Interessantes zum Thema Schweinegrippe
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60 neue Fälle: Schweinegrippe ist rasant auf dem Vormarsch
Impfstoff liegt in vielen Apotheken bereit – Stimmungsumschwung hin zu größerer Impfbereitschaft
Mit 60 neuen bestätigten Fällen der Schweinegrippe übers Wochenende in der Stadt und im Landkreis meldete das Gesundheitsamt am Montag einen neuen Höhepunkt. Hinzu kamen weitere 40 Verdachtsfälle.
Im Laufe des Montags gab es offenbar auch einen Stimmungsumschwung hin zu einer größeren Bereitschaft, sich gegen das A/H1N1-Virus impfen zu lassen, berichtet der Inhaber der Glocken-Apotheke Wolfgang Schiedermair, der im Laufe des Tages „eine deutlich steigende Anfrage von Ärzten“ nach dem neuen Impfstoff erhielt.
Viele Bestellungen
Mehrere Apotheker in der Stadt erhielten die ersten Chargen des Impfstoffes Pandemrix im Laufe des Nachmittags am Montag – und somit schneller als erwartet. Innerhalb kürzester Zeit folgte eine große Menge an Bestellungen. Geordert wurde zum einen für medizinisches Personal, aber auch für Risikopatienten und vielfach für Kinderarztpraxen.
Es erkranken nämlich vorwiegend Kinder und Jugendliche, wie der Sprecher des Gesundheitsamts Paul Justice bestätigt. Besonders gefährdet sind zum Beispiel auch alte Menschen und Menschen mit Vorerkrankungen, Diabetiker, Leute mit Atemwegsproblemen und Asthma, mit Herz-Kreislauferkrankungen und Schwangere.
Seit Jahresbeginn zählte das Gesundheitsamt bisher 403 Verdachtsfälle und 177 bestätigte Erkrankungen in Stadt und Land, so Justice am Montag gegen 16 Uhr.
Weder Oberbürgermeister Georg Rosenthal noch Landrat Eberhard Nuß sahen in den letzten Tagen eine Notwendigkeit, die Bevölkerung zur Impfung gegen die neue Influenza aufzurufen oder selbst mit gutem Beispiel voranzugehen.
Aus dem Rathaus hieß es, an eine Massenimpfung sei hier nicht gedacht. Landrat Nuß, so seine Sprecherin Eva-Maria Schorno, erachte aber die Impfung bei Risikogruppen für sinnvoll und unterstütze sie auch – er selbst halte sich aber nicht für anfällig.
„Sicherheit ist belegt“
Professor Tino Schwarz, Chefarzt am Zentrallabor des Juliusspitals, sieht allerdings durchaus die Notwendigkeit der Impfung gegen das neue Virus: „Alle Komponenten, die in diesem Impfstoff enthalten sind, sind seit Jahren eingehend erprobt, und deren Sicherheit ist medizinisch und wissenschaftlich belegt.“
Dr. Andreas Müller, Oberarzt in der Abteilung für Infektions- und Tropenmedizin an der Missionsärztlichen Klinik, hält die Impfung gegen das A/H1N1-Virus ebenfalls für wichtig. So, wie es bereits einen Aufruf zur Impfung gegen die saisonale Grippe an der Klinik gegeben habe, werde ein weiterer Aufruf für das Personal folgen, sich jetzt gegen die neue Grippe impfen zu lassen.
Der Vorsitzende des ärztlichen Bezirksverbandes Unterfranken Dr. Christian Potrawa, meint, dass „die Hausärzte ihrer Pflicht nachkommen werden“. Ohnehin sei die Impfung gegen die saisonale Grippe immer sinnvoll. Wer diese schon hat, sei unter Umständen etwas besser auch gegen die neue Grippe geschützt als jemand ohne Impfung.
Schleppende Nachfrage
Weil eine Zehner-Packung des gegen die Schweinegrippe wirksamen Serums innerhalb von 24 Stunden verbraucht werden muss, werden in Potrawas Praxis immer jeweils zehn Interessenten geimpft – wie in vielen anderen Praxen auch.
Noch sei die Nachfrage schleppend, so Potrawa, der am Vormittag nur zehn Anfragen hatte, im Vergleich zu 600 erteilten Impfungen gegen die saisonale Grippe.
Beim Roten Kreuz wurde unterdessen bereits ein Pandemie-Plan erarbeitet, der in stufenweisem Vorgehen darlegt, wie die Menschen in den Seniorenheimen versorgt werden, wenn viel Personal erkrankt. Trockennahrungsmittel und Schutzkleidung wurden eingelagert und Vertretungspläne geschmiedet, so dass wenn nötig auch Schüler der Pflegeschule aushelfen könnten, berichtet Johannes Brand aus der Stabsstelle des BRK-Kreisverbandes. -
Kein Schwein steckt mich an ...
Erstellt 27.10.09, 12:22h
... keine Sau infiziert sich bei mir. Der selbsternannte „Gesellschafts-Tenor“ Leo Wundergut hat das berühmte Lied von Max Raabe umgeschrieben – und das Video verbreitet sich im Internet wie ein Grippevirus.
KÖLN - Das nennt man wohl erfolgreiche PR. Der Schweizer Sänger Leo Wundergut, ehemals Investmentbanker bei Lehman Bros., hat sich auf seine eigene Art dem Thema Schweinegrippe gewidmet. Das Video seines Liedes „Kein Schwein steckt mich an“ - eine Adaption des Max-Raabe-Klassikers „Kein Schwein ruft mich an“ hat er auf der Internetplattform Youtube veröffentlicht. Und von dort aus verbreitet es sich nun in Windeseile im Netz.
Der Sänger selbst sieht sein Lied als "Impfstoff" gegen die Pandemie. In einem Interview mit der Internetseite persoenlich.com sagte er: "Ich persönlich frage mich, ob das nicht die brillanteste Guerillakampagne ist, welche die Welt je gesehen hat. Initiiert von der Pharmabranche. Ich glaube, der Name der Grippe ist Teil ihres Erfolgs. Eine Eichhörnchengrippe wäre wohl nie so berühmt geworden wie eine Schweinegrippe." (ksta)
http://www.youtube.com/watch?v=qLXMH6Vaa1s -
Neue Influenza A/H1N1: Entscheidungshilfen für die Impfung
Ab der 44. Kalenderwoche werden die Vakzine gegen die Neue Grippe den Gesundheitsämtern und niedergelassenen Ärzten schrittweise zur Verfügung gestellt.
Der Informationsbedarf über das Prozedere der Impfung ist groß, auch bei den Ärzten. Das Deutsche Ärzteblatt (DÄ) hat Informationen aus verschiedenen Quellen zusammengestellt, unter anderem von einer Pressekonferenz des Bundesministeriums für Gesundheit in Berlin. Dennoch: Die begrenzte Datenlage hat zur Folge, dass subjektive Einschätzungen jeder(s) impfenden Ärztin/Arztes bei der Abwägung für oder gegen die A/H1N1-Impfung eine größere Rolle spielen als bei bisherigen Impfungen.
Wer sollte vordringlich geimpft werden?
Die Ständige Impfkommission (STIKO) am Robert-Koch-Institut in Berlin (RKI) empfiehlt die A/H1N1-Impfung bei der gegenwärtigen Datenlage folgenden Personen:
- Beschäftigten im Gesundheitsdienst und der Wohlfahrtspflege mit Kontakt zu Patienten oder infektiösem Material
- Erwachsenen und Kindern ab sechs Monaten mit erhöhter gesundheitlicher Gefährdung infolge einer Grunderkrankung wie Diabetes, Herz-Kreislauf-Erkrankungen oder Malignome, neurologischen und neuromuskulären Grundkrankheiten, angeborenen oder erworbenen Immundefekten sowie HIV-Infektion
- Schwangeren (vorzugsweise ab dem zweiten Trimenon) und Wöchnerinnen
- Haushaltskontaktpersonen, die eine mögliche Infektionsquelle
für ungeimpfte Risikopersonen (Schwangere, Säuglinge unter sechs Monaten, chronisch Kranke) sein können.
Im Zweifelsfall habe eine individuelle Risiko-Nutzen-Abschätzung zu erfolgen; dies gelte besonders für chronisch kranke Kinder und Schwangere.
Schwangere sollten bis zum Vorliegen weiterer Daten mit einem nicht adjuvantierten Spaltimpfstoff immunisiert werden; ein solcher steht in Deutschland allerdings noch nicht zur Verfügung.
Für Kleinkinder mit chronischen Erkrankungen macht die STIKO keine weiteren Angaben. Sie behält sich vor, die Empfehlungen zu einem späteren Zeitpunkt auf weitere Indikationsgruppen auszudehnen. Die Impfung ist freiwillig.
Sollte der Arzt eine Priorisierung vornehmen – zum Beispiel chronisch Kranke vor Schwangeren impfen?
Nein, meint der Leiter des Paul-Ehrlich-Instituts (PEI), Prof. Dr. med. Johannes Löwer. Solange genügend Impfstoff verfügbar ist, gelten beide Gruppen als gleichberechtigt. Dies treffe auch auf Patienten mit einer oder mehreren Erkrankungen zu.
Welche Impfstoffe gibt es?
In Deutschland steht derzeit nur Pandemrix® zur Verfügung. Der Impfstoff ist an gesunden Freiwilligen getestet worden. Es gibt keine klinischen Daten zu Pandemrix für die Immunisierung von Säuglingen unter sechs Monaten, Schwangeren und Patienten mit primärer oder sekundärer Immunsuppression. Weitere Impfstoffe: siehe Kasten
Sollten Schwangere geimpft werden?
Schwangere haben ein erhöhtes Risiko, influenzabedingte Komplikationen zu erleiden. Das führt zu häufigeren Krankenhauseinweisungen und Verweildauern wegen respiratorischer Infektionen. Die STIKO empfiehlt zwar, Schwangere bis zum Vorliegen weiterer Daten mit nicht adjuvantierten Spaltimpfstoffen zu immunisieren. Eine solche Vakzine gibt es bislang nicht auf dem deutschen Markt. Allerdings ist das adjuvantierte Pandemrix auch für Schwangere zugelassen. Im Rahmen einer sorgfältigen individuellen Risiko-Nutzen-Abschätzung könne die Anwendung des für die deutsche Bevölkerung zur Verfügung gestellten Impfstoffs Pandemrix (siehe unten) sinnvoll sein, so die STIKO.
Bei der Beratung sollte ein mögliches erhöhtes Infektionsrisiko für eine Influenza durch Kinder im Haushalt oder eine besondere berufliche Exposition berücksichtigt werden. „Schwangeren, die erhöhte Risiken durch Komorbidität oder eine erhöhte Infektionsgefahr haben wie Lehrerinnen, rate ich dazu, sich mit Pandemrix impfen zu lassen“, sagt Löwer.
Wie viele Immunisierungen sind notwendig?
Das PEI und das RKI empfehlen vorläufig eine nach Altersgruppen differenzierte Impfung:
- Kinder von sechs Monaten bis neun Jahren zwei halbe Erwachsenendosen (0,25 ml) im Mindestabstand von drei Wochen
- Personen von zehn bis 60 Jahren eine ganze Erwachsenendosis (0,5 ml)
- Erwachsene über 60 Jahre zwei ganze Erwachsenendosen (0,5 ml) im Mindestabstand von drei Wochen.
Die Antigenmenge von Pandemrix in 0,5 ml der Vakzine (Erwachsenendosis) beträgt 3,75 µg; je nach Altersgruppe entwickelten in den bisherigen klinischen Studien 60 bis 87 Prozent der Impflinge schützende Antikörpertiter. Ob eine zweite Impfung bei Erwachsenen erforderlich ist, soll bis Mitte November in aktualisierten Empfehlungen bekannt gegeben werden.
Wer impft?
Die Koordination der Impfung erfolgt durch die Bundesländer (Informationen über www.neuegrippe.bund.de). Grundsätzlich impfen der öffentliche Gesundheitsdienst und niedergelassene Ärzte. Wie stark die Praxen eingebunden werden, ist von Bundesland zu Bundesland unterschiedlich geregelt, auch die Frage, ob Patienten, die zu Risikogruppen gehören, kontaktiert und in die Impfsprechstunden bestellt werden oder nicht.
Wie läuft die Verteilung?
Seit der vergangenen Woche holen die Bundesländer nach einem festgelegten Wochenplan ihre Rationen direkt im Dresdener Werk von Glaxosmithkline ab, gelagert wird beim pharmazeutischen Großhandel. Dieser versorgt die Apotheken. Sie können per Bezugsschein vom Apothekerverband den Impfstoff bestellen – allerdings nur in Einheiten mit jeweils 500 Impfdosen. Die Großhändler dürfen die Gebinde mit 50 mal zwei Fläschchen (je eines für Antigen und Adjuvans) nicht aufreißen, sonst verliert der Karton die Zulassung. Nach Order der Bundesregierung werden Gesundheitsämter, Behörden und Kliniken mit Pandemrix beliefert.
Steht genügend Impfstoff zur Verfügung?
Die Mengen, die der Hersteller pro Woche ausliefern kann, können je nach Ausbeute der Vakzineproduktion schwanken. Möglich sind eine Million Impfdosen pro Woche, zum Teil mehr, zum Teil weniger. Der Impfstoff wird also über Monate ausgeliefert. Ob die Mengen langfristig ausreichen, wird davon abhängen, ob es eine zweite, schwerere Welle der Pandemie gibt und wie hoch die Akzeptanz der Impfung in der Bevölkerung ist.
Wie wird der Impfstoff angewandt?
Die Ärzte erhalten eine Fach- und eine Gebrauchsinformation. Es müssen die Inhalte zweier Fläschchen (Antigen und Adjuvans) vermischt und innerhalb von 24 Stunden aufgebraucht werden. Die Menge ist für die Immunisierung von zehn Erwachsenen bemessen. Die Impfungen sollten vor Ort so koordiniert werden, dass der Impfstoff vollständig aufgebraucht wird, um einer potenziellen Verknappung entgegenzuwirken.
Wie soll sich der Arzt verhalten, wenn jemand eine Impfung wünscht, der nicht zu den in der STIKO derzeit genannten Gruppen gehört?
Wenn es keinen großen Andrang bei der Impfung gebe, sei es sicherlich kein Problem, in Einzelfällen auch Angehörige der nicht prioritären Gruppen in den ersten Wochen zu impfen, antwortet Klaus Theo Schröder, Staatssekretär im Bundesgesundheitsministerium. Bevor Impfstoff verworfen werde, sollte man ganz pragmatisch auch Gesunde impfen, meint Löwer.
Ist der nicht adjuvantierte Impfstoff Celvapan für Kinder besser geeignet?
Aktuelle Meldungen, nach denen der nicht adjuvantierte Ganzvirus-Impfstoff Celvapan für Kinder besser geeignet sei als der mit neuen Adjuvanzien formulierte Impfstoff Pandemrix, sind bislang nicht durch Studiendaten belegt. Darauf weist die Deutsche Gesellschaft für Kinder- und Jugendmedizin (DGKJ) hin.
Gibt es klinische Erfahrungen zu Pandemrix bei Kleinkindern?Glaxosmithkline hat am 23. Oktober die Interimsanalyse einer Impfstudie bei Kindern im Alter zwischen sechs und 36 Monaten veröffentlicht. Alle 51 (von 200 geplanten) Kindern, die nur mit einer halben Erwachsenendosis (1,9 μg) der adjuvantierten Vakzine geimpft worden waren, entwickelten innerhalb von drei Wochen eine ausgeprägte Immunantwort bei guter Verträglichkeit, und zwar unabhängig von der Altersgruppe (6–11, 12–23, 24–36 Monate). Mit besonderem Interesse verfolgen die Behörden den weiteren Verlauf der Studie, zeigt sie doch, dass eine einzige Impfung für diese Altersklasse ausreichend sein könnte. Die STIKO empfiehlt derzeit zwei Impfungen (siehe oben).
Mit welchen Nebenwirkungen ist zu rechnen?
Die Nebenwirkungen beim Schweinegrippeimpfstoff sind vergleichbar mit denen des saisonalen Grippeimpfstoffs, der seit Jahren breit angewendet wird. Das sind Hautrötungen oder Schmerzen an der Einstichstelle, leichte Schwellungen, manchmal auch Fieber – allesamt Erscheinungen, die nach wenigen Tagen wieder abklingen.
Wie ist die Verträglichkeit des Impfstoffs Pandemrix?
Für den Impfstoff Pandemrix mit dem Adjuvans AS03 liegen Verträglichkeitsdaten bei Kindern im Alter von drei bis neun Jahren vor, weitere Altersgruppen ab dem Säuglingsalter werden zurzeit in Studien geprüft. Nach den bisher vorliegenden Daten erweist sich der adjuvantierte Impfstoff als gut verträglich.
„Bei Impfstoffen mit Adjuvanzien treten diese Wirkungen häufiger auf, sind aber nicht stärker“, sagt Löwer. „Es ist aber nicht vorherzusehen, ob es wirkliche unerwünschte Wirkungen gibt, wie bei jedem anderen Medikament.“ Er stellte jedoch klar, dass Pandemrix in klinischen Studien mit mehr als 30 000 Patienten getestet worden sei. Nebenwirkungen, die bei einem von 10 000 Patienten aufträten, seien dabei entdeckt worden. „Seltenere Nebenwirkungen können klinische Studien nicht abdecken“, betont Löwer.
Wie ist die Verträglichkeit anderer in Europa zugelassener Impfstoffe?
Drei Impfstoffe sind bisher von der Europäischen Arzneimittelagentur zugelassen worden (siehe Kasten). „Der erwartete Nutzen der Impfstoffe übersteigt das Risiko“, betont Laslop. „Alle drei Impfstoffe erfüllen die europäischen Kriterien.“ Sie räumt jedoch ein, dass es eine Zulassung unter ungewöhnlichen Umständen sei. „Eine Pandemie ist eine bedrohliche Situation, in der man nicht -Monate oder Jahre warten kann.“ Deshalb verlaufe die Zulassung auch unter einem „rolling review“-Verfahren, in dem die Impfstoffe laufend anhand aktueller Daten neu bewertet würden. „Das bedeutet aber nicht, dass die Daten bei der Zulassung nicht ausreichend waren, um eine -Risikoabschätzung vorzunehmen“, stellt Prof. Dr. Andrea Laslop von der Europäischen Arzneimittelagentur klar.
Bringt ein Austausch von Pandemrix gegen Celvapan bei Schwangeren oder Kindern einen Vorteil?
„Für beide Impfstoffe gibt es keine klinischen Daten für die Impfung von Schwangeren, bei Celvapan auch keine für Kinder“, sagt Schröder. „Aber es gibt auch keine Kontraindikation.“ Derzeit werde allerdings darüber verhandelt, einen Spaltimpfstoff zu beziehen. „In den Vereinigten Staaten sind mit diesem Impfstoff ohne Adjuvans auch Schwangere geimpft worden“, erläutert Löwer. „Dort haben sich bisher keine Nebenwirkungen gezeigt.“ Zwar lägen auch in diesem Fall keine klinischen Daten vor, dafür besitze man aber mehr Anwendungserfahrungen. Mit der Bestellung des entsprechenden Impfstoffs wolle man den Bedenken in der Bevölkerung entgegenkommen.
Soll bei rheumatischen Erkrankungen geimpft werden?
Grundsätzlich wird eine Impfung von der Deutschen Gesellschaft für Rheumatologie empfohlen. Sie weist aber daraufhin, dass es keine klinischen Daten zur Verträglichkeit des A/H1N1-Impfstoffs für Rheumapatienten gibt. Die Impfung könne – ebenso wie die Virusinfektion – einen Krankheitsschub auslösen. Ungewiss ist auch, ob Immunsupressiva den Impfschutz beeinträchtigen. Für Patienten, die mit einem TNF-α-Inhibitor behandelt werden, ist die Impfung ohne Weiteres möglich, da es sich nicht um eine Lebendvakzine handelt (Kontraindikation). Die Immunantwort unter TNF-α-Inhibitor-Therapie sei kaum eingeschränkt.
Sollten Krebserkranke geimpft werden?
Die Deutsche Gesellschaft für Hämatologie und Onkologie (DGHO) betont, dass die Impfung von Krebspatienten zentraler Bestandteil der Infektionsprävention ist. Sowohl die jährliche Grippeschutzimpfung als auch die Immunisierung gegen die Schweinegrippe (A/H1N1) werden auch bei immunsuppressiv behandelten Patienten ausdrücklich empfohlen. Darüber hinaus sollten auch die unmittelbaren Kontaktpersonen der Patienten zu einer Impfung motiviert werden, um den Krebskranken zu schützen.
Können Patienten mit Hühnereiallergie geimpft werden?
Nein. Für diese Gruppe von Patienten ist derzeit kein Impfstoff gegen die Neue Influenza verfügbar.
Wird es im Winter zwei verschiedene Grippetypen nebeneinander geben?
Ja. Das Robert-Koch-Institut erwartet eine gleichzeitige Verbreitung der saisonalen Influenza (H3N2, H1N1 alt) und der Neuen Grippe (H1N1 neu).
Schützt die Impfung gegen die Neue Influenza auch gegen die saisonale Grippe?
Nein. Da die saisonale Grippe von anderen Virussubtypen ausgelöst wird, ist eine eigene Impfung erforderlich.
Kann die Impfung gegen die saisonale und die Neue Influenza zum selben Zeitpunkt erfolgen?
Theoretisch ja (rechter und linker Arm). Aber wegen der besseren Surveillance von Nebenwirkungen wird ein Abstand von drei Wochen empfohlen.
Wer haftet bei Impfschäden?
Wenn ein Impfschaden auftritt, der nicht auf einen inkorrekt hergestellten Impfstoff oder ein fehlerhaftes Verhalten des Arztes zurückzuführen ist, erhält der Geschädigte Geld vom Landesversorgungsamt des jeweiligen Bundeslandes. Dies gilt jedoch nur für Impfstoffe, die eine behördliche Empfehlung (zum Beispiel die STIKO) erhalten haben.
Dr. med. Eva Richter-Kuhlmann,
Dr. rer. nat. Marc Meißner,
Dr. rer. nat. Nicola Sigmund-Schultze,
Dr. med. Vera Zylka-Menhorn
IMPFSTOFFE: Welche Schweinegrippeimpfstoffe gibt es?
Pandemrix (Glaxosmithkline). Von der EU zugelassen am 29. September 2009. Herstellung auf der Basis von -Hühnereiern. Konserviert durch Thiomersal. Enthält ein Adjuvans. Wirkstoff: Spaltvirus 3,75 µg/Dosis.
Focetria (Novartis). Von der EU zugelassen am 29. September 2009. Herstellung auf der Basis von Hühnereiern. Konserviert durch Thiomersal. Enthält ein Adjuvans. Wirkstoff: Virusuntereinheiten 7,5 µg/Dosis.
Celvapan (Baxter). Von der EU zugelassen am 6. Oktober 2009. Herstellung auf der Basis von Zellkulturen. Ohne Konservierung. Enthält kein Adjuvans. Wirkstoff: Ganzvirus 7,5 µg/Dosis.
Celtura (Novartis). Wird zurzeit geprüft. Herstellung auf der Basis von Zellkulturen. Konserviert durch Thiomersal. Enthält ein Adjuvans. Wirkstoff: Virusuntereinheiten 3,75 µg/Dosis
Panenza (Sanofi-Pasteur). Wird zurzeit geprüft. Herstellung auf der Basis von Hühnereiern. Enthält weder Konservierungsmittel noch Adjuvanzien. Wirkstoff: Spaltvirus 15 µg/Dosis. -
Apotheker streiten um Impfstoff-Aufträge
WP, 27.10.2009, Nina Grunsky, 1 Kommentar, Trackback-URL
Hagen. 2242 Apotheken gibt es in Westfalen-Lippe. 150 von ihnen sind auserwählt, den Impfstoff gegen die Schweinegrippe zu verteilen. Das sorgt für Unmut unter Pharmazeuten, die diesem kleinen Kreis nicht angehören.
In NRW sind die Städte und Kreise dafür zuständig, Impf-Apotheken auszuwählen. In Hagen hat Apotheker Klaus Fehske vom Gesundheitsamt den Zuschlag bekommen. Eine Entscheidung, die offenbar bei den anderen Apothekern in der Stadt zu Ärger geführt hat.
Unmut herrscht auch im Märkischen Kreis unter den Pharmazeuten: Hier haben zwei Apotheken vom Gesundheitsamt den Auftrag bekommen, Pandemrix zu verteilen. Für das nördliche Kreisgebiet ist eine Apotheke in Iserlohn zuständig, für das südliche eine in Lüdenscheid.
Leichter zu handhaben
Etwa 200 Apotheken gibt es im Kreis, 100 von ihnen hatten ihr Interesse zur Mitarbeit bekundet. Dennoch hat das Gesundheitsamt die Verteilung des Impfstoffs nach Rücksprache mit dem Land auf zwei Häuser konzentriert. Das sei leichter zu handhaben, erklärt ein Kreissprecher. „Wir können nicht 200 Apotheken kontrollieren.”
Ganz anders im Hochsauerland: „Wir wollten möglichst viele Apotheken beteiligen”, sagt Amtsarzt Peter Kleeschulte. 82 Pharmazien gibt es im Kreis, 14 von ihnen sind ausgelost worden, die Ärzte zu beliefern - aber nur bis zum Ende des Jahres. Im nächsten Quartal sind 14 andere Apotheker an der Reihe. „Wir sind ein Flächenkreis und der Winter steht vor der Tür”, erklärt Kleeschulte. Daher habe man sich dafür entschieden, den Auftrag möglichst breit zu streuen.
70 Cent pro Dosis
Ein gutes Geschäft sei die Schweingrippe für die Apotheker nicht, betont Michael Schmitz von der Apothekerkammer Westfalen-Lippe. Sie erhalten 7,50 Euro Fahrtkostenpauschale pro Lieferung. Hinzu kommen je Impfdosis eine Kostenerstattung von 70 Cent. Weil der Wirkstoff nur in Zehner-Einheiten ausgegeben wird, gibt es pro Lieferung 7 Euro. 6,50 Euro Honorar verdienen die Apotheker an anderen Medikamentenpackungen.
Apotheker, die leer ausgegangen sind, fürchten weniger um ein lukratives Geschäft, sondern um Folgeaufträge, deutet Schmitz an: Sie haben Angst, dass Ärzte die Grippe-Apotheken auch mit anderen Lieferungen beauftragen.
Im Übrigen ist in anderen Bundesländern mit Pandemrix weitaus weniger zu verdienen: 40 Cent gibt es in Baden-Württemberg pro Dosis, 37 Cent sind es in Bayern. Eine Fahrtkostenpauschale wird nicht bezahlt. Dafür können sich dort alle Apotheken an dem Geschäft beteiligen. -
"Das ist ein skandalöser Impfstoff"
Spritze gegen Schweinegrippe: Mediziner skeptisch: Nicht alle impfen - Warteliste in Zwiefalten
Der Impfstoff ist nun auf dem Markt - die Fachwelt streitet weiter. Ärzte können ihre Patienten ab sofort gegen die Schweinegrippe spritzen. Mediziner in der Region fürchten aber seltene Nebenwirkungen.
Ab sofort können sich Patienten gegen Schweingrippe impfen lassen. Die Nebenwirkungen sind umstritten. Eine Spitze gegen die Schweinegrippe, und schon ist das Gespenst des Sommers endgültig vertrieben? So einfach ist die Sache nicht. Seit dieser Woche können die Ärzte zwar den neuen Impfstoff mit dem unaussprechlichen Namen "Pandemrix" zum Gebrauch in ihren Praxen ordern - aber darauf verzichten etliche Mediziner auf der Münsinger Alb sogar freiwillig.
Der Grund: Der Impfstoff, von dem die zuständigen Bundesländer 50 Millionen Dosen gekauft haben, ist angeblich nur an einigen Tausend Menschen getestet worden. Unter anderem nicht bei Schwangeren und nur bei wenigen Kindern. Im Verhältnis zu der geplanten Anwendung an Millionen von Menschen sei das eine völlig unzureichende Zahl, argumentieren die Gegner der Schweinegrippe-Impfung.
Ein solcher ist Dr. Eberhard Rapp, Allgemeinmediziner in Münsingen. Er spricht von einem Schnellschuss der Pharmaindustrie: "Manche Firma verspricht sich das Geschäft ihres Lebens."
In der Gemeinschaftspraxis von Eberhard Rapp und Rüdiger Hartmann wird es, zumindest vorläufig, keine Schweinegrippe-Impfung geben. "Wir haben das Mittel gar nicht erst bestellt", sagt Rapp. Er fürchtet vor allem seltene Nebenwirkungen des Pandemrix-Stoffes, und zwar nicht nur solche lokaler Art. Das es nach der Spitze vermehrt zu Schmerzen, Rötungen oder Allergien rund um die Einstichstelle kommen kann, sei zwar nicht zu verachten - aber noch kein ausreichender Grund zur Sorge. Als weitaus schlimmer erachtet der Mediziner sogenannte immunologische Reaktionen auf den Impfstoff: Dazu zählen etwa Nervenerkrankungen (Polyneuropathien) im Allgemeinen und Nervenentzündungen im Besonderen. Solche Fälle sind den Medizinern bekannt. "Und solange diese Dinge nicht ausgeräumt sind, können wir die Impfung nicht empfehlen", erläutert Eberhard Rapp.
Auch sein Gomadinger Kollege Dr. Hans Scheub steht dem neuen Mittel entschieden skeptisch gegenüber. "Das ist ein skandalöser Impfstoff", sagt er. Was im Vorfeld der Schweinegrippe-Impfung politisch abgelaufen ist, sei aus medizinischer Sicht nicht nachvollziehbar, urteilt Hans Scheub. Auch er will seinen Patienten kein Pandemrix spritzen: "Wir beteiligen uns nicht an einem Massenversuch."
Die Nachfrage nach der Spritze gegen die neue Grippe sei bislang gleich null - sowohl in der Münsinger Gemeinschaftspraxis als auch in Gomadingen, betonen die beiden Ärzte.
Anders siehts in Zwiefalten aus: In der Praxis von Dr. Fridolin Gerhardt haben sich bislang 17 Patienten für die Schweinegrippe-Impfung angemeldet. "Wir impfen", sagt Ingrid Gerhardt, die mit ihrem Mann die Zwiefalter Praxis betreibt. Die Diabetesberaterin relativiert, was die Nebenwirkungen der Spritze angeht: "Wenn ich sehe, wie oft und mit welchen Mitteln sich Patienten vor exotischen Auslandsreisen impfen lassen - auch das ist nicht immer harmlos."
Harmlos verläuft derweil in vielen Fällen die Schweinegrippe. Die "Ständige Impfkommission am Robert-Koch-Institut", in Deutschland für Impfempfehlungen zuständig, rät zur Spritze gegen die "Neue Influenza" zunächst nur Beschäftigten im Gesundheitswesen sowie chronisch kranken Menschen - etwa Patienten mit Asthma, Herz- und Nierenschwäche, Krebs oder einer HIV-Infektion. Ein gesunder Körper ist nach Ansicht der Mediziner in der Lage, mit den Viren fertig werden.
Die Zahl der an grippalen Infekten erkrankten Patienten ist derweil in den ersten Herbstwochen gestiegen, so Eberhard Rapp. Er, wie auch der Gomadinger Mediziner Hans Scheub, sprechen sich bei allem Misstrauen gegen die Schweinegrippe-Spritze nicht gegen die herkömmliche Grippe-Impfung aus. Diese Spitze gibts nach wie vor in beiden Praxen und sie sei oft empfehlenswert. Rapp: "Die Impfung ist harmlos - allerdings sollte man fit sein." -
Ein Impfstoff für Millionen
Die meisten Deutschen wollen sich nicht durch eine Impfung vor dem Schweinegrippe-Erreger schützen. Die Pharmakonzerne verdienen trotzdem prächtig.
380.000 Hühnereier werden täglich ins Dresdener Serumwerk geliefert. Hier wird der Impfstoff hergestellt, der große Teile Europas vor dem H1N1-Virus, der Schweinegrippe, schützen soll. Die britische Firma Glaxo Smith Kline, kurz Glaxo, produziert auf Hochtouren.
In den Eiern züchten die Mitarbeiter eine virushaltige Flüssigkeit. Mit Hilfe dieser "Virus-Suppe" wird der Impfstoff Pandemrix hergestellt. Produziert wird im Schichtbetrieb, 24 Stunden am Tag. Um den Bestellungen nachzukommen, wurde die Zahl der Mitarbeiter um 150 auf 850 erhöht. 300 bis 400 Millionen Impfdosen sollen bis Ende des Winters das Werk verlassen.
In Deutschland wird bislang fast ausschließlich mit Pandemrix geimpft. 50 Millionen Dosen haben Bund und Länder bereits im Juli bestellt. Insgesamt haben 22 Staaten etwa 440 Millionen Dosen bei Glaxo geordert. Impfstoff im Wert von rund 3,5 Milliarden Dollar, schätzen Analysten der US-Bank JP Morgan.
Glaxo ist nicht der einzige Pharmakonzern, der von der Schweinegrippe profitiert. Laut JP Morgan haben allein die europäischen Hersteller bis Anfang Oktober Aufträge im Wert von 5,2 Milliarden Dollar erhalten (Grafik). Allein in den vergangen drei Monaten sei zusätzlicher Impfstoff im Wert von mehr als zwei Milliarden Dollar geordert worden.
Und die Konzerne hätten nach Einschätzung der Analysten genug Kapazität, um weitere 1,2 Milliarden Dosen Impfstoff zu produzieren. Das entspräche einem Umsatz von rund 10,2 Milliarden Dollar.
In Europa sind neben Pandemrix von Glaxo auch Focetria von Novartis und Celvapan von Baxter zugelassen. Baxter stellt seinen Impfstoff im vergleichsweise kleinen Werk im tschechischen Bohumil her, das mit einer Produktion von 80 Millionen Dosen bereits ausgelastet ist.
Langfristige Lieferverträge
Die amerikanische Firma beliefert neben Staaten wie Großbritannien und Österreich auch die deutsche Bundeswehr. Ihr Impfstoff Celvapan enthält anders als andere Mittel weder Wirkverstärker noch Konservierungsstoffe. Die Bestellung der Bundeswehr hatte eine Diskussion um eine Zwei-Klassen-Behandlung in Deutschland ausgelöst.
Der Schweizer Hersteller Novartis schweigt bislang über seine Auftragszahlen. Bekannt ist nur, dass er 90 Millionen Dosen allein an die USA liefert. Im letzten Quartal 2009 möchte das Unternehmen 400 bis 700 Millionen Dollar mit H1N1-Impfstoffen umsetzen.
Die deutschen Bundesländer halten sich die Option offen, 18 Millionen zusätzliche Dosen bei Novartis einzukaufen. Bisher sieht es jedoch so aus, als würde der Impfstoff von Glaxo genügen.
Wie viele Menschen sich impfen lassen, kann den Konzernen egal sein, wenn sie langfristige Lieferverträge haben. Glaxo braucht es nicht zu kümmern, dass sich nur jeder fünfte Deutsche impfen lassen will. Wird der bestellte Impfstoff, der für etwa 60 Prozent der Bevölkerung reicht, nicht aufgebraucht, bleiben Bund und Länder auf den Kosten sitzen.
Konkurrenz für Tamiflu?
Bislang hat die Impfaktion in Deutschland zwischen 600 und 700 Millionen Euro gekostet, sagt Thomas Schulz, Sprecher des Thüringischen Gesundheitsministeriums, das der Gesundheitsminister-Konferenz vorsitzt. Der Impfstoff kostet pro Person zwischen acht und neun Euro, die komplette Impfung 28 Euro im Schnitt. Die Krankenkassen übernehmen Impfkosten bis zu einer Milliarde Euro. Alles was darüber hinaus geht, zahlen Bund und Länder.
Boris Augurzky, Leiter des Bereichs Gesundheit beim Rheinisch-Westfälischen Institut für Wirtschaftsforschung (RWI) findet es richtig, dass sich Unternehmen und Staaten das finanzielle Risiko für Entwicklung und Produktion des Impfstoffs teilen.
"Dass es so wenig Anbieter gibt, zeigt, dass die Investition in die Entwicklung hoch war", sagt er. Er findet es nicht schlimm, dass die Konzerne jetzt von der Pandemie profitieren. "Nur wer mit Impfstoffen Gewinn machen kann, investiert auch in deren Weiterentwicklung", sagt Augurzky.
Profit mit der Grippe machen auch Firmen, deren Produkt bislang keine EU-Zulassung hat. Bei Sanofi Pasteur von der Sanofi Aventis Gruppe seien Bestellungen im Wert von 722 Millionen Dollar eingegangen, schätzen die Analysten von JP Morgan. Derzeit arbeitet das französische Unternehmen an der Zulassung seines Impfstoffs Panenza in Europa.
Die Staaten decken sich nicht nur mit H1N1-Impfstoff ein. Auch antivirale Grippemittel haben Hochkonjunktur. In Europa sind das die Medikamente Relenza von Glaxo und Tamiflu von Roche aus der Schweiz. Roche erwartet dieses Jahr einen Umsatz von 2,7 Milliarden Franken mit Tamiflu, fast das Vierfache des Umsatzes von 2008.
Die neuen Impfstoffe sieht der Konzern nicht als Konkurrenz. Es könnte etwa passieren, dass das Virus mutiert, sagte eine Roche-Sprecherin. Falls die Impfstoffe dann nicht mehr wirken, helfe Tamiflu. -
"Das kann ein Millionen-Flop werden"
H1N1-Impfung
26.10.2009, 16:15
Die Impfung gegen die Schweinegrippe ist gerade angelaufen, das Serum noch nicht überall erhältlich. Doch Experten sprechen bereits von "Impfmüdigkeit".
Die größte Impfaktion in der Geschichte der Bundesrepublik ist vielerorts nur schleppend angelaufen. Zwar waren zumeist Berufsgruppen wie Ärzte, Schwestern, Rettungskräfte und Polizisten zu der Immunisierung gegen die Schweinegrippe aufgerufen. In einigen Ländern konnten sich aber bereits alle Patienten impfen lassen.
Auch in Bayern verlief der Start der umstrittenen Schweinegrippeimpfung schleppend. Mehrere Münchner Ärzte berichteten, sie hätten noch keine Lieferungen des Impfstoffs erhalten und könnten ihren Patienten deshalb auch noch keinen exakten Termin zusagen. Im Freistaat steht die Impfung schon jetzt allen Bürgern offen.
In Berlin ist nach Angaben der Senatsverwaltung für Gesundheit vorerst für zwei Millionen Bürger Impfstoff vorhanden. In der Hauptstadt werden zunächst Beschäftigte im Gesundheitsdienst, Polizei und Feuerwehr geimpft. In der Düsseldorfer Impfzentrale wurden rund zehn Menschen pro Stunde geimpft.
Dagegen wird in Niedersachsen die Impfung erst in einigen Tagen starten. Derzeit werden die ersten beiden Impfstofflieferungen mit zusammen mehr als 200.000 Impfdosen an die Apotheken des Landes verteilt.
Experten riefen erneut eindringlich dazu auf, an der Aktion teilzunehmen. "Wir raten durchaus zur Impfung, denn es ist nicht abzusehen, wie stark sich die Grippe entwickelt", sagte der Regensburger Medizinprofessor Wolfgang Jilg, der auch Mitglied der Ständigen Impfkommission ist, dem Bayerischen Rundfunk.
Die geplante bundesweite Immunisierung hatte schon vor Beginn für großen Wirbel gesorgt: Hintergrund sind Wirkstoffverstärker, die die Spritze weniger verträglich machen können als normale Influenza-Impfungen. Außerdem wurde bekannt, dass die Bundesregierung für Spitzenpolitiker, hohe Bundesbeamte und Soldaten einen Impfstoff bestellt hat, der anders als der für die Normalbevölkerung keine Verstärker enthält.
Der Berufsverband Deutscher Internisten warnte vor den Folgen einer generellen Impfmüdigkeit. Verbandspräsident Wolfgang Wesiack warf der Regierung ungeschicktes Vorgehen vor, mit dem sehr viel Vertrauen in der Bevölkerung verspielt worden sei: "Das kann ein Millionen-Flop werden", warnte er.
Sorge wegen Nebenwirkungen
Die Arzneimittelkommission der Deutschen Apotheker rief unterdessen alle Geimpften dazu auf, mögliche Nebenwirkungen mitzuteilen. Das gelte besonders im Fall von Kleinkindern und Schwangeren. Der Vorsitzende des Gremiums, Martin Schulz, erklärte: "Soweit wir derzeit wissen, ist die Impfung gut verträglich. Um seltene Nebenwirkungen zu entdecken, bitten wir alle Patienten, ihren Arzt oder Apotheker über beobachtete Nebenwirkungen zu informieren." Auch bereits bekannte unerwünschte Wirkungen sollten gemeldet werden, damit deren Häufigkeit oder Schweregrad künftig besser eingeschätzt werden könnten.
Als Nebenwirkungen traten bei den Impftests vor allem Schwellungen und Rötungen an der Einstichstelle, Kopf- und Gliederschmerzen sowie Fieber auf. Bundesweit gibt es inzwischen rund 25.000 nachgewiesene Schweinegrippe-Fälle, drei Menschen sind gestorben. -
H1N1 könnte jeden dritten Europäer treffen
27.10.2009, 09:38
Die EU-Kommission befürchtet eine drastische Ausbreitung der Schweinegrippe. Die mögliche Folge: Mehr Tote und ein Erlahmen ganzer Wirtschaftszweige.
Nach Einschätzung der EU-Kommission wird möglicherweise jeder dritte Europäer an der Schweinegrippe erkranken. Gesundheitskommissarin Androulla Vassiliou sagte der Tageszeitung Die Welt, es sei zu befürchten, dass sich das Virus im Laufe der kommenden Monate verändere und deutlich aggressiver werde. "Nach allem, was wir wissen, können sich bis zu 30 Prozent der Bevölkerung mit der Schweinegrippe infizieren. In diesem Fall wird man leider auch mit einer erheblichen Zahl von Toten rechnen müssen. Wir müssen wachsam bleiben", wird die Kommissarin zitiert.
Auch die möglichen wirtschaftlichen und sozialen Folgen dürfe man nicht vernachlässigen. Die wirtschaftliche Erholung in der EU könne durch die Schweinegrippe geschwächt werden: "Bestimmte Wirtschaftszweige, wie Tourismus oder Freizeitindustrie, könnten Einbußen erleiden", sagte Vassiliou. Außerdem seien eine niedrigere Produktivität und Störungen der Produktionsabläufe in den Unternehmen durch höhere Krankenstände und weniger Konsum infolge von Unsicherheit denkbar.
Vassiliou forderte schnelles Handeln im Falle von Infektionen: "Es gibt derzeit keine Notwendigkeit, zur Vorsorge Massenschließungen von Schulen vorzunehmen. Wenn allerdings bei einzelnen Schülern Infektionen mit der Schweinegrippe festgestellt werden, sollten die betroffenen Schulen unverzüglich schließen. Auch im Freizeitbereich sollten dann Gruppenveranstaltungen, wie Sport, Musikunterricht oder Tanzkurse, abgesagt werden", sagte die Kommissarin. Der Kontakt zwischen den Jugendlichen müsse in solchen Fällen reduziert werden.
Innerhalb der EU könne es zu einem Wettlauf um den Impfstoff kommen, sollte sich das Virus ausbreiten und aggressiver werden. "Möglicherweise wird aber nur eine Impfung, anstatt wie bisher geplant zwei Impfungen notwendig sein, das wird in Kürze von den europäischen Gesundheitsbehörden entschieden. Es wäre gut, wenn diejenigen Staaten, die dann über zu viel Impfstoff verfügen, etwas davon abgeben könnten an die Länder, die zu wenig haben."
In den Entwicklungsländern ist der Bedarf an Impfstoff gegen das Schweinegrippe-Virus nach Angaben der Weltgesundheitsorganisation (WHO) bei weitem nicht zu decken. Im Falle einer Seuche würden "Milliarden von Impfdosen" fehlen, sagte WHO-Generaldirektorin Margaret Chan. Die WHO will im November damit beginnen, Impfstoffe an mehr als 100 Entwicklungsländer zu liefern.
Die WHO hatte bereits vor zwei Wochen davor gewarnt, dass mit den bislang von Pharmakonzernen und Industrieländern zur Verfügung gestellten Chargen nur rund zwei Prozent der Bevölkerung in den Entwicklungsländern geimpft werden können.
Seit dem erstmaligen Auftreten des Virus A (H1N1) starben bislang mindestens 5000 Menschen in 195 Ländern an der Schweinegrippe. EU-Kommissarin Vassiliou rief die Bevölkerung zur Impfung auf: „Es ist wichtig, dass sich möglichst viele Menschen gegen die Schweinegrippe impfen lassen. Je höher die Zahl der geimpften Menschen ist, desto weniger kann sich die Pandemie ausbreiten.“ -
Keine Schweinegrippe-Sofortspritze
Unna, 02.11.2009, Marcus Esser, 0 Kommentare, Trackback-URL
Unna. Die Meldungen über sprunghaft steigende Fälle an Schweinegrippe erkrankter Menschen überschlagen sich in den letzten Tagen. Wer allerdings im Kreis Unna zur Vorbeugung Soforthilfe verlangt, muss auf den Impfschutz warten.
„Nein, es gibt keine Anlaufstelle, um sich direkt impfen zu lasen”, bestätigt Josef Merfels, Leiter des Fachbereiches Gesundheit und Verbraucherschutz im Kreis-Gesundheitsamt.
Die Behörde biete „keine offene Impfsprechstunde an”. Man habe die Massenimpfung in Kooperation mit hundert niedergelassenen Ärzten und mit Betriebsärzten organisiert. Nach Pandemieplan und der Empfehlung des Robert-Koch-Institutes (quasi dem Bundesgesundheitsamt) sei eh' vorgesehen, dass bei der Massenimpfung zunächst vorrangig Personen, die im Bereich der öffentlichen Sicherheit und Ordnung (z.B. Polizei, Feuerwehr) sowie bei der gesundheitlichen Versorgung der Bevölkerung (z.B. Ärzte, medizinisches Personal) tätig sind, geimpft werden.
Für Otto-Normalbürger schwer nachvollziehbar: „Zuerst wird so viel dafür geworben, sich impfen zu lassen – und dann ist das nicht möglich”, schimpft eine Unnaer Lehrerin (Name d. Redaktion bekannt). Im Sinne der Allgemeinheit und trotz persönlicher Unsicherheit hatte sie sich zum Spritzengang durchgerungen: „In der Arztpraxis wurde ich dann nur auf einer Warteliste registriert und vertröstet, nicht vor dem 20. November mit einem Termin rechnen zu dürfen”.
Die beteiligten niedergelassenen Kollegen hätten momentan gar keine andere Möglichkeit, „als die Impfaktion über Sammellisten abzuwickeln”, sagt Dr. Thomas Huth vom Ärzteverbund Gesundheitsnetz Unna: „Der Impfstoff ist für uns nicht sofort abrufbar.” Mit dem Gesundheitsamt sei abgesprochen, dass alle beteiligten „Impfärzte” (siehe Infobox) zunächst über Patientenlisten den Bedarf erfassen, „die wir einreichen, um dann den Impfstoff über die Apotheken ausgeliefert zu bekommen”. Die ersten Impftermine sind für Mitte November angesetzt.
Ärzte gezwungen zur Gruppenimpfung
Die Ärzte hätten lieber auch weniger bürokratischen Aufwand, seien aber quasi zur Gruppenimpfung gezwungen. Dr. Huth: „Denn der Impfstoff wird ausschließlich in Zehnergebinden ausgeliefert. Wenn wir eine Flasche ansetzen, beinhaltet diese somit zehn Einzeldosen. Die müssen auch bei Kühlschranklagerung innerhalb von 24 Stunden verbraucht sein”.
Das mit den Großpackungen sei leicht zu erklären, meint Josef Merfels: „Pandemrix ist ein Pandemieimpfstoff und nur für Pandemien, also Massenimpfungen, zugelassen; daher die Zehnergebinde”. Sicher nicht glücklich für die Handhabung in den Praxen, „da hätten wir uns auch gerne etwas anderes gewünscht, aber das gibt es nicht auf dem Markt”.
Das Kreisgesundheitsamt geht im Kreis (Bevölkerung 420 000) bislang von 125 000 zu impfenden Personen aus. Obwohl laut Ministerium im Dezember der Impfstoff vorliegen sollte, erreichten erst 13 000 Dosen das Amt; weitere Bestellungen laufen. Fachbereichsleiter Merfels steht selbst auf der Warteliste und empfiehlt insbesondere der Risikogruppe (Diabetiker, Asthmatiker) die Schutzimpfung, da auch hier im Kreis die Fallzahlen (z.Zt. über 270 gemeldet) steigen „und sich das Virus offensichtlich leichter überträgt, als noch im Sommer”. -
Schweinegrippe und Grippe: Das müssen Sie jetzt wissen
Schweinegrippe und Grippe beunruhigen viele Menschen - auch wegen des Todesfalls in Augsburg. Wir haben die wichtigsten Antworten zu Schweinegrippe, "normaler" Grippe und Impfung für Sie zusammengefasst
Was ist Schweinegrippe?
Die Schweinegrippe, auch neue Grippe genannt, ist eine Virus-Erkrankung. Sie äußert sich ähnlich wie die "normale" Grippe in Fieber, Husten, Halsschmerzen, Rhinitis, Muskel-, Glieder- und Kopfschmerzen und ein allgemeines Krankheitsgefühl (Frösteln, Mattigkeit).
Gibt es einen Unterschied zwischen Schweinegrippe und "normaler" Grippe?
Ja, Schweinegrippe und saisonale Grippe gehen auf unterschiedliche Erreger zurück. Die Symptome sind insgesamt ähnlich. Bei den bisher beobachteten Fällen von Schweinegrippe litt ein hoher Anteil der Erkrankten aber zusätzlich oder allein unter Erbrechen und Durchfall. Auch fehlte bei einem Teil der Schweinegrippe-Erkrankten das Fieber.
Wie gefährlich ist Schweinegrippe?
Nach Einschätzung der Weltgesundheitsorganisation WHO vom 16. Oktober 2009 verläuft die Schweinegrippe beim Menschen nach wie vor meistens milde und ohne Komplikationen. "Besorgniserregend" ist laut WHO allerdings, dass die neue Grippe in Einzelfällen sehr schwer verläuft oder sogar tödlich endet - auch bei jüngeren Menschen wie zuletzt in Augsburg.
Wie infiziere ich mich mit Schweinegrippe?
Die Infektion erfolgt in der Regel ebenso wie bei einer normalen saisonalen Grippe über eine Tröpfcheninfektion. Zum Beispiel durch Niesen können die Erreger auf andere Personen übergehen. Das Robert-Koch-Institut geht davon aus, dass eine Übertragung auch über Oberflächen erfolgen kann, die mit virushaltigen Sekreten verunreinigt sind. Beim Anfassen gelangen die Viren über die Hand in Mund, Nase oder Augen.
Wie lange dauert es, bis Symptome auftreten?
Es dauert ähnlich wie bei einer saisonalen Grippe zwischen ein und vier Tagen bis sich erste Symptome bemerkbar machen.
Kann ich mich gegen Schweinegrippe und saisonale Grippe impfen lassen?
Ja, gegen beide Grippe-Erkrankungen gibt es Schutzimpfungen. Mediziner raten auch dazu, sich nacheinander gegen beide Erkrankungen impfen zu lassen.
Hilft die Schweinegrippe-Impfung auch gegen die saisonale Grippe?
Nein, nach bisherigen Erkenntnissen nicht.
Welche Nebenwirkungen kann die Impfung haben?
Wie bei jeder Impfung kann der Körper mit leichten Symptomen wie Kopf- und Gliederschmerzen oder leichtem Fieber auf die Impfung reagieren. Diese Nebenwirkungen sind laut Bundesgesundheitsministerium ein Zeichen dafür, dass das Immunsystem anfängt zu arbeiten. Durch die Verstärkersubstanzen im Impfstoff können die Symptome bei manchen Menschen stärker ausgeprägt sein.
Wo gibt es weitere Informationen zum Schweinegrippe-Impfstoff Pandemrix?
Die Packungsbeilage von Pandemrix können Sie hier im pdf-Format herunterladen.
Ab wann wirkt die Impfung?
Etwa 14 Tage nach der Impfung tritt der Immunschutz ein.
Was soll ich tun, wenn ich möglicherweise an Schweinegrippe erkrankt bin?
Bei einem Verdacht auf Schweinegrippe sollten Sie Ihren Arzt anrufen. Informieren Sie die Praxis vor dem Besuch telefonisch über Ihren Verdacht um zu verhindern, dass Sie im Wartezimmer andere Personen anstecken.
Bin ich immun, wenn ich schon einmal an Schweinegrippe erkrankt war?
Prinzipiell besteht nach einer Infektion eine Immunität. Allerdings kann sich der Schweinegrippe-Virus im Laufe der Zeit leicht verändern. Bei einer Zweitinfektion mit einem dann schon veränderten Virus kann es passieren, dass man nicht mehr immun ist.
Wie kann ich eine Infektion durch Grippe und Schweinegrippe verhindern?
- Vermeiden Sie Händegeben, Anhusten oder Anniesen
- Berühren Sie Augen, Nase oder Mund nicht
- Meiden Sie größere Menschenansammlungen
- Waschen Sie sich mehrmals am Tag gründlich (mit Seife) die Hände. Das gilt vor allem nach Personenkontakten, der Benutzung von Sanitäreinrichtungen und vor dem Essen
- Beim Verdacht einer Infektion bleiben Sie zunächst zu Hause, um weitere Ansteckungen zu verhindern. Dann informieren Sie telefonisch Ihren Arzt.
- Vermeiden Sie den direkten Kontakt zu möglicherweise erkrankten Personen
- Lassen Sie sich impfen
Wo gibt es weitere Informationen zu Grippe, Schweinegrippe und Impfung?
Zum Beispiel auf den Seiten des Bundes, beim Robert-Koch-Institut und beim Paul-Ehrlich-Institut.
Erste Erfahrungen mit Schweinegrippe-Impfung
Schweinegrippe: Erster Todesfall in der Region
Schweinegrippe: Diskutieren Sie im Forum
Video: "Ja" oder "Nein" zur Impfung?
Gesund in Schwaben: Impfen ja oder nein?
Mehr zu Augsburg in unserem Mitmachportal Servus -
Schweinegrippe und kein Entkommen?
In die Verunsicherung über die Schweinegrippe-Impfung mischen sich immer neue Meldungen über Erkrankungen. Österreich hat einen ersten Todesfall, Tennisspieler Haas ist infiziert.
In Österreich gibt es den ersten Schweinegrippe-Todesfall. Ein mit dem Virus A (H1N1) infiziertes Mädchen aus Bozen in Südtirol sei gestorben, teilten am Montagabend die behandelnden Ärzte in Innsbruck mit. Die Elfjährige war am 23. Oktober in die Kinderklinik in Innsbruck eingeliefert worden. Zuvor war sie mit Grippesymptomen zum Hausarzt gegangen.
In der Türkei hat sich die Zahl der Todesopfer binnen eines Tages auf neun Menschen mehr als verdoppelt. Offiziell seien bisher etwa 1800 Menschen erkrankt, berichteten türkische Medien unter Berufung auf die Gesundheitsbehörden. Die Dunkelziffer könne deutlich höher sein.
Tennis-Star Tommy Haas ist offenbar ebenfalls an Schweinegrippe erkrankt. Bild.de zitiert den 31 Jahre alten Sportler mit den Worten: "Ich habe einen Test gemacht, weil ich vermutet habe, dass ich Schweinegrippe habe. Der Test war positiv. Es war natürlich ein Schock für mich." Inzwischen sei er wieder etwas beruhigter, weil er wisse, dass man die Grippe relativ schnell besiegen könne, wenn man in einem körperlich guten Zustand sei.
Der polnische Ministerpräsident Donald Tusk bat unterdessen die EU um Hilfe für die Ukraine bei der Bekämpfung der Schweinegrippe-Epidemie. In Briefen an Kommissionspräsident José Manuel Barroso und die schwedische EU-Präsidentschaft schlug Tusk vor, "dringend" die Bedürfnisse des Landes zu ermitteln und medizinische Unterstützung zu leisten. Die Situation in der Ukraine sei eine "Herausforderung von grenzüberschreitender Dimension", schrieb Tusk nach Angaben des Pressebüros der polnischen Regierung. Die genaue Zahl der Schweinegrippe-Opfer in der Ukraine ist allerdings unklar. Nach Angaben des Gesundheitsministeriums starben bis Montag 67 Menschen an Grippe und schweren Atemwegserkrankungen, 225.000 Einwohner erkrankten, 15.000 von ihnen liegen im Krankenhaus.
Der Vizepräsident der Bundesärztekammer, Frank Ulrich Montgomery, rät aus "bevölkerungsmedizinischen Gründen" zur Impfung gegen die Schweinegrippe. Der Thüringer Allgemeinen sagte Montgomery: "Unsere Chance, eine Viruserkrankung auszurotten, liegt darin, das Virus gar nicht zur Ausbreitung kommen zu lassen. Deshalb ist es sozialmedizinisch richtig, möglichst viele Menschen zu impfen“.
Er selbst habe sich am Montag impfen lassen. Dieses sozialmedizinische Argument gelte vor allem für Menschen, die in Sektoren arbeiteten, in denen sie viele andere anstecken könnten. Dennoch sei die Impfentscheidung eine individuelle, eine Impfpflicht lehnt Montgomery ab. "Wir kennen außer der Tetanus-Impfung bei der Bundeswehr keine Impfpflicht. Ich bin kein Freund davon, das führt zu ideologischen Debatten." Patienten aufzuklären sei immer besser, als sie zu etwas zu zwingen.
Deutschland hat die befürchtete zweite Welle der Schweinegrippe nach Einschätzung von Experten erfasst. Die Zahl der wöchentlichen Neuerkrankungen schnellte zuletzt von 1860 auf 3075 nach oben, wie das Robert-Koch-Institut (RKI) am Montag in Berlin mitteilte. Insgesamt wurden demnach hierzulande bislang 29.907 Fälle der neuen Grippe registriert. Es werden auch mehr Todesfälle erwartet, bisher wurden sechs mit dem Erreger H1N1 in Verbindung gebracht. -
30-Jähriger nach Impfung in Düsseldorf in Lebensgefahr
Düsseldorf. Ein 30-jähriger Patient schwebte kurzzeitig in Lebensgefahr, nachdem ihm das Schweinegrippe-Präparat Pandemrix gespritzt worden war. Er konnte die Klinik jedoch am Tag der Impfung wieder verlassen. Der Arzt, der weiter zu Impfungen rät, fordert die Bundesbehörden auf, den Fall zu prüfen.
Blutdruck sackte ab, Puls schnellte hoch
Vor der städtischen Zentralen Impfstelle Erkrather Straße 345 standen die Menschen gestern bis zum Parkplatz Schlange und warteten rund eineinhalb Stunden. Bis zum Abend wollten sich dort über tausend Bürger gegen das Virus H1N1 impfen lassen. Bisher stellte die Stadt 4000 Impfbescheinigungen aus. Hinzu kommen die Patienten, die sich bei einem der 29 niedergelassenen Ärzten gegen die Schweinegrippe schützen wollen.
Darunter auch beim Orthopäden Christian Wittig. In seiner Praxis geriet am Samstag ein 30-jähriger Patient, der das Schweinegrippe-Präparat Pandemrix erhielt, in einen lebensbedrohlichen Zustand. Nach Angaben des Arztes hatte er einen sogenannten anaphylaktischen Schock erlitten. Dem Patient wurde schlecht, er zitterte, der Blutdruck sackte ab, der Puls schnellte hoch.
Kreislaufkollaps statt Impf-Reaktion?
Dank des schnellen Eingreifen des Doktors konnte der junge Mann stabilisiert und gerettet werden. Im Laufe des gleichen Tages ging es ihm wieder so gut, dass er die Klinik verlassen konnte.
Doch für Christian Wittig ist damit der Fall nicht erledigt. Er informierte das Gesundheitsamt, das Robert-Koch-Institut und das Paul-Ehrlich-Institut. „Das war der erste Vorfall”, berichtete der Mediziner der NRZ. Es liege der Verdacht nahe, „dass der Impfstoff nicht so verträglich ist. Das müssen die Bundesbehörden prüfen.” Gleichwohl rät Wittig weiter zu Impfungen. Nur nicht jedem. Der Patient müsse Vor- und Nachteile abwägen. Dem Ehemann einer schwangeren Frau beispielsweise habe der Arzt die Schutzimpfung empfohlen.
Das Paul-Ehrlich-Institut wird sich jetzt mit dem Arzt in Verbindung setzen. „Die Symptomatik spricht bisher eher für einen schweren Kreislaufkollaps als für eine allergische Überreaktion. Aber wir müssen dazu mehr wissen. Wir werden das in den nächsten Tagen klären”, berichtet Sprecherin Susanne Stöcker.
Vier zusätzliche Ärzte in zentraler Impfstelle
Schwere Nebenwirkungen bis zum anaphylaktischen Schock sind sehr selten, aber in Einzelfällen (etwa bei Hühnereiweiß-Allergikern) möglich. Das steht auch auf dem Beipackzettel. Deshalb werden auch hier in allen Praxen die Patienten gebeten, erst 30 Minuten nach der Spritze zu gehen.
Wegen des Runs auf das Medikament wurde die Zahl der Ärzte in der Zentralen Impfstelle inzwischen von zwei auf sechs erhöht. -
Schweinegrippe: erstes Todesopfer in Berlin
In Berlin ist ein 40-jähriger Mann gestorben, der sich mit H1N1-Virus infizierte. Der Mann litt an Pneumonie und war aufgrunddessen ins Krankenhaus eingewiesen worden. Inwieweit ein direkter Zusammenhang der Schweinegrippe mit dem Tod des Mannes besteht, soll eine Obduktion klären.
Nun beklagt auch die Hauptstadt ihr vermutlich erstes Todesopfer der Schweinegrippe. Ein 40-jähriger Mann, der wegen einer Lungenerkrankung in einem Kreuzberger Krankenhaus lag, ist gestorben. Da der Mann an der Schweinegrippe litt, muß nun geklärt werden, inwieweit ein ursächlicher Zusammenhang zwischen dem H1N1-Virus und dem Tod des Mannes besteht. Eine Obduktion der Leiche steht bevor.
Derweil gibt es viele Probleme im Zusammenhang mit der Impfung gegen das sich ausbreitende Virus. Oft kann der Impfstoff nicht geliefert werden, oder Gesundheitsämter sind gar nicht zuständig für die Durchführung der Immunisierung. In manchen Fällen verweigern Ärzte sogar die Spritze und gewähren nur ihren Stammpatienten Schutz. Deutschland befindet sich augenblicklich in einem riesigen Durcheinander bezüglich des Impfschutzes gegen die Schweinegrippe.
Wer sich gegen das Virus wappnen möchte und noch keinen Impftermin bekam, der kann sich zunächst mit einigen hygienischen Regeln behelfen. Mehrmaliges, gründliches, tägliches Händewaschen wird von Experten empfohlen. Wer kann, der sollte möglichst größere Menschenansammlungen meiden. Beim Husten oder Niesen sollte nicht die Hand als Schutz benutzt werden, sondern nach Möglichkeit ein Einmaltaschentuch oder die Ellenbeuge. -
Wo geht es bitte zur Impfung?
50 Millionen Einheiten Schweinegrippe-Impfstoff haben die Bundesländer bestellt. Da sie etappenweise ausgeliefert werden, warten viele Impfwillige derzeit vergeblich.
Soll ich oder soll ich nicht? So lautete bisher die zentrale Frage zur Schweinegrippe-Impfung. Jetzt, da sich die Infektionszahlen deutlich erhöhen und sich immer mehr Deutsche zum schützenden Pieks gegen das Virus vom Typ A/H1N1 durchringen, lautet die aktuelle Frage: Kann ich oder kann ich nicht? Denn so reibungslos, wie die Gesundheitsbehörden es darstellen, funktioniert es mit der Immunisierung bei Weitem nicht.
Nicht genug Ärzte, nicht genug Impfstoff
In Berlin fehlt es an impfenden Ärzten – statt der erforderlichen 2000 hatten laut „Morgenpost“ bis Anfang November erst 100 von ihnen Verträge mit der Senatsverwaltung abgeschlossen. In den meisten anderen Bundesländern fehlt es an Impfstoff, und mancherorts mangelt es auch an Interesse und Information. Dann erleben Impfwillige das, was eine junge Frau aus München FOCUS Online schilderte: Der Hausarzt als erste Anlaufstelle der 27-Jährigen war ab 2. November im Urlaub. Zwei Allgemeinmediziner in der Nachbarschaft impften nicht, empfahlen aber einen Anruf beim Gesundheitsamt. Dort verwies man an den Hausarzt oder an einen Arzt der Kassenärztlichen Vereinigung. Ein Anruf bei der KVB ergab den Hinweis auf Gesundheitsamt, Hausarzt oder eine nach Postleitzahlen organisierte Liste impfender Ärzte. „Dort suchte ich eine für mich gut erreichbare Praxis aus, nur um zu erfahren, dass sie keinen Impfstoff hatte. Danach gab ich meine Impfambitionen erst einmal auf“, erzählt die Frau halb amüsiert und halb genervt.
Von Pontius zu Pilatus
Schilderungen wie diese füllen zurzeit Leserbriefspalten und Internet-Foren. Obwohl sich bisher nur wenig Deutsche zur Impfung entschlossen hatten, gibt es überall Engpässe. Und wie es aussieht, vor allem in Bundesländern, die die Impfaktion nicht auf Impfzentren konzentrieren oder die Serumsverteilung auf einige ausgewählte Apotheken, sondern mehr oder weniger der individuellen Organisation überließen.
Das bayerische Gesundheitsministerium erklärt, dass der bisher gelieferte Impfstoff bayernweit verteilt wurde. Doch die 360 000 Pandemrix-Dosen in den ersten zwei Wochen sind eben nur ein Bruchteil der Gesamtbestellung von 7,5 Millionen Einheiten für dieses Bundesland. Da können nicht über 3000 Apotheken und Zehntausende Hausarztpraxen gleichzeitig zum Zug kommen. „Es war bei der gemeinsamen Bestellung der Länder im Juli schon klar, dass der Impfstoff etappenweise geliefert wird“, sagt Sandra Brandt vom Bayerischen Gesundheitsministerium. „Allerdings hinkt der Hersteller mit der von uns erwarteten Liefermenge hinterher“, räumt die Ministeriumssprecherin ein. Bayern erhält aufgrund der Bevölkerungszahl wöchentlich 15 Prozent der Pandemrix-Produktion für Deutschland von Hersteller GlaxoSmithKline (GSK) in Dresden. „Am Freitag erreicht die nächste Lieferung Großhandel und Apotheken. Diese neuen 236 000 Impfeinheiten werden die Versorgungslage in Bayern wieder etwas entspannen.“
1000 Spritzen täglich – kein Problem in NRW
Sehr entspannt und zufrieden mit der Impfhandhabung zeigt sich jetzt schon das Gesundheitsministerium Nordrhein-Westfalen. Nach Aussagen eines Sprechers komme man mit den wöchentlich gelieferten 22 Prozent der GSK-Produktion bestens zurecht. „Die Organisation der Impfung durch die kommunalen Gesundheitsämter funktioniert hervorragend.“ Es könne natürlich sein, dass hier und da einmal ein vorübergehender Engpass entstehe, weil sich seit dieser Woche mehr Menschen impfen lassen wollen. „Aber es kann jeder ohne Voranmeldung zu den Impfstellen kommen und keiner wird weggeschickt“, erklärt der Ministeriumssprecher in Hinblick auf die Betreuung von derzeit rund 1000 Impfwilligen bei der zentralen Impfstelle des Gesundheitsamts in Düsseldorf.
Weggeschickt wird auch in Bayern kein Patient. Sie sollen erst gar nicht kommen, so wie es ihnen gefällt. Da die Impfung fast ausschließlich in den Praxen niedergelassener Ärzte stattfindet, müssen diese sie in den Praxisalltag integrieren, Impfsprechstunden organisieren und den Impfstoff herbeischaffen. „Vergnügungssteuerpflichtig ist die Schweinegrippe-Impfung nicht“, sagt etwa der Allgemeinmediziner Marius Pfaller, der seine Praxis in einem kleinen Ort bei München hat. Da der Impfstoff nicht einzeln, sondern in Zehnerdosen abgefüllt ist und maximal 24 Stunden hält, muss der Arzt Impfwillige an zwei aufeinanderfolgenden Tag zusammentrommeln. Den nötigen Impfstoff hat sich Landarzt Pfaller durch hartnäckiges Telefonieren zusammengesucht. „Es gibt zwar von der Apothekerkammer Listen mit Apotheken, die Impfstoff haben sollen, aber da hatte ich in München nur bei einem von acht Versuchen Glück. Jetzt kann am Donnerstag um 11 Uhr meine Impfsprechstunde starten“, sagt der Hausarzt.
Verständnislose Bürger
Im Moment scheinen sich alle Beteiligten – Patienten, Ärzte, Behörden – schwer damit zu tun, dass bei der Impfung gegen Schweinegrippe alles etwas anders läuft, als sie es von anderen Impfungen gewohnt sind, etwa gegen die saisonale Grippe. Da wird im Sommer produziert, und jeder Interessierte kann sich ab einem bestimmten Zeitpunkt im Herbst die Spritze zu jedem beliebigen Termin beim Arzt abholen. Das Serum ist in Einzeldosen abgepackt und kann jederzeit in kleinen Mengen nachbestellt werden. Der Impfstoff gegen das A/H1N1-Virus wird aber parallel zur laufenden Impfung hergestellt und so abgepackt, dass er sich für Massenimpfungen an zentralen Impfstellen eignet. Für Patienten, die individuelle Wunschtermine beim Arzt gewohnt sind, und Hausarztpraxen, die Beschaffungsprobleme bei Medikamenten normalerweise nicht kennen, stellt die Schweinegrippeimpfung eine echte Herausforderung dar.
Die Bürger, die seit Wochen eindringlich zur Impfung gegen die Schweinegrippe aufgerufen werden, haben allerdings wenig Verständnis dafür, dass sie den schützenden Pieks gar nicht so einfach bekommen können. -
Impfstoff-Engpässe in Bayern
Plötzlich wollen sich alle gegen die Schweinegrippe impfen lassen
05.11.2009 08:25 Uhr
Die Nachfrage steigt täglich. Immer mehr Menschen wollen sich gegen die Schweinegrippe impfen lassen, doch der Impfstoff ist knapp. „Wir können derzeit nicht allen Wünschen nachkommen“, sagt Dr. Kurt Reising, Internist und Sprecher des Ärztlichen Kreisverbandes Augsburg. Mit erheblichen Engpässen haben auch die Apotheken zu kämpfen.
„ Es klemmt in erster Linie bei der Auslieferung durch den Hersteller“, so Hans-Joachim Niermann, Sprecher des bayerischen Apothekerverbandes für Augsburg. 368 000 Impfdosen seien bisher in Bayern angekommen, 7,5 Millionen sind bestellt.
Die Apotheken haben Infobörsen und Netzwerke eingerichtet, um sich gegenseitig mit Impfstoff auszuhelfen. „Wir können die Probleme nur über einen kollegialen Austausch mildern.“ Niermann ist jedoch überzeugt, dass sich die Lage in den nächsten zwei Wochen entspannt. Das bayerische Gesundheitsministerium macht schon mal Hoffnung: Am Freitag sollen 236 000 neue Impfdosen geliefert werden.
Reising rechnet allerdings damit, dass die Zahl der H1N1-Infektionen deutlich zunehmen wird. Schon in den letzten zwei, drei Wochen hätten sich die Fälle verdoppelt. Wer jetzt plötzlich hohes Fieber bekomme, sich von einer Stunde auf die andere krank fühle, der habe, so der Internist, Schweinegrippe. Denn für die saisonale Grippe sei jetzt noch nicht die Zeit. Der Mediziner rät dennoch von Tests ab. Es mache auch keinen Sinn, der „Diagnostik hinterherzulaufen“. Vorsicht sei durchaus geboten, und wer geglaubt habe, dass sich die Grippe im Sand verlaufe, habe sich getäuscht. Reising warnt jedoch vor Hysterie. Gleichwohl empfiehlt er chronisch Kranken, sich in jedem Fall impfen zu lassen.
„Es gibt keinen Grund zur Panik“, sagt auch Dr. Jakob Berger, schwäbischer Bezirksvorsitzender des Hausärzteverbandes. Für weitaus problematischer hält er, dass durch die Diskussion um die H1N1-Infektion die normale Grippe, an der in Deutschland jährlich bis zu 30 000 Menschen sterben, in den Hintergrund gerückt sei. „Wir müssen die herkömmliche Grippeimpfung wieder stärker ins Bewusstsein rufen.“ Gegen die Schweinegrippe hat sich Berger selbst noch nicht geimpft. „Ich habe noch keinen Impfstoff.“
Thomas Schulz, Sprecher der Gesundheitsministerkonferenz, sagt zur gegenwärtigen Situation: „Dass es zu Engpässen in Bayern kommt, war vorhersehbar. Denn es war klar, dass die Impfbereitschaft zunimmt.“ Warum Ärzte mancherorts im Freistaat nicht jeden Impfwilligen versorgen können, erklärt Schulz mit Problemen bei der Produktion des Impfstoffes. Die Pharmaindustrie stoße an ihre Grenzen. Zudem hätten sich die Bundesländer untereinander auf einen bestimmten Verteilungsschlüssel geeinigt.
Befürchtungen von Patienten, der Impfstoff könne nicht ausreichen, widerspricht Schulz: „Wir haben in Deutschland eher zu viel Impfstoff als zu wenig.“ Der Grund: Ursprünglich sollte jeder zweimal geimpft werden. Inzwischen weiß man, dass eine Impfung genügt. Die bestellten 50 Millionen Impfdosen für ganz Deutschland werden Schulz zufolge für etwa 50 Millionen Menschen reichen.
Zu den verstärkt geforderten massenhaften Schweinegrippe-Tests äußert er sich zurückhaltend: „Es besteht dafür kein Rechtsanspruch. Zudem stehen die Tests seit Wochen in der wissenschaftlichen Kritik.“ Auch Virologin Gundula Jäger vom Max-von-Pettenkofer-Institut der Ludwig-Maximilians-Universität München hält sie für nicht erforderlich: „Dann macht man einen relativ teuren und aufwendigen Test und dann kommt nichts dabei heraus - das geht einfach nicht. Da bringt es auch nichts, wenn der Patient in der Praxis mit den Füßen aufstampft.“
Helga Leirich von der AOK Bayern geht noch einen Schritt weiter: „Sich testen zu lassen, nur um zu wissen, dass man Schweinegrippe hat, führt nicht weiter.“ Dass sich die Krankheit rasant ausbreitet, bezweifelt Gundula Jäger nicht: „Wir sind längst über das Stadium hinaus, wo wir jeden einzelnen Fall zählen.“ Jörg Sigmund und Daniel Wirsching -
Schweinegrippe-Impfung: Diese Nebenwirkungen sind möglich
Welche Nebenwirkungen hat die Schweinegrippe-Impfung? Das fragen sich viele Menschen, die überlegen, ob sie sich gegen die Grippe impfen lassen wollen. Hier die Antworten.
Nach der Impfung gegen die Schweinegrippe kam es in Düsseldorf bei einem Patienten zu lebensgefährlichen Nebenwirkungen. Der Mann (30) erlitt einen anaphylaktischen Schock, eine Überreaktion des Immunsystems auf das H1N1-Mittel.
Eine Ausnahme bislang. Trotzdem kann es bei der Schweinegrippe-Impfung mit dem Wirkstoff Pandemrix zu einer Reihe von Nebenwirkungen kommen, darunter sehr häufig (in einem von 10 Fällen):
- leichtes Fieber
- Kopfschmerzen
- Gliederschmerzen
- Schmerzen, Rötung und Schwellung an der Einstichstelle der Spritze
- Häufige Nebenwirkungen (also in einem von 100 Fällen) sind
- Wärme oder Juckreiz an der Einstichstelle
- Schwitzen, Schüttelfrost und grippeähnliche Symptome
- Schwellung der Lymphknoten an Nacken, Achseln und Leiste
Gelegentlich (in einem von 1000 Fällen) kommt es laut Beipackzettel von Pandemrix zu Nebenwirkungen wie
- Schläfrigkeit
- Schwindel
- Taubheitsgefühl an den Fingern
- Durchfall und Erbrechen
- allgemeines Unwohlsein
- Schlaflosigkeit
- Bei Kindern, die geimpft wurden, trat Fieber etwas häufiger auf als bei Erwachsenen.
Diese Nebenwirkungen klängen nach ein bis zwei Tagen auch ohne Behandlung ab, so der Hersteller des Schweinegrippe-Impfstoffs.
Besondere Nebenwirkungen bei Schwangeren oder ungeborenen Kindern sind nach Angaben der Experten bislang nicht bekannt.
Generell vorsichtig sollten Menschen sein, die schon einmal eine Impfung gegen die "normale" Grippe schlecht vertragen haben oder an einer Überempfindlichkeit gegen Impfstoffe (etwa Hühnereiweiß) leiden. Sie sollten mit einem Arzt sprechen, bevor sie sich gegen die Schweinegrippe impfen lassen.
"Wie bei anderen Impfungen sind seltene Nebenwirkungen oder ein resultierender Impfschaden nie hundertprozentig auszuschließen. Eine besondere Gefahr durch den Impfstoff ist nicht bekannt", heißt es zudem auf einem Informationspapier des Bundes zur Schweinegrippe (im pdf-Format).
Mehr zum Thema lesen Sie auch in unserem aktuellen Online-Special zu Schweinegrippe, Grippe und Impfung. -
Schon neun Todesfälle in Deutschland Schweinegrippe! Zwei Männer (28, 40) und eine Frau (52) tot
04.11.2009 - 19:50 UHRDie Schweinegrippe in Deutschland – sie hat inzwischen neun Todesopfer gefordert. Eine 52-jährige Schweinegrippe-Patientin ist heute im Klinikum Stuttgart gestorben. Auch in Berlin hat es einen ersten Todesfall gegeben. Im Vivantes Klinikum Am Urban (Kreuzberg) starb ein 40-jähriger Mann, bei dem ein Test auf eine H1N1-Infektion positiv war.
Den Angaben zufolge war der Berliner Patient am 29.Oktober mit einer entzündlichen Lungenerkrankung (Pneumonie) aufgenommen worden. Der Verlauf der Erkrankung war zunächst nicht ungewöhnlich.
Am 2. November verstarb der Patient überraschend an Herz-Kreislaufversagen.
Eine Obduktion soll klären, ob es einen direkten Zusammenhang zwischen dem Tod des Patienten und der bestätigten Schweinegrippe-Infektion gibt.
Bereits am Sonntag war ein 28-jähriger Infizierter im Heidelberger Universitätsklinikum gestorben, wie erst heute bekannt wurde. Wie das Klinikum mitteilte, litt der Patient unter schwersten Vorerkrankungen an Leber und Niere und war auf der Warteliste für eine Organtransplantation.
Die heute verstorbene Frau habe an einer chronischen Vorerkrankung gelitten, teilte das baden-württembergische Sozialministerium mit.
Die Patientin war am 30. Oktober nach Herz-Kreislauf-Wiederbelebung in das Krankenhaus eingeliefert worden und befand sich auf der Intensivstation.
„Aussagen zum ursächlichen Zusammenhang des Erregers mit dem Eintritt des Todes können derzeit noch nicht gemacht werden“, hieß es.
Vor rund zwei Wochen war in Mannheim ein Patient gestorben, der sich mit der Schweinegrippe infiziert hatte. Auch der 65-Jährige hatte an mehreren chronischen Vorerkrankungen gelitten.
Der Gesundheitszustand der 39 Jahre alten Schweinegrippe-Patientin in der Frankfurter Universitätsklinik hat sich verschlechtert. Die Frau leide nach wie vor unter schwerem Lungenversagen und werde deshalb weiter mit einem speziellen Beatmungsverfahren behandelt, teilte die Klinik mit. Von Vorerkrankungen der Frau war nichts bekannt.
Laut einer US-Studie treten schwere Schweinegrippe-Erkrankungen vor allem bei Babys auf. Ärzte empfehlen jetzt auch die Impfung von Kleinkindern. -
Tipps, um Ansteckung mit Schweinegrippe zu verringern
Informationen zur Schweinegrippe auf: www.wiesbaden.de
(30.07.09) Die durch die „neuen“ Influenzaviren von Typ A H1N1 verursachte Grippe („Mexiko-Grippe“, Neue Grippe“) macht sich meist durch Abgeschlagenheit, Halsschmerzen, Husten, Fieber, Kopf- und Gliederschmerzen bemerkbar. Die Beschwerden halten in der Regel 3-4 Tage an und gehen ohne Einnahme von virushemmenden Medikamenten (Tamiflu®, Relenza®) zurück. Die Krankheit verläuft in der Regel milder als die „gewöhnliche“, jährlich während der Wintermonate wiederkehrende Grippe.
Menschen mit Lungenerkrankungen (Asthma, chronische Bronchitis, Emphysem, Fibrose) und anderen schweren chronischen Krankheiten, Schwangere und Säuglinge sollen möglichst vor einer Ansteckung mit Influenzaviren bewahrt werden, denn sie können schwerer erkranken.
Wie werden Influenzaviren übertragen?
Influenzaviren werden durch Einatmen von feinen Tröpfchen übertragen, die beim Husten, Niesen, Sprechen, Lachen und Singen entstehen. Sie können auch von virusbehafteten Oberflächen auf die Hände und von dort in die Nase oder die Augen gelangen.
Was können Sie tun, um die Wahrscheinlichkeit einer Ansteckung zu verringern?
- Lassen Sie sich nicht anhusten oder anniesen und halten Sie sich fern von Personen, die an Influenza erkrankt sind. Meiden Sie größere Menschenansammlungen.
- Waschen Sie die Hände häufiger und gründlicher als sonst, insbesondere nach Kontakt mit Personen, die an Atemwegserkrankungen leiden, sowie grundsätzlich vor Mahlzeiten, nach Benutzung der Toilette und nach dem Niesen oder Schnäuzen der Nase. Die Hände sollten für 10 bis 15 Sekunden gründlich mit Wasser und Seife gewaschen werden, danach mit einem trockenen und sauberen Handtuch abgetrocknet werden.
- Vermeiden Sie es, Ihre Augen, Nase und Mund mit den Händen zu berühren. Hierdurch kann der Erreger von verunreinigten Oberflächen und Gegenständen auf Ihre Schleimhäute übertragen werden.
- Ist ein Mitglied Ihres Haushaltes betroffen, verringern Sie bitte den Kontakt während der ersten 7 Tage nach Auftreten der Grippesymptome so weit wie möglich. Die oder der Erkrankte soll möglichst ein eigenes Zimmer haben, in dem sie / er schläft und sich aufhält.
Wann gibt es einen Impfstoff gegen die pandemische Influenza?
Impfstoffe gegen die „gewöhnliche“ saisonale Influenza schützen nicht gegen die neue pandemische Variante. Frühestens vom Herbst 2009 an wird ein spezifischer Impfstoff gegen die Schweinegrippe zur Verfügung stehen.
Hinweise für Erkrankte und Personen in der häuslichen Pflege:
Wer an einer fieberhaften Erkältung leidet und in den letzten Tagen davor aus Amerika, Spanien, Großbritannien oder einem anderen Land, in dem sich die Influenza A ausgebreitet hat, zurückgekehrt ist oder anderweitig Kontakt hatte mit Menschen, bei denen die Diagnose gestellt wurde, hat sich wahrscheinlich die Schweinegrippe zugezogen. Angesichts der Häufung und zunehmenden Verbreitung ist es mittlerweile in den meisten Fällen überflüssig, die Diagnose durch einen aufwendigen Labortest zu bestätigen.
Wenn Sie nur gering beeinträchtigt sind und keine ärztliche Hilfe benötigen - und das ist die Mehrzahl aller Fälle -, ist es völlig ausreichend, wenn Sie sich zu Hause mit Hausmitteln und einfachen Erkältungspräparaten selbst behandeln.
- Bleiben Sie für 7 Tage (vom Beginn der Symptome an gerechnet) zu Hause oder gehen Sie alleine spazieren; vermeiden Sie enge soziale Kontakte, um andere nicht anzustecken.
- Waschen Sie Ihre Hände regelmäßig.
- Husten und niesen Sie in Papiertaschentücher, die Sie anschließend direkt entsorgen.
- Sind Sie stärker beeinträchtigt und brauchen ärztliche Hilfe, besprechen Sie telefonisch das Vorgehen: Termin in der Sprechstunde oder Hausbesuch - mit Ihrem Hausarzt oder am Wochenende mit dem ärztlichen Notdienst. Gehen Sie bitte auf keinen Fall unangemeldet direkt in eine Klinik oder Ambulanz. Ihr Arzt wird die notwendige Behandlung - in aller Regel zu Hause - und ggf. weitere Maßnahmen mit Ihnen besprechen. Die Verordnung spezifischer Grippemedikamente (Relenza®, Tamiflu®) ist nur in besonderen Ausnahmefällen sinnvoll. Auch in diesem Fall der häuslichen ambulanten Behandlung gilt die 7tägige Isolierung.
Haben Sie einen Grippepatienten zu Hause zu betreuen, so achten Sie bitte zu Ihrem eigenen Schutz auf
- das Einhalten der jeweils größtmöglichen Distanz zum Patienten
- das Reduzieren von Berührungen (Hände und Haut)
- das Tragen eines Mund-Nasenschutzes bei unmittelbaren pflegerischen Handgriffen
- das Händewaschen nach jedem Kontakt mit dem Patienten
- regelmäßiges Lüften des Zimmers bzw. der Wohnung.
Wenn Sie eine individuelle Beratung benötigen, erreichen Sie die Abteilung für Infektionsschutz der Landeshauptstadt Wiesbaden von Montag bis Freitag von 8 bis16 Uhr unter: (0611)312801 sowie über: infektionsschutz@wiesbaden.de
Das Gesundheitsamt der Stadt Wiesbaden hat diese aktuellen Informationen und Hinweise zur Schweinegrippe auf der Städtischen Internetseite: www.wiesbaden.de veröffentlicht.
Weitergehende Informationen sind im Internet zu finden: www.rki.de oder www.wir-gegen-viren.de
© Gesundheitsamt der Landeshauptstadt Wiesbaden; Dotzheimer Straße 38 – 40, 65185 Wiesbaden (red.)Tipps, um Ansteckung mit Schweinegrippe zu verringern
Informationen zur Schweinegrippe auf: www.wiesbaden.de
(30.07.09) Die durch die „neuen“ Influenzaviren von Typ A H1N1 verursachte Grippe („Mexiko-Grippe“, Neue Grippe“) macht sich meist durch Abgeschlagenheit, Halsschmerzen, Husten, Fieber, Kopf- und Gliederschmerzen bemerkbar. Die Beschwerden halten in der Regel 3-4 Tage an und gehen ohne Einnahme von virushemmenden Medikamenten (Tamiflu®, Relenza®) zurück. Die Krankheit verläuft in der Regel milder als die „gewöhnliche“, jährlich während der Wintermonate wiederkehrende Grippe.
Menschen mit Lungenerkrankungen (Asthma, chronische Bronchitis, Emphysem, Fibrose) und anderen schweren chronischen Krankheiten, Schwangere und Säuglinge sollen möglichst vor einer Ansteckung mit Influenzaviren bewahrt werden, denn sie können schwerer erkranken.
Wie werden Influenzaviren übertragen?
Influenzaviren werden durch Einatmen von feinen Tröpfchen übertragen, die beim Husten, Niesen, Sprechen, Lachen und Singen entstehen. Sie können auch von virusbehafteten Oberflächen auf die Hände und von dort in die Nase oder die Augen gelangen.
Was können Sie tun, um die Wahrscheinlichkeit einer Ansteckung zu verringern?
- Lassen Sie sich nicht anhusten oder anniesen und halten Sie sich fern von Personen, die an Influenza erkrankt sind. Meiden Sie größere Menschenansammlungen.
- Waschen Sie die Hände häufiger und gründlicher als sonst, insbesondere nach Kontakt mit Personen, die an Atemwegserkrankungen leiden, sowie grundsätzlich vor Mahlzeiten, nach Benutzung der Toilette und nach dem Niesen oder Schnäuzen der Nase. Die Hände sollten für 10 bis 15 Sekunden gründlich mit Wasser und Seife gewaschen werden, danach mit einem trockenen und sauberen Handtuch abgetrocknet werden.
- Vermeiden Sie es, Ihre Augen, Nase und Mund mit den Händen zu berühren. Hierdurch kann der Erreger von verunreinigten Oberflächen und Gegenständen auf Ihre Schleimhäute übertragen werden.
- Ist ein Mitglied Ihres Haushaltes betroffen, verringern Sie bitte den Kontakt während der ersten 7 Tage nach Auftreten der Grippesymptome so weit wie möglich. Die oder der Erkrankte soll möglichst ein eigenes Zimmer haben, in dem sie / er schläft und sich aufhält.
Wann gibt es einen Impfstoff gegen die pandemische Influenza?
Impfstoffe gegen die „gewöhnliche“ saisonale Influenza schützen nicht gegen die neue pandemische Variante. Frühestens vom Herbst 2009 an wird ein spezifischer Impfstoff gegen die Schweinegrippe zur Verfügung stehen.
Hinweise für Erkrankte und Personen in der häuslichen Pflege:
Wer an einer fieberhaften Erkältung leidet und in den letzten Tagen davor aus Amerika, Spanien, Großbritannien oder einem anderen Land, in dem sich die Influenza A ausgebreitet hat, zurückgekehrt ist oder anderweitig Kontakt hatte mit Menschen, bei denen die Diagnose gestellt wurde, hat sich wahrscheinlich die Schweinegrippe zugezogen. Angesichts der Häufung und zunehmenden Verbreitung ist es mittlerweile in den meisten Fällen überflüssig, die Diagnose durch einen aufwendigen Labortest zu bestätigen.
Wenn Sie nur gering beeinträchtigt sind und keine ärztliche Hilfe benötigen - und das ist die Mehrzahl aller Fälle -, ist es völlig ausreichend, wenn Sie sich zu Hause mit Hausmitteln und einfachen Erkältungspräparaten selbst behandeln.
- Bleiben Sie für 7 Tage (vom Beginn der Symptome an gerechnet) zu Hause oder gehen Sie alleine spazieren; vermeiden Sie enge soziale Kontakte, um andere nicht anzustecken.
- Waschen Sie Ihre Hände regelmäßig.
- Husten und niesen Sie in Papiertaschentücher, die Sie anschließend direkt entsorgen.
- Sind Sie stärker beeinträchtigt und brauchen ärztliche Hilfe, besprechen Sie telefonisch das Vorgehen: Termin in der Sprechstunde oder Hausbesuch - mit Ihrem Hausarzt oder am Wochenende mit dem ärztlichen Notdienst. Gehen Sie bitte auf keinen Fall unangemeldet direkt in eine Klinik oder Ambulanz. Ihr Arzt wird die notwendige Behandlung - in aller Regel zu Hause - und ggf. weitere Maßnahmen mit Ihnen besprechen. Die Verordnung spezifischer Grippemedikamente (Relenza®, Tamiflu®) ist nur in besonderen Ausnahmefällen sinnvoll. Auch in diesem Fall der häuslichen ambulanten Behandlung gilt die 7tägige Isolierung.
Haben Sie einen Grippepatienten zu Hause zu betreuen, so achten Sie bitte zu Ihrem eigenen Schutz auf
- das Einhalten der jeweils größtmöglichen Distanz zum Patienten
- das Reduzieren von Berührungen (Hände und Haut)
- das Tragen eines Mund-Nasenschutzes bei unmittelbaren pflegerischen Handgriffen
- das Händewaschen nach jedem Kontakt mit dem Patienten
- regelmäßiges Lüften des Zimmers bzw. der Wohnung.
Wenn Sie eine individuelle Beratung benötigen, erreichen Sie die Abteilung für Infektionsschutz der Landeshauptstadt Wiesbaden von Montag bis Freitag von 8 bis16 Uhr unter: (0611)312801 sowie über: infektionsschutz@wiesbaden.de
Das Gesundheitsamt der Stadt Wiesbaden hat diese aktuellen Informationen und Hinweise zur Schweinegrippe auf der Städtischen Internetseite: www.wiesbaden.de veröffentlicht.
Weitergehende Informationen sind im Internet zu finden: www.rki.de oder www.wir-gegen-viren.de
© Gesundheitsamt der Landeshauptstadt Wiesbaden; Dotzheimer Straße 38 – 40, 65185 Wiesbaden (red.) -
Jetzt noch paar gute Links:
World Health Organization (WHO)
http://www.who.int/csr/disease/swineflu/en/index.html
Robert-Koch-Institut
http://www.rki.de/cln_091/nn_205760/DE/Content/InfAZ/I/Influenza/IPV/IPV__Node.thml?__nnn=true
Deutsche Botschaft Mexiko
http://www.mexiko.diplo.de/Vertretung/mexiko/es/Startseite.html
Auswärtiges Amt
http://www.auswaertiges-amt.de/diplo/de/Laenderinformationen/Mexiko/Sicherheitshinweise.html
Centers for Disease Control and Prevention
http://www.cdc.gov/h1n1flu
wir-gegen-viren.de
http://www.wir-gegen-viren.de/content/index/7Jetzt noch paar gute Links:
World Health Organization (WHO)
http://www.who.int/csr/disease/swineflu/en/index.html
Robert-Koch-Institut
http://www.rki.de/cln_091/nn_205760/DE/Content/InfAZ/I/Influenza/IPV/IPV__Node.thml?__nnn=true
Deutsche Botschaft Mexiko
http://www.mexiko.diplo.de/Vertretung/mexiko/es/Startseite.html
Auswärtiges Amt
http://www.auswaertiges-amt.de/diplo/de/Laenderinformationen/Mexiko/Sicherheitshinweise.html
Centers for Disease Control and Prevention
http://www.cdc.gov/h1n1flu
wir-gegen-viren.de
http://www.wir-gegen-viren.de/content/index/7
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Info dazu von Daimler
Informationen zum "H1N1 2009 Virus" (Schweinegrippe)
Stuttgart, Stand 04. November 2009
Informationen zu Impfung gegen die Neue Grippe H1N1
Am 26. Oktober 2009 ist in allen Bundesländern die Impfung gegen die Neue Grippe H1N1 („Schweinegrippe“) angelaufen. Vorrangig sollen chronisch erkrankte Personen, Schwangere, Beschäftigte im Gesundheitswesen und Beschäftigte der Vollzugspolizei sowie der Feuerwehr geimpft werden. Danach erfolgt die Impfung der übrigen Bevölkerung. Die Organisation der Impfung obliegt den Gesundheitsbehörden des jeweiliegen Bundeslandes, so dass es von Bundesland zu Bundesland unterschiedliche Impfstrategien gibt, ob Hausärzte oder sogenannte „Impfärzte“ impfen dürfen. Die Indikation zur Impfung gegen die Neue Grippe ist für die Werksärztlichen Dienste derzeit streng begrenzt, allgemeine "Impfaktionen Schweinegrippe" wie gegen die saisonale Grippe in den letzten Wochen können derzeit nicht durchgeführt werden, bitte wenden Sie sich an Ihren Hausarzt."
Information zur saisonalen Grippeschutzimpfung
Wie jedes Jahr bietet der Werksärztliche Dienst eine Impfaktion gegen die saisonale Grippe an. Es handelt sich dabei aber nicht um den Pandemie-Impfstoff. Dieser ist zur Zeit noch gar nicht erhältlich. Der Aufbau eines Impfschutzes gegen die saisonale Grippe hilft allerdings, mögliche Doppelinfektionen zu vermeiden. Die Termine entnehmen Sie bitte den Ankündigungen an Ihrem Standort.
Umgang mit an "Neuer Grippe" erkrankten Personen im eigenen Umfeld
In enger Abstimmung mit den Gesundheitsbehörden (Landesgesundheitsämter, basierend auf einer Empfehlung der Konferenz der Gesundheitsminister des Bundes und der Länder) folgen wir der Festlegung, dass Mitarbeiter, die mit einer mit der "Neuen Grippe" Infizierten Person in engem häuslich Kontakt stehen und keine Krankheitssymptome aufweisen, nicht von der Arbeit freigestellt werden. Das gleiche gilt für Mitarbeiter, die im Unternehmen mit Infizierten Kontakt hatten, aber keine Krankheitssymptome aufweisen.
Treten Symptome während der Arbeitszeit auf, ist unverzüglich der Werksärztliche Dienst zu verständigen. Er informiert dabei über das weitere Vorgehen und stimmt die erforderlichen Maßnahmen mit den Verantwortlichen des betroffenen Bereichs ab.
Einschätzung der Lage zur "Neuen Grippe"
Bisher wurde in fast allen Ländern eine Vielzahl von Infektionsfällen mit steigender Tendenz nachgewiesen. Angesichts der wachsenden Infektionen steigt die Bedeutung der persönlichen Hygienemaßnahmen, insbesondere bei Kontakt zu anderen.
Das Virus wird - wie alle Grippeviren - vor allem durch Einatmen von erregerhaltigen Tröpfchen in der Luft, bzw. durch Schmierinfektionen übertragen (Husten in die Hand, Händeschütteln etc.).
Ihre eigene Gefährdung können Sie vor allem durch die Befolgung der wichtigsten Vorsichtsmaßnahmen verringern - Merkblatt Infektionsprophylaxe (siehe Downloads):
- häufiges Händewaschen mit Wasser und Seife
- kein Anfassen von Nase oder Mund
- kein Anhusten oder Anniesen, Verwendung und sichere Entsorgung von Einmaltaschentüchern
- "hygienisch husten" (Husten in den Ärmel, nicht in die Hand)
- kein Händegeben, keine Küsschen auf die Wange etc.
Treten bei Mitarbeitern typische grippeartige Symptome auf wie schlagartiger Krankheitsbeginn, hohes Fieber und Frösteln, Muskel- und Gliederschmerzen, Kopfschmerzen, Abgeschlagenheit, Müdigkeit und Schwächegefühl, Halsschmerzen und Schluckbeschwerden, trockener Husten, Augenbrennen und Lichtempfindlichkeit sollten diese unbedingt zu Hause bleiben und von dort ihren Hausarzt konsultieren.
Reisen sollten auf ihre Dringlichkeit überprüft und die oben genannten Verhaltensmaßregeln eingehalten werden.
Flugreisende müssen mit verschärften Einreisekontrollen rechnen. Die Maßnahmen sind von Land zu Land unterschiedlich und können beispielsweise folgende Maßnahmen umfassen: Messung der Körpertemperatur, Befragung der Reisenden, Kontrolle der Passdaten nach vorhergehenden Aufenthaltsländern etc.
Von örtlichen Behörden werden verstärkt Quarantänemaßnahmen gegen Einzelpersonen oder Gruppen verfügt, wenn Grippesymptome bei der Einreise festgestellt oder (auch zufällige) Kontakte zu Erkrankten nachgewiesen werden können. Es kann nicht ausgeschlossen werden, dass in Verdachtsfällen die Einreise verweigert wird. Falschangaben oder Verstöße gegen Quarantänemaßnahmen können bestraft werden. Reisenden wird empfohlen, die Reise- und Sicherheitshinweise des Auswärtigen Amts aufmerksam zu verfolgen. -
Kranke Zahlenspiele
Schweinegrippe06.11.2009, 18:20
Die Gesellschaft ist unfähig, mit Unsicherheit umzugehen. Dies trifft insbesondere beim Thema Schweinegrippe zu, findet Gerd Antes von der Ständigen Impfkommission.
Die Menschen sind verunsichert über die Bedrohung durch die Schweinegrippe und die Impfung dagegen. Jetzt äußert sich Gerd Antes und damit erstmals ein Mitglied der Ständigen Impfkommission, die im Oktober die Impfung gegen die Schweinegrippe empfohlen hat. Das Wort von Antes hat besonderes Gewicht. Er leitet das Deutsche Cochrane-Zentrum in Freiburg, das die Qualität wissenschaftlicher Daten bewertet.
Horrorszenarien mit hohen Todeszahlen gehören in Zeiten der Schweinegrippe zum guten Ton: 35.000 Tote im kommenden Winter allein in Deutschland, die angekündigte Welle ist endlich da, und die zweite Welle, die noch schlimmer wird, kommt sicher im Frühling. Für Zweifler stellen Experten fest, dass die Zahl der Infektionen deutlich steige, um so zu versichern, dass die Welle begonnen habe. Einzelne Todesfälle werden in der Presse geradezu zelebriert. Graphiken mit steil aufragenden Kurven signalisieren höchste Gefahr und zeigen, dass wir am Rande des Abgrunds stehen.
Für Sammler von Beispielen, wie man Zahlen nicht interpretieren sollte, herrschen goldene Zeiten. Alles, wovor man Erstsemester warnt, wird geboten. Dabei sind die Regeln einfach. Grippetote oder Impfschäden einzeln zu zählen ist sinnlos, wenn nicht gesagt wird, wie viele Menschen infiziert oder geimpft wurden. Das ist der Nenner, auf den Fälle bezogen werden müssen. Absolute Anzahlen wecken Emotionen, für die Beschreibung von Risiken haben sie keine Bedeutung. Nutzen und Risiken werden mit Quotienten beschrieben!
Keine belastbaren Zahlen
Noch wichtiger ist: Risiken befinden sich immer im Wettstreit mit anderen Risiken. Ihre Bewertung bedeutet eine Abwägung. Hier gilt es, das Risiko durch Schweinegrippe gegen das Impfrisiko zu gewichten. Ob der Nutzen einer Impfung größer ist als die Risiken durch Infektion oder Nebenwirkung, muss im fairen Vergleich ermittelt werden. Die Methoden dafür sind klinische Studien und systematische Beobachtung der Praxis.
Was einfach klingt, ist es in der Realität leider nicht. Statt uns auf eine vertrauenswürdige Basis für eine Nutzen-Risiko-Abwägung stützen zu können, stehen wir vor einem erstaunlich großen Wissensloch. Sogar die einfache Frage, was ein milder Verlauf bedeutet und wie viele Infizierte nur einen solchen erfahren, findet noch keine empirische Antwort. Erstaunlich angesichts der Prognosen, dass die deutsche Wirtschaft durch Fehlzeiten schwer Schaden nehmen könnte.
Statt belastbarer Daten findet man Aussagen, dass Tennisprofi Tommy Haas "überraschend" schnell von der Schweinegrippe genesen sei. Diese Aussage kann nur machen, wer sein Weltbild auf Worst-Case-Szenarien geeicht hat.
Auch die zentrale Frage, wie viele Infizierte es in Deutschland gibt, ist nicht zuverlässig zu beantworten. Die gemeldeten Zahlen sind erfasste Infektionen, die von den tatsächlich Infizierten um das Zehnfache übertroffen werden können. Verlässliche Zahlen sind Mangelware.
Objektive Risikoabschätzung fehlt
Fehlendes Wissen bedeutet Unsicherheit. Das scheint als Einladung verstanden zu werden, mit auf Glauben beruhenden Aussagen für Sicherheit zu sorgen. Zahlen und objektive Risikoabschätzungen sucht man oft vergeblich. Das könnte akzeptiert werden, wenn der Glauben als solcher deklariert und nicht als Wissensmogelpackung präsentiert würde.
Besonders irritierend für die Öffentlichkeit sind Aussagen zur Sicherheit des Impfstoffs. Den Impfstoff als sicher zu bezeichnen, ist falsch und wird durch regelmäßige Wiederholung durch die Präsidenten von Paul-Ehrlich-Institut und Robert-Koch-Institut nicht richtiger.
Genauso falsch ist es, den Impfstoff als unsicher zu bezeichnen, so oft Impfgegner das auch wiederholen. Das Wort "sicher" ist irreführend, da es die wünschenswerte Sicherheit nicht gibt und nicht geben kann. Das ist kein spezielles Problem dieses Impfstoffs, sondern gilt allgemein.
Jedes Arzneimittel hat bis zu seiner Einführung eine Entwicklung durchlaufen, in der alles getan wurde, um schädliche Wirkungen zu minimieren. "Unbedenklich" ist das treffendere Wort und Voraussetzung für die Einführung.
Ganz sicher ist das Ergebnis aber nie, kann es nicht sein. Wer das trotzdem behauptet, stellt sich in eine Reihe mit denen, die obskure Produkte als garantiert nebenwirkungsfrei bezeichnen. Wie groß die Unsicherheit ist, zeigt ein Blick auf Webseiten des britischen Gesundheitsministeriums. Dort stehen Modellrechnungen für erwartete Todesfälle. Optimisten kamen im Sommer auf 50.000, Pessimisten auf 750.000. Besser als durch diese enorme Spanne kann man Unsicherheit nicht zeigen.
Diese ältere Prognose wurde dann im September auf die Spanne von 3000 bis 19.000 zurückgenommen - das sind übliche Opferzahlen durch saisonale Grippe. Die schlimmsten Befürchtungen der Optimisten vor der Pandemie waren also zweieinhalbmal so dramatisch wie die der Pessimisten im September. In Deutschland umschifft man solche Probleme, indem man keine Spanne, sondern nur eine Zahl nennt - mit größter Sicherheit.
Ignoranz gegenüber Fakten
Wie ein roter Faden zieht sich die Abneigung gegenüber Zahlen durch Berichte. Ein Grund mag die schlechte Datenlage sein, aber auch vorhandene werden ignoriert. Die gegenwärtig besten stammen von der Südhalbkugel. Erfahrungen und Zahlen des dort fast beendeten Winters geben keinen Anlass für Katastrophenszenarien.
Während die Ignoranz gegenüber Fakten bei der Bild nicht überrascht, ist ein solches Verhalten von Maybrit Illner (ZDF) oder in "Hart aber fair" (ARD) auffällig. Obwohl beide Redaktionen zuvor auf Daten der Südhalbkugel hingewiesen wurden, gab es zum Impfbeginn auch dort ein weitgehend faktenfreies Palaver. Eine weitere Chance zur Aufklärung wurde vertan. Das setzte sich bei "Hart aber fair" im "Faktencheck" zur Klärung offener Fragen fort; dort wurde der faktenfreie Faktencheck kreiert.
Auf der Strecke bleiben die Bürger. Der Wunsch nach Sicherheit wird konterkariert durch Aussagen echter und vermeintlicher Experten, die Irritation verursachen. Falsch wäre aber der Vorwurf, dass Experten nicht mit einer Stimme Sicherheit schaffen.
Das diffuse Bild ist natürliche Folge der objektiven Unsicherheit. Verwerflich ist, dass diese Unsicherheit nicht als solche deklariert wird, sondern durch Ignoranz ein Bild von Sicherheit erzeugt wird, das mit der Realität nichts zu tun hat. Die gesellschaftliche Unfähigkeit, mit Risiken rational umzugehen, ist erschreckend.
Es gibt derzeit keinen Grund zu übertriebener Aufregung. Das Grippegeschehen liegt gegenwärtig im üblichen Bereich, bei aller Tragik der Einzelschicksale. Die Medienpandemie einzudämmen verdient mehr Beachtung. Die verantwortungsvolle Interpretation vollständig und transparent dargestellter Zahlen muss Grundlage individueller wie gesellschaftlicher Entscheidungen sein. Daraus Sicherheit zu erhoffen ist jedoch utopisch. Wir müssen lernen, mit Unsicherheit sicher und rational umzugehen.
(SZ vom 07.11.2009/kvg) -
LG
MARTINA
Schweinegrippe:
Die beiden Impfstoffe gegen die so genannte Schweinegrippe Pandemrix(r) und Focetria(r), enthalten als Adjuvans (Impfverstärker ) Squalen. Beim Menschen ist Squalen bei den US-Soldaten des ersten Golfkriegs als Impfverstärker engesetzt worden. 23-27 % (also jeder Vierte) auch solche, die zu Hause blieben) bekamen die Golfkriegskrankheit , mit chronischer Müdigkeit, Fibromyalgie (Muskelrheuma), neben Gedächtnis- und Konzentrationsproblemen, persistierenden Kopfschmerzen, Erschöpfung und ausgedehnten Schmerzen charakterisiert. Die Krankheit kann auch chronische Verdauungsprobleme und Hautausschlag einschließen. Die Erkrankung hat sich seit 1991 also seit 18 Jahren nicht gebessert.
Bei 95 % der Geimpften mit Golfkriegssyndrom wurden Squalen-Antikörper gefunden, bei den Geimpften aber nicht Erkrankten bei 0 %. Erst nach mehr als 10 Jahren wurden die Schäden vom US- Verteidigungsministerium anerkannt.
Wenn die Bundesregierung ihren Willen durchsetzt und 35 Millionen Menschen geimpft werden, ist damit zu rechnen, dass 8-9 Millionen Bundesbürger für die nächsten Jahrzehnte unter chronischer Müdigkeit und
Fibromyalgie etc. leiden werden.
*Geben Sie dieses Email an möglichst viele ihrer Bekannten weiter*
Juliane Sacher
Fachärztin für Allgemeinmedizin
Bergerstr. 175
60385 Frankfurt
T: 069 - 921 89 90
F: 069 - 921 89 990
http://www.praxis-sacher.de -
Schweinegrippe-Viren haben sich verändert
23. November 2009, 04:00 Uhr
In Norwegen starben zwei Menschen mit mutierten Keimen. Bei Kranken in Wales sind die Erreger resistent gegen Tamiflu
Oslo/London- In Norwegen und Wales haben Mediziner mehrere mutierte Schweinegrippe-Viren nachgewiesen. In Norwegen waren zwei von drei Patienten mit den genveränderten Erregern gestorben. Ob die Gefahr, die von den neuen Viren ausgeht, gewachsen ist, lässt sich noch nicht eindeutig sagen. Zunächst gingen die Behörden in beiden Ländern davon aus, dass das Gefahrenpotenzial der Schweinegrippe-Infektion nicht höher liegt als bisher. Zugleich schränkten Experten des norwegischen Gesundheitsinstituts jedoch ein: Die Mutation führe möglicherweise dazu, dass das veränderte Virus tiefer in die Atemwege gelange.
Beide Verstorbene litten an schweren Lungenleiden. Der Zusammenhang mit den Mutationen müsse aber noch nachgewiesen werden, sagt der Virologe Bruno Lina vom französischen Zentrum zur Beobachtung von Grippeerkrankungen.
Die norwegischen Behörden haben nach der Entdeckung der Mutation in ihrem Land 70 weitere Erkrankte auf den jeweiligen Typus des Erregers untersucht. Bei ihnen fanden sie die Mutanten nicht. Man gehe deshalb davon aus, dass sich das veränderte Virus derzeit nicht verbreitet. Es könne sich bei den drei Betroffenen um eine spontane Mutation handeln. Die bisher üblichen Medikamente helfen auch gegen die mutierten Viren aus Norwegen, teilte die Weltgesundheitsorganisation (WHO) in Genf mit. Auch die vorhandenen Impfstoffe schützten vor den entdeckten H1N1-Viren.
Die WHO ergänzte, dass der veränderte Virenstamm nicht gänzlich neu sei, die gleiche Mutation sei zuvor bereits in Brasilien, China, Japan, Mexiko, der Ukraine und den USA nachgewiesen worden. "Obwohl weitere Untersuchungen laufen, gibt es derzeit keine Hinweise darauf, dass diese Mutationen zu einer ungewöhnlichen Zunahme der Zahl von H1N1-Infektionen oder einer größeren Zahl ernster oder tödlicher Erkrankungen führen", hieß es in Genf weiter. Auch aus den USA kam eine Entwarnung. Anne Schuchat vom US-Zentrum zur Krankheitskontrolle und Vorbeugung sagte, die im Land gefundene Veränderung des Virus habe keine Auswirkungen auf die Wirksamkeit der verfügbaren Impfstoffe oder der angewandten Medikamente Tamiflu und Relenza.
In Großbritannien haben sich jedoch Menschen erstmals gegenseitig mit einer Schweinegrippe-Variante angesteckt, gegen die das verbreitete Medikament Tamiflu nicht wirkt. Bei den fünf Patienten eines Krankenhauses in Wales handelt es sich nach Behördenerkenntnis um die weltweit ersten Fälle einer Übertragung eines solchen resistenten Erregers von Mensch zu Mensch. Mindestens drei der Patienten hatten sich direkt auf der Station der Universitätsklinik in Cardiff angesteckt, wo sie wegen anderer schwerer Krankheiten behandelt worden waren.
Zwar wurden der Weltgesundheitsorganisation bislang schon mehr als 50 Fälle von Grippestämmen gemeldet, die gegen Tamiflu resistent sind. Nach Informationen der nationalen britischen Gesundheitsbehörde gab es bislang aber keine bestätigten Fälle einer Übertragung von Mensch zu Mensch. Die Behörde ging aber nicht davon aus, dass sich der Stamm aus Cardiff weit verbreiten wird. Der Erreger ist den Angaben zufolge nicht aggressiver als andere Grippeviren. Zudem könnten die Patienten statt mit Tamiflu mit dem weiteren Grippemittel Relenza behandelt werden. Zwei der Patienten aus Cardiff hätten sich bereits erholt.
Viren vermehren ihre Erbsubstanz mithilfe ihrer Wirtszelle. Dabei kommt es immer wieder zu kleinen Fehlern. In der Folge ist die Erbsubstanz der nachfolgenden Virengeneration verändert ("mutiert"). Die schlimmste Befürchtung der Seuchenexperten ist, dass so ein stark veränderter Erreger entsteht, der gegen alle Medikamente unempfindlich ist und vor dem auch die Impfung nicht schützt. DW -
Die Schweinegrippe wird immer gefährlicher
Das Virus mutiert!
• Veränderter Erreger dringt tiefer in Atemwege vor
• WHO meldet erste Todesfälle
• Wirkt der Impfstoff trotzdem?
23.11.2009 - 06:00 UHR
Die größte Angst der Wissenschaftler wird wahr: Während die ganze Welt versucht, das Schweinegrippe-Virus auszurotten, verändert es seine Gestalt, sein Wesen.
DAS VIRUS MUTIERT!
Aktuell
Schweinegrippe
Mutation tötet
zwei Norweger!Schweinegrippe
Knapp 100 000
Infizierte in Deutschlandratgeber hygieneZum Ausdrucken
Der grosse
Ratgeber
als PDFMehr zum ThemaWeltweit tauchen Mutationen auf
In der Vergangenheit beobachteten Forscher leichtere Veränderungen des Virus – BILD dokumentiert die spannendsten Fälle.
• Wirkt unser Impfstoff jetzt bald nicht mehr?
Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) meldet, dass in Norwegen bei zwei verstorbenen und einem schwer erkrankten Patienten ein mutiertes Schweinegrippe-Virus nachgewiesen worden ist. Beunruhigend ist, dass laut WHO die Mutationen in Norwegen keine Einzelfälle sind. Auch in Brasilien, China, Japan, Mexiko, der Ukraine und den USA hat sich das H1N1-Virus verändert.
• Was macht das mutierte Virus so gefährlich?
Das Institut für Öffentliche Gesundheit in Norwegen warnt, dass die Mutation möglicherweise einen schwereren Krankheitsverlauf verursachen kann, da dieser Erreger tiefer in die Atemwege vordringt!
• Kann unser Impfstoff das veränderte Virus noch besiegen?
„Ja“, sagt Anne Schuchat vom US-Zentrum zur Krankheitskontrolle. „Die Veränderung hat keine Auswirkung auf die Wirksamkeit der verfügbaren Impfstoffe.“
• Wie sehr müsste sich der Virus verändern, damit der Impfstoff nicht mehr wirkt?
Prof. Dr. Johannes Löwer, früherer Präsident des Paul-Ehrlich-Instituts, erklärt: „In der Virus-Fachbezeichnung H1N1 steht das H für den Bestandteil Hemagglutinin. Wenn sich dieser Teil um mehr als 20% ändert, dann hätten wir eine neue Pandemie und könnten mit allen Impfstoff-Entwicklungen von vorne anfangen.“ In Großbritannien kämpfen Ärzte gegen ein neues, schweres Problem: Im Universitätskrankenhaus von Cardiff (Wales) sind fünf Patienten an einer Form des Schweinegrippenvirus erkrankt, die nicht auf das Grippe-Medikament „Tamiflu“ anspricht.
Bei den Erkrankten handelt es sich um Krebspatienten, die durch die Chemotherapie ein stark geschwächtes Immunsystem haben.
Virologe Prof. Nigel Dimmock von der Uni Warwick: „Das ist nur der Anfang. Wenn man Tamiflu in dem Ausmaß einsetzt, in dem es zurzeit geschieht, entwickeln sich diese Resistenzen.“ -
..aus den google news und ohne gewähr

Poznan - Ein Holländer befindet sich im Fadenkreuz von Ermittlern um einen
immer wahrscheinlicher erscheindenen Korruptions- und Betrugsskandal von nie
dagewesenem Ausmaß. Der Mann heisst Albert Osterhaus und ist Professor für
Virologie am Klinikum der Erasmus-Universität in Rotterdam. Er führt eine
Gruppe von namhaften Virologen an, welche zuletzt Sars, Vogel- Robben- und
Schweinegrippe in Europa salonfähig gemacht haben. Die niederländische
Regierung hatte wegen zahlreichen Ungereimheiten in Zusammenhang mit den
neuen Grippen einen Untersuchungsausschuss bestellt, der jetzt u.a.
herausgefunden hatte, dass sich auf Osterhaus Konten "größere" Geldeingänge
befinden, welche ausgerechnet durch Hersteller von Impfmitteln gegen die
Influenza A/H1N1 und A/H5N1 an ihn persönlich überwiesen worden waren.
Schweine- und Vogelgrippe könnten also wie schon bereits laut gemunkelt
wird, reine Erfindungen eines kriminellen Netzwerkes von Pharma- Produzenten
und skrupellosen Wissenschaftlern sein, denn die Osterhaus Truppe sitzt auch
in den wichtigsten Gremien der WHO.
Größter Betrüger der Weltgeschichte ?
"Professor Albertus Dominicus Marcellinus Erasmus Osterhaus" nennt sich der
Herr, welcher als erster eine angebliche Übertragung des Vogelgrippe- Virus
A/H5N1 nachgewiesen haben will und hiermit die erste weltweite Panik vor
Geflügelprodukte auslöste, die der Welt über 100 Milliarden Euro Schaden
einbrachte. Nutznießer dieser Hysterie war vor allen Dingen der schweizer
Pharmariese "Roche", der schnell mit "neuen" Impfmitteln und anderen
Arzneien im Werte von x- Milliarden zur Stelle war. Osterhaus ist der
eigentliche führende wissenschaftliche Kopf bei der
Weltgesundheitsorganisation WHO in Fragen um die "neue" Grippen, steht aber
gleichzeitig offenbar auf den Gehaltlisten von GSK Bio Dresden, Aventis,
Roche und Baxter in den USA. Er und seine Truppe sollen es auch gewesen
sein, die bei der WHO zuletzt die Ausrufung der höchsten Gefahrenstufe zur
Schweinegrippe durchgesetzt haben. Ähnlich agierten sie auch schon zur
Erzeugung von Hysterien um die Vogelgrippe. In diesem Zusammenhang tauchte
auch immer wieder ein Leipziger Virologe Namens "Klaus Stöhr" als Leiter des
Global Influenza-Programms der WHO auf. Er arbeitet heute beim schweizer
Pharmakonzern Novartis.
Hysterie durch verbrecherische PR Kampagne
Osterhaus arbeitet "eng" mit den Leitern deutscher und anderen europäischen
und überseeischen Forschungsinstituten zusammen. Sie könnten somit ebenfalls
Teil eines mafiösen weltumspannenden Netzwerkes sein, die der Pharma
Industrie gefällig sind. Zu weiteren Verdächtigen gehören aber auch
Gesundheits- Politker, Journalisten, Ärzte und Gesundheits-Behörden.
Milliarden liegen auf dem Tisch und da ist sich doch jeder erst einmal der
Nächste. Zweifelsohne gibt es bis heute keinen Nachweis darüber ob Arzneien
gegen Schweine- oder Vogelgrippe überhaupt wirksam sind oder waren. Mehr
bekannt ist dagegen, dass Impfungen sich zuletzt auch als gefährlich und
nebenwirkend bewiesen. Das natürlichsten Heilmittel gegen die neue Grippe
sind Hygiene und häufiges Händewaschen, worauf die WHO allerdings nur in
wenigen Ankündigungen hinweist, rät aber dutzende Male zu Impfungen. Die
übertriebene Reaktion des WHO auf die Viruse A/H1N1 und A/H5N1 ist Teil
einer betrügerischen PR-Kampagne, die durch viele gierige und korrupte
Helfer ein unglaublicher Erfolg wurde. Über 40 Milliarden Dollar soll die
Pharma- Industrie alleine hierdurch bereits eingenommen haben.
Regierungen sind verpflichtet zu reagieren
"Polskaweb News" versorgt schon seit Monaten seine Leser mit den seltsamen
Ungereimheiten um die neuen Grippen. Nach unserer Ansicht gibt und gab
wahrscheinlich niemals eine andere als unsere alte saisonale Grippe. Die
Labors in Europa, die auf Schweinegrippe tatsächlich selbst testen und keine
Mittel hierzu von Dritten nutzen, sind nicht gerade zahlreich. Einige Länder
haben gar keine solche Möglichkeiten. Da hilft dann das Robert Koch Institut
oder ein anderes in Holland oder Großbritannien aus. Ist doch kein Problem,
sie kennen sich doch alle untereinander. Ein gutes Beispiel hierzu ist
Polen, was sich 7 Monate lang gegen die druckmachende WHO durchsetzte. Kein
Pole starb bis vor einer Woche an der Schweinegrippe, nur wenige waren
infiziert. Dann kamen Vertreter der Pharmaindustrie nach Warschau und schon
starben gleich 16 Menschen in nur wenigen Tagen, angeblich im Zusammenhang
mit der Schweinegrippe. Wir sehen uns in diesem Zusammenhang jetzt immer
mehr um einen kriminellen Hintergrund der neuen Grippen bestätigt und
fordern die Regierungen auf, mit schärfsten Maßnahmen zu antworten, denn die
Gier wird ansonsten zu einer wahren Gefahr für unser aller Leben.
Update 26.11.2009 21 Uhr
Nach einem Bericht der dänischen Tageszeitung "Information" haben viele
Länder, hierunter Dänemark, Verträge mit den großen Pharmaunternehmen die
auch die Impfstoffe gegen die angebliche Schweinegrippe herstellen. Diese
verpflichten sie zum Kauf ihrer Arzneien im Pandemie- Fall. Nach Schätzungen
der Investmentbank "JP Morgan" hat die pharmazeutische Industrie bisher
Impfstoffe für mehr als 11 Milliarden Dollar in der letzten Zeit verkauft,
der größte Teil des Umsatzes sei hierbei durch das Ergebnis der letzten
WHO-Entscheidung bezüglich der Schweinegrippe zustandegekommen. "Dies ist
ein echtes Problem und es ist beunruhigend, dass viele Mitglieder der WHO
die Verwendung bestimmter Impfstoffe gegen die Schweinegrippe empfehlen und
damit ihre eigentlichen Ziele deutlich machen." - zitiert "Information" den
Epidemiologen Tom Jefferson vom Cochrane-Zentrum in Rom. Dänische
Journalisten sprechen nun bereits offen von Korruption als Auslöser der
Schweine-Grippe-Pandemie: "Viele Wissenschaftler, scheinbar unparteiisch,
arbeiten für die WHO und stehen kurioserweise gleichzeitig auf den
Gehaltslisten der Pharma-Unternehmen, welche die Impfstoffe produzieren".
Der zweite Hauptverdächtige
Einer dieser H1N1- Experten der WHO, Dr. Frederick Hayden, ein guter
Bekannter des Holländers Osterhaus, berät die Weltgesundheitsorganisation.
Er hat auch den Vorsitz in einer speziellen strategischen Gruppe (SAGE) bei
der WHO die im Juli sogar vorschlug jeden Weltbürger 2 Dosen Impfstoff zu
verabreichen "um einen angemessenen Schutz gegen die neuen Grippe zu
gewährleisten". Dies obwohl andere Wissenschaftler eine einzige Impfung für
ausreichend hielten. Journalisten der dänischen Zeitung "Information" haben
festgestellt, dass Dr. Hayden auch sehr viele andere Arbeitgeber hat, die da
z.B. Roche, RW Johnson, SmithKline Beecham und Glaxo Wellcome heissen.
Seriöse Wissenschaftler und Journalisten fragen sich natürlich schon seit
langem, ob die Aktionen der Pharmaunternehmen rein der PR dienen, oder hat
man es tatsächlich mit einer gefährlichen Pandemie zu tun. Nach Angaben der
WHO sind in 8 Monaten an der neuen Grippe über 6 Tausend Menschen gestorben,
während die saisonale Grippe jedes Jahr bis zu 600 000 Menschen dahinrafft.
Noch Fragen hierzu ?
Pharma-Lobby in der WHO
Es ist eine riesige Pharma-Lobby in der WHO tätig und dies schon seit
Jahrzehnten. so ist es sehr schwer zu durchschauen, was den Interessen der
Industrie dient, oder als sachliche Information zu klassifizieren ist.
Unsachlich, unverantwortlich und hochgradig kriminell war auf jeden Fall die
Bekanntgabe der Schweinegrippe- Pandemie durch die Handlanger der Pharma-
Riesen. Diese sog. WHO Influenza-Berater verfolgen nur eigene Interessen und
die ihrer Arbeitgeber aus der pharmazeutischen Industrie. Gemessen an den
Umständen dieser grausamen PR Kampagne in dessen Folge auch Menschen nach
Impfungen starben, harmlose Krankheiten zu weltbedrohenden Monstern erklärt
oder gar frei erfunden wurden, haben wir es offenbar mit hochgradigen
Kriminellen zu tun, die keinerlei Gnade verdienen. Es geht jetzt um mehr als
nur einen falschen Alarm und Korruption, sondern auch um die vermutliche
Erfindung von gefährlichen Krankheiten in Verbindung mit Begriffen wie z.B.
"Spanische Grippe". -
Schweinegrippe avanciert zum Polit-Skandal
Osterode am Harz (ots) - Die Neue Grippe erreicht eine politische Dimension: Mitglieder der am Robert Koch Institut angesiedelten Ständigen Impfkomission (STIKO) sind massiv mit Herstellern von Impfstoffen gegen Schweinegrippe verbunden und zum Teil direkt an der Entwicklung von Pandemie-Impfstoffen beteiligt gewesen. Aus diesem Grund sei der von Transparency International bereits aufgezeigter Korruptionsverdacht wahrscheinlich berechtigt. Zu diesem Ergebnis gelang LifeGen.de nach im Sachbuch "Schweinegrippe als Jahrtausend-Fake", das jetzt bei Books on Demand erschienen ist. Angesichts der Tatsache, dass die STIKO gemäß § 20 des Seuchenschutzgesetzes für Gesundheitsbehörden und Ärzte auf Grund der erteilten Empfehlungen de facto gesetzgebenden Charakter hat, fordern die Herausgeber des LifeGen.de-Sachbuchs, Marita Vollborn und Vlad Georgescu, den Rücktritt von Bundesgesundheitsminister Philipp Rösler.
Tatsächlich sind die Verstrickungen massiv zwischen den Mitgliedern der STIKO und der Pharmaindustrie offensichtlich. So ist in der Selbstauskunft eines der insgesamt 16 Mitglieder zu lesen:
"Mitgliedschaft in Gremien/Tätigkeiten für Gremien: Mitglied im Übersichtsgremium für eine Studie zu FSME der Firma Baxter (2002/2003); Mitglied im Übersichtsgremium für eine Studie zu Meningokokken der Firma Baxter (2002/2003); Berater für eine Studie zu Rotarix der Firma GSK (2004-2005), Mitglied im Advisory Board zu Pneumokokken der Firma GSK(2003 und 2005); Mitglied im Expertenteam zur Überwachung klinischer Studien der Firmen GSK, SPMSD (seit 2006); Teilnahme am Pandemic Advisory Board der Firma Novartis (2007); Teilnahme am Advisory Board "Zellvermittelte Immunität" und "Adjuvanzienentwicklung" der Firma GSK (2007); Mitglied des "Internationalen Editorial Board" der Firma GSK seit 2008...".
Das gleiche Mitglied war zudem an einer ganzen Reihe von Zulassungsstudien und Vakzinentwicklungen beteiligt, darunter "pandemische Influenza-Impfstoffe (2006/2007) für die Firma GSK". Trotz solcher Fakten werbe Gesundheitsminister Rösler aktiv für die Impfstoffe: "Bundesgesundheitsminister Philipp Rösler ließ sich am Donnerstag in einer Arztpraxis in Berlin gegen die sog. Schweinegrippe impfen.Gegen den im April erstmals aufgetretenen Virus ist eine Impfung der sicherste und wirksamste Schutz".
Dabei steht gerade die Sicherheit des Vakzins im Fokus der Kritik. Die Arzneimittelkommission der Deutschen Ärzteschaft warnte am vergangenen Freitag eindringlich vor den lebensbedrohlichen Nebenwirkungen des Vakzins Pandemrix®: "Die erforderlichen Notfallmedikamente und Instrumentarien sollten bei Impfungen immer sofort greifbar sein".
Schweinegrippe als Jahrtausend-Fake
Chronik einer geplanten Seuche
Books on Demand
ISBN 978-3-8391-3964-6
Paperback, 100 Seiten, 2. überarbeitete Auflage Alle weiteren Infos zum neuen Buch direkt bei http://www.lifegen.de -
H1N1-Virus ist viel harmloser als Spanische Grippe
Neue Zahlen aus England zeigen: Nur 0,026 Prozent der H1N1-Infektionen verlaufen tödlich, viel weniger als bei der Spanischen Grippe. War die Hysterie um die Schweinegrippe also nur Panikmache? Wissenschaftler verteidigen die Impfung weiterhin, denn das Virus kann sich immer noch verändern.
Eine neue Studie könnte wieder einmal die Frage aufwerfen: Macht eine Impfung gegen H1N1 überhaupt Sinn? Britische Mediziner haben die Sterberate bei Schweinegrippe in England erfasst und kommen zu dem Ergebnis: Nur 26 von 100.000 H1N1-Infektionen führen zum Tod, das entspricht 0,026 Prozent.
Demnach verläuft die erste Influenza-Pandemie des 21. Jahrhunderts weitaus weniger tödlich als befürchtet - und die vorhergesagte Katastrophe ist bisher ausgeblieben. Die Reaktionen auf die länderübergreifende Infektionskrankheit in den letzten Monaten schwankte zwischen Extremen: Zwischen denjenigen, die es kaum erwarten konnten, sich mit einer Impfung vor dem gefährlichen Erreger zu schützen. Denjenigen, die den Ausbruch der Schweinegrippe total verharmlosten. Und denjenigen, die angesichts der Massenimpfkampagne hinter der ganzen Hysterie um die Schweinegrippe einen Riesencoup der Pharmaindustrie ausmachten.
Die Wahrheit über die H1N1-Welle wird irgendwo dazwischen liegen. Und die Studie, die ein Forscherteam um Liam Donaldson vom britischen Gesundheitsministerium jetzt im Fachmagazin "British Medical Journal" veröffentlicht hat, liefert neue Fakten und Erkenntnisse, die helfen, die Gefährlichkeit der Schweinegrippe einzuordnen.
Kinder am wenigsten gefährdet
In England war die Sterberate unter Kindern im Alter von vier bis 15 Jahren am geringsten: 11 von 100.000 erlagen dem Virus, das sind 0,011 Prozent. Allerdings steckten sie sich auch am häufigsten an. Ganz anders sah es in der Gruppe der über 65-Jährigen aus: Weitaus weniger ältere Menschen wurden mit H1N1 infiziert, dafür verliefen 980 von 100.000 Infektionen in dieser Gruppe tödlich. Das macht einen Anteil von knapp einem Prozent aus.
Zum Vergleich: An der Spanischen Grippe, der Pandemie, die zwischen 1918 und 1920 von einem Abkömmling des H1N1-Virus verursacht wurde, starben weltweit mehr als 20 Millionen Menschen. Experten errechneten eine Sterberate von zwei bis drei Prozent. Bei anderen schweren Influenzapandemien wie etwa im Winter 1967/68 lag sie dagegen bei nur 0,2 Prozent. Die Sterberate der aktuellen H1N1-Influenza in England ist demzufolge nur etwa ein Hundertstel so groß wie die der Spanischen Grippe.
Fakt ist auch, dass die H1N1-Influenza harmloser verläuft als die gewöhnliche saisonale Grippe. Das Robert-Koch-Institut (RKI) gibt für Deutschland bisher 192.348 gemeldete Fälle von Schweinegrippe an (Stand 8.12.2009), die Dunkelziffer liegt aber wohl viel höher, da die Ärzte seit einiger Zeit die Fälle nicht mehr melden müssen. An Schweinegrippe gestorben sind laut RKI seit Ausbruch der Infektionskrankheit 94 Menschen. Die normale saisonale Influenza fordert dagegen allein in Deutschland jährlich zwischen 10.000 und 30.000 Todesopfer.
Viel Lärm um nichts?
Angesichts der Zahlen könnte man sich fragen: Sehr viel Lärm um nichts? Ist die Weltgesundheitsorganisation (WHO) mal wieder zu voreilig vorgegangen? Noch ist völlig unklar, inwieweit die Massenimpfungen dazu beigetragen haben könnten, die Verbreitung des Erregers und damit die Zahl der Todesfälle zu unterbinden. Und nicht nur das. Je weniger Wirte das H1N1-Virus befällt, desto weniger Chancen bestehen, dass es zu einer weitaus gefährlichen Variante mutiert.
Dem Thema Schweinegrippe jedenfalls konnte in den vergangenen Wochen und Monaten kaum einer entgehen. Allerdings hatten und haben die Debatten um die Nebenwirkungen einer Impfung sowie deren Wirkverstärker ihre Berechtigung. Und es ist in jedem Fall angebracht, den tatsächlichen Nutzen einer Impfung im Einzelfall abzuwägen. Die deutsche Bevölkerung ist bei dieser Impfkampagne offensichtlich zu einer eigenen Schlussfolgerung gekommen: Lediglich fünf Prozent haben sich bisher gegen den H1N1-Erreger impfen lassen.
Die Ergebnisse der britischen Studie sind für Gérard Krause, Leiter der Abteilung für Epidemiologie am RKI, keine Überraschung. Sie deckten sich weitestgehend mit den Daten aus Deutschland, sagt er. Allerdings sei es "zu früh, um eine abschließende Bilanz zu ziehen".
Sicherheitshalber den ganzen Löschzug
Es sei auch noch nicht möglich, einen vernünftigen Vergleich der epidemiologischen Gesamtbelastung in England und der Situation in Deutschland zu ziehen, so Krause. "In England ist bereits die zweite Welle mit inländischer Ausbreitung seit einer Weile rückläufig, wir hingegen haben gerade den Scheitelpunkt einer ersten Welle mit einheimischer Übertragung erreicht", erklärt Krause. Wie sich die Krankheit weiterhin entwickeln werde, könne man noch nicht abschätzen.
In jedem Fall sei es richtig gewesen, derartige Vorsorgemaßnahmen zu treffen, wie es in der Bundesrepublik der Fall war, so Krause. "Wenn es um ein brennendes Gebäude geht, dann fährt man vorsorglich auch mit einem ganzen Löschzug hin und nicht bloß mit einem kleinen Wagen." Er erkenne im Nachhinein nichts, was man in Sachen Vorsorge hätte auslassen sollen. "Wir sind aber froh, dass die Situation doch nicht so schlimm ist, wie wir befürchtet hatten." "Ansonsten hätten wir ein echtes Problem."
Auch die Autoren der britischen Studie jedenfalls sehen die Impfkampagne als gerechtfertigt an. Donaldson, der Chief Medical Officer Englands, betont, es sei vor allem wichtig, etwa chronisch Kranke oder Senioren zu impfen. Der Auswertung zufolge gehörten zwei Drittel der Todesopfer zu Risikogruppen, denen eine Impfung gegen H1N1 angeraten wird. -
Die Neue Grippe erreicht eine politische Dimension:
Rücktritt von Bundesgesundheitsminister Philipp Rösler gefordert
Schweinegrippe avanciert zum Polit-Skandal
Mitglieder der am Robert Koch Institut angesiedelten Ständigen Impfkomission (STIKO) sind massiv mit Herstellern von Impfstoffen gegen Schweinegrippe verbunden und zum Teil direkt an der Entwicklung von Pandemie-Impfstoffen beteiligt gewesen. Aus diesem Grund sei der von Transparency International bereits aufgezeigter Korruptionsverdacht wahrscheinlich berechtigt. Zu diesem Ergebnis gelang LifeGen.de nach im Sachbuch "Schweinegrippe als Jahrtausend-Fake", das jetzt bei Books on Demand erschienen ist.
Angesichts der Tatsache, dass die STIKO gemäß § 20 des Seuchenschutzgesetzes für Gesundheitsbehörden und Ärzte auf Grund der erteilten Empfehlungen de facto gesetzgebenden Charakter hat, fordern die Herausgeber des LifeGen.de-Sachbuchs, Marita Vollborn und Vlad Georgescu, den Rücktritt von Bundesgesundheitsminister Philipp Rösler.
Tatsächlich sind die Verstrickungen massiv zwischen den Mitgliedern der STIKO und der Pharmaindustrie offensichtlich. So ist in der Selbstauskunft eines der insgesamt 16 Mitglieder zu lesen: "Mitgliedschaft in Gremien/Tätigkeiten für Gremien: Mitglied im Übersichtsgremium für eine Studie zu FSME der Firma Baxter (2002/2003); Mitglied im Übersichtsgremium für eine Studie zu Meningokokken der Firma Baxter (2002/2003); Berater für eine Studie zu Rotarix der Firma GSK (2004-2005), Mitglied im Advisory Board zu Pneumokokken der Firma GSK(2003 und 2005); Mitglied im Expertenteam zur Überwachung klinischer Studien der Firmen GSK, SPMSD (seit 2006); Teilnahme am Pandemic Advisory Board der Firma Novartis (2007); Teilnahme am Advisory Board "Zellvermittelte Immunität" und "Adjuvanzienentwicklung" der Firma GSK (2007); Mitglied des "Internationalen Editorial Board" der Firma GSK seit 2008...".
Das gleiche Mitglied war zudem an einer ganzen Reihe von Zulassungsstudien und Vakzinentwicklungen beteiligt, darunter "pandemische Influenza-Impfstoffe (2006/2007) für die Firma GSK". Trotz solcher Fakten werbe Gesundheitsminister Rösler aktiv für die Impfstoffe: "Bundesgesundheitsminister Philipp Rösler ließ sich am Donnerstag in einer Arztpraxis in Berlin gegen die sog. Schweinegrippe impfen.Gegen den im April erstmals aufgetretenen Virus ist eine Impfung der sicherste und wirksamste Schutz". Dabei steht gerade die Sicherheit des Vakzins im Fokus der Kritik. Die Arzneimittelkommission der Deutschen Ärzteschaft warnte am vergangenen Freitag eindringlich vor den lebensbedrohlichen Nebenwirkungen des Vakzins Pandemrix®: "
Die erforderlichen Notfallmedikamente und Instrumentarien sollten bei Impfungen immer sofort greifbar sein".
Schweinegrippe: Japanische Behörden setzetn Tamiflu bei Jugendlichen aus
Japanische Gesundheitsbehörden haben aus Furcht vor neurologischen Nebenwirkungen das antivirale Mittel Tamiflu bei Jugendlichen untersagt. Vorausgegangen war ein Report an das Gesundheitsministerium in Tokio, in dem über abnormale Verhaltensmuster bei insgesamt 151 Schweinegrippe-Patienten, von denen 26 mit Tamiflu und 36 mit Relenza behandelt worden waren, berichtet wurde. Inwieweit die bei allen Erkrankten beobachteten Störungen, darunter aggressives Verhalten, mit der Einnahme der Mittel zusammenhängt sei unklar, heißt es dazu beim Seucheninformationsnetzwerk ProMED. Allerdings sei die in Japan gemachte Auffälligkeit besorgniserregend, weil sie bislang noch nie beobachtet wurde, heißt es weiter.
Im Kampf gegen den Erreger H1N1/A setzen Ärzte auch in Deutschland auf antivirale Mittel wie Tamiflu. Doch ein Dokument der Europäischen Zulassungsbehörde EMEA mit der Nummer EMEA/523823/2009 belegt: Das Medikament vermag Patienten mit Schweinegrippe nicht wirklich zu heilen. Lediglich verkürzt der Wirkstoff Oseltamivir die Dauer der Erkrankung im Vergleich zu jenen Patienten, die kein Oseltamivir erhielten - um einen Tag. Ein neues Sachbuch von LifeGen.de bringt Licht ins Dunkel der dubiosen Geschäfte mit der Schweinegrippe und stellt die Frage: Ist die Neue Grippe lediglich ein Jahrtausend-Fake? photo credits: CDC
Die Angaben der EMEA sind klar formuliert. So heißt es in dem LifeGen.de vorliegendem Papier:
In den Behandlungsstudien mit Erwachsenen betrug die durchschnittliche Erkrankungsdauer 5,2 Tage bei Patienten, die Placebo einnahmen, im Vergleich zu 4,2 Tagen bei Patienten, die mit Tamiflu behandelt wurden. Bei Kindern im Alter von ein bis sechs Jahren betrug die durchschnittliche Reduzierung der Erkrankungsdauer 1,5 Tage. In den Prophylaxestudien verringerte Tamiflu das Auftreten von Grippe bei Personen, die mit einem Grippeerkrankten in Kontakt gekommen waren. In der während einer Epidemie durchgeführten Studie erkrankte 1 % der Personen, die Tamiflu einnahmen, nach dem Kontakt an Grippe im Vergleich zu 5 % der Personen, die ein Placebo einnahmen. In Familien mit einer influenzainfizierten Person erkrankten 7 % der in einem Haushalt lebenden Familienmitglieder, die Tamiflu vorbeugend eingenommen hatten, an Grippe gegenüber 20 %, die keiner vorbeugenden Behandlung unterzogen wurden.
Der Wirkstoff war zudem in die Kritik vieler Experten geraten, weil sich zun Zeitpunkt des Ausbruchs von H1N1/A das Medikament bereits als zunehmend wirkungslos gegen saisonale Influenza-Viren erwies. Auch bei den Erregern H1N1/A sind seit geraumer Zeit Resistenzen gegen den Neuraminidase-Hemmer bekannt.
Wie das jetzt bei BOD verlegte Sachbuch "Schweinegrippe als Jahrtausend-Fake. Chronik einer geplanten Seuche" belegt, führte die H1N1/A Pandemie zu einem massiven Umsatzschub für den einstigen Blockbuster des Schweizer Herstellers Roche.
Schweinegrippe: Impfung mutiert womöglich zum Pharmaskandal
Nach der Kontamination von gleich vier Laboren mit Vogelgrippe-Viren (H5N1) im Frühjahr 2009 durch den Pharmakonzern Baxter (wir berichteten), der jetzt ebenfalls ein Vakzin gegen die Neue Grippe anbietet, ist auch eine aktuelle Panne bei GSK in Quebec der zweite schwere virologische Vorfall eines Pharmakonzerns im Jahr 2009. Kanadische Gesundheitsbehörden hatten am Wochenden 170.000 Impfdosen vom Markt genommen, nachdem schwere allergische Reaktionen beobachtet worden waren. Die Chargen betreffen den Hersteller GlaxoSmithKline (GSK) in Quebec. LifeGen.de hatte bereits vergangene Woche hierzulande gefordert, die Impfung gegen Schweinegrippe auf Grund fehlender Langzeitstudien zu stoppen. GSK gab sich am Freitag bedeckt und ließ wissen, dass man die Angelegenheit überprüfen wolle. Auch auf solche Mechanismen der Pannen-Bewältigungen geht das neue Sachbuch "Schweinegrippe als Jahrtausend-Fake" im Detail ein.
Trotz der harten Fakten: Viele Medien und die Pharmabranche berichten nahezu identisch über den vermeintlichen Nutzen der Impfung gegen die Schweinegrippe und den Erreger H1N1/A - dabei gab es nicht nur in Kanada bereits schwerste Nebenwirkungen mit dem Vakzin. Klinische Langzeitstudien fehlen, und unliebsame Publikationen aus Schweden und den USA werden, ebenso wie kritische Stimmen von Ärzten, ignoriert. Nach Skandalen wie Contergan oder Lipobay in der Vergangenheit muss sich die Pharmabranche die unliebsame Frage ohne Klagedrohungen gefallen lassen: Riskieren Verantwortliche erneut gravierende und unabsehbare Spätfolgen der Patienten? Jetzt bringt ein neues LifeGen.de Sachbuch Licht ins Dunkel - und die Gewissheit, dass viele Fragen offen bleiben. Unser Tipp: Dokumentieren Sie Ihren Gesundheitszustand genau.
Schweinegrippe als Jahrtausend-Fake: Chronik einer geplanten Seuche
Die Ausbreitung der Schweinegrippe hat einen weltweit einmaligen Prozess in Gang gesetzt: Nie zuvor sind Medikamente in Form von Impfstoffen so schnell und mit so wenigen klinischen Langzeitdaten über mögliche Risiken und Nebenwirkungen vermarktet worden. Ist die Pandemie ein Fake der Pharmabranche? Anlässlich der aktuellen H1N1/A - Welle hat LifeGen.de ein Sachbuch publiziert, das die Chronik einer geplanten Seuche dokumentiert. Lesen Sie, warum viele Experten von Beginn an Zweifel an der Ausrufung der Pandemie hegten und warum die Impfung gegen Schweinegrippe auch ohne Todesfälle womöglich mehr schaden könnte, als sie nutzt. Erfahren Sie auch, weswegen in Deutschland die Ständige Impfkommission (STIKO) unter Korruptionsverdacht geriet - und auf welche Weise altgediente Pharma-Blockbuster ein Comeback erfuhren. Wer die Chronik der Schweinegrippe verstehen will kommt an diesem Buch nicht vorbei. Herausgeber sind die Chefredakteure von LifeGen.de, Marita Vollborn und Vlad Georgescu. -
Schweinegrippe: Impfstoff landet im Müll
By Gesundheits-News | Februar 6, 2010
Sie sollte zur größten Massenimpfung aller Zeiten werden, doch sie wurde zum größten Impf-Flop aller Zeiten: Die Schweinegrippe-Impfung. Kaum einer glaubt noch an das Märchen von einer gefährlichen Pandemie. Die Impfbereitschaft der Deutschen war von vorneherein nicht gerade hoch, doch als klar wurde, dass die Neue Grippe in den meisten Fällen milder verlief als die saisonale Grippe, sank die Motivation sich gegen den A-H1N1-Virus impfen zu lassen fast gegen Null. Deshalb landen die überflüssigen Impfdosen auf dem Müll! Die Stadt Düsseldorf beispielsweise schloss schon am 08.Januar 2010 ihre Zentrale Impfstelle aus mangelndem Interesse der Bürger (www.heute-gesund-leben.de berichtete). Auch in Berlin sah die Situation kaum anders aus: Seit dem Start der Schweinegrippe-Impfung im November 2009 haben sich nur 128.000 Berliner die Pandemrix-Spritze abgeholt. Bekommen hat das Land Berlin 245.000 Dosen.
Nun bestätigte die Berliner Gesundheitsverwaltung gegenüber dem Senatsabgeordneten Mario Czaja, dass in der Hauptstadt die ersten Dosen Pandemrix schon entsorgt werden. Insgesamt sind alleine in Berlin Impfdosen im Wert von rund 90.000 Euro abgelaufen. Über 10.000 Impfdosen sind schon auf dem Müll gelandet. Nach Öffnen eines Zehnerpacks Pandemrix muss der Wirkstoff innerhalb von 24 Stunden verbraucht werden, da er sonst unwirksam wird. Bleibt der Zehnerpack allerdings ungeöffnet, ist er noch zwei Jahre haltbar. Für die entsorgten Impfdosen kommt das Land Berlin auf, defacto also der Steuerzahler.
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