Gedichte

      Gediche die ich schön finde

      Sterne und Träume
      Weißt Du noch,
      wie ich Dir die Sterne vom Himmel
      holen wollte,
      um uns einen Traum zu erfüllen?
      Aber
      Du meintest,
      sie hingen viel zu hoch ...!
      Gestern
      streckte ich mich zufällig
      dem Himmel entgegen,
      und ein Stern fiel
      in meine Hand hinein.
      Er war noch warm
      und zeigte mir,
      daß Träume vielleicht nicht sofort
      in Erfüllung gehen;
      aber irgendwann ...?!

      - Markus Bomhard -

      Gedichte die ich schön finde

      Von Glückes Zufall
      Der ist ein Narr, der hochauf steigt,
      Daß seine Scham der Welt er zeigt,
      Und sucht stets einen höhern Grad
      Und denkt nicht an des Glückes Rad.
      Was hochauf steigt in dieser Welt,
      Gar plötzlich oft zu Boden fällt.
      Kein Mensch so hoch hier kommen mag,
      Der sich verheißt den künftgen Tag,
      Und daß er Glück dann haben will,
      Denn Klotho hält ihr Rad nicht still,
      Oder den sein Reichtum und Gewalt
      Vorm Tod einen Augenblick erhalt'.
      Wer Macht hat, der hat Angst und Not,
      Viel sind um Macht geschlagen tot.
      Die Herrschaft hat nicht langen Halt,
      Die man muss schirmen mit Gewalt.
      Wo keine Lieb und Gunst der Gemein',
      Da ist viel Sorge - und Freude klein.
      Es muss viel fürchten, wer da will,
      Daß ihn auch sollen fürchten viel.
      Nun ist die Furcht ein schlechter Knecht,
      Sie kann nicht lange hüten recht.
      Wer innehat Gewalt, der lerne
      Liebhaben Gott und ehr ihn gerne.
      Wer Gerechtigkeit hält in der Hand,
      Des Macht kann haben gut Bestand;
      Des Herrschaft war wohl angelegt,
      Und dessen Tod man Trauer trägt.
      Weh dem Regenten, nach des Tod
      Man sprechen muss: "Gelobt sei Gott!"
      Wer einen Stein wälzt auf die Höh,
      Auf den fällt er und tut ihm weh,
      Und wer vertrauet auf sein Glück,
      Fällt oft in einem Augenblick.

      Sebastian Brant (Das Narrenschiff)
      [Übersetzung des Textes von 1494]
      Hannibals Meisterbogenschütze

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      Der Hannibal litt schlimm, er ging
      nach Rom, wo es ihm schlimm erging
      und später gar noch schlimmer ging.

      Man sah ihn meist auf knappen Sitzen
      mit Weib bei stolzen Knappen sitzen
      und ließ sich dort von Bogenschützen,
      in einem großen Bogen schützen,

      den Meisterschützen um sich traben.
      Der schoss bereits, mit Umsicht Raben.
      Doch traf sich’s, wenn der Meister schoss,
      dass er auch Knappen meist erschoss.

      Den ersten Knappen überfiel
      wohl Angst, doch hinten über fiel
      der Wendelin, ein Pfeil erreichte
      den armen Kerl, es schien, er reichte.

      Erzürnt, wie von Sinnen schrie Hannibal dumm:
      "Wer schoss mir mein Weib, meine Hanni bald um?"
      Man nehme den Kerl von der Hanni bald runter!
      Denn unter der Hanni lag Hannibal drunter.

      Doch schlimmer litt der Wendelin.
      Man legte auf Lavendel ihn.
      Und nur an einem Wunder lag
      es, dass er nicht der Wund erlag.
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      Bist du ernst, mit flachen Lippen,
      solltest du mal lachen, flippen.
      Ich liebe Dich

      Ich liebe dich heißt auch:
      komm, schlaf mit mir.
      Es kann auch heißen:
      lass uns Kinder haben.
      Ich liebe dich. Ich bin sehr gern bei dir.
      Lass uns zusammen sein bis zum Begraben.

      Ich liebe dich heißt auch:
      Sei zu mir gut,
      mach mir das Leben leicht,
      das ich nicht zwinge.

      Wenn ich allein wär´, fehlte mir der Mut.
      Ich liebe dich, mach, dass es mir gelinge.

      Ich liebe dich heißt auch:
      Es macht mich stolz,
      dass du mich mehr als andere begehrst.
      Und dass du mir, nur mir
      und keinem sonst,
      in allem, was du bist, allein gehörst.

      Ich liebe dich kann heißen:
      Sei doch so, wie ich den andren,
      den ich suche, sehne.
      Erfüll mir meine Träume,
      mach mich froh, dass ich bestätigt
      durch mein Leben gehe.
      Ich liebe dich heißt auch:
      Ich will so sein, wie du mich brauchst -
      ich will dein Schatten werden.
      So nützlich ist dir keiner, ich allein
      kann alles für dich tun
      auf dieser Erden.

      Ich liebe dich heißt immer:
      Ich will dich für etwas haben,
      das mir Glück verspricht.
      Manchmal entsteht daraus:
      Wir lieben uns.
      Erst dieser Satz hat wirkliches Gewicht.

      Heinz Kahlau

      Weihnachtsgedichte

      Am Tag vor Weihnachten
      Bruno Horst Bull

      Nur noch einmal wird es dunkel,
      nur noch einmal wird es Nacht.
      Wird es wieder Abend werden,
      hat Knecht Ruprecht was gebracht.

      Aus dem Walde wird er kommen,
      wo verschneite Tannen stehn,
      und sechs große zahme Hirsche
      sind vor dem Gefährt zu sehn.

      Glocken klingen, und der Schlitten
      ist bis obenhin bepackt.
      Ach, was hat der gute Alte
      für die Kinder eingesackt!

      Äpfel, Nüße und Rosinen,
      Kuchen, Kekse, Marzipan,
      Engelshaar und Mandarinen,
      Hampelmann und Eisenbahn.

      Weiß du noch vom letzten Jahre,
      als der Tannenbaum gebrannt,
      wie es war, als lang erwartet
      in der Tür Knecht Ruprecht stand?

      Nur noch einmal wird es dunkel,
      nur noch einmal wird es Nacht.
      Wird es wieder Abend werden,
      hat Knecht Ruprecht was gebracht.

      Weihnachtsgedichte

      Advent
      Rainer Maria Rilke (1875-1926)

      Es treibt der Wind im Winterwalde
      die Flockenherde wie ein Hirt
      und manche Tanne ahnt wie balde
      sie fromm und lichterheilig wird;
      und lauscht hinaus. Den weißen Wegen
      streckt sie die Zweige hin - bereit
      und wehrt dem Wind und wächst entgegen
      der einen Nacht der Herrlichkeit.

      Weihnachtsgedichte

      Das verpatzte Weihnachtsmenü
      Angelika Stender


      Bei uns daheim, hübsch anzuschaun
      ein schön geschmückter Weihnachtsbaum
      mit Äpfeln, kleine Weihnachtsmännchen
      goldne Schleifen, bunten Bändchen
      Rauschgoldengel, Figuren aus Holz
      sind des Vaters ganzer Stolz
      bunte Kugeln, silberne Stern
      so seh´n wir unsren Christbaum gern
      mit Lametta und Fondant
      Kunstschnee und noch andrem Tand
      und rings herum an Tannenspitzen
      sieht man bunte Lichtlein blitzen
      nur hat der Vater ganz vergessen
      den Ständer richtig zu vermessen
      ich dachte erst an einen schlimmen Traum
      denn langsam kippt er – unser Baum
      auf einmal sieht der Weihnachtsschmaus
      nach Sodom und Gomorrah aus
      die Christbaumspitze steckt im Braten
      schade, denn der war so gut geraten
      die Klöße stecken auf den Spitzen
      im Pudding drin die Sternchen blitzen
      und die Äpfel, die kleine und die großen
      schwimmen in diversen Soßen
      und im Gemüse, bunt und fein
      tummeln sich die Engelein
      das alles war am Baum zur Zier
      der Rauschgoldengel schwimmt im Bier
      in den Zweigen hängt das Sauerkraut
      die Mutter ist davon nicht sehr erbaut
      der Vater, der ist sehr geknickt
      „mein Gott, was bin ich ungeschickt
      der Baum ist hin und nichts zu essen
      diese Weihnacht werd´ ich nicht vergessen“
      und aus dem Radio tönt voller Freud
      oh du fröhliche Weihnachtszeit.

      Weihnachtsgedichte

      Das Jahr neigt sich dem Ende zu
      von Eileen Appelhoff

      Das Jahr neigt sich dem Ende zu,
      doch vorher kommt die Weihnachtsruh`,
      die leise und behutsam bringt,
      was übers Jahr sonst nicht gelingt.
      Besinnlichkeit ist hier gemeint,
      die viele Menschen stets vereint,
      wann immer im Familienkreise
      oder auch auf andere Weise
      man Weihnachten gemeinsam feiert
      und dabei dann auch stets beteuert,
      dass es doch erst kürzlich war,
      als begonnen dieses Jahr,
      das weder besser war noch schlimmer,
      weil eben irgendwas ist immer.
      Traurig war man und auch heiter,
      trotzdem geht es immer weiter,
      denn auch die Zukunft bringt bestimmt
      vieles, dem man nicht entrinnt.
      Egal, wie`s läuft, ich grüß Euch heut,
      weihnachtlich in herzlicher Verbundenheit !

      Geburtstagsgedicht

      Geburtstagsgedichtt

      Wenn Du nicht gekommen wärst
      vor ganz genau 3 Jahren,
      dann wärn wir durch die ganze Welt
      von Ort zu Ort gefahren.
      Wir hätten überall gesucht
      am Nordpol bei den Bären
      und auch am Südpol, wo wir fast
      im Eis erfroren wären.
      Im Dschungel hätten wir gefragt
      bei Tigern und Giraffen,
      ob Dich jemand gesehen hat.
      Und all die frechen Affen,
      die hätten wir mit Apfelmus
      und Himbeereis bestochen
      und wären nicht nach Haus gefahrn
      für viele, viele Wochen.

      Zum Glück hast Du uns das erspart
      und bist geboren worden.
      Und dafür kriegst Du heut von uns
      diesen Geburtstagsorden!
      Golfgedichte

      "Zwei Dinge braucht ein Golfer: einen sicheren, gleichmäßigen Schwung und eine gute Ausrede, warum er nicht glückte."


      An dieser Stelle finden Sie Golf, mal etwas poetisch betrachtet:

      Der Schlag

      Der Schläger schwingt,
      Der Ball, es kracht,
      das Tee, es birst,
      es ist vollbracht.


      Das Tee

      Das Tee das auf dem Abschlag stand,
      eines Tages einen Golfball fand
      doch die Liebe wärt nicht lange,
      ein Schläger zerstört das junge Glück,
      und der Golfball kam nie mehr zurück.


      Männer auf dem Platz

      Eines schönen Tages
      die Sonne die schien hell
      da dachte sich der Golfer
      das er heut spielen will.

      So nahm er seine Schläger
      verstaute sie im Bag,
      packte seine Schuhe
      und nahm die Bälle mit.

      Am Golfplatz angekommen
      da traf er gleich den Klaus
      Sie gingen auf die Runde
      und kamen nie mehr nach Haus.

      Was lehrt uns die Geschichte,
      Frauen passt gut auf
      wenn Männer Golfen gehen
      ist meist schon alles aus!


      Das Tee II

      Ein Tee das auf dem Abschlag stand,
      kurz vor dem Schlag einen Ballfreund fand.
      Doch die Liebe nicht lang dauert,
      ein Golfer kam,
      dem Tee, es schauert
      der Ball weiß nicht wie ihm geschieht,
      das Tee ihn nur noch fliegen sieht
      da macht es platsch,
      der Golfer flucht
      die Liebe endet,
      der Ball verschwendet.
      Golfgedichte


      Der Leidende

      Ein Vierer zieht auf siebter Bahn.
      Der Abschlag ist bereits getan.

      Schon früh am Morgen kurz nach acht,
      was präsenile Bettflucht macht.

      Man redet kaum so früh am Tage,
      man überprüft des Balles Lage.

      Man läßt zum Grün das Auge schweifen,
      um dann den Schläger zu ergreifen,

      der, wenn man ihn nur richtig schwingt,
      den Ball dicht an die Fahne bringt.

      Nur muß auch alles gut gemacht sein:
      die Wahl des Schlägers wohl bedacht sein.

      Der Schwung soll rund sein, ohne Hast,
      den Griff des Schlägers fest gefaßt.

      Wenn man den Kopf zu früh erhebt,
      hat man schon Schreckliches erlebt.

      Auch wenn man an den Wind nicht denkt,
      dann wird der Ball ganz falsch gelenkt.

      *****

      Es ist auch schon mal vorgekommen,
      daß man 'nen falschen Ball genommen.

      Die Fehlerquote ist unendlich,
      und für den Laien unverständlich.

      Solch Fehler hat ein Herr gemacht,
      man ist inzwischen auf Bahn acht.

      Und da ihm bisher nichts gelang,
      glaubt er nun, er sei heute krank.

      Man hört ihn leise sprechend klagen:
      Beschwerden mache ihm sein Magen,

      auch hätt' ihn um den Schlaf gebracht
      der Hunde Bellen, in der Nacht.

      Es sei auch nicht ganz ausgeschlossen,
      daß er ein Glas zuviel genossen.

      Und dann, das Zipperlein am Zeh,
      das tut ihm schon seit Tagen weh!

      Man spielt das zwölfte Grün nun an -
      noch immer jammert unser Mann!

      Die andren können's schwer ertragen,
      doch alle scheu'n sich was zu sagen.

      Da plötzlich ist die Qual vorbei,
      er spielt ein Birdie auf par drei!

      *****

      Von nun an spielt er nur noch Gutes
      und zeigt sich wieder frohen Mutes.

      Und auf der letzten Bahn, der langen,
      hat er ein par noch eingefangen!

      Im Clubhaus wird der Fall verhandelt,
      wie schnell ein kranker Mensch sich wandelt.

      Und einer hebt sein Glas: "Ihr Leute,
      was wir erlebten hier und heute,

      wir sollten mit dem Herrn nicht schelten!
      Solch' Wunderheilung sieht man selten!"