Edle Uhren aus der Oberpfalz
Weltweit einzigartig: Damasko aus Barbing kann ein Uhrwerk mit Teilenaus polykristallinem Silizium bauen - Produktionsstart im Sommer geplant
Barbing. Der Gründung einer Oberpfälzer Uhrenmanufaktur und dem Beginn der Produktion von hochwertigen mechanischen Armbanduhren steht nichts mehr im Weg: Seit Herbst 2009 haben Petra und Konrad Damasko die patentrechtlichen Voraussetzungen, um ein komplett eigenes Uhrwerk herzustellen. Am Donnerstag präsentierten sie in ihrem Unternehmen in Barbing bei Regensburg ihre Pläne für ein in Bayern einzigartiges Projekt.
"Mit unserem mechanischen Uhrwerk können wir mit allen Uhrwerken, die auf dem Markt sind, konkurrieren", sagt Damasko. Im vergangenen Jahr, so der Unternehmer, wurde für rund 2,5 Millionen Euro der Maschinenpark der Firma ergänzt, um die bereits bestehende Kollektion zu erweitern. "Wir sind sicher, noch in diesem Jahr die ersten automatischen Armbanduhren mit unserem eigenen Werk auf den Markt zu bringen."
Das Wissen, dass man aus polykristallinem Silizium winzige Teile eines mechanischen Uhrwerks herstellen kann, die noch dazu dafür sorgen, dass die Armbanduhr so ge- nau geht wie kaum ein anderes Werk auf dem Markt, ist nur wenigen Herstellern vorbehalten. Konrad Damasko gehört dazu. Sein Traum vom eigenen Uhrwerk ist seit ungefähr 15 Jahren eng mit Teilen namens Spirale, Anker, Ankerrad und Doppelscheibe verbunden. Große Namen in der Welt der noblen Chronographenmanufakturen haben jedoch ihre Hand auf den Patenten zur Herstellung der nur millimetergroßen Winzlinge, ohne die ein Uhrwerk kein eigenes und ein Uhrenhersteller keine Manufaktur ist.
Chronographen für Jet-Piloten
Seit 1993 beschäftigt sich Konrad Damasko mit dem Bau mechanischer Uhren. Der Inhaber des Metallbearbeitungsbetriebes mit derzeit knapp 20 Mitarbeitern, der seit 20 Jahren in Unterheising bei Barbing für Unternehmen aus der Elektroindustrie und dem Maschinenbau Metallteile herstellt, hat irgendwann beschlossen, sich intensiver mit dem Uhrenbau auseinanderzusetzen. Das Ergebnis sind über 70 angemeldete und größtenteils erteilte Patent-, Gebrauchs- und Geschmacksmuster.
Damasko hat sich dabei zuerst in das schwierige Segment der Fliegeruhren gewagt. Höchste Ganggenauigkeit, ein kontrastreiches Ziffernblatt, ein exakt rastender, verschleißfreier Drehring und eine große, griffige Krone sind die wichtigsten Vorgaben für die Chronographen der Jet-Piloten, wenn sie mit zweifacher Schallgeschwindigkeit durch die Lüfte jagen. Seit 2004 gehört das Modell DC 56 zur Ausstattung der Testpiloten der Flugerprobungsstaffel in Manching bei Ingolstadt.
Was normalerweise Dutzende von Ingenieuren und Wissenschaftlern in den Labors der großen Manufakturen entwickeln, hat Konrad Damasko mit seinem Sohn Christoph in Zusammenarbeit mit nur wenigen Spezialisten geschafft: Die Metallteile an Armbanduhren wie Gehäuse oder Krone so zu optimieren, dass sie alle äußeren Widrigkeiten schadlos überstehen. Die bisher zugekauften Uhrwerke wurden so verändert, dass sie unter allen Bedingungen mit höchster Genauigkeit sowie fast ohne Reibung und künftig auch ohne Schmierung laufen.
Spirale, Anker und Ankerrad
"Es sind die vielen kleinen Dinge, die ein mechanisches Uhrwerk zu einem Spitzenprodukt machen", so die Erfahrung von Konrad Damasko. Das Patent, schließlich Spirale, Anker, Ankerrad und Doppelscheibe als die wichtigsten Teile in einem Uhrwerk weltweit als einziges Unternehmen aus polykristallinem Silizium herstellen zu können, war der Startschuss für die Konstruktion eines eigenen Uhrwerks. Seit vergangener Woche wissen die Damaskos, dass die Entwicklungsarbeit erfolgreich war. Gestern stellten sie den Prototypen erstmals öffentlich vor. Alle bisherigen Tests hätten ergeben, dass er die Vorgaben für hochwertige mechanische Uhrwerke nicht nur erfüllt, sondern sogar übertrifft. Damit befindet sich das Unternehmen auf Augenhöhe mit den bedeutenden Uhrenmanufakturen. Produzenten von hochwertigen Uhrwerken gibt es ohnehin fast ausschließlich in der Schweiz.
Weltweit einzigartig: Damasko aus Barbing kann ein Uhrwerk mit Teilenaus polykristallinem Silizium bauen - Produktionsstart im Sommer geplant
Barbing. Der Gründung einer Oberpfälzer Uhrenmanufaktur und dem Beginn der Produktion von hochwertigen mechanischen Armbanduhren steht nichts mehr im Weg: Seit Herbst 2009 haben Petra und Konrad Damasko die patentrechtlichen Voraussetzungen, um ein komplett eigenes Uhrwerk herzustellen. Am Donnerstag präsentierten sie in ihrem Unternehmen in Barbing bei Regensburg ihre Pläne für ein in Bayern einzigartiges Projekt.
"Mit unserem mechanischen Uhrwerk können wir mit allen Uhrwerken, die auf dem Markt sind, konkurrieren", sagt Damasko. Im vergangenen Jahr, so der Unternehmer, wurde für rund 2,5 Millionen Euro der Maschinenpark der Firma ergänzt, um die bereits bestehende Kollektion zu erweitern. "Wir sind sicher, noch in diesem Jahr die ersten automatischen Armbanduhren mit unserem eigenen Werk auf den Markt zu bringen."
Das Wissen, dass man aus polykristallinem Silizium winzige Teile eines mechanischen Uhrwerks herstellen kann, die noch dazu dafür sorgen, dass die Armbanduhr so ge- nau geht wie kaum ein anderes Werk auf dem Markt, ist nur wenigen Herstellern vorbehalten. Konrad Damasko gehört dazu. Sein Traum vom eigenen Uhrwerk ist seit ungefähr 15 Jahren eng mit Teilen namens Spirale, Anker, Ankerrad und Doppelscheibe verbunden. Große Namen in der Welt der noblen Chronographenmanufakturen haben jedoch ihre Hand auf den Patenten zur Herstellung der nur millimetergroßen Winzlinge, ohne die ein Uhrwerk kein eigenes und ein Uhrenhersteller keine Manufaktur ist.
Chronographen für Jet-Piloten
Seit 1993 beschäftigt sich Konrad Damasko mit dem Bau mechanischer Uhren. Der Inhaber des Metallbearbeitungsbetriebes mit derzeit knapp 20 Mitarbeitern, der seit 20 Jahren in Unterheising bei Barbing für Unternehmen aus der Elektroindustrie und dem Maschinenbau Metallteile herstellt, hat irgendwann beschlossen, sich intensiver mit dem Uhrenbau auseinanderzusetzen. Das Ergebnis sind über 70 angemeldete und größtenteils erteilte Patent-, Gebrauchs- und Geschmacksmuster.
Damasko hat sich dabei zuerst in das schwierige Segment der Fliegeruhren gewagt. Höchste Ganggenauigkeit, ein kontrastreiches Ziffernblatt, ein exakt rastender, verschleißfreier Drehring und eine große, griffige Krone sind die wichtigsten Vorgaben für die Chronographen der Jet-Piloten, wenn sie mit zweifacher Schallgeschwindigkeit durch die Lüfte jagen. Seit 2004 gehört das Modell DC 56 zur Ausstattung der Testpiloten der Flugerprobungsstaffel in Manching bei Ingolstadt.
Was normalerweise Dutzende von Ingenieuren und Wissenschaftlern in den Labors der großen Manufakturen entwickeln, hat Konrad Damasko mit seinem Sohn Christoph in Zusammenarbeit mit nur wenigen Spezialisten geschafft: Die Metallteile an Armbanduhren wie Gehäuse oder Krone so zu optimieren, dass sie alle äußeren Widrigkeiten schadlos überstehen. Die bisher zugekauften Uhrwerke wurden so verändert, dass sie unter allen Bedingungen mit höchster Genauigkeit sowie fast ohne Reibung und künftig auch ohne Schmierung laufen.
Spirale, Anker und Ankerrad
"Es sind die vielen kleinen Dinge, die ein mechanisches Uhrwerk zu einem Spitzenprodukt machen", so die Erfahrung von Konrad Damasko. Das Patent, schließlich Spirale, Anker, Ankerrad und Doppelscheibe als die wichtigsten Teile in einem Uhrwerk weltweit als einziges Unternehmen aus polykristallinem Silizium herstellen zu können, war der Startschuss für die Konstruktion eines eigenen Uhrwerks. Seit vergangener Woche wissen die Damaskos, dass die Entwicklungsarbeit erfolgreich war. Gestern stellten sie den Prototypen erstmals öffentlich vor. Alle bisherigen Tests hätten ergeben, dass er die Vorgaben für hochwertige mechanische Uhrwerke nicht nur erfüllt, sondern sogar übertrifft. Damit befindet sich das Unternehmen auf Augenhöhe mit den bedeutenden Uhrenmanufakturen. Produzenten von hochwertigen Uhrwerken gibt es ohnehin fast ausschließlich in der Schweiz.