Videoformate

      Videoformate

      Videoformate im Überblick

      Die Vielzahl der digitalen Videoformate ist für den Nutzer manchmal verwirrend. Sie finden hier eine Übersicht der gängigsten Videoformate und deren Dateiendungen inklusive einer Kurzbeschreibung.

      Die Auflistung folgt der derzeitigen Gängigkeit und Verbreitung der Formate.

      WMV: Abkürzung für Windows Media Video *.wmv

      Ein von Mirosoft © entwickeltes Videoformat für Windows Betriebssysteme. Hohe Kompression mit guter Qualität. Das bedeutet relativ kleine Dateien und dennoch Filme mit guter Auflösung möglich.

      MPEG I und II: Abgekürzung für Moving Pictures Experts Group *.mpg

      Von einer Expertengruppe entwickeltes Videoformat mit standardisierten Komprimierungsverfahren. Die Vorteile von MPEG Filmen sind die vergleichsweise kleinen Dateien bei dennoch guter Bildqualität. MPEG II Filme sind in der Praxis MPEG I Filmen in Sachen Auflösung und Bildqualität überlegen.

      MPEG IV: Abgekürzung für Moving Pictures Experts Group *.mp4

      Von einer Expertengruppe entwickeltes Videoformat mit standardisierten Komprimierungsverfahren. MPEG IV Filme sind noch einmal deutlich stärker und ohne erkennbaren Qualitätsverlust komprimiert. Also sehr kleine Dateien bei sehr guter Auflösung. In der Praxis stellt MPEG IV etwas höhere Anforderungen an die Rechnerleistung, da die stark komprimierten Daten beim Abspielen zuerst wieder "entpackt" werden müssen.

      AVI: Abkürzung für Audio Video Interleaved *.avi

      Ein ebenfalls von Mirosoft © entwickeltes Videoformat. Die Vorteile von AVI sind die weite Verbreitung bei Soft- und Hardware. Beinahe jedes Multimedia Programm und nahezu alle DVD Player sind in der Lage, dieses Format abzuspielen. Die Mehrzahl digitaler Fotokamera zeichnet Videos im AVI Format auf. Der Nachteil sind aber nicht zu verleugnen: Sehr hoher Speicherbedarf. Im Vergleich zu einer komprimierten WMV oder MPEG Datei wird ein bis zu 20fach höherer Speicherplatz benötigt.

      MOV: Abkürzung für Movie *.mov

      Die Videodateien des MOV Typs basieren auf dem Quicktime Standard von Apple ©. Die Quicktime Filme sind weitgehend mit den Vor- und Nachteilen der MPEG IV Filme zu vergleichen. Also gute Filmqualität bei wenig Platzbedarf, allerdings höherer Anforderungen an die Leistung des Rechners. MOV Dateien finden aufgrund ihrer Eigenschaften und Variabilität zumeist in semiprofessionellen und professionellen Bereichen Anwendung.

      RM: Abkürzung für Real Media *.rm

      Real Media ist die Sammelbezeichnung für die Dateiformate des Software-Herstellers RealNetworks ©. Insbesondere meint Real Media das Audioformat Real Audio und das Videoformat Real Video. Mit Real Video komprimierte Filme sind zwar verlustbehaftet, doch ist die Qualität von Real Video Dateien speziell bei hohen Komprimierungen vergleichsweise gut. Neuste Versionen sind von der Qualität vergleichbar mit MPEG IV Video.

      Videoformate in Vergleich

      Eine Viedeobearbeitungs-Software sollte möglichst viele Wege anbieten, fertige Filme zu speichern. Die gängigste Methode ist das Brennen auf VideoCD oder DVD. Dazu sind die Videocodecs MPEG 1 und MPEG 2 nötig. Wer eine Videokamera mit DV-Eingang besitzt, darf das fertige Produkt auch einfach wieder zurück auf Band spielen. Die dritte Alternative ist den Film in einem Format wie MPEG 2 oder DivX auf Festplatte zu speichern. Wichtig ist in jedem Fall, die richtigen Codec zur Hand zu haben.
      Videoformate in Vergleich

      Codecs sind - vereinfach gesagt - kleine Programme, die bestimmte Video-Formate erzeugen können. Für jedes Format ist ein eigenes Codec nötig. So genannte Containerformate, wie zum Beispiel AVI, können aber auch verschiedene Codecs codierte Filme enthalten.

      Die meist verwendeten Formate sind MPEG 1 und MPEG 2. Sie sind nötig um eine CD oder DVD herzustellen, die in einem DVD-Player abspielbar ist. Mehr dazu erfahren Sie in folgendem Tipp: Videos im richtigen Format für CD und DVD

      Achtung: Das MPEG Codec ist kostenpflichtig und daher in vielen Freeware-Anwendungen nicht enthalten. Alle kommerziellen Videobearbeitungsprogramme verfügen aber über diesen Codec.


      MPEG 4 ist eine Weiterentwicklung des MPEG 2 Standards und speziell für sehr niedrige Datenraten entwickelt. Zusätzlich bietet dieses Format gute Voraussetzungen für interaktive Medieninhalte. Allerdings hat sich MPEG 4 noch nicht so durchgesetzt, wie MPEG 1 und 2. Daher wird es von den meisten Programmen, wenn überhaupt, nur mit einem zusätzlich installierten Codec unterstützt. Der Codec wird automatisch vom Windows Mediaplayer heruntergeladen.

      AVI ist ein vom Microsoft eingeführtes Format und auf fast allen Windowsrechnern abspielbar. Dabei ist AVI kein festgelegtes Format, wie MPEG, sondern ein Container. Abhängig vom darin enthaltenen Format kann nicht jeder AVI-Film von jeder Software gelesen werden. Oft fehlt der Codec zum entschlüsseln der im AVI-Container verpackten Daten. Besonders bei DivX ist das häufig der Fall. Auflösung und Datenrate sind bei diesem Format variabel.

      Wer eine digitale Videokamera besitzt, kommt unweigerlich mit deren DV-Format in Kontakt. Die Kameras speichern 720x576 Pixel mit einer Datenrate von 25 Mbit pro Sekunde. Das heißt für fünf Minuten Film wird etwa ein GByte Festplattenspeicher benötigt. Der Vorteil dieses Formates ist, dass jedes Bild komplett vorliegt. So hat der Anwender die Möglichkeit nach jedem Bild verlustfrei zu schneiden. Der Nachteil: Es sind Unmengen Speicherplatz notwendig. Die unterschiedlichen Kamera-Bezeichnungen, wie DV und MiniDV, beziehen sich übrigens lediglich auf die Größe der Kassette, nicht auf das Daten-Format.


      MOV ist das Dateikürzel für ein Quicktime Movie. Dieser Dateistandard stammt vom ursprünglich für den Mac entwickelten Quicktime Player. Den gibt es mittlerweile auch für Windows in einer kostenlosen Version zum herunterladen. www.apple.com WMV ist die Abkürzung für Windows Media Video. Dieses Windows-eigene Format spielt der im Betriebssystem integrierte Windows Media Player problemlos ab. Ähnlich wie bei AVI handelt es sich bei WMV um ein Containerformat. WMV kommt unter anderem beim Streaming aus dem Internet zum Einsatz.

      Das ebenfalls für das Streaming vorgesehene Real Media-Format bietet bei hohen Kompressionsraten ordentliche Qualität. Für diesen Standard ist bei den meisten Videobearbeitungsprogrammen ein zusätzliches Codec nötig, um die entsprechenden Daten zu erzeugen. Diese Codecs bekommen Sie hier https://helixcommunity.org

      Gern verwendet wird DivX. Das Codec reduziert die Datenmenge eines DVD-Films auf etwa ein Zehntel bei guter Qualität. Viele DVD-Player können DivX lesen. Auch Videobearbeitungsprogramme kommen mit DivX zurecht, nachdem ein Codec installiert wurde. Dieses Codec gibt es kostenlos unter www.divx.com.

      Welches Format das Beste ist, hängt vom Verwendungszweck des Films ab. Eine Videosoftware sollte auf jeden Fall MPEG 1 und 2 beherrschen und die Daten gleich auf CD oder DVD brennen. AVI ist ebenfalls ein weit verbreiteter Standard, der vom Programm unterstützt werden sollte

      MPEG-4 - Die Videoformate der Zukunft

      MPEG-4 - Die Videoformate der Zukunft

      Dem MPEG-4-Standard gehört die Zukunft. Videoformate wie DivX und XviD sind weit verbreitet und die kommenden DVD-Nachfolger HD-DVD und BlueRay setzen ebenso auf MPEG-4. Damit Sie sich im Dschungel der MPEG-4-Formate und Standards nicht verlaufen, haben wir eine kleine Übersicht über die wichtigsten Standards zusammengestellt und verraten, mit welchen Programmen MPEG-4 Video- und Audiodateien erzeugt werden können.

      Was ist MPEG?

      Der MPEG-Standard ermöglicht es, riesige Datenmengen eines Films auf wenige Giga- oder Megabyte zu komprimieren. Zum Vergleich: Ein unkomprimierter Film mit 90 Minuten Länge würde satte 110 GB in Anspruch nehmen. Doch wie können Filme technisch so zusammenschrumpfen?

      Die diversen MPEG-Standards machen sich eine Eigenheit von bewegten Bildern zunutze: Es muss nicht in jedem Bild die volle Information abgelegt sein, um einen Film zu speichern. Es genügt, über einen gewissen Zeitraum immer nur die Unterschiede zwischen den Bildern zu speichern. Erst dann wird wieder ein Vollbild (I-Frame / Keyframe) im Datenstrom abgelegt. Über die Zwischenbilder (P und B-Frames), die sich zwischen den I-Frames befinden, kann der Decoder die Bewegungsrichtung der bewegten Bildteile berechnen und darstellen.

      Der Nachteil bei einer verlustbehafteten Komprimierung wie MPEG sind die bei niedrigen Datenraten gut sichtbaren Komprimierungsartefakte, so genannte Macroblockverschiebungen.

      Die alten Kompressionsverfahren MPEG-1 und MPEG-2 bieten vor allem bei hohen Datenraten sehr gute Leistungen. Um einen Film aber für Videostreaming über das Internet oder HD-Filme auf BlueRay-Disc sehr klein zu bekommen, stoßen diese Verfahren an ihre Grenzen. Die Qualität ist nicht ausreichend. Und hier kommt nun MPEG-4 ins Spiel.

      MPEG-4 setzt da an, wo MPEG-2 aufhört. Durch neue Kompressionstechniken lässt sich eine Menge Platz einsparen, ohne die Bildqualität zu verschlechtern. Der neueste MPEG-4 AVC-Standard ist vor allem für hochauflösenden Content vorgesehen. Ein Film in 1080i HD-Auflösung (1920x1080) verschlingt vier mal so viele Daten wie ein Film in PAL-Auflösung (720x576). MPEG-2 auf einer Blue-Ray Disc könnte dies zwar leisten, da die Studios aber noch Extras und Bonusmaterial auf die Discs legen wollen, muss der Film kleiner werden, ohne dass die Bildqualität leidet.

      Wenn man das MPEG-4 Videoformat verstehen will, muss man zuerst über die so genannten Containerformate bescheid wissen. Die bekanntesten unter ihnen sind AVI (Audio-Video-Interleave) und Quicktime. Sie stellen keine eigenen Kompressionsverfahren bereit, sie dienen lediglich dazu, unterschiedliche Daten – vor allem Audiospuren, Videospuren, Bilder und Untertitel – aufzunehmen und als eine Datei bereitzustellen.

      Die im Container enthaltenen Audio- und Videoformate werden über so genannte Codecs (COmpressorDECompressor) unterstützt. Diese Codecs übernehmen dann, wie der Name schon sagt, die Aufgabe, die Video- (oder Audio) Rohdaten in das entsprechende Videoformat zu komprimieren, aber auch wieder für die Bildschirmausgabe zu dekomprimieren.

      Der große Vorteil der Codecs ist ihre standardisierte Schnittstelle. Jedes Programm, das die Codec-Schnittstelle unterstützt, kann auf die Kompressions- und Dekompressionsfunktionen der Codecs zugreifen. Je nach Codec im entsprechenden Format. Ist ein Codec im System installiert, kann das betreffende Medienformat abgespielt oder aus einem Videoschnittprogramm heraus erzeugt werden. Nach einem ähnlichen Prinzip funktioniert auch Quicktime, es bringt jedoch alle Codec bereits im Paket mit. Neben vielen Videoformaten auch unzählige Audio- und Bildformate.

      AVI
      Das bekannteste Windows-Containerformat ist sicherlich Microsofts AVI. Es wurde bereits 1992 entwickelt und ist dementsprechend begrenzt. Im Normalfall kann es nur eine Videospur und eine Audiospur aufnehmen. Durch diverse Erweiterungen, die aber nicht unbedingt dem Standard entsprechen, sind auch mehrere Audiospuren oder eher exotische Audioformate möglich. Aufgrund seines Alters ist AVI auch nicht als Videostream empfangbar – diese Variante war vor über 13 Jahren noch nicht vorgesehen. In den AVI-Container kommen in der Regel DivX- und XviD-Filme.

      Quicktime
      Quicktime ist Apples Standard-Medienformat, das unzählige Video-, Audio- und Bildformate bereitstellt. Quicktime ist mit 14 Jahren noch älter als Microsofts AVI. Das Format wurde aber kontinuierlich weiterentwickelt und ist inzwischen mit den neuesten Codecs ausgestattet. An Features bietet es nahezu alles, was für gutes Multimedia nötig ist. Neben mehreren Video- und Audiospuren kann MOV auch Kapitel und Untertitel enthalten und eignet sich fürs Streaming. Quicktime enthält eigene Codecs für MPEG-4 ASP, MPEG-4 AVC (Video) und MPEG-4 AAC (Audio)

      MP4
      MP4 ist ebenso ein Containerformat wie AVI und MOV. Es wurde von der Standardisierungsorganisation verabschiedet und ist das offizielle Containerformat für MPEG-4 Video und Audio. Neben MPEG-4 Video und Audio nimmt es aber auch die älteren MPEG-Varianten MPEG-1 und 2 sowie deren Audioparts auf. Untertitel funktionieren ebenso wie Bilder im JPG- und PNG-Format aber auch 3D-Content oder Menüs. Die Video-Formatvielfalt ist nicht ganz so groß wie bei AVI und MOV – es wurde speziell für MPEG entwickelt.

      Das offizielle Dateiformat für den MP4-Container ist die Dateiendung MP4. Sowohl Video und Audio als auch Audio oder Video separat sollen diese Extension verwenden. M4P ist ein geschütztes MP4-File, wie es zum Beispiel von iTunes angeboten wird. Die Handyformate 3gp und 3g2 sind ebenfalls MP4-Container.
      MP4 sollte nicht mit MP3 verwechselt werden. MP3 ist lediglich ein Audioformat ohne umgebenden Container. MP4 dagegen ein modernes Multimedia-Format, welches Audio, Video und allerlei interaktiven Content enthalten kann.

      Weitere Container

      Weitere Containerformate sind zum Beispiel Ogg, Microsofts ASF oder das Open-Source-Format Matroska. Es wird permanent weiterentwickelt und unterstützt praktisch alle Video- und Audiocodecs, Untertitel, Kapitel und kann für Streams genutzt werden.

      Der MPEG-4 Standard

      MPEG-4 ist ein sehr weites Feld. Der ISO-Standard deckt neben diversen Methoden zur Kompression von Audio und Video auch Untertitel, interaktive Menüs und Animationen sowie das Containerformat MP4 ab. All diese unterschiedlichen Standards wurden als Profile und Level in den ISO-Spezifikationen abgelegt. ISO 14496-2 (MPEG-4 Part 2) deckt dabei zum Beispiel die Kompression von Videoinhalten ab. Part 3 ist für die Kompression von Audio zuständig.

      Die einzelnen Teile der MPEG-4-Spezifikation geben dabei nur einen Rahmen vor, wie zum Beispiel Videos komprimiert werden sollen oder wie hoch die maximale Auflösung oder Bitrate sein darf. Dies ermöglicht es, Videos für unterschiedliche Endgeräte zu produzieren und sicherzustellen, dass diese Endgeräte mit den angebotenen Daten auch umgehen können. Ein kleiner PDA kann logischerweise keine HD-Videos abspielen. Deshalb existieren für HD-Videos sowie für Videos für Kleingeräte eigene Spezifikationen.

      Durch die recht lockeren Spezifikationen wird gewährleistet, dass die Encoder mit unterschiedlichen Verfahren und Ansätzen arbeiten können, um so das Maximum an Bildqualität zu erreichen. In der Spezifikation bleibt Raum für Verbesserungen.

      MPEG-4 ist ein offener Standard, für den jeder Applikationen entwickeln kann. Anders als zum Beispiel bei Microsofts WMV, liegen die Spezifikationen für MPEG-4 komplett offen und sind für jedermann einsehbar. Sofern sich die Anwendung an die gegebenen Standards hält, ist sichergestellt, dass die ausgegebenen Daten (zum Beispiel Audio oder Video) auf allen MP4-fähigen Endgeräten lauffähig sind.

      Neben kommerziellen Produkten ist auch eine wachsende Zahl kostenloser Programme in der Open-Source-Szene verfügbar.

      Am interessantesten für den Privatnutzer sind folgende MPEG-4 Bestandteile

      MPEG-4 Part 2 - Advanced Simple Profile - ASP (Videokompression)
      MPEG-4 Part 3 - Advanced Audio Coding - AAC (Audiokompression)
      MPEG-4 Part 10 - Advanced Video Coding - AVC (Videokompression)

      MPEG-4 ASP (Video)

      Das MPEG-4 Advanced Simple Profile (ASP) dürfte den meisten Nutzen geläufig sein. Denn die bekannten Codecs DivX und XviD, sowie 3ivX, Nero Digital ASP und der entsprechende Quicktime-Codec MPEG-4 halten sich an die Spezifikationen von MPEG-4 ASP. Die ausgegebenen Videos werden lediglich in unterschiedlichen Containern bereitgestellt, enthalten aber kompatiblen Video-"Code". Der alte DivX3-Codec basiert nur wage auf MPEG-4 und ist deshalb zu den Spezifikationen nicht kompatibel – wie auch Microsofts Windows Media Video (WMV).

      MPEG-4 ASP in Hardware gegossen

      Alle Funktionen des MPEG-Profils in einem Hardware-Player bereitzustellen, ist schwierig und kostenintensiv. Ältere Player stellen deshalb nur den wichtigsten Teil an MPEG-4-Funktionen bereit. Komplexere Features wurden ausgespart. Aus diesem Grund ist die Zertifizierung der Player wichtig. DivX Networks und Nero Digital vergaben kompatiblen Playern gleichermaßen Zertifikate. Alle auf dem Markt befindlichen MPEG-4-Player unterstützen das DivX Home Theater Profil (HTP) und Neros Standard Profil (StP). Diese Profile stellen den kleinsten gemeinsamen Nenner dar. Sie sind jedoch nur ein Kompromiss aus Komplexität und Bildqualität.

      Neueste Player bieten in der Regel Support für MPEG-4 ASP@Level 5. Dieses Profil bietet DVD-Auflösung und alle Features, die für optimales MPEG-4-Video wichtig sind. Diese Player gewährleisten auch die beste Kompatibilität. Wenn sich alle Komponenten (Player wie Codecs) an die Standards halten, können alle MPEG-4 ASP@L5 zertifizierten Player alle Videos abspielen, die mit den oben aufgeführten MPEG-4 ASP-Codecs erstellt wurden. Diese Lösung stellt das Optimum dar, denn der Benutzer muss sich um Soft- oder Hardware keine Gedanken machen. Alle Komponenten halten sich an die Vorgaben und sind untereinander kompatibel.

      Programme für MPEG-4 ASP

      MPEG-4 ASP ist schon relativ alt, deshalb gibt es bereits viele ausgereifte Encoder-Lösungen. Durch das Codec-Konzept können die meisten Encoder mit allen Videoschnittprogrammen und sonstigen Video-Applikationen genutzt werden. Einfach den Codec installieren und er ist in allen Programmen verfügbar.
      - Der bekannteste MPEG-4 ASP-Encoder ist zweifellos DivX. Der Encoder ist leistungsfähig, bietet aber nicht ganz so viele Features und Optionen wie zum Beispiel XviD. Die gebotene Bildqualität ist hervorragend.
      - Die Freeware-Lösung und wohl schärfste Konkurrenz ist XivD. Der Codec bietet sehr viele Optionen, die für alle Parameter feine Einstellungen zulassen. Die Bildqualität ist DivX mindestens ebenbürtig.
      - Nero Digital ist Neros eigene MPEG-4 Lösung und liegt leider nicht als Codec vor. Videos können nur aus der Anwendung Nero Recode erstellt werden. Der Encoder ist sehr schnell und bietet gute Bildqualität. Recode bietet auch Audioencoding in MPEG-4 AAC inklusive Surroundsound. Recode legt das Video im offiziellen MP4-Container ab.
      - FFmpeg ist ebenfalls Freeware und übertifft alle anderen Codecs an Vollständigkeit. Viele Open-Source Programme basieren auf dieser MPEG-4 Lösung. Die Bildqualität ist gut, wenn auch die oben genannten Encoder besser sind.
      - Quicktime bietet natürlich auch die Option, Videos in MPEG-4 umzuwandeln. Der Nutzer hat die Wahl zwischen dem Quicktime-eigenen Container MOV oder der ISO-Variante MP4.
      - Das Multitalent SUPER kann über diverse Codecs MPEG-4 ASP ausgeben.

      MPEG-4 AVC (Video)

      MPEG-4 AVC (Advanced Video Coding) ist eine der neuesten und besten Video-Kompressionstechniken. Ebenso gebräuchlich ist die Bezeichnung H.264. Dies ist die Bezeichnung, die die ISO-Kommision diesem Kompressionverfahren gab. MPEG-4 AVC wurde vom Joint Video Team, einem Zusammenschluss von MPEG-Visual und der ITU-Gruppe, als Nachfolger zum bewährten MPEG-2 entwickelt. H.264 wurde im Dezember 2003 zum ISO-Standard erklärt und als bevorzugtes Format für die DVD-Nachfolger "Blue-Ray" und "HD-DVD" auserkoren. Man kann sich sicher sein, dass dieses Verfahren weite Verbreitung findet.

      Die Neuerungen dieses modernen Kompressionverfahrens sind signifikant und erhöhen die Effizienz gegenüber MPEG-2 um den Faktor 3. Gegenüber MPEG-4 ASP immer noch um den Faktor 2. Die Steigerung der Effizienz hat jedoch eine Steigerung der Berechnungskomplexität zur Folge. Videos in MPEG-4 AVC zu komprimieren dauert ein vielfaches länger als dies bei MPEG-2 der Fall wäre.

      MPEG-AVC ist in mehrere Unterprofile – und diese wiederum sind in einzelne Level aufgeteilt. Am interessantesten für DVD-Backups und Videos mit hoher Bildqualität dürfte das High-Profile sein. Es bietet die meisten Features.

      MPEG-4 AVC in Hardware gegossen

      Noch sind keine Player verfügbar, die MPEG-4 AVC abspielen. Die kommenden Player für BlueRay und HD-DVD werden diese Möglichkeit jedoch bieten. Das "DVD-Forum" (zuständig für HD-DVD) und die "Blue-Ray Disc Association" haben sich bereits beide für MPEG-4 AVC als Format für die beiden Discs ausgesprochen. Daneben werden von den Playern auch noch andere Formate unterstützt werden.

      Die Spielplattforn Playstation Portable und Apples iPod spielen spielen MPEG-4 AVC.

      Programme für MPEG-4 AVC

      Inzwischen gibt es reichlich Software, um MPEG-4 AVC zu erzeugen. Die Entwicklung ist aber noch lange nicht ausgereift und wir dürfen uns auf bessere Bildqualität durch neue Programmversionen freuen.
      - X264 nennt sich ein Open-Source-Tool, das MPEG-4 AVC enkodiert. Die Bildqualität ist ausgesprochen gut. Neben der Kommandozeilen-Version gibt es auch einen Video-für-Windows-Filter, ffmpeg unterstützt diesen Encoder, der kostenlose Encoder/Dekoder ffdshow und auch das einfach zu bedienende Tool SUPER.
      - Ein sehr guter Encoder ist NeroDigital AVC. Implementiert ist dieser wieder nur in Nero Recode. NeroDigital AVC gibt ein MP4-File aus.
      - In Quicktime ist ein sehr guter AVC-Encoder integriert, der neben dem MOV-Container auch im MP4-Container ausgeben kann.
      - Es gibt einige Encoder, die das AVC-Video im AVI-Container ausgeben. Diese Variante wird von keinem Standard abgedeckt und sollte nach Möglichkeit nicht verwendet werden. Die Kompatibilität mit Hardware-Playern ist nicht garantiert, denn die ISO-Spezifikationen sehen nur den MP4-Conatiner vor.

      MPEG-4 AAC (Audio)

      MP3 (MPEG-1 Layer 3) ist das Standardformat zur Audiokompression. Vom Frauenhofer-Institut, Sony, Dolby Laboratories und AT&T wurde ein Nachfolgeformat entwickelt, das auf den Namen MPEG-4 Part 3 oder MPEG-4 AAC (Advanced Audio Coding) hört. Auch hier wird wieder der Container MP4 verwendet. Gegenüber MP3 wurde AAC stark erweitert. Es kann bis zu 48 Audiokanäle mit bis zu 96kHz Samplerate enthalten. Dazu 15 LFE-Kanäle (Low Frequency Effects) für Bass und noch einiges mehr.

      AAC wurde in mehrere Profile aufgeteilt, wovon HE-AAC und LC-AAC für den Massenmarkt am interessantesten sind.

      HE steht für High-Efficency und ist optimiert für niedrige Bitraten und perfekt für Mehrkanal-Surroundsound mit niedrigen Bitraten. LC ist ein Low-Complexity-Profil, das vor allem bei höheren Bitraten seine Stärken ausspielen kann. LC-AAC findet zum Beispiel bei den Musikstücken im iTunes-Shop Anwendung.

      MPEG-4 AVC in Hardware gegossen

      Eine ganze Reihe zurzeit erhältliche DVD-Player unterstützten neben MPEG-4 AVC-Video auch MPEG-4 AAC-Audio. Bekannte Modelle kommen von KISS, Siemssen, Xoro, Philips oder Tevion. Leider gibt es praktisch noch keine Surround-Receiver und Verstärker, die MPEG-4 AAC dekodieren können. Es ist jedoch ein Directshow-Filter erhältlich, der AAC in Echtzeit in Dolby-Digital umwandelt und über S/PDIF (Sony-Philips Digitalschnittstelle) an den Receiver weitergibt.

      Programme für MPEG-4 AVC

      - Mit Nero kann AAC-LC und HE encodiert werden. Ebenso werden durch Nero Recode Mehrkanal-Surroundfiles unterstützt.
      - Apples Quicktime und iTunes bieten MPEG-4 AAC, allerdings nur LC-AAC. Mehrkanal-Audio wird nicht geboten.
      - FAAC ist ein Open-Source-Encoder, der als Kommandozeilen-Version genutzt werden kann und in WinAmp, Foobar oder CoolEdit enthalten ist.
      - RealNetworks RealProducer 10 unterstützt neben den eigenen REAL-Formaten auch LC- und HE-AAC.
      - Das Multitalent SUPER kann selbstverständlich auch AAC-Files produzieren.

      Super 2007: Videoformate kostenlos umwandeln und testen

      Super 2007: Videoformate kostenlos umwandeln und testen

      Der Video-Wahn boomt wie nie zuvor - egal ob man das Internet, private Videos oder gekaufte Filme betrachtet. Immer mehr Menschen entdecken dieses Medium für sich und wollen mit ihren privaten oder gekauften Filme arbeiten. Doch mit der Zahl der Anbieter hat sich auch die Anzahl der Videoformate drastisch erhöht. Mittlerweile gibt es eine ganze Menge an Videoformaten, die auf den unterschiedlichsten Playern laufen. Dabei entstehen bei Videoliebhabern oft Probleme, daß z.B. das Format, indem die Videokamera aufnimmt, leider nicht zum Brennen mit Nero oder Abspielen auf dem Video-Recorder geeignet ist.

      Daher haben einige findige Software-Entwickler Programme geschaffen, welche eine Umwandlung von einem Videoformat in ein anderes möglich machen. In diesem Tipp will ich Ihnen eine kostenlose Software von eRightsoft namens Super 2007 vorstellen, welche eine solche Umwandlung relativ einfach bewerkstelligt.

      Neben der Möglichkeit Videoformate umzuwandeln, bietet diese Software auch eine Analyse von Videoformaten an. Beispielsweise ist bei einem Format Filmname.avi oder Filmname.mkv nicht klar, (welche Formate sich hinter der Endung tatsächlich verbergen. Erst nach einer Analyse wissen Sie sicher, ob z.B. Nero das Format auch ohne Umwandlung brennen kann.

      Der Hersteller empfiehlt aus "Sicherheitsgründen" die Super 7000 - Umwandlungssoftware von seinen eigenen Seiten herunterzuladen, damit sich der User keine Viren oder Trojaner einfängt. Doch so gut das Programm selbst sein mag, der Download gestaltet sich auf den recht unübersichtlichen Seiten von eRightsoft als echtes Abenteuer.

      Daher wollte ich Ihnen nicht nur den Link zum Hersteller angeben, sondern auch eine kurze "Wegbeschreibung" liefern, damit Sie sich - beim Versuch die Software herunterzuladen - nicht verlaufen. Zumindest hat mich das einige Zeit und Ärger gekostet, bis ich letztendlich den Download-Button gefunden hatte. Diesen Ärger können Sie sich sparen!

      Angemerkt sei noch, daß die Hersteller-Homepage in Englisch verfaßt ist, es aber für die Software selbst auch eine deutsche Version gibt.

      Zunächst der Link zum Hersteller -> eRightsoft http://www.erightsoft.net/SUPER.html

      Nun beginnt das Abenteuer sich in dem Irrgarten zum Downloadlink vorzukämpfen. (Anmerkung: Diese Anleitung ist im Mai 2007 erstellt worden. Ich kann nicht dafür garantieren, daß diese chaotische Seite mit der Zeit die Navigation beibehält, d.h. die im weiteren beschriebene Anleitung auch tatsächlich zum Ziel führen wird. Ein direkter Link auf die Downloadseite funktioniert leider nicht, da eRightsoft diese Links blockiert bzw. wieder auf die Hauptseite umleitet.)

      Wie finde ich den Download für Super 2007-Software?

      1. Auf der Startseite der Homepage angelangt, bekommt man erst eine schlecht gesetzte bzw. ellenlange Text-Tapete über die Vorteile dieses Programms vorgesetzt. Wenn Sie die technischen Details nicht so sehr interessieren, können Sie bis ganz nach unten scrollen -> dort finden Sie den Link "Start Downloading SUPER ©", den Sie anklicken.

      2. Auf der nächsten Seite finden Sie eine weitere Text-Tapete mit technischen Informationen -> hier müssen Sie den Link namens "download and use" suchen, der sich mitten im Text (oberes Drittel der Webseite) verbirgt.

      3. Nun gelangen Sie endlich zur Downloadseite. Allerdings ist auch hier der Download-Link ganz unten etwas versteckt eingebaut. Scrollen Sie die Seite erst ganz nach unten - dort finden Sie dann vier Links namens "SUPER © setup file", die der Hersteller schlauerweise genauso gestaltet hat, wie die Google-Werbung darüber. Hier können Sie nun endlich über einen der vier Links das Programm auf Ihren Computer herunterladen.

      Ich werde im Weiteren noch drei Tipps zu dieser Software anbieten, damit Sie damit Ihre Videos auch analysieren und in verschiedene Formate umwandeln können:

      Mit Super 2007 Videoformate avi und mkv analysieren http://www.philognosie.net/index.php/tip/tipview/805/
      Mit Super 2007 Film (AVI) in eine Video-DVD (vob) umwandeln http://www.philognosie.net/index.php/tip/tipview/806/
      Mit Super 2007 Film (AVI) in ein DivX-Format umwandeln http://www.philognosie.net/index.php/tip/tipview/807/