Den Rowdys auf der Spur
Raser und laute Motorräder werden von der Polizei ab sofort schärfer kontrolliert. Die Ordnungshüter haben aufgerüstet: Die neue Technik lässt nicht mehr nur Geschwindigkeits-, sondern nun auch Lärmmessungen zu.
Rhein-Berg.
Mit den ersten Sonnenstrahlen holten am Samstag auch die ersten Motorradfahrer im Rheinisch-Bergischen Kreis ihre Zweiräder aus der Garage. Die meisten Zweiradpiloten waren gesittet auf den Kreisstraßen unterwegs, hielten sich an die vorgeschriebenen Geschwindigkeiten und vermieden mit ihren Motorräder unnötigen Lärm. Für Verkehrsrowdys auf zwei Rädern allerdings brechen pünktlich zum Beginn der Motorradsaison in Rhein-Berg schwere Zeiten an: Notorischen Rasern, rücksichtslosen Dränglern, alkoholisierten Fahrzeuglenkern und Krawallbrüdern mit ausgeräumten Auspuffanlagen sagt die Kreispolizei den Kampf an.
Die Ordnungshüter haben aufgerüstet und sind nun mit Technik unterwegs, die nicht nur präzise Geschwindigkeitsmessungen ermöglichen, sondern auch genaue Lärmmessungen zulassen. Es soll den Motorradfahrern an den Kragen gehen, die in eindeutiger Art und Weise ihr eigenes und das Leben anderer Verkehrsteilnehmer gefährden und die durch unnötigen Lärm die Umwelt belasten. „Unser vorrangiges Ziel ist das Verhindern von Unfällen“, erklärt Gerd Bellmann, Leiter der Direktion Verkehr der Kreispolizei in Bergisch Gladbach den Maßnahmenkatalog der Ordnungshüter. Um möglichst überall in Rhein-Berg präsent zu sein – „um Flächendruck zu erzeugen“, wie es im Polizeijargon heißt – setzen die Ordnungshüter ein „Provida“-Krad ein. „Provida“ steht als Abkürzung für Proof Video Data Systems – zu deutsch: Videoüberprüfungssystem. Dahinter verbirgt sich ein mit Videotechnik ausgestattetes Motorrad, das während der Verfolgungsfahrt Geschwindigkeitsmessungen durchführt. Bellmann: „Wir werden überall sein, auch dort, wo uns der Verkehrsteilnehmer nicht vermutet.“
Ein neues, mobiles Geräuschpegelmessgerät soll den Verkehrspolizisten bei der Aufspürung von Zweiradpiloten mit unzulässigen Schalldämpferanlagen helfen. „Jedes Wochenende ist in Zukunft Kontrolltag“, sagt Bellmann und weist auf eine Gesetzesregelung hin, die es der Polizei ermöglicht, Motorräder mit unzulässigen Auspuffanlagen sofort aus dem Verkehr zu ziehen. Wer zu laut unterwegs ist, bekommt vor Ort die Quittung: 135 Euro und drei Punkte in Flensburg werden fällig, und die Wochenendtour findet ein abruptes Ende. Bellmann: „Wer seinen Schalldämpfereinsatz im Tankrucksack hat und ihn an sofort einbaut, darf weiterfahren.“ Allerdings hat diese Aktion einen Haken: Die Polizei unterstellt in solch einem Fall Vorsatz und verdoppelt das Bußgeld. Die meisten Motorradfahrer am Treffpunkt Altenberg waren am Wochenende noch nicht über die Gesetzesänderung der Lautstärkeverordnung informiert. „Dann muss ich ja schnellstens meinen Schalldämpfereinsatz wieder montieren“, sagte zum Beispiel Axel Peters (Name geändert) aus Leverkusen und erntete beifälliges Kopfnicken der umstehenden Zweiradfahrer.
Quelle: ksta.de/aus-dem-kreis/motorrad…ur,16363472,21993636.html
Raser und laute Motorräder werden von der Polizei ab sofort schärfer kontrolliert. Die Ordnungshüter haben aufgerüstet: Die neue Technik lässt nicht mehr nur Geschwindigkeits-, sondern nun auch Lärmmessungen zu.
Rhein-Berg.
Mit den ersten Sonnenstrahlen holten am Samstag auch die ersten Motorradfahrer im Rheinisch-Bergischen Kreis ihre Zweiräder aus der Garage. Die meisten Zweiradpiloten waren gesittet auf den Kreisstraßen unterwegs, hielten sich an die vorgeschriebenen Geschwindigkeiten und vermieden mit ihren Motorräder unnötigen Lärm. Für Verkehrsrowdys auf zwei Rädern allerdings brechen pünktlich zum Beginn der Motorradsaison in Rhein-Berg schwere Zeiten an: Notorischen Rasern, rücksichtslosen Dränglern, alkoholisierten Fahrzeuglenkern und Krawallbrüdern mit ausgeräumten Auspuffanlagen sagt die Kreispolizei den Kampf an.
Die Ordnungshüter haben aufgerüstet und sind nun mit Technik unterwegs, die nicht nur präzise Geschwindigkeitsmessungen ermöglichen, sondern auch genaue Lärmmessungen zulassen. Es soll den Motorradfahrern an den Kragen gehen, die in eindeutiger Art und Weise ihr eigenes und das Leben anderer Verkehrsteilnehmer gefährden und die durch unnötigen Lärm die Umwelt belasten. „Unser vorrangiges Ziel ist das Verhindern von Unfällen“, erklärt Gerd Bellmann, Leiter der Direktion Verkehr der Kreispolizei in Bergisch Gladbach den Maßnahmenkatalog der Ordnungshüter. Um möglichst überall in Rhein-Berg präsent zu sein – „um Flächendruck zu erzeugen“, wie es im Polizeijargon heißt – setzen die Ordnungshüter ein „Provida“-Krad ein. „Provida“ steht als Abkürzung für Proof Video Data Systems – zu deutsch: Videoüberprüfungssystem. Dahinter verbirgt sich ein mit Videotechnik ausgestattetes Motorrad, das während der Verfolgungsfahrt Geschwindigkeitsmessungen durchführt. Bellmann: „Wir werden überall sein, auch dort, wo uns der Verkehrsteilnehmer nicht vermutet.“
Ein neues, mobiles Geräuschpegelmessgerät soll den Verkehrspolizisten bei der Aufspürung von Zweiradpiloten mit unzulässigen Schalldämpferanlagen helfen. „Jedes Wochenende ist in Zukunft Kontrolltag“, sagt Bellmann und weist auf eine Gesetzesregelung hin, die es der Polizei ermöglicht, Motorräder mit unzulässigen Auspuffanlagen sofort aus dem Verkehr zu ziehen. Wer zu laut unterwegs ist, bekommt vor Ort die Quittung: 135 Euro und drei Punkte in Flensburg werden fällig, und die Wochenendtour findet ein abruptes Ende. Bellmann: „Wer seinen Schalldämpfereinsatz im Tankrucksack hat und ihn an sofort einbaut, darf weiterfahren.“ Allerdings hat diese Aktion einen Haken: Die Polizei unterstellt in solch einem Fall Vorsatz und verdoppelt das Bußgeld. Die meisten Motorradfahrer am Treffpunkt Altenberg waren am Wochenende noch nicht über die Gesetzesänderung der Lautstärkeverordnung informiert. „Dann muss ich ja schnellstens meinen Schalldämpfereinsatz wieder montieren“, sagte zum Beispiel Axel Peters (Name geändert) aus Leverkusen und erntete beifälliges Kopfnicken der umstehenden Zweiradfahrer.
Quelle: ksta.de/aus-dem-kreis/motorrad…ur,16363472,21993636.html