Verirrte Taucher überleben trotz Haien am Barrier Reef

      Verirrte Taucher überleben trotz Haien am Barrier Reef

      Verirrte Taucher überleben trotz Haien am Barrier Reef
      24.05.2008

      Sydney (AFP) — Zwei Taucher haben am Great Barrier Reef in Australien mehr als 20 Stunden im Wasser überlebt, obwohl es dort von Haien nur so wimmelt. Der Brite und die US-Bürgerin hatten beim Tauchen vor den Whitsunday-Inseln am Freitagnachmittag ihr Boot nicht wiedergefunden. Am Freitagabend wurde die Suche nach den beiden aufgenommen, am Samstagvormittag wurden sie dann aus einem Hubschrauber gesichtet. Sie trieben rund 13 Kilometer von ihrem ursprünglichen Tauchgrund entfernt im Wasser und wurden von der Hubschrauberbesatzung aus dem Wasser gezogen.

      Die Rettungskräfte sprachen von einem außergewöhnlichen Glücksfall für den 38-jährigen Mann und die 40-jährige Frau. "Wenn ich sie wäre, würde ich heute abend im Lotto spielen", sagte der Notrettungssprecher Philip Dowler. Das Ausmachen von im Wasser treibenden Menschen aus einem Hubschrauber sei äußerst schwierig. "Man sieht ja nur einen Kopf, der Körper ist unter Wasser, und heute ist es in Queensland sehr bewölkt", berichtete Dowler.

      Der Zwischenfall der geretteten Taucher rief einen tragischen Fall aus dem Jahr 1998 in Erinnerung. Damals war das US-Ehepaar Tom und Eileen Lonergan beim Tauchen am Great Barrier Reef von der Gruppe vergessen worden. Erst zwei Tage später alarmierten die Veranstalter des Tauchausflugs die Rettungskräfte, doch außer einem zerfetzten Stück von Eileen Lonergans Taucheranzug wurde von den beiden keine Spur gefunden. Ein Verfahren kam zu dem Ergebnis, dass die beiden entweder ertranken oder von Haien getötet wurden. Der Skipper des Tauchbootes wurde wegen Totschlags angeklagt und freigesprochen. Seither gelten bei Tauchausflügen strengere Regeln, vor allem beim Durchzählen der anwesenden Teilnehmer.
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      "Vergessene" Taucher sollen für Rettung zahlen

      "Vergessene" Taucher sollen für Rettung zahlen

      Zwei Touristen, die nach einem schief gegangenen Tauchabenteuer 19 Stunden in Hai verseuchten Gewässern am Barrier Reef in Australien ausharren mussten, sollen für ihre Rettung zahlen.

      Das regte die Regierungschefin von Queensland an als sie erfuhr, dass die beiden ihre Geschichte für viel Geld an eine britische Zeitung verkauft hatten. Die Rettungsaktion am Samstag mit sieben Hubschraubern, drei Flugzeugen und sechs Booten kostete nach Medienberichten von Montag umgerechnet 18 000 Euro.

      Unterdessen zogen Mitarbeiter des Bootes, das die beiden am Freitag in die Nähe der Pfingstinseln mit anderen zum Great Barrier Reef gebracht hatte, deren Darstellung infrage. Das Wasser sei völlig ruhig gewesen und die Sicht fantastisch, sagte Crewmitglied Matt Cawkwell. Die Crew habe das Wasser stundenlang mit Ferngläsern abgesucht, und Bojen in einem Kilometer Entfernung gut sehen können.

      Richard Neely (38) hatte dagegen in dem Zeitungsinterview beschrieben, dass die See in der Nähe der Pfingstinseln rau war. Sie seien 200 Meter vom Boot entfernt aufgetaucht. Sie hätten frenetisch gewunken und gerufen, die Crew habe sie aber nicht bemerkt. Die Strömung habe sie immer weiter abgetrieben. Neely berichtete von seiner Todesangst. Seine amerikanische Freundin Alison Dalton (40) habe einmal eine Giftschlange vor dem Gesicht gehabt.

      Die beiden heuerten gleich nach ihrer Rettung am Samstag einen Manager an, der die Geschichte an die Sonntagszeitung verkaufte. Er sagte australischen Zeitungen, dass die Reiseversicherung für die Rettungsaktion aufkomme.

      20 Stunden mit Haien im Wasser

      20 Stunden mit Haien im Wasser
      Zwei Taucher wurden am australischen Barrier Reef einfach vergessen. Eine Suchaktion mit Hubschrauber rettete sie.

      Ein Tauchtrip am großen Barrier Reef in Australien ist für zwei Touristen zum Alptraum geworden. Sie verbrachten 20 Stunden in dem von Haien wimmelnden Wasser nahe der Pfingstinseln vor der australischen Ostküste, berichteten die australischen Medien. Ein Rettungshubschrauber entdeckte die Taucher und zog sie am Samstag an Bord.

      Der Kapitän des Bootes, mit dem der Brite (38) und die Amerikanerin (40) hinausgefahren waren, hatte vor der Rückfahrt zur Küste offenbar übersehen, dass zwei seiner Gäste fehlten. Die beiden waren beim Tauchen durch eine starke Strömung abgetrieben worden und tauchten 200 Meter vom Boot entfernt auf. Sie konnten den Kapitän nicht alarmieren. Die Behörden haben eine Untersuchung angekündigt.

      In der Nacht wurde von mehr als einem Dutzend Flugzeugen aus nach den beiden Vermissten gesucht. Die Besatzung eines Hubschraubers entdeckte den Briten und die Amerikanerin schließlich Samstag früh 14 Kilometer vom Ausgangspunkt ihres Tauchausflugs entfernt.

      Ihre Erfahrung und ihre Ruhe hätten den beiden wahrscheinlich das Leben gerettet, erklärte Polizeisprecher Shane Chelepy. "Sie haben sich mit ihren Bleigurten zusammengebunden, sie haben Energie gespart, sind zusammengeblieben und haben auf Rettung gewartet", sagte er.

      Ein Ehepaar, das nach einem Tauchgang im Barrier Reef 1998 "vergessen" worden war, ist nie wieder gefunden worden. Damals wurden die Sicherheitsmaßnahmen verschärft. Die Kapitäne müssen sich vor der Rückkehr an Land eigentlich vergewissern, dass jeder an Bord ist.