Interessantes zum Hope Diamanten

      Interessantes zum Hope Diamanten

      Interessantes zum Hope Diamanten

      Hope Diamant: Im 17. Jahrhundert wahrscheinlich in Indien entdeckt, inzwischen Ausstellungsstück im Smithsonian's Museum. Forscher haben nun herausgefunden, dass blaue Diamanten eine ganz eigene Signatur haben, wenn sie phosphoreszieren

      Roter Leuchtfleck: Der Hope-Diamant phosphoresziert, nachdem er mit UV-Licht bestrahlt wurde

      Hope Diamant: Einst angeblich 112 Karat schwer, jetzt nur noch 45 Karat. Die ungewöhnliche Färbung tritt nur selten auf und macht blaue Diamanten besonders wertvoll. Anhand der typischen Signatur wollen Forscher Manipulationen an Steinen nachweisen - und künstliche erkennen
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      Verflucht: Ein Diamant mit 46 Karat

      Verflucht: Ein Diamant mit 46 Karat

      Der Edelstein zählt zu den bekanntesten Mythen der Welt. Zahlreiche Tragödien sollen von dem verfluchten Diamanten ausgehen. Wie ein 45-Karäter Geschichte schrieb und als Legende in einem Museum endete.

      Selbst die größten Skeptiker bekommen bei der Geschichte des berühmtesten Diamanten der Welt Zweifel an ihrer rationalen Weltanschauung. Denn die Geschichte des sagenumwobenen Steines liest sich wie das Drehbuch eines Hollywood-Filmes.

      Die Legende

      Der Legende nach besaß die indische Gottheit Vishnu (ja, genau die mit den vielen Armen) einen blauen Diamanten unfassbaren Ausmaßes. Wie zu erwarten war, wurde ihr das kostbare Stück gestohlen und Vishnu tat, was Gottheiten eben in solchen Fällen tun: Sie verfluchte nicht nur den Dieb, sondern gleich den Diamanten. Klarerweise fand das Prunkstück mit seinen 45 Karat den Weg in den französischen Königshof und fiel Ludwig den 14. und 16. sowie Marie-Antoinette in die Hände, die dann auf grausame Weise sterben mussten.

      Der Mythos

      Zuggeben, die Anfänge dieses Mythos entsprechen nicht der Realität, denn nachweislich zeigte sich der Besitz des Diamanten nicht als verantwortlich für den Tod der dekadenten Königshäupter. Und ob Vishnu tatsächlich im Besitz des Steines war, ist ebenso fraglich. Die dokumentierten Fakten allerdings, geben dem Mythos die Grundlage, die ihn gegenwärtig hinter die Auslagenscheibe des Symithsonian Institution verbannt hält.

      Die Fakten

      Den schlichten Ursprung hat der Hochkaräters in einem Fluss, wo er von dem französischen Kaufmann Tavernier gefunden wurde. Das klingt zwar noch wenig abenteuerlich, der Verlauf seiner Reise ist es aber umso mehr: In den Wirren der französischen Revolution untergegangen, tauchte er 1830 wieder in England auf.

      Auf Bild von Goya entdeckt

      Später wird man den Stein allerdings auf einem Gemälde der spanischen Königsfamilie von Goya aus dem Jahre 1800 wieder erkennen. Darauf trägt ihn die Königin Maria Louise um den Hals. König Karl wurde 1808 zur Abdankung gezwungen und verkaufte es dem Namensgeben Henry Philipp Hope für damals gewichtige 18.000 Pfund. Dieser hinterließ den Edelstein seinem Neffen, der ihn - wie könnte es anders sein - an den Sultan Abdul Hamid verkaufte, um sich aus einer finanziellen Misere zu befreien, was ihm nicht gelang. Auch die untreue Frau von Lord Hope starb Anfang der vierziger Jahre verarmt in Boston.

      Das Unglück geht weiter

      Wenig Glück brachte der Hochkaräter auch dem Sultan, denn der wurde wenig später von putschenden Armee-Offzieren abgesetzt. Dann ging es Schlag auf Schlag. Ein russischer Fürst schenkte den Diamanten seiner Affäre, die er aber in einem Eifersuchts-Anfall erschoss. Der Fürst selber fiel einem Attentat zum Opfer. Ein griechischer Diamantenhändler, damaliger Besitzer des Diamanten, starb mit Frau und Kind bei einem Autounfall. Ein Pariser Händler wurde im Besitz des Steines angeblich verrückt und beging Selbstmord.

      Cartier verkaufte den Stein

      Und somit erstand ihn Pierre Cartier, der den Diamanten an das damalige reiche Socialite Evalyn Walsh McLean verkaufte. Die Skeptikerin zeigte sich wenig beeindruckt von der dunklen Legende des Steines, aber umso mehr von dessen Größe. Deshalb ließ sie diesen mit 62 kleineren Diamanten umschließen und trug ihn als Anhänger, so oft sie konnte. Ihre anfängliche Skepsis wich mit der Anhäufung von Schicksalsschlägen, die sie verkraften musste.

      Irrenhaus, Autounfall, Tod

      Ihr Sohn verunglückte bei einem Autounfall, eine Tochter starb an einer Überdosis Schlaftabletten und ihr Mann wurde in eine psychiatrische Klinik eingewiesen. Trotz der Vorkommnisses trug Mrs. McLean den Diamanten, als Anhänger einer Halskette sehr häufig. Sie starb einsam 1947 im Alter von 61 Jahren.

      Onassis gibt den Stein zurück

      Im gleichen Jahr erbte ihre Enkeltochter, Miss Reynolds, die unter mysteriösen Umständen starb, den blauen Stein. Der New Yorker Juwelier Harry Winston kaufte den mittlerweile als "Hope-Diamanten" bekannten Stein anschließend aus dem McLean-Nachlass. Niemand geringerer als Aristoteles Onassis erwarb den Stein mit der Zusage, dass der Juwelier ihn innerhalb von fünf Jahren zur Verkaufssumme zurücknehmen würde. Nach Onassis Scheidung schickte Winston den Diamant dann letztendlich mit einem versicherten Postpaket am 8. November 1958 dem Smithsonian Institution in Washington D.C.

      Die Spende ist nun sicher unter Verschluss, bis weiter Geschichte geschrieben wird. Schließlich wird der Stein gegenwärtig auf etwa 250 Millionen Dollar geschätzt. Der Film „Titanic“ widmete dem Stein eine Anspielung mit dem „Herz des Ozeans“.