Kampf gegen Windmühlen
GVU gegen Raubkopierer - 217 Prozent Zuwachs bei Kino.to und Co.
Die Gesellschaft zur Verfolgung von Urheberrechtsverletzungen hat ein neues "Top-Target" bei den illegalen Angeboten im Netz ausgemacht, Kino.to zählt zu einen der größten Anbieter für illegale Streaming-Angebote. (Lars Craemer, 29.10.2010)
Die Gesellschaft zur Verfolgung von Urheberrechtsverletzungen kämpft anscheinend einen aussichtslosen Kampf. So bietet das Internet über 526.000 Filme mit deutscher Tonspur, die meist mit einem Klick gestartet und angeschaut werden können - ohne Dateien auf dem heimischen PC herunterladen zu müssen. Der Gesamtzuwachs beträgt rund 58 Prozent im Vergleich zum Vorjahr. Der "Markt" der reinen Streaming-Angebote ist sogar um 217 Prozent gewachsen und bietet über 151.000 Filme.
Doch das Wissen um die Filme alleine reicht nicht aus, so ist beispielsweise der Firmensitz von Kino.to in Tonga und die Server stehen in Russland. Rechtlich Handhabe? Fehlanzeige.
Eine gegenläufige Entwicklung zeigt sich beim illegalen Herunterladen von Musik, hier ist in den letzten vier Jahren die Nachfrage von 412 Millionen auf 258 Millionen Stück gesunken. Branchensprecher sehen hier ihre Abmahn-Maßnahmen bestätigt, Abschreckung funktioniert also. Belegbar ist dies allerdings nicht, andere Stimmen sehen eher Angebote wie beispielsweise Youtube und Myspace als Entspannung der Nachfrage - hier kann man sich die Musikstücke zur Not auch besorgen und man geht praktisch kein Risiko ein.
Eher weltfremd mutet bei solch optimistischer Sichtweise die Anzahl der Ermittlungen an, von 686 Ermittlungen wurden 401 Personen erfolgreich überführt.
Die GVU betont allerdings bei allen Aktionen, dass man es nicht auf den normalen Endkunden abgesehen hat, sondern auf der einen Seite auf die ursprünglichen Beschaffer des Filmmaterials und auf der anderen Seite die Verteiler im Netz. Dennoch muten einige Aktionen etwas seltsam an, wenn beispielsweise Ermittler im Kinosaal mit Nachtsichtgerät auf Raubkopierer-Fang gehen. Dass der "Kunde" kein Interesse an verwackelten Aufnahmen hat, wird anscheinend ignoriert. Genauso wie der Wunsch des Filmbetrachters, im Zwielicht nicht unbedingt von einem Nachtsichtgerät beobachtet zu werden. Auch Aktionen, bei denen die Kinosäle mit Reklame gegen Raubkopien gepflastert werden, sind eher nur ein Tropfen auf den heißen Stein - die Streaming-"Kunden" sitzen ohnehin im heimischen Wohnzimmer.
Quelle: GVU http://www.gvu.de/1_Startseite.htm
GVU gegen Raubkopierer - 217 Prozent Zuwachs bei Kino.to und Co.
Die Gesellschaft zur Verfolgung von Urheberrechtsverletzungen hat ein neues "Top-Target" bei den illegalen Angeboten im Netz ausgemacht, Kino.to zählt zu einen der größten Anbieter für illegale Streaming-Angebote. (Lars Craemer, 29.10.2010)
Die Gesellschaft zur Verfolgung von Urheberrechtsverletzungen kämpft anscheinend einen aussichtslosen Kampf. So bietet das Internet über 526.000 Filme mit deutscher Tonspur, die meist mit einem Klick gestartet und angeschaut werden können - ohne Dateien auf dem heimischen PC herunterladen zu müssen. Der Gesamtzuwachs beträgt rund 58 Prozent im Vergleich zum Vorjahr. Der "Markt" der reinen Streaming-Angebote ist sogar um 217 Prozent gewachsen und bietet über 151.000 Filme.
Doch das Wissen um die Filme alleine reicht nicht aus, so ist beispielsweise der Firmensitz von Kino.to in Tonga und die Server stehen in Russland. Rechtlich Handhabe? Fehlanzeige.
Eine gegenläufige Entwicklung zeigt sich beim illegalen Herunterladen von Musik, hier ist in den letzten vier Jahren die Nachfrage von 412 Millionen auf 258 Millionen Stück gesunken. Branchensprecher sehen hier ihre Abmahn-Maßnahmen bestätigt, Abschreckung funktioniert also. Belegbar ist dies allerdings nicht, andere Stimmen sehen eher Angebote wie beispielsweise Youtube und Myspace als Entspannung der Nachfrage - hier kann man sich die Musikstücke zur Not auch besorgen und man geht praktisch kein Risiko ein.
Eher weltfremd mutet bei solch optimistischer Sichtweise die Anzahl der Ermittlungen an, von 686 Ermittlungen wurden 401 Personen erfolgreich überführt.
Die GVU betont allerdings bei allen Aktionen, dass man es nicht auf den normalen Endkunden abgesehen hat, sondern auf der einen Seite auf die ursprünglichen Beschaffer des Filmmaterials und auf der anderen Seite die Verteiler im Netz. Dennoch muten einige Aktionen etwas seltsam an, wenn beispielsweise Ermittler im Kinosaal mit Nachtsichtgerät auf Raubkopierer-Fang gehen. Dass der "Kunde" kein Interesse an verwackelten Aufnahmen hat, wird anscheinend ignoriert. Genauso wie der Wunsch des Filmbetrachters, im Zwielicht nicht unbedingt von einem Nachtsichtgerät beobachtet zu werden. Auch Aktionen, bei denen die Kinosäle mit Reklame gegen Raubkopien gepflastert werden, sind eher nur ein Tropfen auf den heißen Stein - die Streaming-"Kunden" sitzen ohnehin im heimischen Wohnzimmer.
Quelle: GVU http://www.gvu.de/1_Startseite.htm