Tauchertraum Togian Islands

      Tauchertraum Togian Islands

      Tauchertraum Togian Islands im November 2008 (11.02.2008)

      Die Togian Islands im Zentrum von Sulawesi, der indonesischen Insel mit den "vier Fingern" zwischen Borneo und Neuguinea, sind wenig betaucht. Das bergige Archipel besteht aus unzähligen Inseln, allesamt von Küstenriffen und kleinen Atollen umgeben und hat eine Ausdehnung von mehr als 90 Kilometern Länge. Die Riffe stehen seit 1994 unter Naturschutz und sind daher in sehr gutem Zustand. Seit 2003 hat das Togian-Archipel zudem den Status eines Nationalparks und wird von Rangern überwacht. Korallen, Schwämme und Anemonenfelder, Makro-Objekte wie Mandarinenfische oder Pygmäenseepferdchen und Dropoffs mit Haien, Makrelenschwärmen, Schildkröten und Adlerrochen - Vielfalt, Farben und Formen sind beinahe grenzenlos. Selbst das Flugzeugwrack einer B-24 steht bei Bedarf auf dem Programm.

      Tauchen bei den Togian Islands bietet noch einen Hauch von Abenteuer, abseits von Massentourismus und Rudeltauchen. Einziges Liveaboard-Schiff ist die MS Liburan.

      Mit der MS Liburan auf "Explorertour" im Togian-Islands-Archipel auf Sulawesi, Indonesien

      Dazu Robert Wilpernig, Geschäftsinhaber von WIRODIVE TAUCHREISEN: "Als Fremder in einer namenlosen Welt sind Explorertouren nichts für Menschen, die alles vorgekaut haben wollen, wegen eines Insektenstiches hektisch nach dem Chefarzt rufen und genau wissen wollen, wo dieser oder jener Drachenkopf gerade liegt. Auch für die Diveguides sind solche Tauchgründe oft neu und unbekannt. Was einen erwartet, weiß man immer erst, wenn man abgetaucht ist."

      Unter Kennern gelten die Touren in den Gewässern Nord-Sulawesis als Geheimtipp. Jenny und Rudy Ring, Inhaber der MS Liburan, fahren nicht auch Plätze an, von denen man lediglich weiß, dass es sie gibt. Die Chance, dort zu tauchen, wo noch kein anderer Taucher zuvor war, ist groß - ein Gefühl, das im Roten Meer nahezu ausgeschlossen ist.
      Unter dem Motto "Tauche Deinen Traum..." bietet WIRODIVE TAUCHREISEN vom 29.11. bis 13.12.2008 einen Tauchtrip der besonderen Art an:EXPLORERTOUR Togian Island, Nordsulawesi, Indonesien.

      Und hier Reiseleistungen des Spezialtörns 2008:

      27.11., Abreise Deutschland, Flug mit Singapore Airlines/Silk Air von Frankfurt nach Manado

      28.11., Ankunft Manado, Transfers, Standardhotel Basis Doppelzimmer, Frühstück

      29.11., Flug Manado-Gorontalo, Transfer zur MS Liburan

      29.11.-13.12., 14 Nächte auf der MS Liburan bei der Explorertour Togian Islands, min. 3 Tauchgänge pro Tag + min. 2 Nachttauchgänge pro Woche, die Anzahl der TG kann bei dieser Entdeckertour jedoch nicht garantiert werden. Diveguide, Flasche und Blei, Vollpension, Getränke wie Mineralwasser, Softdrinks, Kaffee und Tee (rund um die Uhr) sind selbstverständlich im Preis inbegriffen.

      13.12., Rückflug von Manado nach Frankfurt

      14.12., Ankunft in Deutschland


      Reisepreis:
      Tauchsafari MS Liburan, 14 Nächte, Tauchen, Vollpension - 2.086,00 Euro
      Treibstoffzuschlag Liburan - 100,00 Euro
      Hotelübernachtung Manado, Transfers, Flug Gorontalo - 150,00 Euro
      Flug mit Singapore Airlines Frankfurt-Manado und zurück - 885,00 Euro (zzgl. Flugsteuern und Kerosinzuschläge)
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      Togean Inseln - Informationen

      Togean Inseln - Informationen

      Paradies in der Tomini Bay
      Die Togian Inseln ziehen sich über 90 Kilometer in die Länge, inmitten der Tomini Bay. Die Küsten Linien sind sehr gewunden und bergig. Die Inseln sind umspühlt von einem tropischem Meer mit magischen farben.

      Reisende nehmen eine lange Anreise in kauf um diese traumhafte Inselparadies zu erreichen und viele bleiben dann meist viel länger als geplant. Denn hier findet man alles was man braucht für einen Urlaub im Paradis. Ruhige Tage am Strand, Tauchen, Schnorcheln, Ausflüge in den dichten Dschungel - ein einmaliges Reiseerlebnis.

      Gelegen in einem Tiefseebecken, um das sich schützend die Arme von Sulawesi legen. In der Mitte des Nirdendwo, das ruhige Gewässer und klares Wasser voll mit Leben zu bieten hat und sauberen wunderschönen Stränden.

      • Karte von Sulawesi

      Auf dem Rest der Seite findet man Informationen zu:

      Wie komme ich dort hin?
      Klima
      Sehenswertes
      Die Leute
      Geschichte
      Transportmittel


      Anreise
      Da isoliert gelegen in der Tomini Bay, Zentral Sulawesi, kann man die Togean Islands entweder von Süden oder vom Norden erreichen. Egal welche Route man wählt, es ist recht unkomfortable. Jedoch ist das ein Preis den man gerne Zahlt für ein solch ein unverdorbenes Tauchreiseziel.

      Für Preisbewuste Reisende ist der beste Weg zu den Togians zu gelangen mit der Übernacht Fähre von Gorontalo, welche ist inklusive in unseren Resortpaket. Abfahrt Gorontalo um 22:00 Uhr jeden Mittwoch und Samstag (Ankunft in den Togian Inseln um 11Uhr am nächsten Tag), oder um 20:00 Uhr jeden Donnestag (Ankunft 07:00 Uhr). Rückkehr von den Togians um 16:00 Uhr jeden Montag, Donnerstag und Samstag (Ankunft in Gorontalo 06:00 Uhr).

      Die bequemste Art und Weise die Togians zu erleben ist mit einer Tauchsafari von Manado.

      Nach Gorontalo fliegen jeden Tag von Jakarta aus Lion Air und Sriwijaya Air. Diese Flüge können durch - PT Vaya Tour gebucht werden - E-mail: Ticketing@VayaTour.com, Tel. +62 (0)361 281145 oder Fax +62 (0)361 281144. Tickets werden bei Ankunft in Jakarta übergeben.

      Alternative kann man von Singapur mit Silk Air, direkt nach Manado fliegen und von dort weiter nach Gorontalo. Es gibt regelmäßige Flüge (jedoch mit laufend wechselndem Flugplan) von Merpati Air und Trigana Air. Diese Flüge können durch unseren Partner - Pola Pelita Tour gebucht werden - E-mail: Tour@PolaTour.com, Tel. +62 (0)431-852231oder Fax +62 (0) 431-86452 Tickets werden bei Ankunft in Manado übergeben.

      Wer Zeit hat sollte ein paar Tage in Gorontalo einplanen und dann mit der Fähre übersetzen.


      Klima der Togians
      Nur 2° südlich des Äquators, liegen die Temperaturen in den Togeans relativ konstant bei 30°C.

      Regenzeit: Von Dezember bis März, aber dauerhafte Regenfälle sind selten. August ist recht windig. Hoch Saison ist im July und August.

      Wir empfehlen einen Besuch zwischen Mai und Dezember und beachten, das wenn man im July oder August kommen möchte, die Unterkunft rechtzeitig gebucht werden sollte.


      Sehenswertes
      Die meisten Besucher bezeichnen die Hauptbeschäftigung aud den Togean Islands als nichts tun und am Strand liegen. Denn die menschenleeren Strände eignen sich hervorragen dafür.

      Wer abwechslung braucht sollte Kadidiri erforschen. Trekking im Hinterland der Insel. Der Dschungel beheimatet Tarsiers, Wildschweine und Rehe, Babirusa, Fledermäuse, und Kokusnus Krabben - die grössten auf dem Land lebenden Krabben, die bis zu 5 Kilogramm auf die Waage bringen und bis zu einem Meter Spannweite haben können. Es gibt nur noch wenige Inseln in Asien und im Pazifik wo man sie findet. Mit dem Kanu in den Westen der Insel um ein Bajau Village zu besuchen. Schwindelfreie können sich Freiklettern versuchen.

      Lohnenswert sind auch die Perlenfarmen von Batudaka Island und der Wasserfall in Wakai, dem Hauptort der Inseln.

      Einen Ausflug zum aktiven Vulkan Una Una sollte man sich nicht entgehen lassen. Die letzte eruption war im Jahr 1983. Der Anstieg auf den 472 m hehen Gipfel und die erkundung der Strände kann einen Tag in anspruch nehmen. Wer genau hinhört kann noch immer das Grollen des Gunung Colo hören. Der Vulkan ist noch immer nicht zur ruhe gekommen.


      Einwohner der Togean Inseln
      Es gibt nur ca. 25,000 Einwohner. Diese sind hauptsächlich Muslemische Minahasans aus Gorontalo. Die ethnischen Gruppen werden von den Bobongko, Togiani, Suluan, Bajau und den Bajau-Sama-Seenomanden gestellt.

      Die meisten Einwohner leben auf der Hauptinsel und in kleinen Fischerdörfern auf Dolong, Togean und Batudaka.


      Geschichte
      Die Togian Islands waren lange nur wenigen unbekannt und nicht von Intresse wie für die INdonesische Regierung. Darum ist diese INselgruppe weitgehend unentwickelt und die Menschen leben hier noch wie vor langer Zeit.

      Die Inselgruppe sind in der Vorbereitung zu einem Nationalpark gemacht zu werden, jedoch arbeiten die Mühlen der Regierung in Jarkarta sehr langsam.


      Transportmittel
      Das wichtigste Fortbewegungsmittel ist das Boot. Öffentliche Boote verkehren täglich zwischen den Hauptinseln. Als alternative kann man ein Boot mieten. Strassen gibt es hier nicht, darum ist auf dem Land laufen angesagt.


      Interessiert?
      Wenn Du gerne die einzigartige Unterwasserwelt der Togian Inseln erkunden möchtest klicke einfach auf einen der folgendem Links:

      Togian Islands Diving Sites; http://www.divetheworldindonesia.com/de/de-togian-islands-diving-sites.htm
      Togian Tauchsafaris: http://www.divetheworldindonesia.com/de/de-sulawesi-liveaboards-adventure-komodo-main.htm

      Buche rechtzeitig um eine große Auswahl zu haben. Die besten Tauchtrips sichern sich Stammkunden schon immer weit im voraus.
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      Sudan und Sulawesi, zwei Tipps für Taucher

      Volkssport Tauchen: In einigen besonders beliebten Tauchgebieten sieht man unter Wasser inzwischen fast mehr Neoprenanzüge als Fische. Wer weniger frequentierte Stellen sucht zahlt einen hohen Preis: Abgeschiedenheit, wenig touristische Infrastruktur oder eine unsichere politische Lage. Aber es lohnt sich. Wie im Sudan.

      Tauchen hat sich in Deutschland vom exklusiven Abenteuer zum Breitensport entwickelt: Rund 1,6 Millionen Menschen besitzen Schätzungen des Verbandes Deutscher Sporttaucher (VDST) zufolge einen Tauchschein. In Hochburgen wie Ägypten oder Thailand werden wie am Fließband neue Taucher zertifiziert. Da ist es kein Wunder, dass in vielen Tauchgebieten mittlerweile unter Wasser fast mehr Neoprenanzüge als Fische zu sehen sind. Der neugierige oder abenteuerlustige Taucher kann allerdings immer noch viele weitgehend unentdeckte Gebiete finden. Er muss dafür in der Regel nur ein paar Flugstunden mehr oder den Verzicht auf Rundum-Luxus in Kauf nehmen. Viele der eher unbekannten Tauchgebiete haben die Vernachlässigung ihrer Abgeschiedenheit, mangelhafter touristischer Infrastruktur oder der unsicheren Lage im Land zu verdanken – so zum Beispiel der Sudan. Während die weiter nördlich im Roten Meer gelegenen Riffe und Wracks Ägyptens größtenteils „übertaucht“ sind, seien die Reviere des Sudan zwar unter Tauchern seit langem ein heißer Tipp, aber weiterhin fast unberührt vom Tourismus und auch vergleichsweise günstig, sagt Heike Gehrmann, Redakteurin der Zeitschrift „Unterwasser“ aus Nürnberg.
      Tauchen im Sudan ist traditionell nur auf einem „Liveaboard“ möglich. Die klassische Route dieser Schiffe beginnt im Hafen von Port Sudan und führt nach Süden. Berühmt sind vor allem die Wracks der 1940 und 1977 gesunkenen Schiffe „Umbria“ und „Blue Belt“ sowie die überwucherte Unterwasser-Siedlung „Precontinent II“ des Forschers Jacques Cousteau. Durch die geringe Zahl von Tauchern könnten sich die Gäste noch berechtigte Hoffnungen machen, viele Großfische zu sehen, sagt Undine Opitz vom Veranstalter Drop off diving in Alfter bei Bonn – vor allem Haie, für die der Sudan berühmt ist. Der beste Ort für Begegnungen mit den geschmeidigen Jägern liegt allerdings weitab der üblichen Routen: das Riff Angarosh im Norden. Der Name bedeutet übersetzt „Mutter der Haie“, und tatsächlich haben Taucher laut Opitz dort bei Sichtweiten von mindestens 25 Metern gute Chancen, verschiedenste Arten von Haien zu sehen, darunter als Hauptattraktion Schulen von Hammerhaien. Die beste Zeit dafür ist von Februar bis Juni. Aufgrund der starken Strömungen sei das Gebiet wie auch der restliche Sudan jedoch nur für erfahrene Taucher zu empfehlen, die mindestens 50 Tauchgänge im Logbuch haben. Bisher steuern nur drei Tauchboote die abgelegenen nördlichen Riffe an, zwei aus Port Sudan und eines aus der Stadt Port Ghaleb in Ägypten.

      Kaum ein anderes Tauchrevier weltweit bietet eine solche Artenvielfalt wie die Gewässer im Norden der indonesischen Insel Sulawesi
      Wer unter Wasser lieber kleinere Meeresbewohner mit schwächer ausgeprägten Gebissen trifft, findet im Norden der Insel Sulawesi in Indonesien außerordentlich artenreiche Korallenriffe nach seinem Geschmack. Das Gebiet liegt im „Dreieck der Vielfalt“ an der Nahtstelle zwischen Pazifischem und Indischem Ozean. Nirgendwo sonst auf der Welt tummeln sich mehr Fisch- oder Korallenarten, sagt der Unterwasserfotograf und Meeresbiologe Matthias Bergbauer aus Berlin. Durch das frühzeitige Errichten von Schutzgebieten sind die Riffe weitgehend unzerstört – keine Selbstverständlichkeit im indonesischen Archipel, wo Dynamit- und Zyanidfischen weit verbreitet sind. Unter den zahlreichen Tauchplätzen rund um die früher von den Portugiesen Celebes genannte Insel gelten einige wie die Insel Bunaken oder die Lembeh-Strait unter erfahrenen Tauchern als Weltklasse-Reviere. Besonders in der Lembeh-Strait finden Anhänger der Makro-Unterwasserfotografie laut Bergbauer viele Kleinlebewesen. Neben leuchtend bunten Meeres-Nacktschnecken können Taucher mit scharfen Augen die perfekt getarnten Zwergseepferdchen, Geisterpfeifenfische oder Blauring-Kraken aufspüren. Doch an den viele hundert Meter senkrecht abfallenden Steilwänden des Meeresschutzgebiets Bunaken lohnt auch der regelmäßige Blick ins offene Meer. Dort kreuzen Adlerrochen, Makrelenschwärme oder Riffhaie. Auf den meisten Inseln wie Bunaken, Gangga oder den Togians sind Tauchschulen etabliert, ein „Liveaboard“ ist anders als im Sudan nicht notwendig. Neben diesen beiden Revieren gibt es weltweit noch andere Ziele mit Weltklasseformat wie Palau im West-Pazifik oder Belize in der Karibik, die zumindest unter deutschen Tauchern noch eher unbekannt sind. US-Amerikaner oder Japanern steuern sie dagegen in großer Zahl an, sagt die Unterwasserfotografin Manuela Kirschner aus Berlin. Wem all diese Tauchziele schon zu „touristisch“ sind, der kann auf Expeditionsreisen immer noch in unerforschten Gebieten ins Blau springen. Es gebe weiterhin weiße Flecken auf den Tauchkarten wie in Jemen oder in der Südsee – und auch Reiseveranstalter, die Neugierige mit großem Budget dorthin bringen, sagt Gehrmann. „Aber ich würde so etwas nur als Gruppenreise mit einem erfahrenen Anbieter empfehlen, sonst kann man schnell im Nirgendwo stranden.“ Dass noch nicht alle einfach betauchbaren Gegenden überlaufen sind, führt Gehrmann darauf zurück, dass sich der Typus des Durchschnittstauchers in den vergangenen Jahren verändert hat: „Früher haben sich Anfänger dem Hobby meist mit Leib und Seele verschrieben und alle Reisen komplett auf das Tauchen ausgerichtet. Heute dagegen machen viele im Urlaub mal den Schein und tauchen dann ab und an einmal, wenn sich die Gelegenheit bietet.“ Mancher andere Tauchbegeisterte wird hoffen, dass dies auch so bleibt.

      Literatur: Monty Halls: Tauchen Weltweit. Der individuelle Reiseführer, Bruno-Media, ISBN: 3-9809607-0-6, 24,80 Euro. (Internet: www.vdst.de, www.unterwasser.de, www.taucher.net)

      Sulawesi – Tauchen im Labyrinth der Togian Islands

      Sulawesi – Tauchen im Labyrinth der Togian Islands

      Die Togian Islands im Norden von Sulawesi gehören zu den besten Tauchrevieren der Welt. Exotisch ist aber nicht nur das Leben unter Wasser – auch an Land treibt ein merkwürdiges Tier sein Unwesen.

      Schon die Anreise ist ein Abenteuer: Es braucht Ausdauer, um auf die Togian Islands zu gelangen. Sie liegen im Golf von Tomini – weit im Norden der indonesischen Insel Sulawesi.

      Viele Besucher fliegen aus Jakarta oder Surabaya auf Java zunächst zu einem der beiden kleinen Flughäfen in Luwuk oder Palu. Von dort fahren Busse oder gemietete Autos mit Chauffeur nach Ampana.

      Aus Luwuk dauert die Fahrt sechs, aus Palu etwa elf Stunden. Nach einer Übernachtung in Ampana geht es per Fähre oder gechartertem Boot auf die Inseln nahe des Äquators.


      Von Europäern kaum besucht

      Noch länger – rund zwölf Stunden – dauert eine Fährfahrt von Norden her. Egal wie: Die Anreise aus Europa nimmt in jedem Fall rund zweieinhalb oder gar drei Tage in Anspruch. Das ist wohl einer der Gründe dafür, dass die Region von Europäern kaum besucht wird. Viele Gäste reisen lieber ins nahe und besser erreichbare Meeresschutzgebiet Bunaken.

      Vulkane formten die Togian-Inseln. Einst waren sie dicht bewaldet. Wo die Bäume noch nicht für Palmen abgeholzt wurden, reicht der Wald bis ans felsige Meeresufer. Strände gibt es kaum – auch das begrenzt die Zahl der Hotels. Eines der besten von ihnen ist das "Island Retreat"-Resort in Bomba. Es hat nur zehn Hütten für je zwei Personen. Die Holzhäuser grenzen unmittelbar an den weißen Sandstrand.

      Von der Hafenstadt Ampana aus sind es rund zwei Stunden Fahrt mit einem schnellen Motorboot. Eine Übernachtung samt Frühstück, Mittag- und Abendessen in dem Resort kostet rund 30 US-Dollar (etwa 20 Euro) pro Gast. Es gehört seit zwölf Jahren der aus Kalifornien ausgewanderten Anthropologin Sylvie Manley. Sie kam für ihre Studien und blieb.


      Frischer Fisch auf dem Teller

      Die Grundlage für die Mahlzeiten wird täglich von Fischern vom Stamm der Bajo geliefert, die in der großen, von drei Seiten geschützten Meeresbucht von Tomini einst als Seenomaden lebten.

      Die holländischen Kolonialherren hielten sie zur Sesshaftigkeit an – seither siedeln sie in mehreren kleinen Orten auf den labyrinthartig verteilten Inseln. Ihr Leben als Jäger und Sammler haben sie weitgehend beibehalten. Sie stellen Fischen und Tintenfischen nach, sammeln Muscheln und Seegurken.

      Wer auf die Togians reist, will fast immer zwei Dinge sehen: den Palmendieb (Birgus latro) und die Korallenriffe im kristallklaren Wasser.


      Furchteinflößender Palmendieb

      Der Palmendieb ist die größte an Land lebende Krabbe der Welt. Das urtümlich anmutende Tier mit mächtigen Scheren hat im Lauf der Evolution darauf verzichtet, seinen Hinterleib mit einem Gehäuse zu schützen. Jetzt bietet ein kalkhaltiger Panzer Schutz.

      Das Tier bringt bis zu fünf Kilogramm auf die Waage. Auf Besucher wirkt es furchteinflößend. Das ging schon den holländischen Kolonialherren und frühen Naturforschern so. Die starken Beine tragen den Krebs bei der Nahrungssuche erstaunlich schnell eine Kokospalme hinauf. Der Palmendieb lebt immer an Land und versteckt sich dort in tiefen Höhlen.

      Guntu – viele Indonesier haben nur einen Namen – zeigt bei einer Tour in den Wald einige der Löcher, in denen die Krebse leben. Seine Warnung, die Hand nicht hineinzustecken, versteht sich von selbst. Nachts kommen die Krebse zum Fressen hervor. Ihren mächtigen Scheren sind Kokosnüsse nicht gewachsen. Deren süßes Fleisch ist die Hauptnahrung der Palmendiebe.

      Das feste Fleisch der inzwischen seltenen und geschützten Krebse ist begehrt, was Fallensteller anzieht, sagt Guntu. Die Polizei ermahne Händler, wenn sie sie beim Verkauf der Tiere erwische, sagt Guntu – "aber die Polizei kommt selten hierher". Wie viele Krebse in den Kochtöpfen der Einheimischen enden, weiß naturgemäß niemand. Außer der riesigen Krabbe huschen noch viele kleine Landeinsiedlerkrebse umher.


      Viel zu sehen für Taucher und Schnorchler

      Der zweite Grund für einen Besuch auf den Togian-Inseln sind die Korallenriffe. Rund 120 Kilometer verschiedener Riffarten gibt es hier, schätzt Elso Martinez. Der spanische Berufstaucher lebt seit zwei Jahren in Indonesien.

      Auf rund 6000 Tauchstunden bringt er es. Allein von Bomba aus sind 25 Riffe binnen maximal 40 Minuten Bootsfahrt zu erreichen. Einige Riffe reichen bei Ebbe bis nahe an die Wasseroberfläche, so kommen auch Schnorchler ohne Probleme auf ihre Kosten.

      Die Vielfalt des Lebens vor den Togians ist kaum zu ermessen. Fische und Korallen erstrahlen in dem lichtdurchfluteten Wasser in herrlichen Farben. Die Zahl der Farben und Formen scheint grenzenlos. Hier wiegen sich rosafarbene Fächerkorallen in der Strömung, daneben riesige Felder heller Steinkorallen. Mal sind die Kolonien der winzigen riffbildenden Organismen knallblau, mal rot, mal gelb.


      Nacktschnecken und Seeschlangen

      Dazwischen gibt es Schwämme, die ihre bizarr anmutenden Formen wie Finger ins Wasser ragen lassen. Bunte Nacktschnecken und Seeanemonen kommen hinzu.

      Auch Seeschlangen sind zu sehen, etwa vor der kleinen Insel Taupan. Sie sind giftig, ihr Biss kann Menschen nach Stunden oder Tagen töten. Taucher sollten deshalb Abstand halten. Solange sie die Tiere nicht bedrohen, besteht aber kaum eine Gefahr für einen Angriff.

      Auch für Fischfreunde sind die Togians ein Paradies. Kaum zu erkennende Grundeln sitzen auf den Korallen, grüne Papageienfische kreisen auf der Suche nach Fressbarem herum. Anemonenfische warnen mit knurrenden Lauten, wenn man ihrer Behausung zu nahe kommt.

      Mitunter ziehen nicht enden wollende Schwärme von Jungfischen minutenlang vorbei. An einer anderen Stelle befreien grell gefärbte Putzerfische andere Fische von Parasiten.


      Taucher bleiben von Fischen unbeachtet

      Taucher und Schnorchler werden von den Fischen kaum als Bedrohung wahrgenommen und bleiben vielfach unbeachtet. Am Boden liegen giftige Steinfische. Hier wie in anderen Riffen gilt: Wer den einmaligen Lebensraum bewahren will, ohne ihn zu beeinträchtigen, fasst nichts an.

      An einigen Stellen sind jedoch die verheerenden Spuren des Dynamitfischens zu sehen. Über viele Quadratmeter hinweg sind alle Korallen umgeworfen und ausgeblichen. Es dauert Jahre oder Jahrzehnte, bis hier etwas nachwächst.

      Inzwischen sind die Detonationen seltener geworden, die alle Fische im nahen Umkreis betäuben, woraufhin sie sich leicht einsammeln lassen. Doch der Grund ist traurig: Laut Tauchlehrer Martinez gibt es meist schlichtweg nicht mehr genügend Fische an einem Ort, als dass sich der Einsatz des Sprengstoffes lohne. "Leider herrscht vielfach die Ansicht vor, dass das schnelle Leerfischen der Riffe mehr einbringt als ihr Schutz", sagt er.

      Ähnliches beklagen – für alle Riffe – Umweltschutzorganisationen wie der WWF. Die schiere Größe der teils labyrinthartig verteilten Togians trägt aber dazu bei, dass Besucher auch weiterhin über die Unterwasserwelt staunen können.


      Wracktauchen in 20 Meter Tiefe

      Vor der Insel Kadiri liegt ein besonders gut erhaltenes Flugzeugwrack aus dem Zweiten Weltkrieg, das nach einer Notwasserung langsam versank. Viele Taucher steuern dieses Ziel in rund 20 Metern Tiefe an.

      Die Angestellten des "Island Retreat" stammen aus den umliegenden kleinen Siedlungen, die somit auch ein wenig von den Touristen profitieren. "Das ist mein Ziel", sagt Inhaberin Manley. "Die Menschen sollen erkennen, dass sich der Erhalt der Togians auch langfristig lohnt." Noch jedenfalls sind die Togian Islands tatsächlich so, wie sich der Besucher seine Trauminsel vorstellt.
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