Das große Geschäft mit rechteckigen Edelsteinen
Prominente zeigen sich öfter mit vierkantigen Diamanten -Vor Weihnachten die höchsten Umsätze
New York - Für die Bräute von heute währen Diamanten noch immer ewig - doch die edlen Steine sind immer seltener einfach nur rund. Auf dem Sechs-Milliarden Dollar (vier Mrd. Euro) schweren US-Markt für Verlobungsringe mit Diamanten erfreuen sich rechteckig geschliffene Formen einer steigenden Beliebtheit. Die Schauspielerinnen Ashley Judd, Brooke Shields und Reese Witherspoon sind prominente Trägerinnen von vierkantigem diamantenem Fingerschmuck.
Witherspoon ließ sich in der Öffentlichkeit mit einem Diamanten mit Asscher-Schliff zeigen, dessen typische Merkmale lange, schlanke Facetten und abgeschrägte Ecken sind. Judd und Shields ließen an ihren Händen Diamanten mit Cushion-Schliff aufblitzen, der von gekrümmten Seiten, gerundeten Ecken und dreieckigen Facetten geprägt wird.
Runde Diamanten sind zwar noch immer die begehrtesten Edelsteine am Markt, wie das Diamond Information Center in New York berichtete. Doch ihr Marktanteil sank innerhalb des vergangenen Jahrzehnts von 55 auf 47 Prozent. Rechteckig geschnittene Steine sind hingegen stark im Kommen - ihr Marktanteil ist auf 30 Prozent gestiegen, nach nur neun Prozent im Jahr 1999.
"Ich habe so viele runde Diamanten bei meinen Freunden und Familienangehörigen gesehen. Ich wollte einfach etwas Ausgefallenes", sagte beispielsweise die Schmuckliebhaberin Lorna Blaire, die sich bei ihrem Ring für einen Zwei-Karäter mit Cushion-Schliff entschieden hat: "Der Stein sah an meiner Hand so hübsch aus. Er sticht richtig hervor." Zum Jahresende hin steigt traditionell das Geschäft für die Juweliere. Von Oktober bis Dezember 2006 erwirtschaftet die Branche 37 Prozent ihrer Jahresumsätze. Mehr als 80 Prozent der Bräute bekamen in den letzten drei Monaten des Jahres ihren Verlobungsring.
Zu den Festtagen am Jahresende versammele sich die Familie, so Hamida Belkadi, Vertriebsleiter für das US-Geschäft von De Beers Diamond Jewellers: "Das ist eine großartige Gelegenheit, den Ring zu zeigen." Auch Blaire will ihren Ring im Freundeskreis präsentieren, wenn sie zusammen mit Ihrem Verlobten Gree Fishbein und einigen Freunden Weihnachten auf der Karibik-Insel Aruba verbringt. Was ihr Ring kostete, weiß sie jedoch nicht.
Im vergangenen Jahr zahlten die Amerikaner durchschnittlich den Rekordpreis vom 3200 Dollar pro Verlobungsring. Insgesamt 1,9 Millionen Diamant-Verlobungsringe gingen 2006 in den USA über den Ladentisch.
Und damit nicht genug: Die Zahl der Eheschließungen wird auf Grund der demographischen Entwicklung in den USA voraussichtlich weiter steigen. Ken Gassman, der Präsident des Jewelry Industry Research Institute, geht davon aus, dass die Zahl der heiratswilligen Paare bis 2016 auf drei Millionen pro Jahr steigt. In den 90ern schlossen rund 2,3 Millionen Paare pro Jahr den Ehebund.
Besonders Männer, die zum zweiten Mal den Bund der Ehe eingehen, sind in Sachen Ring offenbar besonders gefordert. "Wenn ein Mann zum zweiten Mal heiratet, besteht die Braut nicht selten darauf, dass ihr Diamant größer ist als derjenige, den ihre Vorgängerin bekommen hat", berichtete Gassman.
Die Herkunft des Cushion-Schliffs reicht bis ins 18. Jahrhundert zurück. Die ursprünglichen Versionen waren dazu gedacht, bei Kerzenlicht sanft glimmernd richtig zur Geltung zu kommen. Der Asscher-Schliff wurde 1902 von den Diamantenschleifern Asschers in Amsterdam entwickelt. Inzwischen nutzen Schleifer moderne Technologien, um den alten Formen einen noch strahlenderen Ausdruck zu verpassen. Um von der neuen Nachfrage-Tendenz zu profitieren, hat Tiffany & Co. einen neuen Rechteck-Ring eingeführt: Den "Novo". Dabei handelt es sich um einen Solitär mit Cushion-Schliff, der auf ein Diamanten-und-Platin-Band gesetzt ist. In der Version mit 1,01 Karat kostet er 12 700 Dollar.
Prominente zeigen sich öfter mit vierkantigen Diamanten -Vor Weihnachten die höchsten Umsätze
New York - Für die Bräute von heute währen Diamanten noch immer ewig - doch die edlen Steine sind immer seltener einfach nur rund. Auf dem Sechs-Milliarden Dollar (vier Mrd. Euro) schweren US-Markt für Verlobungsringe mit Diamanten erfreuen sich rechteckig geschliffene Formen einer steigenden Beliebtheit. Die Schauspielerinnen Ashley Judd, Brooke Shields und Reese Witherspoon sind prominente Trägerinnen von vierkantigem diamantenem Fingerschmuck.
Witherspoon ließ sich in der Öffentlichkeit mit einem Diamanten mit Asscher-Schliff zeigen, dessen typische Merkmale lange, schlanke Facetten und abgeschrägte Ecken sind. Judd und Shields ließen an ihren Händen Diamanten mit Cushion-Schliff aufblitzen, der von gekrümmten Seiten, gerundeten Ecken und dreieckigen Facetten geprägt wird.
Runde Diamanten sind zwar noch immer die begehrtesten Edelsteine am Markt, wie das Diamond Information Center in New York berichtete. Doch ihr Marktanteil sank innerhalb des vergangenen Jahrzehnts von 55 auf 47 Prozent. Rechteckig geschnittene Steine sind hingegen stark im Kommen - ihr Marktanteil ist auf 30 Prozent gestiegen, nach nur neun Prozent im Jahr 1999.
"Ich habe so viele runde Diamanten bei meinen Freunden und Familienangehörigen gesehen. Ich wollte einfach etwas Ausgefallenes", sagte beispielsweise die Schmuckliebhaberin Lorna Blaire, die sich bei ihrem Ring für einen Zwei-Karäter mit Cushion-Schliff entschieden hat: "Der Stein sah an meiner Hand so hübsch aus. Er sticht richtig hervor." Zum Jahresende hin steigt traditionell das Geschäft für die Juweliere. Von Oktober bis Dezember 2006 erwirtschaftet die Branche 37 Prozent ihrer Jahresumsätze. Mehr als 80 Prozent der Bräute bekamen in den letzten drei Monaten des Jahres ihren Verlobungsring.
Zu den Festtagen am Jahresende versammele sich die Familie, so Hamida Belkadi, Vertriebsleiter für das US-Geschäft von De Beers Diamond Jewellers: "Das ist eine großartige Gelegenheit, den Ring zu zeigen." Auch Blaire will ihren Ring im Freundeskreis präsentieren, wenn sie zusammen mit Ihrem Verlobten Gree Fishbein und einigen Freunden Weihnachten auf der Karibik-Insel Aruba verbringt. Was ihr Ring kostete, weiß sie jedoch nicht.
Im vergangenen Jahr zahlten die Amerikaner durchschnittlich den Rekordpreis vom 3200 Dollar pro Verlobungsring. Insgesamt 1,9 Millionen Diamant-Verlobungsringe gingen 2006 in den USA über den Ladentisch.
Und damit nicht genug: Die Zahl der Eheschließungen wird auf Grund der demographischen Entwicklung in den USA voraussichtlich weiter steigen. Ken Gassman, der Präsident des Jewelry Industry Research Institute, geht davon aus, dass die Zahl der heiratswilligen Paare bis 2016 auf drei Millionen pro Jahr steigt. In den 90ern schlossen rund 2,3 Millionen Paare pro Jahr den Ehebund.
Besonders Männer, die zum zweiten Mal den Bund der Ehe eingehen, sind in Sachen Ring offenbar besonders gefordert. "Wenn ein Mann zum zweiten Mal heiratet, besteht die Braut nicht selten darauf, dass ihr Diamant größer ist als derjenige, den ihre Vorgängerin bekommen hat", berichtete Gassman.
Die Herkunft des Cushion-Schliffs reicht bis ins 18. Jahrhundert zurück. Die ursprünglichen Versionen waren dazu gedacht, bei Kerzenlicht sanft glimmernd richtig zur Geltung zu kommen. Der Asscher-Schliff wurde 1902 von den Diamantenschleifern Asschers in Amsterdam entwickelt. Inzwischen nutzen Schleifer moderne Technologien, um den alten Formen einen noch strahlenderen Ausdruck zu verpassen. Um von der neuen Nachfrage-Tendenz zu profitieren, hat Tiffany & Co. einen neuen Rechteck-Ring eingeführt: Den "Novo". Dabei handelt es sich um einen Solitär mit Cushion-Schliff, der auf ein Diamanten-und-Platin-Band gesetzt ist. In der Version mit 1,01 Karat kostet er 12 700 Dollar.