Die teuersten Diamanten der Welt

      Stein des Anstoßes: Der „Sun Drop“ ist mit 110.03 Karat der größte jemals versteigerte gelbe Diamanten. Bei zehn Millionen Schweizer Franken (8,06 Millionen Euro) erhielt ein unbekannter Telefonbieter am 15. November bei der Versteigerung in Genf den Zuschlag. Gerechnet hatte das Auktionshaus Sotheby's allerdings mit bis zu 14 Millionen Franken. Der Rohdiamant wurde 2010 in Südafrika gefunden und von der New Yorker Diamantenmanufaktur Cora International geschliffen. Anschließend wurde er einige Monate im Londoner Naturkundemuseum und in Hongkong der Öffentlichkeit gezeigt. Juwelenliebhaber aus aller Welt interessierten sich lautSotheby's für den „jungfräulichen“ Stein von der Größe einer überdimensionalen Mandel. „Der Käufer wird die erste Person sein, die ihn trägt,“ versicherte Auktionator David Bennett vor der Versteigerung.
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      Farbige Diamanten sind äußerst selten und entsprechend begehrt auf dem internationalen Markt. Dieser 25 Karat schwere pinke Stein wurde im November 2010 für atemberaubende 45,72 Millionen Schweizer Franken (damals rund 34 Millionen Euro) in Genf versteigert. Da es sehr schwierig ist, die Vielzahl der Diamantentypen zu klassifizieren, arbeiten Auktionshäuser mit international angesehenen Bewertungseinrichtungen zusammen, deren Experten Eigenschaften wie Farbton oder Reinheitsgrad bestimmen. Laut Sotheby's besitzt dieser Stein „die perfekteste pinke Farbe“, die vom Gemmologischen Institut Amerikas (GIA) in die Kategorie „fancy intense pink“einsortiert wurde.
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      Sagenumwobenes Kollier: „Le Coeur de la Mer“ nennt sich das Schmuckstück, das die Schauspielerin Kate Winslet in dem Film "Titanic" trägt. Ob es eine reale Vorlage für den Diamanten gibt, darf bezweifelt werden. In mehreren fiktionalen Aufbereitungen des Titianic-Untergangs taucht das Halsband auf. Als Titanic zu einem Kinoknüller wurde, entschloss sich eine Londoner Juwelierschmiede für ein 170 Karat schweres, echtes Exemplar, das schließlich für rund 2,2 Millionen Dollar (heute 1,6 Millionen Euro) den Besitzer wechselte.
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      Absolutes Superlativ: Bei diesem klobigen Gebilde handelt es sich tatsächlich um eine Armbanduhr mit 163 Karat. Mit einem geschätzten Wert von 25 Millionen US-Dollar gilt sie als teuerste Armbanduhr der Welt. Das Werk von Chopard wurde in mehr als 2000 Stunden zusammengefügt. Drei herzförmige, einzigartige Diamanten in den Farben rosa, blau und weiß geben über ein mechanisches System den Blick auf das Zifferblatt frei.
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      Legendär und rekordverdächtig: 16,4 Millionen Pfund (18,7 Millionen Euro) brachte der „Blaue Wittelsbacher“im Dezember 2008 ein. Der 35-karätige Stein hatte zu diesem Zeitpunkt seit rund 80 Jahren nicht mehr den Besitzer gewechselt. Nicht nur für Diamantenliebhaber, auch für Historiker ist das Schmuckstück von Bedeutung: Im 17. Jahrhundert schenkte König Philip der Vierte von Spanien den Diamanten seinem Schwiegersohn Leopold dem Ersten von Österreich - als Mitgift für seine Tochter Margarita Teresa, die von 1651 bis 1673 lebte.
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      Der größte Diamant in ehemals deutschem Besitz, der 104,25 Karat große „Deepdene“, wurde 1890 in Südafrika gefunden. Er ist fast lupenrein, mit seltener gelber Farbe und antikem Kissenschliff. 1997 wurde er für 715.320 US-Dollar (heute rund 530.000 Euro) in die Schweiz verkauft.
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      Eine andere Dimension: Auf rund 50 Millionen Euro wird der Wert des Diamond Skull des Künstlers Damien Hirst geschätzt. Die Präsentation des Diamantenschädels löste eine heftige Debatte darüber aus, ob die Zurschaustellung von purem Luxus als Kunst gelten dürfe. Das Werk ist mit Platin und hochwertigsten Diamanten bestückt. Bei einer Ausstellung wurde der Schädel rund um die Uhr von drei bewaffneten Sicherheitsleute in nächster Nähe bewacht. Aufgrund seines enormen Wertes ist es schwierig, das Kunstwerk überhaupt der Öffentlichkeit zu präsentieren.
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