Sicherheitslücke im Router

      Sicherheitslücke im Router

      Sicherheitslücke im Router
      Fritzbox-Hersteller warnt vor neuen Hackerangriffen
      29. September 2014, 15:29 Uhr

      Der Hersteller AVM warnt vor neuen Cyberattacken: Hacker würden gezielt nach Fritzbox-Routern mit veralteter Software suchen, um Passwörter auszulesen und die Telefonrechnung in die Höhe zu treiben.

      In Millionen Haushalten in Deutschland steht die grau-rote Fritzbox oder ein nahezu baugleicher Router, der Kunden mit dem Internet oder der Telefonleitung verbindet. Dementsprechend groß war die Aufregung im Frühjahr, als bekannt wurde, dass Hacker eine Sicherheitslücke ausnutzen und sich so Zugriff auf den Router verschaffen konnten.

      Durch die Schwachstelle war es den Cyberkriminellen möglich, private Daten wie Passwörter auszulesen und mit heimlichen Anrufen auf teure Hotlines die Telefonrechnung in die Höhe zu treiben. So berichtete "Der Westen" von einem Mann aus Moers im Ruhrgebiet, dessen Telefonrechnung innerhalb einer halben Stunde auf mehr als 4200 Euro getrieben wurde.

      Deutsche sind Update-faulBereits nach wenigen Tagen stopfte der Fritzbox-Hersteller die Sicherheitslücke. Doch noch immer haben nicht alle Betroffenen das Update installiert, wie AVM jetzt mitteilte. Das könnte den Usern nun zum Verhängnis werden: Laut einer Mitteilung des Berliner Unternehmens gibt es Hinweise, wonach Kriminelle gezielt nach Geräten mit veralteter Software suchen, um die Router-Schwachstelle auszunutzen. Der Router könne "im Ausnahmefall über einen längeren Zeitraum von den Telefonbetrügern missbraucht werden", heißt es in der Mitteilung von AVM.

      Bereits im April wurde bekannt, dass knapp ein Drittel der Geräte das Update nicht installiert hatte, wie eine Untersuchung von "Heise Online" zeigte. Die Zahl war insofern bemerkenswert, weil der Anteil innerhalb von vier Wochen nur um ein Prozent gesunken war. Dementsprechend hoch ist die Wahrscheinlichkeit, dass viele Anwender nach wie vor ihre Fritzbox nicht aktualisiert haben.

      Hier finden Sie eine Schritt-für-Schritt-Anleitung, um die Fritzbox auf den neuesten Stand zu bringen.

      Quelle: stern.de/digital/online/sicher…kerangriffen-2141817.html
      Cyber-Kriminalität
      Fritzbox-Router werden erneut angegriffen

      Fritzbox-Hersteller AVM warnt: Die Router werden wieder vermehrt von Kriminellen angegriffen. Die Hacker nutzen eine Sicherheitslücke, die eigentlich längst geschlossen sein sollte.

      Die in Deutschland beliebten Fritzbox-DSL-Router werden wieder von Kriminellen angegriffen. Der Berliner Hersteller AVM ruft die Nutzer eindringlich dazu auf, eine seit längerem bekannte Sicherheitslücke zu schließen. Offenbar haben viele Fritzbox-Verwender das noch nicht getan und bieten Hackern so ein Einfallstor, durch das teure Telefongespräche geführt werden können.

      Dieses Sicherheitsleck bei den Routern war bereits Anfang des Jahres bekannt geworden. Betrüger nutzen sie, um Zugangsdaten abzugreifen und so über die Voice-over-IP-Zugänge teure Auslandstelefonate zu führen. In Einzelfällen soll es so zu Schäden in Höhe von mehreren Tausend Euro gekommen sein. AVM hatte Updates herausgegeben und die Nutzer aufgefordert, diese zu installieren und das Leck so zu schließen.

      Die Kriminellen suchen nun offenbar gezielt nach den Geräten, bei denen die Nutzer das Update versäumt haben. AVM teilte mit, es sei zwar "nur ein verschwindend geringer Anteil aller installierten Geräte" betroffen. Diese könnten jedoch "im Ausnahmefall über einen längeren Zeitraum von den Telefonbetrügern missbraucht werden". Die Kriminellen können demnach"Telefonverbindungen nach Kuba, Sierra Leone oder Afghanistan" herstellen und so hohe Kosten verursachen.

      AVM fordert die Fritzbox-Kunden nun erneut auf, dringend Updates aufzuspielen. Wer unsicher ist, kann sich auf der Webseite des Unternehmens eine Schritt-für-Schritt-Anleitung ansehen. Auch das Passwort sollte dringend geändert werden, da die Betrüger diese Daten abgreifen konnten.