De Beers

      De Beers erhöht die Preise für Rohdiamanten

      Stuttgart (www.rohstoffe-go.de) Der Markt für Diamanten hat sich in den letzten Jahren verändert. War einst die südafrikanische de Beers mit Abstand der marktbeherrschende Diamantenförderer, so sind inzwischen bedeutende russische und andere Förderer hinzugekommen. Auch die Nachfrage hat sich verschoben: Weniger aus den USA, mehr aus Asien und dem Nahen Osten.

      De Beers, der größte Diamantenproduzent der Welt, erhöht die Preise für Rohdiamanten um durchschnittlich fünf Prozent. Der Konzern kann den Absatzrückgang aus den USA überkompensieren.

      De Beers, der größte Diamantenproduzent der Welt, gehört zu 45 % zu Anglo American (ISIN GB00B1XZS820, WKN A0MUKL) und kontrolliert rund 40 % des weltweiten Diamantenmarktes. Im letzten Jahr schaffte der Konzern einen Output von 51 Millionen Karat.

      Das Unternehmen verdankt seinen Namen seiner ersten Mine in Kimberley auf der Farm der Brüder de Beer. Der südafrikanische Konzern hat seinen Sitz in London und Johannesburg. Über 100 Jahre beherrschte De Beers monopolartig den Diamantenmarkt. Seit Jahren nun drängen immer mehr Asiaten und auch Russland in das lukrative Geschäft der Diamanten.

      Neben Anglo American hält auch die Familie Oppenheimer 45 % der Anteile an dem Diamantenhändler. Obwohl De Beers weltweit nur wenige Ladengeschäfte betreibt, soll dieser Geschäftszweig rapide ausgebaut werden. Neben den Einzelhandelsgeschäften in den USA planen die Südafrikaner weltweit über 50 neue Diamanten-Shops.

      Laut einem offiziellen Unternehmensvertreter von De Beers sorgen derzeit die angespannte Angebotssituation und eine starke Nachfrage aus den Schwellenländern für steigende Preise bei Rohdiamanten. Nachdem es bereits früher in diesem Jahr eine Preiserhöhung um 8,5 % gab, folgt nun eine erneute Preisrunde in Höhe von durchschnittlich fünf Prozent.

      Die lebhafte Nachfrage nach Diamanten aus China, Indien und dem Nahen Osten überkompensiert dabei den erwarteten Nachfragerückgang aus den USA, mit einem Volumen von über 50 % der größte Diamantenmarkt der Welt.

      Die größten Produzenten von Naturdiamanten sind Russland, Botswana, Australien, Kongo-Kinshasa und Südafrika, die zusammen einen Anteil von 85 % am weltweiten Kuchen der Diamantenproduktion abdecken.

      Zu den größten Unternehmen zählen dabei De Beers, die mehrheitlich dem russischen Staat gehörende Alrosa-Gruppe, die zwischenzeitlich schon 25 Prozent der weltweiten Diamantenproduktion abdeckt, Rio Tinto (ISIN GB0007188757, WKN 852147), die israelische Leviev Gruppe des Diamantenmoguls Lev Leviev und BHP Billiton Ltd. (ISIN GB0000566504, WKN BLT).

      Trotz der befürchteten Rezession in den USA scheinen Diamanten auch in der Zukunft ein lohnendes Investment zu sein. Neben den oben genannten börsennotierten Unternehmen könnten für spekulativ orientierte Investoren auch wieder Explorationsgesellschaften wie die von der Finanzkrise stark gebeutelte Cream Minerals Limited (ISIN CA2252635081, WKN 866036) in den Blickpunkt des Interesses rücken.

      Werner W. Rehmet – Rohstoffe-Go.de

      Der weltgrößte Diamanten-Konzern De Beers

      Diamanten-Konzern De Beers präsentierte solide Halbjahres-Ergebnisse

      Der weltgrößte Diamanten-Konzern De Beers weist für das erste Halbjahr 2008 angesichts wachsender Umsätze solide Ergebnisse aus. Trotz der Energiekrise in Südafrika - die den Bergbau negativ beeinträchtigt - liege die Diamantenproduktion mit 24,2 Mio. Karat nur unwesentlich unter der des Vorjahres- Zeitraums.

      Der Erlös aus dem direkten und über Joint Ventures erfolgten Verkauf von Rohdiamanten habe mit 3,3 Mrd. US-Dollar (2,07 Mrd. Euro) um 10 Prozent über dem Wert des ersten Halbjahres 2007 gelegen, teilte der Konzern in Johannesburg mit.

      De Beers stoppt Diamantenabbau

      De Beers stoppt Diamantenabbau

      Der Diamantenkonzern De Beers stellt wegen eines Nachfrageeinbruchs den Abbau der Edelsteine in Botsuana für sieben Wochen ein. Wie das Gemeinschaftsunternehmen des afrikanischen Landes und De Beers, Debswana, mitteilte, sollen eine der insgesamt vier Minen und ein Verarbeitungsstandort sogar bis zum Ende des Jahres geschlossen bleiben. De Beers hatte den Diamanten-Abbau in Südafrika bereits im Dezember und Anfang Januar zeitweise gestoppt.

      Dienstag, 24. Februar 2009, 21:47 Uhr

      Was ist De Beers

      De Beers ist der größte Diamantenproduzent und -händler der Welt mit Sitz in London und Johannesburg. Seinen Namen trägt das Unternehmen wegen seiner ersten Mine in Kimberley auf der Farm der Brüder Johannes Nicolaas und Diederik Arnoldus de Beer. Über 100 Jahre lang war das südafrikanische Unternehmen, das von London aus gelenkt wird, ein Syndikat mit einem Monopol auf den Diamantenhandel. Dieses Monopol wird mittlerweile durch Händler aus dem asiatischen Raum stark bedrängt.

      Heute verkauft De Beers nur Diamanten aus eigenen Minen, von denen die meisten in Südafrika und Botsuana liegen.

      Diamantenrausch
      Die Anfänge von De Beers liegen in Kimberley 100 km westlich von Bloemfontein im südlichen Oranje Freistaat in der Republik Südafrika. Als 1866 auf dem Gelände der Farm der Brüder de Beer Diamanten gefunden wurden, verbreitet sich das sofort, so dass Diamantensucher aus allen Winkeln Südafrikas kamen und unkontrolliert zu graben begannen. Die de Beers verkauften notgedrungen die Farm und verließen die Gegend. Die Farm wurde umgehend in Schürffelder aufgeteilt, die an Diamantsucher versteigert wurden. Die kamen nach anfänglichen Sensationsfunden bald an ihre technischen Grenzen, denn aus geologischen Gründen muss mit zunehmender Tiefe immer mehr schweres Geröll in zunehmender Breite geräumt werden, um an die Lagerstätten der Diamanten zu gelangen. Der deshalb erforderliche Kapitalaufwand war von einzelnen Diamantschürfern nicht aufzubringen. „The Big Hole“ in Kimberley zeugt noch heute von den enormen Erdbewegungen, die für die endgültige Ausbeutung der Vorkommen bis zur Schließung der Mine 1914 nötig waren.

      Konsolidierung zum Unternehmen
      Das wurde die Stunde des Cecil Rhodes, aber auch die von Barney Barnato und einigen anderen. Sie kauften die Schürfrechte der Diamantensucher auf, die für diese nahezu wertlos geworden waren. Im Jahr 1880 begann deren Kampf um die Diamantenfelder. Rhodes versuchte es mit Koalitionen. Im April desselben Jahres vereinten er und Charles Rudd ihre Anteile, um den neuen Konzern zu gründen. Barnato zog noch im selben Jahr gleich und gründete mit seiner Familie die Barnato Diamond Mining Company, um ihren Anspruch in der ertragreichen Kimberley-Mine zu stärken. Nach einer Reihe von Fusionen gelang es Barnato 1887, eine dominante Position in der Kimberley-Mine zu erlangen. Das aber half ihm nicht zur endgültigen Dominanz. Er war ein einfacher Mann aus dem Volke, der durch eigene Diamantenfunde ein Vermögen gemacht hatte. Ihm fehlte die gesellschaftliche Anerkennung, die Mitgliedschaften in den englischen Clubs, der Rückhalt am Hof und in den Banken des britischen Empires. Das alles hatte jedoch Rhodes, so dass beide ihre Anteile an der Mine in Kimberley aus wirtschaftlicher Opportunität zu De Beers fusionierten. Aus dem Rothschild-Archiv geht hervor, dass Cecil Rhodes zwischen 1890 und 1914 Aktien bei Rothschild besaß.

      De Beers Consolidated Mines Limited
      De Beers Consolidated Mines Limited wurde am 12. März 1888 mit Cecil Rhodes als Vorsitzendem gegründet. De Beers beinhaltete die gesamte De-Beers-Mine, drei Viertel der Kimberley-Mine und kontrollierte Interessen in den Bultfontein- und Dutoitspan-Minen. Cecil Rhodes, Barney Barnato, F.S. Philipson-Stow und Alfred Beit waren nun die Hauptanteilseigner und Leiter von De Beers. Im Jahr 1890, wurde das London Diamond Syndicate gegründet, welches die gesamte Produktion von De Beers aufkaufte. Dieses Syndikat war der Grundstein, auf dem Ernest Oppenheimer die Diamond Corporation erschuf, die später die „Central Selling Organisation“ wurde. Ab August 1893 war De Beers an der Johannesburger Börse gelistet.

      1889 erwarb Rhodes die Barnato Diamond Mining Company für 5.338.650 Pfund – zu diesem Zeitpunkt der höchste Scheck der Geschichte. Damit befanden sich alle Diamantenminen Südafrikas unter seiner Kontrolle. Seine angeblichen Letzten Worte „So much to do, so little done“ sollen Queen Victoria persönlich eingefallen sein. Im selben Jahr kam Ernest Oppenheimer als Agent der A. Dinkelsbuhler & Co. (Diamantenkauf) nach Kimberley. Durch den Besitz Oppenheimers Consolidated Diamond Mines (CDM) in Südwestafrika (jetzt Namibia) konnte 1924 die Anglo American Corporation Mitglied des London Diamond Syndicate werden. Damit war die britische Kontrolle und somit der jährliche Gewinn für das Empire gesichert.

      Das Unternehmen De Beers
      Der Diamantenriese De Beers produzierte im Jahr 2004 Edelsteine mit einem Gesamtgewicht von 13,7 Mio. Karat (etwa 2700 kg). 2003 hat das Unternehmen den Umsatz um sieben Prozent auf den Rekordwert von 5,5 Mrd. US-Dollar gesteigert. Dabei erwirtschaftete De Beers einen Gewinn von 676 Mio. US-Dollar.

      Für Werbung (Slogan: „A Diamond is forever“ dt.: „Ein Diamant ist unvergänglich“) gibt das Unternehmen pro Jahr 180 Mio. Dollar aus. Dabei wurde in der Vergangenheit geschicktes Product Placement betrieben, ohne die Marke De Beers tatsächlich zu zeigen. Am eindeutigsten in Erscheinung tritt dies im Titel des James Bond Films "Diamonds are forever" (dt. "Diamantenfieber"). Aufgrund der monopolartigen Stellung von De Beers zur damaligen Zeit war Werbung für Diamanten zu jener Zeit quasi gleichbedeutend mit Werbung für De Beers. Anglo American hält 45 % an De Beers, weitere 45 % die Familie Oppenheimer. Nicky Oppenheimer ist Vorsitzender des Aufsichtsrates. Des weiteren gehören der De Beers Centenary (Schweiz) 50 % der Debswana-(Botswana), 50 % der Nambdeb-(Namibia) und 75 % der Williamson-Mine (Tansania) in Afrika. Seit 2001 ist De Beers keine Aktiengesellschaft mehr und aus den Börsen von Johannesburg und London ausgelistet. Doch wer heute wem gehört, ist schwer auszumachen. De Beers besitzt 40 % der Anteile von Anglo-American-Corporation (15 Mrd. US-$ Jahresumsatz, hervorgegangen aus der British South Africa Company), und diese ihrerseits einen großen Anteil an de Beers. Beide Firmen befinden sich unter der Kontrolle der Familie Oppenheimer in Südafrika, die ihrerseits Anteile an beiden Firmen hält.

      Wie der südafrikanische Konzern die Fäden zieht.

      NZZ Folio 12/93 - Thema: Diamanten Inhaltsverzeichnis
      De Beers - das diamantharte Kartell
      Wie der südafrikanische Konzern die Fäden zieht.


      Von Neil Behrmann

      WÄHREND DER GROSSEN DEPRESSION, die dem Börsenkrach von 1929 folgte, bildete Sir Ernest Oppenheimer, südafrikanischer Minenmagnat und Vorsitzender der Minengesellschaft De Beers, ein Diamantenkartell, dessen Zweck es war, mit der Steuerung der Produktion und des Absatzes von Rohdiamanten einen weltweiten Zusammenbruch des Diamantenmarktes zu verhindern. Die Nachfrage nach Diamanten war rapide zurückgegangen, dazu drohten neue Funde aus Südafrika den Markt zu überschwemmen. Als Instrument schuf Oppenheimer in London eine Verkaufsorganisation, die heute Central Selling Organisation (CSO) heisst, im Diamantenhandel schlicht «Syndikat» genannt.

      Das Kartell hat bis heute Bestand, und bis heute ist die Dynastie Oppenheimer als Anteilseigner engstens mit De Beers verbunden. Unternehmenschef ist zurzeit Julian Ogilvie Thompson; der grossgewachsene, vornehm aussehende, brillante, jedoch unerbittliche Taktiker und Finanzmann mit silberweissem Haar spricht mit dem altmodischen britischen Akzent der Kolonialzeit. Vizepräsident ist der Enkel von Sir Ernest, Nicholas (Nicky) Oppenheimer, ein freundlicher, ungezwungener und bescheidener Mann von 47 Jahren, der zudem Präsident der CSO ist. Nicky wird voraussichtlich die Nachfolge Ogilvie Thompsons antreten, und somit bleibt die bestimmende Rolle der Familie Oppenheimer erhalten. Harry, der 85jährige Vater von Nicky, trat vor mehreren Jahren als Präsident von De Beers zurück, ist aber bis heute eine dominierende Figur geblieben.

      De Beers kontrolliert das Diamantengeschäft von den entferntesten Minen im südafrikanischen Hinterland bis zu den Verkaufstischen der Juweliere in New York oder Zürich. Ungefähr 80 Prozent der weltweit geförderten Rohdiamanten werden über das Syndikat gehandelt. Sie kommen aus De Beers' eigenen Minen und aus jenen der Vertragspartner in Südafrika, Botswana, Namibia, Zaire, Tansania, Angola - wo es allerdings wegen des Bürgerkriegs Probleme gibt -, Russland und Australien; von dort gehen sie in die Diamanthandelszentren in Antwerpen, Tel Aviv, Bombay oder New York.

      Die Funktionsweise dieses bemerkenswerten Kartells erschliesst sich dem, der die Geschichte und die vielgestaltige Geschäftstätigkeit von De Beers näher betrachtet. Der Name De Beers geht auf zwei afrikaanssprachige Farmer zurück, die ausserhalb von Kimberley, im trockenen Norden der Kapprovinz Südafrikas, 16 000 Morgen Land besassen, das einen ungeahnten Reichtum an Diamanten barg. Das Land zog massenweise Schürfer an, die dort ihre Claims absteckten. 1871 verkauften die Brüder ihre Farm an Schürfer für damals umgerechnet 13 600 Franken. Die beiden Brüder De Beers starben nicht reich; doch ihr Name ging als Firmenname des späteren Diamantriesen in die Geschichte ein. Aus der Mine wurde das berühmte Big Hole von Kimberley; der Firmensitz von De Beers befindet sich heute noch dort.

      Gegen Ende des 19. Jahrhunderts war Kimberley ein Ort, der mit seinen Bordellen und Kneipen einer Goldgräberstadt im Wilden Westen jede Ehre gemacht hätte. Hunderte von Schürfern bearbeiteten kleine Flächen. Diebstahl und Schmuggel waren an der Tagesordnung - bis Cecil Rhodes die Szene betrat und Ordnung in das Chaos brachte. Der schwindsüchtige Engländer, Sohn eines Pfarrers, war auf Anraten der Ärzte in das warme Südafrika gekommen. Kurz nach seiner Ankunft begann Rhodes, den Schürfern dampfgetriebene Wasserpumpen zu vermieten und kaufte aus den Gewinnen Minen auf. 1888 war Rhodes so reich, dass er die Kimberleydiamantfelder aufkaufte und in einem neuen Unternehmen zusammenschloss, das er De Beers Consolidated Mines nannte.

      Seine Finanzkraft erlaubte ihm, die Idee eines Monopols zu entwickeln. Durch Aufkauf von Rohdiamanten und den kontrollierten Weiterverkauf sollten stets genau so viele Diamanten auf den Markt gebracht werden, wie weltweit gefragt waren. Überangebote würden nur die Preise drücken, während ein zu geringes Angebot Einkommenseinbussen zur Folge hätte. So schuf Rhodes das Modell zum Kartell, wie es Ernest Oppenheimer 1930 offiziell gründen sollte. Rhodes arbeitete mit einer Gruppe ausgewählter Diamantenhändler und Broker in London zusammen, bekannt geworden unter der Bezeichnung London Diamond Syndicate. Produzent und Syndikat steuerten gemeinsam Angebot und Vertrieb der Edelsteine. Später gründete Cecil Rhodes das nach ihm benannte Rhodesien, das heutige Simbabwe, und wurde im britischen Weltreich zur historischen Figur.

      1902 tauchte Ernest Oppenheimer, ein junger südafrikanischer Diamantenhändler, der in Deutschland geboren worden war, in Kimberley auf. Als hervorragender Geschäftsmann und Verhandlungsstratege gründete er 1917 mit Unterstützung der USA die Anglo-American Corporation of South Africa, deren Geschäft vor allem das Betreiben südafrikanischer Goldminen wurde und die heute zu den weltgrössten Minenunternehmen mit weitverzweigten Unternehmensaktivitäten gehört. Anglo erwarb auch das Recht, Diamantvorkommen in Südwestafrika, dem heutigen Namibia, abzubauen. Zusammen mit Oppenheimer übernahm die Anglo-Gruppe die Kontrolle über De Beers. 1929 wurde Oppenheimer zum Vorsitzenden von De Beers gewählt.

      Mit der Gründung der CSO 1930 setzte Oppenheimer Rhodes' Politik fort. Ihr Ziel blieb es, den Verkauf von Rohdiamanten weltweit zu steuern. De Beers selber wirkt als Mittler beziehungsweise als Puffer zwischen den Diamantförderländern und einem schwankenden Markt. Das kann die finanzstarke Firma, indem sie in schlechten Zeiten Lager von Rohsteinen anlegt, die sie direkt von den Produzenten und auf dem Markt kauft. Steigt die Nachfrage wieder, lässt sie die Lager abfliessen. Der Buchwert des Diamantenlagers von De Beers beträgt zurzeit umgerechnet 5,3 Milliarden Franken. Analysten sind der Meinung, dass der Marktwert doppelt so hoch ist.

      Doch haben in den vergangenen sechs Jahrzehnten immer wieder auch Flauten auf dem Luxusgütermarkt und neue Diamantvorkommen De Beers zu schaffen gemacht. - So hat die jüngste Rezession die wichtigsten Märkte für Diamantschmuck - die USA, Japan und Europa empfindlich getroffen. Die Verkäufe konnten nicht mehr Schritt halten mit der Produktion, die sich im letzten Jahrzehnt mehr als verdoppelt und gegen 103 Millionen Karat, annähernd 20 Tonnen, erreicht hat. Davon sind weniger als 20 Prozent Edelsteine von erstklassiger Qualität, der Rest setzt sich aus Kleinware mit geringer Edelsteinqualität und aus Steinen für die industrielle Verarbeitung zusammen.

      Zudem tauchten letztes Jahr plötzlich Schmuggelware aus dem bürgerkriegszerrissenen Angola und grosse Mengen von Qualitätssteinen aus Russland auf dem freien Markt auf. Sowohl Angola als auch Russland sind zwar mit der CSO vertraglich verbunden, doch setzte Russland mehr als die vertraglich erlaubten Mengen auf dem freien Markt ab, und in Angola spielte (und spielt) die Kontrolle über Diamantförderung und -verkauf wegen des Kriegs nicht mehr. Russland hatte, als sich die Sowjetunion aufzulösen begann und dringend ausländische Finanzhilfe brauchte, mit De Beers einen Vertrag ausgehandelt, wonach das Kartell den allergrössten Teil der russischen Produktion übernehme. Im Gegenzug gewährte De Beers den Russen einen Kredit von umgerechnet fast eineinhalb Milliarden Franken, rückzahlbar in fünf Jahren - mit Diamanten als Sicherheit. De Beers mass den angolanischen Diamanten eine nach Meinung von Kennern unverhältnismässige Bedeutung bei, während die illegal auf den freien Markt geratenen russischen Diamanten merkwürdig heruntergespielt wurden - so wie man auch heute den Eindruck hat, dass das De-Beers-Syndikat neue Diamantfunde, wie man sie etwa kürzlich in Kanada gemacht hat, am liebsten nicht wahrhaben möchte.

      Die Menge jener am Kartell vorbei auf den Markt gelangten Rohsteine war 1992 so gross, dass die Verkäufe der CSO um 13 Prozent auf 3,4 Milliarden Dollar zurückgingen und fast ein Fünftel unter den 1989 und 1990 erreichten Werten lagen. Das Unternehmen war zum zweitenmal in seiner Geschichte gezwungen, zur Sicherung der Finanzkraft die Dividende zu kürzen. Das De-Beers-Kartell beschloss ferner, nur noch 75 Prozent der Produktion seiner Mitglieder aufzukaufen, und verschob die restlichen Bestellungen auf unbestimmte Zeit. Dies zwang den Produzenten einen Teil der Last auf, die sonst das Kartell, De Beers, trägt. Es blieb ihnen freigestellt, ob sie die unverkauften Diamanten an Lager nehmen oder die Produktion kürzen wollten. Zahlreiche afrikanische Minenarbeiter verloren vergangenes Jahr ihren Arbeitsplatz.

      Inzwischen scheint De Beers die Krise überwunden zu haben. Die Skeptiker, die das Ende des Kartells prophezeit hatten, mussten sich eines besseren belehren lassen. Das Kartell verblüffte den Markt im vergangenen Februar gar mit einer durchschnittlichen Preiserhöhung von 1,5 Prozent, wies danach eine Zunahme der Verkäufe um 56 Prozent auf 2,54 Milliarden Dollar in der ersten Jahreshälfte aus und signalisierte so, dass sich der Markt stabilisiert hatte. Gleichzeitig nahm De Beers den Produzenten wieder mehr Steine ab.

      Dennoch sind nicht alle kritischen Stimmen verstummt. Das gigantische Milliardenunternehmen stehe auf schwachen Füssen, heisst es etwa. Die Diamantschmuckumsätze stagnieren wegen der schlechten Weltwirtschaftslage, und Analysten wie Händler glauben nicht, dass sich der Luxusgütermarkt rasch erholt. Bleibt die Erholung aus, wird De Beers es nicht leicht haben, den Rohdiamantenmarkt mit seinem Jahresumsatz von rund 7 Milliarden Franken im Gleichgewicht zu bewahren. Doch immer wieder hat das Kartell Skeptiker und potentielle Konkurrenten, die sein Ableben vorausgesagt hatten, überrascht. Die Beweglichkeit und die Macht von De Beers sind beeindruckend im Vergleich zur misslichen Lage anderer Kartelle. Die Organisation der erdölexportierenden Länder (OPEC) etwa stolpert von Krise zu Krise und hat nicht verhindern können, dass die Ölpreise sanken. Andere Warenkartelle, ob für Zinn, Kakao oder Kaffee, haben kläglich versagt. De Beers hat seine offiziellen Preise für Rohdiamanten nie gesenkt, sondern, im Gegenteil, jahrzehntelang stetig erhöht, selbst dann, wenn die Preise für geschliffene Diamanten zerfielen.

      Diesen Erfolg verdankt das De-Beers-Kartell seiner einzigartigen Struktur und seiner Vermittlerrolle zwischen Diamantförderländern, Händlern und Schleifern: Allein De Beers kauft von Produzenten, verkauft an Händler, setzt die Preise auf beiden Seiten fest. Anders als die OPEC etwa oder das gegenwärtige Kaffeekartell diktiert De Beers also allein, wie das Monopol zu funktionieren hat, und schliesst somit interne Meinungsverschiedenheiten, die andere Kartelle geschwächt haben, weitgehend aus. Zwar beklagen sich die Produzenten dann und wann über die Preise, die De Beers bezahlt, und über die Gewinnmargen des Kartells. Im grossen und ganzen aber stützen sie es, gerade in Zeiten der Rezession, weil es auf lange Sicht den Minenbetreibern nützt. Reale Gefahr besteht, falls überhaupt, schon eher, wenn bei guter Marktlage Verträge auslaufen. 1981 zum Beispiel wollte Zaire seine Diamanten direkt auf den Markt bringen. De Beers gelang es aber, Zaire mit einem besseren Angebot unter Vertrag zu behalten.

      Den Absatz steuert das Kartell über die CSO. Im Londoner Hauptsitz werden die Rohdiamanten zunächst in über 5000 Kategorien klassiert, danach in einzelne Lots aufgeteilt und in schlichte braune Kartonschachteln verpackt. Diese Schachteln sind für die weltweit zurzeit 160 Sightholders bestimmt. Sightholders - «Sichtnehmer» - sind sorgfältig ausgewählte Schleifer und Händler aus Antwerpen, New York, Tel Aviv und Bombay. Zehnmal pro Jahr kommen sie nach London, wenn sie grössere Steine brauchen, oder nach Luzern für kleinere Ware, die in die Schleifereien in Israel und Indien geht, oder nach Kimberley, wo die Sights für südafrikanische Sightholders stattfinden.

      Nachdem sich die Sightholders im streng bewachten Londoner Gebäude eingefunden haben, werden sie durch ein Labyrinth von Gängen geführt, vorbei an einer wunderschönen Sammlung zeitgenössischer Kunst. In separaten Räumen können sie eine Auswahl der in jene Kartonschachteln abgepackten neuesten Diamantenlieferung des Syndikates besichtigen. Sie können wohl die Farbe oder die Reinheit eines Edelsteines beanstanden, jedoch nicht um den Preis einer Box feilschen, die im Durchschnitt - manche sind Millionen wert - einen Wert von 500 000 Franken hat; über aussergewöhnliche Steine wird verhandelt. Einzelne Sightholders kaufen bei jeder Sicht für zwei bis drei Millionen Dollar. Innerhalb von zwei Wochen muss bar bezahlt werden. Ein längerfristiger Kredit wird nicht gewährt. Viel Einfluss auf die Rohware, die sie bekommen, haben die Sightholders nicht. Sie nennen die Summe, für die sie diesmal Steine beziehen möchten, und können Wünsche anbringen, doch die Mischung von Grössen, Farben und Qualität in der Schachtel bestimmt allein die CSO auf Grund von Marktanalysen.

      Wer das Glück hat, in den Kreis der Sightholders aufgenommen zu werden, bekommt in guten Zeiten eine erlesene Auswahl von Steinen. Ist die Marktlage schlecht - wie das zurzeit etwa der Fall ist -, müssen die Sightholders bereit sein, auch einmal wenig gefragte Ware zu kaufen. Die haben sie dann eben an Lager zu nehmen oder mit Verlust zu verkaufen. Die Verkaufszahlen der CSO sind dieses Jahr stark gestiegen, obwohl die Nachfrage nach geschliffenen Diamanten schwach geblieben ist, die Lagerbestände der Sightholders sind grösser geworden. In Israel und Japan sind einige Schleifer und Händler bereits Konkurs gegangen.

      Zahlreiche Sightholders beklagen sich im Stillen über dieses System. Tun sie es lautstark und öffentlich, riskieren sie, vom Syndikat ausgeschlossen zu werden. Letztes Jahr wurden einige aus Antwerpen suspendiert; man warf ihnen vor, dass sie hinter dem Rücken des Kartells erstklassige Rohdiamanten aus Sibirien gekauft hätten. Trotz gelegentlichem Aufmucken aber anerkennen die Händler und Schleifer, dass das Wohlergehen des internationalen Diamantenmarktes vom Syndikat abhängt.

      Nicht zu übersehen ist, dass das Kartell auch eine äusserst effiziente Verkaufsorganisation ist. Das Jahresbudget für Werbung, PR und Imagekampagnen hat sich seit 1980 vervierfacht und ist mittlerweile bei 234 Millionen Franken angelangt. Weitere 36 Millionen Franken hat der Diamantenhandel selbst ausgegeben. Zusammen hat man erreicht, die Schmuckdiamantenverkäufe im letzten Jahr weltweit auf 54 Millionen Stück im Wert von 58 Milliarden Franken zu steigern; 1980 waren es noch 35 Millionen Stück. Rund 200 Werbe- und PR-Fachleute sind weltweit für De Beers tätig, Werbekampagnen werden in 29 Ländern durchgeführt. Die Führungskräfte von De Beers sind überaus empfindlich, wo es um das Erscheinungsbild des Unternehmens geht; sie fallen über ihre Presse- und Informationsstellen her, wenn Journalisten oder Börsenmakler sich kritisch über das Unternehmen oder über den Diamantenmarkt äussern.

      Das psychologisch wichtigste Ziel ist es, das Vertrauen in das Kartell und die Diamantindustrie zu bewahren. Vor allem bringt De Beers immer wieder die Botschaft unter die Leute, dass der Diamant «The ultimate expression of love» sei. Der Drang, die Welt davon zu überzeugen, dass ein Diamant unvergänglich sei, geht noch auf Harry Oppenheimer zurück, der 1938 eine Werbeagentur beauftragte, in Amerika diamantbesetzte Verlobungsringe in Mode zu bringen. Heute sind die USA mit einem Anteil von 30 Prozent weltweit der grösste Abnehmermarkt, obwohl das amerikanische Kartellgesetz De Beers daran hindert, direkt dort tätig zu sein. Die Werbekampagnen, die De Beers nach jenem Vorbild regelmässig lanciert, sind nicht ohne Wirkung geblieben. In Japan kaufte vor dreissig Jahren nur jedes siebzehnte Paar Verlobungsringe mit Diamanten, heute sind es ungefähr Dreiviertel aller Paare. Japan ist vor Deutschland der zweitgrösste Markt geworden. Inzwischen hat De Beers China ins Visier genommen; allerdings glauben Diamanthändler, dass die Eroberung dieses Marktes noch einige Zeit beanspruchen wird.

      Händler und Analysten sind aber der Auffassung, dass die Schmuckmärkte in den nächsten Jahren rasch wachsen müssen, damit das Syndikat das Gleichgewicht des Marktes halten kann. Es wird äusserst schwierig sein, die Preise für Rohdiamanten im gleichen Schrittmass zu erhöhen wie in der Vergangenheit, vor allem da Händler mit guten Kontakten zur russischen Diamantenindustrie der Ansicht sind, dass Russlands Potential für erstklassige Diamanten die von De Beers veröffentlichten Schätzungen bei weitem übersteigt. Luc Rombouts, in Antwerpen Kenner der neuen Diamantvorkommen in Kanada, ist überzeugt, dass Kanada bis Ende des Jahrhunderts ein potenter Diamantenproduzent sein wird. Da die Kanadier enge Kontakte zu den Russen haben, glaubt er, dass eine kanadisch-russische Verkaufsorganisation die CSO ernsthaft konkurrenzieren könnte. Es ist anzunehmen, dass De Beers nichts unversucht lassen wird, auch Kanada vertraglich an das Kartell zu binden. Im Moment sei es, lässt De Beers indessen verlauten, noch «zu früh», das Potential der kanadischen Diamantvorkommen abzuschätzen.

      Zu schaffen machen könnten De Beers auch zukünftige schwarze Regierungen in Südafrika. Der African National Congress (ANC) ist vehement gegen Kartelle, und die Minenindustrie fürchtet, dass sie von einer künftigen schwarzen Regierung verstaatlicht werden könnte. Doch De Beers hat sich bereits abgesichert und die De Beers Centenary mit Sitz in Luzern gegründet, dementiert allerdings, dass es ihr dabei darum geht, bei einer Verstaatlichung der Minenindustrie in Südafrika auch die zuvor von Südafrika aus geleiteten internationalen Beteiligungen vor staatlichem Zugriff zu bewahren. Dazu gehören die CSO und die Beteiligungen an den Diamantminen in Namibia und Botswana. Die Kontrolle über die südafrikanischen Minen und die Beteiligung an Anglo-American liegt nach wie vor bei De Beers Consolidated Mines, dem südafrikanischen Teil des Kartells. Wie auch immer: De Beers vertraut offenbar unerschütterlich darauf, dass sich die Bedingungen im Diamantenmarkt verbessern, wenn nur die Weltwirtschaft bald wieder anzieht.

      Neil Behrmann, London, ist Fachjournalist für Rohwaren- und Finanzmärkte und Korrespondent des «Wall Street Journal».

      Diamantenfieber lässt nach

      Diamantenfieber lässt nach
      De Beers verkauft weniger


      Trotz eines Förderrekords von 51 Mio. Karat hat der weltgrößte Diamantenkonzern De Beers im vergangenen Jahr ein sechsprozentiges Umsatzminus auf 6,15 Mrd. US-Dollar (Vorjahr: 6,5 Mrd. Dollar) verzeichnet. Dagegen stieg der Gewinn aufgrund von Sondererträgen -unter anderem dem Verkauf einer Beteiligung am kanadischen Venture Fort a la Corne -um 45 Prozent auf 730 Mio. US-Dollar.

      De Beers-Vorsitzender Nicky Oppenheimer sprach bei der Bilanz-Pressekonferenz in Johannesburg von einem schwierigen Jahr mit gestiegenen Kosten und einem Rückgang der von Russland bezogenen Diamanten. Er zeigte sich angesichts der geplanten Investitionen von zwei Mrd. US-Dollar in die Entwicklung von neuen Diamantenminen in Kanada und Südafrika sowie eine für Namibia bestimmte neue schwimmende Förderanlage zuversichtlich für die Zukunft. Erstmals seien in Namibia mehr als eine Million Karat an Diamanten aus dem Meer gefördert worden.

      Der Film "Blood Diamond" (Blutdiamant) um Edelsteine aus Konfliktstaaten hatte auf den Absatz des weltgrößten Diamantkonzerns keine Auswirkungen. Geschäftsführer Gareth Penny sagte, der Film habe das Verhalten der Käufer offenbar nicht beeinflusst. "Der Film stellte jedoch eine gute Gelegenheit für die Industrie dar, der Öffentlichkeit die in Kraft getretenen Maßnahmen nahe zu bringen", sagte Penny. In dem Film geht es um so genannter Blutdiamanten, die in afrikanischen Konfliktstaaten zur Finanzierung von Waffen und Söldnern benutzt wurden. In der Zwischenzeit hat die Industrie auf weltweite Proteste reagiert und ein Zertifizierungsverfahren ("Kimberley-Prozess") in Gang gesetzt, durch das nach De Beers-Angaben die Herkunft von 99 Prozent aller Diamanten nachgewiesen werden kann.

      De Beers befindet sich zu 45 Prozent in Besitz der börsennotierten Minengesellschaft Anglo American. 40 Prozent der Anteile gehören der Familie Oppenheimer, 15 Prozent der Regierung von Botswana.

      Frische Dollar-Milliarde für Diamanten-Riesen De Beers

      Frische Dollar-Milliarde für Diamanten-Riesen De Beers


      Der weltweit größte Diamantenkonzern De Beers hat für eine Kapitalerhöhung über eine Milliarde Dollar (728 Mill. Euro) die Unterstützung seiner Eigentümer gesichert. Wie die in Johannesburg ansässige Gesellschaft am Donnerstag mitteilte, werden die drei Anteilseigner - der Bergbaukonzern Anglo American Plc, die Regierung Botswanas und die Familie Oppenheimer - von ihrem Bezugsrecht Gebrauch machen.

      Mit der Ausgabe neuer Aktien wird die "Verschuldung abgebaut und die Bilanz von De Beers gestärkt", so das Unternehmen. De Beers wird gleichzeitig 1,5 Milliarde Dollar umschulden.

      Angesichts der Rezession in den USA ist die Gewinnentwicklung bei De Beers unter Druck. In Namibia und Botswana wurden Minen stillgelegt, 4.000 Bergleute verloren ihren Arbeitsplatz. Mit einem Anteil von 40 Prozent am weltweiten Verkauf von Diamanten an Private sind die USA der größte Einzelmarkt. 2008 erwirtschaftete De Beers einen Gewinn von 515 Mill. Dollar, 2009 resultierte ein bereinigter Verlust von 220 Mill. Dollar.

      Der Umsatz mit ungeschliffenen Rohdiamanten ist 2009 um 44 Prozent auf 3,84 Mrd. Dollar gefallen. Die Förderung sank um 49 Prozent auf 24,6 Millionen Karat. Ein Karat entspricht dem Fünftel eines Gramms.

      Die gedrosselte Diamantenförderung hat die Preise am Markt im abgelaufenen Jahr stabilisiert. Im ersten Quartal 2009 hat De Beers die Produktion um 91 Prozent gesenkt. ZAO Alrosa aus Russland, die Nummer zwei unter den Diamantenkonzernen weltweit, meldete im November, bei Rohdiamanten zeichne sich ein Engpass ab. Nach dem Rückgang der Förderung steige die Nachfrage "erheblich", so ZAO Alrosa weiter.

      "Wir rechnen erst mit einer vollständigen Erholung am Diamantenmarkt 2012 bis 2013", sagte der Finanzminister Botswanas, Kenneth Matambo, in seiner jährlichen Budgetansprache. Botswana war nach Angaben des Marktbeobachters Kimberley Process 2008 weltweit führend unter den Ländern, in denen Diamanten geschürft werden.

      De Beers: Stärkeres Umfeld - Förderung soll steigen

      De Beers: Stärkeres Umfeld - Förderung soll steigen

      Johannesburg 11.02.10 (www.rohstoffe-go.de) Der Diamantproduzent De Beers könnte seine Förderung in diesem Jahr um mehr als 22 Prozent steigern. Dabei sei vor allem die wieder anziehende Nachfrage aus der Schmuckindustrie treibend, so das Unternehmen.
      Im vergangenen Jahr wurde die Förderung bei De Beers auf ein Zehntel der Kapazität von 2008 gesenkt, da die Nachfrage im Zuge der weltweien Rezession massiv eingebrochen ist. So musste die russische Regierung im vergangenen Jahr Diamaten im Wert von 1 Mrd. USD vom Diamantenproduzenten Alrosa kaufen, damit dieser die Krise übersteht.

      Die Förderung bei De Beers könnte in diesem Jahr auf mehr als 30 Mio. Karat steigen, nächstes Jahr könnten 40 Mio. Karat gefördert werden.
      Im vergangenen Jahr setzte De Beers Rohdiamanten im Wert von 3,84 Mio. USD ab, 44 Prozent weniger als im Vorjahr. Die Förderung sank um 49 Prozent auf 26,4 Mio. Karat.

      De Beers will weniger Diamanten fördern

      De Beers will weniger Diamanten fördern

      Die Woche beginnt mit einer schlechten Nachricht für die Damen dieser Welt. De Beers, weltgrößter Produzent und Händler für Diamanten, will seine Produktion zurückfahren.

      Das Unternehmen plant, das Fördervolumen um 8 Millionen Karat jährlich auf 40 Millionen Karat zu senken. Dies geht aus einem Bericht der „Financial Times“ hervor. Das britisch-südafrikanische Unternehmen gehört zu 45 Prozent dem Minenkonzern Anglo American (WKN: A0MUKL), der jüngst bestätigt hat, dass diese Sparte weiter als Kernbereich angesehen wird.

      De Beers fährt Diamantenförderung zurück

      De Beers fährt Diamantenförderung zurück

      Der weltgrößte Diamantenproduzent und -händler De Beers reduziert seine Förderung. Laut "Financial Times" will De Beers vom kommenden Jahr an das Fördervolumen von derzeit 48 auf jährlich 40 Millionen Karat senken. Damit könnten Diamanten in den nächsten Jahren deutlich teurer werden.

      Rezession erwischte Diamantenbranche
      De Beers ist eines der bekanntesten Unternehmen in der Diamanten-Branche und kann auf eine über hundertjährige Firmengeschichte zurückblicken. Der Diamantenproduzent kommt auf einen Marktanteil von rund 40 Prozent und profitierte jahrzehntelang von ständig steigenden Preisen. Doch auch die weltweite Rezession infolge der Finanzkrise erwischte die Diamanten-Branche und den Branchenprimus hart.

      Gestiegene Nachfrage in Asien
      Die Preise sanken und die Diamantenproduzenten drosselten die Förderung. Überdies geriet De Beers in Finanzprobleme, die Eigner mussten frisches Kapital nachschießen, um die Schulden zu reduzieren. Inzwischen erholt sich De Beers auch dank eines guten Weihnachtsgeschäfts. Allein im ersten Quartal 2010 verkaufte das südafrikanische Unternehmen fast drei Mal so viele Diamanten wie im Vorjahreszeitraum. Insbesondere in Asien sei die Nachfrage deutlich gestiegen, sagte De-Beers-Chef Gareth Penny.

      Begrenzte Kapazitäten
      Allein China werde bis 2016 seinen Anteil an der weltweiten Nachfrage auf 16 Prozent verdoppeln. Doch die Kapazitäten der Minen sind beschränkt. Angesichts der stetig weiter steigenden Nachfrage will De Beers nun die Laufzeiten seiner Minen strecken. Branchenexperten rechnen damit, dass die Ankündigung von De Beers die Preise weiter antreibt.

      Diamanten werden noch teurer

      Diamanten werden noch teurer
      von Robert Kreisi
      Montag 26.04.2010, 17:24 Uhr

      London (BoerseGo.de) – De Beers, die größte Diamantminengesellschaft der Erde, teilt mit, dass der Nachschub an Diamanten weltweit abnimmt. Um seine Minen länger zu halten wird der Konzern deshalb die Produktionsmengen drosseln, berichtet commodityonline.com. Analysten rechnen damit, dass der Preis für Diamanten in den nächsten Jahren um mindestens fünf Prozent pro Jahr steigen wird. In den letzten 20 Jahren ist es nicht gelungen neue Grabungsstellen zu finden, die mit dem Reichtum der beiden afrikanischen Minen von De Beers oder der russischen Alrosa-Mine vergleichbar wären.

      Diamanten: De Beers bremst eigene Förderung ein

      Diamanten: De Beers bremst eigene Förderung ein
      Langfristiger Preisanstieg erhofft - Nachfrage aus Asien boomt

      London/Idar-Oberstein (pte/27.04.2010/13:45) - Angesichts fallender Preise in der Diamantenbranche hat der südafrikanische Großkonzern De Beers http://debeers.com seine Förderleistung erheblich heruntergefahren. Wie der weltgrößte Diamantenproduzent bekannt gab, soll das Fördervolumen ab 2011 von derzeit 48 auf 40 Mio. Karat jährlich gesenkt werden. Marktexperten rechnen damit, dass die Diamantenpreise in den kommenden Jahren deutlich teurer werden könnten. De Beers dürfte davon massiv profitieren.

      Spekulationen belasten

      "Die Preise steigen langsam wieder. Probleme hingegen bereiten vor allem den Schleifereien, dass zu viel Spekulationsgeld in Rohdiamanten angelegt ist und diese nach der Fertigstellung zu teuer werden", so Dieter Hahn von der Diamantschleiferei und -handlung Ph. Hahn Söhne http://diamantschleiferei.de gegenüber pressetext. Unterdessen fragt Asien stark nach. Allein China wird seinen Anteil an der weltweiten Nachfrage bis 2016 auf 16 Prozent verdoppeln.

      Die Wende in der Förderpolitik De Beers kommt nicht völlig unerwartet. Einem CNN-Bericht nach will der Konzern mit geringeren Mengen die Minen auf die Marktbedingungen anpassen und somit die Krise überstehen. Diese Strategie könnte aufgehen. Analysten von RBC Capital Markets prognostizieren, dass mit einem geringeren Angebot die Preise bis 2015 pro Jahr um rund fünf Prozent ansteigen. Das würde der finanziell angeschlagenen De Beers enorm helfen.

      Konzerne kämpfen mit Krise

      "Viele der ehemals großen Player wie De Beers, die einst über 80 Prozent Marktanteil hatten, sind mit neuen Rahmenbedingungen konfrontiert. Viele Zulieferer nutzen inzwischen eigene Vertriebswege und umgehen somit die Großkonzerne", erklärt Hahn im pressetext-Gespräch. Mit seiner über hundertjährigen Firmengeschichte verfügt De Beers inzwischen nur noch über einen Weltmarktanteil von rund 40 Prozent. In der Wirtschaftskrise türmten sich Schulden auf.

      Nachdem De Beers in finanzielle Schieflage geriet, mussten die Eigentümer frisches Kapital nachschießen. Inzwischen erholt sich der Konzern auch dank des guten Weihnachtsgeschäfts wieder. Allein in den ersten drei Monaten des laufenden Geschäftsjahres verkaufte man fast drei Mal so viele Diamanten wie im Vorjahreszeitraum. "Der Trend geht in unsicheren Zeiten verstärkt zu Sachwerten. Bei Diamanten ist die Werterhaltung langfristig gegeben", so Hahn.

      Run auf Diamanten lässt Preise explodieren

      Run auf Diamanten lässt Preise explodieren
      Indien und China fragen stark nach - De Beers macht Rekordumsatz

      New York/London (pte001/27.07.2011/06:00) - Der größte Diamantenproduzent und -händler De Beers http://www.debeers.com bekommt die global verstärkte Nachfrage nach Rohstoffen sowie Edelmetallen positiv zu spüren. Aufgrund der drohenden Staatspleite Griechenlands und einer möglichen Zahlungsunfähigkeit der USA setzen Anleger sukzessive auf Sachwerte. Allein im ersten Halbjahr 2011 schoss der Umsatz um 33 Prozent in die Höhe. Neben den USA fragen vor allem China und Indien nach.

      Angebot deckt kaum Nachfrage
      "Der Run in Sachwerte zur nachhaltigen Wertanlage ist so stark wie nie. Seit November besteht eine ungeheure Nachfrage nach Diamanten. Der ostasiatische Raum mit Ländern wie China und Indien führt diese Entwicklung an", erklärt Dieter Hahn von der Diamantschleiferei und -handlung Ph. Hahn Söhne http://www.diamantschleiferei.de auf Anfrage von pressetext. Dem Branchenkenner nach entspricht das vorhandene Angebot in keiner Weise der Nachfrage.

      Die Krisenangst und der damit verbundene Griff zu hochwertigen Edelsteinen bzw. Schmuck zeigt sich in den Geschäftszahlen der De-Beers-Tochter Diamond Trading. Die Umsätze sind von 2,63 Mrd. Dollar im Jahr 2010 auf nunmehr 3,49 Mrd. Dollar angestiegen. Die Menge an geförderten Karätern konnte mit 15,5 Mio. gegenüber dem Vorjahr mit 15,4 Mio. sogar erhöht werden. Besonders erfreulich: Die Preise in den USA konnten sich trotz Krise stabilisieren.

      Preiszuwächse um bis zu 60 Prozent
      "War in der Krise vor einigen Jahren ein deutlicher Rückgang bei den Preisen feststellbar, so hat sich dieser Trend inzwischen deutlich gedreht. Je nach der Qualität der Steine verzeichnen große Diamanten einen Preiszuwachs von 15 und kleine von 60 Prozent", erläutert Hahn im Gespräch mit pressetext. WWW International Diamonds Consultants nach haben die Preise für ungeschliffene Diamanten in den ersten sechs Monaten um mehr als 49 Prozent zugelegt.

      De Beers fördert die Edelsteine aus Minen in Südafrika, Botswana, Kanada und Namibia und wird zu 45 Prozent von Anglo American http://www.angloamerican.com kontrolliert. Vor drei Jahren, dem Beginn der weltweiten Rezession, bekam die Branche den Preisverfall deutlich zu spüren (pressetext berichtete: http://www.pressetext.com/news/20081122002/ ). Als Folge musste De Beers rund 90 Prozent der Produktionskapazitäten anpassen und somit stilllegen.

      Diamanten-König gibt Zepter ab

      Diamanten-König gibt Zepter ab

      Deutscher Großvater gründete Milliarden-Dynastie vor 100 Jahren

      Eine Dynastie tritt ab!

      Über 100 Jahre bestimmten sie das Diamanten-Geschäft. Jetzt ziehen sich die Oppenheimers zurück.

      Am Freitag verkündete die Familie, sie haben ihren Anteil (noch 40 Prozent) an der Diamantenfirma De Beers für 5,1 Milliarden Dollar (3,7 Milliarden Euro) an den Rohstoffkonzern Anglo American verkauft.

      Der Schritt sei der Familie Oppenheimer schwer gefallen, erklärte Nicky Oppenheimer, das Oberhaupt von Südafrikas reichster Familie.

      Nach „sorgfältiger und bedächtiger Überlegung“ habe die Familie aber „in ihrem besten Interesse“ diese „schwierige und folgenschwere Entscheidung“ gefällt.

      Mit dem Anteil der Oppenheimer-Familie steigt der Anteil von Anglo American an De Beers auf 85 Prozent. Die restlichen 15 Prozent besitzt der südafrikanische Staat Botsuana.

      De Beers ist weltweit führend bei der Ausbeutung und dem Handel von Diamanten.

      Das Unternehmen war 1888 von Cecil Rhodes gegründet worden, der mit seinem so erworbenen Reichtum für das britische Weltreich Nord- und Südrhodesien gründete – heute Sambia und Simbabwe.

      DEUTSCHER MACHTE DEN ANFANG

      Der in Hessen geborene Ernst „Ernest“ Oppenheimer kaufte Anfang des 20. Jahrhunderts Minenrechte im heutigen Namibia auf und gründete 1917 die Anglo American

      Als De Beers in Schwierigkeiten geriet, stieg Oppenheimer ein und wurde 1920 Präsident der Firma.

      Seit 1926 hat Anglo American die Kontrolle bei De Beers.

      Den Grundstein zur beherrschenden Stellung von De Beers legte Oppenheimer mit der Gründung der Central Selling Organisation, einem Kartell, das Mengen und Preise der Diamanten kontrolliert – bis heute.

      De Beers hat seinen Sitz im Steuerparadies Luxemburg, die Geschäfte leitet die Firma von London und Johannesburg aus, ab Ende 2013 dann in Botsuanas Hauptstadt Gaborone.

      Im vergangenen Jahr verkaufte De Beers Diamanten im Wert von 5,9 Milliarden Dollar und machte damit einen Gewinn von 546 Millionen Dollar.

      Übrigens: Am neuen Eigner Anglo American sind die Oppenheimers noch heute beteiligt, allerdings nur mit 1,9 Prozent.

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      Die Ära Oppenheimer ist Geschichte

      Die Ära Oppenheimer ist Geschichte

      Die Familie Oppenheimer hat fast ein ganzes Jahrhundert lang den weltweiten Diamantenhandel dominiert. Mit dem Verkauf vom Förderer De Beers an den Rohstoffkonzern Anglo American endet eine bewegte Geschichte.

      Kapstadt. Selten ist eine Ära so jäh zu Ende gegangen wie die der Oppenheimers zu Monatsbeginn in Südafrika. Fast 100 Jahre lang hatte die reichste Familie der Kaprepublik den weltgrößten Diamantenförderer De Beers dominiert. Zu seinen besten Zeiten beherrschte das Unternehmen mit seinem Verkaufskartell fast 90 Prozent des weltweiten Handels mit Rohdiamanten - und auch deren Preisgestaltung. Mit dem Verkauf ihres 40-Prozent-Anteils an den Rohstoffkonzern Anglo American ist der starke Einfluss, den die Familie jahrzehntelang auf das Wirtschaftsleben am Kap hatte, mit einem Schlag erloschen. Ein Comeback gilt als unwahrscheinlich.

      Der große Sieger des 5,1 Milliarden Dollar teuren Deals ist das Unternehmen Anglo American, das früher in enger Verbindung zur Familie Oppenheimer stand. Das Bergbauhaus war 1917 von Ernest Oppenheimer auf den Goldfeldern von Johannesburg gegründet worden, heute hält die Familie des Firmengründers nur noch knapp zwei Prozent. Sollte die Übernahme alle regulatorischen Hürden nehmen, würde Anglo American seinen bisherigen Anteil an De Beers von 45 auf bis zu 85 Prozent aufstocken.

      Anglo American muss für den Kauf kein zusätzliches Kapital aufnehmen. Neben 2,2 Milliarden Dollar in bar verfügt das Unternehmen über eine bislang ungenutzte Möglichkeit zur Aufnahme von Anleihen. Zudem wird der Diamantenmarkt gegenwärtig von den meisten Beobachtern ausgesprochen positiv bewertet. „De Beers ist ein einzigartiges Unternehmen mit einer dominanten Marktposition in einer lukrativen Branche“, schreibt etwa die Bank of America Merrill Lynch in einer Studie.

      Anglo American sieht sich also vor goldenen Zeiten und verweist darauf, dass die Nachfrage an Diamanten die Förderung immer mehr übersteigt. Steuerten Indien und China 2005 nur knapp acht Prozent zur Gesamtnachfrage bei, werden diese beiden Länder bis 2015 zusammen mit den Golfstaaten für rund 40 Prozent der Nachfrage sorgen - so groß ist der Anteil des heute größten Diamantenabnehmers, der USA.

      Vermutlich steht Anglos massive Aufstockung an De Beers in einem direkten Zusammenhang mit der Entscheidung des chilenischen Kupferunternehmens Codelco, einen Anteil von 49 Prozent an Anglo American Sur zu erwerben - jenem Unternehmen, in dem Anglo seine Kupferbeteiligungen in Chile gebündelt hat. Die Gesamteinnahmen aus dem erzwungenen Verkauf seiner Kupferminen dürften sich für Anglo American auf rund fünf Milliarden Dollar belaufen. „In gewisser Weise kommt es damit zu einem Austausch von Kupfer gegen Diamanten“, kommentiert Nick Hatch von der Royal Bank of Scotland.

      Allerdings ist Anglo American immer noch stark auf seine frühere Heimat Südafrika ausgerichtet, aus der das Unternehmen 1999 nach London umgezogen war. Dies wird angesichts der seit längerem am Kap geführten Verstaatlichungsdebatte von Beobachtern als negativ empfunden. Dabei kommen heute fast 70 Prozent aller Diamanten für De Beers aus dem politisch stabileren Botswana, und Südafrika liefert nur noch wenig mehr als 20 Prozent. Erst kürzlich unterzeichneten Botswana und De Beers eine neue, zehnjährige Fördervereinbarung.

      Für De Beers endet jetzt eine bewegte Geschichte. 1888 war das Unternehmen von dem Kolonialimperialisten Cecil Rhodes gegründet worden. Vor zehn Jahren nahmen die Oppenheimers es von der Börse. Seitdem stagniert der Konzern trotz des jüngsten Rohstoffbooms. Ein Grund dafür liegt darin, dass der damalige Aufkauf das Unternehmen mit einem gewaltigen Schuldenberg belastete. Auch hat die Marktstellung von De Beers mit der Aufgabe der Kartellstrukturen vor zehn Jahren stark gelitten: Kontrollierte De Beers 2001 noch rund 65 Prozent des Rohdiamantenmarkts, liegt der Anteil heute bei nur noch 30 Prozent. Zudem deutet vieles darauf hin, dass der staatliche russische Diamantenriese Alrosa die Förderung der Südafrikaner schon bald übertreffen und ihren Anteil weiter vermindern könnte.

      Der schwindende Marktanteil sowie die starke Abhängigkeit der Oppenheimers vom volatilen Diamantengeschäft dürfte die Entscheidung der Familie zum Verkauf an Anglo beeinflusst haben. So waren die Oppenheimers im Zuge der Finanzkrise 2008/2009, als der Diamantenmarkt einbrach, durch eine längere finanzielle Durststrecke gegangen.

      Die Möglichkeit einer neuen Krise im Fall eines globalen „Double Dips“ dürfte bei der Entscheidung daher eine wichtige Rolle gespielt haben. 2009 hatte De Beers seine Produktion um fast 90 Prozent reduzieren müssen, um einen Preiskollaps bei Diamanten zu verhindern.

      Daneben hatte das Unternehmen damals die Dividende gestrichen und rund 1,5 Milliarden Dollar an frischem Kapital aufgenommen. Die Oppenheimers hatten wegen ihres 40 Prozent-Anteils an De Beers rund 600 Millionen Dollar zuschießen müssen. Für die Familie ist dies offenbar eine heilsame Lehre gewesen. Und für Anglo American ist es eine große Chance.