine halbwegs gute Verarbeitung von nativen AVCHD Material ist gegenwärtig in Pinnacle Studio 11+, Edius 4.51c, in Sony Vegas 7e/8 sowie Vegas Moviestudio Platinum möglich. Während Vegas 7e nur Sony AVCHD importiert, ist ab Vegas 8 auch der Import von Panasonic AVCHD-Camcordern möglich, auch wenn hierfür die Verwendung von Intermediates anzuraten ist (offiziell unterstützt Vegas 8 noch immer nicht Panasonic AVCHD Camcorder, tatsächlich wird das Materail zwar importiert, es kommt es beim Abspielen in der Vorschau von vielen Geräten zur Artefaktebilding) . Pinnacle Studio 11 erweist sich als deutlich performater als etwa Uleads Videostudio 11+, welches zwar grundsätzlich ebenfalls AVCHD verarbeiten kann, aber gegenwärtig nur das direkten Einlesen von AVCHD Camcordern unterstützt. Ebenfalls natives AVCHD kann Edius 4.51c bearbeiten, allerdings in einer deutlich schlechteren Performance wie etwa Vegas 7e/8 oder Pinnacle Studio 11.

      Die Verarbeitung in der neueren Maxic VdL Version ist auch möglich, es ist damit nicht unbedingt ein Intermediate Schnitt notwendig, bei AVCHD wird aber von der Software das Angebot gemacht, die AVCHD Files gleich in HD mpeg2 zu wandeln und damit zu arbeiten. Diese HD mpeg2 Files sind dann smartrenderingfähig. Nativer Support soll nach Meldungen von Usern doch nicht möglich sein - LINK.Gegenwärtig kann Magix VdL auch nicht den 5.1 Ton mancher AVCHD-Camcorder als 5.1 importieren, das Material wird zu Stereoton umgewandelt - eine wesentliche Information, die sich ärgerlicherweise leider nur auf der Supportseite von Magix findet (LINK).

      In der Mac-Welt unterstützt iMovie 8 sowie FCP inzwischen AVCHD - wie gut das in der Praxis und im Vergleich zur Windowswelt funktioniert, darüber kann ich keine Aussage tätigen. Auch für den Mac gibt es jetzt Bearbeitungsmöglichkeiten in Final Cut Pro - wobei auch dort der Weg über Intermediate Codecs gegangen wird.

      Einige Schnittprogramme bieten beim Import von HDV wie auch AVCHD die Wandlung zu leichter zu bearbeitenden Proxy-Datein an, und ermöglichen so die Bearbeitung von hochauflösendem Video auch auf älteren PCs - vor allem die Corel-Ulead Produkte (Uleads Videostudio 10+/11+, und Uleads MSP 8 - letzterer ist nur für HDV geeignet -, aber auch Vegas mit dem Tool Gearshift).

      Besonders gut geht die Verarbeitung von AVCHD aber dann, wenn das Material zu den bereits erwähnten Intermediate Codecs umgerendert wird, wie wir sie auch aus den Anfängen des HDV-Schnittes kennen. Während dies bei HDV heute nicht mehr unbedingt notwendig erscheint - bei Vegas erhält man gleich gute Ergebnisse, wenn man natives HDV-Material verarbeitet - kommt für AVCHD der enorme Vorteil der besseren Echtzeitvorschau als Argument für die Verwendung von Intermediates dazu.

      In der PC-Welt gibt es primär zwei Hauptanbieter derartiger Codecs - Cineform und Edius. Mögliche günstige Alternativen sind noch weitere Codecs, hier werden gerne die mjpeg-avi-codecs, oder auch Huffyuv oder der Lagarith codec genannt. Diese Alternativen sind aber nicht als Intermediate codec designed, der Qualitätsabfall über mehrere Rendergenerationen ist stärker und damit sollte man bei derartigen Workflows Vorsicht walten lassen.

      Canopus Edius 4 wie auch Canopus Neo wandeln wie bereits gesagt beim Capturen von HDV on-the-fly. Für die Konversion von AVCHD-Material bieten sie eine Lösung über ein eigenes, kleines Tool zur Batchkonversion der vorher auf die Festplatte kopierten AVCHD-files. Der Canopus HQ codec unterstützt sowohl full-HD 1920x1080, wie auch HDV2 Auflösung 1440x1080.

      Auch die Cineform Produkte ermöglichen so einen Weg, und machen über die Wandlung zum Cineform Codec die Verarbeitung etwa auch in Adobe Premiere CS3 möglich - auch wenn bei Adobe Premiere CS3 diese Codecs extra besorgt werden müssen, da Adobe Premiere seit APP 2 selbst keinen Intermediate Codec mehr mitbringt. Auch die Canopus HQ files lassen sich in Adobe Premiere verarbeiten.

      Sony Vegas bringt selbst den Cineform Codec in Version 2.8 mit, kann über den gratis Cineform NEO-Player kostenlos zur Codecversion 3.x verbessert oder nachinstalliert werden (sowohl Encoder wie auch Decoder, wenn Vegas am System installiert ist). Gratis download hier: http://www.cineform.com/products/Downloa...PlayerStart.htm .Mit geeigneten Skripts zur Batchkonversion wandelt man auch seit Vegas 7e die AVCHD-files in das Intermediate um (Gearshift oder Freeware-Tools). Dieses Update über den NEO-Player sollte man mit Vegas 8b auch unbedingt machen, weil es bei Verwendung des alten Codecs 2.8 - der mit Vegas 8 mitgeliefert wird - sonst zu Helligkeitsveränderungen kommt!

      Für AVCHD-Camcorder in Full-HD sei ergänzt, dass der mit Vegas mitgelieferte Cineform Codec nur 1440x1080 kann, auch nach dem Neo Update. Full-HD können erst die anderen Kaufprodukte von Cineform. Auch sind die Playback-Eigenschaften des Cineform Codecs in der aktuellen Form (8.1.08, Version 3.3) etwas schlechter als vom Canopus HQ-Codec oder auch als vom nativen AVCHD vieler Camcorder (gemessen auf einem Q6600).

      Bei der Verarbeitung über Intermediates ist der doch deutlich höhere Festplattenbedarf zu berücksichtigen, die Dateien sind deutlich größer. Unnötig zu erwähnen, dass diese Lösungen aber ihren Preis haben - die Cineform Produkte sind standalone extra zu Kaufen (Ausnahme Vegas), den Canopus HQ codec sowie den Converter gibt es nur mit Canopus Edius 4 (und den Codec auch mit Canopus NEO) zusammen.

      Ebenso dauert die Ausgabe zu AVCHD/mpeg4 doch deutlich länger, als zu HDV. Smartrendern ist im Fall von AVCHD gegenwärtig (Stand Anfang September 2007) noch von keiner einzigen Schnittsoftware verfügbar, aber bei HDV bereits durchaus üblich.

      ZWISCHENFAZIT: AVCHD STELLT HÖHERE ANFORDERUNGEN AN HARD- UND SOFTWARE
      Gegenwärtig haben wir also die Situation, dass die wirklich performate Bearbeitung von AVCHD unverändert noch eher teurer Schnittlösungen erfordert, abgesehen von Pinnacle Studio 11, VdL und Vegas Moviestudio 8. Und sie erfordert deutlich teurere Prozessoren und Rechenleistung. Auch wenn sich diese Situation weiter verbessern wird, so wird unbedingt empfohlen, sich vor dem Kauf einer AVCHD Kamera diese Punkte zu überlegen, da es sich hier um nicht unbeträchtliche Zusatzausgaben handeln kann, soll geschnitten werden. Für die Zukunft werden sicherlich mehr und auch preiswertere Lösungen kommen.

      ARCHIVIERUNG VON ORGINALMATERIAL
      Das Orginalmaterial kann man bei HDV leicht auf Band aufbewahren. Diese Variante hat unverändert den Vorteil, dass das Band billig, leicht transportierbar und leicht und lange aufbewahrbar ist. Für eine Verarbeitung des Materials muss man aber capturen, was immer Echtzeit erfordert. Und oft bleiben die Bänder dann auch lange unbearbeitet liegen, was zwar von ihrer Haltbarkeit möglich ist aber auch einen Aufwand bedeutet(stehend und ganz vorgespult lagern, trocken, 1x pro Jahr umspulen).

      Im Fall von AVCHD bietet sich die Archivierung ebenso auf Festplatten, Speicherkarten oder auf DVDs an, hier profitiert man von der etwa halben Größe dieser Dateien, verglichen mit HDV. Allerdings - egal ob man nun auf Speicherchip, Festplatte oder DVD filmt - das Originalmaterial muss für die Archivierung umkopiert werden, sollen nicht die für die Aufzeichnung verwendeten Datenträger blockiert bleiben.

      Zusätzlich bietet sich die AVCHD-Archiverung von derzeit nur Originalmaterial über das von einigen Camcordern (Sony SR1, SR7) mitgelieferte Tool "Picture Motion Browser" in hochauflösender AVCHD-Qualität als Blu Ray Struktur an (LINK), leider zur Zeit offenbar nur für O-Material.

      Eine andere kommende Lösung sind eigene kleine Brenner, welche auf normalen DVDs das Material in einer Blu Ray Struktur ablegen, und so die Aufbewahrung von AVCHD Material erleichtern.

      ZURÜCKSPIELEN VON GESCHNITTENEN FILMEN AUF DEN CAMCORDER
      Die Ausgabe zu AVCHD-Material, welches wieder in Camcorder eingelesen werden kann, etwa um das geschnittene Material vom Camcorder abzuspielen, ist gegenwärtig mit kaum einer Schnittlösung möglich, auch nicht mit Pinnacle Studio, welches über einen Trick zumindest die Ausgabe zu m2ts Datein kann (Authoren einer hochauflösenden Disk, und Verwenden der m2ts Datei).

      Die Ausgabe zu AVCHD als Vorraussetzung für das Zurückspielen auf Camcorder wird aber vermutlich in Zukunft doch in mehreren Schnittlösungen verfügbar sein. So hat etwa Mainconcept bekannt gegeben (15.8.08 ), dass ein H.264 Encoder für die Ausgabe von AVCHD sowie BluRay in der nächsten Version von Corels Videostudio integriert sein wird LINK. Auch Vegas 8 hat einen neuen H.264 Encoder integriert, und ist in der Lage, als eine der ersten Lösungen AVCHD Material nach dem Schnitt und aus der Timeline als Datei auszugeben.

      Sowohl von Vegas 8 wie auch von Pinnacle Studio 1.11 ist bekannt geworden, dass daraus AVCHD Material ausgegeben werden kann, welches sich zumindest auf Sony Geräte zurückkopieren läßt. Erste Tests mit Sony AVCHD Camcorder SR1 sowie SR7 zeigten, dass das Zurückspielen des Materials zumindest bei diesem Geräten auf die Festplatte des Camcorders möglich war, unter Verwendung der von Sony mitgelieferten Software Picture Motion Browser. Die Sache dürfte aber eher recht lange dauern, User berichten vom einer recht lange Zeit für diesen Vorgang - LINK. Allerdings dürfte das leider nicht universell für alle Geräte gelten.

      Trotzdem - viele AVCHD User, die ihre geschnittene Werke vom Camcorder aus abspielen wollen, werden sich möglicherweise noch gedulden müssen, wenn sie eine andere Schnittsoftware als die hier erwähnten Lösungen benutzen.

      Bei HDV ist das Zurückspielen auf mini-DV-Band als m2t längst Standard, und ermöglicht so das Archivieren des geschnittenen Films. Da hier die Gefahr von droped frames besteht, ist diese Methode zur Aufbewahrung nur als zusätzliche Methode empfehlenswert. Die Archivierung von geschnittenen HDV-Material kann natürlich auch auf Festplatten oder DVDs erfolgen, hier muss man aber mit der größeren Datenmenge rechnen (verglichen mit AVCHD etwa doppelt so groß).

      ABSPIELEN VON PLAYERN - MIT AC3 2.0 und 5.1 TON?
      Das Abspielen von HDV wie auch von HD Material auf speziellen Playern ist grundsätzlich möglich. Im Fall von HDV gibt es einige Player wie den TViX-HD oder den SC200, welche HDV-Material abspielen können; oder auch den Xoro HSD 8500 (in Rußland als Xoro HSD 8510 noch erhältlich), der jetzt wieder bei KARSTADT erhältlich ist. Die bisher genannten Lösungen können aber weder einen AC3 2.0 noch einen AC3 5.1 Ton abspielen, der SC200 und der Xoro können auch kein AVCHD abspielen (der TViX-HD kann das in der letzten Generation).

      Unbestritten gut ist das Abspielen gerade von (ungeschnittenen) AVCHD Material via Stick oder DVD von der Sony PS3 mit der neuesten Firmware möglich, und auch PCs die als Mediaplayer mit passender Abspielsoftware wie etwa Power DVD Ulta eingesetzt wird, ermöglicht die Ausgabe des Materials. Am PC sind ruckelfreie Ausgaben aber offenbar nicht immer gewährleistet - hier ist man sowohl von der Prozessorleistung, aber auch von der Leistung der Grafikkarten abhängig. Ebenfalls möglich ist das Abspielen über die 360er Xbox, das 1080i oder auch P50 oder 25Hz Problem gibt es für das HD DVD Laufwerk nicht mehr.

      AVCHD Material mit 5.1 Ton ist direkt auf BluRay Playern auch ohne Authoring abspielbar, entweder von den Camcordern im Fall des O-Materials, oder auch das geschnittene Material. Nur dazu müssen viele Schnittprogrammen erst die Ausgabe als abspielfähiges AVCHD lernen, wie bereits gesagt kann Vegas 8 das als eines der ersten Schnittprogramme. Dieses Feature wird aber sicherlich im Laufe der Zeit auch in andere Schnittprogramme Einzug halten.

      Über Umwege - Export als m2t Material aus der NLE und das neuerliches Encoden zu AVCHD - ist auch jetzt schon mit einigen wenigen Programmen möglich, wie etwa in Nero 7.9x - aber bisher nur unter Verwendung zusätzlicher Rendergenerationen. Idealer ist hier sicherlich die direkte Ausgabe als AVCHD aus der Timeline, und das anschließende Brennen dieses Materials ohne neuerliches Encoden (was gegenwärtig nur sehr begrenzt geht, aber im Kommen ist).

      Bei m2t-Material hingegen ist kein AC3 5.1 vorgesehen, hier ist die Ausgabe zu entsprechenden BluRay Strukturen als mpeg2-HD mit 5.1 Ton erforderlich um 5.1 im Datenstream integiert zu haben.

      Die kommenden BluRay oder HD DVD Player bieten ebenfalls Abspielmöglichkeiten für HDV wie´auch AVCHD Material bieten - aber hier steht man am Anfang. Die PS3 hat ein BluRay Laufwerk und ist ein günstiges und hochwertiges Einstiegsgerät - und bietet neben der Abspielmöglichkeit von BluRay Filmen (auch in 24p) auch die Abspielmöglichkeit von HDV wie auch AVCHD auf herkömmlichen DVD-Rohlingen. Bei HD DVD etwa muss erst ein schon geraume Zeit angekündigtes Firmware-Update das Abspielen von 1080 50i Material ermöglichen.

      HD-AUTHORING
      Grundsätzlich wird das HD-Authoring sowohl unter Verwendung von H.264 (AVCHD) wie auch mpeg2-HD möglich sein.

      Gegenwärtig sind auch noch BluRay Brenner noch eher teurer, HD DVD Brenner sind noch weniger verfügbar. Es ist daher zu erwarten, dass sich Zwischenlösung etablieren werden - wo die User etwa AVCHD-DVDs in BluRay Strukturen auf herkömmliche DVD-Rohlinge (auch DL) Scheibe schreiben, und diese in BluRay Playern wie der PS3 abspielen (geht zur Zeit auf der PS3 nur aus Nero oder auch Pinnacle Studio, nicht aber aus Vegas oder Encore CS3). Geeigneter hierfür ist - aufgrund der geringeren Dateigröße - eher AVCHD als mpeg2-HD. Diese AVCHD-DVDs sind insofern nicht unattraktiv, als man damit relativ lange Laufzeiten mit 60 Minuten und mehr auch auf einfachen DVD-Rohlingen erreicht, und das ohne BluRay Brenner LINK.

      Aber selbst professionellere HD-Authoring Tools - wie Roxio DVDit Pro HD, bieten zur Zeit nur das Authoring basierend auf mpeg2-HD an, und kann derzeit kein H.264 Authoring.

      Mit dem im Rahmen der Adobe Suite mitgelieferten Encore CS3 kann man sowohl Blu Ray Strukturen mit mepg2-HD wie auch AVCHD erstellen, und das auch mit Menüs. Zumindest einige Player kommen aber mit dem selbstgebrannten Blu Ray Scheiben noch nicht zurecht (LINK). Da Encore CS3 auch Images ausgeben kann, lassen sich diese grundsätzlich auch auf herkömmliche DVDs brennen, wenn das Image nicht zu groß ist (verbietet Adobe in keiner mir bekannten Quelle). Es ist aber auch die Ausgabe der Dateien möglich, die dann aber offenbar nur auf Blu Ray Scheiben gebrannt werden können. Eine direkte Übergabe aus der Timeline von Adobe Premiere CS3 ist möglich - und auch unnötiges Neuencoden kann unterbunden werden (zumindest bei der Ausgabe aus der Premiere Timeline).

      Der neue H.264 Encoder in Vegas 8 erlaubt nun auch die Ausgabe eines Projektes aus der Timeline direkt zu einer Blu Ray Struktur. Menübilder sind damit im Gegensatz zu Encore CS3 aber nicht möglich - lediglich Kapitelmarken werden übernommen. Wesentlich ist, dass auch hier nur einmal encoded wird - was zu einer sehr guten Qualität des ausgegebenen Materials in optischen Tests führt. Ist am System auch der DVDA und damit die Profiverson des Dolby-Digital Encoders installiert, dann kann man auch Scheiben in 5.1 Ton aus der Vegas Timeline direkt ausgeben. Zusätzlich unterstützt diese Funktion auch die Ausgabe als mpeg-2-HD, bei Wunsch ebenfalls mit 5.1 Ton. Ist im System kein Blu Ray Brenner installiert, dann wird von Vegas 8 ein ISO-File auf die Festplatte ausgegeben, welches dann mit herkömmlichen Brennprogrammen wie Nero bei passender Größe auch auf 4.3 GB DVDs gebrannt werden kann. Im aktuellen Vegas 8a ist das erstellte Iso sogar direkt auch auf DVD-Rohlinge brennbar. Diese AVCHD-DVD Scheiben waren auf einigen Testgeräten tadellos abspielbar:

      Panasonic DMP-B10 EGS: lauffähig
      Pioneer BDP-LX70: lauffähig
      Samsung BDP 1000: nicht lauffähig

      interessanterweise aber nicht auf der PS3, wie User hier im Forum berichten (ungetestet von mir).

      Aus der Timeline von Vegas 8 kann man auch grundsätzlich mpeg2-HD mit 5.1 Ton in die Blu Ray Struktur in Form eines ISOs ausgeben. Brennt man diese Struktur auf herkömmliche DVDs, dann hatten die oben genannten Player Probleme mit dem Abspielen, der Ton riss ab und das Bild stockte fallweise. Behebbar war das, indem man die Datenraten der mpeg2 Dateien reduziert hat - dann waren auch die mpeg2-HD basierenden Blu Ray Scheiben auf den obigen Playern lauffähig (aber die Bildqualität verschlechtere sich hier halt entsprechend).

      Bei den Einsteigerprodukten bietet für das hochauflösende Authoring bietet Nero 7.9x in Vision 4 ein erstes einfaches Authoringtool an, welches etwa HDV-Material zu AVCHD wandelt und das Erstellen von auf BluRay-Laufwerken lauffähigen AVCHD-DVD (mit DVD-Standardrohlingen) ermöglicht. Alleredings wird in Nero Vision 4 gegenwärtig immer neu Enkodiert, auch bei AVCHD Material - was eindeutig nicht ideal ist und doch etwas auf Kosten der Qualität geht.

      Weitere kleine Authoringtools gibt es etwa in Pinnacle Studio 11, sowie in VDL. Besonders die Authoring-Lösung in Pinnacle Studio 11 wird aus Sicht der Bildqualität als höherwertiger beschrieben, als die von Nero - allerdings kann Pinnacle Studio 11 keine Menüstrukturen, aber auch 5.1 Ton - LINK.

      Im Bereich der Consumer-Tools oder halbprofessionellen Tools ist derzeit keine Lösung verfügbar, welche auch mpeg2-HDs auf herkömmliche DVDs schreibt. Erst Tests mit derartigen Tools haben aber gezeigt, dass die gegenwärtigen BluRay Player mit derartigen mpeg2-HD-DVDs nicht gut zurecht kommen - offenbar weil die Datenrate mit 25 Mbps zu hoch ist. Eine Reduktion der Datenrate brachte hier zwar Abhilfe, aber dann ist die Qualität im Regelfall schlechter als bei der Verwendung von AVCHD-DVDs.

      Bis die vollen BluRay-Authoring-Fähigkeiten in gehobeneren Authoring-Tools Einzug halten werden, dürfte noch einige Zeit vergehen. In Summe befindet sich das Erstellen von Abspielfähigen Medien noch in Entwicklung, schrittweise wird man hier auch den Einzug in verschiedene Schnittprogramme sehen. Bis Authoring-Tools um begrenztes Geld allerdings die vollen Möglichkeiten von BluRay und HD-DVD ausnutzen, dürfte noch einige Zeit vergehen.

      Trotzdem: es dürfte sich zur Zeit um ein gewisses Glücksspiel handeln, welche wie erstellten Scheiben wo abspielbar sind - siehe auch HIER. Man kann wohl nur selbst testen, und versuchen, sich so vor dem Kauf abzusichern. Und ist die Abspielfähigkeit von der Hardware seiner Wahl vom Hersteller nicht garantiert, ist selbst die Lauffähigkeit heute mit einem Fragezeichen zu versehen - was, wenn ein Firmware-Update morgen die Sache nicht mehr kann?

      Es wird daher empfohlen, heute die gesamten HD-Projekte auf externer Festplatte aufzuheben. Dies hat den Vorteil, dass man morgen - wenn bessere Authoringtools verfügbar sind oder die Schnittprogramme wenigstens das Material in BluRay Struktur/HD DVD Struktur schreiben können - man die Projekte einfach nochmals zur finalen Struktur rausrendern kann. Vielleicht bringt hier erst das Brennen auf BD-Rs die finale Lösung und Abspielfähigkeit.

      ZUSAMMENFASSUNGF: WEITERE HARDWARE-ANFORDERUNGEN
      Zuletzt: will man in HD filmen, so sollte man auch nicht übersehen, dass man eine HD-Ready oder full-HD Sichtgerät benötigt, will man wirklich den Vorteil der höheren Auflösung nutzen können. Man sollte auch beachten, dass man damit in 16:9 filmt, was zukunftssicher ist, aber auf älteren 4:3 Geräten zu den typischen schwarzen Balken oben und unten führt. Und man sollte beachten, dass man neben Plasma, LCD oder Beamer gegebenenfalls auch Investitionen in PC, Schnittprogramm, Blu Ray-Brenner und Abspielgeräte tätigen muss. Auch wenn typischerweise diese Investitionen schrittweise erfolgen - irgendwann müssen sie für den Umstieg auf HD getätigt werden. Belohnt wird man dafür aber mit zukunftssicheren Filmmaterial, mit dem man auch morgen noch Freude haben dürfte.
      AVCHD Lite

      Der am 27. Januar 2009 vorgestellte Standard AVCHD Lite[1] entspricht in allen Spezifikationen dem AVCHD-Standard – mit der einzigen Einschränkung, dass er sich für Videoaufnahmen nur auf das Zeilenformat mit 720 Zeilen (720p) beschränkt und somit bei Videoaufnahmen das Zeilenformat 1080i nicht unterstützt. AVCHD Lite ist zunächst nur für Camcorder und Digitalkameras vorgesehen, deren Videoaufnahmen auf jedes Wiedergabe- oder Aufzeichnungsgerät, das dem AVCHD-Standard entspricht, übertragen werden können. Die Tatsache, dass aus den entsprechend dem Standard AVCHD Lite aufgezeichneten Videodaten bei der Wiedergabe durch eine Hochskalierung auch Videoformate mit höherer Zeilenzahl generiert werden können (siehe zum Beispiel auch Zeilenverdoppler), steht dem Standard AVCHD Lite nicht entgegen.

      Wer privat gern videografiert und seine Aufnahmen auch selbst schneiden möchte, sollte unbedingt das AVCHD Lite-Format ins Auge fassen. Dieses Format lässt sich gegenüber AVCHD als FullHD mit 1920×1080 relativ leicht bearbeiten.

      Quelle: http://de.wikipedia.org/wiki/Advanced_Video_Codec_High_Definition