Frau kauft 26-Karat-Diamant auf dem Flohmarkt - für zehn Pfund

      Frau kauft 26-Karat-Diamant auf dem Flohmarkt - für zehn Pfund

      22. Mai 2017, 12:18 Uhr London
      Frau kauft 26-Karat-Diamant auf dem Flohmarkt - für zehn Pfund

      Bei Sotheby's in London wird am 7. Juni ein wertvoller Diamantring versteigert.
      Die Experten rechnen mit einem Erlös von bis zu 350 000 Pfund (umgerechnet etwa 406 000 Euro.
      Eine Frau hatte den Ring vor 30 Jahren für nur zehn Pfund auf einem Londoner Flohmarkt gekauft und ihn jahrzehntelang für Modeschmuck gehalten.


      Die Überraschung muss groß gewesen sein, als die Frau erfährt, was sie da tagtäglich am Finger getragen hat. Beim Einkaufen und bei der Hausarbeit blitzte der vermeintliche Modeschmuck, den sie in den Achtzigerjahren für zehn Pfund auf einem Flohmarkt gekauft hatte, an ihrer Hand. Erst 30 Jahre später ist klar, dass es sich dabei um einen 26-Karat schweren Diamantring handelt.

      Als die Britin vor ein paar Monaten den entscheidenden Tipp von einem Juwelier bekommt, bringt sie den Ring zum Auktionshaus Sotheby's. Die Schmuck-Experten erkennen den Stein als echten Diamanten. Die Bestätigung, dass es sich um einen mehr als 200 Jahre alten Edelstein handelt, kommt vom "Gemological Institute of America" im US-Staat Kalifornien.

      Das Besondere an dem Schmuckstück ist die Größe des Steins, der aus dem 19. Jahrhundert stammt. Den Wert des Diamanten bestimmen das Gewicht von 26,27 Karat, eine nahezu weiße Farbnote und einen qualitativ sehr hoher Reinheitsgrad. Den Experten bei Sotheby's zufolge war es zum Herstellungszeitpunkt nicht üblich, Diamanten zu schleifen, um so ihre Brillanz herauszuarbeiten. Daher sei er womöglich so lange als nicht echt erkannt worden. Woher der wertvolle Ring stammt und wie er auf den Flohmarkt kam, konnten die Experten aber nicht klären.

      Die Versteigerung bei Sotheby's am 7. Juni wird zeigen, wie viel Geld Schmuckliebhaber tatsächlich bereit sind, für den Ring zu zahlen. Bei dem Auktionshaus erwartet man einen Preis von bis zu 350 000 Pfund.

      "Dies ist ein glücklicher Zufall, ein unglaublicher Fund", sagt Jessica Wyndham, Leiterin der Schmuckabteilung bei Sotheby's in einem Interview mit dem Guardian. Die Besitzerin aus London, die anonym bleiben möchte, habe ihn als Modeschmuck getragen. "Niemand kam auf die Idee, dass der Ring einen immanenten Wert haben könnte." Die Frau sei verständlicherweise sehr aufgeregt. Der zu erwartende Erlös sei "eine Menge Geld, der das Leben verändern wird. Egal, welchen Hintergrund man hat".


      26 Karat, umgerechnet 5,2 Gramm, wiegt der Diamant, der nun seiner Besitzerin eine Menge Geld einbringen wird.
      Flohmarktkauf
      Modeschmuck entpuppt sich als wertvoller Diamant
      Ein Diamantring soll bei einer Auktion in Großbritannien bis zu 350.000 Pfund erzielen. Die Besitzer hatten das Stück vor 30 Jahren auf einem Flohmarkt gekauft - für zehn Pfund.

      Sie wussten nicht, auf welchem Schatz sie saßen: Die Besitzer eines Diamantrings dachten über Jahrzehnte, es handle sich um Modeschmuck. Nun wollen sie den Stein bei einer Auktion Anfang Juni versteigern. Das Auktionshaus Sotheby's schätzt den Wert des Diamanten auf bis zu 350.000 Pfund.

      Die Besitzer, die anonym bleiben wollen, kauften den Ring laut Sotheby's in den Achtzigern auf einem Flohmarkt in Isleworth im Westen Londons. Sie gaben zehn Pfund für das Stück aus - in dem Glauben, es sei Modeschmuck. Nach 30 Jahren brachten sie den Ring zu dem Auktionshaus, nachdem ein Juwelier ihnen gesagt hatte, dass der Stein möglicherweise echt sei.

      "Sie hatten keine Vorstellung von seinem Wert", sagte Jessica Wyndham, Chefin der Londoner Schmuckabteilung von Sotheby's dem "Guardian". Nun seien sie "unglaublich aufgeregt", es gehe schließlich um eine Summe Geld, die ihr Leben verändern könne.

      Der mehr als 26 Karat schwere, weiße Diamant stammt Wyndham zufolge vermutlich aus dem 19. Jahrhundert. Über seine Geschichte vor dem Flohmarktkauf ist jedoch nichts bekannt.

      Die altmodische Art des Schliffes könnte dazu führen, dass Menschen glaubten, es handle sich nicht um einen echten Stein, sagte Wyndham. "Bei dem antiken Stil reflektiert das Licht nicht so stark wie bei dem modernen Stil." Früher hätten Diamantenschleifer eher darauf geachtet, möglichst viel Gewicht des Steins zu erhalten, anstatt ihn so brillant wie möglich erscheinen zu lassen.
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