Die Diamanten-Route - Von den Minen bis zur Auktion

      Die Diamanten-Route - Von den Minen bis zur Auktion

      Die Diamanten-Route - Von den Minen bis zur Auktion

      Der Weg der Diamanten, dem die Dokumentation folgt, beginnt bei dem Diamantensucher Mohammed Dabo in Sierra Leone, der für einen Dollar pro Tag von Sonnenauf- bis Sonnenuntergang Steine aus dem Schlamm wäscht. Dafür braucht er eine teure Lizenz. Oft bringen libanesische Zwischenhändler die Gebühr auf und lassen schwarze Arbeiter in ihren Claims schürfen. Die Arbeiter erhalten bei einem guten Fund nur einen Bruchteil des Erlöses. Das schürt soziale Spannungen. Für den Schürfer Mohammed bedeuten Diamanten einerseits Ausbeutung und Unterdrückung, andererseits sind sie aber seine einzige Hoffnung, der drückenden Armut zu entkommen. Er sucht wie Tausende seiner Kollegen nach dem einen großen Stein, der ihn über Nacht reich macht. Die Hoffnung auf eine bessere Zukunft teilen die afrikanischen Schürfer mit dem Heer indischer Diamantenschleifer, die in Bombay und Surat in den großen Schleifereien arbeiten. Fast eine Million Menschen, wie der junge Manoj, sind in dieser Industrie tätig, zu deren Top-Adressen die Mehtas gehören, die unter anderem US-amerikanische Bräute mit Trauringen versorgen. 90 Prozent aller Diamanten werden heute in Indien geschliffen. Nur wenige Familien haben das Sagen in der indische Diamantenindustrie. Die nächste Station der Reise auf den Spuren der Diamanten ist Antwerpen. Dort sind die indischen Diamantenhändler neben den chassidischen Juden nicht mehr aus dem Stadtbild wegzudenken. Die besondere Beziehung der Juden zu den Edelsteinen geht zurück in die Zeit der spanischen Inquisition. Im Gegensatz zu anderen Zünften stand die Schleiferzunft auch Juden offen. Martin Rapaport, ehemaliger Diamanten-Broker, setzt sich für einen fairen Handel und menschenwürdige Schürfbedingungen ein. So fordert er auf einer Juwelenmesse in Las Vegas die Händler auf, sich seiner Initiative für einen fairen Juwelenhandel anzuschließen. Für Rapaport ist diese Initiative alles andere als ungefährlich, bewegt er sich doch in einem Gewerbe, in dem Verschwiegenheit zum Geschäftsprinzip gehört.