Die Sommerzeit kommt - Umstellung der Uhren

      Die Sommerzeit kommt - Umstellung der Uhren

      Die Sommerzeit kommt - Umstellung der Uhren

      Die Umstellung auf die Sommerzeit findet immer am letzten Sonntag im März statt. Die Uhren müssen am 30. März 2008 um 02:00 Uhr auf 03:00 Uhr, also genau eine Stunde vorgestellt werden.

      Geschichte
      Der ernsthafte Vorschlag, die Uhren zwei Mal pro Jahr umzustellen, wurde erstmals 1907 vom Engländer William Willett aufgebracht. Die Idee dahinter war, dass durch längere abendliche Helligkeit 2,5 Millionen Pfund an Beleuchtungskosten eingespart werden könnten. Willets Idee zufolge sollten die Uhren an vier aufeinanderfolgenden Sonntagen im April um jeweils 20 Minuten vor- bzw. im September auf dieselbe Art wieder zurückgestellt werden. Trotz Lobbyarbeit wurde seine Idee aber nicht umgesetzt.

      Erstmals eingeführt wurde die Zeitumstellung dann am 30. April 1916 in Österreich und Deutschland und noch im selben Jahr auch in Irland. Die Iren bezeichnen die Zeitumstellung "Daylight Saving Time", was den eigentlichen Zweck beschreibt, nämlich die Stundenzahl mit nutzbarem Tageslicht zu vergrößern.

      In Österreich galt damals die Regel der Umstellung bis 1920. Während des zweiten Weltkrieges wurden die Uhren wieder auf die Sommerzeit umgestellt. Von 1950 bis 1979 gab es allerdings keine Umstellung. Erst 1980 wurde sie wieder eingeführt.

      Vor- und Nachteile
      Durch die Zeitumstellung verschiebt sich der helle Teil des Tages stärker in die Wachphasen der meisten Menschen hinein, was vielen zu einer Stimmungsaufhellung verhilft. Es ist auch vorteilhaft, dass Menschen abends länger bei Tageslicht das Leben genießen können, was angeblich zu einer Produktivitätssteigerung führt.

      Die ursprünglich verfolgte Energiegewinnung durch die Umstellung konnte allerdings nicht erreicht werden. Auch die Anpassung an den neuen Tagesrhythmus, die mehrere Tage dauert, führt oft zu Problemen. Dies kann, vor allem bei jenen, die Schlafstörungen oder organische Krankheiten haben, zu größeren Schwierigkeiten führen. Die Umstellung auf die Sommerzeit hat auch Auswirkungen auf die Landwirtschaft. Die Milchleistung der Kühe ist einige Tage lang geringer. Aus diesem Grund verteilen die meisten Landwirte die Umstellung des Melkens über mehrere Tage hinweg, um so das Problem zu mindern.

      Eselsbrücken
      Straßencafé-Faustregel: Im Frühjahr werden die Stühle vor das Lokal gestellt, im Herbst kommen sie zurück ins Lager.

      Im Englischen gibt es das Sprichwort "spring forward, fall back". "Spring" bedeutet sowohl "springen", als auch "Frühling" und "fall" sowohl "fallen", als auch "Herbst". Man kann daher das Sprichwort mit "Spring vor, fall zurück" oder auch mit "Frühling vor, Herbst zurück" übersetzen.


      Hier gibt es weitere Infos zur Zeitumstellung:
      http://www.zeitumstellung.de
      http://de.wikipedia.org/wiki/Sommerzeit

      Sommerzeit: Uhren vorwärts drehen!

      Sommerzeit: Uhren vorwärts drehen!

      Bern-Wabern, 25.03.2008 - Wer nicht über funkgesteuerte Uhren verfügt, kann sich auf einfache Weise merken, wie nächsten Sonntag die Umstellung auf Sommerzeit zu geschehen hat: Es gilt, die Zeiger um eine Stunde vorwärts zu drehen! Die Sonne wird also am Morgen eine Stunde später aufgehen; dafür bleibt es aber am Abend umso länger hell.
      Als Gedankenstütze eignet sich in der nördlichen Hemisphäre die folgende «Eselsbrücke»: Im Frühling, wo alles zu spriessen beginnt, gehts um eine Stunde vorwärts. Im Herbst, wo sich die Natur auf den «Winterschlaf» vorbereitet, geht alles langsamer, sind die Uhren also um eine Stunde zurückzudrehen.
      Am kommenden Sonntag ist es wieder soweit: Um 2:00 Uhr wird die Zeit auf 3:00 Uhr vorgerückt. Für rund sieben Monate gilt in der Schweiz die mitteleuropäische Sommerzeit (MESZ), bevor am Sonntag, 26. Oktober, wieder auf mitteleuropäische Zeit (MEZ) zurückgestellt wird. Dies teilt das Bundesamt für Metrologie (METAS) mit, das unter anderem für die Realisierung und den internationalen Abgleich der offiziellen Schweizer Zeit sowie ihre Verbreitung zuständig ist.

      Wechselvolle Geschichte der Sommerzeit
      Während des zweiten Weltkrieges wurde in der Schweiz zum ersten Mal die Zeit umgestellt: In den Jahren 1941 und 1942 galt von anfangs Mai bis anfangs Oktober die Sommerzeit (englisch Daylight Saving Time). Der Hauptgrund war das Energiesparen. Von 1981 bis 1995 dauerte die Sommerzeit vom letzten Märzsonntag bis zum letzten Septembersonntag. Seit 1996 erfolgt die Rückstellung am letzten Sonntag im Oktober.

      1980 trat in der EU die erste Richtlinie zur Regelung der Sommerzeit in Kraft. Sie legte den Beginn der Sommerzeit auf den ersten Sonntag im März fest. Für das Ende der Sommerzeit gab es zwei Daten: für die Staaten auf dem Kontinent den letzten Sonntag im September, für die Inselstaaten Vereinigtes Königreich und Republik Irland der vierte Sonntag im Oktober. Seit 1996 gelten für beide Zeitumstellungen die gleichen Daten: Die Sommerzeit dauert vom letzten Sonntag im März bis zum letzten Sonntag im Oktober.

      Das Zeitgesetz von 1980 ermächtigt den Bundesrat, den jeweiligen Umstellungszeitpunkt in Übereinstimmung mit den umliegenden Ländern festzulegen. Die entsprechende Verordnung bestimmt, dass die Sommerzeit in der Schweiz für den gleichen Zeitraum gilt wie in der EU. Damit ist sichergestellt, dass die Uhren in der Schweiz die gleiche Zeit wie ihre Nachbarstaaten anzeigen.

      Die USA ticken anders
      2005 beschloss der Kongress in Washington, die Sommerzeit ab 2007 um drei Wochen auf den zweiten Sonntag im März vorzuziehen. Enden wird sie eine Woche später als bisher, nämlich am ersten Sonntag im November. Von dieser Massnahme erwartet der Kongress, dass Energie gespart und ein Beitrag zum Schutz des Weltklimas erbracht wird.

      Es ist schon wieder soweit…

      Es ist schon wieder soweit…
      von Angela V. Erkrath

      Die Sommerzeit beginnt. Die Uhren werden wieder umgestellt...
      Jedes Jahr fragen sich tausende Menschen, wie wird die Uhr denn nun umgestellt, eine Stunde vor oder zurück? Aber das beschäftigt nicht nur die Menschen im Frühjahr, auch im Herbst stellt man sich die Frage erneut. Obwohl schon seit 1980 die Sommerzeit eingeführt wurde, haben immer noch viele Probleme – sich zu merken, was im Frühjahr und Herbst passiert. Vor- oder zurück stellen?

      Gut, ich habe es mir merken können, aber was bringt es uns – wenn wir jetzt am 30. März 2008 die Uhren um eine Stunde vorstellen? Die ganze Sache, der Energiesparmaßnahmen haben sich bis heute nicht erwiesen. Immer mehr Ärzte sind gegen eine Zeitverschiebung, weil unser Körper diese Umstellung nur schwer verkraftet. Einige haben sich in 2 Tagen dran gewöhnt, einige brauchen länger als 2 Wochen. Der Biorhythmus gerät ins Schwanken. Manche Menschen haben noch mehr Probleme beim Schlafen.

      Ich als Mutter stelle auch ewig fest, dass die Zeitumstellung für mein Kind auch der Horror ist. Die innere Uhr ist doch ganz anderes eingestellt und wie macht man einem Kind klar, dass man früher ins Bett muss, damit es früher wieder aufstehen soll. Nicht nur mir macht die Zeitumstellung zu schaffen. Schlimm, finde ich es für die Kinder.

      Hinzu kommen die ganzen Kosten, die uns die Zeitumstellung bringt. Denn auch die Uhren zu justieren kostet Geld. Was habe ich davon im Sommer um 22:00 Uhr noch im Hellen draußen im Garten zu sitzen, wenn ich morgens früh aus den Federn muss? Macht das wirklich so viel Unterschied aus. Haben wir es tatsächlich eine Stunde länger hell? Wir wissen es doch gar nicht mehr. Immer mehr Menschen sind gegen die Zeitumstellung, immer mehr wird darüber diskutiert und der Versuch diesen abzuschaffen, ist fehlgeschlagen. Es ist ja so, dass dem Körper eine ganze Stunde weggenommen wird. Sie fehlt uns einfach.

      Wohl dem, dem das nichts ausmacht. Ich bin dafür, dass dieser Irrsinn endlich abgeschafft wird.