Medion Netbook mit 10" Display
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Praktikables Unterwegs-Notebook
Aldi verkauft das Mini-Notebook Medion Akoya Mini E1210 für 399 Euro
Mit dem Medion Akoya Mini E1210 wagt sich Aldi an die neue Geräteklasse der Netbooks: Mini-Notebooks mit abgespeckter Hardware, kompakten Maßen und niedrigem Gewicht, die man ständig dabei haben kann. Von diesen ist das E1210 eines der verlockendsten.
Bei den Standardnotebooks mit 15,4-Zoll-Display findet ein unerbittlicher Preiskampf statt, und es wäre interessant zu erfahren, warum Aldi dort nicht mitmischt, sondern einen anderen Weg beschreitet. Doch noch interessanter ist dieser Weg selbst: Den Hype um die Netbooks hatte letztes Jahr Asus mit dem Eee PC angefeuert: Noch nie gab es ein mehr oder weniger vollwertiges Notebook für 299 Euro (siehe Test in c't 1/08, S. 108). Bald kamen weitere Modelle beispielsweise von One (siehe Test in c't 14/08, S. 110) auf den Markt, und schnell traten die Nachteile wie die winzige Tastatur, die unpraktikabel niedrige Displayauflösung, der enge Massenspeicher und die langsame Hardware zu Tage.
Anfang Juni hat Intel dann die speziell für diese Geräteklasse konzipierte Plattform "Atom for Netbooks" (Codename Diamondville) vorgestellt. Die Modellvielfalt explodierte daraufhin geradezu, Asus selbst hat mehrere Nachfolger vorgestellt (siehe Test in c't 15/08, S. 68). Mit dem Medion E1210 kommt nun eine besonders vielversprechende Variante auf den deutschen Markt.
Das Display des E1210 hat eine Diagonale von 10,2 Zoll und zeigt 1024 × 600 Punkte. Das wirkt im HD-Zeitalter zwar antiquiert, aber vor gar nicht allzu langer Zeit waren – und bei vielen Anwendern sind auch jetzt noch – 15-Zoll-Monitore mit 1024 × 768 Punkten das Maß der Dinge. Was damit ging, lässt sich unwesentlich eingeschränkt auch auf dem E1210 machen, und selbst die meisten aktuellen Internetseiten benötigen nicht mehr Pixel in der Breite. Die Windows-Startleiste stellt man aber besser auf automatisches Ausblenden, und auch eine manische Paletteneinblenderitis sollte man auskurieren.
Mit 117 dpi ist das Display gut ablesbar, auch wenn man sich gemütlich zurücklehnt. Die Hintergrundbeleuchtung erreicht sogar für draußen ausreichend helle 200 cd/m2, die matte Oberfläche verhindert nervige Reflexionen. Farben kommen kräftig, aber der Blickwinkel ist Notebook-typisch eingeschränkt.
Fast bis auf den letzten Millimeter nutzt die Tastatur die Gehäusebreite aus, sodass die Tasten in einem für einen 10-Zöller komfortablen, 17,5 mm breiten Raster liegen – erfreulicherweise haben auch die Umlauttasten diese Breite. Allerdings sind die Tasten nur 16,5 mm hoch und einige nur 13 mm schmal, sodass Zehnfingerschreiber sich gegenüber dem normalen 19-mm-Raster umgewöhnen müssen. Doch mit etwas Übung erweist sich die Tastatur als durchaus praktikabel und vielschreibtauglich. Das Touchpad ist nicht allzu groß ausgefallen; die schmale Maustastenwippe reagiert recht schwerfällig, aber präzise. Weil das Touchpad recht nah vor der Leertaste liegt, verstellt man beim Schreiben manchmal unabsichtlich per Handballen den Mauszeiger. Im Synaptics-Treiber lässt sich das "Tippen" aber komplett deaktivieren, sodass Mausklicks nur per Touchpad-Taste entstehen. Per Fn-F3 lässt sich das Touchpad ganz abschalten.
Aufgrund der raffinierten Optimierung der Atom-Plattform auf gleichzeitig niedrige Leistungsaufnahme und geringe Produktionskosten erreicht der Prozessor bei gleichem Takt zwar nur etwa die halbe Rechenleistung wie Celeron, Core 2 und Konsorten, profitiert aber wiederum genau deswegen besonders deutlich vom Hyper-Threading (siehe c't 13/08, S. 85), sodass er insgesamt trotz teils niedriger Benchmark-Ergebnisse ein erstaunlich flüssiges Arbeiten erlaubt. Die Grafik stammt vom Intel-Chipsatz 945GME ohne separaten Bildspeicher. Die mit 45 MByte/s zeitgemäß schnelle Festplatte fasst 80 GByte, wovon 8 GByte von einer Recovery-Partition belegt sind.
Ältere Programme stellen damit das E1210 vor keine Probleme, auch funktionieren Videos, einfache Spiele oder reichhaltig beflashte Internetseiten zufriedenstellend. Auf moderne Desktop-PCs zugeschnittene Anwendungen wie Raw-Konverter oder Spracherkennung erfordern allerdings viel Geduld, wenn sie überhaupt praktikabel funktionieren. Ältere 3D-Spiele laufen bestenfalls mit abgeschalteten Details, beispielsweise reichts bei World of Warcraft für den Gildenchat oder Auktionshaus-Besuche, aber nicht für schnelle Raids oder PvP.
Die Leistungsaufnahme bleibt niedrig, sodass der Lüfter meist ruht oder kaum wahrnehmbar leise rotiert. Auch die 0,4 Sone unter Volllast stören nur empfindliche Ohren, eher mag das manchmal auftretende regelmäßige Klackern der Festplatte nerven.
Trotz 9 Watt Leistungsaufnahme beim Nichtstun liegt die Laufzeit unter drei Stunden, bei hellstem Display unter zweieinhalb. Geschuldet ist das dem mit 24 Wh geradezu mickrigen 3-Zellen-Akku. Ursprünglich sollte wohl ein 6-Zellen-Akku ausgeliefert werden – das im Aldi-Prospekt angeführte Gewicht von 1,2 Kilogramm deutet darauf hin –, doch das haben wohl die derzeit ansteigenden Akkupreise verhindert. So trägt man nun zwar lediglich 1,1 Kilogramm, doch angenehmer wäre die doppelte Laufzeit. Der Akku sitzt sehr stramm, sodass ein häufiger Wechsel wohl den einen oder anderen Fingernagel kosten könnte. MSI, Produzent des dort als Wind U100 geführten E1210, will im August eine Version für ebenfalls 399 Euro in Deutschland verkaufen, die nach bisheriger Planung den stärkeren Akku enthält, aber möglicherweise machen weiter steigende Preise auch MSI einen Strich durch die Rechnung. Der früher oder später von MSI einzeln beziehbare 6-Zellen-Akku dürfte sich auch im Medion E1210 verwenden lassen.
Unnötigerweise liegt ein recht großes und schweres 65-Watt-Netzteil bei, obwohl das E1210 auch unter Volllast bei gleichzeitigem Akkuladen keine 30 Watt abruft. In die beigelegte Tasche passt es zusammen mit dem Notebook nur gerade so.
Mit USB, LAN und WLAN sind die wichtigsten Schnittstellen vorhanden. Unangenehm fällt gerade unterwegs das Fehlen von UMTS/HSDPA oder wenigstens Bluetooth zum Ankoppeln des Handys auf. Die VGA-Buchse liefert ein brauchbares Signal, das sich bis etwa 1680 × 1050 Punkte zum Arbeiten halbwegs eignet. Am WLAN-Modul mit Draft-N hängen zwei statt idealerweise drei Antennen, sodass es nur eine mittelmäßige Reichweite und gerade mal die doppelte Transferrate wie 802.11g erreicht. Die in den vorderen Ecken nach unten abstrahlenden Lautsprecherchen erzeugen einen basslosen Klang, der für YouTube-Videos ausreichen mag, aber für Filme und Musik zu flach ist.
Nach Lösen von fast einem Dutzend Schrauben lässt sich mit etwas Geschick die gesamte Bodenplatte abnehmen. Darunter findet man den Speicher-Slot, das WLAN-Modul und eine 2,5-Zoll-Platte. Alle drei Komponenten lassen sich einfach wechseln.
Die Software-Installation fällt vergleichsweise schlank aus, lediglich den bremsenden Google-Desktop mag man deinstallieren wollen – und je nach Geschmack den Virenscanner. Mit dem WordPerfect Office, Ulead PhotoImpact und dem (umstrittenen, siehe c't 14/08, S. 78) Wiso Mein Geld 2008 bekommt der Anwender ein umfangreiches Softwarepaket. Cyberlinks PowerDVD oder “Medion Fotos auf CD” ergeben nur bei Kauf des USB-Laufwerks Sinn.
Medion Akoya Mini E1210
Betriebssystem Windows XP Home SP3
Lieferumfang Netzteil, Tragetasche, Recovery-CDs
Display 10,2 Zoll (22,3 cm × 13,05 cm, 1024 × 600 Punkte, matte Oberfläche)
Prozessor Intel Atom N270
Chipsatz Intel 945GME (mit Chipsatzgrafik GMA950), FSB533
Speicher 1 GByte PC2-5300
WLAN PCIe: Ralink RT2700 (a/b/g/Draft-N)
LAN PCIe: Realtek RTL8102E (100 MBit)
Sound HDA: Realtek
Festplatte Western Digital Scorpio (2,5 Zoll SATA, 80 GByte, 5400 min-1
Gewicht 1,13 kg
Größe 26 cm × 18 cm × 3,8 cm
Schnittstellen (V=vorne, H=hinten, L=links, R=rechts)
USB / LAN / VGA 2 × L, 1 × R / R / R
Kartenleser / Strom / Kensington R (SD/SDHC/MMC/MS Pro/xD) / L / L
Audio-Out / -In / internes Mikrofon / Webcam R / R / ja / ja
Preise und Garantie
Garantie 3 Jahre
Preis 399 €
Fazit:
Die mindestens 100 Euro Aufpreis gegenüber den billigsten Netbooks machen sich in vielen durchdachten Details beim E1210 positiv bemerkbar. Außer den offensichtlichen wie dem großen und hellen Display, der ordentlichen, üppigen Festplatte und der praktikablen Tastatur sind das Kleinigkeiten wie der schnelle Kartenleser, der flexible Touchpad-Treiber oder der brauchbare VGA-Ausgang. Die Nachteile wie der schwachbrüstige Akku und das Fehlen von UMTS oder digitalem Displayausgang lassen sich bei dem niedrigen Preis derzeit nicht beheben, aber Bluetooth oder ein leichteres Netzteil hätten es dann doch sein dürfen. Dennoch: Das Medion Akoya Mini E1210 erweist sich als derzeit angenehmstes Netbook, bei dem die Vorzüge dieser Immer-dabei-Plattform tatsächlich zum Tragen kommen.
Im Vergleich zu den mindestens dreimal so teuren herkömmlichen Sub- und Mini-Notebooks zeigt sich, wie raffiniert die Idee ist, nicht eine etablierte leistungsfähige Plattform mit großem technischen Aufwand wieder zu schrumpfen, sondern direkt eine billige und kleine Plattform zu entwerfen und mit praxisgerechten Details zu unterfüttern. Features wie ein integrierter DVD-Brenner, ein Display mit 1280 × 800 Punkten, ein etwa zwei- bis dreimal schnellerer Core 2 Duo ULV, PCMCIA, SPDIF oder Docking-Anschluss bleiben dabei allerdings auf der Strecke. Doch selbst wenn man zum E1210 den Preis für einen UMTS-USB-Stick (rund 400 Euro ohne oder 1 Euro mit Vertrag) hinzurechnet, kann man vom gesparten Geld rund zwei Jahre lang die UMTS-Flatrate bezahlen.
Die hohe Mobilität des E1210 muss der Anwender aber auch nutzen wollen, denn das ist der einzige Vorteil gegenüber den Standard-Billignotebooks: Die sind mehr als doppelt so schwer und viel größer, die meisten haben eine noch kürzere Laufzeit. Doch für etwa das gleiche Geld bieten sie einen eingebauten Brenner, ein viel größeres Display, (meist) mehr Plattenplatz, eine 19-mm-Tastatur, die drei- bis vierfache Rechenleistung und mehr Schnittstellen. (jow) -
Das große PC-Geschäft mit Mini-Notebooks
02. Juli 2008
Immer kleinere und preiswertere Notebooks bescheren dem PC-Absatz in Deutschland in diesem Jahr zweistellige Zuwachsraten. An diesem Donnerstag steigt auch Aldi in das Geschäft mit Mini-Notebooks ein.
Im ersten Quartal 2008 wurden in Deutschland 2,72 Millionen Computer verkauft, das waren 17,4 Prozent mehr als ein Jahr zuvor, wie das Marktforschungsinstitut IDC in London mitteilte. Allein bei Notebooks gab es eine Steigerung um 44,4 Prozent, während die Nachfrage der Privathaushalte nach Desktop-Computern weiter zurückging. Für das Gesamtjahr 2008 erwartet IDC in Deutschland einen Zuwachs im PC-Geschäft um 11,9 Prozent. „Hauptantriebskraft des Wachstums wird 2008 die anhaltende Nachfrage nach tragbaren PCs sein“, erklärte IDC-Analystin Lucie Jichova.
Reges Interesse findet vor allem die neue Geräteklasse der „Netbooks“ - das sind Mini-Notebooks mit Bildschirmgrößen zwischen sieben und zehn Zoll. Mit einem Preis von 399 Euro ist der „Medion Akoya Mini“ von Aldi zwar um rund 100 Euro teurer als der Pionier dieser neuen Geräteklasse, der EeePC von Asus. Mit einer Bildschirmgröße von zehn Zoll ist es aber etwas größer und bietet mehr Leistung bei Prozessor (Intel Atom N270 mit 1,6 GHz), Arbeitsspeicher (1 GB RAM) und Festplatte (80 GB). Typisch für die neuen Rechnerzwerge ist, dass ein DVD-Laufwerk fehlt. Die Daten kommen über Internet (integrierte WLAN-Technik) oder einen USB-Stick auf die Festplatte.
Hohe Leistung bei geringem Stromverbrauch
Während der erste EeePC mit einem speziell angepassten Linux lief, finden die Käufer des Aldi-Netbooks ein den meisten wohl vertrauteres Windows XP vor. Die neuartigen Notebooks sind die einzige Geräteklasse, die Microsoft weiterhin mit diesem Betriebssystem versorgt - mit dem Nachfolger Vista wäre die Hardware der kleinen Computer überfordert.
Inzwischen bietet auch Asus ein Mini-Notebook mit größerem Bildschirm (neun Zoll) und Windows XP an. Nach dem Verkaufserfolg des Eee-PCs von Asus entwickeln zurzeit zahlreiche weitere PC-Hersteller Notebooks im Taschenbuchformat. Auch Hewlett-Packard, Dell, Acer, MSI und ECS wollen demnächst in diesen neuen Teilmarkt einsteigen. Für zusätzliche Impulse sorgt dabei der von Intel neu eingeführte Prozessor Atom, der sowohl hohe Leistung als auch geringen Stromverbrauch verspricht. -
Aldi plant genialen Notebook-Coup
Klein, leicht, günstig – Mini-Notebooks zum Internet-Surfen sind der Techniktrend des Jahres. Nun mischt der Discount-Riese Aldi den Markt auf. Ab Donnerstag gibt es ein Medion-Modell für 400 Euro. Die Fachwelt ist begeistert, doch die Geräte dürften schnell aus den Regalen verschwinden.
Es ist ein Gerätetyp, den es erst seit knapp sechs Monaten in Deutschland gibt: das Netbook – ein Mini-Notebook, das vor allem zum Internet-Surfen unterwegs gedacht ist. Netbooks sind klein, leicht, kosten weniger als 400 Euro und haben der Branche zuletzt einen Wachstumsschub verpasst. Nun mischt auch Aldi in dem Geschäft mit: Der Discounter wird am Donnerstag bundesweit das „Medion Akoya Mini“ für 399 Euro verkaufen – und hat damit in Blogs und Internet-Foren bereits eine gewisse Euphorie ausgelöst.
Grund für die gute Stimmung: Das Medion-Gerät kommt ohne die Schwächen aus, die bei den ersten Netbooks noch zu beobachten waren. „Das Akoya Mini ist sehr empfehlenswert, weil es praktisch den Komfort eines vollwertigen Notebooks besitzt“, sagt Computerbild.de-Experte Jens Appelt, der das Gerät vorab unter die Lupe genommen hat.
Im Vergleich zu anderen Netbooks ist das Medion-Modell recht groß. Statt eines 7- oder 8,9-Zoll-Bildschirms hat das Akoya Mini einen 10-Zoll-Bildschirm mit Hintergrundbeleuchtung und einer Auflösung von 1024 mal 600 Bildpunkten. Damit werden Internetseiten in ihrer vollen Breite dargestellt. Noch ein Vorteil: Die Tastatur ist nicht so fummelig wie etwa beim Eee-PC von Asus und taugt für längeres Tippen. Mit 26 mal 18 Zentimetern ist das Medion-Gerät allerdings wuchtiger als ein Eee-PC, wiegt rund 1130 Gramm. „In die Westentasche passt das Akoya Mini damit nicht mehr“, so Appelt. Für Aufmerksamkeit sorgt der Atom-Chip, der in dem Aldi-Rechner steckt. Den hatte Intel speziell für Netbooks entwickelt, bislang war er noch nicht auf dem deutschen Markt zu finden. Er ist geringfügig langsamer als ein herkömmlicher Zwei-Kern-Prozessor, verbraucht dafür aber deutlich weniger Strom. Zusammen mit dem einen Gigabyte großen Arbeitsspeicher sorgt der Chip für ein flüssiges Arbeiten, zumal das genügsame Betriebssystem Windows XP zum Einsatz kommt. Der Arbeitsspeicher kann bei Bedarf sogar erweitert werden – das ist eine Seltenheit bei Netbooks. Die Leistung des Akoya ist für nahezu alle Computeranwendungen geeignet, mit Ausnahme von aufwendigen 3D-Spielen oder Videobearbeitung.
Festplatte ist größer als bei der Konkurrenz
Auch die Festplatte ist mit 80 Gigabyte für die Geräteklasse großzügig ausgefallen. Andere Netbooks bieten meist nicht mehr als 20 Gigabyte, weil sie auf die teure Technik „Solid State Drive“ setzen. Die ist stoßunempfindlicher als herkömmliche Festplatten, aber für den Alltagsgebrauch nicht unbedingt notwendig.
Der Akoya Mini kann Speicherkarten von Digitalkameras lesen, hat eine eingebaute Webcam und empfängt Daten per Funk besonders schnell („Wireless LAN 802.11 b/g +Draft-n“). Nur ein Bluetooth-Empfangsmodul für das Übertragen von Handy-Daten fehlt. Das kann für rund 20 Euro zugekauft werden. Ein besserer Akku kostet 100 Euro, dieser verbessert die Durchhaltezeit bei intensiver Nutzung von rund zwei auf fünf Stunden.
Wie bei anderen Netbooks auch fehlt dem Akoya ein DVD-Laufwerk: Die Daten müssen deswegen über das Internet, per USB-Stick, Netzwerkkabel oder ein externes Laufwerk überspielt werden.
Produktionsengpässe verderben Kunden die Laune
Die Ausstattung hat dem Aldi-Netbook in vielen Web-Foren bereits Lorbeeren eingebracht. Beim Schnäppchenportal Discountfan.de fragen sich die Nutzer, wann sie denn zum Schlangestehen kommen müssen – das hat es bei Aldi lange nicht gegeben. Tatsächlich könnten die Regale sehr schnell leer sein. Denn Hersteller des Akoya Mini sind weder Aldi noch Medion, sondern die taiwanesische Firma MSI. Und die kämpft derzeit mit Produktionsengpässen – unter anderem, weil Intel die riesige Nachfrage nach den Atom-Chips nicht bedienen kann. Beobachter glauben, dass Aldi deswegen nur einige Tausend Stück vorrätig haben wird. Genaue Zahlen verrät das Unternehmen nicht. Wer am Donnerstag leer ausgeht, hat in diesem Jahr allerdings noch eine zweite Chance, das Akoya Mini zu kaufen. MSI vertreibt es ab August unter dem Namen „Wind U100“ zum selben Preis. Hauptunterschied zum Medion-Modell: Das Wind-Netbook verfügt über einen eingebauten Bluetooth-Funkempfänger. MSI rechnet jedoch damit, dass das Gerät erst im Spätherbst in großen Stückzahlen produziert werden kann.
Die Alternativen zum Aldi-Netbook
Die Konkurrenz schläft indes nicht. Asus wird in den kommenden Wochen ebenfalls ein 10-Zoll-Netbook mit Atom-Prozessor vertreiben. Modellbezeichnung: Eee-PC 1000. Weitere Alternativen sind das Aspire One für 229 Euro und das Fukato Datacask Jupiter 0708i. HP hat mit dem „2133“ das einzige Netbook im Angebot, das mit Windows Vista läuft. Auch Dell will bald mit einer Neuentwicklung das neue Marktsegment betreten.
Die Branche jubelt schon über die neue Dynamik, die die Netbooks ausgelöst haben. „Das ist kein Verdrängungswettbewerb zulasten der großen Notebooks, sondern ein Zusatzgeschäft“, so ein MSI-Sprecher. Netbooks werden zum Zweit-PC. Und das Internet ist bald überall zuhause. -
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