BMW C1-E: Konzept für mehr Sicherheit in der Stadt

      BMW C1-E: Konzept für mehr Sicherheit in der Stadt

      BMW C1-E: Konzept für mehr Sicherheit in der Stadt

      So könnte ein sicheres, umweltfreundliches und alltagstaugliches Einspurfahrzeug für den Stadtverkehr von morgen aussehen: Als Beitrag zum europäischen Sicherheitsprojekt eSUM hat BMW Motorrad das Konzept C1-E entwickelt. Das Einzelstück basiert auf dem BMW C1. Es zeichnet sich durch eine sehr hohe aktive und passive Sicherheit aus und wird von einem Elektromotor angetrieben.

      Als Antrieb für die City für die Studie dient ein Elektroantrieb der auf Komponenten der Firma Vectrix basiert. Er bezieht seine Energie aus einer Lithium Ionen Batterie und verfügt damit über ausreichend Leistung, um die meisten Fahraufgaben im innerstädtischen Verkehr mühelos zu meistern. Alternativ könnte das Fahrzeug auch mit einem effizienten, emissionsarmen Verbrennungsmotor ausgerüstet werden.

      Der C1-E schreibt den Sicherheitsgedanken des früheren BMW C1 fort. Das avantgardistische Zweirad von BMW gilt als Meilenstein in der Entwicklung der Zweiradsicherheit. Als einziges motorisiertes Einspurfahrzeug ist es nahezu in allen europäischen Ländern von der Helmpflicht für den Fahrer ausgenommen.

      Die Studie von BMW Motorrad wird ein Unikat bleiben, an eine Serienentwicklung ist momentan nicht gedacht. Dennoch können Erkenntnisse aus dem Projekt in die Entwicklung zukünftiger Einspurfahrzeuge einfließen.

      eSUM steht für European Safer Urban Motorcycling und ist ein Kooperationsprojekt zwischen den wichtigsten europäischen Motorrad Metropolen und Zweiradherstellern. Daran beteiligt sind unter anderem die Großstädte Paris, Rom, Barcelona und London sowie auf Seite der Zweiradhersteller BMW und Piaggio.
      Zweiräder bieten die große Chance, den urbanen Verkehr flüssig, umweltfreundlich und individuell zu gestalten. Doch der überwiegende Teil aller Unfälle passieren in urbanem Verkehr der Städte, wo 80 Prozent aller Bürger wohnen. Dem will eSum gegensteuern. Das gemeinsame Ziel ist die Identifizierung, Entwicklung und praktische Demonstration von Maßnahmen, die in Zukunft ein sichereres Motorrad- und Rollerfahren im Innenstadtverkehr gewährleisten können.
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      Wiedergänger BMW-C1: Elektro-Scooter für Großstädte

      Wiedergänger BMW-C1: Elektro-Scooter für Großstädte

      Der Elektroantrieb lässt auch die Zweiräder nicht los. Jetzt ist die BMW-Motorradabteilung tief in den Keller gestiegen und hat den bereits mangels Erfolg eingemotteten C1 wiederbelebt. Als E-Bike könnte der 1999 gestartete und 2003 eingestellte Roller eine Renaissance erleben. Noch ist C1-E eine Studie, die aber bereits optimal für eine Serienfertigung vorbereitet ist. Vom C1 ist das komplette Sicherheitssystem mit Anschnallgurt, Überrollbügel und Schalensitz übernommen worden, sodass der Pilot auf einen Sturzhelm verzichten kann.

      Als Antrieb für die City für die Studie dient ein Elektroantrieb der auf Komponenten der Firma Vectrix basiert. Er bezieht seine Energie aus einer Lithium Ionen Batterie und verfügt damit über ausreichend Leistung, um die meisten Fahraufgaben im innerstädtischen Verkehr mühelos zu meistern. Weitere Angaben über Leistung, Reichweite und Geschwindigkeit macht BMW keine, hebt aber hervor, „alternativ könnte das Fahrzeug auch mit einem effizienten, emissionsarmen Verbrennungsmotor ausgerüstet werden.“

      Als Beitrag zum europäischen Sicherheitsprojekt eSUM hat BMW Motorrad das Konzept C1-E entwickelt. eSUM steht für European Safer Urban Motorcycling und ist ein Kooperationsprojekt zwischen den wichtigsten europäischen Motorrad Metropolen und Zweiradherstellern. Daran beteiligt sind unter anderem die Großstädte Paris, Rom, Barcelona und London sowie auf Seite der Zweiradhersteller BMW und Piaggio.

      In der Kritik hatte der C1 wegen seines hohen Kaufpreises, der geringen Fahrleistungen, der komplizierten Bedienung, des hohen Schwerpunkts und des damit verbundenen kippligen Fahrverhaltens in engen Kurven bei geringen Geschwindigkeiten gestanden. Auch wurde das gewöhnungsbedürftige Aussehen bemängelt. Mit dem überarbeiteten Roller zeigt sich jetzt das Design gestreckter und deutlich dynamischer. Der jetzt vorgesehene Seitenständer vereinfacht das Starten und Losfahren mit dem lautlosen E-Scooter enorm. Dass in Ballungsgebieten Rollerfahren eine große Zukunft hat, beweisen die rapide ansteigen Zulassungszahlen der Scooter-Klasse. Frei von Lärm und Abgasen hat der Elektroroller alle Chancen. China lässt grüßen. Hier sind sie aus dem Stadtverkehr nicht wegzudenken.

      BMW gibt erfolglosem Roller C1 eine zweite Chance

      BMW gibt erfolglosem Roller C1 eine zweite Chance
      (31) 6. Oktober 2009, 14:58 Uhr

      Vor zehn Jahren brachte BMW einen neuartigen Roller mit Dach und Anschnallgurt auf den Markt. Der C1 war von Anfang an umstritten, verkaufte sich nur rund 30.000 Mal und verschwand 2004. Auf der aktuellen Trendwelle neuer Fahrzeuge für den Stadtverkehr rollt er nun wieder heran.

      Das Gefährt sieht aus wie ein Roller mit Henkel. Als BMW vor knapp zehn Jahren mit seinem neuartigen, überdachten Motorrad C1 auf den Markt kam, schieden sich die Geister an ihm. Als erstes Serienfahrzeug seiner Art sollte der C1 das beste beider Welten beinhalten: mobil wie ein Zweirad und sicher wie Auto.

      Doch Motorradfahrer fühlten sich durch Dach und Anschnallpflicht – ein Helm wurde auf dem C1 obsolet – in ihrer Freiheit eingeschränkt. Autofahrer monierten besonders die mangelnde Alltagstauglicheit bei Eis und Schnee. Trotzdem fand der C1 in zwei Motorisierungen (125 und 200 ccm) zwischen 2000 und 2003 rund 30.000 Käufer und hat bis heute treue Fans, die sich sogar in Klubs organisieren.

      Und auch sonst scheint die Gegenwart dem C1 eine neue Zukunft zu bescheren. Denn BMW hat seinen einstigen Ausflug in die Scooterwelt wieder belebt, dem Roller ein zeitgemäßes Outfit verpasst und stellt ihn nun als „sicheres, umweltfreundliches und alltagstaugliches Einspurfahrzeug für den Stadtverkehr von morgen" vor. Natürlich nicht mehr mit Verbrennungs-, sondern mit Elektromotor.

      Das seinerzeit hoch gelobte Sicherheitskonzept des Rollers mit Dach und Gurt ist jedoch nach wie vor aktuell und schützt auch bei dem C1-E den Fahrer mittels Sicherheitszelle mit Überrollbügel und einigen Aufprall absorbierenden Elementen am Bug. Deswegen besteht auch heute in fast allen europäischen Ländern für den C1 keine Helmpflicht.

      Als Antrieb für die Studie dient ein Elektromotor der US-amerikanischen Firma Vectrix, der seine Energie aus einer Lithium-Ionen-Batterie bezieht und über eine Leistung von rund zehn PS verfügen soll. Als Reichweite werden mit diesen Akkus – je nach Fahrstil und Umgebung – rund 100 Kilometer angegeben. Denkbar wäre laut BMW auch, den C1-E mit einem emissionsarmen Verbrennungsmotor auszustatten. Trotz so weit fortgeschrittener Detaillösungen sei, erklärte der Hersteller, "an eine Serienentwicklung momentan nicht gedacht".

      Erkenntnisse aus dem Projekt könnten aber durchaus in die Entwicklung zukünftiger Zweiräder einfließen. Zudem werden die Reaktionen auf die Studie in der Münchner Konzernzentrale mit Sicherheit genauestens verfolgt.

      Beim Konzeptroller fallen neben den dynamischer gezeichneten Linien vor allem die hüllenlose Rahmenkonstruktion im Dach- und Heckbereich auf, die den C1-E deutlich luftiger wirken lassen. Auch der Frontbereich ist nicht mehr durchgehend ausgeführt, die Scheibe endet auf Höhe des Fahrerkopfes. Das eliminiert die lästigen Luftwirbel, die auf dem Ur-C1 nur mit Pudelmütze, besser noch mit Helm und Schal zu ertragen waren.

      Zudem erleichtert ein Seitenständer das Abstellen, nachdem der Vorläufer noch mit einer komplizierten Hubmechanik auf den Hauptständer gehievt werden musste. Alle Nachteile des alten Modells merzt die neue Konzeptstudie jedoch nicht aus. So fehlt dem Basis-C1-E ein vernünftiges Gepäckabteil, beim Vorläufer war das über einen großen schwarzen Koffer aus dem Zubehör realisiert worden. Außerdem findet nur der Fahrer einen angemessenen Platz, der C1-E ist also ein klassischer Fall für Individualisten.

      Einer Serienproduktion stehen derzeit vor allem die sehr hohen Kosten für die Batterien und deren notwendige Ladekapazität entgegen. Um mit den Leistungen eines 125er-Rollers mithalten zu können, liegt der Preis für ein nur mit einem Elektromotor angetriebenes Fahrzeug mit den aktuell verfügbaren Akkus derzeit noch viel zu hoch.

      Auch der Ur-C1 war zur Jahrtausendwende kein Schnäppchen: Das Basismodell kostete knapp 10.000 Mark. Bei BMW steht man aber trotz der negativen Erfahrungen mit dem C1 den Scootern nach wie vor aufgeschlossen gegenüber und hält diesen Bereich – mit Elektro- oder Verbrennungsmotor – für durchaus attraktiv. Bei den Motorrädern bleibt man dagegen auf absehbare Zeit definitiv beim bislang bewährten Antrieb.

      BMW stellte die Konzeptstudie im Rahmen des europäischen Sicherheitsprojektes eSUM (European Safer Urban Motorcycling) vor, bei dem die wichtigsten europäischen Zweirad-Metropolen wie Paris, Rom, Barcelona und London mit den Herstellern BMW und Piaggio kooperieren.