Gamma-Glimmen verrät Opale
12. November 2007 um 13:16
Natürliche Radioaktivität kann die Suche nach Opalen erleichtern, haben zwei australische Geowissenschaftler entdeckt. Da die Edelsteine energiereiche Gammastrahlung aussenden, genügen einige Messungen der Strahlungsintensität im Boden, um den Weg ins Herz eines Opalvorkommens zu finden.
“Diese Entdeckung haben das unmittelbare Potenzial, die Suche nach dem kostbaren Opal zu revolutionieren”, ist Lewis Chadderton von der Australian National University überzeugt. Bislang hätten Opalschürfer bzw. Bergbaugesellschaften auf gut Glück Probegrabungen und -bohrungen durchführen müssen, um irgendwann auf die Edelsteine zu stoßen. “Opalvorkommen sind typischerweise vereinzelt und sporadisch verteilt. Bohrungen selbst in einer ergiebigen Lagerstätte können erfolglos sein, bis man einen direkten Treffer landet”, so der Forscher.
Bereits Anfang der 90er-Jahre hatte Chaddertons Kollege Brian Senior entdeckt, dass Edelopale Gammastrahlung aussenden. Gemeinsam ermittelten die beiden Forscher, dass die Strahlung auf den radioaktiven Zerfall von Uran und anderen schweren Elementen zurückgeht. Deren Atome fungieren als Keime für das Wachstum winziger Siliziumdioxid-Kügelchen, denen Edelopal sein Schillern verdankt.
Nach ausführlichen Versuchen beschreibt das Duo nun im Fachblatt “Australian Gemnologist”, wie sich die erhöhte natürliche Radioaktivität im Umfeld von Opalen systematisch nutzen lässt. Schon Strahlungsmessungen entlang eines Bodenprofils können demnach beim Auffinden der Edelsteine helfen. Noch aussagekräftiger ist das Herablassen von Messsonden in Bohrlöcher. “Uns genügen Messungen in einigen wenigen, bestenfalls nur drei Bohrlöchern, um eine detaillierte Gamma-Karte anzufertigen”, so Senior.
12. November 2007 um 13:16
Natürliche Radioaktivität kann die Suche nach Opalen erleichtern, haben zwei australische Geowissenschaftler entdeckt. Da die Edelsteine energiereiche Gammastrahlung aussenden, genügen einige Messungen der Strahlungsintensität im Boden, um den Weg ins Herz eines Opalvorkommens zu finden.
“Diese Entdeckung haben das unmittelbare Potenzial, die Suche nach dem kostbaren Opal zu revolutionieren”, ist Lewis Chadderton von der Australian National University überzeugt. Bislang hätten Opalschürfer bzw. Bergbaugesellschaften auf gut Glück Probegrabungen und -bohrungen durchführen müssen, um irgendwann auf die Edelsteine zu stoßen. “Opalvorkommen sind typischerweise vereinzelt und sporadisch verteilt. Bohrungen selbst in einer ergiebigen Lagerstätte können erfolglos sein, bis man einen direkten Treffer landet”, so der Forscher.
Bereits Anfang der 90er-Jahre hatte Chaddertons Kollege Brian Senior entdeckt, dass Edelopale Gammastrahlung aussenden. Gemeinsam ermittelten die beiden Forscher, dass die Strahlung auf den radioaktiven Zerfall von Uran und anderen schweren Elementen zurückgeht. Deren Atome fungieren als Keime für das Wachstum winziger Siliziumdioxid-Kügelchen, denen Edelopal sein Schillern verdankt.
Nach ausführlichen Versuchen beschreibt das Duo nun im Fachblatt “Australian Gemnologist”, wie sich die erhöhte natürliche Radioaktivität im Umfeld von Opalen systematisch nutzen lässt. Schon Strahlungsmessungen entlang eines Bodenprofils können demnach beim Auffinden der Edelsteine helfen. Noch aussagekräftiger ist das Herablassen von Messsonden in Bohrlöcher. “Uns genügen Messungen in einigen wenigen, bestenfalls nur drei Bohrlöchern, um eine detaillierte Gamma-Karte anzufertigen”, so Senior.