Neuheit: Horex stellt wieder Motorräder her

      Neuheit: Horex stellt wieder Motorräder her

      Neues Motorrad „kesselt“ mit einzigartigem Motor

      Werner-Erfinder Brösel kann sich freuen: Seine Lieblingsmotorradmarke wird neu belebt: Horex ist wieder da.

      Ab Ende 2011 kommt das neue Motorrad auf den deutschen Markt. Es soll an einem noch nicht definierten Standort in Deutschland gefertigt werden. Sein herausragendes Merkmal: der durch einen Kompressor aufgeladene VR6-Motor. Der Preis soll bei rund 20 000 Euro liegen.

      In Oberschleißheim bei München hat Horex-Geschäftsführer Clemens Neese das Projekt vorgestellt, das als www.das-neue-motorrad.de seit Anfang Mai für große Unruhe und Spannung in der Motorrad-Szene gesorgt hatte. Nach Neeses Überzeugung ist das VR-Prinzip ideal für einen anspruchsvollen Motorradmotor geeignet, weil es eine sehr kompakte Bauform ermöglicht. So ist das 1 200 ccm große VR6-Triebwerk auf Höhe des Zylinderkopfes nur 42,9 Zentimeter breit, was einem Vierzylinder-Reihenmotor entspricht. Der Zylinderwinkel fällt mit 15 Grad sehr eng aus. Die drei Ventile pro Zylinder werden von drei oben liegenden Nockenwellen betätigt. Ergänzt wird der Motor durch einen Radial-Kompressor. Er trägt wesentlich zu einer fülligen Leistungskurve ohne Höchstdrehzahlen bei. Die Maximalleistung des Motors wird zwischen 180 und 200 PS bei circa 8 500 Umdrehungen liegen. Das maximale Drehmoment soll mehr als 150 Newtonmeter betragen. Ein wartungsarmer Zahnriemen sorgt für die Kraftübertragung zu dem von einer Einarm-Aluschwinge geführten Hinterrad. Mit diesem Antrieb dürfte die Wiederbelebung der alten deutschen Motorradmarke, die von 1923 bis 1960 bestand, gelingen.

      Während die Entwickler um Clemens Neese beim Motor auf eine vollkommen eigenständige Entwicklung bauen, die patentrechtlich abgesichert ist, fällt der Rest des Fahrzeuges eher konventionell aus. Der Rahmen ist eine Kombination aus Stahl (im Bereich des Lenkkopfs) und Aluminium. Bei den Teilen bedient man sich bei führenden Zulieferern: Die Federelemente kommen von Öhlins, die Bremsen von Brembo. Das serienmäßige ABS wird von Bosch geliefert; in seiner jüngsten Version wiegt es unter einem Kilogramm.

      Die Triebwerksentwicklung läuft seit 2006 im Institut für Verbrennungsmotoren der Hochschule München. Dort lehrt auch Professor Peter Naumann, der für das Design verantwortlich ist. Es orientiert sich an den überaus erfolgreichen Modellen der 50er Jahre, jedoch ohne das Motorrad zu einem Retro-Bike zu machen.

      Bis zum Produktionsbeginn will Horex für Deutschland, Österreich und die Schweiz ein Netz von 50 bis 60 Händlern aufbauen; sie sollen direkt beliefert werden. Auch für die Märkte in Benelux, Frankreich, Großbritannien und Italien, die als nächstes folgen sollen, wird man auf Importeure verzichten und die Händler direkt beliefern. Das Händlerkonzept solle „partnerschaftlich“ ausgerichtet sein, versichert Vertriebsmann Fritz Rombach, der wie Geschäftsführer Neese der IT-Branche entstammt.

      Für die Entwicklung bis zum Beginn des Serienbaus ist ein zweistelliger Millionenbetrag eingeplant. „Ich bin, wie alle an dem Projekt beteiligten Personen, hundertprozentig überzeugt, dass unser Motorrad ein Erfolg wird. Dieser Glaube beflügelt uns und treibt uns an“, so Neese.
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      Neue Horex: Sechszylinder-Motorrad made in Germany

      Neue Horex: Sechszylinder-Motorrad made in Germany

      Das weltweit erste Serienmotorrad mit einem aufgeladenen VR-Sechszylinder soll Ende 2011 in Deutschland produziert werden. Die Entwicklungsfirma Compact Bike in Garching bei München will mit dem Roadster den Markennamen Horex wiederbeleben.

      Der Preis steht noch nicht endgültig fest, soll ersten Angaben zufolge aber bei rund 20 000 Euro liegen. Alleinstellungsmerkmal der neuen Premium-Maschine ist der patentierte 1,2-Liter-Motor in VR-Auslegung. Das bedeutet, dass seine sechs Zylinder in Reihe (R) mit leichter V-Stellung in einem Block arbeiten.

      Mit 429 Millimetern am Zylinderkopf ist das Aggregat laut Hersteller so breit wie ein vergleichbarer Reihenvierzylinder. Die von einem Kompressor aufgeladene Maschine soll Spitzenleistungen bis 147 kW/200 PS ermöglichen und mit mehr als 150 Nm für Vortrieb sorgen. Die Kraft wird über ein Sechsganggetriebe per Riemen aufs Hinterrad übertragen.

      Optisch setzen die Entwickler auf eine Mischung aus klassischer Roadster-Form und modern geschwungenen Designelementen. Motor und Getriebe der neuen Horex sind in einem Aluminium-Brückenrahmen untergebracht. Fahrfertig soll die 1200er rund 239 Kilogramm wiegen.

      Motorrad: Horex mit VR6-Motor – Motorradbauer wiederbelebt

      Motorrad: Horex mit VR6-Motor – Motorradbauer wiederbelebt

      Die alte Motorradmarke Horex soll neuen Geist eingehaucht bekommen. Drei Unternehmen aus München nehmen sich der Marke an und wollen diese wiederbeleben. Bis Ende des kommenden Jahres will man eine serienreife Produktion präsentieren. Das Motorrad soll in Deutschland, der Schweiz und Österreich in den Handel kommen.

      Am Dienstagabend hat die Compact Bike, die künftig unter dem Namen Horex GmbH firmieren wird, den Prototyp vorgestellt.

      Das Motorrad soll einen VR-Sechszylindermotor bekommen und wahrscheinlich 20.000 Euro kosten. Dieser Preis ist allerdings nur ein Anhaltspunkt, der endgültige Preis wird noch bekannt gegeben. Der Prototyp wurde einige Wochen im Internet beworben, ohne dass bekannt war, wer hinter dem Motorrad steht und wer es fertigt. Das Motorrad wird von Compact Bike hergestellt. Compact Bike wurde von Clemens Neese gegründet. Er hat mit Fritz Romberg und Frank Fischer einige Jahre an dem Motor des Bikes entwickelt.

      Im letzten Jahr hat die Compact Bike dann die Rechte an dem Namen Horex gekauft. Die Firma war besonders zu Beginn des vergangenen Jahrhunderts bekannt. Von 1923 bis 1956 wurden unter dem Namen Horex in Bad Homburg Motorräder gefertigt. Horex wurde im Jahr 1960 von Daimler-Benz gekauft und ist daraufhin vom Markt verschwunden.

      Wiedergeburt einer Motorrad-Legende

      Wiedergeburt einer Motorrad-Legende

      Eine kleine Firma in Garching hat einen verwegenen Plan: Sie will der deutschen Traditionsmarke Horex neues Leben einhauchen. Einen sauberen Business-Plan und einen smarten Roadster-Prototypen mit Sechszylindermotor haben die Newcomer schon mal auf die Beine gestellt.

      Clemens Neese hat Visionen. Aber ist auch Realist. Als der Schwabe 2004 nach zwanzig Jahren in der IT-Branche die Idee hatte, eine eigene Motorradmarke auf die Beine zu stellen, war ihm klar, dass ihm trotz seiner beruflichen Erfahrung und einem erprobten Networking entscheidende Voraussetzungen für das Vorhaben fehlten: Expertise, Alleinstellungsmerkmal und vor allem Geld.

      Schwaben sind zähe Naturen. 2005 hat Neese seine Freunde und Ex-Kollegen Frank Fischer und Fritz Rombach von dem Projekt begeistert. 2007 bekam er das Patent für einen "VR-Motor im Einspurfahrzeug". Neese holte Know-how an Bord und baute sein Netzwerk aus: einen Designer, einen Triebwerksentwickler von der Hochschule München, Fahrwerks- und Kommunikationsexperten, erfahrene Zulieferer vom Fach. Der Business-Plan war so gut, dass er sowohl private Investoren als auch die KfW Mittelstandsbank und das Bundesministerium für Wirtschaft und Technologie überzeugte. Investoren- und Fördergelder flossen; Budget und Investitionsplan weisen inzwischen einen zweistelligen Millionenbetrag aus. Und 2009 gingen die Rechte an der legendären Motorrad-Marke Horex in Neeses Besitz über.

      Seit gestern Abend wird sein Traum vom "Neuen Deutschen Motorrad", an dem er sechs Jahre lang laborierte, öffentlich geträumt: Die Legende Horex, die 1960 abgewickelt worden war, ist wieder da. Historie neu gedacht. "Die neue Horex würde den alten Konstrukteuren sicher gefallen", sagt Clemens Neese auf der Präsentation in München.

      Motoren-Hightech im Retro-Roadster

      "Der Plan war, die Konturen der alten Horex-Maschinen wie der Regina oder der Imperator in die aktuelle Zeit zu übersetzen. Aber gleichzeitig auf einen Overkill an modischem Schnickschnack zu verzichten," erklärt Designer Peter Naumann, Professor an der Hochschule München, den Prototypen. "Wir haben die Horex-Klassiker neu interpretiert: klare Linien, ästhetische Qualität, wertige Materialien. Zudem war von Anbeginn klar, dass wir das Herzstück des Fahrzeugs, den Motor, offen und ohne Plastikverkleidungen zeigen wollen."

      Mit dem Motor wollen die Horex-Macher ihr Meisterstück abliefern: Verbaut wird ein flüssigkeitsgekühlter Sechszylinder-VR-Motor mit 1200 Kubikzentimetern Hubraum und Kompressoraufladung. VR-Motoren folgen einem Bauprinzip, bei dem die vier oder sechs Zylinder in zwei Reihen stehen, die sich im Gegensatz zum reinen V-Motor kaum sichtbar öffnen. Bei der neuen Horex beträgt die V-Öffnung nur 15 Grad - das von Neese patentierte Aggregat braucht daher nur einen Zylinderkopf, in dem drei parallel angeordnete Nockenwellen für drei Ventile pro Zylinder arbeiten.

      Der Motor der Horex läuft zurzeit auf der universitären Testbank und liefert - theoretisch unter Laborbedingungen - Spitzenwerte ab: Bei zwischen 180 und 200 PS soll die Leistung liegen, bei einem Drehmoment von etwa 150 Newtonmeter, das fast über das gesamte Drehzahlband bis 8500/min verfügbar ist. Möglich macht das die Aufladung durch den Kompressor, der direkt an der Kurbelwelle ansetzt. Dieses Motorenkonzept hat es bisher in einem Serienzweirad noch nicht gegeben.

      Technisch ist die Horex unter der dezenten Retro-Haube ohnehin auf dem neuesten Stand der Technik: Verschiedene Fahrmodi elektronisch geregelt, Gabel, Bremsanlage und Anbauteile vom Feinsten, elektronisches ABS, Aluminium-Brückenrahmen mit Lenkkopf aus Stahl, Einarmschwinge mit Riemenantrieb; die sechs Auslassrohre an den Zylindern werden in einen untenliegenden Sammeltopf und drei schicke Endrohre geführt.

      Sitzen oder gar fahren konnte auf dem Prototypen allerdings noch niemand: Ob die Ergonomie für Fahrer und Sozius stimmt, ob das Fahrwerk hält, was die Macher versprechen, wie der Sechszylinder röhrt, ob der Kompressor die enorme Leistung gutmütig abliefert - das steht in den Sternen.

      Viele Ausrufe- und Fragezeichen

      Und Sterne verglühen, denn Visionen und Illusionen liegen nicht weit auseinander. Der Standort für eine Manufaktur für die 150 Maschinen, die im vierten Quartal 2011 auslieferbereit sein sollen, ist noch nicht bestimmt. Das Aggregat der Horex soll von einem deutschen Motorenbauer extern gefertigt werden, doch 12 Monate sind für Feintuning und präzises Motor-Mapping ein äußerst enger Zeitrahmen, wenn von der Baureihe bisher nur ein Exemplar existiert. Auch der Testbetrieb unter Realbedingungen und die Straßenzulassung brauchen erfahrungsgemäß ihre Zeit.

      Doch ob 2011 oder 2012, die Horex muss ihre Käufer erst finden. Neese, Fischer und Rombach, die inzwischen unter Horex GmbH firmieren, wollen im ersten Jahr über ein eigenes - noch nicht existierendes - Händlernetzwerk 150 Maschinen in Deutschland, Österreich und der Schweiz absetzen und dann im zweiten Schritt den europäischen Markt im Sturm nehmen: "Im zweiten Jahr wollen wir vierstellige Stückzahl erreichen, aber der Sprung über den Teich in den amerikanischen Markt muss wohlüberlegt sein", sagt Vertriebsleiter Rombach. Ob das bei einem avisierten Preis von über 20.000 Euro gelingt, bleibt abzuwarten.

      Die alte Horex war ein Traum. Die neue kann einer werden. Aber wie die Geschichte auch ausgeht: Der Plan und der Prototyp, die waren schon mal Spitzenklasse. "Wir sind die neue Premiummarke", sagt Clemens Neese.
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      Sechszylinder-Motorrad kommt

      Horex-Premiere auf der Intermot
      Sechszylinder-Motorrad kommt

      Freunde der Traditionsmarke Horex können die neue Maschine erstmals auf der Motorradmesse Intermot in Köln sehen.

      Die Traditionsmarke Horex präsentiert ihr neues Motorrad erstmals auf der Intermot (6. – 8. Oktober) in Köln. Die neue Maschine soll von einem neuentwickelten und schmalen 1,3-Liter-VR-Sechszylinder mit Kompressor angetrieben werden und bis zu 147 kW/200 PS leisten. Das Drehmoment des Dreiventilers wird laut Hersteller bei über 150 Newtonmetern liegen, die Höchstgeschwindigkeit bei 250 km/h. Der sportliche Roadster wiegt 240 Kilogramm und verfügt über eine Einarmschwinge mit Zentralfederbein und Riemenantrieb; ABS ist serienmäßig. Nächstes Jahr sollen die ersten Maschinen zu den Kunden finden. Der Preis des Zweirads steht noch nicht fest.

      Unter dem Namen Horex entstanden zwischen 1923 und 1960 Ein- und Zweizylindermotorräder. Dabei stand die Marke für außergewöhnliche Antriebstechnik und innovative, hochwertige Zweiräder. Der Firmenname setzt sich aus Homburg und Rex-Konservenglasgesellschaft Bad Homburg zusammen, ein elterlicher Betrieb des Firmengründers Friedrich Kleemann. Horex wurde 1960 von der Daimer-Benz AG übernommen und kurze Zeit später aufgelöst. Bekannt wurde Horex zu Produktionszeiten durch seine sportlichen Zweiräder mit den martialischen Namen Imperator, Resident oder Rebell.

      Händlernetz für Horex-Motorräder bereit

      Händlernetz für Horex-Motorräder bereit

      2011-11-04 Mit 15 Vertriebspartnern wartet die altbekannte Motorradmarke Horex im nächsten Jahr auf. Die Partner in Deutschland und der Schweiz sind etablierte Motorradhändler, die Horex zur Abrundung ihres Angebots ins Programm nehmen. Weitere sollen bis zum Jahresende folgen. Auch Händler in Österreich sollen die Präsens ergänzen. Die Standorte der Händler sind im Internet unter www.horex.com zu finden.

      Die Horex VR6 Roadster kann ab sofort für 21 700 Euro bestellt werden. Den kompakten Sechszylindermotor liefert Volkswagen zu. Mit dem Zweirad wird ein seit 1920 aufgebauter, legendärer Motorrad-Markenname wiederbelebt. 1956 beendete Horex die Motorradfertigung und stellte Mopeds und Motorroller sowie Teile für den Daimler-Benz-Konzern her. Die Markenrechte nutzte Friedel Münch bis 2009, Erbauer des herausragenden Superbikes Münch TT mit NSU-Automotor.

      Comeback für Motorrad-Legende "Horex"

      Comeback für Motorrad-Legende "Horex"

      Im Wirtschaftswunder träumten deutsche Motorradfahrer von der Horex "Regina" oder "Imperator", jetzt hat ein deutscher Geschäftsmann die 1960 aufgelöste Kultmarke wiederbelebt. Bei der Frühjahrs-Motorradmesse in Dortmund stellte der Horex-Chef und einstige IT-Manager Clemens Neese das erste serienmäßige Modell einer neuen "Horex" vor – mit sechs Zylindern und 160 PS, Zulieferteilen von Edelmarken und 250 km/h Spitze.

      Bei 21.700 Euro Einstandspreis ist die wiedererweckte Motorrad-Legende ein Angebot vor allem für Besserverdiener mit Traditionsbewusstsein unter den Zweiradfans. Damit könnte die Horex GmbH aber genau im Markttrend liegen, denn seit Jahren rollt bei fast allen Herstellern eine Retrowelle mit technisch modernen aber optisch traditionellen Maschinen. Und Preise jenseits der 20.000 Euro sind bei erfolgreichen Premium-Herstellern wie BMW, Harley-Davidson oder Ducati längst kein Tabu mehr.

      Die ersten Horex-Motorräder werden in einer neu gegründeten Manufaktur mit vier Werkplätzen in Augsburg von Hand montiert. Das Projekt richtet sich aber nicht nur an wenige Liebhaber. Schon im laufenden Jahr sei ein Absatz von 300 bis 400 Stück geplant, sagt Horex-Pressesprecher Arnd von de Fenn. Ein Netz von 30 Händlern stehe bereits. Ab Mai sind die ersten Maschinen erhältlich. 2013 soll mit einem Absatz von insgesamt rund 1.000 Stück in Deutschland, Österreich und der Schweiz bereits die Gewinnschwelle erreicht werden.

      Üppige Fördergelder

      Aus privaten Gesprächen mit anderen Motorradfahrern war beim IT-Mann Neese 2004 die Idee geboren worden, ein eigenes Motorrad mit einem besonderen Motorenkonzept zu bauen. Dank guter Kontakte etwa zur Universität München und zu VW gab es viel Unterstützung in der Entwicklungsphase. Neese ließ sich das Motorenkonzept patentieren.

      Anfangs firmierte das Projekt noch unter dem Titel "Neues Deutsches Motorrad". Dann kauften Neese und mehrere Kompagnons die Namensrechte an der ehemaligen Bad Homburger Horex-Fahrzeugbau AG, die schon seit 1923 Motorräder gefertigt hatte. Die KfW-Mittelstandsbank und der Bund unterstützten die Firmengründung. Allein das Land Bayern förderte die Augsburger Manufaktur mit knapp 800.000 Euro. Insgesamt hat die neu gegründete Firma mit privatem Kapital und öffentlicher Unterstützung bereits mehrere Millionen Euro in Entwicklung und Anlauf investiert.
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      Comeback für die Augsburger Motorrad-Legende

      Horex
      Comeback für die Augsburger Motorrad-Legende

      Horex-Motorräder aus den 1950ern genießen Kultstatus. Nun ist die erste neue Serien-Horex in Dortmund zu sehen. Montiert werden die Motorräder in Augsburg.


      «Horex» war bis 1960 ein großer Name unter den deutschen Motorradherstellern. Seit Jahren arbeiten Enthusiasten an der Wiederbelebung der Marke, in Augsburg wird seit Herbst montiert. Bei der Dortmunder Motorradmesse ist die erste neue Serien-Horex zu sehen.

      Die Horex Regina ist Kult
      Im Wirtschaftswunder träumten deutsche Motorradfahrer von der Horex «Regina» oder «Imperator», jetzt hat ein deutscher Geschäftsmann die 1960 aufgelöste Kultmarke wiederbelebt. Bei der Frühjahrs-Motorradmesse in Dortmund stellte der Horex-Chef und einstige IT-Manager Clemens Neese das erste serienmäßige Modell einer neuen «Horex» vor - mit sechs Zylindern und 160 PS, Zulieferteilen von Edelmarken und 250 Stundenkilometern Spitze.

      Bei 21.700 Euro Einstandspreis ist die wiedererweckte Motorrad-Legende ein Angebot vor allem für Besserverdiener mit Traditionsbewusstsein unter den Zweiradfans. Damit könnte die Horex GmbH aber genau im Markttrend liegen, denn seit Jahren rollt bei fast allen Herstellern eine Retrowelle mit technisch modernen aber optisch traditionellen Maschinen. Und Preise jenseits der 20.000 Euro sind bei erfolgreichen Premium-Herstellern wie BMW, Harley-Davidson oder Ducati längst kein Tabu mehr.

      Die ersten Horex-Motorräder werden in Augsburg montiert
      Die ersten Horex-Motorräder werden in einer neu gegründeten Manufaktur mit vier Werkplätzen in Augsburg von Hand montiert. Das Projekt richtet sich aber nicht nur an wenige Liebhaber. Schon im laufenden Jahr sei ein Absatz von 300 bis 400 Stück geplant, sagt Horex-Pressesprecher Arnd von de Fenn. Ein Netz von 30 Händlern stehe bereits. Ab Mai sind die ersten Maschinen erhältlich. 2013 soll mit einem Absatz von insgesamt rund 1000 Stück in Deutschland, Österreich und der Schweiz bereits die Gewinnschwelle erreicht werden.

      Aus privaten Gesprächen mit anderen Motorradfahrern war beim IT-Mann Neese 2004 die Idee geboren worden, ein eigenes Motorrad mit einem besonderen Motorenkonzept zu bauen. Dank guter Kontakte etwa zur Universität München und zu VW gab es viel Unterstützung in der Entwicklungsphase. Neese ließ sich das Motorenkonzept patentieren.

      Neu gegründete Firma hat schon mehrere Millionen Euro investiert
      Anfangs firmierte das Projekt noch unter dem Titel «Neues Deutsches Motorrad». Dann kauften Neese und mehrere Kompagnons die Namensrechte an der ehemaligen Bad Homburger Horex-Fahrzeugbau AG, die schon seit 1923 Motorräder gefertigt hatte. Die KfW-Mittelstandsbank und der Bund unterstützten die Firmengründung. Allein das Land Bayern förderte die Augsburger Manufaktur mit knapp 800.000 Euro. Insgesamt hat die neu gegründete Firma mit privatem Kapital und öffentlicher Unterstützung bereits mehrere Millionen Euro in Entwicklung und Anlauf investiert.

      Starthilfe für Horex

      Wirtschaft

      Starthilfe für Horex

      Der Motorradhersteller will die Kultmarke wiederbeleben. Er bekommt vom Freistaat einen Zuschuss von 780.000 Euro.


      Die Horex GmbH will in Augsburg die einstige Kult-Motorradmarke wiederbeleben. Ein ehrgeiziges Vorhaben. Doch sogar die bayerische Staatsregierung scheint an den Erfolg zu glauben. Sie unterstützt das Projekt mit 780000 Euro im Rahmen der Initiative „Aufbruch Bayern“. Die Staatssekretärin des Wirtschaftsministeriums, Katja Hessel, überreichte nun den entsprechenden Förderbescheid.

      Wie berichtet, will das Unternehmen mit Sitz in Garching in der Werner-Heisenberg-Straße in Augsburg (frühere Flak-Kaserne) künftig das Edel-Motorrad produzieren. Anfang nächsten Jahres soll die Fertigung starten. Horex will 2012 zumindest eine dreistellige Stückzahl an Motorrädern verkaufen, in den folgenden Jahren erhofft man sich vierstellige Absatzzahlen. Schätzungen zufolge soll das Motorrad rund 20000 Euro kosten. Wie viel Geld das Unternehmen in den Standort Augsburg steckt, wollte man auf Anfrage nicht verraten.

      2010 hatte die Firma die Namensrechte erworben, sie nennt sich seitdem Horex GmbH. Der Name geht zurück in die 20er Jahre. Ab 1923 hatte Fritz Kleemann in Bad Homburg Motorräder der Marke Horex gebaut. „Ho“ steht für Bad Homburg, „Rex“ leitete sich vom Namen der elterlichen Konservenglasgesellschaft ab. Bis 1956 produzierte Horex Motorräder, die Marke erreichte Kultstatus. Jetzt soll ihr wieder Leben eingehaucht werden. Horex soll als zweite deutsche Marke neben BMW im Premiumbereich etabliert werden.

      „Die Motorrad-Manufaktur ist ein Leuchtturmprojekt unserer Zukunftsstrategie und gibt damit dem Wirtschaftsstandort Augsburg und der Region einen Schub“, sagt die Staatssekretärin. Laut Hessel habe „Invest in Bavaria“, die Ansiedlungsagentur des bayerischen Wirtschaftsministeriums, Horex bei der Standortsuche in Bayern maßgeblich unterstützt. Im Januar 2011 war schließlich die Entscheidung für Augsburg gefallen.

      Ausschlaggebend dabei seien die Infrastruktur, das Netz an Zulieferern und die Unterstützung durch die Wirtschaftsförderung vor Ort gewesen. „Mithilfe unseres Zuschusses werden mindestens 25 neue Arbeitsplätze geschaffen,“ betont Katja Hessel.
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      Edelmotorräder aus Augsburg gibt es jetzt in Serie

      Edelmotorräder aus Augsburg gibt es jetzt in Serie

      Die Augsburger Manufaktur Horex stellt exklusive Motorräder her. Jetzt können die edlen Stücke bestellt werden.

      Der typische Horex-Fahrer ist gut situiert, männlich und über 50 Jahre alt. So beschreibt Harald Finkl, Geschäftsführer der „Finkl’s Erlebnis Motorrad GmbH“ in Königsbrunn, die Kunden der Edel-Motorradmarke Horex, die seit einem halben Jahr in der Augsburger Manufaktur hergestellt wird. Jetzt geht die Horex in Serie.

      Die ersten Motorräder wurden bereits an verschiedene Händler ausgeliefert. Deutschlandweit gibt es 35 davon. Der für Schwaben zuständige Händler ist Finkl in Königsbrunn. Harald Finkl rechnet bis Ende nächste Woche mit seinem ersten Ausstellungsstück.

      Wer ein Horex-Motorrad will, braucht Geduld

      Geduld und Zuversicht mussten die Horex-Anhänger aus Augsburg und der Region mitbringen. Der Produktionsstart der Edel-Marke hatte sich mehrfach verschoben. „Unsere Prämisse war aber von Anfang an die Qualität“, sagt Arndt von de Fenn, Sprecher der Horex GmbH.

      In den nächsten Wochen würden nun Stückzahlen im niedrigen dreistelligen Bereich in alle Bereiche Deutschlands ausgeliefert. Im Laufe des nächsten Jahres soll die 1000er-Marke erreicht werden.

      Horex-Kunden sind keine "normalen" Motorradfahrer

      Drei Vorbestellungen liegen Harald Finkl bereits vor. Drei Interessenten, die noch nicht einmal auf der Horex VR6 Roadster gesessen haben, aber dennoch bereit sind, 21 700 Euro plus Überführungskosten für das noble Zweirad zu bezahlen. „Horex-Fahrer sind nicht unbedingt mit normalen Motorradfahrern zu vergleichen“, glaubt Finkl.

      Horex-Fahrer sind seiner Ansicht nach Liebhaber mit Sammlermentalität, denen es um den „Besitz der Maschine und das entspannte Genießen kraftvoller Technik und hoher Ästhetik“ gehe. Schnelligkeit spiele bei den Horex-Käufern eine untergeordnete Rolle. Mit seinen 161 PS bietet der Sechszylinder-Motor jedoch auch diese.

      Der Unterschied zu anderen Herstellern liegt laut von de Fenn genau darin: „Die Horex beschleunigt sehr schnell, Sie können sie aber auch gemütlich fahren, das nimmt der Motor nicht übel – und hat trotzdem einen genialen Sound.“

      Das Design der Horex ist preisgekrönt

      Die Horex VR 6 Roadster war noch gar nicht gebaut, da wurde sie schon mit dem „German Design Award“ 2013 ausgezeichnet, weil sie im „Design konsequent die Verbindung von Tradition mit Modernität und innovativen Technologien realisiere“, so die Jury.

      Auch eine geplante Klassikversion – bislang ist die VR 6 Roadster das einzige Modell – soll moderne Technik und klassisches Design verbinden. Dabei wolle sich Horex optisch aber noch stärker an dem Modell aus den 50er-Jahren
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