Interessantes zu Formel 1 im Jahr 2007

    Interessantes zu Formel 1 im Jahr 2007

    Rennkalender Formel 1: Saison 2007 (17 Formel 1 Rennen)

    18.03.2007, Australien, Melbourne, GP Australien
    08.04.2007, Malaysia, Kuala Lumpur, GP Malaysia
    15.04.2007, Bahrain, Manama, GP Bahrain
    13.05.2007, Spanien, Barcelona, GP Spanien
    27.05.2007, Monaco, Monte Carlo, GP Monaco
    10.06.2007, Kanada, Montreal, GP Kanada
    17.06.2007, USA, Indianapolis, GP USA
    01.07.2007, Frankreich, Magny-Cours, GP Frankreich
    08.07.2007, Grossbritannien, Silverstone, GP Grossbritannien
    22.07.2007, Deutschland, Nürburg, GP Deutschland
    05.08.2007, Ungarn, Budapest, GP Ungarn
    26.08.2007, Türkei, Istanbul, GP Türkei
    09.09.2007, Italien, Monza, GP Italien
    16.09.2007, Belgien, Spa, GP Belgien
    30.09.2007, Japan, Suzuka, GP Japan
    07.10.2007, China, Shanghai, GP China
    21.10.2007, Brasilien, Sao Paolo, GP Brasilien
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    GRAND PRIX VON AUSTRALIEN

    GRAND PRIX VON AUSTRALIEN

    Der Grand Prix von Australien am kommenden Wochenende in Melbourne ist nicht nur der Saisonauftakt der Formel-1-Weltmeisterschaft 2007, er ist auch das erste Rennen für die Partnerschaft Vodafone McLaren Mercedes. Der zweimalige Weltmeister Fernando Alonso und sein Teamkollege Lewis Hamilton haben sich intensiv auf den Saisonstart vorbereitet. Dazu haben beide zusammen mit dem MP4- 22 rund 10.200 Testkilometer zurückgelegt, Testfahrer Pedro de la Rosa fuhr mehr
    als 3.100 Kilometer.

    Wissenswertes zur Vorbereitung von Vodafone McLaren Mercedes auf den Grand Prix von Australien:

    Wann kam das Vodafone McLaren Mercedes Team in Australien an?

    Erste Teile der Teamausrüstung verließen das McLaren Technology Centre am 10. Januar und trafen in der neunten Kalenderwoche per Seefracht in Melbourne ein. Weiteres Material wurde am 9. Februar per Luftfracht verschickt und kam zwei Tage später in Australien an. Die ersten Teammitglieder landen am 11. März. Fernando und Lewis kommen am 12. und 14. März nach Melbourne. Lewis hatte die Tage davor in Brisbane an der Gold Coast verbracht, um sich an die Zeitumstellung und das Klima zu gewöhnen.

    Was hat das Team seit seiner Ankunft bis zum ersten Freien Training am Freitag hauptsächlich zu tun?

    Zunächst werden die Boxen und das Büro eingerichtet. Diese Arbeit beginnt am 11. März und dauert zwei Tage. Die Mannschaften für Fernando, Lewis und das T-car sind ab dem 12. März in Melbourne und bereiten die Autos für das Grand-Prix- Wochenende vor. Für den Transport nach Australien wurden die Front- und Heckflügel, die Lenkräder, die Rückspiegel und die seitlichen Deflektoren von den
    drei MP4-22 abmontiert. Unten und an den Seiten werden die Autos durch Holzplatten abgeschirmt, hinten schützt eine Stoßleiste das Getriebe. Außerdem sind die Autos mit speziellen Frontpartien für den Transport ausgestattet und die Räder sind montiert. Für die Fahrer beginnt die Arbeit am Mittwoch. Pedro de la Rosa nimmt an der Mercedes-AMG Challenge, einer Kundenveranstaltung auf Phillip Island teil. Am Donnerstag sind Fernando, Lewis und Pedro beim traditionellen Media-Lunch des Teams in einem Strandrestaurant in Melbourne. Nachmittags gehen sie mit ihren Ingenieuren die Strecke ab und nehmen an der ersten technischen Besprechung dieses Grand Prix teil.

    Gibt es Besonderheiten, weil das Team diesmal mit zwei neuen Fahrern antritt?

    Das Vodafone McLaren Mercedes Team hat während des Winters viel Zeit mit Fernando und Lewis verbracht, dabei haben sich alle untereinander gut kennen gelernt. Das Ganze ist ein Lernprozess. Zwei neue Fahrer im Team sind für alle eine zusätzliche Motivation. Beide Fahrer haben beim Testen und im McLaren Technology Centre eng mit ihren Renningenieuren zusammen gearbeitet, Fernando mit Mark Slade und Lewis mit Phil Prew. Bei den Grand-Prix-Rennen steht Steve Hallam für Fernando an der Boxenmauer, bei Lewis ist es Richard Hopkirk.

    Was muss man bei der Rennstrecke im Albert Park beachten?

    Der Kurs im Albert Park mitten in Melbourne ist zum einen Teil eine permanente Rennstrecke und besteht zum anderen Teil aus öffentlichen Straßen. Die Strecke wird zum Teil von Betonmauern begrenzt, man muss also präzise fahren. Zu Beginn des Wochenendes bietet der Belag wenig Grip, doch das bessert sich, wenn die Strecke allmählich sauberer wird und mehr Gummi den Asphalt griffiger macht. Bei 16 Kurven auf einer Runde wechseln die Fahrer ständig zwischen Beschleunigen und starkem Verzögern, was die Bremsen ähnlich stark beansprucht wie auf dem Hochge¬schwindigkeitskurs von Monza. Gefahren wird mit mittlerem bis hohem Abtrieb. Die besten Überholmöglichkeiten gibt es in Kurve eins und gleich anschließend in Kurve zwei.

    Infos zu Lewis Hamilton

    Lewis Hamilton --> Neuer Fahrer bei McLaren-Mercedes

    Team: McLaren-Mercedes
    Startnummer: 2
    Land: Großbritannien
    Geburtsdatum: 7. Januar 1985
    Geburtsort: Hertfordshire (Großbritannien)
    Wohnort: Tewin (Großbritannien)
    Größe: 1,74 m
    Gewicht: 68 kg
    Familie: ledig
    F1-Debüt: Australien 2007
    Homepage: www.lewishamilton.com


    Die Geschichte klingt nach einem Hollywood-Märchen. In der Hauptbesetzung Lewis Hamilton - Sohn eines britischen Einwanderers aus Trinidad & Tobago - und McLaren-Boss Ron Dennis.

    Bei der jährlichen Preisverleihung des britischen Motorsports 1996 bittet der damals 11-Jährige McLaren-Teamchef Ron Dennis um ein Autogramm und fragt bei der Gelegenheit, ob er mal für Dennis fahren dürfe. «Melde dich in neun Jahren wieder», schrieb Dennis dann in das Album des ehrgeizigen Buben - mitsamt Telefonnummer. «Es war etwas Besonderes, als wir uns das erste Mal trafen», sagt Hamilton heute.

    Seit 1998 wird Hamilton nun von McLaren beratend und finanziell unterstützt. Auch wenn es auf den ersten Blick wie ein Abenteuer Seitens des britischen Rennstalls aussieht, so kann man sicher sein, dass die Entscheidung für das zweite Cockpit sehr wohlüberlegt gefallen ist. Hamilton ist zwar absoluter Formel-1-Neuling, genießt aber das uneingeschränkte Vertrauen seiner Bosse.

    2003 holte Hamilton in der britischen Formel-Renault seinen ersten Titel im Automobilsport. 2005 folgte der Gesamterfolg in der Formel-3-Euroserie - mit 15 Siegen in 20 Rennen. 2006 fuhr Hamilton die GP-2-Meisterschaft ein. Fünf Tage nach seinem Titeltriumph saß er das ersten Mal am Steuer des «Silberpfeils» und drehte seine ersten Testrunden, stets begleitet von großem Medieninteresse.

    «Ich werde hart dafür arbeiten, gut abzuschneiden», versprach der mit ebenso vielen Erfolgen wie Vorschlusslorbeeren (Sir Stirling Moss: «Er ist der beeindruckendste nachrückende Fahrer, den ich seit langer Zeit gesehen habe») bedachte Brite. Im internen Duell setzte er sich gegen den deutlich erfahreneren Pedro de la Rosa - der Spanier war in der vorigen Saison nach Juan Pablo Montoyas Rauswurf zum Stammpiloten aufgestiegen - und den früheren DTM-Champion Gary Paffett aus Großbritannien durch. Beiden bleibt das Engagement als Testfahrer.

    Denn neben seinem kometenhaften Aufstieg sorgt auch seine Hautfarbe für ein riesiges Medieninteresse. Zwar ist er nicht der erste Farbige in der Formel 1 - dies war der Inder Narain Karthikeyan - aber er ist sicherlich der Erste der eine echte Chance bekommt auch vorne mitzufahren.
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    Infos zu Fernando Alonso

    Fernando Alonso --> Die Nummer 1 bei McLaren-Mercedes

    Team: McLaren-Mercedes
    Startnummer: 1
    Land: Spanien
    Geburtsdatum: 29. Juli 1981
    Geburtsort: Oviedo (Spanien)
    Wohnort: Oxford (Großbritannien)
    Größe: 171 cm
    Gewicht: 68 kg
    Familie: ledig
    F1-Debüt: Australien 2001
    Erster GP-Sieg: GP Ungarn August 2003
    Größte Erfolge: Weltmeister 2005, 2006
    Bisherige Teams: Minardi (2001), Renault (2002-06)
    Homepage: www.fernandoalonso.com


    Mit der «Startnummer 1» als Geschenk im Gepäck tritt der amtierende Weltmeister Fernando Alonso 2007 bei McLaren-Mercedes die Nachfolge des zu Ferrari gewechselten Finnen Kimi Räikkönen an. Über ein Jahr nach Bekanntgabe des Wechsels von Renault zu den Silberpfeilen ist der Tausch endlich auch vollzogen.

    Alonso und McLaren-Mercedes waren im Vorfeld oftmals für die frühe Bekanntgabe dieses Transfers kritisiert worden. Doch Gerüchte um einen demotivierten Spanier bei Renault machte Alonso ebenso deutlich 2006 zunichte, wie Spekulationen um einen Ausstieg bei den Silberpfeilen aufgrund des mangelnden Erfolges 2006.

    Nachdem es ihm zwei Mal mit Renault gelungen war, will Alonso nun auch mit Silber nach den Sternen greifen. Nach sieben Jahren ohne WM-Erfolg für das britisch-schwäbische Team «ist jetzt die richtige Zeit dafür», meinte der zweimalige Titelträger. «Das ist eine klare Ansage. Ein Weltmeister wechselt auch nicht in ein neues Team, um Zweiter oder Dritter zu werden», pflichtete Mercedes-Motorsportchef Norbert Haug bei.

    Als härtester Konkurrent wird ausgerechnet Alonso-Vorgänger Kimi Räikkönen gehandelt. Der Finne würde seinem alten Team nur zu gerne die Punkte streitig machen.

    Der 25-jährige Spanier geht seine Arbeit bei McLaren-Mercedes gewohnt professionell an. Innerhalb kürzester Zeit, hatte er sich in das Team integriert und glänzte mit fundierten technischen Analysen. «Ich werde wie immer am Maximum fahren und versuchen zu gewinnen», sagte er nach den ersten Testfahrten zu Saisonbeginn. Zweifel an seinem Vorhaben lässt der Spanier gar nicht erst aufkommen: «Ich habe kein anderes Ziel als den Titel.»
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    Infos zu Adrian Sutil

    Adrian Sutil --> der vierte Deutsche

    Team: Spyker F1 Team
    Startnummer: 21
    Land: Deutschland
    Geburtsdatum: 11. Januar 1983
    Geburtsort: Gräfelfing (Deutschland)
    Wohnort: München (Deutschland )
    Größe: 1,83 m
    Gewicht: 75 kg
    Familie: ledig
    F1-Debüt: Australien 2007
    Bisherige Teams: Midland/Spyker (Testfahrer 2006)
    Homepage: www.adriansutil.com


    Adrian Sutil rückt in der Saison 2007 nach dem Abschied von Rekordweltmeister Michael Schumacher als vierter Deutscher Starter in die Königsklasse des Motorsports nach. Doch sein Debütjahr wird wohl kaum von WM-Ehren gekrönt. Dafür ist das Spyker-Team des dritten Formel-1-Neulings in einem Stammcockpit zu schwach.

    Während Lewis Hamilton (McLaren-Mercedes) und Heikki Kovalainen (Renault) mit ihren Top-Teams zwangsläufig den Weltmeistertitel im Visier haben, steht für den ausgebildeter Pianisten Sutil beim jüngsten F1-Team nur ein Lehrjahr an. «Aber ich werde versuchen, so wenige Fehler wie möglich zu machen und die Rennen zu beenden», sagte Sutil vor seinem ersten Grand Prix in Australien.

    Für den Stammplatz in der Formel 1 empfahl sich der 24-Jährige als Gesamtsieger der japanischen Nippon-Serie (2006) und der Schweizer Formel-Serie (2002). Vor zwei Jahren war Sutil hinter Hamilton Vizemeister in der Formel-3-Euroserie. «Ich bin jetzt bereit für die Formel 1», versicherte der Sohn eines Berufsmusikers.

    Erst mit 14 Jahren entdeckte Sutil sein Herz für den Rennsport - in der Kartserie. Bis dahin hatte sich der musikalische Junge, dessen Vater aus Uruguay stammt, mehr für sein Klavier interessiert. Mit Spannung wird zu beobachten sein, ob der selbstbewusste Nachwuchsfahrer in der Formel 1 - genau wie sein Vater bei den Münchner Philharmonikern - einmal das Zeug für die erste Geige haben wird.
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    Liste interessanter Formel 1 Links!

    Liste interessanter Formel 1 Links!


    Außer News stellt die Seite detailierte Informationen über die F1 von 1950 bis heute, ein F1 Lexikon und eine Zeitreise durch die F1 bereit.
    http://www.formel1.de

    RTL Formel 1Der Fernsehsender bietet neben News eine Datenbank, eine Fanecke und Spiele.
    http://formel-eins.rtl.de

    Datenbank mit Informationen über die Geschichte der Formel 1, über Rennfahrer, Teams und Rennstrecken bei Wikipedia.
    http://de.wikipedia.org/wiki/Formel_1

    Reglement 2007

    Reglement 2007

    Abdeckung der Wagen
    -Folgende Abdeckungen sind dabei nicht erlaubt:
    Motor-, Getriebe- und Kühlerabdeckungen, während die Motoren gewechselt werden Abdeckungen über den Ersatzflügeln, wenn sie in der Box stehen Abdeckungen auf Teilen wie Unterböden, Tankanlage oder Werkzeugen
    Folgende Abdeckungen sind erlaubt:
    -Abdeckungen auf beschädigten Autos oder Komponenten
    -Reifenheizdecken
    -eine transparente Werkzeugablage auf dem Heckflügel, nicht tiefer als 50 mm
    -Heizdecken für Reifen und Motor in der Startaufstellung
    -Eine speziell angefertigte Heckflügelabdeckung, welche ein Feuer verhindert
    -Eine Regenabdeckung auf dem Fahrzeug in der Box oder der Startaufstellung
    -Die Boliden dürfen in der Nacht, die sie ja im Parc Fermé unter Verschluss verbringen müssen, zugedeckt werden.

    Ablauf der Qualifikation
    Nach zwei 15-minütigen Qualifying-Sessions scheiden jeweils die langsamsten 5 oder 6 (Anzahl abhängig ob 20 oder 22 Starter) Fahrer aus. Diese belegen die Startplätze 16 bis 22 und 11 bis 15. Danach werden die Zeiten der verbliebenen 10 Fahrer erneut auf Null gesetzt und sie treten in einer 20-minütigen Session um die besten 10 Startplätze an. Obwohl sich die Autos ab dem Beginn des Qualifyings unter so genannten Parc Fermé Bedingungen befinden werden, sind Reifenwechsel und Tankvorgänge neuerdings erlaubt. Allerdings müssen die Top-10 die letzten 20 Minuten mit Rennsprit bestreiten. Der verbrauchte Sprit während des Qualifyings darf vor dem Rennen jedoch nachgetankt werden.

    Antrieb
    Erlaubt sind maximal zwei angetriebene Räder. Ein Rückwärtsgang ist Vorschrift. Jeder Gangwechsel muss individuell vom Fahrer ausgelöst werden. Die Anzahl der Gänge kann von vier bis sieben variieren.

    Anzahl der Grands Prix
    Die Formel 1-Weltmeisterschaft besteht aus mindestens acht und maximal 18 Grands Prix.

    Aufhängungen
    Es sind ausschließlich gefederte Aufhängungen zugelassen. Die Geometrie der Aufhängung darf während der Fahrt nicht verändert werden. Die Radträger werden mit einem bis zu einer Kraft von acht Tonnen reißfesten Kevlarseil am Chassis befestigt.

    Bewerbung
    Neue Bewerber müssen eine Garantiesumme von 48 Millionen Dollar hinterlegen. Die Summe wird inklusive Zinsen in zwölf gleichen Monatsraten ab der ersten Teilnahme zurückgezahlt. Tritt der Bewerber nicht an, verfällt die Summe. Tritt er ein Jahr später an als angekündigt, werden zwölf Millionen Dollar eingezogen und lediglich die Restsumme zurückgezahlt.

    Bremsen
    Mindestens zwei getrennte, voneinander unabhängige Bremskreisläufe, die über ein Pedal angesprochen werden, sind vorgeschrieben. Ein Kreislauf muss die Vorder-, der andere die Hinterräder bedienen.
    Die Bremssättel müssen aus Aluminium gefertigt sein. Pro Rad ist je ein Bremssattel mit maximal sechs Kolben und zwei Belägen erlaubt.
    Die maximale Dicke der Bremsscheiben beträgt 28 Millimeter, der maximale Durchmesser 278 Millimeter.
    Während des Bremsvorgangs darf die Bremskraftverteilung nicht verändert werden.

    Chassis
    Für die Dicke der Chassiswände sind mindestens 3,5 Millimeter vorgeschrieben. Davon entfallen 2,5 Millimeter auf einen aus Kevlar gefertigten Mantel. Die maximale Breite des Autos beträgt 180 Zentimeter. Zwischen den Achsen darf die Chassisbreite 140 Zentimeter nicht übersteigen, das Gleiche gilt für den Frontflügel. Die maximale Breite des Heckflügels ist 100 Zentimeter. Die maximale Höhe des Autos beträgt 95 Zentimeter, gemessen vom tiefsten Punkt des Fahrzeugs beziehungsweise dessen Referenzebene.
    Alle Teile des Unterbodens, die weiter als 25 Zentimeter von der ge-dachten Mittellinie des Autos entfernt sind, gemessen von einem Punkt 33 Zentimeter hinter der Vorderachse bis zum hintersten Teil des Fahrzeugs, müssen mindestens fünf Zentimeter oberhalb der Referenzebene liegen (Stufe im Unterboden). Die maximale Höhe des Heckflügels beträgt 80 Zentimeter, gemessen von der Referenzebene.
    Der Heckflügel darf maximal vier Flügelelemente aufweisen, wobei ein Element auf die untere und drei auf die obere Ebene entfallen. Gemessen von der Referenzplatte müssen das untere Flügelelement in einem Fenster zwischen 300 und 375 Millimeter und die oberen in einem Fenster zwischen 600 und 800 Millimeter liegen. Der Frontflügel muss mindestens 100 Millimeter über der Referenzplatte liegen.

    Cockpit
    Aus Sicherheitsgründen muss das Cockpit so dimensioniert sein, dass der Fahrer es innerhalb von fünf Sekunden verlassen kann. Die maximal erlaubte Zeitspanne zum Verlassen des Cockpits und Aufstecken des Lenkrades beträgt zehn Sekunden. Die Dicke des Kopf- und Nackenschutzes muss 75 Millimeter betragen.
    Die Länge des Cockpits beträgt 850 Millimeter. Der vordere Fußraum muss ausgepolstert sein. Die Mindestdicke beträgt 25 Millimeter.

    Crashtests
    - Dynamische
    Der frontale dynamische Crashtest erfolgt mit einer Geschwindigkeit von 14 Metern pro Sekunde, der seitliche mit zwölf Metern pro Sekunde und der für die Heckpartie mit zwölf Metern pro Sekunde. Der seitliche Crash erfolgt an einem Punkt, der 500 Millimeter vor der Cockpitrückwand und 300 Millimeter über der Referenzplatte liegt. Das Gewicht des Testchassis beträgt dabei inklusive Dummy 780 Kilogramm. Die maximale Verzögerung, gemessen an der Brust des Testdummys, darf 60 g innerhalb von drei Millisekunden nicht übersteigen. Die Sicherheitszelle darf bei keinem der dynamischen Tests beschädigt werden. Der Schnellverschluss des Lenkrades muss voll funktionstüchtig bleiben.
    - Statische
    Statische Crashtests erfolgen am Boden unterhalb des Benzintanks, an der Seite der Nasenbefestigung sowie seitlich am Chassis auf Höhe der Beine des Fahrers und des Sitzes. Außerdem wird der Überrollbügel in drei Richtungen belastet: seitlich mit fünf Tonnen, in Längsrichtung mit sechs Tonnen und vertikal mit neun Tonnen. Die Deformation darf nicht mehr als 50 Millimeter betragen.

    Der offizielle GP-Zeitplan
    Freitag:
    11:00 - 12:00 Uhr 1. Freies Training
    14:00 - 15:00 Uhr 2. Freies Training
    Samstag:
    10:00 - 10:45 Uhr 3. Freies Training
    11:15 - 12:00 Uhr 4. Freies Training
    14:00 Uhr Qualifying mit zwei Versuchen pro Fahrer
    Sonntag:
    14:00 Uhr Rennen

    Elektronische Fahrhilfen
    Während die Traktionskontrolle als einzige der so genannten elektronischen Fahrhilfen auch 2004 noch erlaubt sein wird, sind die Startkontrolle sowie automatische Getriebe seit 2004 verboten.
    Ersatzauto
    Ein dritter Wagen darf benutzt werden, wenn der Rennwagen irreparabel beschädigt ist. Wenn ein Auto kurz vor dem Start einen Defekt erleidet, wird das Ersatzauto aus der Box starten. Bei einem Rennabbruch in den ersten beiden Runden, darf ein Ersatzwagen eingesetzt werden. In jedem Fall muss die Ein-Motoren-Regel sowie die dazugehörigen Strafen für Motorwechsel beachtet werden.

    Fahrertausch
    Jedes Team darf - unabhängig von den dritten Fahrern am Freitag - vier Piloten während der Saison einsetzen.

    Fahrzeuggewicht
    Ein Formel-1-Wagen muss inklusive Fahrer, Öl und Bremsflüssigkeit mindestens 600 Kilogramm wiegen.

    Freitagstrainings
    In den beiden freien Trainingssitzungen am Freitag dürfen, abgesehen von den vier besten Teams in der Konstrukteurs-WM des Vorjahres, alle anderen Teams einen dritten Fahrer einsetzen, wenn dieser in den letzten zwei Saisons nicht mehr als sechs Gand Prix bestritten hat.

    Funkverkehr
    Der Funkverkehr zwischen dem Fahrer und dem Team ist nicht verboten, so lange keine anderen Daten mit übertragen werden und das Kommunikationssystem für FIA und TV abhörbar ist.

    Geschwindigkeitsbegrenzung
    In der Boxengasse darf im Qualifying sowie Rennen grundsätzlich nicht schneller als 100 km/h gefahren werden - außer in Monte Carlo, dort gilt im Rennen Tempo 80 in der Boxengasse. Zuwiderhandlung wird im Rennen mit Zehnsekunden-Zeitstrafen geahndet, im Training mit Geldstrafen - 250 US-Dollar pro km/h.

    Kraftstoff
    Der Kraftstoff darf höchstens auf eine Temperatur von zehn Grad unterhalb der gerade herrschenden Außentemperatur abgekühlt werden.

    Motor
    Ab der Saison 2006 sind nur noch V8-Motoren mit 2,4 Litern Hubraum sowie V10-Triebwerke mit einer von der FIA noch einmal zu überarbeitenden Drehzahllimitierung erlaubt.

    Motorsteuerung
    Formel-1-Motoren verfügen über ein "Anti-Stall-Programm", um das Abwürgen des Motors bei einem Dreher zu verhindern. Es muss so programmiert sein, dass der Motor nach spätestens zehn Sekunden abgestellt wird, sollte der Fahrer in dieser Zeit nicht wieder in den Fahrmodus zurückgewechselt haben.

    Parc-Fermé-Regel
    Die Autos werden nach dem Qualifying ab 18:00 Uhr Ortszeit übernacht im Parc Fermé einbehalten. Die Teams dürfen dabei nur unter strenger Aufsicht an den Fahrzeugen arbeiten. Jegliche Arbeiten am Wagen, welche nicht auf einer sehr kurzen Liste stehen, benötigen eine besondere Genehmigung. Zwischen dem Qualifying und dem Rennen dürfen weder die Reifen gewechselt noch die Boliden nachgetankt werden. Seit 2004 darf der Sprit auch nicht mehr gekühlt werden.

    Punktesystem
    Anstelle der ersten Sechs erhalten seit der Saison 2003 jeweils die ersten Acht eines Grand Prix WM-Punkte. Die Aufteilung sieht hierbei wie folgt aus: 10-8-6-5-4-3-2-1 WM-Zähler.

    Räder/Reifen
    - Dimensionen
    Für die Hinterräder beträgt die minimale Breite 365 Millimeter, die maximale Breite 380 Millimeter. Für die Vorderräder gelten eine minimale Breite von 305 Millimetern und eine maximale Breite von 355 Millimetern. Der maximale Raddurchmesser ist mit 660 Millimeter für Trockenreifen und 670 Millimeter für Regenreifen festgeschrieben.
    - Rillenreifen
    Vorder- und Hinterreifen müssen je vier Rillen in Längsrichtung auf-weisen. Die Rillen müssen mindestens 14 Millimeter breit, 2,5 Millimeter tief und auf der Lauffläche symmetrisch angeordnet sein. Zwischen den Rillen müssen mindestens 50 Millimeter liegen. Die Breite der Lauffläche an den Vorderrädern darf 270 Millimeter nicht überschreiten. Alle Messungen werden bei einem Reifendruck von 20 PSI vorgenommen.
    - Radsicherung
    Jeder Radträger wird seit dem Jahr 2001 mit zwei statt bisher einem Kabel gesichert. Die Befestigung muss Kräften von fünf Tonnen pro Kabel, zehn Tonnen pro Rad standhalten.

    Reifen
    Anzahl:
    Jeder Fahrer darf an einem F1-Wochenende der Saison 2006 sieben verschiedene Trockenreifensätze, vier verschiedene Regenreifensätze und drei verschiedene Extremwetterreifensätze verwenden. Die im Qualifying und Rennen verwendeten Pneus müssen die gleiche Mischung aufweisen. Reifenwechsel werden wieder während des gesamten Rennens erlaubt.
    Hersteller:
    Sind zwei Lieferanten in der Formel 1 aktiv, muss jeder von ihnen in der Lage sein, bei Bedarf 60 Prozent des Feldes auszurüsten. Bei drei Herstellern sind es mindestens 40 Prozent.

    Rennabbruch
    Wird das Rennen in den ersten zwei Runden abgebrochen, erfolgt ein Neustart. Sind zwischen zwei Runden und 75 Prozent der Renndistanz gefahren, wird das Rennen neu gestartet. Der zweite Start erfolgt dann unter Safety-Car-Regeln: Die Autos starten in der Reihenfolge des Abbruchs des ersten Rennens; die Zeitrückstände werden nicht berücksichtigt, es sei denn, sie betragen mehr als eine Runde.
    Sollte ein Neustart nicht möglich sein, werden halbe Punkte vergeben. Bei einem Abbruch nach mehr als 75 Prozent der Gesamtdistanz wird die volle Punktzahl vergeben.

    Renndistanz
    Für einen Grand Prix wird auf jeder Strecke die geringstmögliche Rundenzahl bemessen, die eine Distanz von 305 Kilometern überschreitet. Die maximale Renndauer beträgt zwei Stunden.

    Safety Car
    Wenn der Rennleiter das Safety Car auf die Strecke schickt, wird dies rund um den Kurs mit "SC"-Zeichen signalisiert. Das Safety Car setzt sich vor das führende Auto. Fahrzeuge, die gegebenenfalls zwischen dem Safety Car und dem Führenden liegen, werden vorbeigewinkt und können hinten ans Feld aufschließen.
    Eine Runde, bevor das Safety Car wieder in die Boxengasse einschert, wird als Signal für die Piloten das Warnlicht ausgeschaltet.

    Stallregie
    Stallregie die auf die Manipulation eines Rennergebnisses abzielt ist verboten.

    Start
    30 Minuten vor dem Start wird die Boxengasse geöffnet. Die Fahrer haben 15 Minuten Zeit, um ihre Startplätze einzunehmen. Wer das Zeitlimit überschreitet, muss das Rennen hinter dem Feld aus der Boxengasse aufnehmen.
    Bis fünf Minuten vor dem Start darf getankt werden, auf dem Startplatz maximal zwölf Liter. Bis fünf Minuten vor dem Start müssen die Reifen aufgezogen sein. Eine Minute vor dem Start werden die Motoren angelassen.
    Beim 30-Sekunden-Signal setzt sich das Feld zur Formationsrunde in Bewegung. Während der Formationsrunde ist Überholen verboten. Einzige Ausnahme: Fährt ein Fahrer mit Verzögerung beim Vorstart los und wurde nicht vom gesamten Feld überholt, darf er seine ursprüngliche Startposition wieder einnehmen. Andernfalls muss der Fahrer vom letzten Startplatz starten. Das gleiche gilt für Fahrer, die einen Startabbruch provoziert haben.
    Nach jedem Startabbruch erfolgt fünf Minuten später der Neustart. Das Rennen wird wegen der zusätzlichen Formationsrunde um eine Runde verkürzt.
    Im Fall von schwerem Regen ist es möglich, das Rennen hinter dem Safety Car zu starten.
    Bei einem normalen Start gehen, sobald das letzte Fahrzeug in der Startaufstellung steht, nacheinander die fünf Lampen der Startampel im Sekundentakt an. Startsignal ist, wenn alle Lampen erlöschen. Signalisiert ein Fahrer im Feld Probleme, wird die Startprozedur unterbrochen. Dies wird durch gelbe Flaggen an der Boxenmauer und ein Blinklicht auf der Startampel angezeigt.

    Startaufstellung
    Die Autos stehen nach Trainingszeiten gestaffelt im Acht-Meter-Abstand versetzt zueinander.

    Tank
    Der Tank darf maximal 40 Zentimeter über die Mittellinie des Fahrzeugs hinausragen und muss in einem Stück zwischen Fahrersitz und Motor liegen.

    Telemetrie
    Die Telemtrie vom Auto zur Box bleibt 2003 erhalten und wird erst 2004 verboten. Die Telemetrie von der Box zum Auto wird mit sofortiger Wirkung verboten.

    Teststrecken
    Als Teststrecken sind alle Grand-Prix-Kurse in England, Italien, Spanien und Frankreich zugelassen, außerdem weitere von der FIA abgenommene Strecken, auf denen keine Grands Prix gefahren werden (z.B. Fiorano, Jerez, Mugello, Valencia).

    Testverbot
    Sieben Tage vor einem Grand Prix dürfen keine Testfahrten stattfinden. Erlaubt ist dann lediglich ein Funktionstest über maximal 50 Kilometer.

    Zeitstrafen
    In folgenden Fällen können Zeitstrafen ausgesprochen werden:
    1. Frühstart,
    2. Auslösen einer Kollision,
    3. Abdrängen eines Konkurrenten,
    4. dreimaliges Nichtbeachten der blauen Flagge,
    5. absichtliches Behindern eines Konkurrenten beim Überholen.
    Zeitstrafen werden vom Rennleiter empfohlen. Die endgültige Entscheidung liegt bei den drei Rennstewards. Das Team muss schriftlich benachrichtigt werden. Sobald dies geschehen ist, hat der Fahrer drei Runden Zeit, die Strafe zu befolgen. Wird die Strafe in den letzten fünf Runden ausgesprochen, werden zur Gesamtfahrzeit des zu Bestrafenden 25 Sekunden dazugezählt.
    Seit der Saison 2002 dürfen die Rennstewards einen Fahrer mit einer "Drive-through" Strafe belasten. Hier fährt der Pilot mit der Maximalgeschwindigkeit von 80 bzw. in Monaco 60 Km/h einmal durch die Boxengasse und muss keine 10 Sekunden an seiner Box stehen bleiben. Anstelle eines Drive Through-Penalty oder einer Stop-and-Go-Strafe wird seit der Saison 2004 ein Strafpunktesystem eingeführt. Demzufolge wird ab sofort nach einer fragwürdigen Kollision nach dem Rennen eine Anhörung abgehalten und gegebenenfalls eine Strafe ausgesprochen. Wenn dies bei einem Fahrer innerhalb einer Saison zu oft vorkommt, dürfen die Stewards eine Sperre für ein Rennen aussprechen.

    Teams und Fahrer in 2007

    Teams und Fahrer in 2007

    McLaren
    1 Alonso, Fernando
    2 Hamilton, Lewis

    Testfahrer: Paffett, Gary
    Testfahrer: Rosa, Pedro de la

    Renault
    3 Fisichella, Giancarlo
    4 Kovalainen, Heikki

    Testfahrer: Piquet jr, Nelson,
    Testfahrer: Zonta, Ricardo

    Ferrari
    5 Massa, Felipe
    6 Räikkönen, Kimi

    Testfahrer: Badoer, Luca
    Testfahrer: Gené, Marc

    Honda Racing
    7 Button, Jenson
    8 Barrichello, Rubens

    Testfahrer: Conway, Mike
    Testfahrer: Klien, Christian
    Testfahrer: Rossiter, James

    BMW Sauber
    9 Heidfeld, Nick
    10 Kubica, Robert

    Testfahrer: Glock, Timo
    Testfahrer: Vettel, Sebastian

    Toyota
    11 Schumacher, Ralf
    12 Trulli, Jarno

    Testfahrer: Kobayashi, Kamui
    Testfahrer: Montagny, Franck

    Red Bull Racing
    14 Coulthard, David
    15 Webber, Mark

    Testfahrer: Ammermüller, Michael
    Testfahrer: Doornbos, Robert

    Williams
    16 Rosberg, Nico
    17 Wurz, Alexander

    Testfahrer: Karthikeyan, Narain
    Testfahrer: Nakajima, Kazuki

    Scuderia Toro Rosso
    18 Liuzzi, Vitantonio
    19 Speed, Scott

    Testfahrer: keiner

    Spyker F1
    20 Sutil, Adrian
    21 Albers, Christijan

    Testfahrer: Fauzy, Fairuz
    Testfahrer: Garde, Giedo van der
    Testfahrer: Valles, Adrian
    Testfahrer: Winkelhock, Markus

    Super Aguri F11
    22 Sato, Takuma
    23 Davidson, Anthony

    Testfahrer: Yamamoto, Sakon

    Australien: Wettrennen im Albert Park

    Australien: Wettrennen im Albert Park

    Die 5,303 Kilometer lange Strecke, die als einer der schönsten Straßenkurse der Welt, aber auch als äußerst anspruchsvoll gilt, verläuft mitten im Stadtpark und wird ihrerseits nur einmal im Jahr zum F1 Grand Prix benutzt. Ansonsten ist der Kurs größtenteils öffentlich zugänglich, weshalb der Asphalt sehr rutschig sowie schmutzig ist. Geprägt wird die Strecke von kurzen Highspeed-Passagen mit engen Schikanen, die einen runden Fahrstil erschweren. Der Reifenverschleiß wird dabei als relativ gering eingestuft.

    Auf der technischen Seite benötigen die Boliden vor allem in den langsamen Kurven wie der Jones, Clark, Ascari oder Prost, welche alle samt im zweiten oder dritten Gang gefahren werden, viel mechanischen Grip sowie eine gute Traktion. Für die Whiteford, Lauda oder Waite Kurven ist hingegen auch eine optimale aerodynamische Balance von Nöten. Die beste Überholmöglichkeit auf der teils unebenen Strecke stellt die Start- und Zielgerade dar, an deren Ende sich eine gute Überholchance bietet.

    Melbourne ist mit 3,2 Millionen Einwohnern die zweigrößte Stadt Australiens und liegt an der östlichen Südküste des fünften Kontinents. Zudem ist Melbourne auch die Hauptstadt des Staates Victoria. Melbourne City erstreckt sich dabei über 36,5 Quadratkilometer, die Innenstadt ist geprägt von einem Geschäftsviertel, einem interessanten Mix aus moderner und historischer Architektur, dem attraktiven Southbank-Viertel und den wichtigsten Sportzentren sowie zahlreichen Parks und Grünanlagen. Durch die Lage in der Asien-Pazifik-Region ist Melbourne die Handelsdrehscheibe Australiens.
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    Ergebnis Melbourne

    Sonntag, 18. März 2007
    Kimi Raikkönen sitzt bei Ferrari schon fest im Sattel!
    Der Sieger von Melbourne heißt Kimi Raikkönen.

    Melbourne (LiZ). Sieger des Großen Preises von Australien, dem ersten Lauf zur Formel 1-WM in Melbourne, wurde am Sonntag der Finne Kimi Räikkönen, der sein erstes Rennen als Nachfolger von Michael Schumacher in einem Ferrari erfolgreich gestaltete und damit zugleich seinen ersten Sieg in einem der "Roten" aus Italiener herausfuhr. Der allgemein als "Iceman" bezeichnete Finne setzte sich dabei souverän vor Weltmeister Fernando Alonso (McLaren-Mercedes) durch und feierte den zehnten Sieg in seiner Laufbahn als Formel-1-Pilot. Dritter wurde Alonsos britischer Teamgefährte Lewis Hamilton, der in seinem ersten Formel 1-Rennen sofort auf das Siegerpodest fuhr. Einen hervorragenden vierten Platz belegte der Mönchengladbacher Nick Heidfeld auf BMW-Sauber.

    Der erste Eindruck nach diesem Melbourner Rennen ist, dass Ferrari das schnellste Auto auf die Piste schicken konnte, doch von McLaren-Mercedes bereits bedrängt wird. Auch das BMW-Sauber-Team ist wahrscheinlich bei den nächsten 16 Rennen nicht chancenlos. Etwas enttäuschend dagegen waren die Renault, die nicht so richtig im Konzert der Großen mitspielen durften. Der Sieger Raikkönen war jedenfalls hoch zufrieden. "Für uns war es ein gutes Rennen, denn ich musste nicht allzu viel Druck machen", sagte er nach der Siegerehrung. "Ich habe sogar versucht, ein bisschen langsamer zu machen und zu schauen, was die Konkurrenz macht."

    Aus deutscher Sicht lassen sich Befürchtungen, wonach es ohne Michael Schumacher eher langweilig werden könnte, nicht bestätigen: Nick Heidfeld mischte mitten in der Weltspitze mit, während Nico Rosberg und speziell Ralf Schumacher die Erwartungen übertroffen haben, indem sie in die Punkte fuhren. Doch es gab auch ein bisschen Wasser im Wein, denn für den vierten deutschen Mann verlief die Formel-1-Premiere nicht berauschend: Adrian Sutil (Spyker-Ferrari) hatte gleich am Start eine leichte Kollision mit Anthony Davidson (Super-Aguri-Honda), der nicht von der Linie weggekommen war, blieb im Rennen dann farblos und leistete sich mit dem Überqueren der weißen Linie bei der Boxenausfahrt einen Anfängerfehler, der mit einer Durchfahrtstrafe belegt wurde, was für ihn den 17. und letzten Platz bedeutete.

    GP von Australien in Melbourne:
    1. Kimi Räikkönen (Ferrari) 1:25:28,77 Stunden,
    2. Fernando Alonso (McLaren/+7,2 Sekunden),
    3. Lewis Hamilton (McLaren/+18,5),
    4. Nick Heidfeld (BMW- Sauber/+38,7);
    5. Giancarlo Fisichella (Renault/+ 66,4),
    6. Felipe Massa (Ferrari/+66,8),
    7. Nico Rosberg (Williams/+ 1 Runde),
    8. Ralf Schumacher (Toyota/+ 1 Runde),
    9. Jarno Trulli (Toyota/ +1 Runde),
    10. H. Kovalainen (Renault/+ 1 Runde),
    11. Rubens Barrichello (Honda/+ 1 Runde),
    12. Takuma Sato (Super Aguri/+ 1 Runde).
    Australien GP: Räikkönens rotes Debüt
    Ein ganzes Jahr lang musste Kimi Räikkönen ohne Sieg auskommen. Schon das erste Rennen der Saison 2007 brachte ihm den Erfolg zurück.

    Aus der Saison 2006 ist Kimi Räikkönen vor allem wegen einer Situation in Erinnerung geblieben: Er war der letzte Fahrer, den Michael Schumacher bei seinem Abschiedsrennen wenige Runden vor dem Karriereende überholte. Das war natürlich besonders brisant, weil eben dieser Kimi Räikkönen danach zum letzten Mal aus einem Silberpfeil stieg und an diesem Wochenende erstmals in den Nachfolger jenes roten Renners kletterte, mit dem ihn Schumacher in Brasilien spektakulär ausbremste.

    Ein ruhiger Start

    © Sutton Der erste Start der neuen Saison verlief unspektakulär, zumindest im Vergleich zu den Vorjahren, in denen es oft schon in der ersten Runde mächtig krachte. Die erste Kollision des neuen F1-Jahres gab es trotzdem schon kurz nach dem Start. Anthony Davidson kam nur schlecht weg, verlor viele Plätze und wurde in der ersten Kurve von Adrian Sutil angeschoben. Der Brite absolvierte in Folge dessen eine kleine Flugeinlage, der Deutsche drehte sich einmal um die eigene Achse. Das sollte aber nicht das letzte Problem des Debütanten bleiben. Für das Aufhalten von Lewis Hamilton bei blauer Flagge und das Überfahren der weißen Linie erhielt er jeweils eine Durchfahrtsstrafe.

    An der Spitze profitierte Kimi Räikkönen vom Mehrkampf seiner Verfolger. Während der Ferrari ungefährdet durch die ersten Kurven sauste, beschleunigte Nick Heidfeld den vor ihm startenden Fernando Alonso aus und schnappte sich Platz 2. Damit ist die Frage beantwortet, ob BMW Sauber auch in dieser Saison noch einen Startvorteil hat. Alonso fiel sogar noch hinter seinen Teamkollegen Lewis Hamilton zurück. Alle anderen dahinter hielten ihre Positionen.

    Eine rote Spazierfahrt

    Kimi Räikkönen ließ sich von all dem nicht beeinträchtigen. Er fuhr schnellste Rennrunden am laufenden Band und erweiterte seinen Vorsprung kontinuierlich. Bis zu seinem ersten Boxenstopp in Runde 18 hatte er sich über 15 Sekunden Vorsprung herausgefahren. Nach dem Stopp übernahm kurz Lewis Hamilton die Führung, bevor Räikkönen sich diese nach den Stopps der McLaren zurückholte. Danach das gleiche Spiel: Räikkönen baute seine Führung konstant aus, vor seinem zweiten Stopp in Runde 42 hatte er fast 20 Sekunden Vorsprung auf das silberne Verfolgerduo Hamilton und Alonso. Das reichte zwar nicht zur Verteidigung der Führung, aber nach den jeweiligen Stopps der McLaren konnte er ungefährdet seinem ersten Sieg in Rot entgegenfahren. Die einzige Schrecksekunde erlebte er als er sich 12 Runden vor dem Ende verbremste.

    Felipe Massas Aufholjagd vom Ende des Feldes verlief nicht so erfolgreich. Der Brasilianer war im zweiten Qualifying ausgefallen und startete nach einem Motorwechsel vom Ende des Feldes. Richtig in Schwung kam er aber nie. Im ersten Renndrittel hing er lange hinter den beiden Honda-Weltkugeln, in Runde 37 wurde er sogar von seinem Teamkollegen Räikkönen überrundet. Erst in den Schlussrunden machte Massa wieder von sich hören. Er schloss schnell auf den Fünften Fisichella auf, kam an diesem aber nicht mehr vorbei. Mehr als drei Punkte für Platz 6 gab es demnach nicht.

    Ein starkes und ein schwaches Debüt

    Das Duell um Platz 2 wurde beim letzten Boxenstopp eines der Toppiloten entschieden. In Runde 45 stoppte Alonso zwei Runden nach Hamilton und kam so an seinem Teamkollegen vorbei. Dennoch lieferte der junge Brite bei seinem GP-Debüt ein starkes Rennen. Er lag lange vor seinem Teampartner, machte keine entscheidenden Fehler und fuhr auf Anhieb auf das Podest.

    Ganz anders verlief das erste Rennen des zweiten Rookies in einem Top-Team. Heikki Kovalainen ließ einem enttäuschenden Qualifying ein noch schlimmeres Rennen folgen. Statt mit der angekündigten aggressiven Aufholjagd fiel er nur durch mehrere Ausritte und einen Dreher auf. Einen solchen lieferte übrigens auch Lokalmatador Mark Webber, und zwar eingangs der Boxeneinfahrt - haarscharf an der Mauer vorbei.

    Richtig gekracht hat es 8 Runden vor dem Ende zwischen zwei der am meisten erfahrenen Piloten. David Coulthard wollte sich innen an Alexander Wurz vorbeibremsen und nutzte die Seite des Williams als Sprungschanze. Der Schotte flog sofort ins Kiesbett ab, Wurz schleppte den havarierten Williams noch ein paar Meter weiter. Nico Rosberg machte das besser, er passierte Ralf Schumacher einige Runden zuvor mit einem harten Manöver, bei dem Ralf allerdings brav zurücksteckte. Auf diese Weise schnappte Rosberg seinem Landsmann den 7. Platz weg.

    Der erste Grand Prix des Jahres sah somit drei Deutsche in den Punkterängen. Gute 10 Sekunden hinter den drei Podestbesuchern Räikkönen, Alonso und Hamilton fuhr Nick Heidfeld auf Platz 4 - einen Rang hinter seiner Startposition. Die Plätze 5 und 6 machten Fisichella und Massa unter sich aus. Für Rosberg und Schumacher blieben somit die letzten Pünktchen für die Plätze 7 und 8. Adrian Sutil landete bei seinem Debüt auf Platz 17. Nach einem schwierigen Rennen kann er zumindest damit zufrieden sein, sein Debütrennen beendet zu haben.

    Noch paar neue Fahrer

    Robert Kubica

    Team: BMW Sauber F1 Team
    Startnummer: 10
    Land: Polen
    Geburtsdatum: 7. Dezember 1984
    Geburtsort: Krakau (Polen)
    Wohnort: Krakau (Polen)
    Größe: 1,84 m
    Gewicht: 74 kg
    Familie: ledig
    F1-Debüt: Ungarn 2006
    Bisherige Teams: BMW Sauber (seit 2006)
    Homepage: www.kubica.pl

    Robert Kubica hat vielen Formel-1-Fahrern, die erst wenige Rennen bestritten haben, eines voraus: Der Pole weiß, was es für ein Gefühl ist, auf dem Podium zu stehen. Beim Großen Preis von Italien im September 2006 kam der BMW-Sauber-Pilot hinter Rekord-Weltmeister Michael Schumacher und dem Finnen Kimi Räikkönen als Dritter ins Ziel. Und das, obwohl er insgesamt erst sechs Mal in der Königsklasse des Motorsports am Start war.

    Das polnische Formel-1-Märchen begann mit einem Rauswurf: Als die Verantwortlichen von BMW-Sauber den Ex-Weltmeister Jacques Villeneuves vor dem Grand-Prix von Ungarn aus dem Team warfen, schlug die große Stunde des Testfahrers. Neben Nick Heidfeld übernahm Kubica das zweite BMW-Cockpit. Eigentlich war dieser Schritt erst für die neue Saison vorgesehen. Bei seiner Grand-Prix-Premiere in Budapest überzeugte Kubica, auch wenn ihm der siebte Platz nachträglich wegen eines zu geringen Gewichtes des BMW-Boliden aberkannt wurde.

    Seinem zweiten Jahr in der Formel 1 sieht der Pole mit Freude entgegen: «2006 war alles neu für mich. Inzwischen habe ich mich gut im Team etabliert und die Atmosphäre ist ausgezeichnet», erklärte Kubica. «Wir kennen uns mittlerweile sehr gut und jeder weiß genau, was er vom anderen erwarten kann. Das ist natürlich positiv für das Selbstvertrauen.»

    Schon vor seinem ersten Rennen wurde der erste polnische Formel-1-Pilot in der Heimat überschwänglich gefeiert. «Endlich! Ein Pole startet in der Formel 1», jubelte die polnische Zeitung «Super Express». «Ich bin froh, dass ich in der Formel 1 bin, denn meine Nationalität war nicht gerade eine Hilfe. Es waren schon einige sehr harte Jahre dabei, in denen wir in Polen nach Sponsoren suchen mussten. Eigentlich hatten wir nie richtige Unterstützung», erinnerte sich Kubica an die Anfänge seiner Karriere. «Von den Engländern und den Deutschen wurden wir immer als Exoten belächelt.» Das hat sich nach dem ersten Podiumsplatz mit Sicherheit geändert.

    (Stand: Februar 2007)
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    Vitantonio Liuzzi

    Team: Scuderia Toro Rosso
    Startnummer: 18
    Land: Italien
    Geburtsdatum: 6. August 1981
    Geburtsort: Locorotondo (Italien)
    Wohnort: Pescara (Italien)
    Größe: 1,69 m
    Gewicht: 68 kg
    Familie: ledig
    F1-Debüt: San Marino 2005
    Größter Erfolg: WM-19. 2006
    Bisherige Teams: Red Bull (2005 )
    Homepage: www.liuzzi.com

    Temperament und Leidenschaft liegen den Italienern im Blut - besonders, wenn sie auch noch Formel-1-Rennfahrer sind. Bei der Präsentation des neuen Toro-Rosso-Boliden vor Beginn der Saison träumte Vitantonio Liuzzi gleich von «ein paar Punkten und Podestplätzen», die er 2007 für seinen Arbeitgeber einfahren will. Dabei hat der «Italian Stallion» - so sein Spitzname - gerade erst zwei Pünktchen auf seinem Karriere-Konto. Einen holte er 2005 mit dem achten Platz beim Großen Preis von San Marino noch für den Red-Bull-Rennstall, den zweiten in der vergangenen Saison mit dem achten Rang in Indianapolis.

    Liuzzi ist in seinem zweiten Jahr bei der Scuderia Toro Rosso die Nummer eins hinter dem Steuer. Er soll helfen, das «B-Team» von Red Bull näher an das Mittelfeld heranzuführen. Besonders vom neuen STR"-Boliden mit dem Ferrari-Motor im Heck erhofft sich der Italiener Wunderdinge.«Das Auto hat Potenzial. Der Motor spricht gut an und die Vibrationen sind begrenzt. Es ist ohne Zweifel ein guter Motor», freute sich der 25-Jährige nach den ersten Testrunden. Der Unterschied zum Vorgänger-Modell sei gravierend. «Der STR1 ist immer dorthin gefahren, wo er hin wollte. Das war, als wäre man Passagier im Cockpit gewesen.»

    Talent bringt der feurige Italiener ohne Zweifel mit. Gleich im ersten Formel-1-Grand-Prix seiner Karriere nutzte der damalige Red-Bull-Testpilot die Gelegenheit, sein Können auch im Rennen unter Beweis zu stellen. Liuzzi raste beim Großen Preis von San Marino gleich auf Platz acht. Dank eines von Teameigentümer Dietrich Mateschitz angekündigten Rotationsprinzips, übernahm er in Imola 2005 das zweite Cockpit bei Red Bull Racing. Im Jahr darauf bekam Liuzzi sein eigenes Auto, allerdings nur bei der schwächeren «Scuderia Toro Rosso» - dem Ex-Minardi-Team und Formel-Schlusslicht. Aber scheinbar auswegslose Situationen scheinen den Partylöwen ja zu motivieren.

    (Stand: Februar 2007)
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    Christijan Albers

    Team: Spyker F1 Team
    Startnummer: 21
    Land: Niederlande
    Geburtsdatum: 16. April 1979
    Geburtsort: Eindhoven (Niederlande)
    Wohnort: Laaren (Niederlande)
    Größe: 1,76 m
    Gewicht: 69 kg
    Familie: ledig
    F1-Debüt: Australien 2005
    Größter Erfolg: WM-19. 2005
    Bisherige Teams: Minardi (2005), Midland/Spyker (2006)
    Homepage: www.christijan.com

    Alle Hoffnungen der Niederländer Ruhen mit Beginn der Sasion 2007 auf den Schultern eines Mannes: Christijan Albers. Der Blondschopf wird in der Formel 1 einziger Stammpilot des deutschen Nachbarlandes sein. Allerdings werden die «Oranjes» ihrem Schützling aus Eindoven wohl kaum auf dem Podest zujubeln. Selbst für Punkte in der Fahrerwertung dürfte es für den Vizemeister in der DTM von 2003 in dem Spyker-Cockpit knapp werden. Der Speed ist einfach zu langsam.

    Das zeigt auch vor Saisonbeginn ein Blick in die F1-Statistik nach mittlerweile 37 Grand-Prix-Starts von Albers bei drei verschiedenen Arbeitgebern. Seine einzigen vier WM-Punkte resultieren aus dem Skandalrennen in Indianapolis vom 19. Juni 2005. Nur Teams mit Bridgestone-Bereifung starteten bei dem GP in den USA. Albers wurde, damals noch im Minardi, Fünfter von sechs Fahrern. 2006 gelang Albers im Nachfolgeteam Midland F1 nicht eine Punktefahrt. Dennoch gilt das nicht mehr ganz taufrische Talent bei seinem neuen Arbeitgeber als unumstritten: Schließlich ist Spyker ein niederländischer Rennstall.

    In seiner Freizeit umgibt sich Albers gerne mit Bällen. In seiner Jugend versuchte sich Christijan als Mittelfeldspieler beim niederländischen Fußball-Traditionsverein PSV Eindhoven - doch für die Profi-Mannschaft reichte sein Können dann nicht mehr. Auch der gelben Filzkugel ist der passionierte Tennissspieler nicht abgeneigt.

    (Stand: Februar 2007)
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    Jarno Trulli

    Jarno Trulli

    Team: Toyota Racing
    Startnummer: 12
    Land: Italien
    Geburtsdatum: 13. Juli 1974
    Geburtsort: Pescara (Italien)
    Wohnort: St. Moritz (Schweiz)
    Größe: 1,73 m
    Gewicht: 60 kg
    Familie: Ehefrau Barbara, Söhne Enzo und Marco
    F1-Debüt: Australien 1997
    Erster GP-Sieg: GP Monaco Mai 2004
    Größter Erfolg: WM-Sechster 2004
    Bisherige Teams: Minardi (1997), Prost (1997-99), Jordan (2000-01), Renault (2002-04), Toyota (seit Ende 2004)
    Homepage: www.jarnotrulli.com

    Kein einziger Podestplatz in der vergangenen Saison, mit Rang 12 das schlechteste Endergebnis seit seinem Formel-1-Debüt 1997 und intern das Duell gegen Teamkollege Ralf Schumacher verloren: Das zweite Jahr im Toyota-Dress bedeutete für Jarno Trulli einen sportlichen Rückschritt. «Es war für uns alle eine enttäuschende Saison. Für die Fahrer und das Team», stellte der Italiener nüchtern fest. Dennoch glaubt der Pilot weiter an seinen großen Durchbruch bei den Deutsch-Japanern: «Mein Ziel ist es, den ersten Sieg einzufahren und vielleicht die erste Meisterschaft.»

    Dass in dem zweifachen Familienvater mehr als ein schneller Qualifikationsfahrer steckt, scheint auch Trullis Arbeitgeber immer noch zu hoffen. Mit einem neuen Dreijahres-Vertrag sprachen die Toyota-Verantwortlichen ihrem Schützling trotz der Misere das Vertrauen aus. Schwachpunkt sei zuletzt nicht die Fahrerleistung, sondern das unzuverlässige Auto gewesen, sind sich bei Toyota alle einig. Dort zweifelt niemand daran, dass aus Trulli nach seinem einzigen GP-Sieg 2004 in Monaco wieder ein «Siegfahrer» wird. Die Durststrecke in 2006 ist für den Wuschelkopf bereits abgehakt. Er wolle positiv in das nächste Jahr starten, «denn es kann alles passieren».

    Als der damals 22 Jahre alte und frisch gebackene Deutsche Formel-3-Meister vor zehn Jahren in den erlesenen Fahrerkreis der F1-Piloten aufgenommen wurde, musste sich Trulli von ganz unten hoch arbeiten. Seine ersten drei Stationen bei Minardi, Prost und Jordan bestritt er mit nicht konkurrenzfähigem Material. Dennoch schloss er 2001 seine letzte Saison bei Jordan mit 12 Punkten in der WM-Wertung erstmals im zweistelligen Bereich ab. Aber erst nach seinem Wechsel 2002 zu Renault an die Seite von Jenson Button und später Fernando Alonso konnte sich Trulli in den Grand-Prix-Rennen allmählich besser behaupten. 2004 fuhr er mit insgesamt 46 WM-Zählern auf Rang sechs der Fahrerwertung und fuhr damit sein bislang bestes Ergebnis ein.

    (Stand: Februar 2007)
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    Mark Webber

    Mark Webber

    Team: Red Bull Racing
    Startnummer: 15
    Land: Australien
    Geburtsdatum: 27. August 1976
    Geburtsort: Queanbeyan (Australien)
    Wohnort: Buckingham (Großbritannien)
    Größe: 1,84 m
    Gewicht: 74 kg
    Familie: ledig
    F1-Debüt: Australien 2002
    Größte Erfolge: WM-Zehnter 2003 und 2005
    Bisherige Teams: Minardi (2002), Jaguar (2003-04), Williams (2005-06)
    Homepage: www.markwebber.com

    «Mister Qualifying» Mark Webber hat seinen blau-weißen Rennboliden aus dem Williams\x{2013}Stall gegen einen roten Bullen aus Österreich getauscht. Nach einer völlig verkorksten Saison 2006 will der Australier endlich wieder vorne mitfahren.

    2006 bestätigte Webber seinen Ruf mit guten Qualifikationsergebnissen. Selbst in den Rennen lag er mehrmals aussichtsreich auf den vorderen Plätzen, doch statt am Ende jubelnd in der Boxengasse, sah man den Fahrer von «Down under» meist irgendwann am Steckenrand ausrollen. Elf Ausfälle in 18 Rennen und insgesamt nur sieben WM-Punkte - eine frustrierende Bilanz: Entweder war der Williams zuverlässig oder schnell, nie aber beides.

    Ein Wechsel war da nur logisch. Nach Minardi, Jaguar und zwei Jahre Leidensfähigkeit bei Williams hofft 30-Jährige nun auf seinen endgültigen Durchbruch bei Red Bull. Webber kommt hochmotiviert zu seinem neuen Arbeitgeber, denn im Gegensatz zu Williams ist bei Red Bull die Mithilfe an der Entwicklung des Fahrzeuges unbedingt erwünscht.

    Wie das ganze Team setzt auch Webber auf den Newey-Faktor bei Red Bull. Der Australier rechnet mit einem großen Entwicklungssprung bei den Österreichern. Mit seinen 30 Lenzen will der Australier nicht wieder auf das falsche Pferd gesetzt haben und endlich seinen Ruf als guter Qualifyier mit den Ruf eines erfolgreichen Racers ergänzen.

    (Stand: Februar 2007)
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    Ralf Schumacher

    Ralf Schumacher

    Team: Toyota Racing
    Startnummer: 11
    Land: Deutschland
    Geburtsdatum: 30. Juni 1975
    Geburtsort: Kerpen (Deutschland)
    Wohnort: Salzburg (Österreich)
    Größe: 1,78 m
    Gewicht: 73 kg
    Familie: verheiratet mit Cora, Sohn David
    F1-Debüt: Australien 1997
    Erster GP-Sieg: GP San Marino April 2001
    Größte Erfolge: WM-Vierter 2001 und 2002
    Bisherige Teams: Jordan (1997-98), Williams (1999-2004), Toyota (seit 2005)
    Homepage: www.ralf-schumacher.de

    In seiner Jubiläumssaison 2006 konnte sich Ralf Schumacher nur ein einziges Mal auf Augenhöhe mit Weltmeister Fernando Alonso messen: Bei der Wahl zum Direktor der Fahrervereinigung «GPDA». Auf der Strecke musste der Wahl-Salzburger in seinem zehnten F1-Jahr eine herbe Enttäuschung hinnehmen. Der Toyota-Pilot verpasste den geforderten ersten Grand-Prix-Sieg für sein Team und platzierte sich in der Fahrerwertung auf Rang zehn so schlecht wie zuletzt 1998 im Jordan. Im zweiten Jahr nach seinem Wechsel vom deutschen Hersteller BMW-Williams zum japanischen Großkonzern war das ein deutlicher Rückschlag nicht nur für das Team, sondern auch für seine persönliche Karriere. Andere deutsche Namen wie Nico Rosberg und Nick Heidfeld werden mittlerweile höher gehandelt, wenn nach einem Thronnachfolger von Michael Schumacher gefragt wird.

    Einziger Trost für Ralf dürfte der knapp gewonnene Vergleich im eigenen Stall gegen Jarno Trulli gewesen sein. Doch das reicht den Verantwortlichen in Köln und Japan nicht mehr. «Nach fünf Jahren harter Arbeit ist Toyota hungrig auf den ersten Sieg. Es wird aber eine schwierige Saison», erklärt der Profi sein Dilemma. Dennoch sei er optimistisch, endlich das erste Rennen für sein Team zu gewinnen.

    Der hoch dotierte Drei-Jahres-Vertrag, den Schumacher 2005 bei den Rot-Weißen unterschrieb, läuft zum Jahresende aus. Auch deshalb müssen Erfolge her. «Was eine mögliche Verlängerung meines Vertrags angeht, warten wir jetzt erst einmal ein paar Rennen ab. Dann besprechen wir, wie es weitergehen soll.» Auf keinen Fall will er seinem Bruder Michael, die beide Besitzer eine großen Kartbahnanlage in Deutschland sind, in den Ruhestand folgen. «Ich liebe meinen Job. Realistisch muss ich aber sehen, wie erfolgreich bin ich, wie gut werde ich und was kommt nach. Der Markt bestimmt das letztlich auch mit.»

    Privat versucht sich der einstige Sonnyboy mit Ehefrau Cora ein seriöseres Image zu verschaffen. Das Interesse der Boulevard-Presse beschränkte sich zuweilen mehr auf die gewagten Outfits seiner Angetrauten, als sein fahrerisches Talent. Um dem entgegen zu steuern treten beide auch gerne in Talk-Shows auf und versichern den Zuschauern, dass die Schumachers mit ihrem Sohn eine ganz normale Familie mit ganz normalen Problemen bilden - wozu auch das Putzen der Villa gehört. Kuschelrockliebhaber Ralf will eben auch privat nicht länger der kleine Bruder von Michael sein.

    (Stand: Februar 2007)
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    Nick Heidfeld

    Nick Heidfeld

    Team: BMW Sauber F1 Team
    Startnummer: 9
    Land: Deutschland
    Geburtsdatum: 10. Mai 1977
    Geburtsort: Mönchengladbach (Deutschland)
    Wohnort: Stäfa (Schweiz)
    Größe: 1,64 m
    Gewicht: 59 kg
    Familie: Lebensgefährtin Patricia, Tochter Juni
    Größter Erfolg: WM-Achter 2001
    F1-Debüt: Australien 2000
    Bisherige Teams: Sauber (2000-03), Jordan (2004), BMW-Williams (2005), BMW Sauber (seit 2006)
    Homepage: www.nick-heidfeld.de

    Bereits zu Beginn des Formel-1-Jahres 2007 setzte Nick Heidfeld ein optisches Zeichen: Der Routinier im BMW-Sauber-Rennstall erschien zu den ersten Tests mit Vollbart. So als wolle er seinen jugendlichen Fahrer-Kollegen Robert Kubica, Sebastian Vettel und Timo Glock zeigen, die Nummer eins im Team bin ich. Dabei braucht der Mönchengladbacher die Nachwuchs-Piloten nicht zu fürchten. «Er ist schnell, er ist zuverlässig, und er besitzt das Know-how, das Team weiterzubringen. Das alles macht ihn zu einer festen Größe», schwärmte BMW-Motorsportdirektor Mario Theissen über «Quick Nick».

    Der kommenden Saison sieht Heidfeld mit Zuversicht entgegen. «Ich bin sehr optimistisch», sagte er. Als persönliches Ziel hat er sich mindestens den siebten Platz in der Endabrechnung der 17 anstehenden Rennen gesetzt. Damit wäre Heidfeld einen Rang besser als bei seiner bis dato besten Platzierung aus dem Jahr 2001, als er noch für Sauber fuhr. Der neue BMW-Bolide «F1.07» hinterließ bei den ersten Tests des vollbärtigen Formel-1-Piloten schon einmal «ein sehr gutes Gefühl».

    Seit 2000 ist er als Fahrer ein fester Bestandteil der Königsklasse des Motorsports. In seinen sieben Jahren in der Formel 1 gehörte er mit 1,64 Metern stets zu den kleinsten Fahrern im Starterfeld. «Wenn ich mich selbst gebaut hätte, hätte ich mich ein bisschen größer gemacht», scherzte Heidfeld, «aber im Rennsport war es immer von Vorteil, klein zu sein.» Zudem sei er cooler und abgeklärter geworden. Die anfängliche Ehrfurcht vor der Formel 1 ist der Routine gewichen.

    Abseits des turbulenten Formel-1-Zirkus genießt er die knappe Freizeit mit seiner kleinen Familie im schweizerischen Stäfa - in einem Haus aus dem 19. Jahrhundert . Freundin Patricia und Tochter Juni sind sein Lebensmittelpunkt. Seinen kleinen «Sonnenschein» hat er in dieser Saison bei jeden Rennen bei sich: Ein Fingerabdruck von Juni ziert Heidfelds Helm.

    (Stand: Februar 2007)
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    Takuma Sato

    Takuma Sato

    Team: Super Aguri F1
    Startnummer: 22
    Land: Japan
    Geburtsdatum: 28. Januar 1977
    Geburtsort: Tokio (Japan)
    Wohnort: Monte Carlo (Monaco)
    Größe: 1,64 m
    Gewicht: 59 kg
    Familie: ledig
    F1-Debüt: Australien 2002
    Größter Erfolg: WM-Achter 2004
    Bisherige Teams: Jordan (2002), BAR (2003 -2005), Super Aguri (seit 2006)
    Homepage: www.takumasato.org

    Auch wenn Takuma Sato nicht ständig die sportlichen Schlagzeilen dominiert, dürfte der 30-Jährige zu den Lieblingen von Formel-1-Boss Bernie Ecclestone gehören. Denn in gewisser Weise ist der Japaner im Fahrerlager so etwas wie das Gesicht der Globalisierung der Formel 1, die Ecclestone mit der Etablierung von Rennen im asiatischen und arabischen Raum seit Jahren mit Verve vorantreibt.

    Zwar ist Sato keinesfalls der erste Asiate oder auch nur Japaner in dem milliardenschweren PS-Wanderzirkus, aber wohl für keinen Fahrer vor ihm wurde außerhalb Europas ein solcher finanzieller Aufwand betrieben, um den Wünschen der Fans und damit zugleich den Bedürfnissen eines Marktes gerecht zu werden. Denn nachdem 2005 der Verlust des Honda-Cockpits von «Volksheld» Sato an Rubens Barrichello in Japan für großen Wirbel sorgte, wurden in kürzester Zeit die Planungen für das rein japanische Super-Aguri-F1-Team realisiert, so dass Sato auch 2006 Rennen fahren konnte.

    Mit seiner Routine von mehr als 50 Starts für Jordan-Honda und BAR-Honda sowie seiner jahrelangen Erfahrung als Honda-Testfahrer war Sato von Beginn an die zentrale Figur für das von Ex-Formel-1-Pilot Aguri Suzuki geleitete Team: Top-Pilot, Identifikationsfigur und wichtiger Ansprechpartner bei der Weiterentwicklung des Aguri-Autos. «Sato gab Aguri Suzuki die Gelegenheit, mit der Unterstützung von Honda ein Formel-1-Team auf die Beine zu stellen, und um seinen Platz in der Formel 1 zu sichern», sagte Geschäftsführer Daniele Audetto Ende vergangenen Jahres im Rückblick auf die erste Saison. Zwar fuhr der zweifellos hochtalentierte, aber manchmal zu ungestüm agierende Sato der Konkurrenz meistens mit einigem Abstand hinterher, «aber als neues Team haben wir uns immer wieder neu aufgerichtet und Schritt für Schritt aus unseren Fehlern gelernt», wie er zufrieden resümierte.

    Nachdem Sato die vergangene Saison mit einem für das Neulingsteam ausgezeichneten zehnten Platz in Sao Paulo beendete, erhofft er sich 2007 einen weiteren Qualitätssprung. «Wir sind nun in einer anderen Situation verglichen mit der Zeit vor einem Jahr. Dieses Projekt wurde von einer Hand voll Leute ins Leben gerufen, aber mittlerweile arbeiten mehr als 150 Leute im Team. Die Rahmenbedingungen werden immer besser», sagte Sato und gibt beim Ausblick auf das zweite Aguri-Jahr sogar die typisch-japanische Zurückhaltung auf: «Hoffentlich kann ich so schnell wie möglich Punkte holen.»

    (Stand: Februar 2007)
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    Giancarlo Fisichella

    Giancarlo Fisichella

    Team: Renault F1 Team
    Startnummer: 3
    Land: Italien
    Geburtsdatum: 14. Januar 1973
    Geburtsort: Rom (Italien)
    Wohnort: Monte Carlo (Monaco)
    Größe: 1,72 m
    Gewicht: 66 kg
    Familie: verlobt mit Freundin Luna, Tochter Carlotta, Sohn Christopher
    F1-Debüt: Australien 1996
    Erster GP-Sieg: GP Brasilien April 2003
    Größter Erfolg: WM-Vierter 2006
    Bisherige Teams: Minardi (1996), Jordan (1997/2002 - 2003), Benetton (1998 - 2001), Sauber (2004), Renault (seit 2005)
    Homepage: www.giancarlofisichella.com

    Bei vielleicht keinem Fahrer im Feld ist die Bandbreite der Möglichkeiten, wie die Saison 2007 seine Karriere prägen wird, so groß wie bei Giancarlo Fisichella. Im besten Fall kann sein drittes Jahr bei Renault die großartigste Saison in der Laufbahn des Italieners werden - schlimmstenfalls seine letzte in der Formel 1.

    Der dreifache Grand-Prix-Sieger befindet sich in einer besonders kniffligen Situation. Nach dem Wechsel von Fernando Alonso zu McLaren-Mercedes ist er auf dem Papier die Nummer eins beim amtierenden Konstrukteursweltmeister und gilt somit automatisch als heißer Anwärter auf den Titel. Sollte dem 34-Jährigen aber der große Wurf nicht gelingen und er zudem im teaminternen Duell mit dem hoch gehandelten Neuling Heikki Kovalainen alt aussehen, ist seine Zeit bei Renault womöglich abgelaufen und er hätte wahrscheinlich Schwierigkeiten, ein neues Cockpit zu finden.

    Natürlich ist sich «Fisico» den Erwartungen bewusst, die nach dem Alonso-Weggang auf ihm lasten. «Ich möchte das in mich gesetzte Vertrauen zurückzahlen», sagt er. «Das Team ist in der Lage, WM-fähige Autos zu entwickeln. Das ist eine fantastische Gelegenheit für mich \x{2013} und ich will das Beste daraus machen.» Ein einziger Sieg und Platz vier in der Fahrerwertung wie in der Vorsaison dürften dazu in den Augen der Teamleitung allerdings kaum ausreichen. Um erst gar nicht den Eindruck aufkommen zu lassen, er sitze nur noch mangels Alternativen hinter dem Steuer der Franzosen, stellt der talentierte Hobby-Fußballer demonstrativ Zusammenhalt zur Schau. «Renault hat sich für mich entschieden. Sie glauben an mich», stellt er klar. «Und gemeinsam werden wir vorankommen.» Dass genau das bei Renault nach dem Gewinn von jeweils Fahrer- und Konstrukteurstitel in den beiden zurückliegenden Jahren kaum noch möglich ist, könnte sich als das größte Problem für den Italiener erweisen. Wenn man bereits auf dem Gipfel steht, ist die Luft dünn und der einzige Weg führt nach unten.

    Um sich als neuer Platzhirsch bei der «equipe jaune» zu behaupten, muss Fisichella in jedem Fall seinen Teamgefährten Kovalainen in Schach halten, der in seinem ersten Formel-1-Jahr sicher mehr Kredit bei den Verantwortlichen hat und hinter dem mit Nelson Piquet junior bereits ein weiterer Youngster als Testfahrer mit den Hufen scharrt. Der Rennfahrer aus Rom ist gewarnt. «Er hat bei der Entwicklung des R27 von der ersten Stunde an mitgeholfen. Er ist das Auto mehr gefahren als ich», gibt Fisichella mit Blick auf den neuen Renault-Renner sowie Kovalainens bisherige Rolle als Testpilot zu bedenken und fügt hinzu: «Ich unterschätze ihn nicht. Er ist ein fokussierter, vorbereiteter und schneller Gegner.»

    (Stand: Februar 2007)
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    Nico Rosberg

    Nico Rosberg

    Team: Williams
    Startnummer: 16
    Land: Deutschland
    Geburtsdatum: 14. Juni 1985
    Geburtsort: Wiesbaden (Deutschland)
    Wohnort: Monte Carlo (Monaco)
    Größe: 1,78 m
    Gewicht: 69 kg
    Familie: ledig
    F1-Debüt: Bahrain 2006
    Bisherige Teams: Williams (seit 2006)
    Homepage: www.nicorosberg.com

    Die Formel-1-Saison 2007 ist für Nico Rosberg eine komplizierte Angelegenheit. Natürlich gilt der 21-Jährige nach wie vor als Nachwuchspilot, dem der ein oder andere Fehler oder liegen gelassene Punkt eher nachgesehen wird als einem routinierten Rennfahrer. Dennoch dürfte er im Gegensatz zu seiner Premierensaison nicht mehr allein von den Fliegkräften in seinen Sitz gedrückt werden, sondern deutlicher als im Vorjahr auch den Erwartungsdruck auf seinen Schultern spüren, der im elitären Kreis der Formel-1-Fahrer allgegenwärtig ist.

    Rosberg versucht, dies gar nicht an sich herankommen zu lassen, indem er seine eigenen Ziele an die persönliche Entwicklung bewusst hoch ansetzt. «Hauptsächlich setze ich mich selber unter Druck, um immer besser zu werden», sagt er. Aber der Spross von Ex-Weltmeister Keke Rosberg ist sich auch den wachsenden Erwartungen von Seiten des Teams bewusst: «Williams hat mich als jungen Fahrer geholt, sie investieren große Hoffnungen in mich.»

    Diese Hoffnungen schien Rosberg junior bereits bei seinem Grand-Prix-Auftakt zu erfüllen, als er auf einen glänzenden siebten Platz fuhr und dabei überraschend sogar die schnellste Rennrunde hinlegte. Doch im Einklang mit dem nicht gerade zuverlässigen Cosworth-Motor seines Williams-Boliden geriet die Saison für den jungen Wiesbadener zunehmend ins Stottern. Am Ende der Saison fand sich der selbstbewusste Blondschopf auf einem ernüchternden 17. Rang in der Fahrerwertung wieder. Und auch wenn wohl eine gute Portion Zweckoptimismus nicht zu verleugnen ist, spricht es für Rosberg, dass er den enttäuschenden Saisonverlauf nicht einfach abhaken und vergessen, sondern vor allem seine Lehren daraus ziehen will. «Man sagt ja immer, dass man speziell aus einem schlechten Jahr viel lernen kann, und das ist es, was ich jetzt erreichen muss», lautet sein Resümee.

    Dabei baut er nicht zuletzt darauf, dass diese besondere Motivation nach der für den britischen Traditionsrennstall insgesamt verkorksten Saison für das ganze Team gilt. Besonders freut sich Rosberg über die trotz «verdoppelter Arbeitsanstrengung» (Teamchef Frank Williams) gute Grundstimmung, die er ausgemacht hat. «Das ist das Spezielle an diesem Team, dass sie selbst nach einer schlechten Saison ihre Motivation aufrecht erhalten konnten.» Auch von seinem Teamgefährten Alexander Wurz, der nach dem Weggang von Mark Webber vom Testfahrer zum Stammpiloten befördert wurde, erhofft sich der Youngster positive Energie: «Ich habe schon letztes Jahr mit ihm zusammen gearbeitet, und wir hatten wirklich viel Spaß zusammen. Und das ist sehr wichtig: Spaß haben, wenn es möglich ist, und hart arbeiten, wenn es ernst wird.»

    Ein weiterer Wechsel scheint Rosberg hingegen weniger zuversichtlich zu stimmen. Denn allzu viel verspricht er sich nicht von dem Toyota-Motor, der in seinem neuen FW29 den Cosworth ersetzt. «Marketingseitig ist es gut für uns, aber von der Leistung wird es uns nicht nach vorne bringen», meint Rosberg, der das neue Aggregat dennoch für «gut und zuverlässig» hält. Und wenn es seltener ins Stottern gerät als der Vorgänger, sollte es 2007 auch für Nico Rosberg runder laufen.

    (Stand: Februar 2007)

    (02.03.2007)
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    Kimi Räikkönen

    Kimi Räikkönen

    Team: Ferrari
    Startnummer: 6
    Land: Finnland
    Geburtsdatum: 17. Oktober 1979
    Geburtsort: Espoo (Finnland)
    Wohnort: London (Großbritannien)
    Größe: 1,75 m
    Gewicht: 63 kg
    Familie: Ehefrau Jenni
    F1-Debüt: Australien 2001
    Erster GP-Sieg: GP Malaysia März 2003
    Größte Erfolge: WM-Zweiter 2003 und 2005
    Bisherige Teams: Sauber (2001), McLaren-Mercedes (2002-06)
    Homepage: www.kimiraikkonen.com

    Kimi Räikkönen will bei Ferrari seinen eigenen Weg gehen. «Ich bin nicht Michael Schumacher und das Team erwartet das auch nicht von mir», stellte der Finne gleich bei seinem Amtsantritt bei den «Roten» klar. Die Distanz des «Iceman» zum zurückgetretenen deutschen Superstar war deutlich spürbar.

    «Michael war mehrere Jahre lang der Top-Fahrer. Es ist normal, dass ich jetzt mit ihm verglichen werde. Aber deshalb verspüre ich keinen Druck», sagte er emotionslos. «Es ist das erste Jahr ohne Michael und viele werden ihn vermissen, aber das ist normal.» Zudem habe er nicht vor, eine Schule zu besuchen, um die Sprache zu lernen. Ob der als schwierig und unzugänglich geltende Finne, jemals die Herzen der leidenschaftlichen Tifosi erobern kann, darf bezweifelt werden.

    Für Räikkönen steht im absoluten Vordergrund, sich möglichst schnell bei Ferrari zu integrieren und die in ihn gesetzten hohen Erwartungen zu erfüllen. «Wir wollen Rennen und die WM gewinnen, aber es ist noch zu früh für eine Prognose», sagte der 27 Jahre alte Pilot. Trotz des Rücktritts des siebenfachen Champions rechnet Räikkönen nicht mit einem einfacheren Titelrennen: «Ich weiß nicht, ob es jetzt leichter wird. Es gibt viele schnelle Jungs.» Ferrari-Boss Luca di Montezemolo traut ihm den Gewinn der Weltmeisterschaft zu: «Er ist konzentriert und schnell. Ich glaube, es ist der richtige Moment zum Siegen in seiner Karriere gekommen.» Räikkönen selbst verspüre keinen Druck wegen seines Wechsels. Als er vor fünf Jahren als junger Fahrer zu McLaren-Mercedes gekommen sei, sei er in der gleichen Situation gewesen.

    Gegen seinen alten Arbeitgeber schoss Räikkönen auch noch ein paar verbale Konter ab. Die Verantwortlichen bei McLaren-Mercedes hatten zuletzt die laxe Einstellung des als trinkfest geltenden Finnen kritisiert: «Es lag nicht an meinem Lebensstil, dass wir nicht gewonnen haben, sondern das Auto war zu langsam oder nicht zuverlässig genug.» Das letzte Jahr seiner Formel-1-Karriere möchte der Finne auch am liebsten vergessen: 2006 fuhr Räikkönen keinen Sieg ein, fiel sechs Mal aus und landete in der Endabrechnung mit 65 Punkten nur auf dem fünften Platz der Fahrerwertung. Zudem bezeichnete er die Atmosphäre und das Arbeitsklima bei Ferrari als angenehm und familiär. «Rot ist wesentlich wärmer», nannte er einen Unterschied zu den Silbernen. Zugleich kündigte der eigensinnige Skandinavier an, seinen Arbeitsstil nicht zu verändern, womit Probleme für die Zukunft programmiert sein dürften.

    (Stand: Februar 2007)
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    Jenson Button

    Jenson Button

    Team: Honda Racing F1 Team
    Startnummer: 7
    Land: Großbritannien
    Geburtsdatum: 19. Januar 1980
    Geburtsort: Frome, Somerset (Großbritannien)
    Wohnort: Monte Carlo (Monaco)
    Größe: 1,82 m
    Gewicht: 68,5 kg
    Familie: ledig
    F1-Debüt: Australien 2000
    Größter Erfolg: WM-Dritter 2004
    Bisherige Teams: Williams (2000), Benetton-Renault (2001-02), BAR (2003-05), Honda (seit 2006)
    Homepage: www.jensonbutton.com

    Jenson Button will nicht mehr Prognosen auf seine Rennerfolge abgeben. Zu oft lag er daneben und wurde enttäuscht. 2000 debütierte er bei Williams-BMW und holte gleich seinen ersten Formel-1-Punkt - 118 Rennen musste er bis 2006 fahren um beim Großen Preis von Ungarn endlich den ersten Sieg seiner Karriere feiern zu können. In den letzten sechs Rennen der vergangenen Saison sammelte er mehr Zähler als die anderen Fahrer, nun will der 27-jährige ein ernsthaftes Wort im Kampf um die Krone der «Königsklasse» mitreden und sagt wo er hin will: «Mein Ziel ist es Weltmeister zu werden.»

    Das nötige Material dazu soll ihm das Honda stellen. Die Japaner sind hoch motiviert und erwarten von dem gut aussehenden Briten, dass er an die Erfolge der vergangenen Saison anknüpfen kann. Bei ersten Testfahrten zeigte sich Button mit den Leistungen des neuen Boliden allerdings noch nicht ganz zufrieden. Die hohen Erwartungen sollen durch Siege erfüllt werden, um den fernöstlichen Traum verwirklichen zu können. «Die Zuversicht, die alle im Team haben ist etwas, das sich seit Mitte der letzten Saison immer mehr aufgebaut hat», sagte Button, und wagt doch so etwas wie eine Prognose, «Ich denke, wenn wir auf dem aufbauen können, was wir Ende letzter Saison hatten, werde ich dieses Jahr sehr glücklich sein.»

    Button profitiert eindeutig auch von der Ausgeglichenheit und Routine, die der acht Jahre ältere Rubens Barrichello in das Team brachte. Der Brasilianer integrierte sich gut in das Team und fügte sich bislang klaglos in die Rolle als Nummer zwei. Doch der Erfolgsdruck lastet auf Button, belegte der ehemalige Teamkollege von Michael Schumacher in der Fahrerwertung doch Rang sieben - direkt hinter Ungarn-Gewinner Button. Und da auch in Japan gilt «Der Erfolg hat viele Freunde», werden die Topleistungen wohl auch 2007 wieder von dem Briten erwartet.

    2006 hatte die Liaison von Honda mit Button endlich Früchte getragen. Den Erfolg noch weiter vorantreiben soll der neue Rennwagen RA 107, eine reine Honda-Entwicklung, deren Leistung allerdings noch gesteigert werden muss, damit Button überhaupt im Kampf um die vorderen Plätze eine Rolle spielen kann. Einige Mitglieder der Formel-1-Gemeinschaft halten allerdings auch das Potenzial des Überfliegers aus Großbritannien für begrenzt. Mike Gascoyne ist einer der Zweifler. Der technische Direktor von Spyker hat mit Jenson Button bei Benetton gearbeitet und glaubt, dass ihm der «Funke» fehlen würde. Button seinerseits hofft, dass die Realität 2007 seinen Erwartungen standhalten wird. «Alles ist besser», gibt er sich zuversichtlich. «Wenn das nicht so wäre, würden wir irgend etwas falsch machen.»

    (Stand: Februar 2007)
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    Anthony Davidson

    Anthony Davidson

    Team: Super Aguri F1
    Startnummer: 23
    Land: Großbritannien
    Geburtsdatum: 18. April 1979
    Geburtsort: Hemel Hempstead (Großbritannien)
    Wohnort: Northamptonshire (Großbritannien)
    Größe: 1,60 m
    Gewicht: 56 kg
    Familie: verheiratet mit Carrie
    F1-Debüt: Ungarn 2002
    Bisherige Teams: Minardi (2002), BAR (2001, 2003 -2005 Testfahrer), Honda (2006 Testfahrer)
    Homepage: www.anthonydavidson.com

    Bei all dem Trubel um die Neulinge Lewis Hamilton (McLaren-Mercedes) und Heikki Kovalainen (Renault), die bei Topteams gleich mit Titelchancen ins Rennen gehen sowie dem von deutschen Medien stark beachteten Adrian Sutil (Spyker), läuft man beinahe Gefahr zu übersehen, dass mit Anthony Davidson ein weiterer Rookie die Formel-1-Rennbühne betritt.

    Dabei ist der 27-jährige Brite beispielsweise im Vergleich zu seinem fünf Jahre jüngeren Landsmann Hamilton fast schon ein alter Hase in der Formel 1. Bereits 2002 fuhr er zwei Rennen im Minardi, die allerdings mit Drehern enttäuschend für ihn endeten. Und seit sechs Jahren hat er als Testfahrer für BAR und Honda, teilweise auch im Freitagstraining, Erfahrung auf allen Grand-Prix-Strecken sammeln können.

    Nach dem gescheiterten Experiment mit Yuji Ide als zweitem japanischen Fahrer neben Takuma Sato in der Premierensaison war die Verpflichtung Davidsons auch eine politische Entscheidung für das noch junge Team. «Super Aguri will sich in Zukunft internationaler präsentieren, um für weltweite Sponsoren attraktiver zu werden», kündigte Geschäftsführer Daniele Audetto an. Dass Davidson sich im Honda-Rennstall, von dem Super Aguri nach wie vor unterstützt wird, gut auskennt, dürfte ihm für seinen Vertrag ebenso zuträglich gewesen sein wie seine jahrelange Kooperation mit Sato, denn er 2005 in Malaysia einmal vertreten durfte.

    Schon 2001 fuhren die beiden in der britischen Formel 3 gegeneinander und 2003 arbeiteten sie bei BAR Honda zusammen. Als Satos neuer Rennkollege erkennt Davidson dessen Status als Nummer eins im Team an, will sich aber als Neuling im Team-Duell mit dem Platzhirsch auch profilieren. «Für mich wird es entscheidend sein, von Beginn an so nah wie möglich an ihm dran zu sein», sagt der nur 1,60 Meter große Rennfahrer. «Und ich weiß, dass ich ihn schlagen kann. Das habe ich in der Formel 3 schon bewiesen.»

    Zunächst einmal ist Davidson aber glücklich, überhaupt dabei zu sein, wenn die Rennampel auf Grün springt. «In der Startaufstellung zu stehen ist alles, wovon ich die letzten fünf Jahre geträumt habe, und nun wird dieser Traum Wirklichkeit», erzählt er. Als Ziel gibt er an, regelmäßig in die Top 10 zu fahren, vor allem will er sich aber während seiner ersten kompletten Formel-1-Saison fahrerisch weiter entwickeln. «Ich bin ziemlich selbstkritisch», erzählt Davidson. «So gesehen sollte mein letztes Rennen mein bestes sein. Hoffentlich werde ich gegen Ende des Jahres einen ausreichend guten Job machen, um für lange Zeit in der Formel 1 bleiben zu können.»

    (Stand: Februar 2007)
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    David Coulthard

    David Coulthard

    Team: Red Bull Racing
    Startnummer: 14
    Land: Schottland
    Geburtsdatum: 27. März 1971
    Geburtsort: Twynholm (Schottland)
    Wohnort: Monte Carlo (Monaco)
    Größe: 1,82 m
    Gewicht: 72 kg
    Familie: ledig
    Erster GP-Sieg: GP Portugal September 1995
    Größter Erfolg: WM-Zweiter 2001
    F1-Debüt: Spanien 1994
    Bisherige Teams: Williams (1994-95), McLaren (1996-2004), Red Bull (seit 2005)

    Die Saison 2006 war für David Coulthard bei Red Bull von vielen Höhen und Tiefen und einer großen Hoffnung auf 2007 geprägt. Mit Rang 13 in der Fahrerwertung und nur 14 WM-Punkten konnte der Schotte einfach nicht zufrieden sein. Alleine sechs Zähler heimste er beim Großen Preis von Monaco ein, als er überraschend auf Rang drei fuhr und seinem Team damit den ersten Podiumsplatz bescherte. Doch danach stellte Red Bull seine Aktivitäten in punkto Weiterentwicklung ein.

    Das Auto war einfach nicht mehr konkurrenzfähig. Red Bull «opferte» 2006, um Zeit für die Entwicklung des neuen RB 3 um Designgenie Adrian Newey zu haben. Doch trotz aller Schwierigkeiten fiel David Coulthard nicht in ein Motivationsloch und konnte beim Regenrennen in Ungarn noch mal mit einem guten Rang 5 glänzen.

    Der mit seinen 35 Jahren dienstälteste Pilot fühlt sich wohl in der Red-Bull-Familie. Allen Unkenrufen zum trotz, konnte er in den vergangen beiden Jahren auch bei einem Team wie Red Bull fahrerische Glanzpunkte setzen. Zusammen mit seinem neuen Teamkollegen Mark Webber möchte «DC» wieder einmal häufiger auf dem Podium stehen. Dafür arbeitet Coulthard hart an sich und ist auch für sein Team immer zur Stelle. Mit Newey hat Coulthard schon bei McLaren-Mercedes zusammengearbeitet. Für den Designer ist das Feedback seiner Fahrer extrem wichtig und dafür benötigt er Leute die das technische Verständnis und Fahrgefühl eines David Coulthard haben.

    (Stand: Februar 2007)
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    Felipe Massa

    Felipe Massa

    Team: Scuderia Ferrari
    Startnummer: 5
    Land: Brasilien
    Geburtsdatum: 25. April 1981
    Geburtsort: Sao Paulo (Brasilien)
    Wohnort: Viareggio (Italien)
    Größe: 1,66 m
    Gewicht: 59 kg
    Familie: ledig
    F1-Debüt: Australien 2002
    Größter Erfolg: WM-Dritter 2006
    Bisherige Teams: Sauber (2002), Sauber (2004-05), Ferrari (Testfahrer 2003, seit 2006)
    Homepage: www.felipemassa.com

    Unter Superstar Michael Schumacher hat Felipe Massa seinen Nummer-2-Status klaglos akzeptiert. Aber nach dem Rücktritt des Rekord-Weltmeisters muckt der Brasilianer auf und beansprucht die gleichen Rechte wie Neuzugang Kimi Räikkönen. «Ich spiele jetzt eine wichtigere Rolle im Team. Ich habe mir mehr Respekt bei Ferrari und in der Formel 1 erworben», sagte Massa vor der neuen Formel-1-Saison selbstbewusst. «Ich bin zuversichtlich, dass wir beide die gleiche Behandlung haben werden.»

    Massas Optimismus beruht auf seinen guten Leistungen im Vorjahr und Räikkönens im Vergleich zu Schumacher bescheidener Bilanz. «Wir haben keinen Weltmeister mehr im Team», stellte er klar. Dem Finnen stehen demnach aus seiner Sicht keine Sonderrechte zu. «Kimi ist sicher einer der besten Fahrer der Formel 1, aber er hat noch keinen Titel.» Die beiden Vize-Weltmeisterschaften und neun Grand-Prix-Siege beeindrucken den Brasilianer nur bedingt.

    Mit seinen beiden Grand-Prix-Siegen in Istanbul und im heimischen Sao Paulo, fünf weiteren Podestplätzen sowie WM-Rang drei hat Massa sein Talent bewiesen. Ob der 25-Jährige das Zeug zum absoluten Top-Piloten hat, erscheint allerdings fraglich. So wie der sympathische, stets zu Scherzen aufgelegte Südamerikaner über seinen «unglaublich guten Lehrer» Schumacher schwärmte, sprach in jungen Jahren keiner der späteren Superstars über einen Teamkollegen oder Weltmeister. Auch Räikkönen oder der aktuelle Titelträger Fernando Alonso himmelten den deutschen Seriensieger oder andere Top-Piloten nie an. Seine beinahe kindliche Begeisterung mag Massa zwar jede Menge Sympathien einbringen, Respekt verschafft er sich so aber nicht bei seinen Konkurrenten.

    Fiat-Präsident Luca di Montezemolo und der zum Ferrari-Direktor aufgestiegene ehemalige Teamchef Jean Todt versicherten zwar im Vorfeld, dass Räikkönen und Massa gleichberechtigt behandelt würden, im Verlauf der Saison dürfte sich aber eine Fahrer-Hierarchie ergeben. Massas einzige Chance, dem Nummer-2-Status zu entrinnen, besteht in einer beeindruckenden, dominierenden Vorstellung von Beginn an. Dies weiß er auch: «Wichtig ist, dass ich sofort voll konkurrenzfähig bin.»

    Sollte die Scuderia den vermutlichen Hauptrivalen McLaren-Mercedes und Renault ebenbürtig sein, rechnet sich Massa gute Titelchancen aus: «Mein Ziel ist, um Siege und die WM mitzufahren - warum auch nicht. Ich hoffe, einer der WM-Kandidaten zu sein.» Räikkönen soll dies bereits beim Auftakt-Grand-Prix in Melbourne am 18. März zu spüren bekommen.

    (Stand: Februar 2007)
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    Scott Speed

    Scott Speed

    Team: Scuderia Toro Rosso
    Startnummer: 19
    Land: USA
    Geburtsdatum: 24. Januar 1983
    Geburtsort: Manteca (USA)
    Wohnort: Fuschl am See (Österreich)
    Größe: 1,77 m
    Gewicht: 69 kg
    Familie: ledig
    F1-Debüt: Bahrain 2006
    Homepage: www.scottspeed.com

    Lange musste Scott Speed zittern, bis die Vertragsverlängerung bei der Scuderia Toro Rosso unter Dach und Fach war. Doch jetzt hat der US-Boy freie Fahrt. Sein Name soll in dieser Saison Programm sein. In seinem zweiten Jahr bei den «Roten Bullen» will er die ersten WM-Punkte in seiner noch jungen Formel-1-Karriere einfahren. Wie viele Piloten bei Red Bull Racing und Toro Rosso ist Speed ein Produkt des Red-Bull-Juniorteams.

    Seit dem US-Amerikaner Michael Andretti, der 1993 Ayrton Sennas Teamkollege bei McLaren war, ist Speed der erste Formel-1-Pilot aus dem rennsportfanatischen Amerika. Dort hat allerdings die Indy-Serie den Stellenwert, den die Formel 1 in Europa besitzt. Deshalb hat der neue Mann zumindest einen mächtigen Fan: Formel-1-Boss Ecclestone wird sich über jedes Husarenstück freuen, das in der neuen Welt Aufmerksamkeit erregt.

    Dabei muss der U2-Fan privat einen ungleich härteren Kampf bestehen als gegen die 21 Grand-Prix-Konkurrenten. Seit bei Speed Anfang 2003 die autoimmune Krankheit Colitis Ulcerose diagnostiziert wurde, hat er sich mehreren Therapien unterziehen müssen. Der chronisch entzündete Darm schwächt dabei nach und nach überlebenswichtige Körperfunktionen. Ein kontinuierlicher Rennsport war lange Zeit unmöglich. Erst einem österreichischen Arzt gelang es nach zwei Jahren, die chronische Krankheit unter Kontrolle zu bringen. Die sportliche Karriere konnte weiter gehen, auch, weil das Aufbauteam von Red Bull die gesamte Zeit zu dem Erkrankten hielt.

    (Stand: Februar 2007)
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    Alexander Wurz

    Alexander Wurz

    Team: Williams
    Startnummer: 17
    Land: Österreich
    Geburtsdatum: 15. Februar 1975
    Geburtsort: Waidhofen an der Thaya (Österreich)
    Wohnort: Monte Carlo (Monaco)
    Größe: 1,87 m
    Gewicht: 77 kg
    Familie: verheiratet mit Julia, zwei Söhne Felix und Charlie
    F1-Debüt: Kanada 1997
    Bisherige Team: Benetton (1997 - 2000), McLaren-Mercedes (Testfahrer 2001-05), Williams (Testfahrer 2006)
    Homepage: www.alexwurz.com

    Die Beförderung des bisherigen Testfahrers Alexander Wurz macht das Williams-Duo zu einer der interessantesten Piloten-Konstellationen in der Formel 1 2007. Dabei ist der Österreicher so etwas wie der Gegenentwurf zu seinem 12 Jahre jüngeren Teamkollegen Nico Rosberg sowie einer ganzen Garde junger Fahrer, die mit Macht in den PS-Zirkus drängen. Denn gegenüber Newcomern wie Lewis Hamilton (22 Jahre) bei McLaren-Mercedes, Heikki Kovalainen (25) bei Renault, Adrian Sutil (24) bei Spyker oder eben auch seinem eigenen Stallgefährten Rosberg junior wirkt Wurz mit seinem Comeback im Alter von 33 Jahren fast schon wie ein Relikt aus einer vergangenen Ära.

    Tatsächlich schien die Zeit von Wurz im Feld der Stammfahrer beinahe schon abgelaufen, als ihm 2002 bei McLaren Kimi Räikkönen vor die Nase gesetzt wurde und er entgegen einer bereits mit Teamchef Ron Dennis getroffenen Abmachung weiterhin nur Testfahrer bei den «Silberpfeilen» blieb. Nach sechsjähriger Pause darf der Routinier, der sein Formel-1-Debüt 1997 in Montréal in einem Benetton feierte, nun also doch noch einmal einen Boliden in den Rennen über den Asphalt steuern. «Das ist der Kick, den ich jahrelang vermisst habe», sagt der 53-fache Formel-1-Starter glücklich. Aber nach dem Motto «dabei sein ist alles», will Wurz natürlich nicht fahren: «Man muss manchmal seine Ellbogen ausfahren und sich Platz verschaffen, auch wenn ich gelernt habe, dass es am wichtigsten ist, ins Ziel zu kommen und Punkte zu sammeln.»

    Erarbeitet hat er sich seine wohl letzte Chance durch einen über Jahre hervorragenden Ruf als Testfahrer mit exzellentem technischen Verständnis. «Alex hat sein Comeback und seinen Durchbruch absolut verdient», sagt Teamchef Frank Williams anerkennend, der ihn in der vergangenen Saison zunächst zum Testen verpflichtet hatte, und vergleicht Wurz hinsichtlich seiner Motorsport-Intelligenz sogar mit dem Größten der Branche: «Alex ist einer der cleversten Piloten überhaupt. Für mich kommt er in diesem Punkt gleich nach Michael Schumacher.» Wie seine Rennergebnisse auch aussehen werden, in einem Punkt überragt Wurz die Konkurrenz in jedem Fall: Mit seinen 1,87 Meter ist er der Längste im Fahrerlager.

    (Stand: Februar 2007)
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    Rubens Barrichello

    Rubens Barrichello

    Team: Honda Racing F1 Team
    Startnummer: 8
    Land: Brasilien
    Geburtsdatum: 23. Mai 1972
    Geburtsort: Sao Paulo (Brasilien)
    Wohnort: Monte Carlo (Monaco)
    Größe: 1,72 m
    Gewicht: 70 kg
    Familie: Ehefrau Silvana, Söhne Eduardo und Fernando
    F1-Debüt: Südafrika 1993
    Erster GP-Sieg: GP Deutschland Juli 2000
    Größte Erfolge: WM-Zweiter 2002 und 2004
    Bisherige Teams: Jordan (1993-96), Stewart (1997-99), Ferrari (2000-05), Honda (seit 2006)
    Homepage: www.barrichello.com.br

    Rubens Barrichello kann vor Saisonbeginn auf die beeindruckende Zahl von 233 Rennen in der Formel 1 verweisen, mehr als jeder andere noch aktive Rennfahrer in der Königsklasse. Dieses Jahr werden im Cockpit beim Formel-1-Team von Honda noch einige hinzu kommen.

    Die Saison 2006 war für den Brasilianer trotz seiner langjährigen Formel 1-Erfahrung nach dem Wechsel von der Scuderia Ferrari zu Honda, wie er selbst sagt, eine Zeit des Lernens. Nun will er das große Kapital des routinierten Piloten voll ausspielen und seinen Teamkollegen Button ordentlich fordern, dem er in seinem fahrerischen Können in nichts nachsteht. «Ein tolles Gefühl. Es ist völlig anders als letztes Jahr, als alles neu für mich war», stellte er fest, «dieses Jahr ist alles viel gewohnter und ich konnte mich ins Auto setzen und sofort ein Gefühl dafür bekommen».

    Auch die Einführung eines Einheitsreifens in der Formel 1 kommt dem ehemaligen Teamkollegen von Michael Schumacher entgegen. Mit den Gummis von Michelin hatte er einige Probleme. Wieder auf die jahrelang gewohnten Pneus umzusteigen, ist ihm sehr angenehm: «Sobald ich das Auto mit den Bridgestone-Reifen fuhr, hatte ich das Gefühl, dass es etwas war, das ich kannte.»

    Dem Ego Barrichellos schmeichelt die laut Teamchef Nick Fry bei Honda geübte «intensive Seelenpflege», ein wichtiger Baustein im Konzept der Asiaten. Und der Südamerikaner weiß sich zu revanchieren. Bei der Teampräsentation lobte er das Team und sein neues Arbeitsgerät, den Honda RA107, überschwänglich: «Ich weiß wie wichtig ein stabiles Team aus Fahrern und Schlüsselpersonen ist», erklärte er. «Ich weiß auch wie viel Arbeit das gesamte Honda-Team in das neue Auto gesteckt hat und denke, dass uns das näher an unser Ziel in Bezug auf die WM bringt.»

    Der Brasilianer ist einer der wenigen Rennfahrer, denen Nick Fry zutraut in einem Rennen wirklich alle Runden perfekt zu fahren. Auf dieses Potential setzten die Japaner bei der Verpflichtung des Rennsport-Routiniers und hoffen in der insgesamt fünfzehnten Formel-1-Saison Barrichellos reiche Ernte einzufahren.

    (Stand: Februar 2007)
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    Heikki Kovalainen

    Heikki Kovalainen

    Team: Renault F1 Team
    Startnummer: 4
    Land: Finnland
    Geburtsdatum: 19. Oktober 1981
    Geburtsort: Suomussalmi (Finnland)
    Wohnort: Oxford (Großbritannien)
    Größe: 1,72 m
    Gewicht: 66 kg
    Familie: ledig
    F1-Debüt: Australien 2007
    Bisherige Teams: Renault (Testfahrer 2004-06)
    Homepage: www.heikkikovalainen.net

    Nach den Erfolgen von Mikka Häkkinen und Kimi Räikkönen klingt in den Ohren von Motorsportfans allein der charakteristisch-finnische Name nach Geschwindigkeit. Doch natürlich ist es keinesfalls vorrangig die Tatsache, dass er aus dem gleichen Land kommt wie zwei der absoluten Topfahrer der jüngeren Formel-1-Geschichte, die Heikki Kovalainen zu einem außerordentlich interessanten Piloten der Saison 2007 macht.

    Zwar erregt ein neues Gesicht im Fahrerlager immer besonderes Aufsehen, aber der Wirbel um Kovalainen ist besonders groß. Durften Neulinge bis dato meist schon stolz darauf sein, es in den elitären Zirkel der Formel 1 geschafft zu haben und in ihrem ersten Jahr Erfahrungen sammeln zu dürfen, gilt der 25-Jährige Finne gleich mindestens als Anwärter auf Grand-Prix-Siege, wenn er nicht sofort zum Kreis der Titelfavoriten gezählt wird. Kein Wunder: Immerhin übernimmt er den Platz von Fernando Alonso, der seinen Renault in den vergangenen beiden Jahren zur Weltmeisterschaft gelenkt hat.

    Kovalainen, der seit 2004 als Testfahrer bei Renault 30 000 Kilometer Fahrerfahrung in Formel-1-Boliden sammeln konnte, versucht, den Erwartungsdruck etwas zu dämpfen. «Ich möchte mein erstes Rennen zu Ende fahren und Punkte holen», sagt er. «Wenn man zu hohe Erwartungen hat und dann alles schief geht, ist man wirklich enttäuscht.» Dennoch, allein die Testfahrten an der Seite seines erfolgreichen Vorgängers haben dem Blondschopf Selbstvertrauen gegeben. «Bei den Tests gab es gegen Alonso nie eine Situation, in der ich hätte sagen müssen, so schnell kann ich nicht fahren.» Rennerfahrung bringt Kovalainen aus seinen zahlreichen Starts in anderen Rennklassen mit.

    Und er sitzt - wie sein Newcomer-Kollege Lewis Hamilton bei McLaren-Mercedes - auf Anhieb in einem Topauto. Seine persönlichen Ziele formuliert Kovalainen trotzdem eher bescheiden. «Ich weiß, dass ich noch nichts erreicht habe», sagte er bei der Präsentation des neuen R27. «Ich werde in diesem Jahr viel lernen müssen und versuchen, möglichst wenig Fehler zu machen.» Etwas vollmundiger ist sein Teamchef und Manager Flavio Briatore: «Er ist ein Naturtalent, das sofort Rennen gewinnen kann», sagt der Boss.

    (Stand: Februar 2007)
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