Champagner aus der Tiefe

      Champagner aus der Tiefe

      Champagner aus der Tiefe
      Taucher finden in einem Schiffswrack Flaschen von 1780

      Was tut man, wenn man auf den Grund der Ostsee taucht, ein altes Schiffswrack sucht und 30 Flaschen Champagner findet? Zuerst hält man den Fund geheim, danach probiert man eine Flasche, und dann lässt man der Fantasie freien Lauf. So erging es Anfang Juli einer Gruppe von Tauchern, die in den Wassern zwischen Schweden und Finnland fündig wurden. Dass der Champagner auf dem Meeresgrund gut gekühlt war, half offenbar seiner Haltbarkeit. Eine finnische Weinexpertin wird zitiert mit der Äußerung, das Getränk sei "absolut wunderbar" und zeige "hübsche und feine Bläschen". Ein Schätzpreis pro Bouteille wurde auch sogleich genannt: 53 000 Euro. Die Erkundigung beim Hause Moët & Chandon ergab, dass es sich wahrscheinlich um Flaschen der Marke Veuve Clicquot handele - der Korken zeigt einen kleinen Anker als Markenzeichen. Die Produktion habe 1772 begonnen, die ersten Flaschen seien zehn Jahre später ausgeliefert worden - bis die Revolution dazwischenkam.

      200 Jahre alter Champagner in der Ostsee gefunden

      200 Jahre alter Champagner in der Ostsee gefunden
      Champagner scheint sich am Grunde der Ostsee gut zu halten – auch mehr als 200 Jahre lang. Taucher haben in einem Schiffswrack vor der Insel Åland zwischen Finnland und Schweden den wahrscheinlich ältesten Champagner der Welt gefunden.

      Den genauen Fundort wollte der für die erfolgreiche Expedition verantwortliche Tauchlehrer Christian Ekström aus verständlichen Gründen nicht mitteilen: Die gut 30 dort gefundenen und noch nicht gehobenen Flaschen, die vom Ende des 18. Jahrhunderts stammen sollen, könnten jeweils um die 50 000 Euro wert sein.

      Ekström verriet nach einer persönlichen Kostprobe in schwedischen Medien indes, dass der Champagner „absolut fantastisch schmeckt“. Zur Klärung der Echtheit und des Alters ist eine Probe an ein französisches Speziallabor gesandt worden. Wahrscheinlich sei der teure Tropfen bei einem Transport Richtung Russland an Bord eines havarierten Frachters auf den Grund der Ostsee gesunken, meinte Ekström.

      Eine durchschnittliche Wassertemperatur von vier Grad in 55 Meter Tiefe und intakte Korken hätten den perligen Tropfen perfekt gekühlt und frisch gehalten, hieß es in begeisterten Experten-Kommentaren.

      Sollten sich die Vermutungen der Finder als richtig erweisen, winkt ein Platz im Buch der Weltrekorde: Der älteste bisher in einem Schiffswrack gefundene Champagner stammt aus dem Jahr 1825. Ob auch die erhofften enormen Geldsummen mitfolgen, ist allerdings unsicher: Unter anderem das Regionalmuseum auf Åland hat schon Ansprüche geltend gemacht und bereitet ein Tauchverbot für die Umgebung des Fundortes vor, um „Champagner-Plünderern“ das Handwerk zu legen.
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      Vermutlich ältester Champagner der Welt entdeckt

      Vermutlich ältester Champagner der Welt entdeckt
      Taucher haben in einem Schiffswrack 30 Champagnerflaschen gefunden, die vermutlich aus den 1780er Jahren stammen. Damit wäre der Fund der älteste trinkbare Champagner der Welt. Der Wein, wahrscheinlich von der Sorte Veuve Clicquot, sei trotz seines Alters "absolut wunderbar", sagte eine Expertin.

      Helsinki - In einem Schiffswrack in der Ostsee zwischen Schweden und Finnland haben Taucher den vermutlich ältesten Champagner der Welt entdeckt. Die 30 sehr gut erhaltenen Flaschen, auf denen allerdings kein Etikett war, könnten nach Angaben einer Weinexpertin und eines Tauchers aus einer der ersten Lieferungen der Sorte Veuve Clicquot stammen, die der Hersteller Moët & Chandon in den 80er Jahren des 18. Jahrhunderts getätigt hat. Die Taucher fanden die Flaschen nahe den finnischen Aland-Inseln.

      Aller Wahrscheinlichkeit nach handle es sich um Veuve Clicquot, sagte der Leiter der Tauchmission, Christian Ekström. "Wir stehen im Kontakt mit Moët & Chandon, und sie sind sich zu 98 Prozent sicher, dass es sich um Veuve Clicquot handelt." Auf dem Korken sei ein Anker, und dieses Symbol habe in der Champagne nur dieser Hersteller verwendet.

      "Laut unseren Archiven stammt die Flasche aus den 1780er Jahren", sagte Ekström. Die Produktion von Veuve Clicquot habe 1772 begonnen, die erste Flasche sei aber erst 1782 ausgeliefert worden. "Also kann es nicht vor 1782 sein und auch nicht nach 1789, weil die Französische Revolution die Produktion stillgelegt hat." Sollte sich das Alter bestätigen, wäre damit der Weltrekord des ältesten trinkbaren Champagners gebrochen. Bislang hält eine Flasche Perrier Jouët aus dem Jahr 1825 den Rekord.

      Der Wein hat "noch hübsche und feine Bläschen"

      Da der Champagner im Wasser bestens gekühlt wurde, schmeckte er trotz seines hohen Alters gut, wie die Alander Önologin Ella Grüssner Cromwell-Morgan feststellte. "Der Wein ist absolut wunderbar", sagte sie. "Er hat noch hübsche und feine Bläschen." Der Weinexpertin zufolge handelt es sich bei dem Fund vermutlich um eine Lieferung des französischen Königs Ludwig XVI. an den russischen Zaren, die jedoch nie ihr Ziel erreichte. Sie schätzte den Wert auf mindestens 53.000 Euro pro Flasche.

      Die sieben schwedischen Taucher machten den spektakulären Fund in dem Segelschiff-Wrack bereits am 6. Juli, hielten ihn aber zunächst geheim, weil sich noch mehr als 30 weitere Flaschen in dem Wrack befanden. Ekström nahm eine Champagnerflasche aus dem Wrack mit, um Aufschluss über die Epoche des Schiffes zu bekommen.