Kunst-Skandal

      Kunst-Skandal
      Fummel-Alarm: Kunstwerk zeigt unsere Kanzlerin nackt


      Bodman-Ludwigshafen - Darf man Politiker so darstellen? Seit Tagen herrscht Riesenwirbel am Bodensee. Im beschaulichen Örtchen Bodman-Ludwigshafen gibt es eine neue Touristenattraktion - ein Kunstwerk, das es in sich hat:

      Es zeigt unter anderem Bundeskanzlerin Angela Merkel komplett hüllenlos! Damit nicht genug: Zu sehen ist auch Edmund Stoiber, der Guido Westerwelle zwischen die Beine greift. Ordentlich gefummelt wird auch bei den Herren Gerhard Schröder und Peer Steinbrück.

      Kunst oder Skandal? Geschaffen hat das Werk Künstler Peter Lenk. Er erklärt, sein Werk zeige die Polit-Prominenz kurz vor ihrem Eintritt ins Paradies. Und da sei man schließlich nackt.

      Bürgermeister Matthias Weckbach kann die Empörung seiner Mitbürger nicht verstehen. Er findet das Bild gut. Muss er auch, denn immerhin kostete das Werk an der Rathauswand 35.000 Euro.

      Das Geld fließt auf Umwegen zurück in die Stadtkasse. Ganze Busladungen mit Touristen fallen derzeit in den Erholungsort ein.

      Kunst oder Skandal? Was sagen Sie? Gleich die Bilder angucken, abstimmen & mitreden
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      Nackte Provokation

      Nackte Provokation
      Deutscher Künstler enthüllt Steinwand mit nackten Politikern wie Angela Merkel und Edmund Stoiber

      LUDWIGSHAFEN. Peter Lenk liebt eine drastische Formensprache. Schon die Imperia im Konstanzer Hafen polarisierte. Nun haute er Deutschlands Elite nackt und überbordend aus dem Stein.

      Fritjof Schultz-Friese
      Das zehn Meter lange Relief des Provokationskünstlers Peter Lenk am Zollhaus in Bodman-Ludwigshafen am Ende des Überlinger Sees ist deftig. Titel: «Ludwigs Erbe». Im Dreiteiler halten sich die nackten Politiker Ex-Finanzminister Hans Eichel, Ex-Bundeskanzler Gerd Schröder, Bundeskanzlerin Angela Merkel, der bayrische Ex-Ministerpräsident Edmund Stoiber sowie FDP-Chef Guido Westerwelle – er mit dem Schild «Global Players» – verschämt an den Genitalien.

      Auch der Papst kommt vor
      Im gleichen Abschnitt schwimmen die führenden deutschen Wirtschaftsmagnaten gleichfalls nackt im Geld und treiben es mit Freudenmädchen. Auch die katholische Kirche ist mit Papst Benedikt XVI. vertreten.

      Mit dem Triptychon will der international bekannte Künstler Peter Lenk auf die Verlogenheit und Abzockermentalität der heutigen Zeit aufmerksam machen. Seine Schöpfungen haben ihm schon verschiedentlich empörte Reaktionen der Betroffenen eingetragen, unter anderem von Schriftsteller Martin Walser. Dem Publikumszuspruch sind solche Anfeindungen nur förderlich: Am Samstag kamen an die 500 Gäste zur Enthüllung des Reliefs aus Steinguss beim Zollhaus in Ludwigshafen.

      Lokale Spender
      Beim Kunstwerk handelt es sich um eine Auftragsarbeit des örtlichen Vereins «Kunstfreunde» sowie dem Touristikförderverein. In der Themenwahl war Peter Lenk frei. Für die Kosten kommen Banken, die örtliche Gemeinde, Wilderich Graf von und zu Bodman sowie weitere Sponsoren auf. Der Künstler selber hielt sich während der Enthüllung des Triptychons im Hintergrund, um den Medienvertretern von Fernsehen und Print zu entgehen. Er lehnt jede Darstellung seiner Person in Film und Foto ab.

      Erfolg in Berlin
      Furore machte der Künstler mit der Imperia, die zum Wahrzeichen des Konstanzer Hafens wurde. Auch die Darstellung Martin Walsers als Bodensee-Reiter in Überlingen – eine Anspielung auf Walsers Rede zu den Juden im Dritten Reich – stiess auf grosses Echo. Seine Skulptur «Karriere-Leiter» hat es bis Berlin geschafft: Sie ziert seit 2007 den Eingang einer namhaften Berliner Bank. Und am Checkpoint Charlie stehen die Mauerkieker, drei Männer auf sechs Meter hohen Stelzen.
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      Politischer Gruppensex - Angela Merkel nackt

      Politischer Gruppensex - Angela Merkel nackt

      Ist das noch Kunst oder einfach nur Provokation ?!
      Politiker beim Gruppensex, nackt natürlich. Ein plastisches Gemälde dieser Art prangt seit kurzem am Rathaus von Bodman-Ludwigshafen.

      Touristen und Schaulustige strömen in Massen zu dem skurrilen Werk, das Angela Merkel, Edmund Stoiber, Guido Westerwelle, Gerhard Schröder und Peer Steinbrück zeigt.

      Sie vergnügen sich nackt miteinander. So greift Edmund Stober dem Guido beherzt zwischen die Beine. Angela Merkel wird Gerhard Schröder verwöhnt und dieser wiederum von Peer Steinbrück.

      Geschaffen hat das Werk Künstler Peter Lenk. Er erklärt, sein Werk zeige die Polit-Prominenz kurz vor ihrem Eintritt ins Paradies. Und da sei man schließlich nackt.

      Bürgermeister Matthias Weckbach kann die Empörung seiner Mitbürger nicht verstehen. Er findet das Bild gut. Muss er auch, denn immerhin kostete das Werk an der Rathauswand 35.000 Euro.

      Das Geld fließt auf Umwegen zurück in die Stadtkasse. Ganze Busladungen mit Touristen fallen derzeit in den Erholungsort ein.

      DCRS meint: Öffentliche Gelder sollten nicht für derart, nur auf Provokation ausgerichtete Werke verschwendet werden. Der Künstler hat lediglich mit Schamlosigkeit auf sich aufmerksam gemacht, nicht aber mit Kunst.

      Satire-Bildhauer Lenk stellt Bonzen bloß

      Satire-Bildhauer Lenk stellt Bonzen bloß

      Bodman-Ludwigshafen - Ein neues Werk des satirischen Bildhauers Peter Lenk ist am Samstag in seiner Heimatgemeinde Bodman-Ludwigshafen am Bodensee enthüllt worden.

      Das zehn mal vier Meter große Relief an der Rathauswand in Form eines Triptychons ist eine respektlose, provozierende Abrechnung des 61-jährigen Künstlers mit Politikern und Wirtschaftsbossen. «Ich möchte mich nicht mehr aufregen über Politiker, die immer dreister lügen, und Manager, die sich die Taschen vollstopfen, sondern ihnen ein würdiges Denkmal setzen», sagte Lenk in seiner typisch verschmitzten Art am Rande der Enthüllungszeremonie, zu der mehrere 100 Gäste gekommen waren.

      Die derbe Gesellschaftskarikatur, die entfernt an Hieronymus Bosch erinnert, trägt den Titel «Ludwigs Erbe» unter Bezug auf den badischen Großherzog Ludwig, nach dem ein Teil der Doppelgemeinde benannt ist. Der Adelige thront inmitten von Feinden und Anhängern. Unter ihnen ist Baden-Württembergs Ministerpräsident Günther Oettinger (CDU), der leicht verschämt seinem Vorgänger Hans Filbinger die Hand drückt.

      Auf dem dreiteiligen Relief tummeln sich außerdem die «Global Players». Spitzenpolitiker und Top-Manager sind als kichernde Nackedeis zu sehen. «Alle stehen kurz vor der Vertreibung aus dem Paradies, und im Paradies trifft man sich eben nackt», erläuterte der Spaßvogel Lenk. Gleich daneben sind «Hartz-VI»-Empfänger mitsamt VW-Betriebsrat und Prostituierten versammelt. Das einfache Volk wird von Wurstessern und einer Warteschlange vor einer Behelfs-Toilette verkörpert.

      Auf humorvolle Weise deutet der Künstler an, dass sich seit den Zeiten des Feudalismus nicht allzu viel geändert hat. Die da oben leben in Saus und Braus, während die da unten ihre Bedürfnisse unterdrücken müssen. Lenk nimmt schon seit vielen Jahren die Mächtigen auf die Schippe. Seine Skulpturen stehen vor allem in der Bodenseeregion, aber auch in Berlin, zum Beispiel die «Mauerkieker». So zeigte Lenk in den vergangenen Jahren Helmut Kohl als Ehrenwortbuben oder einen liebestollen Rudolf Scharping. Der Dichter Martin Walser grollt ihm, weil er ihn in Überlingen auf einem Gaul als Reiter über den Bodensee dargestellt hat. Streit gab es anfangs auch um Lenks bekanntestes Werk, die neun Meter hohe Imperia an der Konstanzer Hafeneinfahrt. Sie erinnert seit 1993 an Huren zur Zeit des Konzils (1414-1418). Heute gehört die Statue zu den Wahrzeichen der Bodenseestadt.

      Doch Lenk hat auch Kritiker. Sie werfen ihm ein immer gleiches Schema vor und finden, seine spöttischen Figuren seien keine zeitlose Kunst. Skeptisch war zuerst auch Bodman-Ludwigshafens Bürgermeister Matthias Weckbach. Er wurde dann aber nach eigenem Bekunden zum Fan. Weckbach versprach sich von dem Kunstwerk «mehr Ausstrahlung» seiner 4000-Einwohner-Fremdenverkehrsgemeinde. Er setzte darauf, dass nach der vereinbarten zweijährigen Probe-Ausstellungszeit Lenks Werk für immer in der Gemeinde bleiben werde. Das Touristikamt hat maßgeblich die Kosten von 35 000 Euro getragen, der Rest kam von Sponsoren.

      http://www.peter-lenk.dewww.bodman-ludwigshafen.de