Wer meine Kindheit über den Fernseher im osten begleitete

      Wer meine Kindheit über den Fernseher im osten begleitete

      Meister Nadelöhr

      Meister Nadelöhr – dargestellt vom Schauspieler Ekkehard Friedrichson – moderierte schon eine lange Zeit die nachmittäglichen „Märchenland“-Sendungen des DDR-Kinderfernsehens, mit ihm war seit Februar 1958 das Bärchen Bummi –, als irgendwann im Sommer 1959 bei den beiden die Schnatterente auftauchte.
      Von Oktober 1959 an war das schnattrige Entchen auch in den Abendgrüßen zu sehen.

      Erfunden hatten sie die Puppenspieler Heinz Schröder und Friedgard Kurze. Später gab ihr die Puppengestalterin Emma-Maria Lange den letzten Schliff. Schnatterinchen wurde alsbald zur geliebten Gefährtin von Bummi.

      Wieso allerdings Meister Nadelöhr am 14. April 1962 darauf verfiel, am folgenden Tag Schnatterinchens Geburtstag zu feiern, ist für immer sein Geheimnis geblieben. Verraten hatte er den Grund auch in seiner Abendgruß-Sendung nicht.
      Lediglich sein Geschenk für Schnatterinchen gab er preis – eine wunderschöne breite Schleife, die allerdings noch an einem Ende umsäumt werden musste...

      Eckart Friedrichson-die Figur des Meister Nadelöhr


      Friedrichson als Meister Nadelöhr mit Zwirnchen auf einer DDR-Briefmarke von 1964 (gestaltet von Werner Klemke)Eckart Friedrichson (* 14. Januar 1930 in Wernigerode; † 7. Juni 1976) war ein Schauspieler der DDR, der durch seine Rolle als Meister Nadelöhr im Kinderfernsehen große Bekanntheit erlangte. Sein Vater war Henry Friedrichson, seine Mutter Anni Friedrichson, geborene Schliephake. Sein Bruder ist der Schauspieler Peter Friedrichson

      Am 23. November 1955 wurde im Fernsehen der DDR erstmals die Sendung „Meister Nadelöhr erzählt“ (später umbenannt in „Zu Besuch im Märchenland“) ausgestrahlt. Die Rolle des Geschichtenerzählers und Moderators übernahm der damals 25-jährige Eckart Friedrichson als Meister Nadelöhr in seiner Schneiderstube im Märchenland. Jeden Sonntag, in der Regel von 15:30 bis 16:00 Uhr, wurde diese Sendung ausgestrahlt, die sich schon bald großer Beliebtheit bei den Kindern und Jugendlichen erfreute und mit ihm bis 1975 gesendet wurde. Mit seiner großen Zauber-Elle, die als Ersatz für eine Gitarre diente, sang Meister Nadelöhr das von Wolfgang Richter verfasste Lied „Ich komme aus dem Märchenland“.

      Zum Tag des Kindes am 1. Juni 1964 erschien eine 10-Pfennig-Briefmarke der DDR mit einer Abbildung von ihm und dem Kanarienvogel Zwirnchen.

      Eckart Friedrichson litt seit seiner Kindheit an einem Diabetes, der zu einem tödlichen Herzinfarkt im Alter von 46 Jahren führte.
      Professor Flimmrich

      Die Flimmerstunde war eine Kindersendung des 1. Programms des DDR-Fernsehens.

      Die Sendung, die vom 14. September 1959 bis zum Ende des DDR-Fernsehens ausgestrahlt wurde, hatte ihren festen Sendeplatz zunächst montags 16:00 Uhr, später samstags gegen 14:00 Uhr.

      Professor Flimmrich (Walter E. Fuß) berichtete am Anfang einer jeden Sendung über die neuesten und noch in Arbeit befindlichen Kinderfilme und zeigte Ausschnitte. Danach zeigte er, neben Reportagen und Dokumentationen, einen Spielfilm. In späteren Jahren beschränkte sich das Angebot meist auf den Spielfilm. In regelmäßigen Abständen wurde jedoch auch mit Kindern und Jugendlichen im Studio das Thema eines gezeigten Films kritisch diskutiert.

      Von „http://de.wikipedia.org/wiki/Flimmerstunde“
      Walter E. Fuß die Figur des Professor Flimmrich



      Obwohl Walter E. Fuß in über 60 DEFA-Streifen und zahlreichen Fernsehproduktionen in mittleren und kleineren Rollen präsent ist, kennt man ihn hauptsächlich als "Professor Flimmrich". Mit dieser Figur ist der Künstler über zwei Jahrzehnte lang eines der Aushängeschilder im Kinder- und Jugendprogramm des DDR-Fernsehens. Nach dem 2. Weltkrieg spielt Fuß an verschiedenen Berliner Bühnen, dann am Potsdamer Hans-Otto-Theater. Doch ab Ende 1958 ist er fest beim Kinderfernsehen eingebunden. Außerdem taucht sein Gesicht sehr oft auf der Kinoleinwand auf. Mal sieht man ihn als Arbeiter, Seemann, Eisverkäufer, dann als Polizist. Im Lustspiel "Meine Frau macht Musik" mimt er den sympathischen Barmixer. Walter E. Fuß muß 1980 seine Laufbahn aus gesundheitlichen Gründen beenden. Sechs Jahre nach seinem Tod gelangt im Jahre 2002 jedoch noch ein Film mit ihm in die Kinos, dem zur Entstehungszeit (1957) eine Aufführung verwehrt blieb: "Die Schönste" heißt der Streifen; Fuß ist darin als Hamburger Type zu erleben.

      Pippi Langstrumpf







      Am Rand der kleinen, kleinen Stadt lag ein alter verwahrloster Garten. In dem Garten stand ein altes Haus und in dem Haus wohnte Pippi Langstrumpf. Sie war neun Jahre alt und wohnte ganz allein da. Sie hatte keine Mutter und keinen Vater und eigentlich war das sehr schön, denn so war niemand da, der ihr sagen konnte, dass sie zu Bett gehen sollte, gerade wenn sie mitten im schönsten Spiel war, und niemand, der sie zwingen konnte, Lebertran zu nehmen, wenn sie lieber Bonbons essen wollte.

      Früher hatte Pippi mal einen Vater gehabt, den sie schrecklich lieb hatte. Ja, sie hatte natürlich auch eine Mutter gehabt, aber das war so lange her, dass sie sich gar nicht mehr daran erinnern konnte. Die Mutter war gestorben, als Pippi noch ein ganz kleines Ding war, das in der Wiege lag und so furchtbar schrie, dass es niemand in ihrer Nähe aushalten konnte. Pippi glaubte, dass ihre Mutter nun oben im Himmel sei und durch ein kleines Loch auf ihr Kind runterschaue, und Pippi winkte oft zu ihr hinauf und sagte:
      "Hab keine Angst um mich! Ich komm schon zurecht!"

      Ihren Vater hatte Pippi nicht vergessen. Er war Kapitän und segelte über die großen Meere, und Pippi war mit ihm auf seinem Schiff gesegelt, bis er einmal bei einem Sturm ins Meer geweht worden und verschwunden war. Aber Pippi war ganz sicher, dass er eines Tages zurückkommen würde. Sie glaubte überhaupt nicht, dass er ertrunken sein könnte. Sie glaubte, dass er auf einer Insel an Land geschwemmt worden war, wo viele Neger wohnten, und dass ihr Vater König über alle Neger geworden war und jeden Tag eine goldene Krone auf dem Kopf trug.





      "Meine Mama ist ein Engel und mein Papa ist ein Negerkönig. Es gibt wahrhaftig nicht viele Kinder, die so feine Eltern haben!", pflegte Pippi sehr stolz zu sagen. "Und wenn mein Papa sich nur ein Schiff bauen kann, dann kommt er und holt mich, und dann werde ich eine Negerprinzessin. Hei hopp, was wird das für ein Leben!" Ihr Vater hatte dieses alte Haus, das in dem Garten stand, vor vielen Jahren gekauft. Er hatte gedacht, dass er dort mit Pippi wohnen würde, wenn er alt war und nicht mehr über die Meere segeln konnte.



      Aber dann passierte ja das Schreckliche, dass er ins Meer geweht wurde, und während Pippi darauf wartete, dass er zurückkam, begab sie sich geradewegs nach Hause in die Villa Kunterbunt. So hieß dieses Haus. Es stand möbliert und fertig da und wartete auf sie. An einem schönen Sommerabend hatte sie allen Matrosen auf dem Schiff ihres Vaters Lebewohl gesagt. Sie hatten Pippi sehr gern und Pippi hatte sie auch gern.
      "Lebt wohl, Jungs", sagte Pippi und gab allen der Reihe nach einen Kuss auf die Stirn. "Habt keine Angst um mich. Ich komm schon zurecht."

      Zwei Dinge nahm sie vom Schiff mit. Einen kleinen Affen, der Herr Nilsson hieß, und einen großen Handkoffer, voll mit Goldstücken, den hatte sie von ihrem Vater bekommen. Die Matrosen standen an der Reling und schauten Pippi nach, solange sie sie sehen konnten. Sie ging mit festen Schritten davon, ohne sich umzudrehen, mit Herrn Nilsson auf der Schulter und dem Koffer in der Hand.
      "Ein merkwürdiges Kind", sagte einer der Matrosen und wischte sich eine Träne aus dem Auge, als Pippi in der Ferne verschwunden war.
      Deutsche Märchen:
      Deutsche Märchen basieren vor allem auf Sagen und Fabeln germanischer Stämme, aber auch auf französischen Geschichten und wurden Ende des 18., Anfang des 19. Jahrhunderts zusammengetragen und schriftlich festgehalten. Zahlreiche germanische Gottheiten dienten als Leitfiguren beim entstehen deutscher bzw. germanischer Märchen. So zum Beispiel Freya, die spinnende und webende Göttin, welche ebenfalls die Namen Bertha oder Frau Holda, Hulda, Holle trug und noch heute in dem allen bekannten Volksmärchen die Vergangenheit ins Leben ruft.

      1782 bis 1787 schrieb Johann August Musäus an den „Volksmärchen der Deutschen“. Es handelt sich hierbei jedoch nicht nur um Märchen im eigentlichen Sinne, sondern wohl auch um ausschweifende Geschichten. Ebenfalls sammelte auch Johannes Praetorius schon im 17. Jahrhundert Märchen.

      Eine weitere gebundene Ausgabe von die „Neuen Volksmärchen der Deutschen“ wurde von Benedikte Naubert zwischen 1789 und 1792 verfasst. Benedikte Naubert schrieb an die 30 Mythen und Sagen nieder, welche bekannte Themen wie die Nibelungensage oder die Rattenfängersage beinhalteten.

      Deutsche Märchen werden vor allem mit den Gebrüdern Grimm in Verbindung gebracht. 1812 wurde ihre Sammlung der „Kinder- und Hausmärchen“ veröffentlicht. Sie wurden eine Standardwerk der deutschen Literatur. Einige Märchen können Sie sich hier durchlesen: Brüderchen und Schwesterchen, Gevatter Tod, Die Bremer Stadtmusikanten, König Drosselbart, Rapunzel, Der Zaunkönig



      Russische Märchen:
      Russische Märchen haben eine sehr reiche, poetische Sprache. Viele Begebenheiten der russischen Märchen spiegeln den russischen Alltag wider, Eigenarten wie es sie eben nur in Russland gibt.Russische Märchen haben eine lange Tradition. Schon im 13.Jahrhundert wurden traditionelle Märchengestalten entwickelt, die man noch heute wiederfindet. Dazu zählen unter anderen die Baba-Jaga, welche mit dem Dunkel der Wälder verbunden ist, Koschej der Unsterbliche, welcher das dunkle Reich symbolisiert, als auch Morosko und Meerzar.

      Russische Märchen untergliedern sich in vier Hauparten: Zaubermärchen, Tiermärchen, Abenteuermärchen und Alltagsmärchen, wovon die Alltagsmärchen sicherlich am verbreitesten sind. Sie haben eine hohen pädagogischen Wert. Sie zeichnen sich vor allem durch ihre Ironie und Satire aus. Die sozialen Unzustände Russlands werden durch den Kakao gezogen; die gehobene Schicht wird schwer rangenommen, Gutsherren und Bojaren, welche sich auf Kosten des kleinen Mannes bereichnern. Die arme Schicht versorgt ihre Märchen mit Helden, welche den menschlichen Schwächen trotzen und über sie siegen.

      Russische Märchen sind in ganz Russland beliebt, egal welcher sozialen Schicht die Zuhörer angehören oder welchen Alters sie sind. Sie werden mit sehr viel Ausdruck erzählt, mit Musik und Gestik. Der Ton macht die Musik und schon die leiseste Abwandlung in der Stimme, kann sich ungünstig auswirken. Besonders beim russisches Märchen muss die Distanz zwischen Schein und Sein bewahrt werden. Zu den bekanntesten russischen Märchen zählen: Baba-Jaga, Der gestrenge Frost,Schwesterchen Aljonuschka und Bruderherz Iwanuschka, jedoch auch noch viele mehr, welche sie unter www.russouvenir.de lesen können. Die bekannteste russische Märchensammlung sind die "Russischen Volksmärchen" von Aleksander Afanasjew, welche er im 19. Jahrhundert zusammentrug.
      Olsenbande


      Unter dem Titel Olsenbande werden vierzehn dänische Kriminalkomödien zusammengefasst. Die von 1968 bis 1998 entstandenen Filme erzählen von den immer neuen Versuchen dreier Kleinkrimineller, durch einen „großen Coup“ reich zu werden.

      Die Ganoven werden von Ove Sprogøe (Bandenchef Egon Olsen), Poul Bundgaard (Kjeld) und Morten Grunwald (Benny) dargestellt. Die Autoren der Drehbücher sind Henning Bahs und Erik Balling. Balling führte, außer beim letzten, auch bei allen Filmen Regie.

      In Dänemark, der DDR und Polen wurde die Reihe ein großer Erfolg. Einige der Filme waren auch im westdeutschen, Schweizer und österreichischen Fernsehen zu sehen, erreichten dort jedoch bei weitem nicht den Bekanntheitsgrad wie in der DDR. Das ist wahrscheinlich auch auf die westdeutsche Synchronisation zurückzuführen, welche nicht die Qualität derer der DEFA erreichte. Nach der Wende sendeten neben dem Mitteldeutschen Rundfunk (MDR) fast alle dritten Programme der Bundesrepublik die Filme der Olsenbande und trugen damit zu ihrer Verbreitung auch im Westen Deutschlands bei.

      Nach den 14 Olsenbandenfilmen entstand auch eine „Jugendversion“ der Olsenbande, die Olsenbande Junior.