Baikal-Expedition: Zwei Mini-U-Boote tauchen zum tiefsten Punkt des Sees
19:20 | 28/ 07/ 2008
NOWOSIBIRSK, 28. Juli (RIA Novosti). Die am Dienstag beginnende Erforschung des Baikal-Bodens unter Einsatz von zwei Mini-U-Booten - Mir-1 und Mir-2 - nimmt rund 15 Stunden in Anspruch. Das erfuhr RIA Novosti von einem Expeditionsteilnehmer.
Ihm zufolge wird die Fahrt zur Tauchstelle nahe der Insel Olchon den größten Teil der Zeit der Operation in Anspruch nehmen.
„Allein die Hinfahrt des Lastkahnes mit beiden Tieftauchgeräten an Bord sowie der Begleitboote zum tiefsten Punkt des Baikalsees wird rund fünf Stunden dauern“, sagte der Gesprächspartner der Agentur. Er fügte hinzu, dass etwa drei Stunden für das Herablassen der Mir-Tauchgeräte zum Seegrund benötigt würden.
Die Expeditionsteilnehmer wollen den mit rund 1 700 Meter tiefsten Punkt des Binnensees erreichen und nennen diesen Tauchgang, der zum ersten Mal auf dem Baikalsee vorgenommen wird, historisch.
Am frühen Dienstagmorgen wird vom Hafen Turka an der burjatischen Küste die internationale Forschungsexpedition auf dem Baikal gestartet.
Geplant ist unter anderem, Grundproben und andere Materialien zu entnehmen.
Das Programm der Expedition, die auf zwei Jahre befristet ist, sieht insgesamt rund 160 Tauchgänge in verschiedenen Gebieten des Baikal vor. Neben der Erforschung des Seegrundes ist es auch vorgesehen, die Energieträgervorräte zu erkunden, Angaben über tektonische Prozesse im Baikal-Boden zu gewinnen und nach archäologischen Artefakten zu suchen.
Die ersten Probetauchgänge der Mir-Tauchgeräte wurden am 24. und am 27. Juli durchgeführt.
Der Baikal liegt im Süden von Ostsibirien und ist mit fast 1700 Metern der tiefste See der Erde.
Dieses einmalige Binnengewässer steht auf der UNESCO-Liste der Weltnaturerbes. Sein Alter wird auf 25 Millionen Jahre zurückdatiert.
Das Gewässer ist 636 Kilometer lang, umfasst rund 23 000 Kubikkilometer Wasser und macht 20 Prozent der Süßwasservorräte der Welt sowie 90 Prozent der Süßwasservorräte Russlands aus. Im Baikal sind 848 Tierarten und 133 Pflanzenarten endemisch. Eine solche Vielzahl an Tieren und Pflanzen ist in keinem anderen Binnengewässer der Welt anzutreffen.
Nach Auffassung von Geologen liegt der Baikal auch heute noch in einer tektonisch aktiven Zone. Im Baikalraum kommt es zu immer neuen Bewegungen der Erdkruste - davon zeugen Erdbeben auf dem Seeboden und zahlreiche Heißwasserquellen an den Baikalufern. Im Baikal werden jährlich bis zu 2000 leichtere Erdstöße registriert.
19:20 | 28/ 07/ 2008
NOWOSIBIRSK, 28. Juli (RIA Novosti). Die am Dienstag beginnende Erforschung des Baikal-Bodens unter Einsatz von zwei Mini-U-Booten - Mir-1 und Mir-2 - nimmt rund 15 Stunden in Anspruch. Das erfuhr RIA Novosti von einem Expeditionsteilnehmer.
Ihm zufolge wird die Fahrt zur Tauchstelle nahe der Insel Olchon den größten Teil der Zeit der Operation in Anspruch nehmen.
„Allein die Hinfahrt des Lastkahnes mit beiden Tieftauchgeräten an Bord sowie der Begleitboote zum tiefsten Punkt des Baikalsees wird rund fünf Stunden dauern“, sagte der Gesprächspartner der Agentur. Er fügte hinzu, dass etwa drei Stunden für das Herablassen der Mir-Tauchgeräte zum Seegrund benötigt würden.
Die Expeditionsteilnehmer wollen den mit rund 1 700 Meter tiefsten Punkt des Binnensees erreichen und nennen diesen Tauchgang, der zum ersten Mal auf dem Baikalsee vorgenommen wird, historisch.
Am frühen Dienstagmorgen wird vom Hafen Turka an der burjatischen Küste die internationale Forschungsexpedition auf dem Baikal gestartet.
Geplant ist unter anderem, Grundproben und andere Materialien zu entnehmen.
Das Programm der Expedition, die auf zwei Jahre befristet ist, sieht insgesamt rund 160 Tauchgänge in verschiedenen Gebieten des Baikal vor. Neben der Erforschung des Seegrundes ist es auch vorgesehen, die Energieträgervorräte zu erkunden, Angaben über tektonische Prozesse im Baikal-Boden zu gewinnen und nach archäologischen Artefakten zu suchen.
Die ersten Probetauchgänge der Mir-Tauchgeräte wurden am 24. und am 27. Juli durchgeführt.
Der Baikal liegt im Süden von Ostsibirien und ist mit fast 1700 Metern der tiefste See der Erde.
Dieses einmalige Binnengewässer steht auf der UNESCO-Liste der Weltnaturerbes. Sein Alter wird auf 25 Millionen Jahre zurückdatiert.
Das Gewässer ist 636 Kilometer lang, umfasst rund 23 000 Kubikkilometer Wasser und macht 20 Prozent der Süßwasservorräte der Welt sowie 90 Prozent der Süßwasservorräte Russlands aus. Im Baikal sind 848 Tierarten und 133 Pflanzenarten endemisch. Eine solche Vielzahl an Tieren und Pflanzen ist in keinem anderen Binnengewässer der Welt anzutreffen.
Nach Auffassung von Geologen liegt der Baikal auch heute noch in einer tektonisch aktiven Zone. Im Baikalraum kommt es zu immer neuen Bewegungen der Erdkruste - davon zeugen Erdbeben auf dem Seeboden und zahlreiche Heißwasserquellen an den Baikalufern. Im Baikal werden jährlich bis zu 2000 leichtere Erdstöße registriert.