Die schönsten Weihnachtsgedichte

      Die schönsten Weihnachtsgedichte

      Adventskalender
      @ Heidrun-Auro Brenjo

      Aus dem 1. Türchen reitet vorwitzig
      Ein ranziges Schaukelpferd am ersten Advent vorbei
      Das 3. Türchen streitet mit der 5 um den besten Platz
      Der Kuchen verlässt seine Form aus der 2
      Und lädt die 14 zum Kaffeeklatsch
      Nun die 15 die 7 anpöbelt
      Es sei ihr übel
      Sie muss vor ihr raus
      Allmählich die 4 sich einsingt
      Und im Kanon mit der 20 swingt.
      Die 6 springt mit der Rute in den 18. Platz
      Der geschmolzene Strumpf in der 16 jammert vor sich hin
      Vorbei die Ordnung und eine Meuterei beginnt
      Und plötzlich der Engel aus der 24 springt
      Entsetzt stehen alle Türchen plötzlich Spalier
      Du bist zu früh
      Ruft die 9 und springt zur 12 auf den Schlitten
      Die 11 fegt den Engel wieder zurück in die Form
      Die 17 spielt Ball mit der 8
      Die 22 singt Weihnachtslieder
      Und die 10 schreit
      Haut ab
      Die 13 will vor Scham versinken
      Anarchie
      Ruft das Gebäck und verkrümelt sich
      Die 19 malt ein Transparent
      Die 21 rennt
      Die 23 wird sauer
      Und schreit
      Ruhe endlich
      Es ist Heilig Abend
      Und lasst die 24 frei
      Der eingesparte Weihnachtsmann

      Horst Winkler
      Der Weihnachtsmann ist übel dran
      Er muss jetzt alles tragen
      Hat keinen Schlitten, kein Gespann
      Hat nicht mal einen Wagen

      Sein Antrag wurde abgelehnt
      Die Gelder sind gestrichen
      Das ist nun mal der große Trend
      Man kennt das ja inzwischen

      Mit Auto oder Bahn zu fahr´n
      Ist Luxus heutzutage
      Man will an allen Stellen spar´n
      Und streicht trotz mancher Klage

      Der Weihnachtsmann fragt: Liebe Leut
      Ja, wollt ihr mich verkohlen?
      Soll´n sich die Kinder weit und breit
      Die Sachen selber holen?

      Da tönt´s: Wir sparen ganz gerecht
      Bis alle Schuld beglichen
      Und wenn du aufmuckst, alter Knecht
      Dann wirst du auch gestrichen
      Die Weihnachtsmaus

      James Krüss

      Die Weihnachtsmaus ist sonderbar,
      sogar für die Gelehrten,
      Denn einmal nur im ganzen Jahr
      Entdeckt man ihre Fährten

      Mit Fallen oder Rattengift
      Kann man die Maus nicht fangen,
      Sie ist , was diesen Punkt betrifft,
      Noch nie ins Garn gegangen.

      Das ganze Jahr macht diese Maus
      Den Menschen keine Plage,
      Doch plötzlich aus dem Loch heraus
      Kriecht sie am Weihnachtstage

      Zum Beispiel war vom Festgebäck,
      Das Mutter gut verborgen,
      Mit einem Mal das Beste weg
      Am ersten Weihnachtsmorgen.

      Da sagte jeder rundheraus:
      Ich habe nichts genommen,
      Es war bestimmt die Weihnachtsmaus,
      Die über Nacht gekommen.

      Ein andres Mal verschwand sogar
      Das Marzipan vom Peter,
      Was seltsam und erstaunlich war,
      Denn niemand fand es später.

      Der Christian rief rundheraus:
      Ich hab es nicht genommen,
      Es war bestimmt die Weihnachtsmaus,
      Die über Nacht gekommen.

      Ein drittes Mal verschwand vom Baum
      An dem die Kugeln hingen,
      Ein Weihnachtsmann aus Eierschaum,
      Nebst andren leckren Dingen.

      Die Nelly sagte rundheraus:
      Ich habe nichts genommen,
      Es war bestimmt die Weihnachtsmaus,
      Die über Nacht gekommen.

      Und Ernst und Hans und der Papa,
      Die riefen: Welche Plage!
      Die böse Maus ist wieder da,
      Und just am Feiertage!

      Nur Mutter sprach kein Klagewort,
      Sie sagte unumwunden:
      Sind erst die Süßigkeiten fort,
      Ist auch die Maus verschwunden.

      Und wirklich wahr: Die Maus blieb weg
      Sobald der Baum geleert war,
      Sobald das letzte Festgebäck
      Gegessen und verzehrt war.

      Sagt jemand nun, bei Ihm zu Haus -
      Bei Fränzchen oder Lieschen -
      Da gäb’ es keine Weihnachtsmaus
      Dann zweifle ich ein bisschen!

      Doch sag’ ich nichts, was jemand kränkt!
      Das könnte Euch so passen!
      Was man von Weihnachtsmäusen denkt,
      Bleibt jedem überlassen!
      Knecht Ruprecht

      Theodor Storm (1817-1888)

      Von drauss' vom Walde komm ich her;
      Ich muss euch sagen, es weihnachtet sehr!

      Allüberall auf den Tannenspitzen
      sah ich goldene Lichtlein sitzen;

      Und droben aus dem Himmelstor
      sah mit grossen Augen das Christkind hervor;

      Und wie ich so strolcht' durch den finstern Tann,
      da rief's mich mit heller Stimme an:

      "Knecht Ruprecht", rief es, "alter Gesell,
      hebe die Beine und spute dich schnell!

      Die Kerzen fangen zu brennen an,
      das Himmelstor ist aufgetan,

      Alt' und Junge sollen nun
      von der Jagd des Lebens einmal ruhn;

      Und morgen flieg ich hinab zur Erden,
      denn es soll wieder Weihnachten werden!"

      Ich sprach: "O lieber Herre Christ,
      meine Reise fast zu Ende ist;

      Ich soll nur noch in diese Stadt,
      wo's eitel gute Kinder hat."

      - "Hast denn das Säcklein auch bei dir?"
      Ich sprach: "Das Säcklein, das ist hier:

      Denn Äpfel, Nuss und Mandelkern
      essen fromme Kinder gern."

      - "Hast denn die Rute auch bei dir?"
      Ich sprach: "Die Rute, die ist hier;

      Doch für die Kinder nur, die schlechten,
      die trifft sie auf den Teil, den rechten."

      Christkindlein sprach:" So ist es recht;
      So geh mit Gott, mein treuer Knecht!"

      Von drauss' vom Walde komm ich her;
      Ich muss euch sagen, es weihnachtet sehr!

      Nun sprecht, wie ich's hier innen find!
      Sind's gute Kind, sind's böse Kind?
      Weihnachten

      Joseph von Eichendorff (1788 - 1857)


      Markt und Straßen stehn verlassen, still erleuchtet jedes Haus,
      Sinnend geh ich durch die Gassen, alles sieht so festlich aus.

      An den Fenstern haben Frauen buntes spielzeug fromm geschmückt
      Tausend Kindlein stehn und schauen, sind so wunderstill beglückt.

      Und ich wandre aus den Mauern bis hinaus ins freie Feld,
      Hehres Glänzen, heilges Schauern! Wie so weit und still die Welt!

      Sterne hoch die Kreise schlingen, aus des Schnees Einsamkeit
      Steigts wie wunderbares Singen - O du gnadenreiche Zeit!

      "Simone" schrieb:

      schatzi hättest du meine gedichte durchgelesen, wüßtest du jetzt das ich dieses gedicht schon eingetragen habe. deines kannst du löschen lach.


      Ups! :( :shock: Ich bin im Stress (Firma)! Ist Tatsächlich so! Habe ein Gedicht in in der Firma gebraucht, um mich in den Weihnachtsurlaub zu verabschieden!
      Da sieht man es mal wieder! Warum Internet, wenn man ein so tolles Forum hat! :)

      Ich werde es wieder Löschen! :-x :cry: