HDR-Bilder (High Dynamic Range)

      HDR-Bilder (High Dynamic Range)

      Workshop: HDR-Fotos leicht gemacht
      Fotos besser als die Wirklichkeit

      Von Marco Rinne, 12.04.2011
      Dramtische Szenen, knallige Farben, perfekte Ausleuchtung: Wenn Fotos der Realität Konkurrenz machen, ist meistens HDR im Spiel. Die Abkürzung für "High Dynamic Range" macht aus kontrastarmen Digitalbildchen Fotokunst. Mit der passenden Freeware und einer Miniknipse ein Kinderspiel. Unser HDR-Workshop zeigt, wie's geht.

      Wer einmal einen dramatischen Sonnenuntergang im Bild festhalten wollte, kennt das: Ein Klick genügt um die Szene im digitalen Kasten einzufangen. Doch am heimischen Monitor wirkt das Schauspiel wie eine Stromsparlampe in den letzten Zügen.

      Schuld ist die Kamera. Im Vergleich zum menschlichen Auge ist der Kontrastumfang einer Digitalkamera bescheiden. Statt knackigem Farbspiel gibt's Aufnahmen mit Weichspül-Garantie.

      Der Foto-Trend HDR macht Schluss mit blassen Bildern. Wir klären im HDR-Workshop, was Sie beachten müssen: Von der Aufnahme bis zur Gratis-Software Luminance (früher bekannt als "Qtpfsgui") führen wir Sie zum fertigen HDR-Kunstwerk.

      Workshop: HDR-Fotos leicht gemacht
      Shooting: Perfekte Aufnahmen
      12.04.2011
      Für eindrucksvolle HDR-Fotos brauchen Sie keine teure Profi-Ausrüstung: Eine Digitalkamera genügt, die Bilder in unterschiedlichen Belichtungsstufen aufnehmen kann.

      Ein HDR-Foto setzt sich aus Bildern unterschiedlicher Belichtungsstufen zusammen, die Sie später per Software übereinander legen. Beim Knipsen müssen Sie daher darauf achten, dass sich Kamera-Standort und Motiv möglichst nicht verändern. Hier hilft ein Stativ: Statt teurem Luxus-Modell können Sie erste HDR-Erfahrungen auch mit einem günstigen Ministativ sammeln. Zudem darf das Bild auch beim Druck auf den Auslöser nicht verwackeln. Greifen Sie hier zu einem Fern- oder Selbstauslöser.

      Grundsätzlich gilt: Der automatische Modus einer Kamera ist zur Aufnahme das Ausgangsmaterials ungeeignet. Einige günstige Kompaktkamera-Modelle verändern selbst im manuellen Modus eigenständig die Blenden-Einstellung. Die Folge sind unbrauchbare Bilder mit unterschiedlicher Tiefenschärfe. Hier hilft nur Experimentieren, bis die Kamera das macht, was Sie wollen.

      Fertig zum HDR-Schuss
      Wenn alles vorbereitet ist, geht's an die eigentlichen Aufnahmen. Fotografieren Sie das Motiv mit unterschiedlichen Belichtungseinstellungen; am Besten im RAW-Format. Falls Ihre Kamera kein RAW unterstützt, verwenden Sie hochauflösende JPGs. Achten Sie auch auf das Bildrauschen. Bei den meisten Kameras empfiehlt sich eine ISO-Empfindlichkeit zwischen 100 und 200.

      Der einfachste Weg ist die Bracketing-Funktion: Die Kamera knippst hier mehrere Aufnahmen selbstständig mit unterschiedlichen Belichtungseinstellungen. Fehlt eine Bracketing-Funktion, müssen Sie die EV-Belichtungskorrektur verwenden. Die genauen Einstellungen finden Sie in Ihrem Digicam-Handbuch unter "Belichtung ändern". Drei Aufnahmen mit den EV-Werten -2/0/+2 genügen. Sofern es die Kamera hergibt, können Sie das Motiv zusätzlich mit den EV-Werten -1/+1 festhalten.

      Drei bis fünf Aufnahmen mit unterschiedlicher Belichtung reichen in jedem Fall völlig aus.
      Workshop: HDR-Fotos leicht gemacht
      Gratis-Software: Mit wenigen Klicks zur Fotokunst
      12.04.2011
      Um das Ausgangsmaterial in ein HDR-Foto zu verwandeln, benötigen Sie die passende Software. Das Gratis-Tool Luminance (früher "Qtpfsgui") leistet hervorragende Dienste.

      Eine kostenlose Alternative zu teuren HDR-Programmen ist das OpenSource-Tool Luminance. In einem ersten Schritt erstellt es aus Ihren Fotos ein HDR-Bild. Laden und installieren Sie die Software und klicken Sie nach dem Start der Anwendung auf den Button "Neues Hdr...".

      Der Assistent führt Sie in drei Schritten zum HDR-Bild:

      Klicken Sie zunächst auf "Bilder laden" und wählen Sie den Speicherort Ihres Ausgangsmaterials. Wichtig: Alle Bilder müssen sich - bis auf die Belichtung - gleichen, da Luminance leider keine automatische Funktion bietet. Notfalls helfen Sie mit einer Bildbearbeitung wie GIMP nach.

      Anschließend stehen sechs Profile zur Wahl, um aus den Ausgangsfotos ein HDR-Bild zu erzeugen. Experimentierfreudige können auch manuelle Einstellungen vornehmen.

      Mehr Dynamik im Bild
      Computerbildschirme und Drucker können den Kontrastumfang eines HDR-Bildes nicht wiedergeben. Daher müssen Sie mit der Technik "Tone-Mapping" den Umfang so reduzieren, dass er auf solchen Geräten ausgegeben werden kann.

      Ganz einfach funktioniert dies mit Luminance. Haben Sie Ihr fertiges HDR-Bild gespeichert, genügt ein Klick auf den Button "Das Hdr farbabbilden". Die Software stellt neun unterschiedliche Algorithmen zur Verfügung, um das HDR-Bild in ein verwertbares LDR-Bild (Low Dynamic Range) - etwa ein JPG - zu verwandeln. Die Parameter der Algorithmen können Sie manuell beeinflussen. Experimentieren Sie zunächst mit kleinen Bildgrößen. Das spart Rechenzeit. Wenn Sie mit der Ergebnis-Vorschau zufrieden sind, passen Sie die Größe entsprechend an und speichern Sie das neue Bild. Für optimale Ergebnisse können Sie das Bild mit einer Bildbearbeitung finetunen.

      Tipp: Sie sind noch auf der Suche nach der perfekten HDR-Software? Dann empfehlen wir Ihnen unseren großen HDR-Software-Test.

      Luminance HDR

      Luminance HDR
      Mit dem kostenlosen Bildbearbeitungs-Tool "Luminance HDR" erstellen Sie spielend HDR-Fotos.

      Fotostrecke: Die schönsten HDR-Fotos

      High-Dynamic-Range (HDR) ist eine beliebte Spielart der Digitalfotografie. HDR-Fotos bestehen aus einer Bildserie mit verschiedenen Belichtungseinstellungen. Somit entstehen Bilder mit einer hyperrealistisch überzeichneten Detail- und Farbfülle, die einen ganz besonderen Reiz haben.

      "Luminance HDR" (bisher als Qtpfsgui bekannt) ist ein kostenloses Tool, das aus dem entsprechenden Ausgangsmaterial ein HDR-Bild erstellt. Das Tool unterstützt folgende Eingangsformate: JPG, TIF und RAW. Zusätzlich können Sie mit Qtpfsgui ältere HDR-Bilder bearbeiten.

      Alle Neuerungen der aktuellen Version 2.3.x finden Sie in den Release-Notes auf der Homepage des Herstellers.

      Fazit: "Luminance HDR" ist perfekt dafür geeignet, mit der HDR-Fotografie zu experimentieren.

      Hinweis: In unserem Downloadpaket finden Sie sowohl eine Version für 32-Bit-Rechner, als auch eine für 64-Bit-Systeme. Linux- und Mac-OS-User finden spezielle Versionen von "Luminance HDR" auf der Homepage des Herstellers.

      Quelle: chip.de/downloads/Luminance-HDR_27250391.html

      Picturenaut

      Picturenaut
      Mit dem kostenlosen Bildbearbeitungs-Tool Picturenaut erstellen Sie spielend leicht HDR-Fotos.

      High-Dynamic-Range (HDR) ist der neueste Trend in der Digitalfotografie. HDR-Fotos bestehen aus einer Bildserie mit verschiedenen Belichtungseinstellungen. Somit entstehen Bilder mit einer hyperrealistisch überzeichneten Detail- und Farbfülle, die einen ganz besonderen Reiz haben.

      Picturenaut ist ein kostenloses Tool, das aus dem Ausgangsmaterial ein HDR-Bild erstellt. Die Freeware, die nicht installiert werden muss, bietet zwei Tone-Mapping-Methoden an. Veränderungen am Bild werden in einer Vorschau angezeigt.

      Unterstützt werden bei der Erstellung von HDRs Bilder im JPG- und im TIF-Format.

      Fazit: Mit Picturenaut wandeln Sie Ihre Lieblingsfotos mit wenigen Klicks in tolle HDR-Fotos um.

      Hinweis: Unser Downloadpaket enthält sowohl die 32 Bit- als auch die 64 Bit-Version von Picturenaut.

      Fotostrecke: Die schönsten HDR-Fotos


      Quelle: chip.de/downloads/Picturenaut_27351045.html