So kaufen Sie teure Diamanten richtig ein

      So kaufen Sie teure Diamanten richtig ein

      So kaufen Sie teure Diamanten richtig ein

      Beim Diamantenkauf kann man einiges falsch machen. Zu jedem Stein gibt es eine schriftliche Expertise. Wie liest man das Papier richtig?

      Für den österreichischen Hotelier schien es endlich die Lösung seiner lange schon schwelenden Finanznöte zu sein. Ein Autohändler hatte ihm zertifizierte Diamanten mit einem Schätzwert von 1,3 Millionen Euro angeboten. Zu einem wahren Schnäppchenpreis von 100.000 Euro wollte sich der Verkäufer von seinen Edelsteinen trennen. Der Hotelbesitzer griff zu, zahlte bar bei Lieferung und überreichte die angeblichen Preziosen seiner Bank als Kreditsicherheit. Eine Prüfung ergab, dass es radioaktiv behandelte, eingefärbte Steine waren. "Handelsmäßig nicht verwertbar" lautete das Urteil eines vom Landgericht Salzburg beauftragten Gutachters.

      "Wie überall, wo viel Geld im Spiel ist und es um hohe Werte geht, tummeln sich auf dem Diamantenmarkt 'schwarze Schafe', die arglosen Kunden minderwertige Steine oder gar Fälschungen verkaufen", warnt der Frankfurter Diamanten-Experte und Autor Robert Brachfeld in seiner aktuellen Neuerscheinung (Reich mit Diamanten, Frankfurt 2010). Schon immer gab es mehr oder minder gelungene Versuche, Diamanten zu fälschen. Im Jahr 1487 etwa erließ in Venedig der Rat der Zehn ein Gesetz, das Edelsteinfälschern härteste Strafen androhte.

      "Wer in kostbare Edelsteine investieren möchte, sollte auf Zertifikate von renommierten gemmologischen Instituten achten", rät Johannes O. Vranek, einer der bekanntesten deutschen Edelstein-Experten. Doch welche Institute verdienen das Vertrauen der Investoren? Sogar für die eingefärbten Billigsteine, mit denen der österreichische Hotelier übers Ohr gehauen wurde, gab es Zertifikate - allerdings von keinem anerkannten Labor. Daher lautet die erste goldene Regel beim Diamantenkauf: Ein Zertifikat - oft auch Expertise oder Graduierungsbefund genannt - ist nur so viel wert wie das ausstellende Institut.

      Als seriöse Adressen von nationaler Bedeutung gelten zum Beispiel das Diamant Prüflabor (DPL) im Edelsteinzentrum Idar-Oberstein, das Gemmologische Labor Galia in Bergisch Gladbach, die Österreichische Gemmologische Gesellschaft, das Schweizerische Gemmologische Institut sowie Gübelin Gem Lab in Luzern.

      Der Diamanthandel ist seit jeher ein globales Geschäft. Deshalb achten die Marktteilnehmer auf Zertifikate von international bekannten und anerkannten Instituten. Zu den ersten Adressen gehören der Hoge Raad voor Diamant (HRD), das International Gemological Institute (IGI) und das Gemological Institute of America (GIA).

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      Zunächst beantwortet ein Zertifikat die Fragen nach den wichtigen "4C", also Colour (Farbe), Clarity (Reinheit), Carat (Gewicht in Karat, 1 Karat = 0,2 Gramm) und Cut (Schliff). Angenommen, ein Diamant-Zertifikat enthält folgende Angaben: Colour Grade: Top Wesselton (F), Clarity Grade: vvs2, Weight: 1,02 ct, Cut/Shape: Brillant. In diesem Fall handelt es sich um einen natürlichen Diamanten in klassischem Brillant-Schliff mit "sehr, sehr kleinen Einschlüssen" in "feinem Weiß". Das Gewicht beträgt 1,02 Karat.

      Neben der Qualitäts-Einstufung enthalten Diamant-Zertifikate einige identitätssichernde Daten, denn schließlich muss der Käufer sicher sein können, dass sich die Expertise auf den betreffenden Edelstein bezieht. Hierzu werden etwa die Abmessungen und Proportionen des Diamanten genannt. Darüber hinaus findet man auf Diamant-Zertifikaten Angaben zur Fluoreszenz.

      Jedes Zertifikat ist zudem nummeriert. Seit einigen Jahren wird diese Nummer von IGI, GIA und HRD in die Rundiste eingraviert, also in die Kante, welche die obere Hälfte des Diamanten von der unteren trennt. Grund genug also, nicht nur den Edelstein, sondern auch die Expertise zu untersuchen.
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      Diamanten im Netz

      Diamanten im Netz

      Ein 75-jähriger Juwelier aus Berlin treibt den Online-Diamantenhandel voran - auch für Privatpersonen. Das Angebot umfasst inzwischen 120.000 Steine. Der Handel mit historischem Schmuck bleibt offline.

      Kapstadt/Düsseldorf. Einst war der Kauf eines Diamanten etwas ganz Besonderes: Der Anlass, meist die Verlobung, Hochzeit oder die Geburt eines Kindes, war so magisch wie das geheimnisvolle Funkeln der Steine, die sich meist auf Ringen wiederfanden. Heute flimmert immer öfter der Bildschirm, wenn sich junge Paare auf Diamantenschau begeben. Schuld daran ist, unter anderem, der Berliner Juwelier Ulf Breede. Seit Oktober 2010 bietet er seine Waren nicht nur in seinem Traditionsgeschäft an, sondern auch auf der von ihm ins Leben gerufenen Onlineplattform für Diamanten und Schmuck.

      Seit neuestem vermittelt Breede die begehrten Steine auch zwischen Privatinvestoren. Der 75-Jährige führt das 1859 gegründete gleichnamige Familienunternehmen seit 1970 in vierter Generation. In seinem Laden ist er spezialisiert auf historischen Schmuck, der „nach wie vor unser Hauptstandbein ist“, sagt Breede, „aber der andere Bereich wächst“. Denn der Markt wandelt sich: Bei alten Schmuckstücken war die künstlerische Gestaltung oder der Name des Juweliers entscheidend. „Heute wird meist Massenware produziert“, beschreibt Breede den Wandel des Marktes. Und Massenware ist Onlineware.

      Breede hat mit seiner Onlineplattform auf den Trend reagiert. „Händler und Großhändler aus der ganzen Welt stellen ihre Steine ein“, sagt er. Sie kommen aus Israel, Belgien, den USA und insbesondere aus Indien. Über die Hälfte der geschliffenen Steine stamme heute aus dem Subkontinent. Das Onlineangebot umfasst mehr als 120.000 Steine. „Der Kunde hat so den Zugriff auf das günstigste Angebot“, sagt Breede. Weltweit werden sogar mehr als 700.000 Steine angeboten.

      Doch nicht alle Diamanten reichen den Qualitätsansprüchen des Juweliers. Breede legt Wert darauf, dass sein Unternehmen ausschließlich zertifizierte Diamanten führt. So sei sichergestellt, dass die genauen Parameter der Steine, wie Gewicht, Farbe sowie die Reinheit und der Schliff, verbürgt sind. Darüber hinaus entscheiden über den Preis auch Politur, Symmetrie, Fluoreszenz und das Testat.

      In Deutschland gibt es zwei ähnliche Händlerplattformen. Zum einen von der Yorxs AG, zum anderen vom Onlinejuwelier RenéSim. Maximilian Hemmerle, einer der zwei Gründer von RenéSim, ist der Enkel des französischen Schmuckdesigners René Sim Lacaze. Franz und Maximilian Hemmerle sind bereits in der vierten beziehungsweise fünften Generation und in direkter Linie als Juweliere tätig.


      Doch Breede geht nun noch einen Schritt weiter. Kürzlich hat er eine zweite Handelsplattform entwickelt - für private Investoren. Bisher galt die Anlage in Diamanten nicht zuletzt wegen des problematischen Wiederverkaufs der Steine als schwierig. Preisänderungen wie bei anderen Investments lassen sich viel schwerer nachvollziehen. Negative Erfahrungen beim Kauf führten laut Breede darüber hinaus bei Kunden schnell zu tiefem Misstrauen, oft sogar zum dauerhaften Rückzug aus dem Diamantengeschäft.

      Anders als früher stünden heute weniger stark Emotionen im Vordergrund. Im Gegenteil: Seit dem Ausbruch der Finanzkrise betrachten immer mehr Käufer Diamanten auch als Wertanlage. Die Plattform von Breede eröffnet privaten Käufern und Verkäufern von Diamanten nun einen neuen Weg, an die begehrten Steine zu kommen. Über die zwingend vorgeschriebenen Zertifikate wird die Qualität abgesichert, obendrein ist das private Geschäft günstiger. Denn Händler bringen in der Regel schnell die Mehrwertsteuer in Anrechnung, was den Wert des Investments beträchtlich schmälert.

      Zur Orientierung für die Preisfeststellung wird die Onlineplattform der Händler genutzt. Kommt das Geschäft zwischen den privaten Investoren zustande, zahlt der Verkäufer dem Juwelier eine Provision. „Es ist ein reines Vermittlungsgeschäft“, sagt Breede. Seine Kunden kommen vor allem aus Deutschland, doch sind auch Österreicher und Schweizer darunter. „Das Geschäft entwickelt sich gut“, sagt Breede, will aber keine konkreten Zahlen nennen.
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      ROHDIAMANTEN, Diamant-Preise steigen weiter
      09.05.2014, 08:56 Uhr

      Die Preise für Diamanten haben sich in den vergangenen Jahren verdoppelt – und sie dürften weiter steigen. Der größte Diamantenhändler der Welt will die Preise erhöhen. Das Unternehmen setzt auf steigende Nachfrage.

      De Beers, der weltweit größte Produzent von Diamanten, will die Preise um jährlich fünf Prozent anheben. Das Unternehmen setzt darauf, dass die Nachfrage helfen wird, die Ertragsvorgaben der Mutter Anglo Americanzu erfüllen.

      Die Preise für Rohdiamanten sind in diesem Jahr bereits um rund zehn Prozent angestiegen - nachdem sie sich mit Blick auf die vergangenen fünf Jahre bereits mehr als verdoppelt hatten. Dahinter standen unter anderem die Erholung der US-Wirtschaft und die Tatsache, dass Chinas wachsende Mittelklasse mehr von den edlen Steinen gekauft hat.

      Anglo American besitzt 85 Prozent an De Beers und will, dass die Tochter bis zum Jahr 2016 einen Kapitalertrag von 15 Prozent erreicht.

      „Wir haben einen Plan, um dorthin zu kommen“, sagt Mellier. Vergangenes Jahr habe seine Firma schon einen Kapitalertrag von zehn Prozent erreichen konnte. „Mein Team ist sehr fokussiert. Das ist unser Ziel, das Ziel.“

      Diamanten standen hinter rund 19 Prozent der 33 Milliarden Dollar an Umsätzen, welche Anglo American für 2013 ausgewiesen hatte. Anglo-CEO Mark Cutifani, der vergangenes Jahr Cynthia Carroll ablöste, nimmt derzeit Projekte von Australien bis Brasilien genauer unter die Lupe - auf der Suche nach Einsparmöglichkeiten und Zuwächsen beim Cash-Flow.

      Anglo American hatte 2012 für 5,1 Milliarden Dollar einen 40-Prozent-Anteil an De Beers von der Familie Oppenheimer gekauft und damit den Anteil auf die aktuell 85 Prozent ausgebaut. Damit endete der 80 Jahre währende Besitz durch die Familie. Den Rest der Anteile besitzt Botswana. Geschaffen wurde das Unternehmen vor mehr als 120 Jahren durch den britischen Imperialisten Cecil John Rhodes.
      Der Bericht kann auch nicht schaden ^^

      Investieren in Diamanten - fünf Tipps zur Geldanlage in Edelsteine


      Diamonds are forever - warum Sie jetzt investieren sollten und worauf Anleger beim Kauf achten sollten.
      Die Nachfrage nach Diamanten steigt, vor allem in Asien. Bereits 2017 soll die Nachfrage die Produktion überschreiten. Damit sind die funkelnden Glitzersteine nicht nur als Schmuck, sondern auch als Investment interessant und herzeigbar.


      Diamanten sind nicht nur „a girls best friends“. Sie können eine wertvoller Bestandteil jedes Anlagedepots sein. Sind diese doch eine physische Depotergänzung zu Gold, Silber oder Aktien. Der Markt ist nicht geregelt, was Spekulanten oder Hedgefonds keinen Spielraum lässt. Diamanten sind endlich und nicht immer auf Knopfdruck verfügbar und somit sehr begehrt. Diamanten lassen sich leicht transportieren und sind weltweit konvertibel. Darüber hinaus sind Diamanten auch bei Erbschaften steuerlich interessant.

      In China soll der Absatz besonders stark steigen

      Die Nachfrage nach den Edelsteinen wird in den kommen sechs bis zehn Jahren vor allem im asiatischen Raum weiter stark ansteigen“, glaubt Ulrich Freiesleben, Diamantenexperte und Geschäftsführer von Diamondstoxx. Für China wird in den nächsten zehn Jahren, dass dort bis zu 25 Prozent des Diamantenschmucks abgesetzt werden. Für 2014 gehen Rohstoffexperten von einem Umsatzwachstum von 4,5 Prozent aus. Den höchsten Absatz finden die funkelnden Steine jedoch in den USA. Der Weltmarktanteil liegt bei knapp 40 Prozent. Auch Japan zählt mit zehn Prozent zu einer der größten nationalen Abnehmer. Nur in Europa geizt man offenbar mit teurem Schmuck. Der Weltmarktanteil in Deutschland liegt unter ein Prozent.

      Diamanten vor Preisschub?

      Doch auch weltweite zieht die Nachfrage an. Bereits 2017 soll laut einer Studie von Rio Tinto die weltweite Nachfrage nach Schmuckdiamanten die Produktion deutlich übersteigen. Die Folge: Die Preise steigen kräftig.

      Auktion: Für einen Diamanten mehr als 60 Millionen Dollar gezahlt

      Die Investoren haben bereits seit dem Krisenjahr 2008 begonnen verstärkt in Diamanten zu investieren. Auch wenn der Anteil der Gesamtnachfrage (neben Schmuck- und Industriediamanten) bei Diamanteninvestments erst bei zehn Prozent liegt. „Ein Indikator für steigendes Anlegerinteresse sind die unerwartet hohen Ergebnisse bei Auktionen bei Sotheby und Christie´s für große Diamanten“, analysiert Freiesleben. So brachte der Pink Star Diamand bei einer Auktion bei Sotheby´s in Hong Hong, der 59,60 Karat hat, mehr als 60 Millionen Dollar gebracht.

      So funktioniert die Welt der Diamanten

      Die wichtigsten Lieferanten von Rohdiamanten sind in Kanada, Russland oder Botswana. Sie verkaufen diese Diamanten in einem geschlossenen Verkaufssystem an die großen Schleifereien. Als größter Anbieter gilt heute Russland mit seinem Minenkonzern Alrosa.

      Worauf es beim Kauf von Diamanten ankommt:

      1. Für die Beurteilung eines Diamanten und vor allem für seinen Wert gelten heute die international gültigen und anerkannten 4Cs. Diese sind Carat (Gewicht), Colour (Farbe), Clarity (Reinheit) und Cut (Schliff): Je größer ein Diamant, je weißer seine Farbe, je sauberer seine Reinheit und je höher seine Schliffqualität, desto teurer und wertvoller ist ein Diamant.

      2. Diamanten sollen nahe an der Quelle beschafft werden. Das bedeutet direkt von den in diesem Bereich international führenden Börsen Antwerpen, Hong Kong, Mumbai, New York und Tel Aviv.

      3. Kaufen Sie keinen Stein ohne international anerkanntes Zertifkat. Es geht dabei sowohl um die Qualität des Diamanten als auch um die Seriösität des Diamantenlabors, das diese bestimmt. Das wohl bekannteste Instiut ist das Gemological Institut of America (GIA).

      4. Um die Identität von Diamanten als auch des Zertifkates festzustellen, muss eine Zertifkatsnummer, in Form eines Lasercodes, auf dem Stein angebracht sein. Damit steht und fällt die Preisbildung. "Wer hier Komprisse oder Fehler macht, zahlt dafür spätestens beim Wiederverkauf", warnt Freiesleben.

      5. Sind die Diamanten erst einmal in den Schmuckkreislauf gelangt und werden damit bereits mit einem Preisaufschlag gehandelt, sind sie als Investment uninteressant.

      6. Bei der Auswahl der Anbieter sollte man darauf achten, dass der Wiederverkauf der Ware zu marktüblichen Börsenkonditionen gewährleistet ist.

      7. Da der Kauf von Diamanten mehrwertsteuerpflichtig ist, sollte die Lagerung in Zollfreilagern mit Hochsicherheitsbereichen wie sie in der Schweiz, in Singapur und mittlerweile auch in Deutschland angeboten werden.

      8. Vertrauen Sie keinem windigen Diamantenhändler. Achten Sie darauf, dass Sie es mit ausgewiesenen und erfahrenen Experten zu tun haben, die aufgrund ihrer langjährigen Erfahrung im Bereich der Diamanten sich einen Namen gemacht haben.
      Naja :)

      Diamant-DirektinvestmentFunkelnde Kapitalanlage mit bleibendem Wert

      Diamanten sind nicht nur als kostbare Schmuckstücke gefragt, sondern veredeln auch das Depot. Die Stuttgarter ID-Diamonds GmbH bietet die gefragten Steine zum Direktkauf als Kapitalanlage an.

      Wer schon einen echten Diamanten gesehen hat, kann sich seinem funkelnden Bann kaum entziehen. Ihren unvergleichlichen Glanz, ihr „Feuer“, erhalten die Steine durch den Schliff, der zahllose Lichtreflexe zur Folge hat. Der Wert eines Diamanten wiederum wird bestimmt durch vier Kriterien: Das Gewicht in Karat, die Reinheit, die Farbe und die Qualität des Schliffs. Hochwertige Diamanten sind jedoch nicht nur als unvergängliche Schmuckstücke gefragt, sondern gewinnen auch als Kapitalanlage an Bedeutung. „Im Gegensatz zu Gold und Silber bieten Diamanten ganz bestimmte Vorteile. Ihr Wert ist nämlich weniger volatil als bei Edelmetallen. Anleger, die in Diamanten investieren, holen sich somit Beständigkeit ins Depot“, betont Kai Bauknecht von der ID-Diamonds GmbH, die sich auf den Handel mit Diamanten als Kapitalanlage spezialisiert hat.

      Hohe Wertbeständigkeit im Vergleich zu Gold
      „Der Goldpreis hat im vergangenen Jahr fast 30 Prozent an Wert verloren. Anleger, die auf Diamanten gesetzt haben, profitierten dagegen sogar von einer Wertsteigerung. Insgesamt legte der Preis seit dem Jahr 2000 durchschnittlich um etwa acht Prozent pro Jahr zu“, rechnet Kai Bauknecht vor. Hinzu kommt ein sehr hoher spezifischer Wert, erklärt der Experte: „Ein Barren mit 1.000 Gramm Feingold kostete im Sommer 2013 – bei hoher Volatilität im Frühjahr 2013 – etwa 33.000 Euro pro Kilogramm. Für denselben Preis hätte man zu dieser Zeit zwei sehr gute, geschliffene einkarätige Diamanten bekommen, die zusammen jedoch nur ein Gewicht von 0,4 Gramm haben.“ Eine Studie der Unternehmensberatung Bain & Co. bestätigt die positive Wertentwicklung – der Preis für geschliffene Diamanten könnte sich demnach bis 2020 sogar verdoppeln. Denn die Nachfrage nach Diamanten ist ungebrochen hoch, während die natürlichen Vorkommen begrenzt sind. Die letzten Erschließungen von Diamantminen liegen sogar Jahrzehnte zurück – und alles, was selten aber begehrt ist, gewinnt an Wert.

      Diamant-Investments für Privatanleger
      Doch wie können Privatanleger von diesen Vorzügen profitieren? Schließlich ist der Diamant-Markt sehr reglementiert, der Zugang ist spezialisierten Händlern vorbehalten. Und beim Juwelier bezahlt man hohe Aufpreise für die Verarbeitung zum Ring oder zum Collier. Fertig gearbeitete Schmuckstückte eignen sich daher nur bedingt als Kapitalanlage. „Wenn Sie an den bloßen Steinen interessiert sind, werden Sie bei uns fündig. Im Gegensatz zu Diamantfonds bieten wir unseren Kunden Diamanten zum Eigentumserwerb an“, fasst Heinz-Joerg Jansen das Geschäftsmodell der ID-Diamonds GmbH zusammen. Für die sichere und zugleich repräsentative Lagerung wurden besondere Boxen entwickelt, genannt „ID-Knox“. „Der Begriff soll bewusst an Fort Knox erinnern, denn mit diesem innovativen und zugleich repräsentativen Verwahrungskonzept bekommt der Kunde eine handliche Hochsicherheitsbox mitgeliefert“, so Heinz-Joerg Jansen. Der besondere Clou: Über einen integrierten Microchip lässt sich der Wert der Diamanten stets aktuell ermitteln. Hierfür muss die ID-Knox lediglich an einen Computer angeschlossen werden.

      Vier erstklassige Diamanten schon ab 8.000 Euro
      Angeboten wird die ID-Knox in vier verschiedenen Bestückungen. Der günstigste Einstiegspreis liegt bei knapp 8.000 Euro, hierfür erhält der Kunde vier halbkarätige, farblose bzw. beinahe farblose Diamanten im exzellenten Brillantschliff. Anleger, die etwas mehr Budget zur Verfügung haben, können bis zu zehn einkarätige, lupenreine und völlig farblose („weiße“) Diamanten in der Box erwerben, der Kaufpreis liegt hier bei rund 171.300 Euro netto. „Grundsätzlich richten wir uns an Anleger mit einem mittel- bis langfristigen Anlagehorizont, so lassen sich die Vorzüge eines solchen Investments am besten ausschöpfen“, erläutert Kai Bauknecht. Selbstverständlich können die Boxen auch geöffnet werden. Wer möchte, kann einzelne Steine herausnehmen und vorzeitig verkaufen – oder, sollte man dem einzigartigen Glanz doch nicht widerstehen können, zu individuellen Schmuckstücken umarbeiten lassen.
      GELDANLAGE
      Das ist wichtig, wenn Sie Diamanten kaufen

      Zeitlos, kostbar und als Schmuck begehrt: Diamanten kommen für immer mehr Anleger als wertbeständiges Investment in Frage. Reinheit und Preise spielen dabei eine wichtige Rolle. Ein Ersatz für das Sparbuch sind die Edelsteine aber nicht.

      Ohhhs und Ahhhs bleiben nicht aus, sobald das Geschenkpapier abgestreift ist und das Kästchen geöffnet wird: Ein Diamant! Ein solcher Edelstein kommt im Licht der Kerzen am Weihnachtsbaum erst so richtig zum Funkeln. Wer solch ein glitzerndes Schmuckstück in Form eines Rings oder Kettenanhängers zum hohen Fest als Präsent überreichen möchte, muss nicht unbedingt Millionär sein.

      Diamanten sind schon ab 2500 Euro zu haben - nach oben sind den Preisen keine Grenzen gesetzt. Da die Edelsteine Jahre nach dem Ankauf teils üppige Wertzuwächse erzielen können, werden sie auch als Geldanlage genutzt.

      Mit Blick auf das historische Zinstief bringen weder Bundesanleihen noch das Sparbuch nennenswerte Renditen. Sind also Diamanten eine echte Anlagealternative? „Diamanten sind eine Krisenwährung, die eine geringe Schwankungsbreite aufweist“, sagt Vermögensberater Arnim Kogge vom Vertiva Family Office mit Sitz in Stuttgart.

      Kogge verweist auf eine Studie der Unternehmensberatung Bain & Co. Danach wird mit einer äußerst positiven Wertsteigerung von Diamanten bis zum Jahr 2020 gerechnet. Der Grund: „Jahrzehnte ist es her, dass die letzten Diamantenminen erschlossen wurden“, erklärt Kogge. Neue Minen sind nur vereinzelt in Sicht - aber die Nachfrage nach den Edelsteinen ist hoch. Dies könne dazu führen, dass der Diamantenpreis deutlich steigt.

      Davon sollten sich Anleger aber nicht vorschnell verführen lassen, mahnt Ariane Lauenburg von der Stiftung Warentest in Berlin. Denn verbrieft sind die Wertsteigerungen nicht. „Wer über kein Fachwissen verfügt, sollte tunlichst die Finger von Diamanten lassen“, sagt die Expertin. Sie warnt davor, dass sich auf dem Markt viele schwarze Schafe tummeln, die via Anzeigen ahnungslosen Opfern völlig überteuerte Anlagediamanten andrehen, die sich später nur für einen Bruchteil des gezahlten Preises verkaufen lassen.

      Auch Thomas Schlüter vom Bundesverband deutscher Banken in Berlin mahnt Verbraucher zu Zurückhaltung. „Für Privatanleger sind Diamanten als Schmuckstück in Ordnung, aber nicht als Geldanlage“, so Schlüter. Der Grund: Es gibt bei Diamanten keinen geregelten Markt wie bei Aktien. Der Wert der Edelsteine wird nicht wie bei Gold oder Platin täglich ermittelt. Offizielle Kurse existieren an den Diamantenbörsen nicht.

      Kein Ersatz für Sparbuch oder Altersvorsorge
      „Diamanten sollten keinesfalls als Ersatz für ein Sparbuch oder für traditionelle Zinsanlagen oder gar für die Altersvorsorge gekauft werden“, betont Schlüter. Die Edelsteine ließen sich in den meisten Fällen nicht kurzfristig wieder zu Bargeld machen. „Grundsätzlich eignen sich Diamanten für jeden Privatanleger, der keine Ausschüttungen oder prognostizierte Rendite erwartet“, sagt Uwe Zimmer von der Meridio Asset Management AG in Köln.

      Dennoch rät Uwe Günther von der Berlin Portfolio Management (BPM) unerfahrenen Anlegern ebenfalls dazu, beim Kauf von Diamanten Vorsicht walten zu lassen. Ein Ankauf sollte nur bei einem renommierten Juwelier erfolgen. „Die Entscheidung sollte zugunsten eines Händlers fallen, der auch bei einem späteren Verkauf aktive Unterstützung bietet und sein Netzwerk zur Verfügung stellt“, fügt Sven Scherner von der Honoris Treuhand in Berlin hinzu.

      Worauf sollten Verbraucher also achten? „Die Steine müssen zwingend einen Zertifikatsnachweis besitzen“, erklärt Arnim Kogge. Dieser Nachweis sollte entweder vom Deutschen Diamanteninstitut oder von weltweit anerkannten Institutionen wie etwa dem Gemological Institute of America (GIA) ausgestellt worden sein. Käufer sollten darüber hinaus den Ursprung der funkelnden Juwelen prüfen. Die Steine müssen aus legitimen Quellen und Schleifereien stammen.

      Bei der Beurteilung der Steine und des Weiterentwicklungspotenzials der Objekte werden „die vier C's“ herangezogen: Colour steht für Farbe, Carat fürs Gewicht, Clarity für die Reinheit sowie Cut für die Schliffform. „In den vergangenen Jahren hat die Bedeutung der Schliffgüte der Diamanten stark zugenommen“, erläutert Sven Scherner. Arnim Kogge empfiehlt, nur farblose, rundgeschliffene Diamanten zwischen feinem Weiß (G) und hochfeinem Weiß (D) zu kaufen.

      „Am besten sind die Steinchen als Schmuckstück am Hals, am Finger oder an den Ohren aufgehoben, wo sie den Augen des Betrachters schmeicheln“, sagt Uwe Günther. Und das nicht nur im Schein der Kerzen am Weihnachtsbaum. (dpa)
      Das müssen Sie beim Kauf von Diamanten beachten

      Beim Kauf von Diamanten gilt es zwei wichtige Kriterien zu beachten. Dies habe ich heute für Sie zusammengestellt.

      Wichtigstes Kriterium beim Diamanten-Kauf: die Expertise
      Ein absolutes Muss zu jedem höherwertigen Investmentdiamanten ist eine begleitende unabhängige Expertise. Diese Expertise funktioniert im Grunde wie ein Pass für den jeweiligen Diamanten, in dem alle wichtigen Merkmale des geschliffenen Steins dokumentiert werden. Dazu gehören die 4 C (s.u.) ebenso wie der Hinweis auf mögliche nachträgliche Eingriffe in den Naturstein, die Beurteilung der Fluoreszenz und möglicherweise weitere Kommentare.

      Das wichtigste Merkmal eines jeden Diamantenpasses ist die Angabe des untersuchenden Labors. Nun ist es grundsätzlich ja niemandem verboten, einen Stein zu untersuchen und ein Ergebnis bereit zu stellen. Doch Labor ist eben nicht gleich Labor. Mit der Expertise eines kaum bekannten Hinterhoflabors aus Timbuktu wird deshalb kein Diamant sehr weit kommen. Wichtig ist es es, dass der Stein seine Zertifizierung von einem weltweit anerkannten Labor erhält.

      Die höchste internationale Reputation haben das „Gemological Institute of America" (GIA), das „International Gemological Institute" (IGI) und das „Hoge Raad Voor Diamant" (HRD) aus Antwerpen. Ein Stein mit dem Zertifikat aus einem dieser drei Labore ist weltweit anerkannt, kann problemlos wiederverkauft werden und - was fast noch wichtiger ist - kann in den Vergleich zu anderen Steinen gesetzt werden, die in diesen Laboren beurteilt worden sind. Auf diese Art entsteht ein physischer Diamantenmarkt, an dem auch Privatinvestoren teilhaben können, die keine großen Vorkenntnisse in der Beurteilung von Diamanten haben.

      Zweitwichtigstes Kriterium: die Vier-C
      Wenn Sie nun einen Stein mit GIA- IGI- oder HRD-Zertifikat ihr Eigen nennen und dann einen Preisvergleich zu anderen zertifizierten Steinen durchführen möchten, müssen Sie eigentlich nur noch eines kennen: die schon weiter oben erwähnten Vier-C. Bei den Vier-C handelt es sich um die 4 wichtigsten für die Preisbildung eines Diamanten ausschlaggebenden Merkmale. Alle Merkmale werden, wie bereits berichtet, in der Expertise aufgeführt.

      1. Merkmal: Carat
      Carat (deutsch: Karat) ist die Maßeinheit für die Masse eines Diamanten. Diese wird mit einer elektronischen Waage bestimmt. Ein Karat entspricht dabei etwa 0,2 Gramm. Da natürliche Diamanten desto größer sie sind, umso seltener vorkommen, steigt der Preis bei steigendem Gewicht überproportional. So liegt beispielsweise der Preis für einen 1-Karäter bereits um 312 % über einem Stein mit 0,3 Karat. Oder ein anderes Beispiel: 2 Steine mit einem Gewicht von jeweils 0,5 Karat liegen im Gesamtpreis rund 66 % unter dem Preis eines Steins mit 1 Karat - obwohl das Gesamtgewicht das gleiche ist.

      In dieser Tabelle können Sie einsehen, um wieviel teurer der Stein bei steigendem Gewicht ist:



      Ein Stein mit 0,5 Karat ist 63 % teurer als der mit 0,3 Karat, wenn die Steine ansonsten gleiche Kriterien aufweisen. Bei 1 Karat beträgt der Aufschlag gegenüber dem 0,3 Karäter bereits 312 %. Quelle: diamondax

      2. Merkmal: Clarity
      Hier geht es um den so genannten Reinheitsgrad. Dabei eines vorweg: Einen komplett reinen Diamanten gibt es kaum. Jeder Diamant weist im Grunde gewisse Einschlüsse, also Verunreinigungen auf. Die Frage ist nur: Sind diese bereits mit bloßen Auge sichtbar oder erst unter zigfacher Vergrößerung? Natürlich gilt hier: Je weniger Verunreinigungen ein Stein hat und je kleiner diese sind, desto wertvoller ist der Stein. Sie kennen sicher die Bezeichnung lupenrein. Sie steht für den höchsten Reinheitsgrad und gilt dann, wenn ein Diamant bei zehnfacher Vergrößerung mit einer Lupe keine Einschlüsse erkennen lässt. Bezüglich Clarity es allerdings noch viele weitere Abstufungen.

      Sehen Sie hier:



      3. Merkmal: Colour
      Auch die Farbe spielt für einen Diamanten eine Rolle. Die meisten natürlichen Diamanten weisen nämlich eine gelbliche oder bräunliche Tönung auf, was sich durch Spuren anderer chemischer Elemente erklären lässt. Hier gilt wie beim Reinheitsgrad: Je weißer ein Stein, also je weniger Fremdspuren, desto teurer. Die einzige Ausnahme sind Diamanten in natürlichen Spektralfarben wie rot, orange, gelb, grün oder blau. Sind diese Farben sogar sehr intensiv, dann hat man es mit echten und besonders teuren Raritäten zu tun.

      Bei „normalen" Diamanten hingegen wird eine Farbabstufung nach folgendem Schema vorgenommen:



      4. Merkmal: Cut
      Und zuguterletzt fließt auch die Verarbeitung in die Preisfindung für einen Diamanten mit ein. Der Cut (Schliff) bezeichnet die Art und Form des Diamanten, die gewählt wurde, um den Glanz zu verstärken oder die optischen Effekte hervorzuheben. Die Brillanz eines Diamanten wird durch das sogenannte Finish, also die Schliffausführungen und Proportionen, bestimmt. Dabei sind die folgenden Schliffgraduierungen für das „Finish" üblich:
      • Exzellent (engl. excellent) (≙ ideal)
        Außerordentliche Brillanz, keine Merkmale, beste Proportionen und Symmetrie; Licht, das in den Diamanten eintritt, wird vollkommen reflektiert; ein sehr seltener und exquisiter Schliff
      • Sehr gut (engl. very good)
        Sehr gute Brillanz; wenige oder nur geringfügige äußere Merkmale; sehr gute Proportionen und Symmetrie
      • Gut (engl. good)
        Gute Brillanz; einige äußere Merkmale; Proportionen mit geringen Abweichungen; gute Symmetrie der Facetten
      • Mittel (engl. fair)
        Etwas weniger Brillanz; mehrere größere äußere Merkmale. Proportionen und Symmetrie mit größeren Abweichungen
      Die Schlifformen reichen von der klassischen Brillantformüber die Princess-Form, Emerald, Asscher, Marquise, Oval, Radiant, Tropfen bis hin zurHerz- oder Cushion-Form.

      Überlebenswichtig beim Kauf: die Seriosität des Händlers
      Mit diesem Basiswissen können Sie nun eigentlich ohne Probleme losziehen und sich einen Investmentdiamanten kaufen, an dem Sie auch in 20 Jahren noch Freude haben. Sofern Sie nicht an der nächsten Tankstelle einem Betrüger zum Opfer fallen, der Ihnen einen Zirkon mit gefälschtem Zertifikat verkauft.

      Deshalb ist es unabdingbar, dass Sie dem Verkäufer bedingungslos vertrauen können. Wenn Sie nicht zufällig einen Diamantenhändler im Freundeskreis haben, können Sie alternativ ja auch bei Daniela Knauer und mir bei Rohstoff Signale vorbeischauen. Denn bei Rohstoff Signale bewirtschaften wir nicht nur unser erfolgreiches reines Sachanlagendepot, sondern haben auch erst vor ein paar Wochen einen Diamanten ins Depot aufgenommen. Wo wir den gekauft haben, dürfen wir natürlich nur im Rahmen von Rohstoff Signale beantworten. Schauen Sie ruhig mal zu einem Gratis-Test bei uns vorbei: Rohstoff Signale Gratis-Test.
      Die gefährliche Verlockung des festlichen Glitzerns

      Von jeher gelten Diamanten als Symbol für menschliche Ideale wie Stärke, Treue und Perfektion – aber auch als Geldanlage. Vor Weihnachten boomt das Geschäft mit ihnen. Doch es gibt etwas zu beachten.

      "Diamonds are a girl's best friend." Dieser Satz dürfte seit Marilyn Monroe so ziemlich jedem geläufig sein, der sich mit Edelsteinen beschäftigt. Schon von jeher gelten Diamanten als das kostbarste Geschenk, das ein Mensch einem anderen machen kann. Denn der wertvolle Stein ist Symbol für einige der höchsten menschlichen Ideale – er steht für Stärke, Treue, Reinheit, Perfektion und Ewigkeit.

      Wem also noch keine Idee für ein passendes Weihnachtsgeschenk für die Liebste gekommen ist, der könnte sich darüber Gedanken machen, mal etwas wirklich Wertvolles zu schenken.

      Denn Diamanten eignen sich als Präsent und Geldanlage zugleich, erzielen sie doch neben der ideellen Rendite – nämlich der Freude der Beschenkten – oft Jahre nach dem Ankauf noch teilweise üppige Wertzuwächse. Allerdings müssen Käufer ganz genau hinsehen und sich gut beraten lassen.

      Nachfrage übersteigt das Angebot

      Mit Blick auf das historische Zinstief lassen sich weder mit Bundesanleihen noch mit dem Sparbuch nennenswerte Renditen erzielen. Aktieninvestments sind mitunter mit großen Kursschwankungen verbunden. "Diamanten hingegen sind eine Krisenwährung, die eine geringe Schwankungsbreite aufweist", sagt Arnim Kogge, Vermögensberater beim Vertiva Family Office mit Sitz in Stuttgart.

      Der Experte verweist auf eine Studie der Unternehmensberatung Bain & Co, wonach mit einer starken Wertsteigerung von Diamanten bis zum Jahr 2020 zu rechnen sei. Der Grund dafür ist auch für Laien einleuchtend. "Jahrzehnte ist es her, dass die letzten Diamantenminen erschlossen wurden", erklärt Kogge. Neue Minen seien nur vereinzelt in Sicht – die Nachfrage nach den Edelsteinen sei jedoch hoch. Und wo die Nachfrage das Angebot übersteigt, steigen die Preise – das ist das Einmaleins der Marktwirtschaft.

      Dennoch raten Verbraucherschützer zur Vorsicht: Sparer sollten sich nicht vorschnell verführen lassen, sagt Ariane Lautenbach von der Stiftung Warentest. Denn eine Garantie für die Wertsteigerungen gibt es keineswegs.

      Außerdem würden sich auf dem Markt viele schwarze Schafe tummeln, die ihren ahnungslosen Opfern völlig überteuerte Diamanten andrehen würden, die sich später nur für einen Bruchteil des gezahlten Preises wieder verkaufen ließen. "Wer über kein Fachwissen verfügt, sollte tunlichst die Finger von Diamanten lassen", rät Lautenbach.

      Kein geregelter Markt für Diamanten

      Auch Thomas Schlüter vom Bundesverband deutscher Banken rät Verbrauchern zur Zurückhaltung. "Für Privatanleger sind Diamanten als Schmuckstück in Ordnung, aber nicht als Geldanlage", sagt Schlüter. Schließlich gebe es bei Diamanten keinen geregelten Markt wie etwa bei Aktien. Der Wert der Edelsteine werde nicht wie etwa bei Gold oder Platin täglich ermittelt. Offizielle Kurse gibt es nicht – letztlich ist jeder Diamant daher immer genau so viel wert, wie jemand anderes dafür zu zahlen bereit ist.

      Um einen guten Preis zu erzielen, müsse durchaus Zeit eingeplant werden, sagt Schlüter. Die Edelsteine ließen sich daher in den meisten Fällen nicht kurzfristig wieder zu Bargeld machen. "Diamanten sollten keinesfalls als Ersatz für ein Sparbuch oder für traditionelle Zinsanlagen oder gar für die Altersvorsorge gekauft werden", mahnt der Experte.

      Als Depotbeimischung können sich Diamanten aber durchaus eignen. Schließlich basiert langfristiger Vermögensschutz immer auf dem Prinzip der Risikostreuung. Und zu so einem Portfolio gehören auch immer stärker Sachwerte. Nicht zuletzt aufgrund der Unwägbarkeiten des modernen Finanzmarkts raten Vermögensverwalter dazu, bis zu 20 Prozent des Besitzes in Sachwerte zu investieren. Gegenüber Gold und Silber haben Diamanten dabei einen großen Vorteil: ihr vergleichsweise geringes Gewicht. Ein Ein-Karat-Stein wiegt lediglich 0,2 Gramm – das macht die Aufbewahrung leicht.

      Auf die Zertifizierung kommt es an

      Worauf also sollten Verbraucher achten, wenn sie sich zum Kauf eines Diamanten entschließen? Zunächst hilft eine international anerkannte Zertifizierung dabei, echte Diamanten zu erkennen.

      "Die Steine müssen zwingend einen Zertifikatsnachweis besitzen", sagt Diamantenexperte Kogge. Der Nachweis sollte von einem internationalen gemmologischen Institut wie etwa dem Gemological Institute of America (GIA), dem Hoge Raad voor Diamant (HRD) oder dem International Gemological Institute (IGI) stammen. Daneben gibt es zwar weitere seriöse gemmologische Institute wie etwa das Deutsche Diamanteninstitut. Diese haben jedoch in der Regel nur nationale Bedeutung.

      Grundsätzlich empfiehlt es sich auch deshalb, auf die Zertifizierung durch eines der großen Institute zu setzen, weil der erzielbare Preis bei einem späteren Wiederverkauf mit der Güte des Zertifikats steht und fällt. "Grundsätzlich gilt: Wer bereits Kompromisse im Einkauf macht, zahlt dabei spätestens beim Wiederverkauf", sagt Katja Herrmann, Geschäftsführende Gesellschafterin beim Diamanteninvestmentunternehmen Diamondstoxx. "Beim Wiederverkauf zeigt sich, ob man vorteilhaft eingekauft hat. Aber vor allem zeigt sich auch, mit welchem Partner man das gemacht hat."

      Zunächst beantwortet ein Zertifikat die Fragen nach den sogenannten "4C", anhand derer sich der Wert des Steins bemisst. Sie stehen für Colour (Farbe), Clarity (Reinheit), Carat (Gewicht in Karat, wobei ein Karat 0,2 Gramm entspricht) und Cut (Schliff). Erst durch den richtigen Schliff bekommt ein Diamant seinen Glanz. Die Winkel müssen dabei perfekt angelegt werden, sodass sich in der Folge das Licht bricht.

      Ausschließlich der Schliff entscheidet zudem darüber, ob ein Diamant zum Brillanten wird – der edelsten und teuersten Form des Diamanten. Da der hierfür notwendige Bearbeitungsaufwand sehr groß ist, sind auch die deutlich höheren Preise leicht zu erklären.

      Hände weg von "Blutdiamanten"

      Neben der Qualitätseinstufung enthalten Diamantzertifikate zudem einige identitätssichernde Daten, denn schließlich muss der Käufer sicher sein können, dass sich die Expertise auf den betreffenden Edelstein bezieht. Hierzu werden etwa die Abmessungen und Proportionen des Diamanten genannt. Darüber hinaus findet man auf Diamant-Zertifikaten Angaben zur Fluoreszenz.

      "Jedes Zertifikat ist zudem nummeriert", erläutert Herrmann. Das GIA etwa graviert diese Nummer in die sogenannte Rundiste ein – jene Kante des Diamanten, der die obere und untere Hälfte des Steins voneinander trennt. "Grund genug also, nicht nur den Edelstein, sondern auch die Expertise dazu zu prüfen", sagt Expertin Herrmann.

      Darüber hinaus sollten Käufer den Ursprung der funkelnden Juwelen prüfen. Die Steine müssen aus legitimen Quellen und Schleifereien stammen – und es sollte sich keinesfalls um einen sogenannten "Blutdiamanten" handeln, mit deren Verkäufen afrikanische Diktatoren ihre Kriege finanzieren. Seit der Umsetzung des Kimberley-Zertifizierungssystems dürfen in die Europäische Union nur noch Diamanten aus Staaten eingeführt werden, die sich verpflichten, keine Konfliktdiamanten zu exportieren. Schlupflöcher gibt es zwar nach wie vor, doch Diamanten aus Konfliktregionen sind nicht nur aus moralischen Gründen tabu: Sie sind nämlich auch ein schlechtes Investment, denn beim Verkauf drohen Preisabschläge.

      Am besten zieht man bei der Bewertung eines Diamanten einen neutralen Experten zurate. "Ein Laie kann den Wert eines Steines nicht beurteilen, denn hierfür ist eine gute Ausbildung notwendig", sagt Dieter Hahn von der Diamantschleiferei Ph. Hahn Söhne aus Idar-Oberstein. Er rät dazu, einen Diamanten grundsätzlich nur bei einem angesehenen Juwelier oder Goldschmied zu kaufen. "Dort ist beim Erwerb eines Steines auch eine neutrale Expertise im Preis inbegriffen."

      Bei Diamanten zählt nicht allein Materialwert

      Grundsätzlich muss man jedoch beachten, dass bei Schmuckstücken nicht nur der reine Materialwert zählt, sondern auch die Herstellungskosten mit eingerechnet werden. Der Kaufpreis von Schmuck liegt daher in der Regel zunächst über dem tatsächlichen Wert. Wer ein Diamantencollier als Investment betrachtet, muss daher mitunter einige Jahre ins Land gehen lassen, bis er es mit Gewinn wieder veräußern kann.

      Grundsätzlich sind die Steinchen aber ohnehin als Schmuckstück an Hals, Fingern oder Ohren besser aufgehoben als in einem Tresor. Denn dort schmeicheln sie schließlich dem Auge des Betrachters am meisten – und das nicht nur im Schein der Kerzen des Weihnachtsbaums.

      Quelle: welt.de/finanzen/article150167…festlichen-Glitzerns.html
      Das Problem mit der Preisbestimmung von Diamanten

      Besonders große Edelsteine sind selten, und nur wenige Milliardäre können sie sich überhaupt leisten. Wird ein Riesendiamant neu gefunden, gibt es ein Problem: die Bestimmung des Preises.


      Riesendiamanten gehören zu den knappsten Gütern der Welt. Werden Exemplare neu gefunden – etwa der golfballgroße Diamant mit 357 Karat, der in diesem Jahr im südafrikanischen Königreich Lesotho entdeckt wurde –, stellt sich ein Problem: den Wert eines solchen Steins zu ermitteln ist mindestens ebenso schwierig, wie einen der raren Großedelsteine überhaupt zu finden.

      Das auf besonders große Edelsteine spezialisierte Unternehmen Gem Diamonds Ltd. greift angesichts der seltenen Problematik zu ungewöhnlichen Maßnahmen. Das in London ansässige Minenunternehmen tut, was normalerweise die Zwischenhändler tun: Einige Steine werden geschliffen und poliert, dann verkauft – und aus dem Verkaufserlös lassen sich Rückschlüsse ziehen auf den potenziellen Wert für die allergrößten Exemplare. Im September brachte die denkwürdige Entdeckung aus Lesotho in der bislang größten derartigen Auktion einen Preis von 19,3 Millionen Dollar.

      "Eine akkurate Bewertung ist bei solchen Steinen unmöglich", sagte Verkaufschef Brandon de Bruin von Gem Diamonds in einem Gespräch in Antwerpen, der Weltmetropole des Diamantenhandels.

      Nicht mehr als ein Dutzend

      Von den Hunderten Millionen Diamanten, die in den letzten zehn Jahren aus der Erde geholt wurden, zählt allerdings auch nicht mehr als ein Dutzend zur Kategorie oberhalb von 250 Karat, wie eine Bloomberg-Analyse von entsprechenden Unternehmensvorlagen ergab. Bei derart seltenen Funden können die Minenunternehmen nicht immer sicher sein, ob sie tatsächlich zum möglichen Höchstpreis verkauft haben.

      Andererseits haben die von Multimilliardären bevorzugten Riesendiamanten bislang dem Preisverfall bei kleineren Exemplaren widerstanden, was die Bedeutung einer Preisfindung für die Unternehmen nur noch steigert. Beispiel Lucara Diamond Corp: Hier wurde im letzten Monat der zweitgrößte Diamant aller Zeiten gefunden. Das Exemplar mit 1111 Karat hat die Größe eines Tennisballs und wird von Analysten auf einen erzielbaren Preis von 60 Millionen Dollar geschätzt.

      Üblicherweise verkaufen die Minenbetreiber ihre Funde auf direktem Weg an Spezialunternehmen, die die Steine in kleinere Teile stückeln, die poliert und an Großhändler und Juweliere abgegeben werden.

      Auf diese Weise gibt es in einem Markt mit einem weltweiten Handelsvolumen von etwa 80 Milliarden Dollar genügend Vergleichbarkeit, um kleinere und auch größere Exemplare preislich einzuordnen.

      Bei den größten Diamanten versagt dieses System – denn Minenunternehmen beschäftigen in der Regel keine eigenen Diamantschleifer und können daher kaum einschätzen, wie die Stücke am effizientesten verarbeitet werden können.

      Prozess der Umwandlung transparenter machen

      Gem Diamonds will das ändern. Schließlich fand das Unternehmen in den vergangenen zehn Jahren vier der 20 größten Diamanten. Es wurde begonnen, einen kleinen Teil der eigenen Diamanten experimentell zu schleifen und zu polieren, um den Prozess der Umwandlung von eher unscheinbaren Steinen zu perfekten Produkten für die Juweliere transparenter zu machen.

      "Bevor Gem die Produktion aufgenommen hat, war die Öffentlichkeit über den Fund derart großer Diamanten gar nicht informiert", sagte William Lamb, der Vorstandsvorsitzende von Lucara mit Sitz im kanadischen Vancouver. Lucara hatte den größten Stein in einem Jahrhundert geborgen. "Gem hat den Boden geebnet für den Markt dieser großen Diamanten."

      Etwa 125 Millionen Karat wurden im letzten Jahr in Diamantminen geborgen, wie aus Daten von Kimberley Process hervorgeht, die sich mit der Förderung und der Weiterverarbeitung von Rohdiamanten beschäftigen. Die Steine werden nicht an einem offiziellen Handelsplatz gehandelt, und der Markt ist deutlich illiquider als bei den meisten anderen gehandelten Rohstoffen.

      Die Hälfte in Botswana gefunden

      Eine verbesserte Wertbestimmung kann das Benchmarking in der Branche deutlich erleichtern, denn es ist damit zu rechnen, dass mehr große Diamanten gefunden werden. Mehr als die Hälfte der größten Steine der vergangenen zehn Jahre wurden in den zwei Jahren seit Eröffnung der Karowe-Mine in Botswana 2012 durch Lucara gefunden.

      Dort wurde der Stein mit 1111 Karat im letzten Monat gefunden. Es war der größte einzelne Diamant seit dem 3106-Karäter namens Cullinan, der 1905 in Südafrika gefunden wurde. Auch er wurde anschließend in mehrere Stücke geteilt, die jetzt Teil der britischen Kronjuwelen sind.

      Quelle: welt.de/wirtschaft/article1504…immung-von-Diamanten.html
      Ein Statement für die Ewigkeit? - Diamanten bringen heute nur noch Rentner-Augen zum Funkeln
      Die Nachfrage nach Diamanten sinkt immer mehr und das drückt natürlich auf den Preis der Edelsteine. Die junge Generation lässt sich nicht annähernd so sehr von den funkelnden Schönheiten reizen wie ältere Semester.

      Geht es um Diamanten sind nicht nur die meisten Kunden bereits im reiferen Alter. Das gilt sogar für die Kriminellen. Hinter einem spektakulären Diamantenraub in London steckten im letzten Jahr reife Herrschaften zwischen 60 und über 70 Jahren. Kein Wunder, dass sich die Faszination für harte Glitzersteine in den meisten Fällen auf die Generation 60 Plus konzentriert. Die ist schließlich aufgewachsen mit einer Werbekampagne, die "Diamonds are Forever" versprach, und mit Marilyn Monroe, die bekanntlich Diamanten als beste Freunde der weiblichen Jugend propagierte.

      Die Zeiten sind vorbei
      Diamanten müssen sich bei den jungen Verbrauchern gegen kostspielige Urlaube, schicke Handtaschen und diverse High-Tech-Verführungen durchsetzen und schaffen das immer seltener. Anbieter wie der Marktführer De Beers sind entsprechend daran gescheitert, den Preis für Diamanten in den letzten zehn Jahren nachhaltig zu stabilisieren. Damit bleibt die Branche bis auf Weiteres auf der Suche nach der verblichenen Faszination.

      Und vor allem nach jüngeren Kunden. “Ich bin nicht so der Juwelentyp", sagt die 32 Jahre alte Catherine Weir in Begleitung ihres Verlobten beim Schaufensterbummel im Londoner Schmuckviertel Hatton Garden. Ganz in der Nähe fand der bereits beschriebene Diamantenraub über das letztjährige Osterwochenende statt. Diamanten gehörten für sie klassischerweise zu einem Verlobungsring, aber ein iPad und ähnliche Dinge stünden ihr näher und seien für sie zugänglicher.

      Mangelnde Nachfrage drückt den Preis der Edelsteine

      Immerhin sind mangels Nachfrage Diamanten derzeit günstiger zu bekommen als 2006, wie aus Daten von PolishedPrices.com hervorgeht. Die Entwicklung ist gegenläufig zu anderen Luxusgütern: Premiumfahrzeuge, Schuhe und Delikatessen haben im gleichen Zeitraum oberhalb der Inflationsrate im Preis zugelegt, wie ein Index von Forbes zeigt. Zwischen 2004 und 2013 blieb die Nachfragesteigerung für Diamanten mit nur 1,9 Prozent unter der für Güter wie hochwertige Kosmetika, Edeltabakprodukte und Armbanduhren zurück, wie De Beers’s 2014 im eigenen Insight Report über die Trends in der Luxusgüterindustrie herausfand.

      Spätestens im letzten Jahr sind Bemühungen von Diamantenkonzernen wie De Beers und Alrosa PJSC zur Anhebung des Preisniveaus gescheitert. Polierer, die die Steine kaufen und sie an Groß- und Einzelhändler abgeben, konnten ihre höheren Kosten nicht weitergeben, denn das Kundeninteresse kam ins Stocken. Zudem drohte ein Käuferstreik in Indien, und schließlich musste De Beers im Jahre 2015 die Preise um 15 Prozent senken. Es folgte eine weitere Preissenkung von sieben Prozent im Januar.

      “Die Produzenten können nicht einfach die Rohdiamantenpreise erhöhen und dann davon ausgehen, dass der Verbraucher für Diamantenschmuck gleich höhere Preise zu zahlen bereit ist", sagt Berater Anish Aggarwal von Gemdax in Antwerpen, “die Verbrauchernachfrage kann man nicht als selbstverständlich voraussetzen - das gilt in gereiften Märkten insbesondere für den jungen Verbraucher".

      Das war allerdings nicht immer so

      De Beers war im 20. Jahrhundert der Monopolist im Diamantenhandel, und Marketingkampagnen zahlten sich in deutlich ansteigenden Umsätzen aus. Legendär der bereits in den 40er Jahren entstandene Slogan “A Diamond is Forever”, der den Trend für Verlobungs- und Eheringe mit Diamantenbesatz einleitete. Ebenso geschickt war es, die Leinwandprominenz aus Hollywood zunächst leihweise mit Diamantenschmuck zu versorgen, darunter Marylin Monroe oder die Oscarpreisträgerin des Jahres 1944, Jennifer Jones, und dem Produkt so die glanzvolle Aura des Luxus zu verleihen.

      Mit dem neuen Jahrtausend endete das Monopol von De Beers, so dass andere Produzenten noch einige Zeit mit dem aufgebauten Image Geschäfte machen konnten. De Beers selbst halbierte das eigene Marketingbudget bis zum Jahr 2000 auf etwa 100 Mio. Dollar (88 Mio Euro) pro Jahr.

      “Die Branche ist inzwischen zum Opfer der eigenen Geschichte geworden", sagt der vormalige De-Beers-Verkaufsdirektor Charles Wyndham, der anschließend WWW International Diamond Consultants Ltd. gründete. Zu den Zeiten des Monopols war das Leben sehr leicht, sagt er. Jetzt geht es um eine Kehrtwende, und die sei nicht ohne einem grundlegenden Wandel der Firmenkultur zu schaffen.

      Die Botschaft ist mittlerweile angekommen. Gezielt will De Beers derzeit über das Marketing hinaus in den als Kernmärkten geltenden USA und in China den Absatz ankurbeln. In dem im Vorjahr gegründeten Branchenverband Diamond Producers Association wollen De Beers und Alrosa und den Wettbewerbern Rio Tinto Group, Dominion Diamond Corp., Lucara Diamond Corp., Petra Diamonds Ltd. und Gem Diamonds Ltd. an einer industrieweiten Kampagne arbeiten, die so erfolgreich sein soll wie zu den Zeiten des Monopols.

      Als erstes gutes Omen kann die Preiserhöhung von bis zu zwei Prozent für Rohdiamanten in der letzten Woche gelten. Es war die erste für De Beers seit mehr als einem Jahr.
      Diamanten sind Schmuck, aber kein Investment!
      Private Anleger verfügen nicht über ausreichend Fachwissen, um den Wert eines Steins beurteilen zu können, meint unsere Korrespondentin Marlen Donavan. Hierbei spielen gleich eine ganze Reihe von Qualitätskriterien eine Rolle. Unter anderem die Farbe, die Reinheit, der Schliff und das Gewicht entscheiden über den Wert eines Diamanten. Selbst absolute Experten sind sich über den Wert eines Steins oft nicht einig, wie können sich dann Anleger sicher sein?
      Von Marlen Donavan.

      Hamburg. Es ist die Zeit des Umdenkens: niedrigste Zinsen auf Sparguthaben, Mini-Renditen bei Lebensversicherungen und Fonds-Sparplänen, dazu kommen Kursschwankungen an den Börsen und die Angst der Investoren vor Verlusten. Auf der Suche nach der sicheren Geldanlage sind viele Anleger sogar bereit, ihr Glück mit Diamanten-Spekulation zu versuchen. Doch davor sei nachdrücklich gewarnt. Diamanten sind als Geldanlage für Privatanleger ungeeignet! Edelsteine werfen keine laufenden Erträge wie Zinsen oder Dividenden ab. Des Weiteren sind Anleger gezwungen mehrere tausend Euro zu investieren, um einen Diamanten zu kaufen, der als Geldanlage-Objekt überhaupt infrage kommt. Nur bei hochwertigen Edelsteinen besteht eine Chance auf Preissteigerung. Private Anleger verfügen nicht über ausreichend Fachwissen, um den Wert eines Steins beurteilen zu können. Hierbei spielt gleich eine ganze Reihe von Qualitätskriterien eine Rolle. Unter anderem die Farbe, die Reinheit, der Schliff und das Gewicht entscheiden über den Wert eines Diamanten. Selbst absolute Experten sind sich über den Wert eines Steins oft nicht einig, wie können sich dann Anleger sicher sein?

      Es ist die große Chance für Anlagevermittler einer PRETAGUS GmbH, einer Morgenrot Diamonds Investments oder von DIAMONDSTOXX, wenn in diesen Tagen unschlüssige Investoren auf der Suche nach rentablen Geldanlagen sind. Dann finden auch solche Unternehmen Gehör, die mit dubiosen Diamanten-Investments dem ahnungslosen Kunden sein Geld abschwatzen wollen. Dabei ist ein Investment in Edelsteine ausschließlich ein Geschäft für Profis, aber nicht für den „Mann von der Straße“, der als Laie garantiert am Ende um seine Ersparnisse gebracht wird, oder zumindest keine Wertsteigerung seiner Investition erzielt, sondern wie Tests zeigen, beim Wiederverkauf mit hohen Verlusten rechnen muss.
      Häufig sprechen unseriöse Anbieter von angeblichen Vorteilen wie Krisensicherheit, Resistenz gegen Börsensturz und Inflation, hohem Wertzuwachs und steuerfreiem Gewinn. Zudem werde oft sogar eine Rückkaufgarantie versprochen, die jedoch nicht eingehalten werde, warnte öffentlich das Deutsche Aktieninstitut (DAI).

      Deshalb soll eine Übersicht über die Nachteile eines Investments in Diamanten aufzeigen, wie riskant es sein kann, sein Geld in sogenannte „Pretiosen“ zu investieren:

      1. Edelsteine werfen keine laufenden Erträge wie Zinsen oder Dividenden ab.

      2. Es müssen mehrere tausend Euro investiert werden, um einen Diamanten zu kaufen, der als Geldanlage-Objekt überhaupt infrage kommt. Da nur bei hochwertigen Edelsteinen eine Chance auf Preissteigerung besteht.

      3. Sie brauchen viel Fachwissen, um den Wert eines Steins beurteilen zu können.


      Woher wissen Anleger überhaupt, ob der Stein wirklich echt ist oder ob es sich um einen synthetischen Stein und damit um einen weit günstigeren Stein handelt?

      Jeder Edelstein muss individuell beurteilt werden. Damit besteht das Risiko, dass Ihr Diamant gerade nicht gefragt ist, wenn Sie ihn verkaufen wollen. Es gibt keinen Börsenhandel, über den Anleger Diamanten schnell wieder verkaufen können, wenn sie Geld benötigen. Diamanten verursachen Lagerkosten, wenn man sicher gehen will, dass sie nicht gestohlen werden. Aus diesem Grund muss ein Schließfach angemietet werden, was je nach Bankinstitut unterschiedlich teuer ist. Und für diejenigen Anleger, denen Herkunft und Abbau von Edelsteinen wichtig sind, sie seien an dieser Stelle noch einmal an die berühmt-berüchtigten „Blutdiamanten“ erinnert, welche unter teils menschenunwürdigen Bedingungen in den Diamantbergwerken dieser Welt abgebaut werden.

      Wenn also auch bei Ihnen das Telefon demnächst klingelt oder ein persönliches Angebots-Schreiben im Briefkasten liegt, und sich wenig später ein Berater von Pretagus GmbH oder DIAMONDSTOXX am Telefon ist, dann konfrontieren Sie ihn mit den Einwänden, die Sie auf Industry Times erfahren haben und verweisen Sie die Investment-Verkäufer zusammen fassend auf nachfolgende Punkte:

      1. Anleger sollten Diamanten nur von Händlern und Juwelieren erwerben, die bereits seit vielen Jahren am Markt präsent und entsprechend seriös sind. (Hier kann bereits eine Internet-Recherche aufschlussreiche Informationen liefern.)

      2. Vorsicht ist vor zahlreichen schwarzen Schafen am Markt geboten, bei denen Anlegern telefonisch Diamanten verkauft werden, bei denen es sich um synthetische Steine handeln könnte.

      3. Beim Kauf von Diamanten als Geldanlage sollten die Anleger nicht das erstbeste Angebot annehmen. Besser sind Preisvergleiche, da oft deutlich überzogene Preise kassiert werden.

      4. Anleger sollten bedenken, dass für Diamanten keine verbindliche Preisaufstellung besteht, wie dies beispielsweise beim Gold-Fixing der Fall ist.

      5. Der Kauf von Diamanten als Geldanlage unterliegt in Deutschland der Mehrwertsteuerpflicht, die mit 19 Prozent zu Buche schlägt. Dies stellt einen entsprechenden Nachteil gegenüber der Kapitalanlage in Gold dar, diese ist im Gegensatz zu Diamanten mehrwertsteuerfrei.

      6. Wer Diamanten in der Schweiz kauft, muss nur 7 Prozent Mehrwertsteuer entrichten und in Hongkong und Dubai wird gar keine Mehrwertsteuer auf Diamanten verlangt. Die Diamanten als Geldanlage müssen jedoch mit 19 Prozent Mehrwertsteuer (sogenannte Einfuhrumsatzsteuer) versteuert werden, sobald diese nach Deutschland eingeführt werden.

      Spätestens jetzt wird der „Verkaufsprofi“ beispielsweise von der Hamburger Pretagus GmbH am anderen Ende der Leitung wissen, dass er bei Ihnen an einen informierten Anleger geraten ist und wird vom „Verkauf“ gewinnbringender Edelsteine absehen. Sie haben es in der Hand!
      Was Sie beim Diamanten-Kauf beachten sollten
      Der Diamantenpreis war zuletzt stark eingebrochen. Aber nun erholt sich der Markt allmählich wieder. Das lockt auch viele von den niedrigen Zinsen abgeschreckte Anleger an. Doch das Risiko ist hoch.


      Ein funkelnder Anblick: Diamanten

      Experten nennen ihn den Edelstein der Edelsteine: Der Blaue Oppenheimer, benannt nach seinem langjährigen Besitzer, dem Juwelen-Händler Philip Oppenheimer. Er ist mit einem Gewicht von fast 15 Karat der größte der enorm seltenen klar-blauen Diamanten, den das britische Auktionshaus Christie's jemals im Angebot hatte.

      Gerade erst hat es angekündigt, den Stein im Mai im schweizerischen Genf versteigern zu wollen – und Experten glauben, der Stein könne bis zu 40 Millionen Euro erzielen.



      Das wäre ein gute Nachricht für einen Markt, der zuletzt nur Krise konnte: 2015 haben Diamanten ein Preis-Debakel erlebt. Die Notierungen brachen je nach Größe und Qualität der Steine um rund 20 Prozent ein. Jetzt feiern die Juwelen ein kleines Comeback, die Nachricht vom Super-Klunker kommt da gerade recht, um der Branche zusätzliche Aufmerksamkeit zu schaffen.

      Der Rapaport-Preis-Index für die hochwertigen Ein-Karäter, einer der wichtigsten Indikatoren der Branche, legt seit ein paar Monaten langsam, aber stetig wieder zu. Der größte Diamantenproduzent und -händler der Welt, De Beers, steigerte den Wert seiner verkauften Rohdiamanten von Ende 2015 bis jetzt um rund 150 Prozent.

      Minenbetreiber haben Förderung gedrosselt

      Für Anleger scheint es da auf den ersten Blick logisch, vom Preisanstieg profitieren zu wollen und sich bei Juwelieren oder Online-Händlern mit Steinen einzudecken. Doch der neue Glanz der Steine könnte für sie gefährlich sein, sie gar blenden – weil er Risiken des Marktes überstrahlt.

      welt.de/vermischtes/article148…-Millionen-Euro-wert.html
      In Genf versteigerte das Auktionshaus Christie's einen 16 Karat schweren Diamanten. Den Zuschlag bekam ein anonymer Käufer aus China. Satte 26 Millionen Euro bezahlte er für den Diamanten.

      Der Grund für den Diamanten-Preisverfall im vergangenen Jahr war zum einen die Wachstumsschwäche von Schwellenländern wie China oder Russland. Die neu entstandene Ober- und Mittel-Schicht konnte sich die teuren Steine nicht mehr so zahlreich wie zuvor leisten.

      Zum anderen gewann der US-Dollar gegenüber anderen Währungen an Wert, was hier auch die Diamanten verteuerte, weil sie vor allem in der US-Währung gehandelt werden. Und die nachlassende Nachfrage traf auch noch auf ein viel zu großes Angebot an Steinen – was die Preise weiter drückte.

      Jetzt sind die Notierungen wieder gestiegen, weil das Angebot zurückgegangen ist. Viele Minenbetreiber haben weniger Juwelen gefördert. De Beers strich seine Produktion um rund 25 Prozent zusammen. Manche Fördergesellschaften sind sogar ganz aus dem Markt ausgeschieden. Unterdessen gleicht eine gestiegene Nachfrage in den Vereinigten Staaten die Nachfragedelle in den Schwellenländern aus.

      Doch ob der Preisanstieg in den nächsten Jahren anhält, ist unklar. "Niemand weiß, ob sich Chinas Wirtschaft nicht noch weiter abschwächt", sagt Martin Rapaport, Herausgeber des gleichnamigen Preis-Indexes. Zudem weiten die ersten Diamanten-Minen ihre Förderung schon wieder aus. Die Frage ist, ob Angebot und Nachfrage im Gleichgewicht bleiben, damit die Preise weiterhin steigen.

      Mehr Risiken als Chancen

      Langfristig dagegen glauben Marktkenner an einen kontinuierlichen Preisanstieg. "Die Zahl der Steine wird immer weiter sinken, weil schlicht immer weniger in der Erde liegen, während die Nachfrage steigt, da die Weltbevölkerung zunimmt und wohlhabender wird", sagt Rapaport.

      Selbst wenn diese Prognose zutreffen sollte, bleibt der Diamanten-Markt für Anleger extrem riskant. Gerade Luxusgüter können mit enormen Preisstürzen auf plötzliche Wirtschaftseinbrüche reagieren. Wer in dieser Situationen seine Steine verkaufen will, weil er dringend Geld braucht, macht womöglich Verlust.

      Hinzu kommen drei weitere Risiken. Erstens unterliegen Luxusgüter wie Diamanten immer Trends. Kauft ein Anleger also heute einen Stein mit einem bestimmten Schliff, "ist der vielleicht schon in ein paar Jahren weniger wert als heute, weil sich die Vorlieben geändert haben", sagt Uwe Günther, Chef des Berliner Vermögensverwalters BPM, der auch Kunden aus der internationalen Diamanten-Szene betreut.


      Keine vorbildlichen Arbeitsbedingungen: Diamantenförderung in Sierra Leone

      Zweitens begeben sich Diamanten-Investoren in eine womöglich fatale Abhängigkeit von Experten, die den Wert eines Steins schätzen. Bei Diamanten hängt der Wert nicht nur vom Karat-Gewicht ab, sondern auch von der Qualität des Juwels. Sie bestimmt sich etwa dadurch, wie rein der Stein ist.

      Laien können das selber kaum einschätzen, sie müssen deswegen Fachleute um ihre Einschätzung bitten. Nur: "Ein Stein kann von zwei verschiedenen Experten anders bewertet werden", sagt Günther. Im Extremfall macht ein Anleger also ein Minusgeschäft: Erst kauft er einen Brillanten zu einem hohen, von einem ersten Fachmann geschätzten Preis – und ein paar Jahre später beziffert ein anderer Fachmann den Wert niedriger ein, wenn der Anleger seinen Stein wieder loswerden will.

      Drittens finanzieren die Käufer der Steine damit womöglich Kriege. Eigentlich sollte das Kimberly Abkommen das Problem der sogenannten Blutdiamanten lösen, benannt nach dem südafrikanischen Ort, an dem die Vereinbarung ausgehandelt wurde. Der Vertrag trat 2003 in Kraft und verbietet den Handel mit Juwelen, die Rebellen finanzieren, die die Regierung ihres Landes bekämpfen.

      Massaker an der eigenen Bevölkerung

      Das Problem ist nur: "Die Definition von Konflikt ist viel zu eng gefasst", sagt Michael Gibb von der britischen Menschenrechtsorganisation Global Witness. Das Abkommen verbietet zum einen nicht den Verkauf von Diamanten, mit denen Rebellengruppen Konflikte untereinander finanzieren.

      Zum anderen schließt es nicht den Verkauf von Juwelen aus, deren Erlöse Staatschefs dazu nutzen, um ihre eigene Bevölkerung zu terrorisieren. Beispiel Zimbabwe: Dort überfielen Regierungstruppen 2008 eine Diamanten-Lagerstätte, vergewaltigen Frauen und töteten mehr als 200 Arbeiter.

      welt.de/videos/article13992638…nen-Euro-versteigert.html
      Perfektion in ihrer reinsten Form: Einer der größten Diamanten der Welt kam jetzt in New York unter den Hammer. Der Edelstein gilt als Meisterwerk - dessen Größe aber wird zu einem echten Problem.

      Das zweite Problem des Kimberly Abkommen ist, "dass gerade die beteiligten Staaten in Afrika die Regeln teils nicht gut genug durchsetzen", sagt Experte Gibb. Regierungen und Unternehmen müssen gemäß des Vertrages prüfen, dass es sich bei den Steinen nicht um Blutdiamanten handelt und das mit einem Zertifikat bescheinigen.

      Trotzdem sollen es laut Amnesty International solche Juwelen in der vom Bürgerkrieg geplagten Zentralafrikanischen Republik in den Verkauf geschafft haben. "Weil gerade Staaten in Afrika so sehr von Korruption und Krisen geplagt sind, dass sie es schlicht nicht schaffen, nebenbei noch richtig zu kontrollieren" sagt Menschenrechtler Gibb. Zudem berichtet Amnesty International von Hungerlöhnen der Minen-Arbeiter, miserablen Arbeitsbedingungen und sogar Kindern, die in Förderstätten schuften müssen.

      Nur einen kleiner Teil des Vermögens für Juwelen

      Gibb ist überzeugt, dass niemand Käufern garantieren könne, nicht doch an solche Diamanten zu geraten. Er rät ihnen daher dazu, sich nicht mit einem simplen Dokument abspeisen zu lassen, das die angeblich saubere Herkunft eines Steins bescheinigt.


      Der De Beers Millennium Jewel 4, eine seltener, ovaler, blauer Diamant mit einem Gewicht von 10,1 Karat

      Vielmehr sollten Abnehmer genau nachfragen, wie das jeweilige Unternehmen mit den Herkunfts-Risiken umgeht, woher es die Juwelen bezieht und unter welchen Bedingungen sie dort gefördert wurden. "So können Käufer immerhin das Risiko minimieren, an dreckige Diamanten zu kommen", sagt er.

      Lassen sich Anleger von all diesen Risiken trotzdem nicht davon abschrecken, in ein paar Klunker zu investieren, rät der Berliner Vermögensverwalter Günther zur Bescheidenheit. "Sparer sollten nur einen ganz kleinen Teil ihres Vermögens in den Edelsteinen anlegen, höchstens ein paar Prozent."
      yorxs.de

      "Als Joachim Giehl und ich Yorxs 2011 gründeten, wollten wir den Diamantkauf vergleichbarer, transparenter und zugänglicher machen. Durch ein online-basiertes, flexibles Geschäftsmodell ohne großes Warenlager können wir Ihnen die besten Preise und eine Auswahl von über 250.000 losen Diamanten bieten – und das bei höchster Qualität."