Video-on-Demand

      Video-on-Demand

      Video-on-Demand-FAQ: Alle Fakten zum Online-Filmkauf

      Video on demand ist im Kommen: Statt DVDs in der Videothek auszuleihen oder im Laden zu kaufen, können Internetnutzer bei immer mehr Anbietern Spielfilme, Dokumentationen oder Serien einfach und bequem online abrufen. Um den Einstieg in die Online-Filmwelt zu erleichtern, beantwortet netzwelt die häufigsten Fragen zu Video on demand.

      Inhalt

      - Brauche ich besondere Geräte oder Programme, um Video on demand nutzen zu können?
      - Welche Anbieter gibt es in Deutschland?
      - Was ist der Unterschied zwischen Streaming und Download?
      - Wie viel kostet Video on demand?
      - Kann ich auch Filme "ab 18" online buchen?
      - Umfassen die Video-on-demand-Videos auch Extras wie Original-Tonspuren?
      - Wie ist die Bildqualität der Video-on-demand-Filme?
      - Sind die Filme mit Surround-Sound versehen?
      - Wie kann ich Video on demand unverbindlich ausprobieren?


      Brauche ich besondere Geräte oder Programme, um Video on demand nutzen zu können?

      Nein. Alles was man braucht, um Filme per Video on demand anschauen zu können, ist ein PC mit Windows-Betriebssystem und einen Breitbandanschluss. Weil alle deutschen Anbieter auf das Videoformat WMV und das DRM von Microsoft setzen, müssen Nutzer zudem den Internet Explorer und den Windows Media Player auf ihrem Rechner installiert haben. Beide Programme sind Teil der Standard-Windows-Installation. Wer die Betriebssysteme Mac OS X oder Linux nutzt, muss auf Video on demand derzeit noch verzichten.

      Welche Anbieter gibt es in Deutschland?

      Derzeit ist die Zahl der deutschen Video-on-demand-Anbieter noch überschaubar. Ein Sonderstellung nimmt dabei der Service von T-Online ein, der nur für Kunden mit T-DSL-Tarif verfügbar ist. Die Dienste Maxdome, In2movies, Medionbox, Arcor und One4movie sind dagegen für alle Internetnutzer zugänglich: Die Stärken und Schwächen der deutschen Video-on-demand-Dienste offenbart der netzwelt-Vergleichtest.

      Was ist der Unterschied zwischen Streaming und Download?

      Internetnutzer können Filme entweder als Streaming oder als Download abrufen. Maxdome, T-Online und One4movie übertragen die Daten als Streaming in einem kontinuierlichen Datenstrom über die Internet-Leitung. Der größte Vorteil dieser Technik ist, dass Nutzer ihre Filme mit wenigen Mausklicks und fast ohne Wartezeit starten können, wenn sie bei dem jeweiligen Dienst registriert sind.

      Gleichzeitig birgt das Verfahren aber auch Nachteile. Die Qualität der Filme hängt untrennbar mit der Bandbreite des DSL-Anschlusses zusammen: Wer beispielsweise nur mit DSL 1000 durch das Netz surft, kann dementsprechend nur Filme in einer niedrigen Qualitätsstufe mit einer Datenrate von rund 1.000 Kilobit pro Sekunde (kBit/s) anschauen: Für Filmgenuss in TV-Qualität genügt das nicht. Zudem müssen die Nutzer beim Streaming-Verfahren kurze Wartezeiten in Kauf nehmen, wenn sie innerhalb des Filmes springen wollen, weil dann der Datenpuffer neu angelegt werden muss, der eine unterbrechungsfreie Wiedergabe garantieren soll.

      Download: Video on demand per Modem

      Diese Probleme werden durch den Download geschickt umgangen: Statt die Daten sofort abzuspielen, werden sie zunächst auf der Festplatte abgespeichert. Wer sehr viel Geduld hat, kann so sogar per Modem Videos auf die Festplatte laden. Ein weiterer Vorteil des Download-Verfahrens ist zudem, dass Nutzer die Filme auch ohne Verbindung zum Internet anschauen können, wenn der Film komplett gesaugt ist. Der größte Nachteil der Download-Technik ist, dass es je nach Bandbreite eine Weile dauern kann, bis der Film heruntergeladen ist und die Wiedergabe gestartet werden kann.

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      Video-on-Demand-FAQ: Alle Fakten zum Online-Filmkauf
      Dominik Schöneberg
      Eine intelligente Kombination beider Verfahren bieten In2movies, Medionbox und Arcor an: Mit dem so genannten Progressive Download kann die Wiedergabe der Download-Datei gestartet werden, sobald ein ausreichend großer Datenpuffer aufgebaut ist.

      Wie viel kostet Video on demand?

      Derzeit verkaufen die Video-on-demand-Anbieter in Deutschland Filme als Pay-per-view, als Download-to-own und als Abonnements. Pay-per-view ist für alle gedacht, die sich den Gang zur Videothek sparen wollen: Relativ unkompliziert lässt sich bei Arcor, Maxdome, One4movie oder T-Online mit wenigen Mausklicks die Wiedergabe per Stream oder der Download starten. Sobald der Film läuft, können die Nutzer den Film 24 Stunden lang beliebig oft sehen.

      Die Preise hängen wie bei den Videotheken vor allem davon ab, wie aktuell der jeweilige Film ist. Gerade neu erschienene Blockbuster, die in der Regel zeitnah zum DVD-Release auch als Video on demand verfügbar sind, kosten als Pay-per-View rund vier Euro, ältere Filme können sich Internetnutzer für rund zwei Euro anschauen.

      Alternativen zu Pay-per-View: Download to own und Abonnements

      Bei In2movies und Medionbox können Internetnutzer Filme als Download-to-own kaufen. Das bedeutet, dass sie die Filme, nachdem sie diese auf die Festplatte geladen haben, unbegrenzt häufig anschauen können. Begrenzt ist lediglich die Anzahl der Geräte, auf denen die Dateien abgespielt werden können. Wer einen Film als Download-to-own kaufen möchte, bezahlt zwischen sieben und 14 Euro je nach Film.

      Internetnutzer, die ein Abonnement buchen, wie es derzeit One4movie und Maxdome anbieten, können gegen eine monatliche Gebühr auf einen Teil des Archivs zugreifen. Maxdome verkauft beispielsweise ein Comedy-Paket für 4,99 Euro oder ein Spielfilm-Paket für 9,99 Euro im Monat. Für Vielgucker ist das ohne Zweifel eine interessante Option. Allerdings sollten Interessenten die Mindestvertragslaufzeiten beachten und überprüfen, ob überhaupt genügend Videos im Archiv lagern, die gefallen.

      Wie groß ist die Video-Auswahl bei den Diensten?

      Wer glaubt, sich dank Video on demand nie wieder durch die engen Gänge einer Videothek schieben zu müssen, wird beim Stöbern durch die Archive der deutschen Anbieter eines Besseren belehrt. Die Filmauswahl ist im Vergleich zu gut sortierten Videotheken immer noch sehr klein. Gerade bei den topaktuellen Blockbustern sind die meisten Anbieter noch unzureichend bestückt.

      Bislang hat noch kein deutscher Anbieter Verträge mit allen großen Hollywood-Studios abgeschlossen. Neben den Spielfilmen umfasst das Archiv der Anbieter meist noch andere Videos wie zum Beispiel Dokumentationen, Serien, Kinderunterhaltung oder Erotik-Filme. Detaillierte Informationen zu den Filmarchiven der deutschen Anbieter liefert der netzwelt-Vergleichstest der deutschen Video-on-demand-Dienste.

      Kann ich auch Filme "ab 18" online buchen?

      Filme ab 18 gibt es auch bei Video-on-demand-Anbietern: Neben nicht jugendfreien Spielfilmen finden Internetnutzer bei Arcor, Maxdome und T-Online auch Erotik- und Porno-Filme. Um die Filme mit FSK 18 herunterladen zu können, müssen auch registrierte Kunden ihr Alter gesondert nachweisen: Diese Altersverifikation ist aber bei allen Diensten kostenlos.

      Umfassen die Video-on-demand-Videos auch Extras wie Original-Tonspuren?

      Nein. Auf DVD-Extras wie die Original-Tonspuren, Untertitel oder Zusatzmaterial wie Making-Of-Videos oder Interviews müssen Video-on-demand-Kunden verzichten.

      Wie ist die Bildqualität der Video-on-demand-Filme?

      Die Bildqualität der Video-on-demand-Filme erreicht noch nicht DVD-Niveau: In den höchsten Qualitätsstufen bieten die Filme meist nur Auflösungen, die knapp unter dem von normalen PAL-Fernsehern liegen. Wer Wert auf gestochen scharfe Bilder legt, wird den Unterschied bemerken. Für den Gelegenheitsgucker ist die Qualität der Video-on-demand Bilder aber akzeptabel. Bei welchem Anbieter die Filme in der höchsten Qualität zu sehen sind, steht im Video-on-demand-Vergleichstest von netzwelt.

      Sind die Filme mit Surround-Sound versehen?

      Auch beim Ton müssen Video-on-demand-Kunden im Vergleich zur DVD Abstriche machen. Alle Anbieter übertragen zwar in den höchsten Qualitätsstufen Surround-Ton in annehmbarer Qualität, nicht aber in den gängigen Surround-Formaten Dolby-Digital oder DTS, sondern im wenig verbreiteten WMA-Pro-Format.

      Kann ich die die Filme auf DVD brennen?

      Nein. Die Videos sind durch ein so genanntes Digital Rights Management (DRM) geschützt und können nicht als normale Film-DVD gebrannt werden. Dieser Kopierschutz soll verhindern, dass die Käufer die Filme illegal verbreiten. Bei Download-to-own-Videos sorgt das DRM zudem dafür, dass die Filme nur auf maximal drei Geräten abgespielt werden können.

      Kann ich die Filme auch am Fernseher anschauen?

      Ja. Die wohl gängigste Methode zum Abspielen von Videos aus dem Internet auf dem Fernsehschirm ist, den Rechner per Videokabel mit dem TV-Gerät zu verbinden. Dabei ist aber zu beachten, dass die Qualität der übermittelten Bilder maßgeblich von den verwendeten Schnittstellen abhängt. Bei aktuell erhältlichen Grafikkarten liefern DVI-Ausgänge die beste Qualität. Da diese Schnittstelle bei Fernsehern allerdings nicht verbreitet ist, muss man sich in der Regel mit Adaptern behelfen.

      Besonders einfach ist die Wiedergabe für alle, die einen Multimedia-PC mit installiertem Windows-Betriebssystem im Wohnzimmer stehen haben. Eine Set-Top-Box, mit der die Filme auch ohne teuren Multimedia-PC betrachtet werden können, verkauft bislang nur Maxdome: Im Vergleich zu einem vollwertigen Media-Center-PC ist das Gerät bei einem Preis von rund 100 Euro billig - der Funktionsumfang ist aber dementsprechend begrenzt.

      Wie kann ich Video on demand unverbindlich ausprobieren?

      Um den Kunden den Einstieg schmackhaft zu machen, locken alle Anbieter mit Sonderangeboten. Zu besonders niedrigen Preisen oder sogar gratis können Internetnutzer einzelne Filme abrufen, wenn sie sich vorher registrieren. Da sie keine Vertragsbindung eingehen müssen und keine weiteren Kosten anfallen, können alle Internetnutzer Video on demand ohne Risiko und unverbindlich testen.