Swatch erstmals mit einer Milliarde Franken Gewinn

      Swatch erstmals mit einer Milliarde Franken Gewinn

      Swatch erstmals mit einer Milliarde Franken Gewinn

      Freitag, 14. März 2008, 11:24 Uhr
      Zürich (Reuters) - Die ungebrochen starke Nachfrage nach Luxusuhren hat dem Schweizer Uhrenkonzern Swatch erstmals zu einer Milliarde Franken Gewinn verholfen.

      In den optimistischen Ausblick das weltgrößten Herstellers von Zeitmessern mischten sich am Freitag aber auch erste vorsichtige Töne. Die Dollarschwäche und die hohen Rohstoffpreise sind für den Schweizer Traditionskonzern ein Problem. Die Aktien sackten im Morgenhandel über fünf Prozent ab.

      Der Reingewinn stieg im vergangenen Jahr um 22 Prozent auf 1,02 Milliarden Franken (645 Millionen Euro). Der Nettoumsatz wuchs um 17 Prozent auf 5,65 Milliarden Franken und der Betriebsgewinn nahm um 27 Prozent auf 1,24 Milliarden Franken zu. Das vor allem für die gleichnamigen Plastikuhren bekannte Unternehmen, das auch Nobeluhren wie Breguet oder Blancpain herstellt, erfüllte damit die Analystenerwartungen.

      Im Jahr 2008 rechnet die in Biel ansässige Swatch mit einem weiteren Umsatzzuwachs und einer höheren Rentabilität. Das und auch Konzernchef Nick Hayek, der sich im Fernsehsender CNBC sehr optimistisch äußerte, konnte die Anleger aber offenbar nicht überzeugen. Zu präsent sind die drohenden Auswirkungen der Finanzkrise auf die weltweite Konjunktur.

      Patrik Schwendimann von der Zürcher Kantonalbank etwa verwies auf das schwieriger gewordene Umfeld. "Swatch ist spätzyklisch. Das Unternehmen spürt eine Abschwächung mit einer gewissen Verzögerung." Der Konzern sei in den USA und Japan, wo die nachlassende Konjunkturdynamik schon zu spüren sei, unterdurchschnittlich vertreten.

      Experte Jon Cox von Landsbanki Kepler zeigte sich enttäuscht vom Ausbleiben eines neuen Aktienrückkaufprogramms.

      Die Swatch-Inhaberaktien sackten im frühen Handel 5,3 Prozent auf 288 Franken ab und hinkten damit dem europäischen Konsumgüterindex deutlich hinterher. Bereits am Vortag hatten die Titel stark an Wert verloren.

      Hayek sagte, in den USA sei der Umsatz in den ersten beiden Monaten über 25 Prozent gestiegen und im März habe das starke Wachstum angehalten. Auch in den den aufstrebenden Ländern boome die Nachfrage.

      Er räumte ernsthafte Kapazitätsengpässe ein und stellte neue Fabriken in Aussicht. Andererseits bekommt Swatch die starke Abschwächung von Dollar, Yen und zum Teil Euro gegenüber dem Franken zu spüren. Das und die deutlich gestiegenen Preise für Gold, Diamanten und Rohstoffe stellten die Gruppe vor neue Herausforderungen, hieß es.

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      Milliardengewinn für Swatch

      Milliardengewinn für Swatch

      Uhrenhersteller Swatch blickt auf ein erfolgreiches Geschäftsjahr zurück. Doch die Dollarschwäche und der hohe Goldpreis bereiten dem Kulthersteller Probleme.

      Anfang März feierte der weltgrößte Uhrenkonzern Swatch sein 25. Jubiläum, kurz zuvor beging Firmengründer Nicolas C. Hayek seinen 80. Geburtstag. Als Geschenk können sich die Kreativkopf und seine Anleger über ein weiteres Rekordjahr freuen.

      Die ungebrochen starke Nachfrage nach Luxusuhren hat dem Schweizer Uhrenkonzern Swatch erstmals zu einer Milliarde Franken Gewinn verholfen – ein Plus von 22,3 Prozent, wie Swatch am Freitag im Schweizer Biel mitteilte. Der Hersteller erzielte in allen Bereichen Rekordwerte. Der Umsatz wuchs um 17,6 Prozent auf 5,9 Milliarden Franken. Besonders gut liefen die Geschäfte in Asien, Europa und auch den USA. Das Unternehmen, das vor allem für die gleichnamigen Plastikuhren bekannt ist, stellt auch Nobeluhren wie Breguet oder Blancpain herstellt, erfüllte die Analystenerwartungen. Grund zur Freude haben auch die Anleger der Kultherstellers. Die Dividende soll um 21,4 Prozent erhöht werden.


      Ernste Töne

      In den optimistischen Ausblick des Hersteller von Zeitmessern mischten sich am Freitag aber auch erste vorsichtige Töne. Die Dollarschwäche und die hohen Rohstoffpreise sind für den Schweizer Traditionskonzern ein Problem. Die Aktien sackten im Morgenhandel über fünf Prozent ab. Der starke Trend des Jahres 2007 habe sich im Januar und Februar fortgesetzt, der Start sei verheißungsvoll verlaufen, teilte das Unternehmen mit. Das lasse in allen Segmenten ein erneut starkes Umsatzwachstum und eine weitere Steigerung der Profitabilität erwarten.

      Hayek räumte aber ernsthafte Kapazitätsengpässe ein und stellte neue Fabriken in Aussicht. Andererseits bekommt Swatch die starke Abschwächung von Dollar, Yen und zum Teil Euro gegenüber dem Franken zu spüren. Das und die deutlich gestiegenen Preise für Gold, Diamanten und Rohstoffe stellten die Gruppe vor neue Herausforderungen, hieß es. hut/dpa/Reuters

      Swatch schwelgt in Luxus-Zahlen

      Swatch schwelgt in Luxus-Zahlen

      Der starke Schweizer Franken hat dem Swatch-Konzern nichts anhaben können: Im ersten Halbjahr 2011 konnten die Schweizer ihren Gewinn sogar um rund ein Viertel steigern – dem florierenden Geschäft mit Nobeluhren sei Dank.

      Breguet, Blancpain, Jaquet Droz, Léon Hatot, Tiffany, Omega, Glashütte Original: Das sind Namen, die die Herzen von Uhren-Liebhabern höher schlagen lassen. Chronometer dieser zum Swatch-Konzern gehörenden Marken haben in den ersten sechs Monaten des Geschäftsjahres offenbar reißenden Absatz gefunden.

      Fabriken an Kapazitätsgrenze
      Dank des boomenden Geschäfts seien die Fabriken mehr als ausgelastet, sagte Konzernchef Nick Hayek am Donnerstag zu Reuters. Bei manchen Marken überstiegen die Bestellungen die Produktionskapazitäten um 30 Prozent.

      Die Sparte Uhren und Schmuck als Hauptpfeiler von Swatch wuchs im ersten Halbjahr um 13,3 Prozent und machte einen Umsatz von 2,9 Milliarden Franken. Insgesamt kletterte der Umsatz um 10,9 Prozent auf 3,3 Milliarden Franken. Der Gewinn legte im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um 24,5 Prozent auf 579 Millionen Franken zu.

      Franken als Hemmschuh
      Im Gesamtjahr wolle Swatch weiterhin die Umsatzmarke von sieben Milliarden Franken knacken, sagte Konzernchef Hayek. Sollte die Schweizer Währung weiter aufwerten, werde es allerdings schwierig, dieses Ziel zu erreichen. Swatch produziert und bilanziert in der Schweiz, macht jedoch 95 Prozent seines Umsatzes im Ausland. Ein starker Schweizer Franken drückt daher das Ergebnis.

      Doch die daraus resultierenden Unsicherheiten mit Blick auf die weitere Geschäftsentwicklung treten am Aktienmarkt am Donnerstag in den Hintergrund. Anleger freuen sich über die gelungene Quartalsbilanz, die Swatch-Aktie kann in einem schwierigen Marktumfeld bis zu 2,1 Prozent auf 433 Franken zulegen.

      Analysten positiv gestimmt
      Analysten sind für den Titel mehrheitlich positiv gestimmt. So zählt Swatch nach Einschätzung der Analysten von Credit Suisse zu den strukturell und geografisch am besten aufgestellten Unternehmen im Luxusgütersektor.

      Rene Weber, Analyst bei Vontobel Research, bestätigte nach Vorlage der Halbjahreszahlen sein "Buy"-Rating. Alle wichtigen Ergebnisse hätten in absoluten Zahlen über den Analystenschätzungen und den Markterwartungen gelegen.