Tauchen in der Karibik

      Tauchen in der Karibik

      Tauchen am Riff von Anegada in der Karibik wieder erlaubt

      Mettmann (dpa/gms) - Nach 15 Jahren Pause ist das Tauchen am Riff der Insel Anegada in der Karibik jetzt wieder erlaubt. Dies teilte das Fremdenverkehrsamt der British Virgin Islands im nordrhein-westfälischen Mettmann mit.

      «Aus Naturschutzgründen waren Tauchgänge lange untersagt», erläutert Stefanie Dehler, Mitarbeiterin beim Fremdenverkehrsamt. Nun sei die Situation entspannter, auch wenn Taucher weiterhin zur Umsicht angehalten würden. Das Riff um die Insel Anegada zählt laut dem Tourismusamt zu den größten der Welt.

      Fremdenverkehrsamt der Inseln: www.britishvirginislands.de

      Unterwasserparadies Karibik: Tauchen lernen im Urlaub

      26.07.2007 - 12:06

      Unterwasserparadies Karibik: Tauchen lernen im Urlaub

      Tropische Fische in allen Farben des Regenbogens, verspielte Delfine und abwechslungsreiche Korallenriffe: Wer im Inselparadies Karibik Urlaub macht, ist umgeben von einer traumhaften Unterwasserwelt, die man sich nicht entgehen lassen sollte. Gerade im Urlaub bietet sich die perfekte Gelegenheit, den Einstieg in den Tauchsport zu finden. Schon innerhalb von nur einer Woche kann man sein Tauchbrevet in den Händen halten.

      Am leichtesten ist der Einstieg über einen Schnupperkurs im Hotel, wie ihn zum Beispiel die Couples Resorts oder Sandals & Beaches anbieten. Nach einer theoretischen Einführung wird zunächst im Pool der Umgang mit der Ausrüstung geübt, danach dürfen die Gäste unter fachlicher Leitung im Meer tauchen. Wer Feuer gefangen hat und einen offiziellen, weltweit gültigen Tauchschein machen will (z.B. PADI, SSI), sollte dafür ca. fünf Tage einplanen (Wichtig: 24 Stunden vor dem Rückflug darf nicht mehr getaucht werden!). Die Kosten variieren je nach Anbieter zwischen 200 und 400 Euro.

      Anfänger-Tauchkurse in der Karibik bieten auch TUI, Meier’s Weltreisen und DERTOUR an. Schon ab 269 Euro kann der Open Water Diver-Kurs bei TUI gebucht werden, z.B. in Curaçao, ab 264 Euro bei DERTOUR, z.B. in Bonaire. Gäste von Meier’s Weltreisen finden die passende Tauchbasis über www.dive-portal.de.

      Besonders beliebt sind die so genannten Liveaboards, speziell ausgestattete Yachten für Tauchkreuzfahrten. Während die meisten Tauchsafaris sich eher an Profis wenden, bietet Aqua Cat (www.aquacatcruises.com) in den Bahamas auch Neulingen die Möglichkeit, ihren Tauchschein an Bord zu machen. Ideal, falls man zu zweit unterwegs ist und der Partner schon ein erfahrener Taucher ist.

      Abtauchen im Familienurlaub? Kein Problem! Auch Kinder können schon erste „Schritte“ unter Wasser machen. So bieten zum Beispiel die Beaches Resorts für acht- bis zwölfjährige zwei neue Tauchprogramme: In den Kursen „Bubblemaker“ und „Seal Team“, erlernen die Kinder mit viel Spaß den Umgang mit der Tauchausrüstung und wie man sich unter Wasser verhält. Für über Zehnjährige, die Interesse daran haben, die Unterwasserwelt als richtige Taucher zu erforschen, hat das Beaches Turks & Caicos zudem das in der Karibik einzigartige National Geographic Diver-Schulungsprogramm im Angebot: In Ergänzung zum Open Water-Tauchschein lernen die jungen Teilnehmer, die Tiefen wie echte Meeresforscher zu erkunden, wichtige Wasserpflanzen zu erkennen und mit Hilfe eines Kompasses zu navigieren.

      Wer die kostbare Urlaubszeit nicht mit Theoriebüffeln verbringen möchte, kann diesen Teil der Ausbildung bequem von zu Hause aus beim PADI E-Learning erledigen (bisher nur auf Englisch verfügbar – www.padi.com). Hat man die theoretische Online-Prüfung bestanden, kann es dann im Urlaub gleich zur Sache gehen. Angst vor Verständigungsproblemen vor Ort braucht auch niemand zu haben, denn viele Tauchbasen in der Karibik stehen unter deutscher Leitung oder beschäftigen deutschsprachiges Personal (Übersicht deutschsprachiger Tauchbasen unter www.karibik-magazin.com).

      Noch ein Tipp: Um Tauchen zu dürfen, muss man ein medizinisches Tauchtauglichkeitszeugnis vorlegen. Dies besorgt man sich am besten schon zuhause. Mit Hilfe des Internets findet man spezialisierte Tauchärzte. Vergleichen lohnt sich, da die Kosten für das Tauchzeugnis von Arzt zu Arzt sehr unterschiedlich sind.

      Tauchen und Schnorcheln vor Roatán

      Inselparadies in der Westkaribik: Tauchen und Schnorcheln vor Roatán

      Schon beim Anflug auf Coxen Hole, den Hauptort von Roatán, wird dem Besucher klar, worum es auf und rund um die Insel in der Westkaribik hauptsächlich geht: Ums Tauchen, Schnorcheln, Baden. Das Flugzeug nähert sich der Wasseroberfläche so sehr, dass die Passagiere den Eindruck haben, die Maschine werde gleich in das türkisfarbene Wasser eintauchen.

      Roatán ist eine rund 60 Kilometer lange Insel mit drei dicht bewaldeten, bis zu 230 Meter ansteigenden Höhen. Sie liegt rund 50 Kilometer vor der Küste von Honduras, im Zentrum der sogenannten Islas de la Bahia. Zu diesen zählen neben Roatán die Inseln Útila westlich und Guanaja im Osten, aber auch zahlreiche kleine Cayos, die diesen vorgelagert sind. Und dann gibt es noch die Cayos Cochinos näher am Festland.

      Noch ist Roatán ein Paradies, insbesondere für alle, die schnorchelnd oder tauchend die Unterwasserwelt erkunden wollen. «Vor allem für Anfänger», bestätigt Dirk, ein erfahrener Taucher aus der Schweiz. Er ist enttäuscht, keinem Walhai begegnet zu sein, mit dem Honduras Taucher und Schnorchler anzulocken versucht. Die Insel wird umzogen von einem der größten Riffe der Welt.

      Rund um die Inseln gibt es die besten Bedingungen fürs Tauchen und Schnorcheln. Wer nicht nass werden und auch nicht die Luft anhalten will, kann die Unterwasserwelt von Booten mit Glasboden aus bestaunen. Oder er lässt sich mit einem Mini-U-Boot in West Bay auf die Nordseite des Riffs fahren, um dort rund 365 Meter hinabzutauchen.

      Touristisch wurde Roatán bekannt, nachdem Hurrikan «Mitch» die Region 1998 heimgesucht hatte. Um Honduras zu helfen, förderte die Weltbank den Ausbau der Landebahn des Flughafens. Größere Maschinen sollten als Impuls für den Tourismus die Möglichkeit zum Landen auf Roatán bekommen. Damals kamen auch viele Amerikaner, Kanadier und Engländer hierher, investierten in kleine Hotels, Restaurants und Tauchschulen.

      Das führte auch zu einer weiteren «Anglifizierung» Roatans, wo Englisch immer noch die wichtigste Sprache ist. Ureinwohner gibt es nicht, da sie nach der Ankunft der Spanier im 15. Jahrhundert an eingeschleppten Krankheiten zugrunde gingen. In den folgenden Jahrhunderten war die Insel stets zwischen Spanien und England umkämpft und ein wichtiger Schlupfwinkel englischer Piraten. Nach einem von ihnen, John Coxen, ist der Hauptort Coxen Hole benannt.

      Die älteste Siedung ist Punta Gorda im Nordosten Roatáns. Hier leben die Nachfahren der schwarzen Kariben, die die Engländer am Ende des 18. Jahrhunderts von der Antilleninsel Saint Vincent hierher verfrachteten. Die Sklaven hatten sich dort mit Hilfe der Franzosen gegen die englischen Kolonialherren aufgelehnt. Die meisten zogen weiter an die Nordküste von Honduras, wo sie die eigenständige Kultur der Garífunas schufen.

      Auf Roatán sind die Musik und die Tänze der Garífunas inzwischen ein fester Bestandteil des bunten Programms geworden, das den Tausenden von Besuchern geboten wird, die mit den großen Kreuzfahrtschiffen aus Miami in Roatán anlegen. So tritt die Gruppe von Rolando Hill an drei Tagen in der Woche auf der Terrasse des auf Pfählen über dem Meer in der Half Moon Bay errichteten Restaurants «Eagles Rays» auf.

      Dann werden Hunderte, wenn nicht Tausende von Schiffspassagieren mit Kleinbussen und Taxis zu den Buchten, Stränden und Sehenswürdigkeiten der Insel geschafft. «Uns ist egal, wie viele kommen», sagt Hill, einer der älteren Garífuna-Sänger, «wir bekommen nur eine Pauschale.»

      Es sollen noch mehr Besucher werden. Honduras will von Roatán aus Touristen zu den Sehenswürdigkeiten auf dem Festland bringen. «Unser Ziel ist es, die Zahl der europäischen Touristen und insbesondere der Deutschen zu erhöhen», sagt Tourismusministerin Nelly Jérez. 2010 kamen rund 900.000 Besucher, darunter nur 10.000 Deutsche. Vor allem werde der Andrang der Kreuzfahrtschiffe größer werden.

      Am Abend fahren die Garífunas wieder zurück nach Punta Gorda, dem man noch heute ansieht, dass der Wirbelsturm «Mitch» das Dorf vor mehr als einem Jahrzehnt schwer zerstört hat. Einige Hütten wurden wiederaufgebaut, an einigen wird noch gearbeitet. Am Strand stehen zwei Einbaumboote, die Garifunas leben vom Anbau von Bohnen und Mais und haben als einzige das Recht, in dem Gebiet vor dem Riff zu fischen. Mit ihren Einbaumbooten hätten sie auf der See draußen wohl auch keine Chancen. Die meisten Gebäude auf Roatán sind aus Holz, auch die Hotels mit ihren Balkonen und Veranden unter weit vorstehenden Dächern, die sich oft unter Bäumen und in der bunten tropischen Vegetation verstecken, als suchten sie Schutz vor Stürmen und Wasser. Ohne die kleinen Herbergen zu zählen, verfügt die Insel derzeit über 1500 Zimmer.

      Roatán ist am besten mit dem Flugzeug aus den USA zu erreichen. Der Flug aus Houston in Texas dauert zweieinhalb Stunden, aus Miami kaum mehr als eine Stunde. Auch aus Kanada wird die Insel angeflogen. Und einmal in der Woche kommt eine Maschine aus Mailand. Von La Ceiba auf dem Festland fahren täglich Fähren.

      Dabei wird es aber nicht bleiben. Es soll vor allem mehr Flüge aus Europa geben, wie der Parlamentsabgeordnete und Tourismusunternehmer Romeo Silvestri der Zeitung «La Prensa» sagte: «Wir haben es auf den Touristen aus Mitteleuropa abgesehen, der die Natur, extreme Sportarten und unsere lebendige Kulturen liebt.»
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      Tauchen und Schnorcheln vor Roatán

      Inselparadies in der Westkaribik
      Tauchen und Schnorcheln vor Roatán

      Honduras ist nicht als ein herausragendes Touristenziel bekannt. Doch das mittelamerikanische Land bemüht sich, das zu ändern. Seine Antwort heißt Roatán, das Inselparadies in der Westkaribik.

      Schon beim Anflug auf Coxen Hole, den Hauptort von Roatán, wird dem Besucher klar, worum es auf und rund um die Insel in der Westkaribik hauptsächlich geht: Ums Tauchen, Schnorcheln, Baden. Das Flugzeug nähert sich der Wasseroberfläche so sehr, dass die Passagiere den Eindruck haben, die Maschine werde gleich in das türkisfarbene Wasser eintauchen.

      Roatán ist eine rund 60 Kilometer lange Insel mit drei dicht bewaldeten, bis zu 230 Meter ansteigenden Höhen. Sie liegt rund 50 Kilometer vor der Küste von Honduras, im Zentrum der sogenannten Islas de la Bahia. Zu diesen zählen neben Roatán die Inseln Útila westlich und Guanaja im Osten, aber auch zahlreiche kleine Cayos, die diesen vorgelagert sind. Und dann gibt es noch die Cayos Cochinos näher am Festland.

      Eines der größten Riffe der Welt

      Noch ist Roatán ein Paradies, insbesondere für alle, die schnorchelnd oder tauchend die Unterwasserwelt erkunden wollen. "Vor allem für Anfänger", bestätigt Dirk, ein erfahrener Taucher aus der Schweiz. Er ist enttäuscht, keinem Walhai begegnet zu sein, mit dem Honduras Taucher und Schnorchler anzulocken versucht. Die Insel wird umzogen von einem der größten Riffe der Welt.

      Rund um die Inseln gibt es die besten Bedingungen fürs Tauchen und Schnorcheln. Wer nicht nass werden und auch nicht die Luft anhalten will, kann die Unterwasserwelt von Booten mit Glasboden aus bestaunen. Oder er lässt sich mit einem Mini-U-Boot in West Bay auf die Nordseite des Riffs fahren, um dort rund 365 Meter hinabzutauchen.

      Touristisch wurde Roatán bekannt, nachdem Hurrikan "Mitch" die Region 1998 heimgesucht hatte. Um Honduras zu helfen, förderte die Weltbank den Ausbau der Landebahn des Flughafens. Größere Maschinen sollten als Impuls für den Tourismus die Möglichkeit zum Landen auf Roatán bekommen. Damals kamen auch viele Amerikaner, Kanadier und Engländer hierher, investierten in kleine Hotels, Restaurants und Tauchschulen.

      Terrasse über dem Meer

      Das führte auch zu einer weiteren "Anglifizierung" Roatans, wo Englisch immer noch die wichtigste Sprache ist. Ureinwohner gibt es nicht, da sie nach der Ankunft der Spanier im 15. Jahrhundert an eingeschleppten Krankheiten zugrunde gingen. In den folgenden Jahrhunderten war die Insel stets zwischen Spanien und England umkämpft und ein wichtiger Schlupfwinkel englischer Piraten. Nach einem von ihnen, John Coxen, ist der Hauptort Coxen Hole benannt

      Die älteste Siedung ist Punta Gorda im Nordosten Roatáns. Hier leben die Nachfahren der schwarzen Kariben, die die Engländer am Ende des 18. Jahrhunderts von der Antilleninsel Saint Vincent hierher verfrachteten. Die Sklaven hatten sich dort mit Hilfe der Franzosen gegen die englischen Kolonialherren aufgelehnt. Die meisten zogen weiter an die Nordküste von Honduras, wo sie die eigenständige Kultur der Garífunas schufen.

      Auf Roatán sind die Musik und die Tänze der Garífunas inzwischen ein fester Bestandteil des bunten Programms geworden, das den Tausenden von Besuchern geboten wird, die mit den großen Kreuzfahrtschiffen aus Miami in Roatán anlegen. So tritt die Gruppe von Rolando Hill an drei Tagen in der Woche auf der Terrasse des auf Pfählen über dem Meer in der Half Moon Bay errichteten Restaurants "Eagles Rays" auf.

      Strände und Sehenswürdigkeiten

      Dann werden Hunderte, wenn nicht Tausende von Schiffspassagieren mit Kleinbussen und Taxis zu den Buchten, Stränden und Sehenswürdigkeiten der Insel geschafft. "Uns ist egal, wie viele kommen", sagt Hill, einer der älteren Garífuna-Sänger, "wir bekommen nur eine Pauschale."

      Es sollen noch mehr Besucher werden. Honduras will von Roatán aus Touristen zu den Sehenswürdigkeiten auf dem Festland bringen. "Unser Ziel ist es, die Zahl der europäischen Touristen und insbesondere der Deutschen zu erhöhen", sagt Tourismusministerin Nelly Jérez. 2010 kamen rund 900.000 Besucher, darunter nur 10.000 Deutsche. Vor allem werde der Andrang der Kreuzfahrtschiffe größer werden.

      Am Abend fahren die Garífunas wieder zurück nach Punta Gorda, dem man noch heute ansieht, dass der Wirbelsturm "Mitch" das Dorf vor mehr als einem Jahrzehnt schwer zerstört hat. Einige Hütten wurden wiederaufgebaut, an einigen wird noch gearbeitet. Am Strand stehen zwei Einbaumboote, die Garifunas leben vom Anbau von Bohnen und Mais und haben als einzige das Recht, in dem Gebiet vor dem Riff zu fischen. Mit ihren Einbaumbooten hätten sie auf der See draußen wohl auch keine Chancen.

      Tropische Vegetation

      Die meisten Gebäude auf Roatán sind aus Holz, auch die Hotels mit ihren Balkonen und Veranden unter weit vorstehenden Dächern, die sich oft unter Bäumen und in der bunten tropischen Vegetation verstecken, als suchten sie Schutz vor Stürmen und Wasser. Ohne die kleinen Herbergen zu zählen, verfügt die Insel derzeit über 1500 Zimmer.

      Roatán ist am besten mit dem Flugzeug aus den USA zu erreichen. Der Flug aus Houston in Texas dauert zweieinhalb Stunden, aus Miami kaum mehr als eine Stunde. Auch aus Kanada wird die Insel angeflogen. Und einmal in der Woche kommt eine Maschine aus Mailand. Von La Ceiba auf dem Festland fahren täglich Fähren.

      Dabei wird es aber nicht bleiben. Es soll vor allem mehr Flüge aus Europa geben, wie der Parlamentsabgeordnete und Tourismusunternehmer Romeo Silvestri der Zeitung "La Prensa" sagte: "Wir haben es auf den Touristen aus Mitteleuropa abgesehen, der die Natur, extreme Sportarten und unsere lebendige Kulturen liebt."