Test: LED-Fernseher - die besseren LCD-TV

      Test: LED-Fernseher - die besseren LCD-TV

      Test: LED-Fernseher - die besseren LCD-TV

      Irrtum und Wahrheit

      LED-TVs mit Hintergrundbeleuchtung liegen voll im Trend. Was aber dank der Werbung bei Verbrauchern als neue Fernseher-Klasse ankommt, ist in Wirklichkeit nur eine alternative Technik bei den LCD-Geräten. Wir sagen, was Ihnen die LED-Technik bringt, und zeigen die besten Modelle im 40-Zoll-Format.

      Anstelle von klassischen Leuchtstoffröhren (CCFL) sorgen bei LED-TVs Leuchtdioden (LEDs) für die nötige Hinterleuchtung des LC-Displays. Dabei realisieren die Hersteller diese Beleuchtung auf zwei Arten. Entweder platzieren sie die LEDs rund um den Bildschirm im Rand des Geräts – diese Technik firmiert als Edge-LED-Backlight. Deneben gibt es noch Geräte, die auf Direct- beziehungsweise Full-LED setzen. Hier lassen sich die direkt hinter dem Panel angebrachten Leuchtdioden in Segmenten an- und ausschalten. Dadurch ist es möglich, bestimmte Bildinhalte komplett einzuschwärzen, während andere Bereiche weiterhin eine hohe Leuchtkraft aufweisen. Dies erlaubt einen sehr hohen dynamischen Kontrastumfang, das angezeigte Schwarz wirkt wirklich schwarz, da kein Licht mehr von hinten durchsickern kann.

      Zudem liefern Leuchtdioden sehr reine Farben. Für die Erzeugung des Hintergrundlichts sorgen dabei in der Regel weiße LEDs. Es gibt allerdings auch Geräte, in denen eine grüne, eine rote und eine blaue LED zusammen jeweils einen Punkt beleuchten. Durch dieses noch „reinere“ Weiß wird der darstellbare Farbraum erheblich erweitert. Die Folge: Die Farben wirken natürlicher, satter, einfach „bunter“.

      Weitere Vor- und Nachteile bei LED-Backlight
      Durch die seitliche Anordnung bei der Edge-LED-Hintergrundbeleuchtung sind die Fernseher besonders dünn. Das kann dazu fühen, dass das Hintergrundlicht in dunklen Bildern in den Ecken ein wenig „durchscheint". Insgesamt steigert LED-Backlight das Kontrastverhältnis des Bildes – bei Direct-LED-Backlight mit segmentierter Beleuchtung sogar noch deutlich stärker als bei der Beleuchtung vom Rand. Insgesamt verbrauchen die Geräte in der Regel auch etwas weniger Strom als die klassisch hinterleuchteten LCDs mit CCFL-Technik.

      Mit Edge-LED: Samsung EU40B7090
      Um eine möglichst flache Bauform zu erreichen, wurden die Leuchtdioden des Hintergrundlichts nicht direkt hinter dem Panel, sondern seitlich angebracht – und ermöglichen so eine sehr geringe Bautiefe des Fernehers von 35 Millimeter. Das Licht der LEDs bugsiert eine Lichtverteilerplatte hinter die einzelnen LCD-Pixel. Dadurch ist jedoch das Abdunkeln separater Bildbereiche ("Local Dimming") nicht möglich. Insgesamt bietet der Samsung dennoch ein tolles Bild von allen Quellen - die brillante Farbdarstellung begeisterte uns im Test. Bewegte Kanten stellt die Elektronik sauber und scharf dar. Allerdings zeigte sich bei unserem Testgerät in sehr dunklen Szenen das für Edge-LED-Backlight typische Problem: Besonders in den unteren Ecken des Bildschirms scheint die Hintergrundbeleuchtung immer wieder ein wenig durch und macht aus tiefem Schwarz ein mattes Grau.

      Preis: etwa 1.450 Euro

      LED-Backlight: Die nächste TV-Generation

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      Samsung UE40B7090 (40-Zoll-LCD-TV)

      Beeindruckendes Bild, flach wie `ne Flunder, extrem energiebewusst und dazu auch noch Internet-Anschluss: Samsung verbaut im UE40B7090 die neueste Leuchtdioden-Technik – und das sieht man dem LED-Fernseher auch deutlich an.

      Der Samsung LED-TV ist Programm: LED-TV deshalb, weil beim UE40B7090 keine Leuchtstoffröhren mehr für das nötige Licht sorgen, sondern strom- und platzsparende Leuchtdioden (LEDs). Um eine möglichst flache Bauform zu erreichen, haben die Samsung-Ingenieure die Leuchtdioden des Hintergrundlichts nicht direkt hinter dem Panel, sondern seitlich angebracht – und erreichen dadurch eine sehr geringe Bautiefe von 35 Millimeter. Das Licht der LEDs bugsiert eine Lichtverteilerplatte hinter die einzelnen LCD-Pixel. Dadurch ist ein Abdunkeln separater Bildbereiche ("Local Dimming") wie beim Vorgänger nicht mehr möglich. Obwohl der Bildschirm weniger als vier Zentimeter tief ist, findet in ihm auch die ganze Elektronik nebst drei Tunern für analoges Fernsehen, DVB-T und DVB-C Platz.

      Schöne Bilder
      Insgesamt bietet der Samsung LED-TV von allen Quellen ein tolles Bild. Von der brillanten Farbdarstellung waren wir absolut begeistert. Bewegte Kanten stellt die Elektronik sauber und scharf dar. Schwenks über sehr viele Details - etwa über die Zuschauerköpfe in einem Fußballstadium - überfordern sie allerdings bisweilen; das Bild beginnt dann heftig zu flimmern.

      Tolle Messwerte
      Der von uns im Labor gemessene Schachbrett-Kontrast von 181:1 ist richtig gut. LED-typisch ebenfalls extrem hoch ist das maximale Kontrastverhältnis von 23.053:1, was aber auf die Bewegtbilddarstellung nur wenig Einfluss hat. Mehr Aussagekraft hat die Abweichung von der idealen Gammakurve, die beim Samsung-TV nur 1,9 Prozent beträgt - ein sehr guter Wert. Im Klartext: Das Gerät stellt Graustufen sauber getrennt dar. Das zeigt sich vor allem in besonders hellen wie auch besonders dunklen Bildpassagen, wo der Bildschirm auch feine Details noch sichtbar macht.

      Allerdings zeigte sich bei unserem Testgerät in sehr dunklen Szenen ein Problem: Besonders in den unteren Ecken des Bildschirms scheint die Hintergrundbeleuchtung immer etwas durch und macht aus tiefem Schwarz ein mattes Grau.

      Tolle Ausstattung – aber Internet light
      Scart-Buchse und Komponenten-Anschluss hat Samsung in ein Adapter-Kabel ausgelagert. Dafür bietet der Fernseher vier HDMI-, zwei USB- sowie eine LAN-Schnittstelle an. Über letztere soll die große weite Internet-Welt auf den Bildschirm kommen. Aber was auf der Fernbedienung noch als "Internet" angekündigt wird, entpuppte sich beim Testen eher als gepimpter Video-Text: Der Nutzer bekommt nur zu Gesicht, was sogenannte Widgets, die Samsung mit Yahoo zusammen erstellt hat, an Inhalten anbieten. Einen Browser, mit dem Sie beliebige Websites ansteuern können, suchen Sie vergeblich. Dafür befindet sich ein DLNA-zertifizierter Streaming-Client an Bord, der Inhalte aus Ihrem Heim-Netzwerk empfangen und auf dem TV wiedergeben kann.

      Übersichtlicher Stromsparer
      Das Einstellmenü ist übersichtlich und gut strukturiert. Besonders hilfreich sind die erläuternden Texte, die zu jedem angewählten Menüpunkt am unteren Bildrand erscheinen.

      Schon im Standard-Modus mit deaktivierten Energiesparfunktionen, benötigt der Fernseher nur geringe 93 Watt. Das sind rund 40 Prozent weniger als der bisher sparsamste TV in dieser Größenklasse brauchte. Mittels eines vierfach abgestuften Eco-Modus können Sie sogar noch mehr Strom sparen – bei etwas dunklerem Bild.

      Fazit
      Der Samsung UE40B7090 zeigt mit seiner äußerst schmalen Bauform, einem tollen Bild und der energiesparenden LED-Technik eindrucksvoll, wohin die Entwicklung bei den LCD-TVs geht. Noch leidet der Fernseher aber unter ein paar Kinderkrankheiten, so sind zum Beispiel die Yahoo-Widgets kein Ersatz für einen richtigen Web-Browser. Die Energieeffizienz ist dafür aber vorbildlich.

      Alternative
      Der Sony KDL-40W4500 bietet für rund 1.200 Euro ein sehr gutes Bild von allen Quellen und einen richtig guten Ton. Vor allem die Durchzeichnung dunkler Szenen ist sehr gut – ohne störendes Farbrauschen können Sie sehr viele Details erkennen. Einzig das gewöhnungsbedürftige Menü störte uns im Test ein wenig.
      Bilder
      • Samsung UE40B7090.jpg

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