Blauer Diamant könnte alle Preisrekorde brechen
Im November soll in Genf ein extrem seltener blauer Diamant versteigert werden. Der makellose Edelstein könnte dabei sämtliche Preisrekorde für Diamanten brechen.
Am 11. November wird das Auktionshaus Sotheby´s in Genf eine große Versteigerung von besonders prächtigen und prunkvollen Diamanten veranstalten. Als Aushängestück der Auktion dient ein lupenreiner blauer Diamant mit 12 Karat (1 Karat = 0,2 Gramm). Der Blue Moon genannte Schmuckstein ist nicht nur ein äußerst seltenes Exemplar seiner Gattung, er ist nach Angaben von Sotheby´s auch einer der größten naturblauen Fancy-Diamanten, die jemals auf einer Auktion angeboten wurden.
Blue Moon mit geschätztem Auktionspreis von 55 Millionen Dollar
Der Losbeschreibung zufolge könnte der zum Verkauf kommende blaue Diamant durchaus in der Lage sein, sämtliche bisher aufgestellten Preisrekorde für Diamanten zu brechen. Würde er bei der kommenden Versteigerung seinen geschätzten Auktionspreis von 55 Millionen Dollar erreichen, wäre dies ein neuer weltweiter Preisrekord für einen Diamanten. Pro Karat fielen dann mehr als 4,5 Millionen Dollar an. Dies wäre mehr als eine Million Dollar über dem bisherigen Rekord von 3,35 Millionen Dollar, die im November 2014 für jeweils ein Karat eines ebenfalls blauen Diamanten hingeblättert wurden. Damals kam - ebenfalls bei Sotheby's - in New York ein tropfenförmiger Edelstein mit 9,75 Karat unter den Hammer. Der Zuschlag ging für 32,6 Millionen Dollar an einen privaten Sammler aus Hong Kong, wie das Auktionshaus im Anschluss der Auktion mitgeteilt hatte.
Bislang teuerster Diamant erzielte Karatpreis von 1,4 Millionen Dollar
Allerdings kommt es nicht selten vor, dass der Preis für einen Diamanten im Verlauf einer Auktion deutlich höher als der geschätzte Wert ausfällt. So wurde etwa bei der Versteigerung des Fancy "Pink Star", einem rosafarbenen Diamanten, der Schätzwert des Auktionshauses um mehr als 23 Millionen Dollar überboten. Dabei kam es im November 2013 bei Sotheby's in Genf somit zum Verkauf des bisher teuersten versteigerten Diamanten aller Zeiten. Für mehr als 83 Millionen Dollar wechselte der 59,60-Karäter damals den Besitzer. Zum Vergleich: Der Pink Star erzielte damit einen Preis von rund 1,4 Millionen Dollar pro Karat. Als Rohdiamant wies der 1999 in Südafrika geförderte Pink Star ein Gewicht von 132,5 Karat auf. Er wurde behutsam über einen Zeitraum von 20 Monaten in seine heutige Form geschliffen.
Preisrekorde überbieten sich
Vor der Rekord brechenden Versteigerung des Pink Star vor zwei Jahren galt der so genannte "Graff Pink" - ebenfalls ein rosafarbener Diamant - als der am teuersten versteigerte Diamant aller Zeiten. Im November 2010 erzielte der Edelstein mit 24,78 Karat bei Sotheby's in Genf einen Verkaufserlös von 46 Millionen Dollar. Der vorab geschätzte Wert lag zwischen 27 und 36 Millionen Dollar. Laut Sotheby's hat die Nachfrage nach farbigen Diamanten in den vergangenen Jahren drastisch angezogen. Während man früher weiße Diamanten bevorzugt habe, überbiete man sich nun bei den Auktionen mit Preisrekorden für die viel seltener vorkommenden farbigen Fancy-Diamanten.
So ging im Mai vergangenen Jahres ein birnenförmiger blauer Diamant - genannt "The Blue" - mit 13,22 Karat für rund 19 Millionen Dollar über den Tisch. Und in derselben Woche war beim Konkurrenten Christie's ein orangefarbener Diamant mit 14,82 Karat für knapp 30 Millionen Dollar verkauft worden. Den Angaben zufolge gelten bereits 5-karätige farbige Diamanten als große Rarität. Demnach ist deshalb nicht auszuschließen, dass der nun im kommenden November zum Verkauf kommende Blue Moon nicht nur den Rekord in der Kategorie Karatpreis schlagen wird, sondern sich auch dem Preisschild des Graff Pink durchaus nähern könnte.
Pro 100.000 Diamanten nur ein Fancy-Diamant
Die oben beschriebenen farbigen Diamanten werden unter dem Oberbegriff Fancy Diamonds oder Fancys zusammengefasst. Im Prinzip sind zwar die meisten Diamanten farbig, doch nur ein geringer Bruchteil davon wird den Fancys zugerechnet. Wirklich reine und intensive Farben in Diamanten sind äußerst selten und entsprechend wertvoll. Im Vergleich zu weißen Diamanten kann ihr Wert das Fünfzigfache betragen. Es wird geschätzt, dass pro 100.000 Diamanten im Durchschnitt lediglich ein Fancy-Diamant zu finden ist. Diese wiederum werden zu 80 Prozent von gelben oder braunen Diamanten dominiert. Entsprechend noch seltener sind demzufolge die blauen Diamanten. Blaue Diamanten erhalten ihre Färbung durch Einlagerungen des Elements Bor in ihrer Kristallgitterstruktur. Je mehr Bor darin enthalten ist, desto kräftiger und intensiver ist das Blau des Diamanten....
Der Fluch des blauen Diamanten
Einer der berühmtesten und mit zahlreichen Legenden umrankten blauen Diamanten ist der so genannte Hope-Diamant. Unter anderem wird ihm nachgesagt, er sei von einem Fluch behaftet und bringe seinen Besitzern Unglück. Ursprünglich stammt der kostbare Edelstein aus Indien. Dort soll ihn ein französischer Kaufmann und Abenteurer Mitte des 17. Jahrhunderts aus einer Staue des Hindu-Gottes Vishnu gebrochen haben und später an den König Ludwig XIV. verkauft haben. Über große Umwege und viele Besitzer gelangte der Hope-Diamant schließlich in das National Museum of Natural History in den USA, wo er auch heute noch bewundert werden kann. In seiner geschliffenen Form wiegt der blaue Diamant heute 45,52 Karat und soll (unverkäuflich wie er ist) zwischen 200 und 250 Millionen Dollar wert sein.
Ein weiterer weltberühmter blauer Diamant ist der so genannte Blaue Wittelsbacher, der ebenfalls erstmals im 17. Jahrhundert in Europa auftauchte und anschließend durch die europäischen Königshäuser gereicht wurde. Der Edelstein wog nach seinem ersten Schliff 35,56 Karat. Im Jahr 2008 erzielte der Blaue Wittelsbacher bei einer Auktion in London einen bis dahin nie gesehenen Rekordpreis von 23,4 Millionen Dollar. Der Erwerber war ein Juwelier, der den Diamanten abermals einem neuen Schliff unterzog. Dabei sollen weitere vier Karat verloren gegangen sein. Seinem Wert hat dies aber offenbar nichts abgetan. Unbestätigten Berichten zufolge soll der Blaue Wittelsbacher im Anschluss für rund 80 Millionen Dollar in den Besitz eines Scheichs übergegangen sein.
Im November soll in Genf ein extrem seltener blauer Diamant versteigert werden. Der makellose Edelstein könnte dabei sämtliche Preisrekorde für Diamanten brechen.
Am 11. November wird das Auktionshaus Sotheby´s in Genf eine große Versteigerung von besonders prächtigen und prunkvollen Diamanten veranstalten. Als Aushängestück der Auktion dient ein lupenreiner blauer Diamant mit 12 Karat (1 Karat = 0,2 Gramm). Der Blue Moon genannte Schmuckstein ist nicht nur ein äußerst seltenes Exemplar seiner Gattung, er ist nach Angaben von Sotheby´s auch einer der größten naturblauen Fancy-Diamanten, die jemals auf einer Auktion angeboten wurden.
Blue Moon mit geschätztem Auktionspreis von 55 Millionen Dollar
Der Losbeschreibung zufolge könnte der zum Verkauf kommende blaue Diamant durchaus in der Lage sein, sämtliche bisher aufgestellten Preisrekorde für Diamanten zu brechen. Würde er bei der kommenden Versteigerung seinen geschätzten Auktionspreis von 55 Millionen Dollar erreichen, wäre dies ein neuer weltweiter Preisrekord für einen Diamanten. Pro Karat fielen dann mehr als 4,5 Millionen Dollar an. Dies wäre mehr als eine Million Dollar über dem bisherigen Rekord von 3,35 Millionen Dollar, die im November 2014 für jeweils ein Karat eines ebenfalls blauen Diamanten hingeblättert wurden. Damals kam - ebenfalls bei Sotheby's - in New York ein tropfenförmiger Edelstein mit 9,75 Karat unter den Hammer. Der Zuschlag ging für 32,6 Millionen Dollar an einen privaten Sammler aus Hong Kong, wie das Auktionshaus im Anschluss der Auktion mitgeteilt hatte.
Bislang teuerster Diamant erzielte Karatpreis von 1,4 Millionen Dollar
Allerdings kommt es nicht selten vor, dass der Preis für einen Diamanten im Verlauf einer Auktion deutlich höher als der geschätzte Wert ausfällt. So wurde etwa bei der Versteigerung des Fancy "Pink Star", einem rosafarbenen Diamanten, der Schätzwert des Auktionshauses um mehr als 23 Millionen Dollar überboten. Dabei kam es im November 2013 bei Sotheby's in Genf somit zum Verkauf des bisher teuersten versteigerten Diamanten aller Zeiten. Für mehr als 83 Millionen Dollar wechselte der 59,60-Karäter damals den Besitzer. Zum Vergleich: Der Pink Star erzielte damit einen Preis von rund 1,4 Millionen Dollar pro Karat. Als Rohdiamant wies der 1999 in Südafrika geförderte Pink Star ein Gewicht von 132,5 Karat auf. Er wurde behutsam über einen Zeitraum von 20 Monaten in seine heutige Form geschliffen.
Preisrekorde überbieten sich
Vor der Rekord brechenden Versteigerung des Pink Star vor zwei Jahren galt der so genannte "Graff Pink" - ebenfalls ein rosafarbener Diamant - als der am teuersten versteigerte Diamant aller Zeiten. Im November 2010 erzielte der Edelstein mit 24,78 Karat bei Sotheby's in Genf einen Verkaufserlös von 46 Millionen Dollar. Der vorab geschätzte Wert lag zwischen 27 und 36 Millionen Dollar. Laut Sotheby's hat die Nachfrage nach farbigen Diamanten in den vergangenen Jahren drastisch angezogen. Während man früher weiße Diamanten bevorzugt habe, überbiete man sich nun bei den Auktionen mit Preisrekorden für die viel seltener vorkommenden farbigen Fancy-Diamanten.
So ging im Mai vergangenen Jahres ein birnenförmiger blauer Diamant - genannt "The Blue" - mit 13,22 Karat für rund 19 Millionen Dollar über den Tisch. Und in derselben Woche war beim Konkurrenten Christie's ein orangefarbener Diamant mit 14,82 Karat für knapp 30 Millionen Dollar verkauft worden. Den Angaben zufolge gelten bereits 5-karätige farbige Diamanten als große Rarität. Demnach ist deshalb nicht auszuschließen, dass der nun im kommenden November zum Verkauf kommende Blue Moon nicht nur den Rekord in der Kategorie Karatpreis schlagen wird, sondern sich auch dem Preisschild des Graff Pink durchaus nähern könnte.
Pro 100.000 Diamanten nur ein Fancy-Diamant
Die oben beschriebenen farbigen Diamanten werden unter dem Oberbegriff Fancy Diamonds oder Fancys zusammengefasst. Im Prinzip sind zwar die meisten Diamanten farbig, doch nur ein geringer Bruchteil davon wird den Fancys zugerechnet. Wirklich reine und intensive Farben in Diamanten sind äußerst selten und entsprechend wertvoll. Im Vergleich zu weißen Diamanten kann ihr Wert das Fünfzigfache betragen. Es wird geschätzt, dass pro 100.000 Diamanten im Durchschnitt lediglich ein Fancy-Diamant zu finden ist. Diese wiederum werden zu 80 Prozent von gelben oder braunen Diamanten dominiert. Entsprechend noch seltener sind demzufolge die blauen Diamanten. Blaue Diamanten erhalten ihre Färbung durch Einlagerungen des Elements Bor in ihrer Kristallgitterstruktur. Je mehr Bor darin enthalten ist, desto kräftiger und intensiver ist das Blau des Diamanten....
Der Fluch des blauen Diamanten
Einer der berühmtesten und mit zahlreichen Legenden umrankten blauen Diamanten ist der so genannte Hope-Diamant. Unter anderem wird ihm nachgesagt, er sei von einem Fluch behaftet und bringe seinen Besitzern Unglück. Ursprünglich stammt der kostbare Edelstein aus Indien. Dort soll ihn ein französischer Kaufmann und Abenteurer Mitte des 17. Jahrhunderts aus einer Staue des Hindu-Gottes Vishnu gebrochen haben und später an den König Ludwig XIV. verkauft haben. Über große Umwege und viele Besitzer gelangte der Hope-Diamant schließlich in das National Museum of Natural History in den USA, wo er auch heute noch bewundert werden kann. In seiner geschliffenen Form wiegt der blaue Diamant heute 45,52 Karat und soll (unverkäuflich wie er ist) zwischen 200 und 250 Millionen Dollar wert sein.
Ein weiterer weltberühmter blauer Diamant ist der so genannte Blaue Wittelsbacher, der ebenfalls erstmals im 17. Jahrhundert in Europa auftauchte und anschließend durch die europäischen Königshäuser gereicht wurde. Der Edelstein wog nach seinem ersten Schliff 35,56 Karat. Im Jahr 2008 erzielte der Blaue Wittelsbacher bei einer Auktion in London einen bis dahin nie gesehenen Rekordpreis von 23,4 Millionen Dollar. Der Erwerber war ein Juwelier, der den Diamanten abermals einem neuen Schliff unterzog. Dabei sollen weitere vier Karat verloren gegangen sein. Seinem Wert hat dies aber offenbar nichts abgetan. Unbestätigten Berichten zufolge soll der Blaue Wittelsbacher im Anschluss für rund 80 Millionen Dollar in den Besitz eines Scheichs übergegangen sein.