Dominosteingroßer Diamant wird in Genf versteigert

      Dominosteingroßer Diamant wird in Genf versteigert

      Dominosteingroßer Diamant wird in Genf versteigert

      Einst gehörte er dem Erzherzog Joseph August von Österreich, gefunden wurde das kostbare Stück in den Minen von Golkonda: Jetzt soll der "Erzherzog Joseph Diamant" einen neuen Besitzer finden.

      Einer der berühmtesten Diamanten der Welt, der Erzherzog Joseph Diamant, wird demnächst in Genf versteigert. Erwartet werde ein Preis zwischen 15 und 20 Millionen Dollar (bis zu 15,5 Millionen Euro), teilte das Auktionshaus Christie"s mit.

      Die Versteigerung des 76,02 Karat schweren Diamanten findet am 13. November statt; zuvor soll das kostbare Stück im Oktober noch in New York und in Hongkong ausgestellt werden.

      Der Erzherzog Joseph Diamant ist etwa so groß wie ein Dominostein und rund anderthalb Zentimeter dick. Der Stein von höchster Qualität stammt aus den berühmten Minen von Golkonda in Indien, die mittlerweile geschlossen sind.

      1993 brachte er 6,5 Millionen Dollar ein

      Es ist bereits das zweite Mal, dass Christie"s den Stein in Genf versteigert. Im Jahr 1993 brachte er 6,5 Millionen Dollar ein, wechselte aber mittlerweile bei einer privaten Auktion noch einmal den Besitzer, der anonym bleiben wollte.

      Einst gehörte der Stein Erzherzog Joseph August von Österreich (1872 bis 1962), anschließend dessen Sohn. Im Jahr 1936 wurde der Diamant von einem anonymen Käufer erstanden, dann tauchte er 1961 wieder auf einer Versteigerung in London auf, bevor er 1993 erneut den Besitzer wechselte.
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      15 Millionen Dollar für einen Klunker

      15 Millionen Dollar für einen Klunker

      Das Auktionshaus Christie's versteigert einen der berühmtesten Diamanten der Welt: Der sogenannte Erzherzog Joseph Diamant wird in Genf unter den Hammer kommen, erwartet wird ein Preis von mindestens 15 Millionen Dollar.

      Irgendwo auf der Welt gibt es einen Menschen, der sich den 13. November in seinem Kalender markiert haben wird. An diesem Tag muss er sich von einem Stein trennen, durch den das Licht ungetrübt fallen soll, der so kunstvoll und hochkarätig ist, wie kaum einer sonst. Und an diesem Tag wird sein Besitzer um viele Millionen Dollar reicher.

      Das Auktionshaus Christie's ist für spektakuläre Versteigerungen bekannt, doch selbst für seine Maßstäbe ist der sogenannte Erzherzog Joseph Diamant etwas besonderes. Am besagten Novembertag kommt er in Genf unter den Hammer, erwartet wird ein Preis von mindestens 15 Millionen Dollar.

      Die Minen von Golkonda

      Nach Angaben des Auktionshauses handelt es sich um einen der berühmtesten und außerordentlichsten Diamanten der Welt. Er stammt aus den Minen von Golkonda, jener Ruinenstadt in der Mitte Indiens, die lange neben Borneo der einzige Fundort von Diamanten weltweit war, ehe im 18. Jahrhundert auch in Brasilien Edelsteine entdeckt wurden. Der Dresdner Grüne Diamant, der Hope-Diamant, der Koh-i-Noor: Die sagenumwobensten Steine stammen aus Golkonda.

      Der Erzherzog Joseph Diamant hat 76,02 Karat. Benannt ist er nach Erzherzog Joseph August (1872-1962), in dessen Besitz er einst war. Joseph August war Sohn von Erzherzog Joseph Karl Ludwig von Österreich und Prinzessin Clotilde von Sachsen-Coburg und Gotha, Leopold II. und der französische König Louis-Philippe I. waren seine Urgroßväter. Wann der Diamant in den Besitz der Habsburger kam, ist nicht bekannt.

      Erste Christie's-Auktion 1993

      Es wird angenommen, dass Erzherzog Joseph August den Diamanten an seinen Sohn Joseph Franz weitergab. Es gibt Aufzeichnungen, wonach der Junior den Stein im Juni 1933 in einer ungarischen Bank hinterlegte. Drei Jahre später wurde der Diamant an einen unbekannten Käufer veräußert, der ihn in einem Safe verwahrte. Am 22. Juni 1961 tauchte er zum ersten Mal bei einer Auktion in London auf.

      Im Jahr 1993 wurde er erneut versteigert, damals schon bei Christie's. Der Hammer fiel bei rund 9,7 Millionen Franken, nach heutigen Kursen entspricht das etwa 10,5 Millionen Dollar. François Curiel, internationaler Chef der Schmuckabteilung bei Christie's, hält es für wahrscheinlich, dass der Diamant nun mehr als 15 Millionen Dollar einbringen wird.

      Die erzielten Preise für hochklassige Diamanten waren in den vergangenen Jahren gestiegen. Trotzdem wären 15 Millionen Dollar kein Rekord: Der Blaue Wittelsbacher wurde 2008 für 24,3 Millionen Dollar versteigert, zwei Jahre später wechselte ein 25-karätiger Edelstein für über 46 Millionen Dollar den Besitzer.

      Bei wem das Geld für den Erzherzog Joseph Diamanten gutgeschrieben wird, ist nicht bekannt: Der derzeitige Besitzer will anonym bleiben.
      Berühmter Erzherzog Joseph Diamant wird in Genf versteigert
      Stein könnte bis zu 20 Millionen Dollar einbringen


      Einer der berühmtesten Diamanten der Welt, der Erzherzog Joseph Diamant, wird demnächst in Genf versteigert. Erwartet werde ein Preis zwischen 15 und 20 Millionen Dollar (bis zu 15,5 Millionen Euro), teilte das Auktionshaus Christie's am Mittwoch mit. Die Versteigerung des 76,02 Karat schweren Diamanten findet am 13. November statt; zuvor soll das kostbare Stück im Oktober noch in New York und in Hongkong ausgestellt werden.

      Der Erzherzog Joseph Diamant ist einer der wertvollsten Diam

      Der Erzherzog Joseph Diamant ist einer der wertvollsten Diamanten weltweit.

      Einer der berühmtesten Diamanten der Welt wird am Dienstag (13.11.12) vom Auktionshaus Christie's versteigert.

      Er funkelt und glitzert und ist so groß wie ein Domino-Stein: Der Erzherzog Joseph Diamant. Er ist nicht nur einer der hochkarätigsten Diamanten auf der Welt, sondern auch von höchster Qualität. Christie's ordnet ihn in der besten Farbkategorie ein und bezeichnet ihn als lupenrein. Gefunden wurde der Diamant in den legendären Goldminen von Golkonda in Indien. Einige der berühmtesten und schönsten Diamanten der Welt wurde auch in Golkonda gefunden, wie der Dresdner Grüne Diamant, der Hope-Diamant und der Koh-i-Noor-Diamant. Jetzt wird der Erzherzog Joseph Diamant versteigert.

      Geschichte des Diamanten ist weitgehend unbekannt
      Über die genaue Geschichte des berühmten Diamanten ist wenig bekannt. Christie's geht davon aus, dass der Erzherzog Joseph August von Österreich (1872-1962) ihn seinem Sohn Erzherzog Joseph Franz schenkte. Dieser deponierte ihn im Juni 1933 bei einer ungarischen Bank. Drei Jahre später wurde er anonym verkauft, der neue Besitzer deponierte ihn während des Zweiten Weltkriegs in einem Safe. Erst 1961 tauchte er bei einer Auktion in London wieder auf. 1993 versteigerte Christie's ihn schon einmal in Genf für über sechs Millionen Euro. Der damalige Käufer blieb anonym.

      Christie's erwartet Gebote zwischen 15 und 20 Millionen Dollar
      Für den 76,02 Karat schweren Edelstein rechnet das Auktionshaus Christie's mit einem Preis zwischen 15 und 20 Millionen Dollar. In den vergangenen Wochen hatte der Diamant auf Ausstellungen in New York und Hongkong schon zahlreiche Bewunderer angezogen. Die Versteigerung erfolgt am Abend im Rahmen der diesjährigen Genfer Juwelen-Aktion von Christie's. Es könnte gut sein, dass die Gebote höher liegen werden als von Christie's erwartet. Wie der Spiegel berichtete, zahlte der Londoner Juwelier Laurence Graff 2008 bereits für den Blauen Wittelsbacher Diamanten 24,3 Millionen Dollar, zwei Jahre später gab er für einen 25-karätigen rosafarbenen Diamanten 46 Millionen Dollar aus.

      Diamant für 21,5 Millionen Dollar versteigert

      Diamant für 21,5 Millionen Dollar versteigert

      Gefunden wurde er in Indiens legendärer Golkonda-Mine. Nur einige seiner Besitzer gaben sich öffentlich zu erkennen. Jetzt wurde der berühmte Erzherzog-Joseph-Diamant erneut versteigert.

      Einer der berühmtesten Edelsteine der Welt ist in Genf für knapp 21,5 Millionen Dollar versteigert worden (16,9 Millionen Euro). Den Zuschlag für den 76,02 Karat schweren Erzherzog Joseph Diamant erhielt Dienstagabend bei einer Juwelen-Auktion von Christie's ein telefonischer Bieter.

      Damit sei ein "Rekordpreis pro Karat für einen farblosen Diamanten erzielt worden", sagte Christie's-Sprecher Cristiano De Lorenzo. Der neuen Besitzer habe darauf bestanden, anonym zu bleiben. Der Auktionspreis lag einschließlich Provision und Gebühren um rund 1,5 Millionen Dollar über der zuvor abgegebenen höchsten Schätzung.

      Der erste bekannte Besitzer des Edelsteins war Erzherzog Joseph August von Österreich (1872 bis 1962), der ihn seinem Sohn überließ. Seit 1936 hatte der Diamant mehrere Besitzer, die anonym blieben. Zuletzt hatte der US-Juwelenhändler Alfredo J. Molina, Chef der in New York und Phoenix (US-Bundesstaat Arizona) ansässigen Firma Molina Fine Jewelers, den Diamanten erworben. Er war es auch, der ihn nun versteigern ließ.

      Sotheby's will bald nachziehen

      Der aus den legendären Golkonda-Minen in Indien stammende Edelstein, der etwa die Größe eines Dominosteins hat, wird von Experten wegen seiner makellosen Klarheit gerühmt. Es war bereits das zweite Mal, dass Christie's den Erzherzog Joseph Diamant versteigerte. Bei der Auktion im Jahr 1963 wurden allerdings "nur" 6,5 Millionen Dollar erzielt.

      Christie's Konkurrent Sotheby's, der im Mai den historisch bedeutenden Diamanten "Beau Sancy" für 9 Millionen Franken (7,5 Millionen Euro) versteigert hatte, will an diesem Mittwoch nachziehen. Das Auktionshaus offeriert einen seltenen naturblauen 10,48 Karat schweren Diamanten – einen sogenannten Fancy Deep Blue. Für den tropfenförmig im facettenreichen Briolette-Stil geschliffenen Stein werden zwischen 3,3 und 4,2 Millionen Franken erwartet.
      Berühmter Diamant für 21,5 Millionen Dollar versteigert

      Das Auktionshaus Christie's hat einen der berühmtesten Diamanten der Welt versteigert: Der makellos klare Erzherzog-Joseph-Diamant kam in Genf für 21,5 Millionen Dollar unter den Hammer. Der neue Besitzer will anonym bleiben.

      Genf - Er ist der Star unter den Edelsteinen. Das Auktionshaus Christie's hat am Dienstagabend den berühmten Erzherzog-Joseph-Diamanten für rund 21,5 Millionen Dollar an einen Telefonbieter versteigert. Der Erlös liegt damit in der erwarteten Preisspanne von 15 bis 25 Millionen Dollar. Der neue Besitzer bestand darauf, anonym zu bleiben.

      Es sei ein "Rekordpreis pro Karat für einen farblosen Diamanten erzielt worden", sagte Christie's-Sprecher Cristiano De Lorenzo. Der Auktionspreis lag einschließlich Provision und Gebühren über der zuvor abgegebenen höchsten Schätzung. Der Stein hat 76,02 Karat und ist makellos klar. Insgesamt kamen bei der Auktion an diesem Tag 290 Diamanten für rund 75 Millionen Dollar unter den Hammer.

      Nach Angaben des Auktionshauses handelt es sich um einen der berühmtesten und außerordentlichsten Diamanten der Welt. Er stammt aus den Minen von Golkonda in der Mitte Indiens, die lange neben Borneo der einzige Fundort von Diamanten weltweit waren, ehe im 18. Jahrhundert auch in Brasilien Edelsteine entdeckt wurden.

      Einst in Besitz von Erzherzog Joseph August

      Der nun versteigerte Diamant wurde nach dem österreichischen Erzherzog Joseph August (1872-1962) benannt, in dessen Besitz er einst war. Es wird angenommen, dass der Erzherzog den Diamanten an seinen Sohn Joseph Franz weitergab. Es gibt Aufzeichnungen, wonach der Junior den Stein im Juni 1933 in einer ungarischen Bank hinterlegte. Drei Jahre später wurde der Diamant an einen unbekannten Käufer veräußert, der ihn in einem Safe verwahrte.

      Am 22. Juni 1961 war er zum ersten Mal bei einer Auktion in London versteigert worden. Im Jahr 1993 kam er erneut unter den Hammer, damals schon bei Christie's. Den Zuschlag erhielt ein Bieter bei 9,7 Millionen Franken, nach heutigen Kursen entspricht das etwa 10,5 Millionen Dollar.

      Konkurrent Sotheby's zieht nach

      Christie's Konkurrent Sotheby's, der im Mai den historisch bedeutenden Diamanten Beau Sancy für rund neun Millionen Dollar versteigert hatte, will an diesem Mittwoch nachziehen. Das Auktionshaus bietet einen seltenen naturblauen 10,48 Karat schweren Diamanten an - einen sogenannten Fancy Deep Blue. Für den tropfenförmig im facettenreichen Briolette-Stil geschliffenen Stein werden zwischen 3,3 und 4,2 Millionen Dollar erwartet.

      Die erzielten Preise für hochklassige Diamanten waren in den vergangenen Jahren gestiegen. Dennoch sind 21,5 Millionen Dollar kein Rekord: Der Blaue Wittelsbacher wurde im Jahr 2008 für 24,3 Millionen Dollar versteigert, zwei Jahre später wechselte ein 25-karätiger Edelstein für über 46 Millionen Dollar den Besitzer.
      Hier gibt es noch einen interessanten Bericht:

      Der Rekord-Diamant

      Ein Juwel von Erzherzog Joseph wurde für umgerechnet 16,9 Millionen Euro versteigert

      Rekord in Genf: Nie wurde für einen glasklar-farblosen Edelstein pro Karat mehr bezahlt als für den Erzherzog-Joseph-Diamanten. Der legendäre Stein aus Indien hat eine Geschichte voller Rätsel.

      Diamanten kommen aus der Hölle: Mehr als 100 Kilometer im Erdinneren sind Kohlenstoff-Kristalle Temperaturen von mehr als 1200 Grad Celsius ausgesetzt, Millionen von Jahren. Das macht sie härter als jedes andere Material. Vulkane bringen so entstandene Steine nach oben, innerhalb von Stunden. Nur Minuten dauerte es in der Nacht zum Mittwoch, bis in Genf einer der geheimnisvollsten Diamanten der Welt für umgerechnet 16,9 Millionen Euro seinen Besitzer wechselte (21,474 Millionen Dollar).

      Im Four Seasons Hotel am Genfer See, wo ein Standard-Zimmer 690 Franken pro Nacht kostet, bekam mancher feuchte Hände. Der Auktionator rief das letzte Stück der diesjährigen Juwelen-Versteigerung von Christie's auf, den Erzherzog-Joseph-Diamanten, einst ein Prunkstück in der Schatzkammer der Habsburger Monarchie.

      "Dieser Stein ist einer Königin würdig", sagt Alfredo J. Molina. 13 Jahre lang war der Chef der US-Firma Molina Fine Jewelers Besitzer des Diamanten. Bekannt wurde das erst kurz vor der Auktion.

      Noch mehr ist rätselhaft an diesem 76,02 Karat schweren Stein, mit dessen Verkauf laut Christie's ein Weltrekord aufgestellt wurde – der höchste Preis pro Karat (282 245 Dollar), der je für einen farblosen Diamanten gezahlt wurde. Die makellose Klarheit verrät, dass er aus den legendären Minen von Golkonda in Indien stammt, die seit Jahrzehnten stillgelegt sind.

      Schon 400 Jahre vor Christus waren sie bekannt. Bis 1725 in Brasilien Diamanten entdeckt wurden, war Golkonda neben einer kleinen Mine auf Borneo der einzige Fundort der wertvollen Steine.

      Der Joseph-Diamant gilt als der bedeutendste Golkonda-Stein, der je auf Auktionen auftauchte. Das liegt auch daran, dass drei noch berühmtere Diamanten aus der indischen Minenregion unverkäuflich sind: Der Koh-i-noor gehört zu den Kronjuwelen im Londoner Tower. Der Regent im Louvre ist Teil des französischen Staatsschatzes. Und der Hope gehört dem Smithsonian Institute in Washington.

      Unter welchen Umständen der nun versteigerte Diamant einst zu den Habsburgern kam, ist reichlich nebulös. Jedenfalls taucht in den Chroniken Erzherzog Joseph August von Österreich und Ungarn (1872 bis 1962) als erster registrierter Besitzer auf, was ihn später zum Namensgeber werden ließ.

      Krieg im Safe überstanden

      Der Ur-Ur-Enkel von Kaiserin Maria Theresia (1717-1780) überließ das gute Stück seinem Sohn Erzherzog Joseph Franz (1895-1957). Die nächste urkundliche Erwähnung bezieht sich auf die Einlagerung 1933 bei der Ungarischen Zentralbank. 1936 erwarb ein anonymer Käufer den Stein. Er sei im Zweiten Weltkrieg in einem Safe aufbewahrt worden, erklärt Christie's, und "glücklicherweise der Aufmerksamkeit der Nazis entgangen". Sonst, wer weiß, hätte es vielleicht zum Stoff für Hollywood gereicht – "Indiana Jones und der Erzherzog-Joseph-Diamant".

      So aber ging der edle Klunker meist ohne Aufsehen mal an diesen, mal an jenen Unbekannten. 1961 tauchte er überraschend für die Fachwelt bei einer Auktion in London auf. Nur um für mehr als drei Jahrzehnte wieder in der Versenkung zu verschwinden. 1993 versteigerte ihn Christie's in Genf für 6,5 Millionen Dollar.

      "Nun wünsche ich ihm gute Reise", sagt Vorbesitzer Molina wehmütig. Klar, dass auch der neue Besitzer, der das Super-Juwel telefonisch für sich ersteigern ließ, so heißt wie die meisten vor ihm: Mr. Anonymus – oder war es eine Mrs.?
      Rekord-Diamant
      17 Millionen Euro für ein kleines edles Steinchen


      Rund 17 Millionen Euro zahlte ein unbekannter Bieter für den außergewöhnlichen Erzherzog-Joseph-Diamant bei einer Versteigerung. Der Edelstein aus der einstigen Habsburger-Dynastie gilt als besonders rein.
      Das sei der höchste Preis, der jemals für einen Diamanten aus der berühmten Golkonda-Mine in Indien gezahlt wurde, teilte das Auktionshaus Christie´s im schweizerischen Genf mit. Auch der Preis pro Karat sei mit 282 485 Dollar ein Rekord. Der Erzherzog-Joseph-Diamant ist 76,02 Karat schwer. Das Auktionshaus rühmte die außergewöhnliche Reinheit des Diamanten. Er wurde bei der telefonischen Auktion von einem unbekannten Bieter ersteigert.

      Die Mine von Golkonda wird heute nicht mehr betrieben, weil die Vorkommen erschöpft sind. In der Zeit zwischen 300 v. Chr. bis ins 19. Jahrhundert hinein war Golkonda als wichtigste Diamantenmine der Welt bekannt. Danach erhielt sie Konkurrenz aus Brasilien und Südafrika.

      Der Erzherzog-Joseph-Diamant gehörte einst der Habsburger-Dynastie. Erzherzog Joseph war ein Urenkel von Kaiser Leopold II. und verbrachte sein Leben in Ungarn, bevor er im Zweiten Weltkrieg in die USA auswanderte. Später ließ er sich in Deutschland nieder, wo er im Jahr 1962 im Alter von 90 Jahren starb.