Tips für den Urlaub mit dem Motorrad

      Tips für den Urlaub mit dem Motorrad

      Urlaub mit dem Motorrad (Teil 1): Vor Reiseantritt Motorrad überprüfen

      30.05.2007
      Mit dem Motorrad in Urlaub zu fahren, bedeutet für viele Biker "Freiheit für mehrere Tage". Doch bevor man sich auf sein Zweirad schwingt, sind einige Vorbereitungen zu treffen und unterwegs ist einiges zu beachten.

      Mit dem Motorrad in Urlaub zu fahren, bedeutet für viele Biker "Freiheit für mehrere Tage". Doch bevor man sich auf sein Zweirad schwingt, sind einige Vorbereitungen zu treffen und unterwegs ist einiges zu beachten.
      Einer gründlichen Überprüfung sollte jeder Motorradfahrer seine Maschine vor dem Start in den Urlaub unterziehen. Notwendig ist vor allem die Kontrolle der Bremsanlage und der Bremsflüssigkeit. Auch ein Check der elektrischen Anlage empfiehlt sich. Wer nicht selbst Hand anlegen will, kann bequem eine der angebotenen Urlaubs-Aktionen verschiedener Werkstätten nutzen. Auch ein Test der Federwege schadet nicht, um Sicherheit und Fahrkomfort zu gewährleisten. Denn ein Defekt kann für eine schlechte Bodenhaftung der Reifen verantwortlich sein. Dadurch entstehen längere Bremswege, zudem wird die Kurvenstabilität beeinträchtigt und der Reifenverschleiß erhöht.
      Den Reifendruck kann der Fahrer vor dem Urlaub selbst überprüfen. Dabei sollte er daran denken, den Luftdruck wegen des schweren Reisegepäcks auf den empfohlenen "Voll-Lastdruck" zu erhöhen. Auf Reifenschäden ist genauso zu achten wie auf die Profiltiefe. Auffälliger Reifenabrieb oder andere Schäden können nicht nur gefährlich, sondern auch teuer werden: 50 Euro Strafe und drei Punkte im Flensburger Zentralregister werden für abgefahrene Reifen fällig. Ebenso gehört der Ölstand kontrolliert und gegebenenfalls muss Öl nachgefüllt werden. Gereinigte Scheinwerfergläser sorgen für besseres Sehen und Gesehenwerden und gewähren somit mehr Sicherheit.

      Richtiges Beladen ist halb gefahren

      Urlaub mit dem Motorrad (Teil 2): Richtiges Beladen ist halb gefahren

      30.05.2007
      Das richtige Beladen des Motorrades ist für eine stressfreie Urlaubsfahrt wesentlich. Schon aus Gründen der Sicherheit muss das Gepäck für ein oder zwei Personen auf dem schmalen Einspurfahrzeug gut verteilt werden.

      Das richtige Beladen des Motorrades ist für eine stressfreie Urlaubsfahrt wesentlich. Schon aus Gründen der Sicherheit muss das Gepäck für ein oder zwei Personen auf dem schmalen Einspurfahrzeug gut verteilt werden. Schwere Dinge wie Werkzeug gehören unten in den Tankrucksack. So wird der Schwerpunkt des Motorrades möglichst weit nach vorn verlagert. Liegt dieser zu weit hinten, kann das Motorrad ins Schwimmen geraten, ein präzises Manövrieren ist dann nur noch eingeschränkt möglich. Gut gefüllt darf der Tankrucksack jedoch keinesfalls den Lenkereinschlag und den Blick auf die Instrumente und Kontrolleuchten beeinträchtigen.
      Regenkombi und kleine Mahlzeiten für zwischendurch zählen zu den Dingen, die schnell greifbar sein müssen. Sie finden im Tankrucksack obenauf ihren Platz. In den Seitenkoffern und Satteltaschen sind Kleidungsstücke und Campingutensilien gut untergebracht. Hierbei ist ebenso wie beim Transportgut auf der Gepäckbrücke darauf zu achten, dass das Gepäck wasserdicht verpackt und gut befestigt wird. Spanngurte mit Schnallen und flexible Spanngummis sorgen für den nötigen Halt. Zudem sind die Seitenkoffer gleichmäßig zu beladen; auch hier gehören die gewichtigen Dinge nach unten. Die Ladung auf dem Gepäckträger ist möglichst weit vorn zu befestigen, damit der Schwerpunkt der Maschine nicht unnötig nach hinten wandert. Andernfalls könnte das Bike sogar nach hinten wegkippen. Schwere Rucksäcke, so warnen auch Experten vom TÜV Rheinland, sind meist unangenehm für den Fahrer und führen häufig zu einer unbequemen Sitzhaltung und vorzeitiger Ermüdung.

      Erste Hilfe für Mensch und Maschine

      Urlaub mit dem Motorrad (Teil 3): Erste Hilfe für Mensch und Maschine

      30.05.2007
      Trotz guter Vorbereitung kann auf der Urlaubsfahrt das Motorrad schlapp machen. Daher ist eine Grundausstattung an Werkzeug unentbehrlich.

      Trotz guter Vorbereitung kann auf der Urlaubsfahrt das Motorrad schlapp machen. Daher ist eine Grundausstattung an Werkzeug unentbehrlich. Schraubenschlüssel, Klebeband, Reifenpilot, Glühbirnen und Ersatz für Brems- und Kupplungshebel rauben nicht viel Platz und sichern bei einer Panne die Weiterfahrt bis zur nächsten Werkstatt. Auch eine Warnweste sollte mit an Bord sein, da es in einigen Ländern Europas Pflicht ist, im Pannenfall auf der Autobahn eine solche Weste zu tragen. Dies gilt nicht nur für Autofahrer, sondern für alle Autobahnbenutzer.
      Für jene Biker, die noch eine Ecke in der Satteltasche frei haben, empfiehlt es sich, die wichtigsten Ersatzteile wie Fußrasten, Rückspiegel und Blinker mitzunehmen. Sie sind die typischen "Sturzopfer", die beim Umkippen der Maschine oder bei kleinen Unfällen am ehesten zu Bruch gehen.
      Mit an Bord hat auch ein kleines Erste-Hilfe-Paket für den Menschen zu sein. Eine Motorrad-Verbandstasche gehört beispielsweise in Österreich zur Pflichtausrüstung aller Biker. Dabei darf eine Warnhaube nicht fehlen. Über den Helm gezogen übernimmt die Haube die Funktion des Warndreiecks. Damit können Motorradfahrer im Notfall den nachfolgenden Verkehr warnen und für Abstand zu einer Unfallstelle sorgen. Erhältlich sind verschiedene Warnhaube für 7,50 Euro bis zehn Euro im Motorradzubehörhandel.

      Fahren in der Gruppe und mit Kindern

      Urlaub mit dem Motorrad (Teil 4): Fahren in der Gruppe und mit Kindern

      30.05.2007
      Motorradurlaub in der Gruppe macht vielen Bikern noch mehr Spaß als Solo-Touren. Zudem ist eine Gruppenfahrt sinnvoll, da sich die Fahrer im Notfall gegenseitig helfen können.

      Motorradurlaub in der Gruppe macht vielen Bikern noch mehr Spaß als Solo-Touren. Zudem ist eine Gruppenfahrt sinnvoll, da sich die Fahrer im Notfall gegenseitig helfen können. Um unbeschwert am Urlaubsort anzukommen, sollten bei Gruppenfahrten gewisse Regeln beachtet werden. So sind bereits vor der Tour Streckenverlauf, Treffpunkte und Tankstopps zu verabreden. Die Distanz zwischen den Tankstellen richtet sich nach dem Motorrad mit dem kleinsten Tankvolumen. Zur besseren Verständigung während der Fahrt und für die Ankündigung unvorhergesehener Pausen sind vor Fahrtantritt Handzeichen zu vereinbaren.
      Sinnvoll ist, wenn erfahrene Biker die Spitze und das Ende einer Gruppe bilden. So wird verhindert, dass der Motorradschwarm zu weit auseinander driftet. Ein relativ dichtes Fahrerfeld ist sowohl für die Fahrer selbst als auch für andere Verkehrsteilnehmer angenehmer. Dazu trägt auch bei, wenn Fahrer immer versetzt auf den zwei Spuren einer Fahrbahn fahren. Gleichzeitig wird auf diese Weise ein ausreichender Sicherheitsabstand zum Vordermann auf der gleichen Spur gehalten. Große Konvois sollten sich darüber hinaus in kleinere Gruppen bis zu acht Personen aufteilen. Allerdings: An Kreuzungen und bei Überholmanövern muss jeder Biker sich selbst davon überzeugen, ob die Strecke frei ist und darf sich dabei nicht auf den Vordermann verlassen.
      Biker-Paare können auch mit ihren Kindern auf dem Motorrad in die Ferien reisen. In Deutschland dürfen Kinder jeden Alters auf motorisierten Zweirädern mitgenommen werden. Passagiere unter sieben Jahre gehören jedoch in einen speziellen Kindersitz. Und auch ältere Kinder benötigen Kraft und die passende Ausrüstung. Sicher sitzt der Nachwuchs nur, wenn er mit seinen Füßen die Beifahrer-Rasten erreicht und physisch in der Lage ist, sich am Fahrer festzuhalten. Für kleinere Kinder gibt es im Zubehörhandel TÜV-geprüfte Sicherheitssitze, die fest am Fahrzeug montiert werden.
      Auch haben die Kleinen Motorradbekleidung in ihrer Größe zu tragen, das heißt passend und nicht zwei Nummern zu groß. Wer auf das "Reinwachsen" vertraut, setzt seinen Nachwuchs einem hohen Risiken aus, da die Protektoren dann nicht an der richtigen Stelle sitzen. Gelegenheitsfahrer sind mit Mietbekleidung am günstigsten unterwegs, ansonsten bietet der Handel eine große Auswahl an kindgerechter Bekleidung an. Bei der Auswahl des Kinderhelmes ist darauf zu achten, dass dieser nicht zu schwer ist und so die Nackenmuskulatur des Nachwuchses schont. Generell gilt für den erwachsenen Fahrer: Hartes Beschleunigen, hohes Tempo und lange Etappen sind tabu. Vor einer Urlaubsfahrt sollte das Kind schon ein paar Motorradtouren mitgemacht haben.

      Sicher auf Tour

      Urlaub mit dem Motorrad (Teil 5): Sicher auf Tour

      30.05.2007
      Auf der Urlaubsfahrt stellen schlechte Straßen für Motorradfahrer ein hohes Unfallrisiko dar. Vorausschauendes Fahren und Ruhe bewahren sind daher die wichtigsten Regeln für die Tour in die Ferien.

      Auf der Urlaubsfahrt stellen schlechte Straßen für Motorradfahrer ein hohes Unfallrisiko dar. Wer mit seinem Bike unvorbereitet auf Schlaglöcher, Rollsplit oder Ölflecken trifft, liegt schnell auf dem Boden. Vorausschauendes Fahren und Ruhe bewahren sind daher die wichtigsten Regeln für die Tour in die Ferien.
      Hektisches Korrigieren, um Schlaglöchern auszuweichen, ist die falsche Reaktion. Sicher meistert derjenige die Unebenheiten, der die Maschine möglichst locker lenkt. Die Löcher im Asphalt bergen aber noch eine zusätzliche Gefahr: Vom Kraterrand her löst sich immer mehr Straßenbelag, der, ähnlich wie Rollsplit, besonders in Kurven für einen rutschigen Untergrund sorgt. Bricht das Motorrad dort aus, heißt es Kupplung ziehen und wieder in senkrechte Position kommen. Unter Umständen kann die gezielte Flucht ins Gelände der rettende Ausweg sein. Doch bei Bergpässen und Alleen ist dies kaum eine Option.
      Neben brüchigem Asphalt und Rollsplit lauern noch andere Rutschgefahren auf den Biker. Mit schwarzem Bitumen geflickte Straßenschäden sind bei Nässe sehr rutschig, bei Hitze schmelzen sie an und bieten ebenfalls wenig Grip. Der Regen lässt auch Fahrbahnmarkierungen glatt werden. Obacht ist ebenso bei Ölflecken geboten. Auf den Rutschfallen gilt: nicht bremsen, kein Gas geben und in der Kurve sich nicht zu sehr in die Schräglage legen.

      Sicher auf zwei Rädern unterwegs

      Sicher auf zwei Rädern unterwegs (Teilweise steht das Gleiche auch oben schon drin! ;) )

      Mit dem Motorrad in den Urlaub zu fahren ist ein besonderes Erlebnis. Um das Reiseziel sicher zu erreichen sollte man ein paar Punkte beachten
      Mit dem Sommer kehren auch die Motorradfahrer auf die Straßen zurück. Eine Fahrt in den Urlaub mit dem Zweirad ist ein besonderes Erlebnis, mit keinem anderen Transportmittel ist man so flexibel was Pausen, Abstecher und Routenänderungen betrifft. Das Motorrad ist der Inbegriff von Freiheit und Unabhängigkeit. Doch einfach aufsteigen und losfahren kann riskant und gefährlich sein, vor allem wenn das Motorrad nach der Winterpause zum ersten Mal für eine längere Tour in Betrieb genommen wird. Daher gilt es, vor Reiseantritt ein paar wichtige Punkte zu beachten, die die Sicherheit aller Reisenden gewährleistet.

      Motorrad überprüfen

      Am wichtigsten ist natürlich die Funktionstüchtigkeit des Fahrzeuges und man sollte das Motorrad daher vor Reiseantritt einer gründlichen Überprüfung unterziehen. Hierbei ist besonders auf die Kontrolle der Bremsanlage und der Bremsflüssigkeit zu achten, da nur einwandfrei funktionierende Bremsen Leben retten. Auch die elektrische Anlage muss unbedingt auf ihre Funktionstüchtigkeit geprüft werden. Ebenfalls gecheckt werden sollten die Federwege. Ein Defekt kann hier zur schlechten Bodenhaftung der Reifen führen und stellt somit ein Sicherheitsrisiko dar, da sich die Bremswege verlängern und die Kuvenstabilität beeinträchtigt ist. Dazu kommt noch ein erhöhter Reifenverschleiß.
      Ebenfalls nicht vergessen sollte man die Überprüfung des Reifendrucks. Wenn mit schwerem Reisegepäck zu rechnen ist, ist der Reifendruck auf den empfohlenen "Voll-Lastdruck" zu erhöhen. Damit einhergehend müssen auch die Reifen selber auf Beschädigungen, Profiltiefe oder auffälligem Reifenabrieb kontrolliert werden. Schadhafte Reifen stellen ein großes Sicherheitsrisiko dar. Weiters muss der Ölstand kontrolliert und gegebenenfalls Öl nachgefüllt werden. Zu guter Letzt sind noch die Scheinwerfergläser zu reinigen.

      Die Beladung

      Das richtige Beladen des Motorrades ist ausschlaggebend für eine sichere und stressfreie Reise. Die Verteilung des Gepäcks hat großen Einfluss auf die Stabilität des Zweirades und daher sollte sie gut geplant werden. Schwere Gegenstände und Gepäckstücke werden unten im Tankrucksack verstaut um den Schwerpunkt des Motorrades möglichst weit nach vorne zu verlagern. Liegt der Schwerpunkt zu weit hinten kann das Zweirad ins Schwimmen geraten, was ein präzises Manövrieren erschwert oder unmöglich macht und somit die Unfallgefahr erhöht. Beim Befüllen des Tankrucksacks ist darauf zu achten, dass er nicht den Lenkeinschlag oder den Blick auf Instrumente und Kontrolleuchten beeinträchtigt.
      Regenschutz, Snacks und Getränke werden oben im Tankrucksack verstaut. Sie müssen schnell greifbar sein. In den Seitenkoffern können Kleidung und Campingutensilien untergebracht werden, wobei auch hier wie überall darauf geachtet werden muss, die Gepäckstücke wasserdicht zu verpacken und gut zu befestigen. Spanngurte mit Schnallen und flexible Spanngummis geben sicheren Halt. Die Seitenkoffer sollten gleichmäßig beladen werden. Schwere Gepäckstücke gehören nach unten um den Schwerpunkt möglichst tief zu halten. Ladung auf dem Gepäckträger sollte möglichst weit vorne angebracht werden damit der Schwerpunkt der Maschine nicht nach hinten wandert. Auf schwere Rucksäcke sollte verzichtet werden. Sie führen zu einer unangenehmen Sitzhaltung und zur schnellen Ermüdung des Fahrers.
      Zu beachten ist beim Beladen auch das zulässige Gesamtgewicht der Maschine. Gabel- und hintere Federbeineinstellung müssen der höheren Belastung angepasst, der Reifendruck muss auf das zulässige Maximum erhöht werden. Bei der Verwendung angebauter Koffer ist die vorgeschriebene Höchstgeschwindigkeit einzuhalten. Es ist von Vorteil, wenn vor Reiseantritt eine Probefahrt mit dem vollbeladenen Bike gemacht wird, damit sich Fahrer und eventuelle Beifahrer an die veränderten Fahreigenschaften gewöhnen können.

      Erste Hilfe für Bike und Biker

      Es kann immer passieren, dass man auf der Strecke eine Panne hat. Für diesen Fall sollte man - vor allem bei längeren Fahrtstrecken oder Fahrten durch abgelegene Gebiete - eine Grundausstattung an Werkzeug und Ersatzteilen dabei haben. Wichtig sind Schraubschlüssen, Klebeband, Reifenpilot, Glühbirnen und Ersatz für Brems- und Kupplungshebel. Nicht zu vergessen ist auch die Warnweste, die bei Pannen verpflichtend zu tragen ist.
      Wenn noch Stauraum frei bleibt sollten auch noch Fußrasten, Rückspiegel und Blinker mit an Bord da diese Teile bei Stürzen am häufigsten von Beschädigungen betroffen sind.
      Besonders wichtig ist die Mitnahme eines Erste-Hilfe-Koffers für Menschen. In Österreich gehört die Motorrad-Verbandtasche zur Pflichtausrüstung. Ebenfalls mit dabei haben sollte man eine Warnhaube die, über den Helm gezogen, die Funktion eines Warndreiecks übernimmt.

      Fahrten in der Gruppe

      Gruppenfahrten machen nicht nur Spass sondern sind auch durchaus sinnvoll, da sich die Fahrer im Notfall gegenseitig helfen können. Vor Reiseantritt müssen unbedingt der genaue Tourverlauf, Treffpunkte und Tankstopps vereinbart werden, wobei sich die Distanz zwischen den Tankstellen immer nach dem Motorrad mit dem geringsten Tankvolumen richtet. Zur besseren Verständigung sollten Handzeichen vereinbart werden - etwa zur Ankündigung von Pausen, Pannen oder allgemeinen Problemen während der Fahrt.
      Beim Fahren in der Gruppe ist es sinnvoll, wenn erfahrene Biker an der Spitze und am Ende fahren. So wird verhindert, dass die Gruppe zu weit auseinander driftet. Ein dichteres Fahrerfeld ist sowohl für die Fahrer selber als auch für andere Verkehrsteilnehmer besser überschaubar und somit stressfreier und angenehmer. Große Konvois sollten zudem in mehrere Kleingruppen mit bis zu acht Personen aufgeteilt werden. Beim Fahren in der Gruppe gilt, dass jeder der Mitfahrenden bei Überholmanövern oder an Kreuzungen sich selber davon überzeugen muss, ob die Strecke frei ist und sich nicht auf seinen Vordermann verlassen darf.

      Fahrten mit Kindern

      In Österreich dürfen Kinder unter zwölf Jahren und Kinder, die die Fußrasten nicht erreichen nicht am Motorrad mitfahren. Das gilt auch für Besucher aus dem Ausland, die durch Österreich durchfahren. Sind die Voraussetzungen gegeben, sollte man dennoch darauf achten, dass die Kinder dazu in der Lage sind, sich am Fahrer festzuhalten. Wichtig ist auch die passende Motorradkleidung. Sie darf auf keinen Fall zu groß sein, da ansonsten die Protektoren nicht an der richtigen Stelle sitzen. Helme für Kinder dürfen nicht zu schwer sein.
      Generell gilt, dass die Fahrweise dem Kind angepasst werden muss. Das heißt, hartes Beschleunigen, hohes Tempo und lange Etappen ohne Pause müssen vermieden werden. Außerdem ist es von Vorteil, wenn das Kind vor einer Urlaubsreise schon ein paar Mal mit dem Motorrad mitgefahren ist und ein wenig Übung hat.

      Sicher unterwegs

      Vor allem ein schlechter Straßenzustand stellt ein großes Risiko für Biker dar. Wer unvorbereitet auf Schlaglöcher, Rollsplitt oder eine Ölspur trifft läuft Gefahr zu verunfallen. Daher ist vorausschauendes und ruhiges Fahren eine der wichtigsten Regeln für eine Tour.
      Hektisches Korrigieren, um Schlaglöchern auszuweichen, ist die falsche Reaktion. Am sichersten überwindet man derartige Hindernisse, indem man die Maschine möglichst locker lenkt. Eine weitere Gefahr, die von Schlaglöchern ausgeht ist der sich in Körnern ablösende Asphalt, der die selbe Wirkung hat wie Rollsplitt. Der Untergrund wird rutschig und kann somit vor allem in Kurven zu Unfällen führen. Wenn das Motorrad in so einer Situation ausbricht muss die Kupplung gezogen und das Bike wieder in eine senkrechte Position gebracht werden. Manchmal kann eine gezielte "Flucht ins Gelände" der rettende Ausweg sein.
      Weitere Gefahrenquellen neben Rollsplitt und brüchigem Asphalt sind etwa mit schwarzem Bitumen geflickte Straßen, die die Straße vor allem bei Nässe in eine gefährliche Rutschpartie verwandeln und bei Hitze schmelzen. Im Regen werden auch Fahrbahnmarkierungen glatt und rutschig. Ebenfalls Vorsicht ist geboten bei Ölspuren und -flecken. Auf jedem rutschigen Untergrund gilt: nicht bremsen, kein Gas geben und sich in der Kurve nicht zu sehr in die Schräglage begeben.